Ausland
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Mm Verkauf des Schlosses Jägerhof an Ne Stadt Düsseldorf ist setzt erfolgt. Di« Austastung im Grundbuch wird in den nächsten Tagen erfolgen.
— Nachlassen der Kriminalistik. München, 25. Rod. Anläßlich der Beratungen des Justizetats teilte der Justizminister v. Miltner im Abgeordnetenhause mit, daß die Zahl der Strafgefangenen vom Jahre 1902 an bis heute in Bayern stetig und so weit zuiPkgegangen sei, daß st« heute 2500 Strafgefangene weniger aufweise und dadurch die Auflassung der Zuchthäuser in Kaiserslautem in der Rheinpfalz und in Kulmbach (Oberftankep) zur Folge gehabt habe. Die Ziffer sei immer noch im Rückgang begriffen.
— Sieg ba: Sozialdemokraten in Halle. Halle, 26. Rob. Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl, wurden bis 9 Uhr gezählt für Knnert (Soz.) 21540 Stimmen, für Reimann (freis. Volkspartei) 17 701 Stimmen. Die noch ausstehenden Bezirke können an dem Ergebnis nichts mehr ändern. Der Sozialdemokrat ist somit gewählt.
— Rinderpest in unseren Kolonien. Berlin, 26. Rov. Die „Nordd. Allgem. Ztg." berichtet, daß im Bezirke Muansa am Viktoriasee eine der Rinderpest ähnliche Seuche ausgebrochen ist, der bisher etwa 800 Ri^»er zum Opfer fielen. Absperrungs- nmtzregeln find getroffen. Die Ausfuhr von Häuten und Fellen ist verboten. Der Gouverneur ist zur Ausführung mrsgedehnter Maßnahmen ermächtigt.
auS Teneriffa von heute meldet, daß dir Tätig lest de- DulkanS abnimmt. Der in sechs Ann« geteilt» Savastrom rückt nm langsam fort
trotzdem sei der Vermerk doch noch in der Sähktt- Nfie gewesen. Es wurde ausgeführt, daß jedem Wähler ja die Liste vorher behufs Einsichtnahme zur Verfügung stehe. Der Oberbürgermeister versprach, den Wahlvorstehern Mitteilung zukommen zu lassen, wie bei der Stichwahl zu verfahren sei.
In Zwischenhausen ist ein Raum zur Unterbringung der Fcuerlöschgeräte „ermietet" worben, wie es in der Vorlage heißt Man war damit einverstanden.
Ein weiterer Antrag betraf die Herabsetzung des Zinsfußes bei der städtischen Kaffe bei Hypotheken von 41/2 auf 4 und bei Faustpfändern von 4% auf 4yo Prozent. Die Vorlage fand Annahme.
Ein weiterer Antrag betraf die Erhöhung der Hundesteuer auf 24 Jl für einen und 36 Jt für den zweiten Hund. Die 456 Hunde in der Stadt bringen bis jetzt 4124 Jl Steuer ein. Für den Fall, daß der Kreis eine Hundesteuer erhebt, wird diese Summe in Abzug gebracht b. h. sie ist in der städtischen Hundesteuer enthalten. Seither kostete ein Hund 15 Jl und der zweite 20 Jl. Die .Hundedebatte*, die sich nun entspann, hatte das Ergebnis, daß der Magistratsantrag angenommen wurde.
Die von der Stad erworbenen zum Abbruch bestimmten Häuser Nowack und Stiel an der Neustadt sind bekanntlich zum Verhaus angeboten worden. Der Zimmermeister Block hat sich zum Erwerb gemeldet. Pro Quadratmeter verlangt die Stadt 50 Jt; selbstredend kommt nur die Fläche hinter der neuen Fluchtlinie in Berechnung. Stadw. Spörhas« tiat dafür ein, daß man den Zuschlag erteile, das Terrain sei sehr ungünstig. Ein höheres Angebot sei wohl nicht zu erzielen. Der Stadw. Engel meinte nämlich, daß man bei dem Verkaufe ja kaum die Sttaßenkofien herausschlage. Der Antrag wurde angenommen und dann in die vertrauliche Sitzung eingetreten.
di« humoristischen Nummern: Ein Bubenstreichs Dr. Lausewinds Motorrollschuh und bh Fisch,' Händlerin, ferner find auch mehrte farbig« Naturaufnahmen und Dramen aus dem Programm.
