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und den Beilagen:Nach Feierabend« (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage.

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DieGverhesftfche Jettmrg" erscheint täglich mit Ausnahme der

44. Jahrg.

W» OfxQ Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt mertel- */vi» fc jährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei

unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

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Marburg

Mittwoch. 3. November 1909.

Die Insertionsgebühr beträgt für die 7 gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UnioersttätSbuchdruckeret Inhaber Dr. C. H itzeroth, Marburg, Markt 2L Telephon 55

Erttes Blatt.

Ein nationaler Gedenktag.

Am 1. November 1909 sind fünfzig Jahr« feit dem Erlasse einer Kabinettsordre des da- Malige« Prinzregenten von Preußen verflossen, eaifVriWftn Ursprung in einer hochbedeutsamen Volksbewegung hatte, litt* W*ettteSen ist in allen Schichten unserer Bevöl­kerung, mit welcher opferwilligen Hingabe und Wit welchem weitausschauenden Verständnisse ktnnner wie Frauen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts dafür wirkten, daß Deutschland iur See wehrhaft werde. Schon am 19. Juli 1848 erschien im Pocruamer Wochenblatt« und bald darauf in der Vosstschen Zeitung ein Auf­rufan Preußens Frauen und Jungfrauen", der zum Spenden von Gaben für die Erbauung rines Kriegsfahrzeuges aufforderte.Es ist der Frauen schönster Beruf", he'ßt es darin, die Leiden der Mitmenschen zu lindern durch stille Hülfe und freundlichen Zuspruch; doch soll darum das Herz derselben nicht verschlossen bleiben für die Teilnahme an den sich drängen­den Begebnissen des Vaterlandes. Das Stre­ben und Wirken der Männe: hat sich tatkräf­tigem Eifer jetzt auch auf die Gründung einer Seemacht gerichtet. Wir wollen uns hierin ihnen anschließen und nach Kräften an der großen Arbeit Aller mithelfen.... Nächst Er­höhung der Kraft und Würde unseres Vater­landes hoffen wir von dem Besitze einer See­macht Belebung unseres Handels und Auf­schwung vieler Gewerbe, wodurch fleißigen und rüstigen Händen Gelegenheit werden muß, das tägliche Brot selbständig zu erwerben. Und in­dem wir dazu helfen, roitb unser Werk den Ar­men und jetzt Arbeitslosen zu gute kommen." Geld, Silbergerät und Schmuck gingen reichlich auf diesen Aufruf bei demFrauenverein zur Erwerbung eines vaterländischen Kriegsfahr- gf-ugcs ein, und bald folgten Oelbilder und Kupferstiche, Porzellan und Handarbeiten, diese auch aus unbemittelten Kreisen, als Gewinne für eine Landeslotterie zu gleichem Zweck«. Das Fahrzeug, ein Schooner, wurde erbaut und lief zu Wolgast am 25. August 1855 vom Stapel. Prinz Adalbert taufte es aber nicht auf den er- "i etenen NamenFrauengabe", sondern nach der ehrenden Weise des Königs auf den Namen Frauenlob". Nach Vollendung des Schiffes verblieb noch ein Kapital von 25 000 Talern. Seine Verwaltung wurde einem besonderen Komitee unter dem Vorsitze des Oberbürger­meisters von Berlin, Krausnick, übertragen, das Statuten für eine damit zu begründende Stiftung zur Unterstützung hülfsbedürftiger Personen der Marine und ihrer Angehörigen uusarbeitete. Elfried« von Muehlenfels, Louise Jllaire, geb. Martins, Henriette Buerde, geb. Dcspary, und Betty Borchardt, geb. Saling, überreichten die Satzungen darauf zur Be­stätigung. Und am 1. November 1859 verlieh der Prinzregent der Stiftung die Rechte einer juristischen Person.

Seit diesem Tag« sind fünfzig Jahre ver- ftossen. Leid und Freud sind seitdem über alle Gaue unseres Vaterlandes gezogen, und das damals ringend und ahnend Erstrebte erscheint «ns heut als ein fast selbstverständlicher reicher Besitz. Und doch blicken wir auf das Schäften derer, di« das Werk begonnen, mit Hochachtung rnb mit Stolz zurück und freuen uns der vater­ländischen Gesinnung, mtt der auf diese Weise ter Einigung Deutschlands vorgearbeitet wurde.

