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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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und den Verlagen:,Flach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und »Landwirtschaftliche Vertage.-'
JV§. 268
®te „Gberhesstsche Jeittmg" erscheint täglich mit Ausnahme der sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Bost bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unser» Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.
erssr.
Marburg
Sonntaq, 14. November 1909.
Die JnsertionSgebiihr beträgt für die 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unioersttätsbuchdruckerel Inhaber Dr. E. H, hero th, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
44. Jahrg.
Kunst und Wissenschaft.
* Cassel, 12. Nov. Dem Arzt Dr. med. Karl Mense in Eassel wurde vom preußischen Kultusministerium der Profeffortitel verliehen.
# Darmstadt, 12. Nov. Heute Nachmittag starb hier im 73. Lebensjahre der seit dem vorigen Jahre in Ruhestand lebende Rektor Karl Backes, der länger als 25 Jahre lang Obmann des hessischen Landeslehrervereins, außerdem auch eine Zeit lang Mitglied der Zweiten Kammer der Landessynode gewesen war,
Drittes Blatt.
Sil wurgericbt.
(5. Verhandlungstag.)
)( Marburg, 12. November.
In der Anklage gegen den Wildpret- und Butterhändler Jung aus Ottrau hielten die Geschworenen schwere Urkundenfälschung für erwiesen. Das Arteil lautete auf 5 Monate Gefängnis. Von der Untersuchungshaft werden drei Wochen in Anrechnung gebracht.
Der letzte Fall, der gestern ebenfalls noch zur Verhandlung kam, betraf eine Anklage wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen gegen den Knecht Jakob Günther, geboren 1884 in Sterzhausen. Es ist dies derselbe Mann, der, wie damals gemeldet, bei Reddighausen ein junges Mädchen belästigte und deshalb zu 4 Wochen Gefängnis vec-t ^ilt wurde. Diesmal wurde ihm zur Last gelegt, vor einiger Zeit, nachts gegen 1 Uhr auf dem sogenannten schwarzen Wege in Treis, ein junges Mädchen, das in Nauheim in Stelle gewesen und nach Hause wollte, in unsittlicher Weise belästigt zu haben. Günther war in Gießen gewesen und kam gleichfalls mit dem Nachtzuge in Treysa an. Auf der Straße redete er das Mädchen an und als er an eine einsame Stelle kam. machte er einen unsittlichen Angriff Die Eisenbahner, die zum Dienst wollten, hörten die Hilferufe und eilten hinzu. Sie hielten den jungen Mann fest und brachten ihn zur Polizei. Die Geschworenen sprachen ihn schuldia, billigten jedoch Milde- rungsgünde zu. Das Urteil lautete auf 8 Monate Gefängnis, wovon 1 Monat als verbüßt anaenommen wurde. — Bemerkt sei. daß sich gerade bei diesem Fa h außergewöhnlich viele Zubörer, hauptsächlich junge Studenten, eingefunden hatten.
Hochschulnachrichten.
X Aus Tübingen wird uns gemeldet: D<-s Preisgericht der Karl Faber-Stiftung hat dem Privatdozenten für innere Medizin und Oberarzt an der medizinischen Klinik und Nervenklinik in Tübingen Dr. Karl Schlayer in besonderer Anerkennung seiner vortrefflichen wissenschaftlichen Leistungen, besonders seiner Untersuchungen über die Nierenpathologie den Ehrenpreis der Stiftung im Betrage von 1000 Mk. verliehen. E'.nen Ehrenpreis ;m gleichen Betrage erhielt auch der Privatdozent in der Tübinger philosophischen Fakultät Dr. Franz Zinkernagel in besonderer Anerkennung seines wissenschaftlichen Strebens und seiner wissen-
Ter Rasensport.
