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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentl. Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Beilage".
JV§. 276
Die „Gberhelstsche Zettmig" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unsern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21 j 2 Mk.
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, Marburg
Donnerstaq 25. November 1909.
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Die JnlertionSgebützr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Foh. Auq. Koch, llnioersitätsbuchdruckerei Jnbaber Dc, E. H itzero th, Marburg, Markt 21. — Tekphon 55.
44. Jahrg.
Zweites Blatt.
Bestellungen
für den Monat Dezember
•uf die „Ob er hessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden von unserer Expedition (Markt 21), unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Reustadl und Wetter, sowie von allen Postanstalten und LandbriestrSgern entgegengenommen.
Politische Umschau.
Som preußischen Eisenbahnetat.
Der preußische Eisenbahnetat wird für 1910 ein etwas günstigeres Bild bieten als für das laufende Jahr. Die aufsteigende Bewegung des Verkehrs wird naturgemäß.die Veranschlagung der Einnahme günstig beeinflussen. Umgekehrt wird sich durch die Anwendung strengster Sparsamkeit der Ansatz der Ausgaben mehrfach ermäßigen lassen. Dies gilt namentlich, aber keineswegs allein, von den Ausgaben persönlicher Natur. Auch in bezug auf die Preise der Materialien wird sich der Etat in dem einen oder anderen Punkte günstig gestalten lassen. So stellt der neue Vertrag mit dem Stahlwerks- verbande eine Verminderung der Ausgaben auf diesem Gebiete von 2 bis 3 Millionen Mark in Aussicht. Wenn aber die Eisenbahnverwaltung in dem letzten Jahre durchweg nach den Regeln strengster Sparsamkeit geführt worden ist. so wurde doch auch in den allerschlechtesten Zeiten der Grundsatz nicht außer acht gelassen, daß die Staatsbetriebe in sozialer Hinsicht Musterbetriebe fein sollen. Deshalb haben auch in den mageren Jahren keine Entlastungen von Arbeitern stattgefunden. Auch ist nirgends eine Herabsetzung des Arbeiterlohnes eingetreten. Arbeitsgelegenheit und Arbeitsverdienst ist den Arbeitern der Eisenbahnverwaltung vielmehr in vollem Umfange erhalten geblieben, und wo in einzelnen Fällen eine Verlängerung der Arbeitszeit eintreten mußte, da ist dies doch mehr als ausgeglichen worden durch die mit dem ruhigeren Betriebe eingetretene Erleichterung der Arbeit und der Inanspruchnahme der Arbeitskraft.
Deutsches Reich.
— Deutsche Luftsch-ffahrt« A.-E. Friedrichshafen, 23. Nov. Aus Anlaß der Konstituierung der Deutschen Lnftschiffahrts-Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. bat Direktor Eolsman vom Luftschiffbau Zevpelin folgendes Telegramm an den Kaiser gerichtet: „Frankfurt a. M., 16. Nov. Eurer Majestät melde ich untertänigst. daß hier heute die Deutsche Luftfchiffahrts-Aktiengesell-
25 (Nachdruck verboten.)
Was Gott -«sammeuoefügt —.
Roman von H. Conrths-Mahler.
tfforlfehung.)
Georg begrüßte sie mit auflenchtendem Blick. Er war in Sorge gewesen, ob sie wohl ihr Versprechen halten würde.
Seine Gedanken hatten sich viel mit ihr beschäftigt und er hatte in seltsam erregtem Tone mit Paula über die junge Dame gesprochen. Diese hatte ihm viel Gutes über Renate erzählt und seine atemlose Aufmerksamkeit gab ihr zu denken. Jedenfalls hatte sie die Geschwister wieder allein nach der Eisbahn fahren lasten, als sie von Eva hörte, daß Tante Renate wieder kommen würde.
Ueber das Kind hinweg ttafen die beiden jungen Augenpaare zuweilen einander. Renates Blick flog dann scheu zur Seite und ihre Wangen färbten sich höher/ Er ließ aber die Augen nicht von ihrem klaren, feinen Profil. Ihre Unterhaltung war heute ernster, gehaltvoller. Sie hatten'dabei beide das Gefühl, eine wertvoll« Stunde zu erleben.
