Beamtengesetz, sei es ein Reichsgesetz oder ei» preußisches, an den zuständigen Stellen nichi stattfinden und daß die „Deutschen Nachrichten' nicht in der Lage find, einen entsprechende» Entwurf der preußischen Regierung zu ver. öffentlichen, aus dem einfachen Grunde, weil ein solcher nicht existiert.
— Die Leteranenbeihilfe. Rach § 9 der Ausführungsbestimmungen vom 24. April 1905 soll die Entscheidung über die Erwerbsunfähigkeit ehemaliger Kriegsteilnehmer, welche die Bewilligung der Veteranenbeihilfe beantragt haben, möglichst nur auf Grund der Bescheinigung eines beamteten Arztes erfolgen, falls überhaupt das Gutachten eines Arztes erforderlich ist. Bisher wurden von den Kreisärzten für die zu diesem Zwecke von ihnen durch die zuständigen Behörden eingezogenen schriftlichen Gutachten Gebühren erhoben. Nach Ziffer B 15 des Tarifs vom 14. Juli 1909 können von den Kreisärzten seit dem Inkrafttreten dieses Tarifs für derartige Gutachten indes Gebühren nicht mehr gefordert werden.
— Aus der Ersten badische« Kammer. Heidelberg, 21. Nov. Bei der gestrigen Wahl eines Vertreters der Universität zur Ersten Kammer wurde Geh. Kirchenrat Professor Dr. Ernst Troeltsch mit allen Stimmen gegen eine gewählt.
— Die Landesausschußwahle« i« Elsaß- Lothringen. Im Reichslande haben am Sonnabend die Wahlen zum Landesausschuß stattge» funden. 20 Kreise und 4 große Städte hatten zu wählen. Es wurden gewählt: Liberale 4 (bisher 3), Demokraten 1 (bisher 2), Zentrum (wie bisher), Lothringer Block 8 (wie bisher). Unabhängige und Konservative 2 (wie bisher).
— Massenbestellnng von Lokomotiven. Berlin, 22. Nov. Nach den Abendblättern vergab der preußische Eisenbahnfiskus an eine Gruppe von norddeutschen Verbandsfabriken 492 Lokomotiven im Werte von über 30 Millionen Mk., lieferbar in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1910.
— Unwahre Behauptungen. Nach der italienischen „Tribuna" sind die Deutschen Zint- graf, Dr. Steinkühler und Professor Paulow von Abis-Abeba, wohin sie sich vor wenigen Monaten begeben haben, unverrichteter Sache zurückgekehrt. Das Blatt sagt, die drei Herren hätten zu große Eile gehabt, die deutsche Vorherrschaft in Abessinien zu begründen. Dr. Steinkühler zumal hätte als Arzt den Negus als politisches Versuchskaninchen behandelt und gegen dessen beste Ratgeber den Verdacht ausgesprochen, daß sie den Regus zu vergiften versucht hätten. Darüber erzürnt, hätte Menelik, der die Ränke längst erkannt, aber aus Rücksicht für den deutschen Kaiser ein Auge zuoedrückt hatte, dem Dr. Steinkühler und dessen Gefährten bedeutet, ihre Befehle seien unangebracht, und er müsse ihnen darum eine gute Heimfahrt wünschen. — Diese Meldung ist einfach unwahr, lieber seine Stellung als „Privatsekretär" am Hofe Meneliks hat sich Dr. Zintgraf vor seiner Abreise aus Deutschland klar und unzweideutig ausgesprochen. Eine „politische Aufgabe" hatte er nicht zu erfüllen.
„Sehr lieb, Eva."
„Tante Mary ist ebenso lieb, nur noch viel lustiger."
„Vielleicht lerne ich sie auch noch kennen. So, Maus, bist Du auch warm?"
„Sehr. Herrlich war es wieder auf der Eisbahn. Und nun wollen wir schnell zu Mami."
Renate fand Trautmann noch bei Mary und ftrau Werner. Anscheinend hatte sich die Patientin mit ihrem Schicksal, das Zimmer hüten zu müssen, ausgesöhnt. Sie war in fröhlichster Stimmung und Bernhard Trautmann ebenfalls.