Der von England herübergekommene Rasensport hat sich seit 20 Jahren über ganz Deutschland, sowie über die angrenzenden Länder verbreitet. Mehr als 60 000 Mitglieder zählt der aus 750 Verein:n bestehende Deutsche Fußball b u n d. Der Rasensport hat sich vielfach verändert und verbeffert; er stellt sich jetzt ganz und gar in den Dienst des Vaterlandes, seine Bedeutung wird daher immer mehr anerkannt. Alte Vorurteile haben weichen müssen. Es ist eine erfreuliche Tatsache, Staat und Gemeinde bringen ihm nicht nur Anerkennung, sondern auch Unterstützung und Förderung entgegen. Die llebernahme von Protektoraten seitens hoher und angesehener Mitglieder von Fürstenhäusern, von Staats- und Gemeindeverwaltungen, von Schul- und Militärbehörden über Vereine und Verbände die Hergabe von öffentlichen Plätzen, die Befreiung der Futzballvereine von Lustbarkeits- und Billetsteuern sind ein beredtes Zeugnis für die den Bestrebungen des Rasensports allseits zu Teil werdende Anerkennung. Man hat die große Leistungsfähigkeit und Ausdauer der Fußballspieler beim Militär anerkannt, daher hat man die Fußballspiele bei mehreren Regimentern, sowie in den Kadettenschulen bereits eingeführt. Unser Kronprinz ist ja bekannt als «in großer Förderer ets Rasensports, um den von ihm gestifteten Pokals ringen die bester Vereine. Nur schul- Meisterliche Pedanterie und Engherzigkeit kön
schaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der neueren Literaturgeschichte.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Gieße«, 12. Nov. Die Vorbereitungen zu dem a« Samstag beginnenden Gießener Jahrmarkt nähern sich dem End«. Unsere oft bewährten Kräfte, die sich auch diesmal bereitwilligst in den Dienst der guten Sache gestellt haben, legen die letzte Hand an und tu einigen Tage werden die für solche Veranstaltungen besonders geeigneten Stein'fchen Räume einem Jahrmarktsfest Platz machen müssen, wie es Gießens Mauern schon lange nicht mehr in sich bergen durften. Der Zweck der Veranstaltung ist zu bekannt, nm nochmals eingehender Erläuterung zu bedürfen. ES gilt Schutz und Pflege der Säuglinge!
V Neuastenberg, 11. Nov. Ski Heil! rief heute morgen unsere Schuljugend beim Anblick des schönen Schnees, der über Nacht gefallen war'. Rasch und in heller Freude wurdev die Schneeschuhe aus ihren Verstecken geholt. In der Mittagspause und besonders nach dem Schulunterricht sah man die Knaben und Mädchen auf ihren Skis. Flott und sicher fausten sie dahin und zeigten sich, trotzdem sie seit letztem Winter nicht gefahren hatten, noch als Meister. Freunde des Wintersports finden bei Neuastenberg das geeignetste und feinste Gelände.
Unpolitische Tagesnachrichten.
Rom, 11. Nov. Eine Frauensperson, die im Hause des Reeders Zanelli für «ine halbe Million Schmucksachen gestohlen hatte, ist, als sie über Verona nach München fahren wollte, in Bologna verhaftet worden.
Luftschi ffabrt.
Dozentur für Luftschiffahrt.
Aus Cöthe».^wird uns gemeldet: Dem Direktor Ingenieur Svend Olfen aus Halle wurde von der Herzoglich Anhaltinischen Regierung die venia legendi für Luftschiffahrt am Polytechnikum zu Cöthen erteilt. Direktor Olsen ist 1870 zu Kopenhagen geboren und legte 1887 am Gymnasium daselbst das Abiturientenexamen ab. Seine Studien absolvierte er auf der Technischen Hochschule in Darmstadt und war später bei der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft von Siemens & Halske angestellt. Darauf war er fünf Jahre als Fabrikdirektor in Frankreich tätig und leitet zur Zeit die Fabrik von Dr. Thiem & Dr. Töwe zu Halle (Gasmaschinenbau.). Olsen hat sich theoretisch uiti) praktisch mit der Luftschiffahrt beschäftigt und ist im Sächsisch-Thüringischen Verein für Luftschiffahrt im Vorstande als technischer Beirat tätig.
3« Friedrich Schillers Gcdächinis.
Ein Aufruf.