Mit heimlichem Interesse^ beobachtete Renate dabei, wie liebevoll und zättlich die Geschwister miteinander verkehrten. Gern hätte sie mehr von ihrem Schicksal gewußt, denn sie ahnte nicht, daß sie die beiden heimatlosen Kinder des Herrn von Rodenfels vor sich hatte.----
Bis Silvester trafen sie jeden Tag auf der Eisbahn zusammen. Der Frost hielt an. Am Silvesternachmittag sollten die Brüder Traut- mann Frau Werner und die Schwestern abholen.
Am Silvestervormittag ging Renate wieder zur Eisbahn. Georg sah ihr schon voll fieber- Nftet Ungeduld entgegen. Er war wie umge-
schaft mit drei Millionen Kapital begründet wurde. Es hat sich damit unter Beteiligung von Kapitalisten aus allen.Teilen Deuffchbaiürs ein Unternehmen gebildet, das die Absicht verfolgt, die Luftschiffahrt, insbesondere das Luftschiff des Grafen Zeppelin, im prattischen Fährbetriebe zielbewußt zu vervollkommnen und seine wirtschaftliche Ausnutzung zu Verkehrszwecken in die Wege zu leiten. Eez. Colsmann." Jetzt ist folgendes Antworttelegramm des Kaisers aus Donaueschingen eingetroffen: „Seine Majestät der Kaiser und König lasten für Ihre Meldung von der Begründung der Deutschen Luftschiffahtt-Aktiengesellschast vielmals danken und dem für die Weiterentwickelung der Luftschiffahrt im deutschen Vaterlande so btt>eu- tungsvollen Unternehmen guten Erfolg wünschen. Auf allerhöchsten Befehl der Geheime Kabinettsrat v. Valentini."
— Da» Epiphaniafest in Sachsen. Die Zweite Kammer nahm in der heutigen Sitzung einen nationalliberalen Antrag betreffend die Verlegung des auf den 6. Januar fallenden Epi- phaniafestes auf den folgenden Sonntag mit 58 gegen 27 Stimmen an. Die Sozialdemokraten stimmten geschlossen dagegen. Die Regierung erklärte, daß sie nach wie vor in die Verlegung des Eviphaniafestes nicht einwilligen könne.
— Der Herbstsaatenstand im Deutschen Reiche per Mitte November ist, wenn 2 gut, 3 mittd' und 4 gering bedeutet, in Winterweizen 2,4, Spelz 2,1 und Winterroggen 2,3. In den Be- merkungen heißt es: Der Verlauf der Witterung war für die jungen Saaten im allgemeinen nicht ungünstig. Aus fast ollen Teilen des Rei- ches wird über zum Teil recht erhebliche Schädigungen durch Krähen,. Mäuse, Schnecken, Engerlinge, Drahtwürmer uiro. berichtet. In Gegenden, in welchem die Wintersaaten rechtzeitig bestellt werden konnten, ist deren Stand durchschnittlich als befriedigend zu bezeichnen.
Ausland.
** England. London. 23. Nov. In Swansea ist heute das neue Königsbassin, das mit einem Kostenaufwand von 2 Millionen Pfund gebaut worden ist, in Gegenwart von Vertretern der Handels- und Schiffahrtskreise eröffnet worden. Das neue Dock hat eine Wasterfläche von 67% Acres und kann künftig noch erweitert werden. Es hat eine Länge von 4600 und eine Breite von 1240 Fuß. Der Kai Hot eine Gesamtlänge von 13 520 Fuß. Fast 3000 Fuß davon sind für Zwecke des Kohlenhandels bestimmt.
** Die Türkei und der Balkan. . Konstantinopel. 23. Nov. Die Preste setzt die abfällige Kritik des Balkandreibundes fort, der nur gegen die Türkei gerichtet sein könne. Der Senat genehmigte eineAdresse. in der die Thronrede paraphrasiert wird, bezüglich der Lage in Mazedonien das allgemeine Bedauern über die dort andauernden traurigen Zustände konstatiert und der Wunsch ausgesprochen, daß diese chronischen Fragen gelöst werden. Bezüglich der Deckung des Defizits im Budget wird die in der Adreste geplante Schaffung von Monopolen gutgeheißen,
wandelt. Sein ganzes Wesen verriet unruhige Erregung. Als er die schlanke Gestalt mit den vornehm anmutigen Bewegungen auftauchen sah, stieg dunkle Röte in seine Stirn. Eilig zog er Eva mit sich fort, der jungen Dame entgegen.