)( Verbreiterung der Neustadt. Die beiden von der Stadt gekauften Häuser Briel und Nowack auf der Neustadt dürften demnächst ver. schwinden und einem Neubau Platz machen Herr Zimmermeister Block will die Häuser auf Abbruch kaufen und demnächst abbrechen.
)( Der Gesangverein „Liederkranz" begeht morgen in den Stadtsälen sein diesjähriges Winterfest, bestehend in Konzert, Theater und Tanz.
Stadtverordneten-Sitzung.
| )( Marburg, 26. Rov.
| Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung | standen zunächst 7 Punkte.
I Der Stadtverordneten-Borsteher Justizrat Dörff- I ier teilte auf die vorige Sitzung bezugnehmend mit I daß der Dispositionsfonds mit über 639 Jl über- I schritten sei. Eine weitere Mitteilung betraf die I cckte Kirchhainer Landstraße hinter Weidenhausen. I In einer früheren Sitzung wurde bekanntlich ge- I rügt, daß dieser Weg, wenn er In Stand gesetzt sei, 1 besonders durch die schweren Sand- und Stein- I fuhrwerke immer wieder -erfahren würde. Man I beschloß deshalb diejenigen, welch« den Weg am I meisten in dieser Weise benutzten, zu den Kosten der Instandsetzung desselben heranzuziehen. Der Stadwerordnetenvorsteher teilte dabei mit, daß die Herren Schäfer und Münscher jährlich einen be- stimmten Betrag zahlen wollten. Der Stadw. Zeiß machte hierzu gellend, daß die Anlieger und Benutzer zu den »osten der Instandsetzung dieses
I Wegs nicht herangezogen werden könnten, sondern ! nur freiwillig bezahlen könnten. Es sei dies aber Straße, wie jede ander« vor der Stadt «eiter beschäftige man sich mit der Verwendung der Ueberschüff« des Gaswerks, deS Waflerwerks und des Elckttititätswerks pro 1908. Es handelt sich beim Gaswerk um 11213 Jl. beim Wasserwerk um 5735 Jl und beim elektrischen Werk um 18 609 Jt. Die Verwendung wurde nach den Vorschlägen des Magistrats angenommen.
Bei der Feststellung der JnhreSrechnung bei Elektrizitätswerks für 1907 meinte Stadw. Storck, daß die Abrechnung in etwas anderer Weis« wi« ! seither erfolgen möge. Man könne da» Ordina-
I ri und das Extraordinarium nicht gut auseiu- | anderhalten. Der Oberbürgermeister sagte zu, daß I dies in Zukunft geändert werden solle. Di« Einnahmen betrugen 123 875,52 Jl, die Ausgaben
I 139 785,95 Jl, Mehrausgaben 15 910,43 Jl. Dazu I kommen noch die Außenstände. Stadw. Stroinsky I machte den Vorschlag, den Direktor deS Elektrizi- I tätstätswerks zu ersuchen, Erhebungen darüber I anzustellen, ob Marburg nicht ein« elektrische I veberlandzentrale einrichten könne. Dtt Slektri- I zität gehören doch auch im Landwirtschaftsbetrieb die Zukunft. Stadw. Estor trift mit, daß man bei
I Prüfung der städtischen Rechnungen die eigentümliche Beobachtung macht, daß bei den städtischen
I Arbeiten immer ein und dieselben Ge- I werbetreibenden berücstichtigt würden. Es I wär interessant, zu erfahren, wie sich dies« Sache I verhafte. Der Oberbürgermeister versprach Abhilfe. ’