.... wir sind im Herzen der Stadt. Um uns her flutet das Leben der Weltstadt wirr und geräuschvoll. Da, aus der langen Zeile der Straße hebt sich ein Bau, ausgezeichnet durch seine edle Einfachheit, durch die Schönheit seiner Verhältnisse. Im Giebel prangen in großen schönen Schriftzügen die Worte: Schiller - Haus. Wir treten ein. Wohltuende Ruhe empfängt uns. Wir durchschreiten die große Eingangsballe und betreten durch die hohe Scheibentür den großen Glashof. An Hunderten von Tsi-sien sitzen Menschen jedes Alters, jedes Standes, jeder Bildrmgssphäre. Sie blättern in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern. Jedermann hat das Recht, alle hier ausgelegten Zei
nen und wollen den Nutzen desselben für die Jugend nicht einsehen. Die Berichte über die angebliche Gefährlichkeit des Fußballspiels, die fast sämtlich in der Benutzung statistischen Stoffes und Darstellung einzelner Vorfälle sich auf das amerikanische RugbySpiel beziehen, nehmen erfreulicherweise ab. Dieses Spiel, das in Deutschland fast gar nicht gespielt wird, darf mit der Fußball-Association nicht verwechselt werden. Das Eesellschtftsspiel, wie es sich in Deutschland entwickelt und in Deutschland nach ganz bestimmten Regeln gehandhabt wird, kann der Gesundheit und der körperlichen Ausbildung der Jugend nur von Nutzen sein. Das Spiel setzt freilich voraus, daß der Spieler ein mutiger, entschlossener, tatkräftiger Jüngling ist, der den Augenblick zu benutzen versteht und somit Geistesgegenwart besitzt, ein Feigling bleibt besser dem Spiele fern. Der Fußballspieler muß ein Antialkoholiker sein und überhaupt mäßig leben. Enthaltsamkeit schreiben daher die Satzungen vor. Der deutschen Schuljugend tut es not, daß sie gekräftigt wird durch mehr Bewegung im Freien. Spottet man doch im Ausland über di« blassen, blutarmen, hageren, langaufgeschossenen und bebrillten Gestalten unserer höheren Schulen. Ist es nicht Tatsache, daß manche Bataillon« di« Einjährig-Freiwillig«» nicht gerne annehmen wollen? — Die deutschen Fußballvereine pflegen aber nicht nur das Fußballspiel. Sie find be-. strebt, im Sommerhalbjahr besonders den ganzen Körper harmonisch auszubtlden durch Faust-, Schlag- und Tamburinball, Diskuswerfen,
tungen zu lesen und sich aus der Buchsammlung im Erdgeschoß ein Werk zu entleiben. Er mag früh um 8 Uhr auf dem Wege zu ferner Beschäftigung das HauS betreten ober spät abends auf dem Heimwege Gebrauch machen von den Wohltaten, die die Stifter diese» Hause» für die Allgemeinheit in» Leben gerufen haben. In den RachmiüagSstunden wird e« lebendiger, gegen Abend steigert sich da» Leben mehr und mehr, sodaß die einströmende Menge genötigt rst, sich in allen Raumen de» Haufe» zu verkeilen.
Die ersten Stockwerke be» Haufe» sind von mittelgroße« Sälen eingenommen. In jedem dieser Säle werden von berufenen PersönkWelten Vorträge au» alle« Gebieten der Wissenschaft und der Kunst gehalten. Im ersten Saale tmtb über das Ereignis der fiert gesprochen mit der Sachkenntnis, die nur dem Näherunterrrchtrten gegeben ist. In dem zweite« Saale hat gerade ein Zyklus über griechische Kunst be- aonnen. Im dritten wird die Glanzzeit Weimars zur Zeit Schillers und Goethe» behandelt, in einem vierten wird die drahtlose Telegraphie dem Lernbegierigen erklärt, in einem fünften wird im Zusammenhang ein Kursus der Geschichte Deutschlands gelesen, in einem f^hste« die bevorstehende Mondfinsternis auch für oikukich Unkundigen erläutert, und so fort durch alle Säle des Hause»..
Alle Säle find mit den Mitteln zur Vorführung von Bildern eingerichtet, damtt das vorgetragene Wort durch die Anschauung unterstützt werde. Im obersten Stockwerk liegen die Mufiksäle. Eine geräumige Halle für die großen Orchester-Konzerte, daneben ein kleinerer Saal für die Kammermusik. Und auf der anderen Seite des Ganges Säle für den Einzelgesang und für Ehorveranstaltungen.. Ueberall wird ernste künstlerische und wissenschaftliche Arbeit geleistet, fern von allem Dilettantismus.
In dem Erdgeschoß des Gartenhauses liegt das Museum: Nachbildungen der Meisterwerke der bildenden Kunst. Auch hier werden im Anschluß an die Sammlungen, die jedermann zugänglich find, zu bestimmten Stunden Vorlesungen gehalten. Alle Räume des Hauses dienen der ästhetischen Erziehung des Volkes, d. h. aller, die den Wunsch haben, an den Segnungen des Schiller-Hauses teilzunehmen.
Ist das ein Traum? Eine Vision? Noch ist eS eine, aber sie kann zur Wirklichkeit werden.
Am 10. November war die 150. Wiederkehr von Schillers Geburtstag. Können wir den Dichter besser feiern, können wir chn höher ehren, als wenn wir in feinem Geiste ein solches Schiller-Haus errichten?
Andere Weltstädte erfreuen sich solcher Mittelpunkte ästhettscher Bildung der Gesamtheit schon lange. Wer in London die beiden großen VolkShäuser gesehen hat, wird schmerzlich empfunden haben, wie sehr sie Deutschland noch fehlen. Der 150. Geburtstag Schillers sei der Geburtstag des Schiller-HauseS.
