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und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschafiitche Beilage
Die „Gberhesstsche Zettung" erscheint täglich mit Ausnahme der
U. Zahrg.
Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt viertel« e/f=. —,iv) sührlich durch die Bost bezogen 2,25 Mr. (ohne Bestellgeld), bei
unsern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,j 2 Mk.
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Die Fnserti onsgebüdr beträgt für die 7gespaltene Zeile nber deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Foh. Aug. ikoch, Universitätsbubdruckerei Jnbaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Marburg
Sonntag 31. Ofto'oer 1909.
MchsW Ieiütng
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Erstes Blatt.
Umjchau im Auslande.
Kaiser Nikolaus hat seinen lange schon geplanten Besuch bei König Viktor Ema- e u e t glücklich ausgeführt. Die feindseligen Kundgebungen der italienischen Sozialisten und Anarchisten, die schon mehrfach dahin geführt lcatten, daß der bereits gefaßte Beschluß sieben Iahe lang ruhte, sind zwar auch diesmal nicht ausgeblieben, haben aber dank der außerordentlichen Vorsichtsmaßregeln der italienischen Regierung zu keinem unliebsamen Zwischenfall geführt. Der Kaiser ist unversehrt in R a c c o - n i g i eingetrofsen, auch die Rückfahrt hat sich glücklich vollzogen. Daß der Weg nicht durch österreichisches Gebiet führte, ist wohl auf die persönlichen Empfindungen des Ministers von Iswolski gegenüber dem Grafen Aehrenthal zurückzuführen, da die Beziehungen zwischen dem Zaren und Kaiser Franz Josef zweifellos die besten sind. Als Folge der Agitation eines Teiles der russischen wie der italienischen Presie ist vielleichtzu erwareten, daß die Zusammmen- kunft zu Racconigi die zum Scheitern verurteil- Bestrebungen der Irredentisten wieder mehr in den Vordergrund treten läßt was aber an der politischen Eesamtlage nichts ändern wird. Wir wisien sowohl von russischer wie von italienischer authentischer Seite, daß keinerlei gegen die Stipulationen des Dreibundes gerichtete Verabredungen stattgefunden haben. Die inneren Verfaffüngskämpfe zwischen Monarchisten und Oktobristen, sowie die prekäre Lage in Persien nehmen di^-Aufmerk- samkeit der russischen Regierung vollkommen in Anspruch, so daß von einer Einwirkung in die europäischen Ententenverhältniffe gar keine Rede sein kann.
Auch heute noch schwebt ein geheimnisvolles Dunkel über die Ziele der Zusammenkunft zwischen dem russischen Finanzminister Kokowzew und dem Fürsten Ito in Charbin, die durch die Ermordung des japanischen Bismarck, wie man ihn genannt hat, ein so jähes und tragisches Ende genommen hat. Aller Wahrscheinlichkeit nach sollte in Eharbin ein festes Abkommen mit Rußland, ein Schutz- und Trutzbündnis zur gleichmäßigen Sicherung des politischen Einflusies und der wirtschaftlichen Bestrebungen der beiden Mächte in Ostasien und zur Abwehr der Gegnerschaft geschaffen werden, die der volkswirtschaftlichen Eroberung Ostasiens durch die von Taft eingeleitete attive ostasiatische Politik Amerikas und durch das Erwachen des chinesischen Nationalgefühls mit der Zeit erwachsen mußten. Fürst Ito konnte leider seilte hochwichtige Mission nicht erfüllen, er ist der Rache koreanischer Nationalisten zum Opfer gefallen, in deren Augen er die eigentliche chuld an dem Untergange von Koreas Selbständigkeit trug. Vom japanischen Standpunkte aus hat Ito seinem Lande unvergeßliche Dienste geleistet. Er verkörpert in seiner Person so recht den bewußten, fieberhaften Umschwung, den Sturz des japanischen Mittelalters und den
Stamnwerse.
Von L. Müller.
