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JK. 293
Zweites Blatt
Etwas was Sie interessiert!
-Nachdruck verboten.)
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In Deutschland nach orientalischem System von garantiert naturell aromatischen Tabaken hergestellt, kann diese Cigarette trotz der hervorragend guten Dualität schon mit
Verantwortlich für die NcdaMcn: Dr. phil. Carl Hitzerot h in 9K;irhtrtt
schieden« gesetzgeberische Maßregeln durchge- führt werden. Sobald aber feststeht, daß die Reichsversicherungsordnung eine Erweiterung des Personenkreise» für die Unfallversicherung nicht vornimmt, dürfte auch die Vorlage abge- fchlossen werden.
Heyen-Nassau und Nachbargebiete.
Wißmar, 12. Dez. Ein Opfer seines Berufes wurde der Bahnwärter Kehr aus dem benachbarten Launsbach. Man fand ihn tot unweit der hiesigen Station: er war von dem Zug, der gegen 8 Uhr von Wetzlar hier eintrifft, überfahren worden. Wahrscheinlich hat der 60jäh- rige Mann infolge seiner Schwerhörigkeit und der herrschenden Dunkelheit seinen Tod gefunden. Kehr war alsStreckenwärter tätig und trug sich mit dem Gedanken, demnächst in den Ruhestand zu treten. (Gieß. Anz.)
Herborn, 11. Dez. Auf der Neuhoffnunas- hütte ereignete sich gestern Abend gegen 6 Uhr ein bedauerlicher Unfall, Der 32fahrige Arbeiter Wirt aus Oberzeugheim fiel auf bisher noch unaufgeklärte Weise in den HLttenqraben. Es gelang erst nach etwa einer Viertelstunde, den Mann aus dem Master zu zieben Leider blieben die sofort von Herrn Dr. Schütz angestellten Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg.
Fe<benheim 11. De, Zu der verheirateten Tochter eines Wittes in Dietzenbach gesellte sich im Wartetaal des Ottenbacher Ostbobnbofs am Montag ein feinaekleideter junger Herr der tzch als Kobn de« Ottenba<<>er Bauunternehmers Anaen- thgler v"rtt"llte Al« er im ?M't« der Unterhaltung ertnbr daß die Dame eine noch ledige Schmetter best^e. erklärte er. diele heiraten ,« wollen. Er bat sie. der Schwester und deren Estern dies ,u bedeuten er wolle am nächsten Taa nach
Dietzenbach kommen und Verlobung feiern. Die Dame hatte nichts dagegen einzuwenden, und als der Bräutigam am andern Tag wirklich nach Dietzenbach kam, wurde im Kreise der Eltern und Verwandten, die an dem so plötzlich aufgetauchten Schwiegersohn nichts auszusetzen fanden, eine Verlobungsfeter veranstaltet. Selbstverständlich aus Kosten und Gefahr des jungen Verlobten, der am andern Tag mit seiner Braut nach Offenbach fuhr, diese aber wieder allein nach Dietzenbach zurück- schickte, ohne ihr — wie versprochen — das Geld für seine Zeche mitzugeben. Daraufhin ivurde der Brautvater mißtrauisch, fuhr nach Offenbach und erfuhr bei Angenthaler in der Bismarckstraße, daß der junge Mann nicht ein Sohn dieser Familie, sondern ein lockerer Zeisig aus Fechenheim ist, dessen Vater es aber ablehnte, die Verlobungszeche seines Sohnes zu bezahlen, da dieser gar nicht mehr bei ihm wohnt. Der geprellte Wirt und Brautvater hat die Sache bei der Kriminalpolizett anqezeigt, die nach dem Zechpreller fahndet.
sHan. Anzeiger.)
