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mit dem Kreisblatt für Vie Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtjchaftliche Beilage."

Jfä 304

DieGbrrhesftsche Zettmrg" erscheint täglich mit Ausnahme der I Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel- I jährlich durch die Post bezogen 2^5 Mk. (ohne Bestellgeld), bei I unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk. |

Marburg

Mittwoch, 29. Dezember 1909.

Die Jnsert iouSgebüqr beträgt für bte 7 gespaltene Zeile oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, ilnioersitätSbuchdruckeret Inhaber Dr. E. Hl her oth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

44. Jahrg.:

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt M. 100.

Bestellungen

für daS erste Quartal ISIS auf dieOberhessische Zeitung" nebst ihre« Beilagen werden von unserer Expedi­tion (Markt 21), unserem Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt, Wetter, 668« darf, Hachborn, Heskem-Mölln, Lei­de n h o s e n und Drethausen sowie von alle« Postanstaltcn und LandbrieftrSger« entgegenge­nommen.

Handwerkerfragen.

Der geschäftsführende Ausschuß des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages hat am 5. November in Hannover eine Sitzung abge- halten, der an den beiden vorhergehenden Tagen Sitzungen seiner ständigen Kommissionen Mr Eewerberecht, Unterrichtswesen, soziale Fragen und Handel und Verkehr vorausgegangen waren. Aus den zahlreichen Verhandlungs- Jegenständen ist, soweit sie nicht interne Ange» egenheiten, wie Neubesetzung der Kommis­sionen usw. betrafen, folgende» hervorruheben:

Der Ausschuß beschloß, die verbündeten Regierungen und den Reichstag zu ersuchen, den ? 100 q der Gewerbeordnung dahin abzuämiern, » den Zwangsinnungen dar Recht zur Fest» etzung von Mindestpreisen unter Mitwirkung »er Aufsichtsbehörden eingeräumt werden möge.

Hinsichtlich de, Heranziehung de, ju- Sistischen Personen zu den Innungen beschloß er Ausschuß ein« Abänderung der Eewerbe» drdnung zu beantragen, wodurch im Sinn« der Vorschriften der §§ 1001 ff. der Gewerbe­ordnung in der Fassung de, Gesetzes von 1887 »ine Beitragspflicht für juristische Personen zu den Kosten der Innungen festgesetzt werden soll.

Verschiedene Einzelfälle gaben dem Ausschuß Veranlassung, über die Frage der Ablegung von Meisterprüfungen kn Verbindung mit dem Besuche von Fachschulen zu verhandeln. Es 'wurde hierzu beschlossen, diese Angelegenheit für die 11. Vollversammlung im Jahre 1910 vorzubereiten. Da» Gleiche gilt hinsichtlich der Erfahrungen, die bisher im Meisterprüfungs­wesen von den einzelnen Handwerks, und Ee- werbekammern gemacht worden find; auch ste !ollen auf dem nächsten Kammertage einer aus« ührlichen Besprechung unterzogen werden.

Zur Durchführung des Gesetzes betr. den unlauteren Wettbewerb stellte der Ausschuß Ausführungsbestimmungen zusammen, die den einzelnen Kammern zur Kenntnis gebracht wer­den sollen, und die ihnen, soweit nicht schon Ausführungsbestimmungen erlassen worden sind, zum Anhalt für diesbezüglich« Anträge bei den höheren Verwaltungsbehörden dienen sollen.

61 (Nachdruck verboten.)

Was Gott zufammerrgefLgt.

Roman von H. Lourths-Mahler.

(Fortsetzung.)

Und dann dachte «r an ihren Jammer an das Leid, das er ihr zufügen mußte. Er big die Zähne zusammen und ein qualvolles Stöhnen kam über seine Lippen.Mein Lieb mein holdes Mädchen mein Weib es ist ein Wahnsinn Schwester nie kann ich Deiner anders gedenken als bisher nie kann ich wie ein Bruder für Dich empfinden." dacht« er ver­zweifelt. Und neben seiner Liebe stieg dumpf und bedrückend ein Gefühl des Haste» gegen seinen toten Vater empor. Ihm dankte er schon so viele bittere Stunden uni) nun brachte sein Leichtsinn auch noch diesen furchtbaren Schlag über ihn.