Die wechselnden Geschicke des Vaterlandes Hieben nicht ohne Rückwirkung auf die neube- aründete Stiftung. Am 5. August 1861 traten Bürger Elberfelds zu einer Tätigkeftffiir eine deutsche Flotte in Preußens Besitz" zusammen. Sie führten später der Stiftung rund 8000 Taler zu; ebenso Bürger Dresdens, die 1861 für deutsche Kanonenboote gesammelt hatten 1000 Taler. Rudolph von Bennigsen übergab ihr als Vorsitzender der Liquidationskommission des Deutschen Nationalvereins die von diesem zusammengebrachten deutschen Flottengelder im Betrage von 67 000 Talern. Und als dann das neu. Deutsche Reich entstanden war, überwies der Kaiser selbst der Stiftung im Jahre 1879 die Summe von 50 000 Mark. Auch der jetzige Kaiser, der der Stiftung lebhaftes Interesse entgegenbringt, hat ihr wiederholt namhafte Beträge zugehen lassen.

So ist dieMarinestistung Frauengabe BerlinElberfeld", wie ihr Nam« seit dem Jahre 1868 lautet, von vielen Seiten in den Stand gesetzt worden, für die Angehörigen der Mrine, für die Invaliden und für deren 5 interblieben«* eintreten zu können. Sie hat namentlich für die Unteroffiziere und Mann- fck aften, für die gering bezahlten Beamten und für die Witwen und Waisen gesorgt. Aber wenn im Jahre 1860 ganze 424 Taler an Unterstützungen gezahlt wurden was ist heut

zu leisten? Als di« Stiftung 1868 ihren neuen Namen erhielt, hatten alle Schiffe des n»rd° k-uffchen Bundes zusammen 35 000 Tonnen; tu» ist eine Zahl, die heut etwa der von zwei Linienschiffen gleichkommt. Dementsprechend ist auch die Zahl der Unterstützungsbedürftigen gestiegen. Längst schon reichen die Zinsen des Vermögens der Stiftung nicht aus, um ihre großen Aufgaben zu erfüllen.

Wie wir hören, ist aus Anlaß des Jubiläums der Stiftung ein Komitee in der Bildung be­griffen, das ihr neue Mittel zuführen will. Die Kronprinzessin des Deutschen Reiches hat das Protektorat und Prinz Heinrich von Preußen das Ehrenpräsidium dieser Sammlung übernommen. Hoffentlich fließen im geeinten deutschen Reiche die Beiträge nicht geringer, als sie das nach Einigung ringende beisteuerte, lenn die Marinestiftung hat nach ihrer Ge­schichte und nach ihrem Wirken die Anerkennung alle r Glaubensgemeinschaften verdient. Ihr fünfzigjähriges Jubelfest ist ein nationaler Gedenttag.

Politische Umschau. -

Baden.

Die Wahlresultate in Baden stellen sich, mit den Wahlen von 1905 verglichen, folgender­maßen dar:

jetzt

früher

jetzt arge« früher

Zentrum

26

28

2

Sozialdemokraten

20

12

+ 8

Nationalliberale

17

23

6

Demokraten

6

5

41

Konservative

3

4

1

Freisinnige

1

1

»

zusammen

73

73

Der Großblock von Baflermann bis Bebel hat also im wesentlichen zu ungunsten der National­liberalen ( 6) und zu gunsten der Sozialdemo­kratie (+ 8) gewirkt. Kleinere Verschiebungen kommen ja bei jeder Wahl vor. Ob dies Resultat eine aufklärende Wirkung dahin hat, daß man steht, bei allen solchen Bündnissen wird nur zu gunsten des ganz radikalen Flügels gearbeitet, bleibt trotzdem zweifelhaft.

Eine Stichwahl in Sachsen. »