Daß Renat« nichts über ihr Zusammentreffen mit Eva und ihrem Bruder verriet, war vielleicht ein Zufall. Daß sie aber am nächsten Morgen sehr unruhig war und oft nach der Uhr sah, ohne Mary zu erzählen, daß sie sich für die Eisbahn versprochen hatte, war kein Zufall mehr. Sie verschwieg es absichtlich. Warum, wußte sie selbst nicht.
Jedenfalls verabschiedete sie sich sehr schnell, als ihre Zeit gekommen war, und Mary hielt sie nicht unb fiel ihr auch nicht mit Fragen lästig.
Daß Bernhard Trautmann kommen wurde, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen, wußte sowohl Mary wie Renate. Aber heute lächelte Renate nicht mit der schelmische« Üeberleqenheit wie gestern. Heute war sie von einer seltsamen Unruhe erfaßt, die sich erst legte, als sie Eva und Georg gegenüberstand. Und dann setzte ihr starkklopfendes Herz für «In« Moment aus — es war ihr ganz eigen beklommen dabei zumute. ,
(Fortsetzung folgt.)
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(+ 75 517 288 Jl) auf die fortdauernden und
68 658 297 "JO auf die ein-
848 558 378 Jl (—
(Nachdruck verboten.)
’ 24
Von den Ausgaben des entfalle» 2 311747 072 Jl
k maligen Ausgaben; bei beiden Ansätzen beruht das Mehr und Minder gegenüber dem Vorjahre zum Teil auf nur rechnettschen Ursachen.
An bat fortdauernden Ausgaben sind die einzelnen Verwaltungen wie folgt beteiligt: Reichstag 1997 755 Jl (—), Reichskanzler und Reichskanzlei 314 470 Jl (+ 50 JO, Auswärtiges Amt 18 502 788 Jl (+ 469 735 JO, Reichsamt des Innern 82 642 272 Jl (+ 3 280 940 JO, Reichsheer 709 237 910 Jl (4 13 805 401 JO, Reichsmilitärgericht 609 585 M (— 13 761 JO, Kaiserliche Marine 158 071297 vH (+ 11010 274 JO, Reichsjustizverwaltung 2 674 865 Jl (+ 27 587 JO, Reichsschahamt 230 157 012 Jl (+ 25 244 700 Jl, ttht Mehr, das sich nur als rechnungsmäßiges infolge anderer Gestaltung der Ueberweisungssteuern darstellt), Reichskolonialamt 2 878 666 Jl (4* 132 022 JO, Reichseisenbahnamt 485 645 Jl (— 2775 JO, Reichsschuld 215 683 457 Jl (+ 18 893 408 JOT, Rechnungshof 1300 512 Jl (+ 15 290 JO, Allgem. Penflonssonds 118 361736 Jl (4- 2 596 235 JO, Retchsinvalidenfonds 33 671237 'Jl (— 1554 930 JO, Reichspost- u. Telegraphenverwaltung 625173 310 Jl (4- 1685 932 JO Reichsdruckerei 8 543 745 Jl (4- 434 620 JO und Reichseifenbahnen 101 440 810 Jl (— 507 440 JO.
Die einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats vetteilen sich in folgender Weise: Auswärtiges Amt 856 000 Jl (— 321498 JO, Reichsamt des Innern 1758 221 Jl (— 1324 026 JO. Reichspost- u. Telegraphenverwaltung 15 854 667 . \H (— 34 958 003 JO, Reichsdruckerei 277084 Jl (4- 126 670 JO, Reichsbeer 75 721384 Jl (— 41914 321 Jl), Reichsmilitärgericht 630 790 Jl (— 256 640 JO, Kaiserliche Marine 171 747 874 .« (4- 13 796 820 JO, Reichsschatzamt 21397 212 Jl (— 5 261 497 JO. Reichskolonialamt 22 628 213 Jl '(— 2 556 966 JO, Reichsschuld 5 775000 Jl (4- 5 775 000 JH. Reichseilenbabnen 4 905 470 M
'4- 6 858 991 JO. ordentlichen Etats
betroffener Lagerbestände bezieht, nach alter Gewohnheit und mit richtigem Tatt in den bürgerlichen Nürnberger Blättern erlassen. Di« sozialdemokrattsche „Fränkische Tagespost" hatte ebenfalls, wohl unter Hinweis auf den Leipziger Antialkoholbefchlutz, um den Jnferaten- auftrag nachgesucht und hat, da das Zollamt selbstverständlich das Angebot zurückwies, beim Ministerium Beschwerde eingereicht. Der Entscheid des Ministeriums ist im höchsten Grad« befremdlich. Es hat (nach der Chemnitzer „Volksstimme" vom 10. Nvo. 1909 in Nr. 261) ausdrücklich festgestellt, „daß es nicht seinen Anschauungen entspreche, wenn Zeitungen bestimmter Richtung mit einer so hohen Auflage, wie die „Fränkische Tagespost" von Bekanntmachungen ausgeschlossen würden, die im Interesse und zur Danachachtung des, Gesamtpublikums veröffentlicht werden. Ein« entsprechende Anweisung für die Zukunft sei an das Hauptzollamt ergangen."
