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..©ewffc. wenn ich nicht lästig fall«.

Wiedersehen allo!"

Er verabschiedet« stch eklig und ging schnellen (Schritten davon. Renate sah lächelnd nach.

dem Befinden des gnädigen Fräulein» er­kundigen."

Da» wäre sehr liebenswürdig von Ihnen. Also dann auf Wiedersehen nachher. Ich laufe auch nur eine Stund« und hoffe Sie dann noch

sich selbst und betrat, trnhbcm lehr zufrieden mit stck>. die Eisbahn. Nachdem Re den mäßig be­suchten Teich einige Mal« umkreist batte, sah st« stch plötzlich der kleinen Eva gegenüber. Sie war jedoch nicht in Bealeituna ihrer Mami. Neben ihr lief ein grober, lcklanfer Herr in eleflonter Zivilkleidung, sehr sicher und gewandt das Kind führend. Es war Georg, der Paula

auf sie zu.

Tonte Renate! Tante Renate!" rief st« fröhlich.

Nun mutzt« Renate im Laufe inne halten, sie beugte sich lächelnd zu der Kleinen herab. Es lag soviel liebliche Anmut in ihrem Lächeln und ihrer Haltung, datz Georg sie interesiiert betrachtet«, als et. Eva folgend, heran kam.

(Fortsetzung folgt.)

Die großen Bismarckfeiern der deutschen Studentenschaft sollen, wie in der letzten Sitzung des Bismarckausschusses beschlosien wurde, in Zn kunst nur alle 5 Jahre bei der Bismarcksäule aus dem Hamberge (Holstein) stattfinden. Der frühere, nunmehr abgeänderte Beschluß lautete dahin, daß alle drei Jahre unter Beteiligung von Bertretem sämtlicher Hochschulen eine größere Feier statt­finden soll. Für die nächste Feier ist das kommend« Jahr in Aussicht genommen. Ferner soll mit Hilfe einer Summe von 25 000 Jl, die durch einen Aufruf gesammelt werden soll, die Umgebung der Säule in einen würdigeren Zustand versetzt wer­den. Aus den Zinsen des Restkapitals will man die Befeuerung und Unterhaltung der Säule be­streiten. Außerdem ist die koustruttive Anordnung der jetzigen Befeuerungseinrichtung zu ändern. Es hat nämlich durch diese das Mauerwerk schon jetzt nach erst sechsjährigem Bestände der Säule bedenklich gelitten.

Halle. Der konservative Verein und der Bund der Landwirte veröffentlichen eine neue Erklärung, in der sie ihre Anhänger bitten, sich durch die Nachrichten aus dem Wahlkreise Lands- berg-Soldin nicht beeinflussen zu lasten, sondern unter allen Umständen das gegebene Wort zn halten und den freisinnigen Kandidaten Rei­mann zu unterstützen.

Ausprägung von Eilbermünzen. Die ge­steigerte Ausprägung der silbernen Reichsscheide­münzen nimmt ihren stetigen Fortgang. In de« ersten zehn Monaten des laufenden Kalender­jahres sind für nahezu 43 Millionen silberne Reichsscheidemünzen geprägt worden. Davon waren nahezu 36 Millionen Mark Dreimark­stücke, deren umsastende Herstellung einem in der Bevölkerung vorhandenen allgemeinen Wunsche entspricht: 4,2 Millionen Mark kamen aus die Einmarkstücke, 2,2 Millonen auf die Fünfzig­pfennigstücke und rund V4 Million auf die Fünf­markstücke. Von der letzteren Münzsorte hat man im laufenden Jahre weniger hergestellt; ihre Ausprägung war ja überhaupt schon einige Zeit hindurch ganz eingestellt.

Eine Abfuhr. Der radikal-fteisinnige Abg. Potthoff, der den Waldecker Kreis im Reichstage vertritt, versucht stch dadurch Svmpathie zu er­werben, daß er den Waldecker Landtag und sein Verhalten einer fortgesetzten Krttik unterwirft. 61 ist ihm dieferhalb schon manche Deutlichkeit gffagt worden. Jetzt hat der Vorsitzende del Landtage! für dal Fürstentum Waldeck in einer öffentfiche« Landtagssitzung folgende Erklärung gegen de« Abg. Potthoff verlesen: .In zwei in der .Ml- dunger Zeitung" und in der .Waldeckischen Rund­schau" am 4. November d. I. erschienenen Attikeln hat der Reichstagsabgeordnete Potthoff sich dal Recht angemaßt. das Tun del LandtaaeS zu krtti- steren und ihm Weisungen für die Zukunft, beson­der! in seinem Verhalten geaenüber der Fürst- ftchen Domänenkammer zu geben. Der Landtag lehnt ei ab, sich mit dem Arttkelfchreiber kn eine sachlich« Erörterung seiner so ost schon all un- richttg erwiesenen, auf völliger Unkenntnis der waldeckitchen Verbältnisie bernbenb-^ WcfwWt«

Hardenberg heute abgelöst harte.