Wir rufen die große Gemeinde Schillers auf, „Bausteine" zum SchillerHause zu stiften. Bausteine zu 1 dl werden in beliebiger Anzahl an den noch bekannt zu gebenden Sammelstellen entgegengenommen.
Helft uns, Mitbürger, den 150. Geburtstag Friedrich Schillers durch diese (Stiftung zu feiern. Sie sei ein dauerndes Merkmal der Liebe und Verehrung, die unser Zeitalter Schillern zollt
Komitee für die 150j8hr. Gedenkfeier der Geburt Friedrich von Schiller.
Gekürzte Briefadreffe: Komitee für die Schillerfeier, Berlin W. 9.
Auszug aus de« Standesbüchern de« Königliche« Preußischen Standesamtsbezirks Marburg.
Standesamt werktäglich geöffnet von 10—12 Uhr.
Standesamt befindet sich jetzt Zimmer Nr. 5.
Bom 6. H8 13 Ronember 1909.
Verehelichte.
1. Ingenieur Paul Pietschmann in Halle a. S. mit Martha Höckner hier. 2. Hausdiener Karl Klebe mit Köchin Helene Jakobi, beide hier. 3. Kaufmann Adolf Wiegel in Düsseldorf mit Emilie Emma Katharina Becker hier. 4. Arbeiter Johann Schiele mit Elise Steller, beide hier.
Kugelstoßen, Laufen, Hoch- und Dreisprung und andere athletische Hebungen. Der ganze Körper ist alsdann in Bewegung: Rumpf. Brustkasten, Beine, Arme, alles arbeitet gleid^eitig. So durch ein vorzügliches Training ausgerüstet, kann der Jüngling nachher die Strapazen des Militärdienstes ohne Anstrengung ertragen und dem Vaterland besser dienen. In Marburg bestehen 2 Vereine, di« ihr« Mitglieder im Fußballspiel und in der Leichtathletik üben, nämlich der 1905 gegründete „Verein für Bewegungsspiele" und der Fußballverein „Germania". Sie gehören beide dem 8. Bezirk des „Westdeutschen Verbands" an, der ein Glied des großen „Deutschen Fußballbundes" ist. Wir schließen mit dem Wunsche, daß den beiden Vereinen auch in unserem Marburg die rechte Anerkennung und die Unterstützung weiter Kreis« zu T«il werden möge.
---*---
Der bekannte hessische Dichter Karl Engelhard- Hanau verherrlicht unsere Vaterstadt in folgenden Serien:
Gruß ar, Marburg.
Von Karl Engelhard-H anau.
Immer warst du meine Liebe, Und mein heimlich Glück bist du; Ueberm schwankeiwen Getriebe Fremder S8dt — tat weine Ruh.
Geborene.
1. HanS Walther, S, d. Oberlehrers Walther Vranb. 2. Christine Marie. T. d. Pflegers Heinrich Fuchs. 8. Elisabeth Wilhelmine Sophie, T. b. Bäckermeisters Konrad Raabe. 4. Heinrich. S. d. Metzgergehilfen Georg Fehlinger. 5. Johann Heinrich, S. d. Dienstknechts Hinrich Dreher. 6. Hermann Karl Eduard, S. d. Gerichtsreferendars Hieronvmus Velt- huysen. 7. Katharine, T. d. Oelmüllergebilsen Heine. Böth von Cappel. 8. Anna, Tochter d. Zimmermann» Philipp Stork von Vockenrode. 9. Heinrich, S. d. Ackermanns Johann Jost Rücker von Wcipoldshausen.
Verstorbene.
1. Witwe Anna Katharina Schneider geb. Runkel, 78 Jahre. 2. Zinngießer Jakob Pfingit, 69 Jahre. 3. Totgeb., T. d. Bahnarbeiters Johannes Kübn. 4. Totgeb. Tochter d. Unterzahlmeisters Arno Strohm. 5. Schuhmacher Heinrich Engel, 49 Jahre. 6. Totgeb. Tochter d. Arbeiters Fritz Svring von Odersbaulen. 7. Elisabeth Syring geb. Möller von Odershausen, 34 Jahre. 8. Eisenbahnarbeiter Joseph Bast von Langenstein, 20 Jahre. 9. Bäcker Max Artur Fischer von Zittau, 29 Jahre. 10. Totgeb. Tochter d. Bahn- arbeiterS Heinrich Briel von Münchhausen.
Königlich preußisch« Klassenlotterie.
(Ohne Gewähr.)
Berlin, 12. Nov. 1909.
