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Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, Unioerfitätsbubdruckerei

Jnbaber Dr. C. H itzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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Erttes Blatt

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der Heimat sich Geltung zu verschaffen suchen. Neidlos auf das Vorwärtskommen anderer Nationalitäten schauend, soll der Deutsche nie vergessen, daß seine Kraft in der Bewahrung rein deutscher Gesinnung beruht. Sie zeigt sich in der Treue gegen die ererbte Sprache, Sitte und Denkungsart. Wofür die Väter gearbeitet, gekämpft, ja geblutet haben, das sollen die Söhne in der Fremde zu erhalten suchen. Dann ist es wohl bestellt auch um das größere Deutsch­land. Bismarcks Worte erfüllen sich dann immer mehr:

Das deutsche Volk strebt jetzt mächtig in die Welt hinaus und es muß seinen Platz in der Welt einnehmen um seiner Selbstbehauptung willen und im Jnteresie der menschlichen Kultur, zu der es immer ein so ansehnliches Stück beige­tragen hat, damit die Welt nicht einer herrschen» den Nationalität anheimfalle und also der Reich­tum der Kultur in Armut umschlage. Es wird aber seinen Platz an der Sonne nur dann erlan­gen, wenn es ihn mit Einsetzung aller Energie anstrebt und wenn es seine geistliche und sittliche Kraft, durch die es groß geworden ist, nicht ver­kümmern läßt im Kampf um Reichtum und Macht, sondern sie sich erhält und verstärkt, denn es ist der Geist, der sich den Körper baut."

In diesem Sinne betätigt sich deutsche Art. So geht das Dichterwort in Erfüllung, das so ost in der Fremde aus deutschem Munde erklingt: Einigkeit und Recht und Freiheit sind des

Glückes Unterpfand;

Blüh' im Glanze dieses Glückes, blühe Deutsche» Cateritttü)!"

DieGberhrsftsche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der

-.1 -v... ~ Bezugspreis beträgt viertel-

: 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

Marburg

Dienstag. 5. Oktober 1909.

Politische Umschau.

Eine Schlappe der Spanier in Marokko?

Melilla, 2. Oft. Um 9 Uhr vormittags ver­ließen die spanischen Truppen Zeluan und ge­rieten bei dem vom General Marina angeordne­ten Vormarsch auf Sukeldjennis in Kampf mit den Marokkanern. Das Feuer war zeitweilig sehr stark.

Madrid, 2. Okt. lleber das gestrige verlust­reiche Gefecht der Spanier auf dem Erkundungs- marsche von Seluan nach Sukeldjennis wurden folgende Einzelheiten gemeldet: Nachdem die Brigade des Generals Vicario den Erkundungs­marsch ausgeführt hatte, erhielt sie den Be­fehl, sich dem Eros wieder anzuschließen. Di« Kompagnien an der Spitze hatten bereits trotz des überaus heftigen Feuers der Mauren begon­nen, sich in vollkommener Ordnung zurückzu­ziehen, da fiel Vicario, von einer Kugel in den

jnU dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain C

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Berlage."

Kopf getroffen. General Towar übernahm so­fort die Führung der Brigade. Die Mauren, durch diesen Erfolg ermutigt, verschärften das Feuer noch weiter, bis sie durch das Feuer der spanischen Infanterie und das Maschinengewehr­feuer dezimiert, den spanischen Truppen den Kampfplatz überließ und sich endgültig zur Flucht wandten. Di« Spanier kehrten darauf in ihre Stellung in Seluan zurück, da sie den Zweck des Marsches, die annähernde Stärke der Stel­lungen des Feindes zu erkunden, erreicht hatten.

Madrid, 2. Okt. In dem vorgestrigen Ge­fecht bei Sukeldjennis sollen nach den letzten Nachrichten ein General, ein Major, drei Haupt­leute, ein Leutnant und 35 Mann gefallen und 200 Mann verwundet sein.

Madrid. 2. Okt. In Besprechung der umlau­fenden falschen Gerüchte über den Zweck und das Ergebnis des gestrigen Erkundigungsmar­sches nach Sukeldjennis protestierte der Minister des Innern gegen die Weiteroerbreitung der ungünstigen Nachrichten und betonte, man könne nicht über das Endergebnis des Krieges entschei­den auf Grund von Verlusten, die man im Laufe eines einzelnen Gefechtes erlitten habe. Der gestrige Kampf war rühmlich und sehr bedeut­sam. Die Spanier hätten die Mauren stark ge­züchtigt und alle ihre Stellungen behauptet.