Renate Ruhte und wollte unbemerkt überlaufen, weil ihr der Herr fremd war. es Evas Bruder fein könnte, der Gedanke ihr gar nicht, weil sie sich diesen Bruder

Weißt Du ick glaube, wir haben uns mit den Brüdern Trautmann für heute auf die Eisbahn verabredet."

Renate» Mund umspielt« ein flüchtige» Lä­cheln. Sie zeigte aber gleich wieder ein ernste»

(Nachdruck verboten.)

Gott zufammrnocfngl -

Roman von H. Tonrths-Mahler.

(ftorttepuny. >

sich um ein Volksvotum von größter Tragweite. Der englische Wühler ist, in jahrhundertelangen inneren Kämpfen erzogen und gebildet, poli- ttsch zu reif, als datz er sich durch den eigent­lichen Anlaß und Gegenstand des Streites den Blick trüben lasten sollte. Offensichtlich erstrebt das Oberhaus eine Erweiterung feiner Macht­befugnisse auch in Finanzangelegenheiten. Das Recht, da» Budget lediglich im ganzen anzu- nehmen oder im ganzen zu verwerfen, genügt dem Oberhause nicht mehr in einet Zeit, wo in der liberalen Partei der radikale Flügel be­denklich erstartt ist und eine kraftvoll aufstre­bende Arbeiterpartei als ein neuer Fattor im politischen Leben des Landes aufgetreten ist. So wird in den nächsten allgemeine,. Wahlen auch ein Kampf von ausgesprochen sozialem Charakter ausgefochten. Die englischen Wähler werden stch die Frag« vorzulegen haben, ob in der Gegenwart ein Oberhaus irgendwelchen Wert hat, das in dem wichtigsten politischen Akt, der Finanzgesetzgebung, nach dem Buch­staben der Verfassung zwar Ja oder Rein zu sagen, in praxi aber die Rolle des stummen Zu­schauers zu spielen hätte, oder ob nicht viel mehr geradem Wege der Gleichberechtigung der Ersten Kammer In Finanzangelegenheiten ein neues Bollwerk gegen sozialistische und soziali­sierende Einflüste und Ansprüche aufgerichtet werden müste.

Aber ein entscheidender Sieg der unionistt- fchen Partei, den Balfour und seine Getreuen mit Sicherheit erwarten, hätte noch die weitere Bedeutung, datz da, neue Unterhaus eine Schutz­zollgesetzgebung inaugurieren würde, der die Zustimmung der Mehrheit der Lords gewih wäre. So wird der englische Wähler in dem bevorstehenden Wahlkampfe zwischen dem Prin­zip der berufenen und dem der gewählten Volks- Vertreter, zwischen Freihandel und Schutzzoll, zwischen Raatserhaltenber Politik und Radikal- demokratismus, hin- und hergezerrt. In der allgemeinen Bewegung und Erregung ist nut eines dem Streite der Parteien entzogen, in völliger Ruhe und unantastbarer Sicherheit: die Sorge für die nationaler, Interessen und die Wehrkraft des Landes. Glückliche» England!

Marburg

Dienstag 23. November 1909.

S

v mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain -F

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentl. Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage".

jünaer vorgestellt hatte.

Ehe sie jedoch an den beiden vorüber hatte sie Eva erblickt und lief freudestrahlend

Ei. ei, Renate, Du entwickelst ja ein . _ aefäbrliches Talent zur Intriaue,". satte sie zu

Deutsches Reich.

Lo» Kaffer. Donaueschingen, 21. Nov. Der Kaiser ging heute vormittag längere Zeit mit dem Statthalter Grafen v. Wedel im fürst­lichen Park spazieren und nahm an dem Gottes­dienst in der evangelischen Kirche teil. Mittags traf als Gast des Fürsten zu Fürstenberg Graf Zeppelin ein. der im fürstlichen Schloß Wohnung nahm.