Die „Post" schreibt dazu: Es war aber bisher unerhört, daß eine Regierung aus staatlichen Mitteln,, aus Steuergeldern sozialdemokratische Parteiblätter mit Jnseralenaufträgen unterstützt. Durch diese Sonderbehandlung der süddeutschen Staaten, besonders Preußen, ist der Kampf gegen den Umsturz ganz unnötig erschwert. Einen Gewinn kann sieg die bayerische Regierung von ihrem Entgegenkommen unmöglich versprechen; denn, die süddeutschen Revisionisten sind im Grunde ebenso staatsfeindlich wie die radikalen preußischen Genossen und haben von ihrem Endziel, den bürgerlichen Staat in eine große Produttivqenossenschaft zu verwandeln, noch kein Tipfelcsien aufgegeben. Es ist eine alte Erfahrung, daß die Schwäche der Regierunq der Sozialdemokratie noch immer den Rücken gesteift hat: ein erfolgreiches Niederrinoen der Sozialdemokratie kann nicht durch Paktieren erreicht werden, sondern nur durch offenen scharfen Kampf. Diese Erkenntnis sollte allmählich auch die bayerische Regierung gewonnen haben.
„Zu Hause geblieben, sie ist nicht ganz wohl." „O, wie schade. Und Du bist ganz allein hier. Tante Renate?"
„Ja, Eochen."
„Ach, dann mußt du mit uns laufen. Georg kann es sehr gut. Und Ihr beide müßt mich führen, wie du es immer mit Tante Mary tust."
„Eva. das gnädige Fräul«in„muß" ganz gewiß nicht."
„Ach, Tante Renate ist so gut, sie tut es sicher."
„Vielleicht, wenn Du sie recht artig bittest," sagte Georg ermahnend und sah mit großem Wohlaefallen in Renates errötendes Gesicht. -
„Gelt, Tantchen. Du tust es. bitte, bitte."
Renate war unschlüssig. Sie wußte nicht, ob dem jungen Herrn ihre Begleitung auch lieb war.
„Darf ich mich der Sitte meiner Schwester anschließen, gnädiges Fräulein?" fragte Georg artig. Di« Sitte kam ihm von Herzen. Renate gefiel ihm auf den ersten Blick, und er wünschte, sie näher kennen zu lernen.
Renate faßte lächelnd Evas Hand.
„So komm, mein Kleinchen."
Sie liefen zu dritt in ziemlich schnellem Tempo vorwärts. Eva jauchzte vor Vergnügen und sah lachend zu den beiden jungen Leuten auf. Zwischen diesen entspann sich eine lebhafte Unterhaltung. Als sie dann «ine Pause machten, erzählte Eva strahlend, welch herrliche Geschenke ihr da, Christkind gebracht, und verlangt« von Renat« zu wissen, was si« erhalten hatte.
Diese gab mit ihrem freundlichen Lächeln Bescheid und Georg ließ dabei di« Augen nicht von ihrem Gesicht.
Dann fragte Renate nach Fra« Professor
Marburg
Mittwoch 24. November 1909.
Der neue Reichsetat.
Der beim Bundesrate vorgelegte Entwurf zum Rcichshanshaltsetat für das Rechnungsjahr 1910 schließt in Einnahme und Ausgabe im ordentlichen Etat ab mit 2 660 305 450 Jl (gegen den Etat für 1909 einschließlich des Nachtragsetats
Hardenberg, und erfuhr, daß diele zu Hause geblieben war, um die Geschwister sich einmal selbst zu überlassen. Paula blieb nun eine ganze Weile der Gesprächsstoff. Georg sprach voll warmer Verehrung von ihr und Renate schilderte ihm, welhen tiefen Eindruck ihr Paulas Persönlichkeit gemacht hatte. Sie wurden beide warm bei diesem Thema und sahen sich mit leuchtenden Blicken an. Die Zeit verging ihnen wie im Fluge, und als Renate nach der Uhr sah. war die Stunde, die sie bleiben wollte, längst vorüber.'