Wetters bringt, ist ein sehr selten vorkommender Fall — häufiger folgte einem kalten ein milder November. Die Dampfspannung, 4,0 mm im Mittel und der Feuchttgkeitsgehalt der Luft, 80 %, waren für November recht bedeutend; dem entsprechend war auch die Bewölkung; halb heiter waren nur 2 Tage, trüb dagegen 20 Tage. — Die Windrichtung war mit Ausnahme der Frosttage durchweg eine westsüdliche, denn eine Depression nach der anderen drehte die Strömung, die manchmal recht bedeutend, fast sturmarttg war, immer wieder nach Süden zurück. Die November- niedcrschläge waren keineswegs so bedeutende, als es den Anschein hatte; an 10 Tagen, von denen fünf Schneetage waren, wurden von der Regen- statton des Herrn E. Hoffmann nur 27,8 mm gemessen. Dieses Regenmanko kam indesten der Landwirtschaft in unserer Umgebung, die mit Aussaat der Winterfrüchte noch sehr zuriick war, zu gute. Der Stand der Winterfrüchte ist in hiesiger Gegend nach den uns gemachten Mitteilungen, ein guter; über Schnecken- und Mäusefraß wurde nicht geklagt. — Nur vorübergehend sei der furchtbaren Verheerungen dttrch meteorische Ereignistc, Orkane. Sturmfluten, Erdbeben usw., aus weit ausgedehnten Gebieten des Südens, von denen die Tagesblätter in jeder Novemberwoche zu berichten hatten, gedacht, aber ganz ausdrücklich zum ferneren Gedächtnis sei hier bemerft. daß am Sonntag den 14. November, 1.46 Uhr bei 738,1 mm Luftdruck, 4,4 Gr. Warme, 4,1 mm Dampfspannung, 68 % relative Feuchtigkeit und leichtem Westwind Barseval 3. dicht am Schlosse und der luth Kirche her. Marburg überflog und zunächst nach NE wendend, seine Reise nach Gotba sortsetzte.
wollte sofort beginnen. Mary nahm ihm lachend den Spaten fort. „Es muß ja nicht gleich fein, morgen ist auch noch ein Tag."
Schön, wie Sie befehlen. Und was muß ich außerdem noch tun?"
„Heute abend ist Reunion. Wir rechnen darauf, daß Sie sich als eifriger Tänzer um das Vaterland verdient machen. Herr von Rodenfels hat uns auch schon glänzende Versprechungen in dieser Beziehung gemacht."
„Und mir wird es ein Vergnügen sein, zumal ich seit dem Winter noch nicht wieder getanzt habe. Ich habe mir das Artigsein viel unangenehmer vorgestellt."
„Immer soll das auch nicht so leicht sein. Nicht wahr, Eva?" fragte Mary. Eva hatte sich etwas vernachlässigt gefühlt. „Du mußt aber nun wieder mit mir spielen, Tante Mary."
„Richtig das mutz ich tun, mein Liebling. Kommen Sie, Herr Doktor, hier können Sie sich nützlich machen. Wir bauen ein Schlotz am Meer. Darinnen soll eine wunderschöne Nixenkönigin wohnen. Eelt, Eva einen Baumeistei können wir gerade noch brauchen."
„Wenn er so will wie wir, und wenn er es ganz ordentlich macht."
Bernhard versprach das Blaue vom Himm« herunter, um Eva zuftiedenzustellen.
Mit Eifer machte er sich ans Werk. Datz er dabet aber mehr auf Marys flinke, graziöse Händchen sah, al» auf das Schlotz am Meere, war natürlich. Er mutzte verschiedene Male jut Ordnung gerufen werden. Eva sand allerlei ar» ihm auszusetzen und Mary lachte herzlich über seine zerknirschte Miene, wenn er Schelte bekam, ; (Fortsetzung folgt.)
Zu haben in den einschägigen durch
■■ Plakate kenntlich gemachten Geschäften.
Marburg
Mittwoch. 15. Dezember 1909.