Heute fielen in der Vormittags-Ziehung folgende Hautpgewinne:
2 Gewinne zu 15 000 dl: 298 584, 299 274. 2 Gewinne zu 10 000 dl*. 195 154, 212 793. 3 Gewinne zu 5 000 dl: 41 968, 212 465, 298 411. 50 Gewinne zu 3000 dl*. 4950, 8057, 30 689, 32 162, 37 999, 43 717, 50 278, 59 528, 64 476, 71 078, 83 962, 87 175, 93 266, 101 791, 102 355, 109 511, 120 486,
121 908,
123 182,
123 262,
128 051,
128 125,
139 782,
145 288,
155 882,
163 545,
168 169,
169 778,
174 752,
193 761,
195 185,
207 7"3,
215 635,
218 816,
220 730,
222 255,
229 798,
247 309,
254 686,
265 687,
268 846,
275 189,
275 338,
276 022,
277 470,
278 902,
285 047,
286 330,
293 175,
297 967.
59 Gewinne zu 1000 dl*. 2726, 23 828, 25 055, 25 217, 29 542, 31644-, 31 819, 62 203, 65 887, 74 096, 79 880, 83 989, 87 267, 88 590, 90 860,
93 857,
103 425,
110 308,
114 449,
118 940,
125 012,
133 532,
136 892,
136 912,
145 434,
148 183,
150 985,
157 856,
173 112,
187 828,
197 374,
201 914,
204 265,
218 102,
222 21&
223 891,
237 858,
239 074,
240 205
242 329,
243 715,
249 814,
254, 579,
258 447,
259 612,
261 535,
263 809,
266 708,
267 139,
267 513,
272 854,
274 482,
275 710,
279 431,
•284 881,
291 322,
294 064,
296 264,
297 775.
100 Gewinne zu 500 dl: 106,
854, 5451, 11 558,
12 734, 14 678, 14 962, 16 605, 20 891, 25 860,
26 716, 30 638 42 132, 42 975, 48 239, 50 142,
50 256, 50 26b 56 911, 61633, 63 655, 66 645, 70173, 72 278, 74 262, 76 851, 76 967, 78 795,
80 572, 85 289, 85 393, 92 244
, 96 476, 101 383.
105 080, 106 891,
109 847,
113 298, 116 530,
120 688, 122 269,
128 035,
130 295, 130 554,
139 066, 140 242,
142 572,
144 315, 146 285,
152 200, 152 274,
154 691,
157 091, 160 947,
164 235, 167 019,
168 550,
172 884, 176 352,
179 190, 181 121,
189 477,
189 733, 189 812,
193 352 195 439,
196 828,
197 494, 197 780,
200 556, 201 160,
201 877,
207 958, 215 527,
220 515, 223 632,
229 413,
230 519, 234 787,
237 903, 239 968,
244 454,
248 897, 249 753,
250 436, 254 988,
263 782,
264 508, 269 454,
270 916, 274 278,
276,121,
280 294, 281 455,
281 572, 282 835, 300 228.
293 515,
297 298, 299 625,
In der Nachmittags
-Ziehung fielen folgende Haupt«
gewinne:
1 Gewinn zu 30 000 dl*. 269 949. 1 Gewinn zu 1OOOO dl*. 92 368. 5 Gewinne zu 5000 dl*. 44 683, 67 806, 147 093, 231 973, 267 779. 41 Gewinne z« 3000 dl: 10 691, 24 962, 31 044, 33 500, 44 286, 60 479, 61 180, 61 389, 63 490, 66 989, 70 125,
Wandl' ich durch das wirre 2 eben, Schau' ich oft wie ein Gesicht Deine Friedeburg sich heben Silbergrau ins hohe Licht.
Um die Türme fliegen Tauben, Ueberall ein buft'ger Schein, Und in rosenroten Lauben Lebte sich die Liebe ein.
Sorglich, wie zu ihrem Kinde, Grüßen Berge in die Stadt, Und im lauen Sommerwind« Wächst des goldnen Kornes satt.
Drunten dann die winklig-trauten Gassen — ach, und doch wie hell!
Wen noch meine Augen schauten, Jeder mir ein Trautgesell!
Männer sonder Falsch und Klügeln, Frauen fromm und seelenfein, Jugendlust aus allen Hügel«! — Könnt' es denn auch anders febtf
Schafft in manchem Helligtume
Richt Elisabethenpflicht? ' Strahlt zu DeuffchlandS Ehr' und Ruhm« Hier nicht Luthergeist und -Licht? '■
Immer warst du meine Lieb«, Und mein heimlich Glück bist du, Ueberm schwankenden Getriebe Fremder Welt — du meine Ruhl