Nur mit Haß konnte er seiner gedenken und als er sich desten bewußt war, lachte er schneidend auf. So ist es recht den Vater basten die Schwester lieben mtt einer sünd­haften begehrenden Liebe ach e» war um wahnsinnig zu werden.

Er kam noch einige Minuten zu früh nach dem Bahnhof. Da fiel ihm Paula Hardenberg «in. Ihr mußte er ein erklärendes Wort zu- Uiicklasten. Er schrieb einige Zeilen auf eine Visitenkarte.

Teure Freundin?

Ein vernichtender Schlag hat all mein Hoffen zerstört. Ich kann Ihnen jetzt nicht» erklären, die Verzweiflung läßt mich keinen klaren Gedanken fasten. Rur soviel ich « fort, ohne Renat« wiederzusche«. So-

Zur Ermordung

des deutschen Reisenden Burckhardt schreibt dieNorddeutsche Allgemeine Zta": Ueber die Ermordung de» deutschen Reisenden Burckhardt und de» früheren italienischen Kon­sularagenten Benzoni liegen genauere Nach­richten noch nicht vor. Nack Mitteilung der türkischen Behörden wurden die beiden Rei­senden auf dem Wege von San» nach Mokka bet Tai» von Aufftändischen ermordet. Einige Gendarmen bet Begleitung wurden verwundet. Wo die Leichen sich gegenwärtig befinden, ist noch unbekannt. Die deutsche Regierung tat alsbald in Konstantinopel die erforderlichen Schritte zur Verfolgung der Schuldigen. Die Pforte teilte mit dem Ausdruck des Bedauerns mit, daß die strengste Untersuchung telegra­phisch angeordnet worden sei. Die Reisenden wären vom italienischen Konsul in Hodeida vor dem Reiseantritt auf da» Gefährliche des Unter­nehmens hingewiesen worden. Burckhardt war schon im Jahre 1907 bei seiner letzten Anwesenheit im Pemen von dem kaiser­lichen Botschafter in Konstantinopel schriftlich darauf aufmerksam gemacht worden, daß ange­sichts der dort herrschenden Zustände keinerlei Earanfie für sein« Sicherheit bestehe. Gegen­über anders lautenden Meldungen wird fest­gestellt, daß Burckhardt keinerlei amtliche Be­ziehungen oder Aufträge gehabt hak und im Renten lediglich al» Privatmann gereist ist.

Wir entnehmen ferner derFranks. Ztg": Burckhardt und Benzoni brachen, eskortiert von fünf Gendarmen vor etwa drei Wochen von Sanaa auf. um Über Tais nach Mekka zu gelangen. In der Nähe von Tais, einem Ge­biet, welches jetzt durch die Aufstände besonders mitgenommen ist, ereilte beide Forscher das grausame Schicksal. Zwei Gendarmen sollen gleichfalls umgekommen sein, zwei andere schwer verletzt worden sein. Der Leichname konnte man noch nicht habhaft werden. Die türkischen Behörden, ebenso die diplomatischen Vertretun- fen lehnten die Uebernahme einer Verantwor- ung für das tragische Geschick der beiden Rei-

Betr. die Durchführung des Gesetzes über die Sicherung der Bauforderungen nahm der Aus­schuß eine Resolutton an, worin er die Hand­werks- und Gewerbekammern ersucht, in ihren Bezirken unverzüglich Erhebungen vorzu­nehmen, um festzustellen, inwieweit Mißstände im Baugewerbe Abhilfe erfotbetn. In diesem Falle befürwortet bet Ausschuß die Durchführ­ung be» zweiten Teiles bett, den dinglichen Schutz der Bauforderungen.

Lebhaft« Klagen Über ein Ueberhandnehmen von Wanderlligerverkäufen führten zu dem Be­schluß, auf dem Wege der Abänderung der Gewerbeordnung die Einführung eine» Be­dürfnisnachweises Mr Wanderlager beantragen zu wollen.

