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Erstes Blatt
W M «. bl«»
K. Schott.
Marburg, 8. Juni 1830.
Sich
zuweilen an Deinen
Bruder
akademischen
stud. jur.
„Freundin auf Dlumensträuschen, die sich Deine Tugend wand, wandle Dein schönes Leben dahin."
Ein Blumenstrauß mit Tulpen, Rosen und Vergißmeinnicht zierte das Stammbuchblatt.
„Vergißmeinnicht soll stets zu Ehren Dir Freundin immer bei uns blüh». Es soll die Kraft mich zu ernähren Aus meinem eignen Busen ziehn. Und wenn ich keine Kraft mehr habe, Wenn Herz und Mund und Auge bricht. So blühn dann auf meinem Grabe, Von Dir gepflanzt, Vergißmeinnicht!"
Dorothea Schott. Marburg, den 28. Juni 1835.
„Unser Freundschaft heilges Band Soll kein Schicks«! stören."
„Genieße stets die süßen Früchte Der Freundschaft und der Zärtlichkeit, Und schön mit lächelndem Gesicht
Hinüber in die Ewigkeit."
Erinnere Dich oft Deines Dich ewigliebenden Freundes
W. Schenkel aus Wokfhagen. Marburg, den 3. September 1803.
zum wonnevollsten Bunde mit ihnen eng verband."
den Prinzen Heinrich gewandt, um den wahren Sachverhalt festzustellen. Vom Prinzen Heinrich ist darauf folgende Antworttelegramm «in- gelaufen:, „Darmstadt, 14. Nov. Angaben voll, ständig aus der Luft gegriffen, sie entbehre« jeder Grundlage. Auf Befehl: von Usedom." Die angeblichen Aeußerungen des Kaisers gipfelten darin, daß Wilhelm II. sich seinem Bru- der Heinrich gegenüber dahin ausgesprochen haben sollte, „daß er von den englischen Kritiken über seine Person tief betrübt sei: Er wolle den Engländern natürlich keine Lehren erteilen, er meine aber, England solle eine starke Territorialarmee mit allgemeiner Wehrpflicht haben."
I müfle mit dem Herzen ausgeführt werden, mit I der Liebe, die an den Sieg des Guten glaubt
Namentlich die Richter sollten nicht vergessens I daß der Ton auf „Fürsorge" liegt. Der Abgeordnete Heckenroth, ebenfalls Mitglied der kon- servatrven Partei, betonte, daß die Fürsorge- I erziehung meist viel zu spät angewandt werde. I S>05 solle doch prophylaktisch wirken. I Wenn erst der Strafrichter eingreife, sei es meist I zu spät. Es sei bedauerlich, daß nach der gelten- I den Gesetzgebung die Fürsorgeerziehung erst dann Platz greifen soll, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Auch müsse der Familien- fursorgeerziehung gegenüber der Anstaltserzreh- ung entschieden der Vorzug gegeben werden. Drese sei nur da zweckmäßig, wo es sich um total verdorbene Kinder hairdelt, bei denen besondere Strenge angebracht ist. Sonst müßten die Zöglinge in Familien untergebracht werden, in denen sie sich der Sonne eines christlichen Familienlebens, die ihnen in ihrem Elternhause nicht geschienen hat, erfreuen können.
I Der gesunde Gedanke, dem die Abgeordneten r im Parlament Ausdruck gegeben haben, daß bte | Fürsorgeerziehung mit dem Herzen und mit dem Kopf — aber mit dem Herzen zuerst — begriffen werden müsse —, hat auch bei Vertretern der deutschen Lehrerschaft Widerhall gefunden. In Mort und Schrift hat sich der Lehrer Agahd-Rix- dorf mit der ernsten Mahnung an seine Kollegen gewendet, sich bereitzuhalten, um sich in ernster Mitarbeiten der Jugendfürsorge zu betätigen. Der Lehrer sei nicht nur für die Jugend innerhalb der Schulwände da, sondern habe sich auch um das außerschulische Leben und um die Jugend nach der Schulentlassung zu bekümmern. Er fordert in seiner Schrift „Lehrerschaft und Jugendfürsorge in Stadt und Land" für die deutsche Lehrerversammlung in Straßburg 1910 ein zielbewußtes Eintreten für die Eesantt- organisation der Jugendfürsorge im Rahmen des Deutschen Lehrervereins und verlangt, daß die Lehrerschaft durch Mitarbeit in der privaten Jugendfürsorge Pionierarbeit für den Staatsgedanken einer ausgedehnteren Erziehunqs- politik leisten sollte.
