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' Studentische UnterrichtSkmse. Bk fett mehreren Semester« sollen «vH ht diesem Winter wieder UnterrichtLkurs« für Arbeit«». A»> gestellte und Beamte eingerichtet werde«. Di« Anmeldungen zu den Kursen finden von Montag -iS Donnerstag nächster Woche abends 89 Uhr ht der Südschule statt, wie aus einer Anzeige die­ser Nummer hervorgeht. Ls ist M erwarten, datz die Kurse wieder viel Aattang finden werden.

Lehrlingsheim. Zeppelin und sein Werk wird Sonntag abend in LichterbUdern im Lehr» lingsheim vorgeführt.

Sport. Nachdem nun das sportliebende Publikum Marburgs mehrere Sonntage durch die unvorhergesehene Absage der gegnerischen Vereine in ihren Erwartungen bitter getäuscht worden ist, finden morgen Sonntag nachmittag 8 Uhr mit 20 Minuten Wartezeit auf dem Sport­platz am Dammweg das diesjährige erste Ver­bandsspiel zwischen der 2. Mannschaft des hie­sigen Vereins für Bewegungsspiele gegen die 2. des Fußball-Club Wetzlar statte Gleichzeitig spielt die 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft tn Wetzlar. Das Resultat wird gegen 6 Uhr fm Schützenpfuhl verkündet.

)( Schwer verunglückt ist gestern in einem Haus in der Tasselerstratze ein Mann, der von einem Gerüst stürzte.

» Die Kirmeszeit. Die Kirmesfeste, die jetzt wieder gefeiert werden, sind uralt und auf den heidnischen Brauch zurückzuführen, in Wäldern und Hainen Opferstätten zu weihen und hierauf Feftschmäuse und Tänze zu feiern. Aus diesen religiSsen Hebungen entstanden dann nach und nach Volksfeste in den verschiedensten Ländern, di« den Ramen Kirchweihen, Kirchmessen und Kir­mes erhielten und schließlich auch mit Märfien und Messen verbunden wurden. Auf diesen Festen gibt es auch heute noch das beste, was Küche und Keller bieten und mancherlei sinnige Gebräuche geben ihnen einen poetischen Beigeschmack. Für Herr­schaft und Gesinde find die Kirmesfeste, bei denen es lustig hergeht und deshalb auch das im Lied besungeneKirmesgeld" nicht zu knapp sein darf, hohe Feiertage und auch die Stadtbewohner ney- men gern an denselben teil.

)( Warnung. Wir berichteten vor einigen Tagen, daß sich hier ein Mann aufhält, der Kin­der an sich zu locken sucht. Wie man uns mitteilt, ist der Betreffende immer noch hier. Gestern abend soll am Marbacherweg ein Schulmädchen von ihm belästigt worden sein.

Schweinsberg, 22. Oft. Der verwitweten Frau Freifrau Emilie Schenck zu Schwemsberg, geb. Rietz von Scheurnschlotz, wurde die Rote Kreuz-Medaille dritter Klaffe verliehen.

Neustadt, 22. Oft. Be iden Untersührungs- arbeiten an dem hiesigen Bahnhofe wurde ein mit Kiesfahren beschäftigtes Pferd durch das Anfahren des Schnellzuges gegen 9 Uhr vormittags scheu. Dasselbe stürzte bei der neuen Brücke herunter und erlitt so schwere Verletzungen der Beine, die ein sofortiges Abschlachten notwendig machte. Das dreijährige Tier hatte einen Wert von 800 Jt. Bei dem Verkauf wurden nur 17 Jl erzielt, sodaß der Besitzer Landwirt Knauf aus Wasenberg einen großen Verlust erleidet.

etwriitfenStitl Hölscher aus Lünen, gestorben.

Köln, 22. Ott. Auf dem Kleinen Rhein bei Liberich stoßen infolge Nebels die Güterdampfer JBabento 80" undIndustrie LL zusammen. DieIndustrie LL" sank, ihre Besatzung wurde gerettet. Di«Badenia 30 ist beschädigt.