Bis um die Mitte des verfloßenen Jahrhunderts gehörte es zur guten Sitte, daß sich besonders die Studenten Stammbücher anlegten. Es waren dieses lose Blätter mit Gollcrand und teilweise mit Bildern geziert, wo dann der Freund dem Freunde einen paffenden Vers darauf schrieb und ihn da seiner ewigen Freundschaft und Treue versicherte. Später kamen die sog. Albums in die Mode und haben die Stammbücher verdrängt. Folgendes sind Widmungen aus drei verschiedenen Stammbüchern des vorigen Jahrhunderts:
..Wenig begehren und viel tun. ist der Punkt: wo Würde und Glückseligkeit sich vereinigen."
Symbol: Freundschaft und Liebe.
Dieses widmet Ihnen Ihr Freund
E. P. Brandt.
Der Wiffenschaft A. Bast aus Ällendorf im Hessischen.
Marburg, den 28. März 1802.
„Tugend und Zufriedenheit, diese allein grünen hienieden die halogenischen Tage."
Symbol: Liebe und Beständigkeit.
Widme zuweilen Dein Andenken auch Deinem akad. Bruder
Hartwig aus Bebra a. F.
Marburg, den 6. September 1802.
»Alles verblüht, selbst die knospende Rose Am wallenden Busen des blühenden Mädchens, Nur unsere Freundschaft nicht. “
Dieses schrieb Dein Freund und Universitäts-Bruder
Th. Max Altmüller V. W.
Marburg, am 2. März 1803.
Uebergang in die Neuzeit, und er wurde der Vater der japanischen konstitutionellen Vev- faffung.
Sich Ijüufenbe Nachrichten sprechen dafür, daß infolge der Haltung der griechischen Offiziersliga, welche zurzeit die Sttuatton in Athen völlig beherrscht, die kretische Angelegenheit wieder in den Vordergrund der türkischen Politik gerückt ist. Man macht in amtlichen türkischen Kreisen kein Hehl daraus, daß man in der Zulassung von krettschen Deputierten in die im Frühjahr 1910 neu zu wählende griechische Kammer einen Konfliktsstoff erblicken müßte. Die Berichte aus Kreta stellen fest, daß daselbst eifrig im Sinne der Beteiligung der Kreter an diesen Wahlen agitiert wird. Dem in Konstantinopel zirkulierenden Gerücht, daß im Falle einer Zuspitzung der türkisch-griechischen Beziehungen die Türkei auch mit der Gegnerschaft Bulgariens zu rechnen haben würde, wird von kompetenter bulgarischer Seite jede Berechtigung auf das entschiedenste bestritten. Man betont, daß Bulgarien mit der Türkei möglichst innige Beziehungen zu unterhalten entschlossen ist. Da das heißblütige Temperament der Bulgaren aber schon oft die Absichten der Regierung durchkreuzt hat, wird man auch in diesem Falle die Situation als äußerst ernst ansehen müssen.
Die politische Lage in England hat sich neuerdings noch mehr als bisher zugespitzt. Das Mitglied des Kabinetts, der Solicitor-General für Schottland, Ute, hat nämlich in einer Rede erklärt, daß, wenn die Konservativen ans Ruder kämen, die von den Liberalen geplante Altersversicherung abgeschafft werden würde. Diese Erklärung hat begreiflicherweise große Aufregung hervorgerufen. Der Führer der Opposition, Balfour, hat in einer sehr heftigen Erwiderung die Versicherung llres als Wahlmanöver und wissentliche Lüge bezeichnet. Eine solch heftige Sprache im Parlament ist im öffentlichen Leben Englands bisher eine große Seltenheit gewesen. Man kann sich daher einen Begriff machen, bis zu welchem Grade die Siedehitze des politischen Kampfes gestiegen ist.
Politische Umschau.
Neuregelung der Reisekosten der Beamten.