Es ist nicht zu leugnen, daß von Stadt und Land, von der Kirche und durch private Tätigkeit in Vereinen viel getan und geleistet worden ist, um durch Fürsorgeerziehung unglücklichen Kindern zu helfen. Aber es geschieht noch lange nicht genug! Die Säuglingssterblichkeit und die Kriminalität sprechen eine zu deutliche j Sprache, daß noch viel mehr in der Jugendfürsorge und Fürsorgeerziehung als bisher geschehen muß, um dem Jugendelend zu steuern. Hunderttausenden mag geholfen worden sein, aber Millionen von Kindern gehen heute noch mangels genügender Jugendfürsorge zugrunde! Die Stellungnahme im Abgeordnetenhause zur Frage der Fürsorgeerziehung und die Bewegung in der Lehrerschaft werden auf die beteiligten I Staatsbehörden gewiß nicht ohne Wirkung blei- I ben. Notwendig ist es aber, daß mehr als bis- I
„Wer glücklich ist, wer Ruhe und Frieden Im lasterfreien Busen nährt. Und jedes Glück, das ihm beschieden Durch eitle Wünsche nicht ^rstört."
Hiermit empfiehlt sich zum guten Angedenken Ihre Freundin
M. Allendorf.
Marburg, den 23. Juli 1803.
Ewige Treue, unveränderlich Dir, meines Herzens Verschwisterte.
„Bis denen Rebeln der Verbannung Kettend ihn der Tod anpreißt, Stehe mit kräftiger Ermannung, Jedem Sturm des edlen Geist."
Denkmal der Freundschaft von Deinem auf- richkigen Freund und Bruder
Murhard, stud. jur. Marburg, den 20. Februar 1803.
„Freundschaft macht das Erdenleben, I
Macht sogar das Unglück leicht, I
Fördert sie des edlen Streben I
Marburg
Mittwoch 17. November 1909.
"nsern Zeitungsstellen uns ' der Expedition Mk.°
— Eine Interpellation über di« Unter» schleife auf bet Kieler Reichswerft ist von der Freisinnigen Fraktionsgemeinschaft im Reichstag eingebracht worden. Die in Kiel wohnenden Abgeordneten Dr. Leonhart und Dr. Struve haben, nach der „Freis. Ztg", mit Unterstützung der übrigen Mitglieder der Franktionsgemein- schaft die Interpellation eingercicht.
— Deutsch-französischer Wirtschaftsverein. Berlin, 15. Nov. Heute fand in Anwesenheit von Vertretern des Eisenbahnministeriums und des Auswärtigen Amtes die zweite Generalversammlung des deutsch-französischen Wirtschaftsvereins statt. Einstimmige Annahme fand eine Rcsolutton, nach welcher der Verein es für eine Loyalitätspflicht der Regierung hält, die Mosel-Saar-Kanalisierung zur Durchführung zu Dringen. Weitere Verhandlungen betrafen da« neue deutsche Weingeseh und den deutsch-französischen Weinhandel. Beschlüsse betrafen u. e. Vereinheitlichung und Verbilligung der Analysen, sowie die Nachversteuerung des französischen Champagners, gegen die nötigenfalls beim Bundesrat protestiert werden soll: sie wurden sämtlich der Fachkommission für gewerblichen Rechtschutz überwiesen. Schließlich nahm der Verein Vorschläge über eine Mittagsverbindung Frankfurt-Paris entgegen.
Collmann, Marburg, am 29. März 1802.
Ausland.
** Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Nov. Die Audienz de? Ministerpräsidenten Dr. Wekerle bei dem König dauerte % Stunden. Darauf konferierte Dr. Wekerle mit den Ministern Grafen Andrassy, Zichv und Kossuth. Dr. Wekerle erklärte den Vertretern der Presse, daß die Verhandlungen fortgesetzt würden und daß heute noch keine Entscheidung erfolgt sei.
** Der König von Portugal auf Reisen. Cherbourg, 15. Nov. Die Jacht „Viktoria and Albert" mit dem König von Portugal an Bord trat mit französischen und englischen Begleitschiffen heute früh um 7 Uhr die Reise nach England an. — Portsmouth, 15. Nov. Der König von Portugal ist nachmittags hier eingetroffen und vom Vrinzen von Wales empfangen worden.
Stammverse. Von L. Müller. Prosit Bruder!
„Jedem Freunde, jedem edlen Mädchen, Jedem, der mir seine Rechte beut, Deren- jedem sei ein Blättchen, In de, Freundes Sammlung hier geweiht. Wenn in unerforschten Trennungstagen, Mir das Schicksal ihren Blick nicht gibt, Will ich oft mit aller Wonne sagen: Dinge sinds, die meine Seele liebt."
Tantum sertus ficit vere beatos!!!
5- R. Große. Der Freundschaft gewidmet M. E. Allendorf.
„Zärtlichkeit, Treue, Unendlichkit, Liebe."
Einst war eine traurige Zeit, einsam irrte ich auf einsamer Heide. Es flötete die Sängerin der Lüste, unerkannt flogen ihre schmelzenden Töne an meinem Herzen vorüber. Ich trat auf die wuchernde Heide — traurig schlug ich meinen Blick nieder! Du schönheitsvolle Pracht des erhabenen Alles — es ließ mich nun empfinden, daß ich herausgerissen fei aus mir selbst — und die Selb suche ich — ich irrte und suchte und indem ich mich selbst suchte, fand ich Dich, und durch Dich fand ich mich selbst wieder. I — So will ist nun fein, was ich bin und will I bleiben, was ich geworden bin, und nicht auf- | Horen zu fein, was ich durch Dich geworden bin I und nicht aufhören zu fein, was ich durch Dich I wurde. — Dein Dasein ist das meine. Dein Herz I bnb mein Herz, Dein Ich und mein Ich. — j Kurz unser Dasein ist nicht ein getrenntes, son- I ®em es ist ein eigenes — unbegrenzt das Dei- I <ige, so wie Du das Meinige, denn uns gab I Bott nur eine einzige Grenze, und diese sind | •it selbst in, durch und aus uns selbst.
Unveränderlich Dein
Ein ruhiges Herz in uns und bet gestirnte Fimmel über uns.
Marburg im Febr«r 1804.
Deutsches Reich.
— Der Kaiser in Kiel. Kiel, 15. Nov. I Heute vormittag 11 Uhr wurden die hiesigen I Rekruten der Marine und der Marine-Infanterie im Exerzierhause der ersten Matrosendivision im Besein des Kaisers, der von der „Deutschland" kommend, hier eingetroffen war, feierlich vereidigt. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Ansprache. — Der Kaiser kehrte nach dem Frühstück um 1 Uhr an Bord der „Deutschland" zurijck und begab sich von da an Bord der „Nassau". Um 1 Uhr 45 Minuten ging die „Nassau" mit dem Kaieft an Bord zu einer mehrstündigen Fahrt in See. — Heut« abend fand bei dem Kaiser an Bord der „Deutschland" Tafel statt, zu der die anwesenden Admirale geladen sind. Die Abreise nach Baden- Baden erfolgt um 9 Uhr 20 Minuten. Das Gefolge auf der Reise nach Baden-Baden, Donaueschingen und Sigmaringen besteht aus folgenden Herren: Hausmarschall Freiherr von Lyncker Generaladjutant und Generaloberst v. Plessen, General der Infanterie v. Kessel, Flügeladjutant Oberstleutnant Friedeburg, Major Holzing, Leibarzt Dr. Jlberg und als Vertreter des Auswärtigen Amts Gesandter v. Jentsch.