Eine Anerkennung e. Parfevals. Frank­furt, 20. Nov. Der vom Kaiser derJla" zur Verfügung gestellte Ehrenpreis für die hervor­ragendste Leistung auf dem Gebiete der gesam­ten Flug- und Lustschiffahrt ist nach derFrff. 3tg. mit Genehmigung des Kaisers dem Major Dr v. Parseval zugesprochen worden in Aner­kennung der hervorragenden Leistungen des Parseval 3 während der Dauer der Aus­stellung und insbesondere in bet Schlutzwoche gelegentlich seiner Dauerfahrt nach Nürnberg,

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..... nächsten Morgen begleiteten die Schwe­stern den Vater zum Bahnhof. Der Abschied fiel allen dreien etwas schwer, hatte stch doch Eoulmann nie länger als einigeTage von seiner

Familie getrennt.

Als der Zug aus der Halle gefahren war, gingen die Schwestern Arm kn Arm durch das breite Mittelportal hinaus und bestiegen den Wagen, um heimzufahren. Mary hatte sich ein« Reichte Erkältung zugezogen und Renate hätte sic am liebsten daran gehindert, mit zum Bahn­hof zu fahren. Nun wollte sie gar durchaus mit auf die Eisbahn gehen, aber Renate hindert« sie, von Frau Werner unterstützt, daran.

.Wenn Du nicht vernünfttg bist, verschlim- Mc't sieb Dein Katarrh und Du kannst Silvester nicht mit nach Loschwitz hinausfahren," sagt, sie warnend.

Mar» zog ein Mäulchen.

Ach, Du tyrannisierst mich. Renate, jagt» sie und setzte sich betrübt ans Fenster

Renate setzte sich ihr lächelnd gegenüber.

Zu Deinem Besten," sagte sie ruhig.

Eine Weile war es still. Frau Werner wer hinausgegangcn, um im Haushalt nach dem Rechten zu sehen. Endlich brach Mary das Schweigen.

Renate!"

Was wünschest Du, mein ungnadrget Patient?"

Mary sucht« offenbar nach Worte«. 3hl teizenhe* <5eRtht(ben würbe tot.

Die innere Krise in Enqland.

In bet langen und wechselvollen patlamen- katischen Bahn, die der Finanzgesetzentwurf der liberalen Regierung in England durchlaufen hat, steht die entscheidende Absttrnmung un­mittelbar bevor. In den ersten Tagen dieser Woche wird die Mehrheit der Lords, dem An­träge Lansdowne zufolge, den Beschluß fasten, daß die Budgetvorlage, bevor nicht das Land um sein Urteil Befragt sei. die Zustimmung de» Oberhauses nicht erhalten könne. Indem das Oberhaus sich auf diesen Standpunkt stellt, wer­den die englischen Wählet zu Richtern übet die Rechte und Befugnisse der beiden gesetzgebenden Körperschaften aufgerufen. Di« konservativen Lords haben die naheliegende und zum letzten Male vor etwa 40 Jahren benutzte Form der Ablehnung bet Vorlage im ganzen deshalb nicht gewählt, weil die liberale Regierung in den Entwurf Bestimmungen übet Licenzge- Bühren, Wertzuwachs und Landbesteuetung auf­genommen hat, die nach Ansicht der Lords nicht hineingehören und als eine bewußte und ge­wollte Herausforderung der Lords anzufehen sind. Für ihr jetziges Vorgehen können sich die Lords auf eine am 9. Dez. 1702 gefaßte und seit­dem nicht außer Kraft gesetzte Resolution be­rufen daß das Verfahren, einer Bill zur Deckung öffentlicher Ausgaben Klauseln anzugliedern, die mit der Materie an sich nichts zu tun haben, unparlamentarisch sei und gegen die Verfassung verstoße. Mit ihrer Art der parlamentarischen Behandlung des Gesetzentwurfes schrieben di« Lords die letzte Entscheidung der gegenwärtigen Regierung zu. Diese kann natürlich, nachdem die Sache soweit gediehen ist, nicht mehr zurück. Der Premierminister wird voraussichtlich, so­bald der Antrag Lansdowne im Oberhause an» genommen ist, dem Unterbaute eine Resolution Vorschlägen, die Stellungnahme der Lord» ver­teilt, eine Einmischung der Ersten Kammer in Finanz- und Steuerangelegenheiten für unzu­lässig erklärt und den Anspruch der Lords, eine Auflösung des Parlaments zu erzwingen, zurück- weist. Wahrscheinlich wird sich dann das Par­lament auf mindestens eine Woche vertagen, um den Parteiführern Zeit zu geben, iybetreff der weniger strittigen neuen Abgaben zu einem Uebereinkommen zu gelangen, das die gesetz­liche Sanktionierung dieser Steuern ermöglicht und auf dieser Grundlage die Leistung der Staatshaushaltsabgaben sicherstellt. Mit der Erledigung dieser Notwendigkeiten und son­stiger dringender Geschäfte wird da» Parla­ment wahrscheinlich bis in die zweite Dezember­woche zusammengehalten werden. Ausschrei­bung und Vollziehung der Neuwahlen dürften demnach, mit Rücksicht auf da» Weihnachts- und Neujahrsfest, frühestes im ersten Drittel de» Januar erfolgen.