Für den Entwurf über die zukünftige Regelung der Reisekosten und Tagegelder, die sowohl im Reiche als in Preußen übereinstimmend erfolgen soll, sind, wie Berl. Blätter melden, folgende Grundsätze aufgestellt worden: Der leitende Gedanke ist der, daß die Reisekosten nicht als Einnahmequellen anzusehen sind, sondern nur Erstattung tatsächlich entstandener Auslagen sind. Die Dienstreisen sind nach Möglichkeit einzuschränken und nur in notwendigen und sachdienlichen Fällen auszuführen, doch darf der Dienst unter der Einschränkung nicht leiden, denn der Zweck der Dienstreisen ist, die Beamten mit Land und Leuten bekannt zu machen und ihren Blick für die Wirklichkeit der Tinge zu schärfen. Die Reise ist nur von den Beamten auszuführen, die am Ziele der Reise zur Erledigung der Arbeiten durchaus nötig
„Je unbekannter mir Ihr Sein bisher ergeben, Von desto größerem Interesse ist es für mich. Es beglückt einen Menschen, den ich Bruder nenne,.
Und gibt mir die Veranlassung mich hier zu nennen."
Ihren Sie beehrenden Freund
Wilhelm von Nordeck aus Melsungen. Marburg. 29. September 1804.
„Dem der nicht viel bedarf, dem kann nur wenig fehlen,
Und wer sein Glück in sich, nicht in dem äußren Schein,
Nicht in der Meinung sucht, wird leicht befriedigt sein."
Dieses schrieb zum Andenken "<hr Freund W. Buff aus Völkershausen in Hessen.
„Keine Sorge trübe den Himmel, Deine Seligkeit mit Wolken und erfülle alle Wünsche Deines Herzens."
Zur Erinnerung an Ihre Freundin (5 d) ci d)t.
Marburg, den 8. März 1804.
..Die Tugend, weil sie Tugend ist, zu lieben, Die Pflicht als Untertan mit Würdigkeit zu üben, Das ist das wicht'ge Aufgebot an Euch, Ihr Bürger in dem Sittenreich!"
Zur Erinnerung an Deinen
Große. 1802.
„Wer hat nie am Busen des einzigen Mädchens gelegen.
Ihm hat nie ihr Kuß durch Mund und Seele geatmet,
sind Die Pauschalisierung an Stelle der Kostenerstattung, die bereits für einzelne Veamten- kategorien (Landräte, Kreisschulinspektoren, Oberförster, Kreisärzte, Kreistierärzte, Berg- beantte ufw.) besteht, soll auf weiter« Kategorien ausgedehnt werden und zwar für solche Beamten, die häufiger oder in bestimmtem Turnus Dienstreisen auszuführen haben, wie Richter, Eerichtsschreiber, Landmesser, Eefäng- nisbeamte, Spezialkommissare. Die Tagegelder bleiben in der alten gestaffelten Höhe bestehen. Die Bestimmung über die Benutzung der einzelnen Wagenklaffen durch bestimmte Deamten- klassen wird revidiert und bestimmt, daß jeder Beamte Kilometergelder nur für diejenige Wagenklaffe erhält, die er in Wirklichkeit laut Ausweis benutzt hat. Die Kilometergelder werden gegen die geltenden Sätze herabgesetzt und ebenfalls wie 4ei den Tagegeldern nach der Rangklaffe gestaffelt. Die Gewährung von Freifahrtscheinen an die Beamten auf Reisen war nicht angängig, da die Konttolle und die Kostenberechnung mit der Eisenbahnverwaltung zu umständlich ist. Die Anschaffung von Dienstautomobilen empfiehlt sich ebenfalls nicht, da die Kosten zu große sind und ein Beamter zur Benutzung von Automobiler nicht gezwungen werden kann. Bei dieser Neuregelung hofft man in Zukunft viel Geld zu sparen.
Eine scharfe Zurechtweisung.