— Vom Kronprinzen. Hopfreben, 15. Nov. Der deutsche Kronprinz und die Kronprinzessin, sowie die Jagdgäste sind heute Nachmittag 3 Uhr mit Schlitten hier eingetroffen.
— Landtagsersatzwahl. Lissa, 15. Nov. Bei der heutigen Landtagsersatzwahl für Fraustadt- Lissa-Rawilsch-Gostyn erhielt v. Kardorff (frei- kons.) 340, Probst Dr. v. Jadzewski 230 Stimmen. v. Kardoff ist somit gewählt.
— Bund der Landwirte. Berlin, 15. Nov. Die Morgenblätter melden aus Enesen: Eine außerordentliche Generalversammlung des Bundes der Landwirte, die von 800 Landwirten aus dem Osten besucht war, nahm nach längerer Diskussion eine Resolution an, in der die Versammlung sich mit der Stellung des Bundes der Landwirte zur Reichsfinanzreform einverstanden erklärte und den Bersuch, Groß- und Klein- grundbesitz zu verhetzen, auf das tiefste verurteilte.
— Ein neuer Parsevalballon soll gebaut werden, er ist bereits vom Reich in Auftrag gegeben worden.
— Erdichtete Kaiseräußernngen. Berlin, 15. Nov. Der frühere Befehlshaber den englisch- australischen Geschwaders, Admiral Sir Bow- den-Smith, hatte bekanntlich bei einer Rede in der „National Service League" angebliche Aeußerungen des Kaisers wiedergegeben. Eine
Ö! dann wird das Ziel erreicht.
Selig! wer auf dieser Runde Früh getreue Freundschaft fand Und
„Wandle heiter durch das Tal des Lebens, und wo Dir das Blümchen Freude sprießt, pflück' es dankbar ab, denn nicht vergebens blüht es auf, wo Deine Laufbahn ist."
Möchten diese Zeilen auch in der fernsten Zukunft erinnern an Deinen treuen Freund
Wilh. Nordeck, stud. jur., aus Mesungen.
Marburg, den 20. März 1802.
„Schöne Tage müssen nie Ihrem Leben fehlen, Denn der Himmel gibt sie ja edlen guten
Seelen."
Hierdurch empfiehlt sich zum freundlichen Angedenken Ihre Freundin
Lebe glücklich und liebe Deine Freundi« Caroline Blumenauer.
Marburg, 25. September 1835.
Nun folgen noch einige Neujahrskarten mit Widmungen:
„Es lächle Dir die ganze Welt
Voll Anmut und Entzücken,
Und was sein Gutes i- sich hält, Soll Deine Tage schmücken.
Teure Freundin, Du schmückst auch die Welt, Die mir wahr nut halb gefällt, Wenn Du mir nicht zur Seite bist, Und Dein Herz sie nicht mitgenicht."
Von Deiner Freundin
E. L. Schacht, zu Neujahr 1801.
..Teure Beide, Glück und Freud«, > .
. Schmücke Euren Lebenspfad, Ja Euch werde, was die Erd« Und der Himmel Schönes hat!" Marie Allendorf.
Auf einer anderen Karte segnet ein Priester, umstanden von einer Anzahl jungen Leute, ei« Brautpaar im Freien ein. Ein Sßers lautet: „Ach, wann wirst Du es reizend finden, ll.. bald Dich ehlich zu verbinden. Wann wirst Du am Traualtar In Dei'm Feierkleide stehen?
Wann wird dieses vor sich gehen?
Hoffentlich noch dieses Jahr."
Eine Widmung lautet: „Froh und ohne Plage, Fließen Dir die Tag« Deines Seins vorbei. Jede Deiner Stunden Sei mft Lust umwunden Und von Sorgen frei!" Dieses wünscht Deine Freundin i Elisabeth Hesselbchk- 1SU.