Nachdem sich ein« genügende Anzahl von Jnnungskrankenkasten Mr einen vom Ausschuß vorgeschlagenen Zusammenschluß zu einem Ver­bärge der deutschen Jnnungskrankenkasten aus­gesprochen hat, hat der Ausschuß die' Kon­stituierung dieses Verbandes beschlosten.

bald ich wieder Herr meiner selbst bin, sollen Ste alles hören von Ihrem treu ergebenen

Georg.

Die Karte verschloß er in ein Couvert und Este dem Hausdiener aus der VillaSee-

n, der am Bahnhof anwesend war, zur Be- [uitfl an Paula.

Wenige Minuten später saß er, in eine Ecke gedrückt, mit geschlostenen Augen im Coupö. Außer ihm saß nur noch ein älterer Herr mit in dem Abteil. Niemand störte Georg in seinem qualvollen Brüten. E» kam ihm zum Bewußt­sein, daß die emsig rollenden Räder ihn weiter und weiter fort trugen von Renate Coulmann seiner Schwester der sein Herz in schmerz, lich sündhaftem Verlangen entgegenschlug.

Marys scheinbare Fröhlichkeit war bald einer unbehaglich bangen Stimmung gewichen, als weder Renate und Georg, noch ihr Vater rotebet an ben Strand herab tarnen. Auch Bernharb empfand unklar, daß etwa» wie ein Gewitter in bet Luft lag. Er sah besorgt in Marys ernste» Gesichtchen und mertte, wie st« sich quälte, unbefangen zu scheinen.

Auch Paula Hardenberg fühlte insttnkttv, daß da oben doch nicht alles so glatt verlief, wie sie gehofft hatte. Sie suchte jedoch ihre Unruhe zu verbergen und plauderte mit Frau Werner, die allein ihr« Seelenruhe behatten hatte.

Mary hielt e» endlich nicht länger au», un­tätig abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln würden. Sie sprang auf, um nach Renate und dem Vater zu sehen.

Bernhard ging mit Ihr.War ist Dir, Mary? Du {q pitt unb SfxfttmfflU* jagt« *1 -örtlich, ...

senden ab. Sie find wiederholt eingehend mündlich und brieflich gewarnt roorben, und speziell vör der letzten Reise waren diese War­nungen noch bringenber. Burckhardt jedoch baute voll Vertrauen auf feine früheren Er­folge. Seine erste Durchquerung Hemen» fand im Jäher 1902 statt, worüber er eine Bro­schüre und Reisestizzen aus 9einen veröffent­licht. So schenkte er diesen Warnrufen kein Gehör. Burckhardt und Benzoni beherrschten bi« Landessprache und pflegten stet» in türki­scher Nationaltracht zu reisen. Vielleicht trug dieser letzte Umstand zu ihrer Ermordung bei. Durch die permanenten Truppenverstärkungen herrscht unter den arabischen Stämmen im In­nern eine heftige Gärung. Sie mögen In den beiden Forschern, welche zu nertrauensfeltg auf ihre früheren Erfahrungen pochten, türttsche Agenten gewittert haben.

Politische Umschau.

Staats« und Wirtschaftslehr« in de« höher«« Schule«.

Wie dieNeue preußische Correspondenz" von pädagogischer Seite hört, beabfichttgt bte UnterrMsverwaltung in ben Lehrplan bet höheren Schulen Staats- und Wirtschaftslehr« einzuführen. Die Leiter der höheren Lehran­stalten find von der Verwaltuna angewiesen worden, auf der demnächst stattfindenden Direktorenversammlung auf diese» wichtige Thema ganz besonder-- einzugehen. Wie be­kannt sein dürft«, wird int Sommersemester nächsten Jahres an allen deutschen Hochschulen Unterricht in Staats- und Wirtschaftslehre erteilt werden. Die Vorträge sollen haupt­sächlich den breiten Schichten des Volkes zur Einführung in dies schwierig« umfangreich« Gebiet dienen. Man trägt fich einstweilen mit dem Gedanken, die Lehrkurse über Staats- und Volkswirtschaft dem deutschen und dem Ge­schichtsunterricht anzugliedern, um später diesen Lehrgegenstand als selbständiges Fach in den Unterrichtsplan der höheren Schulen ein­zuflechten.