Weiter besprach man die Erhöhung der Schul- gelber bei den Volksschulen für auswärtige Schüler I von 24 auf 40 Jt, ferner bei der Oberrealschule I in den unteren und oberen Klaffen sür hiesige und auswärtige Schüler um 10 und 20 Jl und In der höheren Mädchenschule in den Klaffen von 1—7 um 10 Jl, in den Klaffen 8—10 um }« 20 Jl, sür auswärtige Schüler sollen in den unteren Klaffen 10 und in den oberen «lassen 20 Jl mehr erhoben werden. Dies« Schulgelderhöhungen wurden da« mtt motiviert, daß di« Schulen in diesem Jahre, ganz besonders aber die Oberrealschule, erhöht« Zuschüsse ersordern. Dies« Angelegenheft zeitigt« ein« sehr rege Debatte. Verschiedene Redner äußerten schwere Bedenken; andere glaubten jedoch, daß eine Erhöhung der Schulgelder in den höheren Schulen wohl weniger Aufregung in der Bürgerschaft Hervorrufen würde, wie eine Erhöhung der Steuern. Diejenigen Eltern, die we- gen der Schulen nach Marburg zögen, würden auch das erhöhte Schulgeld bezahlen. Der Oberbürgermeister fügt« hinzu, daß im nächsten Jahr« etwa 100000 Jl mehr nötig seien; um di« Steuern nicht so übermäßig in di« Höh« schnellen zu lassen, müsse man sehen, w» fick di« Einnahmen erhöhen ließen. Au diesen neuen Sätzen soll« allerdings j jetzt sestgeh alten werden. Bon anderer Sette wurde befürchtet, daß bei «eurem Schuldeld der Zuzug nach Marburg leiden würde. Ein Antrag deS «stadw. Rohde, di« Vorlage zurückzufieLen, wurde angenommen.
«ach dieser ziemlich langen Sach« besprach man die Anschaffung von Psattertzeiuen für 1910. ES wurde angeregt die chanflierten Straßen der Stadt so gut zu mache«, wie diejenigen, di« der Kreis zu unterhalten hätte, di« flöht Chausseen seien sehr schlecht im Stand. I
Es folgten dann noch einige Dringlichketts- I anträge. Zunächst kam di« Sache zur Sprache, I nach welcher bei den städtischen Wahlen einig« I Wähler zurückgewieseu werden mutzten, weil fie I laut Wählerlist« mtt den Steuern im Rückstand« I gewesen sind. Es seien aber Wähler gekommen, I die ihren Verpflichtungen nachgekommen seien und
«itz» eingetreten. Man fanb bei ihm Visiten- karten auf bee Namen des Architekten Hugo Franck« lautend. Bei weiterem Herumsuchen bemerkte man ans dem Vergabhange Papierstucke und sonstige Gegenstände; man folgt« diesen Spuren und fand am Gipfel des Berges in einer drei Meter tiefen Schlucht'einen zweiten Mann mit zerschmettertem Körper und gespaltener Cchädelbecke. Durch die Vorgefundenen Papiere wurde der Tote als der Arzt Dr. Wilhelm Brinkmann-Charlottenburg rekognosziert. In den Taschen fand man 262 Jl bares Selb, 1% Kilometer von bet Stelle entfernt wurde der Korb des Luftballons vorgefunden, in welchem sich Lebensrnittel, deutsche Zeitungen, Landkarten usw. befanden.
F i» m e, 26. Nov. Das »allonunglück bei Krafica scheint dadurch veranlaßt zu sein, daß ein wütender Bora das Luftschiff gegen bas Gebirge trieb, wo es gegen einen Felsen geschleu- bett würbe, sodaß bie Taue rissen. Die Augen Dr.- Brinkmanns waren mit einem schwarzen Seibentuche verbunden. Er scheint sich beim Anblick der unausweichbaren Gefahr die Binde umgelegt zu haben, um den schrecklichen Tod des Gefährten nicht mitansehen zu müssen.