Die Lords hätten dann ihren Willen durch- gesetzt. Die Nation Hai durch ihre wahlberech­tigten Mitglieder zunächst über das Schicksal der von der gegenwärtigen Reaierungaefotdet- ten neuen Steuern zu entscheiden. Aber nicht das allein. Es muß und wird bann füglich ent­schieden werden über di« Stellung de» Ober­hauses in der englischen Berfasiung. G» handett

leicht ist auch Frau Professor Hardenberg mit Evcken wiebet da."

Dann bestelle einen Gruß an Traut­mann natürlich auch. Und vielleicht kannst Du ihm auch sagen, daß ich nur so folgsam zu Hause bleib«, um Silvester wieher wohl zu fein.

Das will ich tun. Und nun hübsch artig, heiße Milch mit Emser Salz trinken. Schwester­chen."

Sie küßten sich und Renate ging.

Der Weg war nicht weit. Sie benutzte den Wagen nicht. Unweit der Eisbahn kam ihr schon Bernhard Trautmann mit enttäuschtem Gesicht entgegen.

Sie kommen allein, gnädiges Fräulein?"

Leider. Meine atme Schwester ist von Frau Werner und mir zu Zimmerarrest verur­teilt worden, weil sie sich eine Erkältung zuge­zogen hat.

Er erschrak.Doch nicht ernstlich unwohl?"

Ein kleiner Katarrh, sonst nichts. Sie will doch Silvester wieder gesund sein und deshalb ist sie folgsam gewesen. Uebrigens soll ich Ihnen einen Gruß bestellen. Mary langweilt sich na­türlich sehr. Wenn ich nicht wüßte, wie gern Sie Schlittschuh laufen, würde ick Sie bitten, ihr ein wenig Gesellschaft zu leisten.

Bernhatt» bekam vor Vergnügen einen toten Kopf.Oh, wa» das anbetrifft ich bin schon eine Stund« gelaufen und wollte eigent­lich eben fortgehen."

Sie haben also 'chon anderweitig über Ihre Zett verfügt. Wie sthode!" sagte Renate mit dem unbefangensten Gesicht.

»Xetne<RDeg», gnädige» Fräulein, ich bin »an- frei. Und wenn Sic meinen, daß ich nicht Pte dauU Shutt« ich mich ja persönlich nach

München, Augsburg, Stuttgart und nach Frank­furt zurück.

Di« Skeichsvetficherungsordnung. Berlin, 21. Nov. DieNorddeutsche Allgemeine Zei­tung" schreibt: Die Nachricht verschißener Zei­tungen, die Reichsversicherungsordnung werde dem Reichstage nicht oder nicht vor Ostern zugehen, entbehrt jeden tatsächlichen Anhalts. Es wtrb im Bundesrate mit allem Nachdruck an der Fertigstellung des Entwurfs gearbeitet, damit et dem Reichstage sobald als irgend mög­lich vorgelegt wirb. In jedem Falle wirb dies noch vor Ostern geschehen.