^Jetzt muß ich nach Hause!" sagte sie schnell Wie selbstverständlich verließ auch Georg mit
Eva die Eisbahn.
Das Kind bat. daß Tante Renate morgen wiederkommen möchte. Georgs Augen unterstützten diese Bitte mtt so beredtem, warmem Au-druck, daß Renate das Blut ins Gesicht stieg. Sie versprach, zu kommen.
Der Wagen aus Villa Waldftteden war wartend langsam um den Teich gefahren. Georg tief ihn herbei und fragte, ob er Renate erst nach Hause fahren dürfe. Sie wehtte jedoch dankend ab.
„Ich habe nur einen kurzen Weg und Eva soll nicht unnötig lange im kalten Wagen fitzen."
Sie reichte beiden die Hand zum Abschied.
„Auf Wiedersehen morgen," sagt« er bittend. Ute Augen trafen einen Moment zusammen.
„Auf Wiedersehen," antwortete fie leise, halb unbewußt, und ging schnell davon.
Georg sah der schlanken, graziösen Gestalt in dem eleganten, dunkelblauen Tuchkleid und der kurzen Pelzjaa« eine Weile nach.
„Gelt, Georg, sie ist lieb, Tante Renate?" Er hob das Kind t* den Wagen.
Die „Gveehesstsch« Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis betragt viertel- jährlich durch di- Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsftellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.
Politische Umschau.
Reue Erwerbungen der Ansicdlungskommission.
Die Ansiedlungskommission hat in letzter Zeit folgende größeren Erwerbungen gemacht: ein Grundstück in Lichnau, Kreis Konih. geaen 212 Morgen groß und ein Grundstück in Okonin, Kreis Graudenz, etwa 440 Morgen groß. Ferner hat sie das vor den Toren der Stadt Erin belegene frühere Stadtgnt Hertzberg im Kreil« Schubin (rd. 1000 Moraen) unter Ausschluß der Ziegelei für Million Mark erworben. Der Besitz der Anfiedlungskommission im Kreise Schubin umfaßt damit 42000 Morgen. Und int Kreise Wirsitz wurde das 3400 Morgen große Rittergut Poburke für 400 Mark den Morgen angekauft, in dielem Jahre bereits der zweite Ankauf eines größeren Gutes in diesem Kreile. Beide Güter sind zur Besiedlung vorzüglich geeianet. Der Gesamtbesitz der Ansied- lungskommission im Wirsitzer Kreile beträgt nunmehr 12 300 ha. Von dieler Fläche sind 7000 ha bereits an Ansiedler vergeben, während die Restfläche bis auf die beiden kürzlich angekauften Güter zum Verkauf an Ansiedler ausgeleat ist. Auch diele Güter werden schnell vergriffen sein: das kürzlich aufaeteilte, nach Verkauf der Waldflächen noch 2500 Morgen große Gut Grabowo ist in der kurzen Zeit von der Ernt« bis jetzt an eine größere Anrabl von Ansiedlern so gut wie verkauft worden. Fernerhin hat die Ansiedlungskommiflion zu Arrondierungszwecken ein 244 Morgen großes Grundstück in Granau, Kreis Könitz (Westpr.) gekauft.
Die Königlich bayerische Sozialdemokratie.
Das Hauptzollamt zu Nürnberg hatte die Bekanntmachung, die sich auf di« Nachbesteuerung der von neuem Branntweinsteuergesetz
Deutsches Reich.
— Vom Kaiser. Sigmaringen, 22. Nov. Der Kaiser ist um 1 Uhr hier eingetroffen und vom Fürsten von Hohenzollern, dem Kronprinzen von Rumänien, sowie den Hofstaaten empfangen worden. Sonstiger Empfang war verbeten, weil der Kaiser inkognito reift.
— Vom Staatsministerium. Berlin, 22. November. Das Staatsministerium trat heut« zu einer Sitzung zusammen.