Bonn, 22. Oft Das Vasfionsspielgebäude in Etteldorf, in dem alle sieben Jahre Spiele statt­fanden und auch in diesem Sommer stattfind«« sollten, ist vergangene Nacht niedergedrannt.

Hochschulnachrichten.

X Stuttgart, 22. Ott. Auf das bei der Ein­weihungsfeier des Deutschen Instituts für ärztliche Mission in Tübingen an den Kaiser gesandte Tele­gramm ist nachsteherwe Antwort eingelaufen: Seine Majestät der Kaiser und König nehmen an dem dort errichteten deutschen Institut für ärztliche Mission lebhaftes Interesse, danken bestens für die freundliche Begrüßung der Festversammlung und wünschen der bedeutungsvollen Bildungsstätte reichen Erfolg zum Segen für die deMschen Kolonien und das gesamte Vaterland. Auf Allerhöchsten Befehl: der Geheime Kabinettsrat v. Valenttni.

Unpolitische Tagesnachrichten.

Gelsenkirchen, 22. Okt. Hier ist di« Scharlach­epidemie ausgebrochen. Im hiesigen katholischen Krankenhause liegen 82. in dem evangelischen 20 Scharlachkranke, in der Hauptsache Kinder. Mehrere Schulen mußten desinfiziert werden.

Mülheim a. d. Ruhr, 22. Ott. 220 000 JL wur­den von dem RenMer Binghausen zu wohltätigen Zwecken und für evangelische Anstalten vermacht.

Berlin. 22. Ott. Der Friseur Hans June, mann, der dringend verdächtig ist. die Verkäu­ferin Rakowski in der Weberstratze erstochen zu haben, versuchte heute vormittag im Grünewald sich zu erschießen. verletzte sich aber nicht lebens­gefährlich und wurde ins Krankenhaus Westend gebracht. Die Kriminalpolizei ordnete seine Ueberführung nach der Charite als Polizeige­fangener an. Jünemann gab den Mord an der Rakowski nunmehr zu. behauptet aber in ihrem Einverständnis gehandelt zu haben, da sie ge­meinsam aus dem Leben scheiden wollten; zum Selbstmord fehlt« aber nachher der Mut.

Halle, 22. Ott. Die Zahl der streikenden Berg­arbeiter der Mansfelder Gewerkschaft stieg bis gestern Abend auf 8452. Abgesehen von einigen Verhaftungen wurde die Ruhe nicht gestört.

Friedrichshafen, 22. Ott. Die Mannschaften der Zeppelin-Werft machen in der nächstenWoche Aufstiege mit den Ballons des Württembergi- schen Vereins für Luftschiffahrt, wozu das Abgas desZ. 3" benutzt wird.

Königsberg, 22. Ott. Im Kreis« Niederung wurde bei einem sechs Wochen alten Kinde die Cholera bakteriologisch festgestellt.

Amsterdam, 22. Okt. In Jaaresveld (Provinz Utrechts wurde ein Cholera-Todesfall festgestellt.

Soendborg, 22. Okt. In Hesselager wurde ge­stern ein Deutscher verhaftet, der im Verhör ver­schiedene Namen angab und verschiedene auf un, gleiche Namen lautende Pässe besaß. Das Sig- nalejtent des einen, der des Rügener Mordes an dem Pastor Vermehren und seiner Frau ver­dächtigen. Männer, scheint zu passen. Ein Be­gleiter von ihm entkam auf einem gestohlenen

Hessen-Nassau und Nachbargebrete.

Cassel, 22. Oft. Ein größerer Einbruchsdicbftahl wurde vorgestern nacht in den Parterreräumen des Hauses Blücherstratze Nr. 9 verübt. Eine dort woh­nende Familie war zur Teilnahme an einer Hoch- zeitsfeier außer Hause, was die Einbrecher in Erfah­rung gebracht haben müssen. Als die Wohnungs- inhcwer nachts die Wohnung betraten, fanden sie sämtliche Türen erbrochen und Kisten und Kasten imsgeräumt. Den Einbrechern sind goldene und sil­berne Taschenuhren, Schmuck- und Silbersachen in beträchtlichem Werte in die Hände gefallen.