** Sem österreichischen Lenkballon. Wien, 26 Rov. Der österreichische Lenkballon, System „Parseval 3", unternahm heute seinen ersten Aufstieg. Der Flug ging, der „Neuen Freien Presse« zufolge von bet Militärluftschiffstation Fischanend bis in die Nähe bes Bisamberges unb zurück; er bauerte 30 Minuten. Flug und Landung waren glatt.
** Frankreich. Paris, 26. Roo. Aus Toulouse wird berichtet; Mehrere Arbeiter waren an Bord des Panzerschiffes „Bouvet« mit Einladen der Geschosse beschäftigt. Dabei liehen die Arbeiter ein Geschah einer 164 mm-Kanon« aus einer Höhe von drei Metern in di« Eranat- lammet fallen. Nur einem glücklichen Zufall war es zu verdanken, daß bas Geschoß nicht explodierte. Die Arbeiter stoben entsetzt aus« einanber und weigerten sich, ihre Arbeit sorttu- etzen. Der Kommandant bes „Bouvet" mußte chlichlich das Geschoß ins Meer versenken lasen. Die Untersuchung ergab, daß die Arbeiter rch die Geschosse, anstatt sie von Hand zu Hand zu reichen, einander zugeworfen hatten. In Marinekreisen hält man es für möglich, daß die vor zwei Jahren erfolgte Explosion auf der „Jena" durch eine ähnliche Unvorsichtigkeit hervorgerufen worden ist.
** Kritische Lage in Griechenland. Athen, 26. 9lon. Rach einer Meldung der „Agenee b^tthdnes ist die Lage bes Kabinetts wieder kritischer geworden, da die MilitSrliga in dringenderer Form die Reinigung bes Beamtenkörpers fordert. Die Zeitung „Ebronos" richtete heftige Angriffe gegen den Direttor der hellenischen Altertümer, der das Land verlassen mußte. Da die fremdländischen archäoloaischen Schulen durch das genannte Organ in die Angelegenheit mit hineingezogen worden find, so haben bie fremden Gesandten einen Protest an die Reaierung gerichtet.
** «nlay Hasid. Paris, 26. Rov. Aus lager wird gemeldet, daß nach einem unter den (Eingeborenen verbreiteten Gerüchte, welches angeblich aus der Umgebung Mulay Hafids stammt, der Sultan sämtliche Bedingunaen der ftanzöstschen Regierung betreffend den Abschluß der Liguidationsanleihe angenommen habe.
Tod zweier beirtffher Vnflfchtffer.
Die ,Meu« Freie Presse" meldet aus Fiume: Eine Gendarmeriepattouille, welche gestern morgen in der Nähe des Dorfes Krafica streifte, fand mitten in einem Walde einen kolossalen zerrissenen Ballon mit einem zerschmetterten Gondel. Reben der Gondel lagen zwei Leichen mit gräßlichen Wunden unb blutbedeckt. Die bei den Leichen Vorgefundenen Dokumente ermög- lrchten es, bie Identität festzustellen. Es find Dr. »rengelmann (?) und der Ingenieur Franke (?) aus Frankfurt a. M. Man vermutet, daß die Aeronauten den großenKapellen- berg übersteigen wollten, aber vom Winde getrieben gegen einen anderen Berg stießen, wobei der Ballon zerrissen wurde. Der Ballon fiel infolgedessen aus beträchtlicher Höhe herab und di« Lustschiffer wurden beim Auffallen auf ben Boden getötet. Die Leichen wurden nach dem Friebhof in Krafica Sbergeführt.