Demokratische veruneinig««-.

Da» radikale Parteigruppchen derdemo­kratischen Vereinigung" erlebt zur Zeit erbau- liche Dinge. Wir berichteten seinerzeit Über den ausgebrochenen männermordenden Bruder­kampf. Dieoffizielle" Parteileitung hat denn auch bald Gelegenheit genommen, die Stören- frteoe zu entfernen und eine Versammlung aller Vorstandsmitglieder der demokratischen Ver­eine hat mit allen gegen eine Stimme die fof gende Resolutton angenommen:Die Versamm­lung mißbilligt aufs Schärfste die Angriffe des WochenblattesDer Demokrat" gegen die Mit­glieder de» Zentralvorstandes und erklärt dieses Blatt nach seiner neulichen Entwickelung für eine schwere Schädigung der demokrattschen Be­wegung."

Das Hilst fi« aber nicht»; wie wir derD, Tagesztg." entnehmen, beschäftigt fich besagter Demokrat" in folgenden Erklärungen mit der offiziellen" Partei.

In der ersten Erklärung, die ben Demo­kraten Richard Böttcher zum Verfasier hat,

Sie zwang sich zu einem Lächeln.Ach ich weiß nicht mir ist so unbehaglich zumute. Herr von Rodenfe^» ist zu Papa gegangen. Du hast es doch längst gemerkt, daß er und Renate sich tieben. Renate war so unruhig und ängst­lich, und nun läßt sich niemand sehen."

Deshalb brauchst Du Dich doch nicht zu sorgen, Herzblatt! Gib acht, Du findest oben ein glückliches Brautpaar. Und weißt Du ich warte vor der Tür, bis Du mir ein Zeichen gibst. Wenn Dein Vater einmal dabei ist, Glückliche zu schaffen, melden wir uns auch. Nicht wahr, mein süßes Mädchen?"

Gott mag geben, ^ Du recht hast! Natür­lich rufe ich Dich dann sofort."

Sie drückten sich verstohlen die Hände und Mary eilte ins Hau». Sie ging direkt in das Zimmer ihres Vaters. Er saß ganz allein am Tische und stützte sorgenvoll und nachdenklich das Haupt in die Hand. Als Mary eintrat, richtete er fich auf.

Was willst Du, Kind?"

Ich suche Renate, Papa. Wo ist fie? War fie nicht bei Dir?«

Sie ist in ihrem Zimmer. Aber stör« fie jetzt nicht, ste ist nicht ganz wohl."

Mary preßte bi« HaiÄflächen zusammen. Und Herr von Robenfels, Papa? Er war doch auch bei Dir," sagte fie betteten.

Coulmann sah fie prüfend an.So, bas weißt Du? Dann weißt Du wohl auch, was er bet mir wolltt?"

E"suhr^fich mit bet Hand Über die Sttrn. Dann sollst Du auch wissen, daß Ich ihn abge« wiesen habe. Er ist .abgereist,-

wirb von betPartei-Eerlach-Breit« scheid-Elaser-Zucker" gesprochen, die sichin drolliger Weise mit der Demokratie identifizier e". Die zweite Erklärung stammt von Herrn Astor. Ste handelt von dem Streite zwischen Pfemfert und Breitscheid. In der Erklärung heißt es:

Breitscheid und Pfemfert wa­ren intime und unzertrennliche Freunde. Sie entzweiten und bekämpften sich und gebrauchten dabei Mittel, deren ich mich und viele ander« sich nicht bebient hät­ten. Hiebe gab es hüben und drüben. Das' war das Privatvergnügen beider Kampf Hahne."