Gießen, 22. Okt. In der nichtöffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ge­langte lautGietz. Anz." zunächst die Angelegen­heit der verkauften Polizeiakten zur Verhand­lung. Die Akten usw. unter denen sich u. a. die sämtlichen gebundenen Jahrgänge des Gie­ßener Anzeigers, sowie die polizeilichen Akten aus dem Jahre 1848 und aus den verschiedenen Kriegszeiten des verflossenen Jahrhunderts be­fanden wurden von Polizeisekretär Bilo ohne Wissen der Stadtverwaltung an eine hiesige Alt- Handlung unter der Bedingung des Einstamp­fens verkauft, angeblich wegen Platzmangels. Der Erlös der etwa 34 Zentner Akten, rund 75 dl, wurde unter verschiedene Beamte des Polizeiamts verteilt. Als der Oberbürgermeister Kenntnis von. dem Vorkommnis erhielt, leitete er sofort eine Untersuchung ein und tat Schritte, die Akten für die Stadt zurückzuerwerben. Da die Vernichtung noch nidjt erfolgt ist, wird es voraussichtlich gelingen, das wertvolle urkund­liche Material der Stadt zu erhalte«. Polizei­sekretär Bilo hat ferner für Unterschriftsbe­glaubigungen u. dergl. Gebühren erhoben und behalten, auch in Fällen, in denen eine Gebühr nicht durch Gesetz vorgeschrieben ist. Auf alle Fälle hätten die Gebühren an die Stadtkasse ab­geliefert werden müssen. Mit Rücksicht auf diese Vorkommnisse beschloß die Stadverordneten-Ber- fammlung, das Dienstverhältnis des Polizei- fekretärs Bilo zum 1. Februar zu kündigen.

Wetzlar, 22. Oft. Geh. Medizinalrat Dr. med. Josef Höchst ist im 74. Lebensjahr gestorben.

Unna, 22. Okt. Hier ist im 90. Lebensjahre her langjährige Präses der westfälischen Provin-

Fabrrad.

Simla, 22. Okt. Der Bahnhof von Bellpat- Belutschistan. sowie ein Gebäude an der Eisen­bahn nach Quetta wurden durch ein Erdbeben vollständig zerstört. 25 Menschen wurden getötet, 12 verletzt.

Vermischtes.

D«r Triumphzug der Postkarte. In weniger als sechs Wochen, nämlich am 1. Oktober, kann die uns heute unentbehrlich gewordene Ein­richtung der Posttarte auf das 40jährige Jubi­läum ihrer Entstehung zurücksehen. Erinnert sei zunächst daran, daß die Idee der Postkarten aus Deutschland stammt, und zwar von dem General-Postmeister Stephan. Im Jahre 1865 unterbreitete er auf einer Posttonferenz in Karlsruhe den Delegierten der deutschen Post- verwaltung seinen Plan einer offenen Postkarte, der aber verworfen wurde, weil der deutsche Postdienst noch nicht genügend organisiert wäre, und weil die Annahme des Planes zu einer Verminderung der Einnahmen führen könnte. Die österreichische Postverwaltung nahm jedoch eine Anregung, die von Dr. Emanuel Hermann in Wien ausging, den Plan auf, und die erste Postkarte wurde am 1. Oktober 1869 in Wien ausgegeben. In drei Monaten waren fast drei Millionen Postkarten verkauft. Dieser Erfolg der Postkatten bewog auch die anderen Staaten dieselbe einzufiihren. Der Norddeutsche Bund nahm sie 1870 an, am 1. Juli waren auf allen Postämtern in Norddeutschland Postkarten zum Preise von einem Silbergroschen käuflich. Am ersten Tage wurden in Berlin allein rund 50000 Karten verkauft. Bald erstreckte sich die Post­karte auch auf Süddeutschland, vom 1. August 1870 wurden auch zwischen den deutschen Staa­ten und Oesterreich-Ungarn Katten ausgetauscht. Großbritannien folgte mit der Annahme der Postkarte im Oktober 1870, ebenso die Schweiz. 1871 erschien sie in Belgien, Holland, Dänemark, Schweden usw., der letzte europäische Staat, der die Postkarte einführte, war Griechenland im Jahre 1876.