Madrid, 2. Okt. Jnfant Carlos, der Schwa­ger des Königs, wird an der Spitze feiner Ka­valleriebrigade nach Melilla abgehen.

Melilla, 3. Oktober. Die Marokkaner am Cap Tres Forcas lieferten 90 Ge­wehre ab und unterwarfen sich. Es heißt, daß auch die Mazulas, die Beni Sicar und die Beni Bu Ifru durch den Feldzug erschöpft seien und beschlossen haben, den Kampf nicht wieder zu erneuern. Madrid, 3. Okt. Auf Ersuchen des Generals Marina, ihm, wenn möglich, in­folge der Ausdehnung des Feldzuges notwendig gewordene Verstärkungen zu senden, traf der Ministerrat die Entscheidung, unverzüglich noch eine Division nach Marokko zu entsenden. Wie der Ministerpräsident Maura erklärte, beabsich­tigt der Ministerrat hiermit aber keineswegs, den ursprünglich festgelegten Feldzugsplan irgendwie zu erweitern.

Deutsches Reich.

I Zur Geburt des jüngsten Prinzen im I Kaiserhause. Potsdam, 2. Oft. Das Befinden I der Kronprinzessin und des Kindes ist an- I dauernd gut. Der Präsident des Abgeordneten- I Hauses, Herr v. Kröcher, richtete an den Kaiser I und den Kronprinzen im Namen des Abgeord- I netenhauses Glückwünsche. Darauf sind fol- I gende Telegramme eingegangen:Rominten, I 1- Okt. Ew. Exzellenz bitte ich, dem Abgeord- I netenhause für die mir namens desselben Lber- I mittelten freundlichen Glückwünsche zur Geburt I meines Enkels aufrichtigen Dank auszusprechen. I Wilhelm R.Potsdam, 2. Okt. Herzlichen I Dank für die mir im Namen des Abgeordneten- I Hauses ausgesprochenen freundlichen Glück- I wünsche anläßlich der Geburt meines dritten I Sohnes. Wilhelm, Kronprinz." Dem Prä- I sident des Herrenhauses, Freiherrn v. Manteuf- I fei, sind auf die namens des Herrenhauses an I den Kaiser, sowie an den Kronprinzen und die I Kronprinzessin gerichteten Glückwunschtele-

den Deutschen. Sie müssen in jeder Beziehung draußen ihren Mann stehen, um geachtet zu sein, um die Stellung auszufüllen, .die sie ein­nehmen. Wo Deutsche in Wettbewerb treten mit anderen Nationen, da müssen sie sich aus­zeichnen, wenn ihnen der Preis der Tüchtigkeit zuerkannt werden soll.

Von dem Gedanken ausgehend, daß gesund«, körperliche Betätigung den Wert der Persönlich­keit erhöht, hat sich seit einigen Jahren auf Feyal ein Ruderklub gebildet, dessen Mitglieder deutsche und englische Kabelbeamte sind. Wi« alljährlich, so fand auch in diesem Jahre unter großer Beteiligung eine Regatta statt, deren Ergebnis «in glänzender Sieg für die deutschen Kabelbeamten war.

Eine mehrmonatliche, anstrengende Vorbe- »eitungszeft ging der Regatta selbst voran». Die

gramme ebenfalls telegraphische Antworten zu­gegangen.

Ein Aufstieg de» Kronprinzen mit De» ville Wright. Potsdam, 2. Okt. Der Kronprinz unternahm heute nachmittag auf dem Bornsted­ter Feld unter dem Jubel des Publikums eine« Aufftieg im Aeroplan unter Führung von Or» ville Wright. Wright fühtte ferner mehrere ge­lungene Flugversuche vor, wobei er nach Schätzung von Augenzeugen 400 Meter Höhe er­reichte.

Beisetzung des Grafen Hohenihal. Dres­den, 2. Okt. Heute fand in der Kreuzkirche die feierliche Einsegnung der Leiche des Staats­ministers Grafen von Hohenthal und Bergen statt, der der König beiwohnte. Als Dettreter des Kaisers war der Oberstallmeister von Rei­schach zugegen. Rach der Feier wurde der Sarg mit der Eisenbahn nach Knautheyn überführt.