„Fräulein Mary — liebes Fräulein Mary, ich habe meine feste Anstellung in der Tasche. Vom ersten Oktober an übernehme ich eine Zweigabteilung des B.schen Laboratoriums — ich mußte kommen und Ihnen sagen, datz ich mein Ziel erreicht habe."
Sie reichte ihm mit aufleuchtendem Blick die Hand.
„(Sott sei Dank," entfuhr es leise ihren Lippen und über sich selbst erschreckend fügte sie schnell hinzu: „Ich wünsche Ihnen von Herzen Glück.«
Er sah sie mit leidenschaftlicher Innigkeit an. „Ja, (Sott fei Dank — ich hatte nicht länger mehr warten mögen. Auch für mich gilt der Spruch: „Das Glück ist nahl«
Ehe Mary antworten konnte, kam Georg von Rodenfels herbei.
„Mein gnädiges Fräulein, ich bin ausge- sandt worden, um Sie unter sicheren Schutz zu nehmen. Ihr Fräulein Schwester sorgte sich um Ihr langes Ausbleiben."
Mary lachte. „Renate glaubt wohl, die Zigeuner habe« mich geraubt? Uebrigeus kommen Sie zu spät, ich habe schon einen ritterlichen Beschützer gefunden."
Sie stellte die Herren einander vor, dann gingen alle drei zurück.
„Haben Sie den gewünschten Blick in die Zukunft getan, gnädiges Fräulein?" fragte Georg lächelnd.
Sie nickte ihm wichtig zu. „Ja — ich hoffe, Sie find mit der Wahrsagerin so zufrieden, wie ich. Oder bereuen Sie, den Zettel gelesen zu haben?«
„Rein, ganz gewiß nicht."--,
The „(ybrrhesstkche Zeitung ' erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21.) 2 Mk.
Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Oberheff. Ltg." gestattet.)
Marburg, 14. Dez.
Z. Befreiung von der Reichsstempelabgabe bei Grundstücksübertragungen. Die Bestimmung in § 127 d Abs. 2, Satz 1 der Ausführungsbestim- mungen des Bundesrats zu Tarifnummer 11 des Reichsstempelgesetzes, nach der der Antrag auf Be- sreiung von der Abgabe in die Verhandlung oufzunehmen ist, soll nicht dahin zu verstehen sein, datz nur ein in der Verhandlung gestellter Antrag zu berücksichtigen ist, sondern daß auch einem nach der Verhandlung gestellten Anträge aus Befreiung in den gesetzlich zulässigen Fällen stattzugeben ist. Diese Auslegung ist von dem Herrn Justtzminister gebilligt worden.
* Bluminiummünzen. Wie aus Paris gemeldet wird, wurden in der französischen Kammer sämtlichen Deputietten in einem elegant ausgestatteten EMi je ein Einsou- und je ein Zweisoustück, aus Aluminium hergestellt, überreicht. Dies geschah zu dem Zwecke, um den Deputierten Gelegenheit zu geben, sich über die Absichten der Regierung, an Stelle des Kupsergeldes bluminiummünzen treten zu lassen, selbst ein Urteil zu bilden. Indessen fanden die Münzen wenig Gnade vor den Angen der Deputterten, sie hätten eine auffallende Aebnlichkeit mit — Hosenknöpfen. — So schlimm ist unser 25 Pfennigstück nun doch noch nicht.