Ein moderner Robinson. Das auf einer Rückreise von den antarttischen Gewässern be­griffene Expeditionsschiff ShackletonsNimrod" hat etwa 600 Meilen südlich von Neuseeland auf einer einsamen Insel einen modernen Ro­binson Crusoe gefunden. Als das Schiff di« Insel umtteiste, die nur von Seehunden und Pinguinen bewohnt ist, gewahrte man plötzlich «ine Rauchwolke und zwei. Hütten. Mit dem Glase war «tn Mann zu erkennen, der aufmerk­sam den Bewegungen des Schiffes folgte. Der Mann war ein (Engländer und wohnte feit Jahresfrist nut in Gesellschaft zweier Dackel auf der einsamen Insel im Stillen Meer. Er war mit einem Dampfer, der Pinguineneier auf der Insel gesammelt hatte, dahingekommen und freiwillig zurückgeblieben, weil er die Ein­samkeit liebte. Er zeigte keine Lust, mit nach England zurückzureisen.

Ersatz für Zündhölzer. Eine epochemachende Erfindung eines elektrischen Zünders hat der Installateur Peter Bucher, Inhaber des techni­schen Geschäfts L 6, in Mannheim gemacht und zum Patent angemeldet. Die neue Erfindung ist dazu berufen, die Zündhölzer in der Haupt­sache zu ersetzen. Da die Zündhölzer durch di« neuen Steuern erheblich teurer werden, so ist diese Erfindung von doppeltem Wert. Die Ap­parate bestehen aus zwei Teilen, einer mit Griff versehenen Zündspitze und einer Reib­fläche und wird wie ein gewöhnliches Zündholz gehandhabt. Da diese Apparate sehr einfach und ohne komplizierten Mechanismus find, so find Störungen und Versagungen so gut wie ausge­schlossen.

Berechtigte Frag«. Meister (zu seinem Lehrling):Fritze, hier haste zehn Fennch«, da bringst« mir zwei Zigarren." Lehrling: Muß ick dazu nich een Giftschein haben?"

Letzte Nachrichten.

Frankfutt a. M., 22. Ott.Parseval 3* wird vom Jlagelände aus morgen seine große Heim- fahtt nach Bitterfeld antreten.

Potsdam. 22. Ott. Abends um 6 Uhr reiste die Großherzogin Luise von Baden Über Berlin nach Baden ab. Der Kaiser begleitete die Großherzogin im Automobil bis Station Wildpark.

Sonderburg. 22. Ott. Der Redakteur Scensen des dänischen BlattesDybbel Posten" wurde heute vom hiesigen Schöffengericht wegen Belei­digung des Landgerichtsrates Dr. Hahn, Vor­sitzender des Deutschen Vereins, zu 2 Monaten (Sefängnis verurteilt.

Rom, 22. Ott. Der Bürgermeister von Rom, Nathan, ist abends nach Raccontki abge­reist. DieGiornale Italia" sagt, da der Besuch des Kaisers Nikolaus nicht in Rom statt­finde, habe bet König den Wunsch geäußert, in diesen Tagen den Bürgermeister von Rom in sei­ner Nähe zu haben.

Belfott, 22. Oft. Der Kaiser von Rußland ist um 9 Uhr 25 Mm. abends in der Grenzstation Petit Croix eingetroffen, wo er von einer Abord­nung im Namen des Präsidenten Fallidres be­grüßt und die dem Kaiser im Zuge bis nach Bel­fott das Geleite geben wird, wo die Ankunft um 10 Uhr 7 Mm. erfolgte. Nachdem sich die Abord­nung verabschiedtt hatte, setzte der Kaiserliche Son­derzug die Fahrt nach Italien fort.