Landtagsersatzwahl. Hameln, 2. Okt. Bei der Landtagsersatzwahl im Wahlbezirke Ha­meln wurden im ganzen 214 Stimmen abgege­ben. Davon entfielen auf den Bürgermeister a. D. Hausmann-Lauenstein (natl.) 120, auf Dr. med. Bartels, Sanitätsrat-Hameln (frei!.), 94 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt.

Einweihung des Denkmals von Weißen­burg. Der Ausschuß zur Errichtung eines Denk- mals auf dem Schlachtfelds von Weißenburg zum Gedächtnis der dott am 4. August 1870 ge­fallenen französischen Soldaten hat beschlossen, bei den reichsländischen Behörden dahin vor­stellig zu werden, daß allen aktiven und allen im Reftrveverhältnis befindlichen französischen Offizieren, die an der Einweihungsfeierlichkeit teilzunehmen wünschen, die Erlaubnis dazu er­teilt werden möge. Zur Erinnerung an den Tag der Denkmalsweihe sind Münzen geschlagen, di« den Festteilnehmern überreicht werden sollen. Die Münzen sind ebenso wie alle allegorischen Figuren, die das Monument schmücken, aus der Bronce ehemaliger französischer Kanonen herge, stellt.

Dr. Schücking als Konzertrsdner. Am Freitag abend hat. nach derD. Tgsztg.", der ehemalige Husumer Bürgermeister Lothar Schük- king in einem Berliner Konzertsaale seine Mei­nung über di« angebliche Mißwirtschaft der preußischen Konservativen dargelegt. Obgleich man für diesen Vorttag wacker die Reklametrom­mel gerührt hatte, wies der Saal eine gähnend« Leere auf. Auf das, was Schücking sagte, ein­zugehen, erübrigt sich.

Das Reichsgericht blickt am 1. Oktober auf ein 30jähriges Bestehen zurück. Seine Errich­tung wurde durch das Eerichtsverfassungsgesetz vom Jahre 1877 bestimmt. Am 1. Oktober 1879 trat es im heutigen Landgerichtsgebäude in der Harkortstraße in Leipzig zum ersten Male unter Leitung seines ersten Präsidenten Dr. v. Simson in Tätigkeit. Wenige Jahre später wurde der Reichsgerichtspalast errichtet und im Jahre 1895 bezogen. Gegenwärtig beschäftigt das höchst« Gericht, heute unter der Leitung des Präsiden­ten Freiherrn von Seckendorfs stehend, etwa 300 Beamte, unter diesen allein 87 Reichsgerichts­räte und 12 Senatspräsidenten. Ernannt wer, den die Räte auf Vorschlag des Bundesrats vom Kaiser. Die früheren Reichsgerichtspräsidenten waren: Simson (18791891), v. Oehlschläger (18911903), Gutbrod (19031905).

In wenigen Sekunden verkündigt «in Kanonen­schuß von dem portugiesischen Kanonenboot Azor", daß die Deutschen ehrenvoll gesiegt haben. Am Lande spielt eine portugiesische Kapelle Nationallieder, die Portugiesen rufen lautViva", die DeutschenHurrah" und be- Man I grüßen jubelnd die siegreiche Mannschaft. An Ent- I die Ruderregatta schließt sich ein Preisschwim- her- I men, in dem die Deutschen sich fast durchweg aus- dem I zeichnen und manch wertvollen Preis erringen.

I cm r- , r, _ ------ Boot I Nach beendigtem Festprogramm ziehen die Deut-

zu Wasser gelassen, das hrer tn Hort« von ge- scheu unter Vorantritt der portugiesischen Ka-

, - L mtt «roßer Sorgfalt gebaut pelle in ihre Kolonie zurück. Frohe Stimmen

worden war. Portugiesen und Engländer be- begrüßen sie unterwegs, man sieht stürmisches

wunderten es. Sonntag, den 5. September, Tücherschwenken. Die einheimische Bevölkerung

nachmittags 3 Uhr sollte di« Regatta fein. Der nimmt herzlichen Anteil an dem Erfolg der

I , F ma$te «in ziemlich trübes I deutschen Kabelbeamten, die in dem hiesigen Ott

| und ließ Regen und starken Wind erwar- gern gesehen werden. Die Sympathiekund- E- Als des Nachmittags die beiden Boote der gelungen find allgemein und aufrichtig. In