Saatenstand in Preußen um Mitte November (wenn 2 gut, 3 mittel bedeutet). Junger Klee 2,5 (November 1908 2,8), Winter- weizen 2,5 (3,4), Winterspelz 2,1 (2,5), Winter­roggen 2,4 (3,3), Winterrabs und Rübsen 2,3 (2,6). In den Bemerkungen derStatistischen Korrespondenz" heißt es: Abwechselnd schöne und regnerische, aber vorwiegend milde Herbst­tage bezeichnen die Witterung des Berichts­monats. Infolge der späten Räumung der Aecket konnte mit der Herbstbestellung nicht recht­zeitig genug begonnen werden, so daß die Ein­saat des Winterweizens in vielen Gegenden auch jetzt noch nicht erledigt ist. Die Beurteilung des Winterweizens konnte daher noch nicht überall ftattfinien, immerhin ist die Zahl der Noten groß genug, um die Begutachtungsziffern zur Kennzeichnung feines Standes als hinreichend gelten lasten zu können. Da der Winterroggen schon zeitig in die Erde gebracht wurde, hat et gut bestockt; teilweise sind schon zu kräftig ent- wickelte, hochgeschossene Saaten vorhanden. Oelfrüchte, Winterraps und Rübsen stehen fast überall sehr üppig. Im großen und ganzen steht man bet Einwinterung bet jungen Saaten mit den besten Hoffnungen entgegen. Der junge Klee ist überwiegend lückig geblieben; wegen seiner zu schlechten Beschaffenheit hat man ihn stellenweise umgepflügt.

Bon der Eisenbahn. Berlin, 20. Nov. DieNotdd. Allg. Ztg." meldet: Di« Betriebs- einnabmen der preußisch-hessischen Eisenbahn- gemeinschaft betrugen im Oktober im Personen­verkehr 3.2 Millionen Mark (gleich 7,4 v. H ), im Güterverkehr 3 Millionen Mark (gleich 2,54 v. H ). insgesamt einschließlich der sonstigen Einnahmen 7,3 Millionen Mark, gleich 4,21 v.H. mehr al» int Oktober des Vorjahres. Zu be- rücksicktigen ist, daß der Ottober 1909 einen Sonntag mehr und einen Werktag weniger al» der des Vorjahres hatte.

Sin schuldenfreie, Land. Wie au» bet lleberficht über die Rechnung der Landeskaste des Fürstentums Neuß ä. L. hetvorgeht hat dieses glückliche Land auch heute noch nicht nur keinen Pfennig Schulden, sondern besitzt sogar einen Vermögensbestand von 3 485 906 Mark. Diese» Vermögen setzt sich zusammen aus 837 397 Mark in Grundbesitz. 2 279 809 Mark Kapita­lien und aus einem Rechnungsbestande von 243171 Mark.

Wahlrechtsantrag der Freisinnige« in Sachsen. Die Freisinnigen haben in der Zwei, ten Kammer von neuem den Antrag auf Ein­führung de» Reichstagswahlrechte» für den sächsischen Landtag eingebtacht.

Die JnfertionSgebllvr beträgt für bte 7gespaltene Zelle »der deren Staunt 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: JoH. Aug. Koch, llnwerütätSbuchdrnckerel Inhaber Dr. T. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Ich hohe mich ganz bestimmt nicht mit ihnen-versprochen Mary. Aber vielleicht hast Du es getan. Da» wär« allerdings fatal. Ernst Trautmann ist kaum dort, da et vor­mittags bl« Kranken besucht, aber vielleicht fein Bruder."

Mary nickt« eifrig.

Ja, ja und stehst Du da müßten wh doch eigentlich Hinsehen."

Renat« blied scheinbar ganz unbefangen.

Du auf keinen Fall, Mary, es wäre leicht- sinnig. Denke, wenn Du in Papas Abwesen­heit krank würdest. Aber damit Bernhard Trautmann schließlich nicht umsonst kommt, will ich allein gehen."

Hm ja wenn Du meinst daß ich nicht gehen darf!"

Da- meine ich gewiß. Aber weißt Du, auf alle Fäll« fei gefaßt, daß Bernhard Trautmann, wenn er hott, daß Du unpaß bist, herkommt, trat stch nach Deinem Befinden zu erkundigen."

Mary macht« ein scht gleichgültige» Gesicht, ^iltde aber wieder verdächtig tot.

Dann sah ste nach der Uhr.

Du mußt aber bann gleich geben, Renate, e» ist schon eff llhr vorbei. Um haÜ zwölf Uhr wollt« et, glaube ich. da fein.*

Renate erhob sich und wandt« sich ab, um ihr Lächeln zu verbergen.

Dann will ich mich schnell fertig machen. Ade Mary, langweile Dich nicht zu sehr, viel-

DieAderhesstsche Zrttnn«" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel, jährlich durch die Volt bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.