— Kein preußisches Beamtengesetz. Von den „Deutschen Nachrichten" ist in letzter Zeit wie- bcrholt behauptet worden, daß Erwägungen über den Erlaß eines preußischen Beamtengesetzes im Gange seien. Auch nach einer kürzlich erfolgten Richtigstellung in der Presse hält das genannte Blatt seine Behauptung aufrecht und fügt hinzu, daß es den — angeblich in seinen Händen befindlichen — Entwurf dieses Gesetzes veröffentlichen werde, wenn und wann ihm das angebracht erscheine. Die „Berl. Pol. Nachr." stellen nun auch fest, daß Erwägungen Über ein
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentl. Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Beilage".
Bestellungen
für den Monat Dezember
*tf die „Oberhessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werde« von nuferer Expedi- »ew (Markt 21), unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie allen Postanfialten und Landbriefträgern "Mtgegengrnommen.
(— 671900 JO, und die einmaligen Becnnten- beihllfen für 1908 27 006 463 Jl. Bei dem Vergleiche mit dem Vorjahre ist zn berücksichtigen, daß in den für dieses angegebenen Zahlen die Gehaltsnachzahlungen für 1908 enthalten sind, welche das Jahr 1909 nur rechnerisch, nicht aber wirtschaftlich belasten.
An Einnahmen des ordentlichen Etats sind im rtnzelnen vorgesehen: Zölle, Steuern. Gebühren und Abfindungen 1441 620 000 Jl, Reichspost- und Telegraphenverwaltung 693 008 325 Jl, Reichsdruckerei 13 376 000 Jl., verschiedene Vcr- waltungseinnahmen 71 606 482 Jl (4- 5 789 778 Jl), Reichsinvalidenfonds 33 998 997 Jl (Ausgleichungsbeiträge 39 382 646 Jl, Matrikular- beiträge 228 512 000 Jl.
Von den Ausgaben des Extraordinariums mit 131319 269 Jl entfallen auf das Reichsamt des Innern 23 000 000' Jl, das Reichsheer 22 499 100 Jl, die Kaiserliche Marine 113 321 469 Jl, die Reichspost- u. Telegraphenverwaltung 25 000 090 Jl und die Reichseisenbahnen 7 489 700 Jl. Tie Einnahmen des Ettraordinariums betragen 39 063 341 Jl. Auf Anleihe verbleiben danach insgesamt 152 255 928 Jl.
Die JniertionSgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile ober deren Raum "15 Pfennig, fut Reklamen p Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Äug. Koh, llnioersitatsbuhdruckerel Jnlcaber Dr. T. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Dsas Gott zrtloinvte«oef«g1 —.
Roman von H. Courths-Mahler.
lFortsetzung.)
„Dies ist mein Bruder Georg, Tante Renat« — Georg, das ist Tante Renat«, die mir mtt Tante Mary das Schlittschuhlaufen gelehtt hat." sagte Eva eifrig, auf ihre Weise die Bekanntschaft vermittelnd zwischen den beiden jungen Leuten.
Georg vervollständigte die Vorstellung durch Rennen seines Namens, den aber Renat« gar nicht verstand. Sie war zu sehr überrascht, in diesem stattlichen, fast dreißigjährigen Manne Evas Bruder zu sehen. Außerdem wurde fie durch Evas herzige Plauderei abgelentt, so daß fie auf den Namen nicht achtete. Sie selbst nannte den ihrigen gar nicht, weil fie glaubte, «r sei Georg durch Frau Professor Hardenberg mitgeteilt worden. Das war indessen nicht der Fall. Paula hatte v ohl von den beiden liebenswürdigen Schwestern erzählt, aber ohne ihren Familiennamen zu nennen. So hatten hi« beiden jungen Leute leine Ahnung, daß Rodenfels zwischen ihnen als Berührungspunkt stand.
„Ich habe von meinem Schwesterchen und Frau Professor Hardenberg schon gehört, welches Verdienst Sie fich liebenswürdigerweise um tiefe klein« Eiskünstlerin erworben haben, <nobiges Fräuleins"
Renate sah mit ihren schönen, goldig schimmernden Augen in fein männliches, gebräuntes Gesicht. w
„Ich tat es gern, es war mit eine Freude," sagte si« einfach.
-Wo ist Tante Mar« ?" erkundigt« fich Eva.