K. Die Witterung im Monat November 1909. In geringerem Maße fteilich als der November 1908, aber doch recht deutlich sichtbar und fühlbar hat der diesjährige uns gezeigt, datz dieser Monat recht wohl im.Stande sei. eine Periode vollständiger WiMertage mit ziemlich bedeutendem Froste unserer Gegend zu bringen; im Uebrigen aber machte er stch durch fast durchgehends dunkeles, nebeliges und feuchtes, also den Gesundheitsstand höchst schädigendes Wetter sehr unangenehm. — Der Luftdruck lag mit einem Monatsmittel von 743,9 mm um 2 mm unter dem normalen. Der höchste Barometerstand wurde am 9. mit 751.6 mm, der tiefste am 13. mit 730,4 mm verzeichnet. Die mittlere Temperatur betrug 2,4® C (1908: 0,5 Gr.) und blieb nur 1,4 Gr. C hinter dem für Marburg normalen Rovembermittel zurück. Die höchste Tagestemperatur entwickelte mit 10,1 Gr. C der 12., während der tiefste Thermometerstand 10.2 Gr. am Morgen des 20. verzeichnet wurde. An 10 Tagen sank die Rachttemperatur unter 0 Gr , an 2 Tagen ging mich die des Tages nicht über den Gefrierpunkt hinaus. Datz übttgens von zwei aufeinanderfolgenden Rovembern jeder eine ziemlich lang andauernde Periode vollständigen Winter-
das Stück verkauft werden.
Beachten Sie den Hamen
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Dis Inscrtionsgellüür betragt für bie 7gespaltene Zotte ober deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 31 Pfennig. — Druck und Verlag: Fo!>. Äug. Katz, llnmsrsitätsünhdruckere, Jnbaber Dr. C. Hißeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Trautmann wurde von den anderen Damen als zweiter männlicher Beschützer freudig begrüßt. Renate mußte lachen, als sie Mary mit ihm kommen sah.
„Du, Mary, die Frage an das Schicksal scheint mir recht oründlich und sebr zufriedenstellend gelöst," flüsterte sie der Schwester zu. Diese drückte nut wortlos ihren Atm, datz et schmerzte.
„Wann sind Sie angekommen, Herr Doktor?" fragte Renate.
„Vor einet Stunde gnädiges Fräulein."
,^>aben Sie schon Wohnung?"
„Gewiß. Im Strandhotel."
„Dann sind wir unter einem Dach einloaiert, Herr Doktor," sagte Georg. Bernhard verneigte sich. „Seht angenehm, Herr von Rodenfels."
„Sind Sie allein angekommen oder in Begleitung Ihres Herrn Bruders?" erkundigte sich Paula.
„Ganz allein, gnädige Frau. Mein Bruder konnte sich nicht freimachen, fo gern er mitgekommen wäre. Ich bin also auf Ihre Güte und Liebenswürdigkeit angewiesen und hoffe, daß ich zuweilen ein Stündchen in diesem edlen Kreise geduldet werde.«
„Wenn Sie sehr arttg sind," neckte Mary.
Er legte die Hand aufs Herz und machte ein lammfrommes Gesicht. „Ich werde mich bemühen, wenn Sie mit gütigst Anweisung geben wollen, wie man artig ist. Dieser Begriff scheint mit recht verschieden.
„Zuerst müssen Sie einen neuen Wall um unsere Strandburg aufwetfen, damit Sie hier Heimatsrecht erlangen."
, Bernhard griff eifrig nach dem Spat« und
Politische Umschau.
Erweiterte Ausbildung bet Reserveoffiziere.