Als sie dann alle drei auf der blanken Fläche dahinglitten, sagte er mit etwas belegter Stimme: „Nun ist mein Urlaub bald zu Ende, gnädiges Fräulein. Am zweiten Januar muß ich wieder nach Kiel zurück."
Sie sah ihn betroffen an.
„So bald schon?" entfuhr es ihren Lippen.
„Leider, mein gnädiges Fräulein. Ich bliebe sehr gern noch hier — aber nach meinen Wünschen kann ich mich in diesem Falle nicht richten. Der Dienst ruft."
Er sah mit brennendem Blick in ihr ernstes, wirrt die Augen senkte. Sie wußte erst seit gestern, daß er Marineoffizier war.
„Da wird Eva sehr betrübt sein," sagte sie leise.
„Ja, mein Schwesterchen möchte mich gern noch länger hier behalten. Aber sie hat ihre geliebte Mami und wird sich schnell trösten."
„Und Sie selbst?"
Er seufzte.
„Wir Seeleute haben keine bleibende Stätte und sind das Abschiednehmen gewöhnt. Diesmal wird es mir aber schwerer, als sonst," sagte er bedeutungsvoll.
Sie sah an ihm vorbei. Ihre Augen blickten nicht so klar als sonst.
„Sie werden doch bald einmal widerkommen?"
Ein unruhiges Forschen klang aus ihren Watten.
Er soh mit brennendem Blick in ihr ernstes, liebes Gesicht.
jedenfalls, sobald ich Urlaub bekomme.
dagegen die Zollerhöhung kritisiert, di« die Armee und Bevölkerung belaste.
Kunst und Wissenschaft.
# Berlin, 23. Nov. Der „Reichsanzeiger" meldet die Verleihung des Kronenordens etzster Klaste an Profestor Ludwig Knaus.
Vermischtes.
Das Ende einer Ente. Straßburg i. E., 21. Nov. In der heute verhandelten Strafsache gegen die Redakteure Bertrams in Straßburg und Jaworski, früher in Metz, jetzt in Hannover, sowie gegen den Generalagenten Barthel wegen Beleidigung des Studenten Freiherrn Zorn von Bulach und wegen Verbreitung unwahrer Gerüchte über diesen, betreffend die Vorgänge im Restaurant Valentin am 13. Juni d. I., zog der Kläger Freiherr Zorn von Bulach die Klage zurück. Die Beklagten hatten vorher darauf verzichtet, den Wahrheitsbeweis anzutreten, vielmehr bedingungslos ihrer Ileberzeugung Ausdruck gegeben, daß an den gegen den Freiherrn gerichteten Anschuldigungen nichts Wahres fei, und ferner ihr Bedauern.über die Verbreitung der Gerücht« ausgesprochen, sowie sich zur Tragung sämtlicher Kosten verpflichtet.
Ein Nachspiel zum Eesangswettstreit. Der letzte Frankfurter Eesangswettstreit dürfte noch ein übles Nachspiel haben, da, wie der bekannte Musikkritiker Karl Wolff erklätt, heute noch auf Ansuchen eines hoben Regierungsbeamten Material gegen die Bonner Liedertafel gesucht wird, die bekanntlich den zweiten Preis beim dritten Kaiserpreissingen in Frankfutt erhielt. Der Liedertafel wird vorgeworfen — und dieser Vorwurf wurde schon während des Gesanaswettstreites erhoben — daß sie in einer den Bestimmungen zuwiderlaufenden Weise ihre Sängerzahl durch bezahlte fremde Sänger bedeutend verstärtt habe. Je nach Ausfall der Untersuchung dürfte eine Revision des Urteils der Preisrichter über den Bonner Verein nicht ausaes-^losien sein.
Eine alte Lehrerfamilie. Augsburg, 21. Nov. In der schwäbischen Gemeinde Markt Wald, wo jetzt der Lehrer Haug nach 48 Dienstfahren in den Ruhestand getreten ist, ist über 200 Jahre hindurch der Schuldienst von derselben Familie wahrgenommen worden. Seit dem Jahre 1726 ist stets der Sohn dem Vater auf der Lehrerstelle gefolgt, und der Schwiegervater des ersten Haug war von 1686 bis 1726 dort Lehrer.