Rach Erkundigungen an unterrichteter Stell« handelt es sich bei dem Ballonunglück bei Krafica um die Lustschiffer Dr. Brinkmann-Berlin und Architett Franck« aus Kolmar in Posen, bie am Montag abend mit dem 2300 Kubikmeter fassenden Ballon ^Kolmar" des Kolmarer «et. *1"? fit Lustschiffahrt in Schmargendorf auf» gestiegen find. Beide Herren hatten beabsichtigt, den im Jahre 1902 vom Grafen be la Seulr ausgestellten Rekord von 1900 Kilometern, der von Paris bi» tief nach Rußland hineinführt«, »u brechen. Dr. Brinkmann sicherte stch den a ,bcs *§lmarer Setei*» für
Lustschiffahrt, bet bereit, in mehreren Fahrten erprobt war unb für bas Unternehmen sehr ge. eignet erschien. Am Montag 7 Uhr abends er. felgte die Abfahrt von der Ballonhalle in | Schmargendorf aus, nachdem Architekt Franck« i vom Kolmarer Verein al» Mitfahrer in bie «onbel eingestiegen »ar. Seit der Z-ft fthlt jebe Nachricht.
_ Wien, 26. Rov . Die „Rene Freie Presse" dnelbtt ans Fiume: (Eine alte Frau aus der Gemeinde Krafica sammelte gestern im Walde trcckene» Holz, als fie plötzlich auf den Körper »ines Mannes stieß, der noch lebte, aber be. vichtlo» war und im Gestcht und an mehreren | stellen des Körpers schwere Berletzungen auf. I ^tes. Die Frau eilte ins Dorf, um Hilfe herber. I pbolen; als die Hilft ^rpedition an der Unfall- I F«n« anlangte, war der Tod de» Mannes le*
,, * ^?«?nintaejeSschaft. Gestern sprach in der Meftgen Abteilung der Deutschen Kolowalgesestschaft lttofessor Dr. Fleischmann aus Halle über die „Rrchts- pflege in unseren Kolonien, Fortschritte und Wünsche. Der Redner verfügt über eine einqehende Kenntnis ? • ™e,?.te8 und wußte durch interessante Darstellung fern Publikum trotz des „trockenen" Gegenstandes wohl au fesseln. Redner erläuterte die Entstehung des Rechtes in unseren Kolonien in Anlehnung an unsere Konsulargerichtsbarkeit unter interessanten Stresslichtern, auf die Entstehungsgeschichte der Kolonien speziell Bismarcks Anschauung über sie. Bon den. Rechte unserer Kolonien, meinte Redner, baß es der Stuft deS Rechtes im Heimatland durchaus entspreche, zudem ei es durch besondere Paragraphen die dem Kaiser be- ondere Eingriffe gestatten, beweglich genug gestaltet, um den andersartigen Verhältnissen uaußen zu genügen. Gegen die völlige Trennung von Justiz und Verwaltung, die Bei uns zn Hause selbstverständlich sei, sprach sich Redner aus, da ein Ausstatten der Bezirksbeamten eine schnellere Justiz ermögliche, ebenso sei die Unabsetzbarkeit der Richter für die Kolonien z. Zt. noch nicht möglich, da die Verhältnisse unter Umständen einen Wechsel wie im ' diplomatischen Dienst sür nützlich erscheinen lassen könnten. Die beiden Instanzen Bezirksgericht und Obergericht (1 Richter und 4 Laient genügten vollständig, eine dritte. Instanz sei unnötig, da die Zahl der Prozesse »or beut vbergericht schon nicht allzugroß sei. Das Oberqericht, ein erweitertes Schöffengericht, sei dazu eine Einrichtung, rote sie von vielen Kreisen bei uns in Deutschland an Stelle der Schwurgerichte auch gewünscht werde, hier seien bie Kolonien also weiter. Bei Streitigkeiten zw schen Schwarzen und Weißen gelte naturgemäß das Recht der Weißen. Die Schwarzen werden nach ihrem Recht »on ihren Häuptlingen abgeurteilt, doch hat bi« Regierung auch hier die Obergewalt.