Weiter wird geredet von einerPartei, in der es möglich ist, daß man das eigen« Recht mtt Füßen tritt, um im Ser« vilismus zu ersterben, ohne daß die Gesamtpartei in einen einstimmige« Schrei der Entrüstung ausbricht und die Schuldigen, die das R e ch t b e u g t e n, zur Verantwortung zieht.« Auch die politische Mr« tei bedürfe des Rechtsgefühls, habe sie es nicht erwerben können, fei e» ihr verloren gegangen, so sei sie rettungslos dem Unter­gänge geweiht.

Dann kommt Pfemfert selbst zu Worte. Er schließt seine Erklärung wie folgt:

Im übrigen werde ich in bet Ver­sammlung, zu ber der politisch« FortbildungsvereinFreie D«« mokraiie« in dieser Nummer «in«, ladet, mit Herrn Dr. Brettscheid abrechnen. Die Sache hat aufgehört, persönliche Angelegenheit z« sein. Die demokratische Beweg« üng kann nur an Erfolge denken, wenn ste sich von der leidige« Begleiterscheinung Brettscheid trennt."

E» ist ein erheiterndes Bild für den politisch Interessierten, diese internen Zwiste der Radi­kalsten unter den Radikalen zu verfolgen.

Diedirekte Aktion« im Leipziger Bolkshause.

Im Leipziger sozialdemokratischen Volks- bause ist e» zu Reibereien zwischen Sozialdemo­kraten und Anarchisten gekommen, die sogar in Tätlichkeiten ausarteten. DieLeipz. Volksztg.« veröffentlicht folgenden Bericht:

An einem der letzten Sonntage kam es im Volkshause zu einer unerhörten Szene, wie sie glücklicherweise noch nicht dagewesen ist und auch nicht wieder vorkommen wird. Einige im Saale randalierende Burschen fielen, als einer der Geschäftsführer sie zur Ruhe wies, plötzlich mit Messern und Stöcken übet ihn her u.rd bearbeiteten ihn derart, daß er blutüberströmt zusammenbrach. Um die Personalien der Messerstecher feststellen zu können, wurden di« Tore des Volkshauses geschlossen. Diese Maß­regel gab nun den Wortführern der Anarchisten erwünschte Gelegenheit, übetsozialdemo­kratischen Terrorismus« im Saale zu brüllen, und für die Freiheit der Messerstecher eine Lanze einzulegen.Es fei ein Skandal, die Tore zu schließen, ba sehe man bte sozialdemokratische Freiheit, von uns hätte der Geschäftsführer vi f

Mary erschrak.Papa!"

Was willst Du?«

Ach, Papa meine atme Renate. Mußt« es denn fein?"

Ja, mein Kind, cs mußte fein."

Dann laß mich bitte zu ihr, ich darf fie jetzt nicht allein lassen!"

Er streichelte ihr blondes Köpfchen.

Sie will allein fein, Mary. Laß sie jetzt i« Ruhe und gehe nach dem Strand zurück. Heut« abend reden wir noch über die Sache. Jetzt laß mich und auch Renate in Ruhe."

Mary sah beklommen in fein verdüstertes Gesicht. Der Vater kam ihr sonderbar vor. Was sollte das alles heißen? Sie wollte noch etwas erwidern, aber Coulmann wintte heftig ab.

Gehe jetzt, ich bitte Dich."

Da ging sie traurig hinaus.

Auf der Treppe begegnete sie dem Haus« diener, der Frau Professor Hardenberg suchte. Er sagte Mary, daß er einen Brief an sie abzu­geben habe. Sie nahm den Brief an sich und versprach, ihn sofort zu überreichen, Frau Professor sei am Strande.

Draußen am Tor stand Bernhard und sah ihr erwartungsvoll entgegen. Ihr trauriges Gesicht erschreckte ihn.

Was gibt es, meine teure Mary?"

Ach" sie schluckte tapfer die Tränen hin­unter,ich glaube, es ist etwas sehr Schlimmes geschehen! Papa ist sehr verstimmt, Renate sitzt allein auf ihrem Zimmer und ich darf nicht zu ihr. Herr von Rodenfels ist abgereift Pap« hat ih« abgewiejen." . . ..

(Fortsetzung folgt)