Die Leiche am Fenster. Berlin, 21. Nov. Eine unheimliche Ueberraschunq wurde einem Droschkenkutscher zuteil, der mehrere Nächte bei seinem Nachhaufekommen seine Frau nicht vorfand. In der Meinung, sie sei zu ihrer franken Schwester gegangen, legte er sich ahnungslos ins Bett. Am Donnerstag fand er beim Zurückziehen der Gardinen die Frau als Leiche an einem Haken hängend. Aus Kummer über die Krankheit ihrer Schwester hatte sie sich schon drei Tage vorher das Leben genommen.
Aber das kann sehr lange dauern. Es kommt darauf an, welcher Kurs uns vorgeschrieben wird."
Sie liefen eine Strecke schweigend dahin. Aber die Augen trafen öfter als sonst ineinander, und mit k'eimlichem Elücksgefühl lasen beide darinnen die Trauer über die bevorstehende Trennung.
Das Gespräch kam nicht recht in Gang. Eva trug fast allein die Kosten der Unterhaltung. Und endlich mußten sie des Kindes wegen an den Aufbruch denken. Sie selbst wünschten sich, so nebeneinander weiter laufen zu dürfen, ohne an Umkehr und Trennung denken zu müsien.
Als er zum Abschied ihre kleine, bebende Hand in der seinen hielt, ftagte er, ob sie am Neujahrsmorgen noch einmal kommen würde.
„Es ist der letzte Tag. an dem ich das Glück Ihrer Gegenwart genießen könnte," fügte er mit eindringlicher Bitte hinzu. Sie fühlte, es war mehr als eine Phrase und sah zu ihm auf. Ihre Hand ruhte noch in der seinen und seine Augen tauchten mit brennender Frage in die ihren. Sie schaute weltverqeffen in seine guten ehrlichen Augen hinein. Eine Weile hingen die Blicke aneinander und wollten sich nicht lasten. Und da flutete es wie heißes, seliges Erschrecken über sie hin — dieser Blick hatte ihr Schicksal entschieden. Sie fühlte, wie seine Hand sich fester um die ihre schloß, und schrak empor.
„Morgen — ich kann morgen nicht kommen — ich muß mit meiner Schwester einige Besuche machen."
Ein Schatten flog über sein Gesicht unh in seine Augen trat ein schmerzlicher Blick. „So sehe ich Sie heute zum letzten Male — für lange Zeit." sagte er gepreßt.
Sie drückte den Muff an die glühende Wange.
„Ich komme morgen mittag mtt meiner
Früher Winter ln Italien. Aus Rom meldet die „Köln. Ztg.": Etwas rascher als sonst ist mit dem Anfang des Novembers auch der Winter in die Apenninhalbinsel eingezogen. Daß es auf Allerheiligen und Allerseelen regnet, ist eine altrömische Erfahrung, aber die Kälte pflegt sonst erst später zu kommen. Diesmal haben nicht nur wolkenbruchattige Regengüsse und Hagelwetter Palermo und die Gegend von Bari heimgesucht, sondern auch der Schnee hat sich allenthalben in den Bergen eingestellt. Seit einet Woche leuchten int Osten von Rom über der Sabina die Abruzzenzipfel Terminillo, Velino, Magnola usw. im glänzendweißen Gewand gleich Alpenriesen, auch auf den niederen Vorbergen zum Arsoli hat sich vorübergehend Schnee gelagert, und nach Zeitungsmeldungen sind in einigen Tagen der neapolitanische Apennin bei Eampobasto, die Berge der Basilicata und Apuliens, sowie die Sila und das Berg- land von Aspromonte in Kalabrien mit den! winterlichen Kleid bedeckt.
Literarisches.