Lebhafter Beifall lohnte die interessanten Aus» flibrungen, denen der Vorsitzende Prof, «ndrö noch besorchers Ausdruck verlieh. „
teils vom Gewerbeverein ausgestellten Herren I
Hochschulnachrichten.
gültigkeit bet Wähler bet 3. Abteilung gekenn- I X Königsberg i. Pt., 26. Rov. Der erbeut» zeichnet unb erwartet, baß bei bet Stichwahl I licht Professor bet praktischen Theologie au der <öe Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch I hiesigen Universität, Dr. theol. Johannes Bauer machen werben. Bei bem letzten Punkt bet I früher in Marburg, hat einen Ruf nach Heidel- Tagesorbnung wurde angeregt, man möchte boch I berg als Rachfolger bes im August b. I. verstor- au$ den ">tidl,chen Angehörigen des Handwerks I denen Geh. Kirchenrats H. Baflermann erhalten. Sra™ X Gießen, 26. Rov. Der ordentlich« Professor
syrssr £ 'S
nagten Versammlung eine derartige Abänbe- I b.cr^a*L ?x" ®ran5ul'
tung gesetzt werben. Gleichzeitig soll die Mit- I elnen Ruf «ach Göttingen als Rachfolger von Pro«
gliebschaft Marburg auf den Kreis Marburg I seflor Runge abgelehnt hat, erhieft vom Groß-
ausgebebnt werden. I Herzog von Hessen das Ehrenkreuz des Serbien** j
)( vom Biograph. Ein recht interessantes I »rdens Philipps des Großmütigen, ——-4!
Programm weist seit gestern wieder der Bio- I t '
lltaph vor dem Barfüßertor auf. Erwähnt seien 1
Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalarttkel ist gemäß 8 18 bei Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe .Qberheff. Fig." gestattet.)
I Marburg, 27. Rov.
I * Patokemufik findet morgen bei günstiger Wtt- I terung von 12—1 Uhr vor der Lutherischen Kirche Iw«.. t statt. Programm: 1. Armeemarsch Nr. 217 der vorgestrigen Nacht wurde
I (Marsch des Jnf.-RegmtS. Prinz Ferdinand). 2. dieom Turnergatien stehende Bank abgenffen und I Ouveti. z. Op. .Das Glöckchen deS Eremiten", von ^tzteRacht sogar nach dem Kalbstor transportiert. I Maiklard. 3. Phantasie a. d. Op. .Das Leben für I jedenfalls ein „riesiger Witz .
I den Zar", von Glinka, 4. .Mondandacht" (Lied), I
I von 9t Schumann; „FeldeinwSrts flog «in Vö- I , '^Swönstadt, 28. Nov. Ein ganz raffinier, gelein" (Lied), von Curschrnann. 5. Les fleurs ttt ®kbFtaM ®urbe in der sog. Ronbehäuset (Walzer), von Waldteufel. 6. .Mach'n wir mal JS? Diese Ä JeVinT ^e"
»■» 6HI. Äta ’n»
• ® erheben wurde dem emeritierten Pastor I bem Weibevieh al» Unterkunft. Die beiden Gustav Wetschky zu Marburg, bisher in Baeri I Diebe, von welchen einer aus Marburg, bet (Kreis Mörs), der Rote Adlerorden 4. Klaff«. I -weit« aus Tappel stammen soll. Überstiegen am
)( «tadwerordnetenwahl. Di« Wahl der ersten I ^Hen Mittag den Zaun unb gelangten durch Abteilung findet am nächsten Dienstag, ^ach- flnt5cnft,?I b°s innere der Mühle fie
KV ,",5*,** I
nbFe Deute in Säcke unb begaben sich zum näch- stattsindende Bolkunterhal- sten Wirtsbaus (Thauffeehaus) bei Bürgeln, M'tw.rkung der Konzert- um sich nun bei etlichen halben Schoppen ttUS A^nkfurt, bet Herren I Schnaps zu stärken. Da hierzu auch bas Gelb ^r* I mangelte, so wollten bie Herren Gäste gleich tHnPSrJS1 “nb* 5rie? ,®n0teI /Rezlta- einen schönen Riemen versilbern. Die Sache ö- ^Ln,el^eni ®Ir Inseratenteile un- kam bem Wirt verdächtig vor. Durch bie den bas Programm ver- I hinzugekommenen Inspektor wurden bi« Rie- verspricht «in sehr oenußreicher zu I men erkannt unb bet sofort herbeigerufene Programm enthalt hervorragende Wachtmeister Hattenbach verhaftete bie Uebel-
Nummern; rott erwähnen aus demselben nur I tätet
EM^^e Duett °us dem Holländer x Neustadt, 26. Nov. «ei bet beute durch „Cieb!5 ®on Schubert Löwe, den Iaadpächte, Oberförster Grütter hier In cobm, Taubett, CeQooottrage von Eoltermann I bet Feldaemarkung vorgenommenen Treibjagd und vor allem auch die Rezitationen, bas gerne I würben 46 Hafen zur Strecke gebracht.