Rio de Janeiro, 22. Ott. Infolge eines großen Brandes in Pernamkmco ist das deuffche Vollschiff Posen gesunken. Das Schiff hatte Hamburg am 5. September mit der Bestimmung nach Valparaffo verlassen. Die 94 Mann zählende Besatzung wurde von dem englischen Dampfer »Earl of Carrick" ausgenommen und hier an Land gesetzt.

Depeschen.

W. Ä8bürg, 23. Ott. Das endgültig« Re­sultat der Reichstagswahl ist folgendes: Zietsch (Sozialdemokrat) 7060, Quark (Rationalliberal) 6626 Stimmen. Ersterer ist somft gewühlt.

W. £ a a g, 23. Ott. Rach einer gestern abend abgehaltenen anarchisttscheu Versammlung, in welcher über die Hinrichtung Ferrers gesprochen worden war, rotteten sich 700 Menschen zusammen und zogen vor die spanische Botschaft. Die Polizei zerstreute die Menge.

W. Madrid, 23. Ott. Am Schluffe des Ministerrats wurde den Berttetern der Presse eine Rote überreicht, in welcher die Regierung bekannt gibt, dass sie eine umfassende Politik der Beruhig­ung und Frttheit verfolgen und der Armee in Melilla die moralische und materielle Unterstützung zu Teil werden lassen will, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe bedarf.

Literarisches.

** Dr. Kurt Floericke: Kriechtiere und Lurche Deutschlands. Reich illnstriett. In farbigem Umschlag, geheftet 1 'M, elegant geb. 1,80 M. Verlag desKosmos", Gesellschaft der Naturfreunde (Geschäftsstelle: Franksche Verlagshandlung), Stutt­gart. (Die Mitglieder erhalten diesen Band kosten­los.) Der durch seine feffelnden Schilderungen rasch beliebt gewordene Zoologe reiht seinen beifällig aufgenommenen Kosmosbändchen über die Vögel und über die Säugetiere des deutschen Waldes nunmehr ein drittes über unsere Reptilien und Amphibien an. Er versteht es, durch seine reizvolle Darstellungsgabe die Vorurteile zu zerstreuen, die vielfach noch immer gegen diehäßlichen" Kriechtiere herrschen. Frei von systematischen Fesseln und aufdringlich lehrhaftem Ton, macht er uns in zwanglosen Plaudereien innig

hettraut mit dem vielen noch unbekannten Leben und Treiben dieser in Wirklichkeit recht anziehenden @ej schöpfe und mit ihrer Stellung ün großen Haushalt« de, Natur. Der Leser lernt da einen tiefen Blick in deren geheimnisvolles Walten tun und wird auch y# eigener Beobachtung angeregt, indem vielfach solch« Punkte berührt werden, die noch keineswegs klargelegi find, sondern erst einer näheren Erforschung harren.

* Rach Spitzbergen mit T. von Eckenbrecher, s« lautet eine vortreffliche Abhandlung von Dr. A. Heil« born, die uns das Land der wundersamsten Mitter- nachtssonnen-Romantik und -Mystik in seiner berau­schenden» märchenhaften Farbenpracht schildert und mit einer Fülle prächtiger sowohl bunter wie schwarz­weißer Bilder von T. v. Eckenbrecher, unserem hervor-! ragendsten Nordlandsmaler, versehen ist. Hier er­schließ sich dem Leser der ganze Zauber des Gebietes des ewigen Eises und des Nordlandlebens, wie eS nur der Maler kennt, der Jahrzehnte lang immer wieder hierher zurückgekehrt ist. Aus dem übrigen Inhalt des neuesten (2.) Heftes der illustrierten Zeit-; schristModerne Kunst" (Verlag von 9lid).; Bong, Berlin IV 67, Preis des VierzehntagshefteH 60 j.) fei noch besonders Paul Halles von Humyst übersprudelnde, mit vortrefflichen Handzeichnunge» reich versehene Erinnerung aus dem Künstlerlebcn, die Ateliereinweihung, besonders hervorgehoben.