München, 29. Okt. Die Korrespondenz Hoffmann schreibt: In der jüngsten Zeit haben mehrere Artikel in der „Würzburger neuen bayerischen Landeszeitung" die Führertätigkeit bayerischer Generale und insbesondere königlicher Prinzen bei den letzten Kaisermanövern, sowie die Stellung der Prinzen in der Armee einer äußerst abfälligen und böswilligen Kritik unterzogen. Der Verfaffer der Artikels soll angeblich ein ehemaliger Stabsoffizier sein. Diese Berichte laffen erkennen, daß dem Schreiber ein Einblick in den wirklichen Zusammenhang der Ereignisse völlig abgeht. Sein Unvermögen, sachgemäß zu urteilen, geht schon daraus hervor, daß er dem Umstande, daß mehrere größere Truppenverbände im Lause der Manöver zeitweilig außer Gefecht gesetzt worden sind, ohne nähere Kenntnis der Ursachen den Schluß zieht, die Führer dieser Truppen hätten sich al? unfähig erwiesen. Es wäre nicht der Mühe wert, von solchen Kritiken Notiz zu nehmen, wenn sie nicht, wie der Verfaffer sich rühmt, freudig von der ausländischen und der dem Königshaus unfreundlich gesinnten Presse weitergetragen und dazu ausgeschlachtet würden, das Ansehen des königlichen Hauses und der bayerischen Offiziere herabzusetzen. Leider ist der Fall nicht mehr vereinzelt, daß auf solche Weise Mitglieder des Königlichen Hauses und hochgestellte Offiziere, denen eine Abwehr gegen derartige Angriffe in der Regel nicht zu Gebote steht, zu nahe getreten wird. Deshalb muß nachdrücklich gegen dieses unverantwortliche Treiben Verwahrung eingelegt werden. Bei der großen Bedeutung, die die Armee für die Allgemeinhät besitzt, ist es selbstverständlich, daß die Verhältnisse in der Armee in der Tagespreise besprochen werden. Die Armee kann eine sachliche Krttik
Der dem trauernden Jüngling von Liebe durchdrungen sagen wollte:
Er solle die Liebe meiden!"»
Symbol: Ubi bene, nbi patria.
Hierbei erinnere Dich Deines treuen F'rundes W. Wolf, stnd. jnr. aus Cassel.
„Freund hoffe nichts und fürchte nichts auf Er'c .
Mit Leidenschaft und Du wirst glücklich werden. So glücklich als es Menschen sind.
Denn Glück unwandelbar und ungestöret, Das selbst der Neid und stummer Achtung ehret, Blüht für kein Menschenkind." ’
Zum freundschaftlichen Angedenken empfiehlt sich hiermit
Bretthauer, Leutnant.
Marburg, 9. März 1804.
„Wandle tatenloses Trauern, In des Schicksals ernsten Plan, Fest mit Hochsinn auszudauern Trotz dem Schicksal wie ein Mann."
Symbol: Tue recht und scheue den Teufel nicht!
Zur Erinnerung Deines Freundes und akademischen Bruders
P. Klojesteuber aus Homberg in Unterdessen.
Marburg, den 21. Februar 1802.
„Biedersinn und Wissenschaften
Sind des Herzens schönstes Band, Und der Freundschaft sicheres Unterpfand, Sie erleichtern unsres Lebens Lasten."
F. E. Engelhard, Dr. jur. aus Höhlungen. * Marburg. 19. April 1802.
recht wohl vertragen und wird Nutzen darrus ziehen, gleichviel, woher sie kommt; auch ist es nur zu begrüßen, wenn ehemalige Offiziere >m Interesse für die Armee in maßvoller Welle durch die Presse weiterhin bekunden und zur richtigen Orientierung der öffentlichen Meinung beitragen. Wenn aber der Deckmantel der Anonymität, wie es scheint, von einem ehemaligen Offizier dazu mißbraucht wird, um ais sicherem Hinterhalt die gehässigsten persönlichen Angriffe gegen Glieder des Königshauses und hochstehende Offiziere zu schleudern, so richtet sich dieses Gebühren bei allen Urteilsfähigen und rechtlich Denkenden von selbst.
Deutsches Reich.