gehörte Hexenlied von Wildenbruch und bie I Treysa, 26. Rov. Dem pensionierten Eksen- Dichtung unseres beliebten hessischen Dichters I dahnstellwerksweichensteller Aug. Dietett wurde Earl Engelhard „Die verstoßene Königin". Die I bas Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
Portragenden find uns bereits sämtlich bestens I __________________________ bekannt unb Frl. Perfchüüt aus Franfurt a. M. I ——————
gebt ein guter Ruf al, dramatische Sängerin I cr„rrAw.<nAnA„ voraus. Die Einttittspreise sind entsprechend | •yCffen® JlttffttU U1W
niedrig gestellt, sodaß sich jeder Kunstbedürftig« I Göttingen, 26. Nov. Die Stadtverordneten den Genuß leisten kann. I haben in geheimer Sitzung das Projett bet
* 2. Bolksunterhaltnngsabend. Am Sonntag, I (Erbauung einet Straßenbahn abgelehttt. den 5. Dez, findet abends 8 Uhr im Turnergarten I E -.....-.......
tü Ä Um>°litssch- T-gesn-chricht-n.
Wird I Madrid, 26. November. E>n amttiches Telegro
* «ewerbe^rein. In bet am Donnerstag ' -*ru-6 5e-n-etiffa ?0B d°b.dir täti,
Abend abgehaltenen Versammlung berichtete bet
Vorsitzende zunächst übet bie Vollversammlung 1 e<ld,ew K w,r«L 26. Rovbr. Während die der H^ibwerkskamvttr in Dussel, woran sich eine | Frau eines hiesigen Schreinermeisters ihren Mann auf kurze Besprechung schloß. Betteffs bes weiteren I der Arbeitsstätte aufsuchte, um ihm bei der Arbeit zn Punkte» der Tagesordnung, Erholungsheim für I helfen, waren die drei kleinen Kinder au Hause ge* Hanbwerter in Traben Trarbach betreffend, I blieben. Als um 11 Uhr ein aus der Schule zurück» wurde beschlossen, dem Bereis als korporatives I kehrendes Mädchen zu Hause anlangte, fand es die Mitglied vom nächsten Jahre ab beizutreten. I L^be mit Rauch .nqefüllt, da- jüngste, st Monate alt« Wegen der Stodtverordnetenwahlen würde be- ^b«n
schlossen für den früber aufgestellten aber be. I ^aben'w>n Saturn bewußtlos, aber noch schwach« teils in b«r 2. Abteilung gewählten Herrn I Lebenszeichen von sich gebend, auf dem 8oben liegend Pollanb Herrn Fabrikant Jakob Holzhauer auf- I vor. ein m der Nähe des Ofens stehendes Kästchen zustellen, ba wohl bet Wunsch berechtigt sei, I mit Holzabfällen, Hobelsckänrn, Sagemehl usw. hatten daß auch in bet 1. Abteilung ein Gewerbetrei- I Feuer gefangen und durch die starke Rauchentwicklung benbet gewählt werde. Bezüglich bet Stichwahl I war das jüngste Kind erstickt. Auch dir beiden älteren wurde beschlossen, mit allen Kräften für bie be» I starben nach kurzer Zeit.