(Fortf^ung folgt) -*
Fürsorgeerziehung völlig gesondert wird und daß die bestehenden öffentlichen und privaten Anstalten einer strengen und fortwährenden staatlichen Kontrolle unterstellt werden.
Freund bei Durchlesung dieser Zeilen erinnere Dich -----'' ~ ’
L. Brauer. Marburg, 25. November 1802.
„Edle Freundschaft nur verbindet Seele zu der schönsten Pflicht, Und die Kränze, die Du windest, Welken selbst im Grabe nicht." Zum Andenken von Deiner Freundin
Fürsorgeerziehung.
Vorgänge in einem mit der Stadt Berlin in Verbindung stehenden Fürsorgestift haben die Frage der Jugendfürsorge wieder einmal in den Vordergrund gerückt. Bekanntlich hat die amtliche Untersuchung in jenem Falle das Resultat ergeben, daß das Züchtigungsrecht in einer großen Anzahl von Fällen überschritten worden ist. Bei den Verhandlungen über die Borgänge vor dem Forum der Berliner Stadtverordnetenversammlung mußte mit „allertiefstem Bedauern" vom Oberbürgermeister Dr. Reicke zugegeben werden, daß Ungehörigkeiten gröbster Art vorgekommen seien. Der Magistrat habe einstimmig das Verhalten des Leiters der Anstalt verurteilt und dafür Sorge getragen, daß eine Wiederholung der traurigen Vorkommnisse unmöglich gemacht und daß der Anstaltsleiter entfernt würde. Ein weiterer Uebelstand sei der gewesen daß „ungeeignetes Material" in das Fürsorge- ftift geschickt worden sei. Der Waisenverwaltung sei deshalb Weisung gegeben worden, die Auswahl der Zöglinge, die in die Anstalt geschickt werden sollen, mit besonderer Sorgfalt vorzunehmen und die sogenannte Strafkolonne, lauter gefährliche Burschen, sofort zu entfernen.
Es bewahrheitet sich hier wieder einmal der alte Spruch, daß man den Brunnen zudeckt, nachdem das Kind hineingefallen ist. Man kann und muß dem Berliner Magistrat einen Vorwurf daraus machen, daß er erst durch die Vorgänge in der Anstalt darauf aufmerksam gemacht werden mußte, wie ungeeignet der Leiter der Anstalt für seinen ihm anvertrauten wichtigen Posten ist. Zu Direktoren solcher Anstalten macht man doch nur Leute, die sich in jahrelanger, einroanbsfreier Tätigkeit auf dem Gebiete der Fürsorgeerziehung bewährt haben.
Im Abegeordnetenhause kam bei Beratung des Titels „Zuschüsse an die Kommunalverbä.rde zur Ausführung des Fürsorgeerziehungsgesetzes" die Rede auf einen Prozeß gegen den Leiter einer Fürsorgeanstalt, die „Blohmesche Wildnis". Es wurde zugestanden, daß das gerichtliche Verfahren gegen diesen Leiter mit Recht erfolgt sei, aber auch davor gewarnt, von diesem einzelnen Fall verallgemeinern und alle Für'orge- anftdlten verurteilen zu wollen. Das wi"d ge- j wiß keinem vernünftigen Menschen einfallen, aber bedenklich ist es doch, daß in verhältnismäßig kurzer Zeit abermals gerechte Klagen gegen den Leiter einer Fürsorgeanstalt erhoben werden mußten. Der konservative Abgeordnete v. Pappenheim wies bei der angeführten Beratung im Abgeordnetenhause darauf hin, daß der Fürsorgeerziehung noch immer die Tatsache anhafte, daß sie aus der Zwangserziehung hervorgegangen ist. Das Fürsorgeerziehungsgesetz I 1 ' I
D« 3niertion8gebttbr beträgt für bte 7gespaltene Zeile i
ober bereu «aum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig? - i i
?ryct. Verlag: Joh. Ang. Koch, UnioersttätSbnchdrnckerei «• ■0^910»
Inhaber Dr. S. Hiheroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55. \
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marbura und KirMain
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