— Aus der konservativen Partei. Der Zwölfer- und der Fünfziger-Ausschuß der konservativen Partei haben beschlossen, den allgemeinen Delegiertentag der Partei auf Sonnabend, den 11. Dezember d. I., nach Berlin einzuberufen., Die Ausschüsse nahmen sodann die Vorstandsmahl vor. Der bisherige geschäftsführende uiü> enaere Vorstand wurde einstimmig wiederge- mählt; an Stelle eines im Herbst vorigen Iah-' res ausgeschiedenen Mitgliedes wurde der Oberbürgermeister von Dresden Geheimer Finanzrat Dr. Beutler in den Zwölfer-Ausschuß gewählt.
— Bei den Stichwahlen zur zweiten sächfi- schsn Kammer haben die Nationalliberalen in Leipzig vier Mandate gewonnen, während eins an die Sozialdemokraten verloren ging. Auch im Wahlkreise Döbeln wurde ein Nationalliberaler gewählt. Die übrigen Stichwahlen folgen noch.
— Abg. Bruhn und die deutsche Reform- partei. Berlin, 29. Okt. Der Abg. Bruhn hat sein Hospitantenverhältnis zur deutschen Reformpartei gelöst und ist fraktionslos geworden. Da die Abgeordn-ten Bindewald und Gäbel wegen der Zugehörigkeit Bruhns zur Fraktion bereits früher ausgeschieden waren, so zählt die Fraktion zurzeit nur drei Mitglieder im Reichstag, nämlich Gräfe (Sachsen), Werner und Zimmermann.
— Deutschland in Marokko. Tanger, 29. Oktober. Der deutsche Geschäftsträger in Tanger stattete el Gebbas. dem Vertreter Muley Hafids, einen Besuch ab und drückte den Wunsch der deutschen Regierung aus, daß die Verhandlungen über die Anleihe möglichst schnell zum Abschluß geführt werden, damit die deutschen Gläubiger bald befriedigt werden. Das 'Nter- nationale Handelssyndikat richtete an den französischen Gesandten Regnault ein Telegramm, in dem es ebenfalls den baldigen Abschluß der Anleihe fordert.
Ausland.
** Das Testament Fcrrers. Paris, 29. Okt. Aus Barcelona wird dem „Motin" gemeldet, daß Ferrer in seinem Testament seinen Kindern nur einen Pflichtteil von 2000 Pesetas ausgesetzt hat mit dem Hinzufügen, daß er wünsche, daß sie von diesem Gelbe nichts ausbezahlt erhalten. Sonst
„Mein Herz hat längst für Dich geschlagen, Freund! Dieses Herz sei ewig Dein Und wird auch in entfernten Tagen Noch Deiner Freundschaft würdig s:'n!"
Dieses, mein, lieber Große! sei da« Denkmal Deines Dichliebenden Freundes und akademischen Bruders
Achenbach, cand. jur. aus Nassau-Siegen. Symbol: SoJa virtus ad kielt bonos.
Marburg, 15. September 1802.
„Lebe und handle stets so, wie Du einst am Ende Deiner Tage gelebt und gehandelt z« haben. Dich freuen wirst."
Hierbei erinnere Dich Deines Dich innigst und immerwährend Dichliebenden Freundes, der Dich nie vergessen wird.
Joh. Reinhard Hempfing, stud. theoL aus Unterdessen.
Marburg. 24. April 1802.
„In dem Bewußtsein edler Handlungen bestehet unser höchster Ruhm."
Dies zur Erinnerung an den 13. März 1802. Dein wahrer Freund und akademischer Bruder
C. de Beauclair, stud. theoL Symbol: Ehre zur Ziel! Tugend zur Weg« weiserin.
„Selbst wenn er auf morscher Barke, Durch der Fluten Aufruhr schwebt, Herrscht im Sturme kühn der Starke, Bis die Brandung ihn begräbt."
Nur dieses Wenige, lieber Groß, zum Christ« geschenk von Deinem Freunde :
Kraus T. T. aus Babenhausen.
Marburg 1802 *
(Fortsetzung folgt.)