Schwarzenberg, 31. Oft. Bei der heuftgen Landtagsstichwahl im 42. ländlichen Wahlkreise wurde Zimmer (Soz.) mit 7244 Stimmen gegen v. Querfurth (kons.), der 6162 Stimmen erhielt, gewählt. Die Resultat ist ganz nach dem Sinne derFranks. Ztg.«, da der Freisinn dort offen den Sozialdemokraten gewählt hat, sie lobt ihn des­halb. DieD. Tagesztg.« dagegen meint:Die Konservativen werden trotzdem nicht Gleiches mit Gleichem vergelten; sie haben beispielsweise in den Städten Zwickau und Plauen ihre Anhänger öffentlich aufgefordcrt, für die freisinnigen Kan­didaten mit aller Enftchiedenheit einzutreten. Selbstverständlich billigen wir dieses Verfahren und möchten auch unsererseits unsere Freunde bitten, sich durch das anttnationale und polittsch törichte Vorgehen des Freisinns nicht verärgern zu lassen. Der Freisinn dürfte sich aber nicht wun­dern, wenn diese Aufforderungen nicht allent­halben BeachMng fänden. Es ist eine sehr starke Zumutung an konservative Wähler, dem Kandi­daten einer Partei zum Siege zu verhelfen, die in anderen Kreisen kaltlächelnd dem Sozialdemo- ftaten Wahlhilfe leistet.« Wir meinen, wenn der Freisinn seinerseits sich so stark mit der Sozial- demokratte verbrüdert, so kann er gar nicht ver­langen, daß man zwischen ihm und den Genossen einen Unterschied macht. Wenn die Konservattvcn in Sachsen sich trotzdem nicht verärgern lassen, so wich man ihnen das hoch anrechnen müssen. Es wird aber immerhin zu fragen sein, ob solche Frei­sinnige, die im Zweiselsfalle rot wählen, in Zu­kunft überhaupt Wahlunterstützung verdienen, da sie ihrerseits ja doch nur Hilfstrupp.cn dieser Par­tei sind und den Uebergang zu ihr weilen Kreisen erleichtern?

Deutsches Reich.

Bom Kaiser. Berlin, 1. Nov. Der Kaiser empfing gestern mittag im Neuen PalaiS bei Potsdam den neu ernannten Staatssekretär des Reichsjustigamts Dr. Lisco und den Vorstand der 6. ordentlichen General-Synode in Audienz. Berchtesgaden, 1. Rov. Der Kaiser hat an den Prinzregenten heute folgendes Telegramm gerich­tet:Am heuttgen Tage gedenke ich Deiner als erhabenen Chefs Deines ersten Feldartillerie- Regiments, das das hohe Glück hat, Dich 70 Jahre lang an seiner Spitze zu sehen. Ich nehm« an diesem schönen erinnerungsreichen Gedenttag«

seltenen Anteil und gratuliere Dir herzlichst zu dieser seltenen Feier. Wilhelm I. B.« Die Ant­wort des Prinzregenten lautete:Bon Herzen danke ich Dir für die so überaus warmen Glück­wünsche zu meinem 70jährigen Jubiläum als In­haber des ersten Feldartillerie-Regiments. Ich habe zur Erinnerung an diesen Gedenttag sür das Regiment zu meiner Jubiläumsmedaille vom Jahre 1905 die Krone gestiftet und bitte Dich, dieses Erinnerungszeichen, mit dessen Ueberseu- duna ich das Kriegsministerium beauftragt habe, freundlichst entgegenzunehmen. Luitpold.«

DernburgS Heimreise. London, 2. Nov. Staatssekretär Dernburg ist heute, von New-York kommend, hier eingetroffen.

Aus der konservattvcn Partei. Halle, 1. Nov. Der konservative Parteitag für die Provinz Sachsen, dem auch der Abg. v. Heydebrand und der Lase beiwohnte, nahm nach einer Blättermel­dung eine Resolution an, in der es heißt:Wir begrüßen mit Stolz und Freude, daß es wesent­lich durch das staatsmännische Geschick und die patriotische Arbeit der konservativen Partei ge­lungen ist, die Retchssinanzreform rechtzeitig durchzuführen. Wir stellen mit besonderer Genug­tuung fest, daß dieses Ergebnis sich hat erreichen lassen, ohne daß ein Bündnis mit einer anderen Partei geschlossen worden wäre. Denn wir sind der Ueberzeugung, daß die konservative Partei weder mtt dem Zentrum noch mit den Liberalen ein dauerndes Bündnis schließen darf, sich viel­mehr darauf beschränken muß, Vereinbarungen von Fall zu Fall zu treffen.« Die Verfammlung war schließlich der Ansicht, daß die konservattve Partei keinen Grund habe, eine Tattik der Aen- derung in der Erbschastssteuersrage vorzunehmen. Die Versammlung beschloß weiter, den sozial- demokrattschen Jugendorganisationen gegenüber konservattve Jugendverbände zu schaffen.