Die „Post" schreibt: In letzter Zeit ist für die sachgemäße, gründliche Ausbildung der Reserveoffiziere seht viel getan worden. Ganze Resetvebakaillone, -eskadrons und -abteilungen sind ausgestellt worden, in denen Offiziere und Mannschaften eine geregelte Ausbildung in kurzer Zeit genossen. Die Reserveoffiziere und Offizietaspiranten der Infanterie sind zu besonderen Uebungskutsen auf Truppenübungsplätze zusammengezogen worden, die Reserve- und Landwehroffiziere bet Feldartillerie leisten Hebungen bei der Feldartillerieschießschule in Jüterbog ab. Trotz dieser unverkennbaren Fortschritte machen es aber die hohen Anforderungen, welche im Kriege an seden Offizier, auch an diejenigen des Beutlaubtenstandes gestellt werden, erforderlich, daß die militärischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Reserveoffiziere dauernd erweitert, vertieft und hefeftigt werden. Bei einzelnen Bezirkskommandos ist es bereits üblich, daß «ährend des Winterhalbjahres im Kreise der Reserve- und Landwehroffiziere rnilitärffche Borträge gehalten und Krie,sspiele veranstalt werden. Diese wissenschaftlichen Abendunterhaltungen finden gewöhnlich im Anschluß an dienstliche oder kameradschaftliche Zusammenkünfte des Landwehroffizierkorps statt und bieten Gelegenheit, die Offiziere des Beurlaubtenstandes auch außerhalb der Uebun- gen bei der Truppe in ihrer militärischen Ausbildung zu fördern. Da mit diesen Abendunter- haltunaen sehr gute Erfahrungen gemacht sind, so sollen fetzt auf Anregung des Krieg? nini- sterium, bei allen Bezirkskommandos berartige Vorträge und Krieasspiele veranstaltet werden. Geeignete aktive Offiziere, welche sich am Ott befinden, werben ihre Kräfte für diesen Zweck zur Verfügung stellen.
UnfeOfürfotge im öffentlichen Dienst.
Beim Reichstag ist ein Antrag eingegangen, der die verbündeten Regierungen ersucht, möglichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen betreffend die Unfallfürsorge bei Arbeiten, welche freiwillig zur Rettung von Personen und zur Bergung von Gegenständen vorgenommen werden, unter besonderer Berücksichtigung der bei solcher Tätigkeit vorkommenden Feuet-, Wasser, und anderer Gefahren. Wie man hierzu schreibt, ist bie Reichsregierung schon seit Jahren damit beschäftigt, eine Vorlange fettigzustellen, die alle Unfälle im öffentlichen Dienst, die durch frei, willige Leistungen, wie bei Rettung aus Lebensgefahr, oder auf Grund von Verpflichtungen nach allgemein gültigen Bestimmungen wie bei Feuersaefahr, entstanden sind, umfaßt. Wenn diese Vorlage bisher nicht int Reichstag eingebracht wurde, so hat dies lediglich seinen Grund in der bevorstehenden Umgestaltung der Unfallversicherung durch die kommende Reichsversicherungsordnung. Naturgemäß können nicht zwei Reformen auf demselben Gebiet durch ver-
Mas Gott Mlarumenaefngl —.
Rgman von H. Eourths-Mahler.
l Fortsetzung.)
Als sie dann stehenbleibend das Couvert öffnete, sagte dicht hinter ihr eine männliche Stimme: ■
„Grüß (Sott, mein verehrtes Fräulein."
Sie zuckte zusammen und wandte sich um. Ihr Blick traf in Bernhard Trautmanns glückstrahlende Augen.
Sie wurde glühend rat. „Sie, Herr Doktor!?"
Er verbeugte sich. „In Lebensgröße."
* „Aber wie kommen Sie so plötzlich hierher?" „Ich — ich wollte auch ein paar Tage Seeluft genießen."
Sie lachte verwirrt und zeigte ihm das Couvert.
„Sehen Sie, soeben wollte ich einen Blick in die Zukunft tun und — und —"
„Und da sahen Sie mich. Hoffentlich scheint Ihnen das keine böse Vorbedeutung. Ich be- merfte Sie schon bei dem bunten Wundervogel. Aber nun müssen Sie mit auch sagen, was et Ihnen prophezeit hat."
Immer noch verwirrt übet sein unet- »artetes Erscheinen öffnete sie das Couvert. Beide beugten sich über den schmalen Zettel:
»Latz zu im rechten Augenblick — ' Das Glück ist nah!"
„Famos, ein wundervoller Spruch! Finden Sie nicht auch, gnädiges Fräulein?«
Sie sah ihn an und atmete tief auf. „Das Glück ist nah," wiederholte sie versonnen.
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Beilage."