** Moderne Wäsche. Alles, was die Mode aus dem Gebiete der Wäsche Neues bringt, sei diese für den .Hausgebrauch oder für die persönlichen Bedürf- niffe bestimmt, ist in dem soeben erschienenen Heft 22 der „SB iener Mode" in Wort und Bild klargelegt. Einfache und geputztere, mit Handstickerei im modernen und Empirestil verzierte Leibwäsche für Damen wechselt mit modernen Kombinationsunterkleidern, einfach elegant garnierten Bettbezügen und der neuesten, ebenso aparten wie praktischen Herren- Iväsche ab. Der Handarbcitsteil zeigt Tischläufer. Tischdecken, Kiffenbezüge und Tablettendecken, die in ebenso geschmackvoller als einfach auszuführender Weise mit Handarbeit zu verzieren sind. Doch nebst allen neuen Wäschegegenständen enthält das Heft auch eine große Anzahl neuer Blusen, neuartiger Promenade- und Besuchskleider, Negligewäsche u. Toilettenkleinigkeiten. Der dem Hefte beigegebcne Unternal- tungsteil bringt unter anderem interessante Illustrationen, die die Spinnerinnen verschiedener Länder darstellen, nicht zu vergeffen die vielen praktischen Notizen für das häusliche Leben.
Marktbericht«.
6 a ff et, 23. November »Viehmarktsbericht) Schlachtviebpreife. @8 kosteten die 50 Kilogramm Schlachtgewicht von Ochsen: 1. Qual. 7t—75 M., 2. Dual. 70-72 M., 3. Qual. 00-60 M. Bullen: 1. Dual. 64-65 M., 2. Dual. 58-60 M.. 8. Dual. 00-00 M.. Kühe und Rinder: 1. Qual. 70—72 M, 2. Dual. 6 -68 TO., 3. Qual. 55—57 TO. Schweine: 1 Dual 75-76 M., 2. Dual. 71-74 M. 3. Dual 00—no m., Kälber das % kg Lebend-ewicht 38-45 Psg. Hammel daS 's, kg Fleifchaewicht 65—00 Big. — Austrieb: 16 Ochsen, 20 Bullen, 64 Kühe, 21 Rinder, 191 Schweine 34 Kälber, 24 Hämmel.
Verantwortlich für die Redaktion:
Dr. pbil Earl Hitzerotb in Marburg.
Tausendfach bewährte
Nahrung bei: Brechdurchfall, Diarrhöe, -Krankenkost Darmkatarrh,etc.
Schwester nach „Waldfrieden" hinaus, im der Frau Profestor einen Neujahrsgruß zu bringen."
Er preßte ihre Hand fo fest, daß sie schmerzte, und seine Augen leuchteten auf in heißem Elücksgefühl. Er empfand, was sie ihm mit diesen Worten sagen wollte: „Ich relje Dich noch einmal wieder." Er neigte sich auf ihre Hand herab und drückte seine Lippen darauf.
„So darf ich noch einmal sagen: Auf Wiedersehen?"
Sie neigte bejahend den Kopf. Noch einmal sahen sie sich stumm in die Augen, dann ging Renate schnell fort. Wie im Traum legte sie den Weg nach Hause zurück. Ihr Gesicht glühte, ihr Herz klopfte in starken Schlägen und in ihrer Seele war ein Jubeln und Singen, daß ihr die Sinne fast vergingen.
Zuweilen schloß sie die Augen, um sich sein Bild zurückzurufen, wie sie es zuletzt gesehen. Die hohe, schlanke Gestalt, das scharfmarkiert«, charaktervolle Gesicht mit den tteuherzigen Augen, die so tief und voll heißer Bitte in die ihren geschaut hatten. —
Zu Hause angelangt, fand sie nirgends Ruhe. Mary beobachtete sie erstaunt. Sie wollte gerade fragen, was ihr sei, als Renate plötzlich wie leichthin sagte:
„Da fällt mir ein — ich habe Dir noch gar nicht erzählt, daß ich Evas Bruder kennen gelernt habe."
„Evas Bruder? Waren die Kinder mit der Frau Profestor auf der Eisbahn?"
Renate mußte lachen, wurde aber sehr tot, als sie antwortete:
„Wir waren in einem Irrtum, Mary. Dieser Bruder ist sicher schon dreißig Jahre alt." .
Mary war erstaunt.
„So alt schon? Aber sag doch — Ist er Mtt; KÄenswürdig? Erzähle doch."
„Er ist Marineoffizier." (Forts, felgt)