Ein Anttsrichter als Gründer eine« natto- nalpolnischen Bereins. Wie derWiarus Polski« meldet, wurde kürzlich in Kosakow bei Danzig ein polnischer Volksverein begründet. Als Begründer bezeichnet das genannte Polenblatt den Vikar Dembinsky, den Redatteur Kowalstt und den Amtsrichter Chmielewski aus Zoppot.

Hansabund. Berlin, 30. Ott. Oberbür­germeister Vosberg hat die Wahl zum General­direktor des Hansabundes angenommen und wird die Stellung am 1. Dezember antreten.

Ermordung eines Deutschen in Neu-Guinea. Berlin, 1. Nov. Durch amtliche Telegramme, die dem Reichskolonialamt zugegangen sind, werden die Nachrichten aus Sydney vom 29. Oktober über die Ermordung des Deutschen Dammköhler in Neu-Guinea bestättgt.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß 8 18 de» Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe Oberheff. Ztg.« gestattet.)

Marburg, 2. Rov.

* Universität. Wie wir bereits neulich mel­deten, feiert heute Herr Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Küster, der langjährige frühere Leiter unserer hiesigen chirurgischen Klinik, seinen 70. Geburtstag. Der Ehrentag des in weiten Kreisen bekannten und hochverdienten Chirurgen wurde an der Stätte seines srüheren Wirkungs- Krises festtich begangen. In Anschluß an die ge­wohnte klinische Stunde hielt Geheimrat Professor Dr. Friedrich, der derzeittge Direktor der Klinik, eine Ansprache an die Studierenden, in der er Küsters Verdienste um die Chirurgie und die hie­sige Klinik hervorhob. Den Abschluß der Feier bildete die Ausstellung einer Büste Küsters, eines Werkes von Professor Schaper.

)( Akademischer Gottesdienst findet am nächsten Sonntag früh in der reformierten Stadt- und Universitätskirche statt. Die Predigt hält Geh. Konststorialrat Prof. D. Achelis.

* Misst onsversammlung. Wenn es auch eine nunmehr längst bekannte und liebgewordene Ein­richtung ist, daß abends in den Stadssälen eine ösfenlliche Missionsversammlung gehalten wird, so möchten wir an dieser Stelle doch noch einmal besonders auf diese letztere am Mittwoch abend 8 Uhr Hinweisen, zumal da hervorragende Mrs- sionsmänner, die Herren Direttor D. v. Schwarz (Leipzig) und Inspektor Spiecker (Barmen), be­sonders interessante und zeitgemäße Themata, wie sie im Inserate angegeben waren, behandeln werden.

* Dr. Helene Stöcker, die radikale Frauenrecht­lerin, Gründerin des Bundes für Mutterschutz, wird am Montag, den 8. Nov., abends 8 Uhr» im hiesigen Turnergarten über das Thema Nietzsche und die Probleme unserer Zett« reden.

* Studentische Unterrichtskurse. Heute aben» wird die Liste der Anmeldungen geschlossen. Wt» weisen deshalb nochmals auf die Bedeutung M Unternehmens als Mittel zur Weiterbildung hi«.

)( Bestanden hat der am hiesigen Landrats­amte beschäftigte Supernumerar Funke in Cass<ck sein Examen als Regierungssekretär.

* Neuwahl der Beisitzer für die Rentenstelle. Da die fünfjährige Wahlperiode für die Tätigkett der Rentenstellenbeisitzer mit Ende 1909 abläuft, haben in den letzten Tagen auf Grund der vom Herrn Oberprästdenten erlassenen Wahlordnung fiir die Landesverstcherungsanstalt die Neuwahlen für die nächsten 5 Jahre stattgefunden. Die unter der Leittmg des Herrn Rentenstellenvorsttzende« Landessekretär Groß stattgehabten Wahlen hatte« solgendes Ergebnis. Die im Rentenstellenbeztrl zur Wahl berechttgten 4 Kreisausschüsse und 21 Orts-, Jnnungs- und Fabrikkankenkaffe« mit z»- sammen 209 Stimmen (aus je 100 Versichert» kommt eine (Stimme) übten alle mit Ausnahme von 2 Wahlkörpern ihr Stimmrecht aus. Mit Stimmenmehrheit wurden die nachgenannte« Herren zu Rentenstellenbeisttzern gewählt:

Aus dem Stande der Arbeitgeber:

1. Bauunternehmer Hugo Reifing, Druckerei­besitzer H. Bauer, Restaurateur Konr. Dietrich und Schuhmachermeister Dittmar Steinmetz, sämtlich zu Marburg, für die Stadt Marburg; 2. Stein­bruchsbesitzer I. 8. Gombert (Wolfshausen), Pa- Pierfabrikant Mittler (Wetter), Maurermeister I. Wolf (Cölbe), Steinbruchsbesttzer H. Schüler Ik (Michelbach), für den Landbezirk Marburg; 3. Fa. brikant G. Lettermann (Ludwigshütte), Fabrikant E Becker (Gladenbach), Schreinermeifier I. Fri» bertshäuser (Gladenbach) und Schlossermeister Fr. Bang (Biedenkopf), für den Kreis Biedenkopf; 4. Fabrikdirektor Harliza (Frankenberg), Oberamt­mann Suntheim (Wollersdorf), Bauunternehmer Droste (Frankenberg u. Oekonomierat Staudinger (Viermünden), für den Kreis Frankenberg; 5. i Schmiedemeister W. Lauer (Kirchhain), Banunter- ! nehmer Aug. Bieker (Kirchhain), Schreinermeister! H. Kleindops (Kirchhain), für den Kreis Kirchhain.

Aus dem Stande der Versicherten:

1. Schriftsetzer Hubert Weber, Klempner M. Hammer, Maler Karl Kirschner und Lagerhalter W. Uhlig, sämtlich zu Marburg, sür die Stavt Marburg; 2. Steinhauer I. Elmshäuser (Argen­stein, Tiefbauarbeiter I. Brunet I (Cappel), Mau­rer I. Michel-Heldmann (Cölbe) und Steinhauer Heinr. Hormel (Wenkbach), für den Landbeziri Marburg; 3. Former Karl Mort (Biedenkopf), Schlosser Jak. Lettermann (Ludwigshütte), Speng­ler W. Schneider (Gladenbach) und Maurer A. Geßner (Gladenbach), für den Kreis Biedenkopf; 4. Arbeiter M. Stähle (Frankenberg), Obstbau­techniker Dippel (Röddenau), Arbeiter H. FeisÄ (Frankenberg) und Wollspinner R. Beyer (Fran- kenberg, für den Kreis Frankenberg; 5. Kreis­arbeiter K. Hofmann (Kirchhain), Maurerpolier I. Welk (Neiderwald), Vorarbeiter I. Scho« (Kirchhain) u. Kreisarbeiter Johs. Trier (Nieder­wald), für den Kreis Kirchhain.

Die hauptsächlichsten Obliegenheiten der Ren- tenstellenbeisitzer bestehen bekanntlich in ihrer Mtt- wirkung in den mündlichen Verhandlungen der Rentenstelle; in diesen Sitzungen kommen die An- trögc der Versicherten auf Gewährung von In­validen-, Kranken- und Altersrenten sowie die Ankäge der Landesversicherungsanstalt auf Be- gutachttlng von Renteneinstellungen und Renten­entziehungen zur Erörterung. Eine wichtige Auf­gabe der Beisitzer besteht auch in ihrer Mitwirkung bei der Wahl der Ausschußmitglieder der Landes­versicherungsanstalt.

* Konzert derLiedertafel". Man schreibt uns: Wie schon kurz erwähnt, hat unsere Liedertafel de« Abend des kommenden Sonntags als Zeitpunft für ihr diesjähriges Winterkonzert ausersehen. Nach allem, was der Verein seit langem geleistet, darf man sich auf den Konzertabend aufrichtig fteuen, umsomehr, da das Programm nur voll­ständig neu einstudierte Chöre bietet. Die Gunst des Auditoriums wird sich nicht minder die Kon- zerffängerin des Abends, Frl. Marianne Geyer aus Berlin, mtt ihren Liedern zur Laute erwerben. Hat doch die schlichte W.rme der jungen Künst­lerin in allen von ihr gegebenen Liedern steG wirksam angesprochen. Sehr wohl dürste es ihr gerade anstehen, daß sie in den Liedern zur Laute sich innig anschließt an völlisch« Eigenart, wo­durch ihr Raum wird zu trefflicher HerauSarbei«; tung des Charafteristischen, wie z. B. tu den 8te<| dem aus dem Norddeusschen, Norwegischen, Schko», fischen und Sächsischen. Sie find durchweg hetter gehalten und werden ihr« auslösend« Wirkung nicht verfehlen. Nach alldem steht «ta