Der Lehrplan der höheren Mäd », chenschulen. Prgktisch-methodischer ArbeitsentX Wurf auf Grund der Reformbestimmungen vom 18J August 1908 und vom 12. Dezember 1908. Heraus­gegeben von Dr. O. Kästner, Direktor der Höheren Mädchenschule und des Höheren Lehrerinnenseminars in Landsberg a. W. Mit 24 Abbildungen im Text. (IV u. 175 S.) Geh. 2,80 M in Leinw. geb. 3,40 M.1 Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin. Bei der allgemeinen Bedeutung, die die preußische höhere Mädchenschulreform beanspruchen baif,_ wird, der vorliegende ausgeführteLehrplan der höheren. Mädchenschulen" auf Beachtung auch über die engerem Schulkreise hinaus rechnen dürfen. Er gibt eine Dar­legung der gesamten Unterrichtsbetriebes an höheren! Mädchenschulen, die auf der Grundlage der AuS-, führungs-Berordnnng vom 12. DezemÄr 1908 die Arbeitsweise der einzelnen Fächer und Stufen, teils im Umritz, teils eingehender, selbst vorführt und da-, durch zeigt, wie sich die Grundsätze der Reform ver< wirklichen lassen.

* Naturstudien. Ein Buch für bte Jugend, von Professor Dr. Karl Kraepelin in Hamburg. Bil». lige Volksausgabe. (Aus beS VerfassersNatur- stubien im Hause",im Gatten" itnbin Wald und Feld", ausgewählt vorn Hamburger Jugenbschriftcn». ausschutz.) Mit Zeichnungen von O. Schwindrazhetn. Zweite verbesserte Auflage. Katt. 1 'M. Verlag von B G. Teubner in Leipzig und Berlin. Wer kennt sie nicht, die nnvergleichlrchenRaturstudien Krae- pekins mit denen dieser bekannte Naturforscher die! lern- und witzbegierige Jugend in lebendiger Darstel­lung zum naturwissenschaftlichen Denken anregen will, indem er von den Naturobjekten der nächsten um», gebung, also vor allem des elterlichen Hauses, anS-s geht, dies« geistig und gemütlich näher zu bttngert- weiß. So ist es denn mit Freude zu bgerutzen, daß die vor einigen Jahren bon dem Hamburger Jugend-, schriftenauSschutz in Erkenntnis des großen Werte« der Kraepelinfchen Bücher veranlaßte Auswahl, au« den größeren Schriften des Verfassers bereits tn 2. Auflage (daS 11. bis 20. Tausend) erscheinen kann und zwar wieder zu einem Preise, der bte Anschaffung^ auch dem Minberbemittelten mtb bet kleinsten Schul» bibliothek ermöglicht.

Butter v.Pfd.l.2S-1.30 M Hühnereier^ Et. 1718Pf. Handläs« p. 6t. 11 Pfg- Käschen p. 6t. 4 Pfg. Kochkäse p. Pfd. 40 Pfg. fläfematte p. 6t. 5 Pfg. Kartoffeln p. Pfd. 5 Pfg a. Ztr. 2,26-2,50Mk.

Endivien p. Pfd. 50 Pfg. Porree p. 6tck. 58 Pfg- 6«llerie p 6tck. 10-25 Pf. Rüben, rote, p 6t. 15 Pf. Weißkraut Kopf 520 Pf. Rotttaut p. Kopf 1030 Pf. Wirsing p. Kopf 1033 Pf- Blumenkohl 16t 2050 P. UnterkohirabiSt 10-15P?. Oberkohirabi 58 Pfg.

6alat p. Kops 6-10 Pf. -

Nüßchen per Liter 20 Ps. Spinat p. Pfd 0003 Pf. Möhren p. P. 10 Pf. Zwiebeln Pfd. 10 Pf. Knoblauch p. Pack 5 Pfg. Rettig 6t 5-15 Pfg | RadiSckenP.Packio15PL Meerrttig p.Pack 10 3.PL Aepfel p'Pfd. 15-30 Pst tflot62.50-4.C0MJ

Birnen p. Pfd 20MPH - aflorb 2.004.00M.

Weintrauben Pfd 304gP.: Quitten p. Pfd. 20-25 Psa. Häbne p. 6t. 80150 Pst Hühner 6t. 1.50-2.00 ML Tauben p. 6t 50 Pf.

Enten p. 6t 3.00 Mk» Hasen 6t« 33,50 M.

Marktbericht«.

Marburg. 23. Oktober.

Briefkasten der Redaktion.

H. i« SB. Nach dem neuen Kunstschutzgesetz vom 9. Januar 1907 haftet das Urheberrecht ae einem kunstgewerblichen Erzeugnis an der Per-, fott des Urhebers. Dieses Urheberrecht i|t alje ein recht persönliches Recht wie das Urheberrecht an einem Schrift- oder Tonkunstwerk.' Hat dem­nach ein Angestellter tn Ausübung seiner Ge- -schöftstätigkeit in einer Fabrik usw. ein kunst. gewerbliches Muster oder Modell entworfen oder erfunden, so gehört das Urheberrecht an diesem Erzeugnis nicht dem Geschäftsinhaber, sondern dem Angestellten. Rach dem alten Gesetz war das Verhältnis umgekehrt. Will der Ge»; schäftsinhaber über ein solches Erzeugnis fügen, so muß er das Urheberrecht von dem leuget erwerben. Dies kann durch Vertrag "ge­schehen.

Wetterkarte des öffentlichen Wetterdienstes. Nebendienstfielle Gießen.

Witterungsausstchten für Sonntag, den 24. Ott. 1909: Trübes Wetter mit Regenfällen in Aus­sicht, dabei stattet bis stürmischer Südwest

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Earl Hitzeroth in Marburg.

Familienhelm: Pension für In- u. Ausländer.

Sonnige freie Lage, Bad, gr. Garten, Laim-u. Klinikstr. & Frau D. Lederer, Marburg.

Dn das hiesige Genossenschafts.

Register ist bei der Genossen» Eh oft Apar- und Dnrlrhn«- aflTmtrereta Neustadt am 28. September 1909 folgendes eingetragen: [8694

An Stelle des ausgeschiedenen Borstandsmitgliedes, LehrerS Hammerschlag, ist bet Land» wirt Eugen GieS als Bor» pandsmitglied gewählt worden DkeuSadt, 23. September 1909 q Königliche* Amtegericht.

Schueidergeselle

spsttt gesucht. [8606

Kr«pK MM 1L

Am Dienstag, dm 36. bat Mts., 3 Uhr nachmittags, finde- auf dem Kasernenhof des unter» zeichneten Bataillons der Der. tauf von 2 ausrangierten [8595

meistbietend gegen Barzahlung statt.

Knrtz.Iäger-KataiUon jty.ll.

Larrdmädcherr gesucht.

«n 1. Noo. f. Küch« u. Haus. Inschriften unter K 1541 an chalmfiei« m. N-gier A.-«. lass«» 8596

Such« zum 1. November ein tWigtt MMk» 8888] Fran Atang, Lahntor r.

Sonntag, dm 34. Oktober

Konzert

Restaurant Helm,

8787] Haspelstraße 1.

Ei*.

Montag, dm 35. d». Ml»., abends 9 Uhr

Versammlung

tot Hotel Freidhof.

Tagesordnung:

1. HandwerkererholungSheim in TrabenTrabach.

S. Beschlußfassung betreff, Sr» gänzungSwahlen zur Stadt» verordnetenverf ammluna.

ton zahlreichen Besuch ersucht

Der Vorstand.

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