I ?eu^n ""d Engländer am Start lagen, sah I der Kolonie wird vor dem deutschen Haus die I unruhig aus. Der Wind war un- I deutsche Nationalhymne gesungen und ein drei-

h"tte faches Hoch auf Kaiser Wilhelm II, den Be- bas putsche Haus ver- schütze! und Erhalter deutscher Gesinnung im

Ä ^^"or Beginn bct Regatta Ausland, dargebracht. Dann trennte man sich,

hatte sich «tn« groß« Menschenmenge am Kar des Aber der Abend des Tages wird durch eine

I interessantenSchau- I Feier in den Räumen des deutschen Hauses noch

£ Ä 1 e-tn gegebenes Zeichen verherrlicht, an dem Portugiesen und Engländer

Äe ? ?as in fröhlicher Geselligkeit sich um die Deutschen

VE hat das englische bald ü^rholt. sammelten, denen die Ehre des Tages gebührt.

I S^8Ut £*2*« Nuder- Möchte überall, wo Deutsche im Ausland in

h richige Haltung. Unter I größerer oder geringerer Zahl sich zusammenfin-

£+ ra beir ^ndsleute, di« das den, stets deutsche Tüchtigkeit hervorragen! Mag

voruberzieben lassen kommt es dem es nun im Sport oder in ernster Arbeit sein Sch"" »st der beiderseitige Das erweckt Liebe, Achtung vor deutscher Att 5" et" Einholen seitens I auch bei anderen Nationalnäten. In strenger der Engländer Nicht mehr gedacht werden kann. | Pflichterfüllung soll deutsche Art auch fern von

plan der Franzosen legt Zeugnis davon ab. Auch der Russisch-Japanische Krieg hat den Wett der Schlachtflotte in das hellste Licht gestellt. Das Unterseeboot hat vielleicht ein« Zukunft, cn-cm I augenblicklich befindet es sich aber, wenn nicht

XSittC ulCDt|tOn I technisch, so doch militärisch durchaus noch im

des deutschen ^lortenaesekes Versuchsstadium. Gesetzt aber, es hätte eine Zu-

. rilvitctlljcsryr'S kunst, so wurde daraus doch nie und nimmer

wird wieder in einem Teil der deutschen Presse I hervorgehen, daß nun di« Schlachtflotte über­verlangt, eine seit Jahren regelmäßig wieder- I flüssig würde ebensowenig wie sie durch das Tor­kehrende Erscheinung der Herbstmonatt. Auch I pedoboot überflüssig geworden ist. Und das sachliche Kern, wenn man von einem solchen I Unterseeboot von heute hat d «bei nicht an- reden will, ist der gleiche: die Flotte kostet zu I nähernd den militärischen Wert, wie das Tor- vrel, eine Hochseeflotte kann Deutschland nichts I pedoboot in den achtziger Jahren. Zu Phan- helfen, die billigen Unterseeboote sind vollkom- I tasieschlachten und Schlachtenphantasien eignet men imstande, feindliche Schlachtflotten unseren I sich das Unterseeboot freilich gut und ebensogut, Küsten fernzuhalten. Die Kosten der Flotte I wie es scheint, zu Budgetphantafien.

werden merkwürdigerweise dem Deutschen Flöt- I Die Hochseeflotte, so sagt man, könnte uns in ten-Verein zum Vorwurf gemacht, ein Vorwurf einem Kriege doch nichts helfen, unser Seehandel übrigens, den er wohl ohne Beunruhigung auf I würde während eines Krieges unter allen Um- sich nehmen wird. Ich übrigen aber verstehen I ständen stocken. Nun, das sei zunächst festge- wir nicht, wie politische Blätter solcher Partei- I stellt, daß die ausgesprochene Absicht unseres richtungen, deren Vertreter im Reichstage für I Flottenbaues ist, durch die Stärk« der Streit- das Marinebudget gestimmt haben, jetzt behaup- I kraft einem Kriege vorzubeugen, bekanntlich ein ten können, man sei über die finanzielle Trag- I Grundsatz, auf dessen Durchführung die Erhal- weite der Flottengesetze falsch informiert wor- I tung des europäischen Friedens schon seit Jahr- den. Tatsächlich ist dies in jedem Sinne falsch, I zehnten beruht. Käme es aber doch zum Kriege, und bekannt genug, daß die Marineverwaltung I so würden freilich zeitweilige kommerzielle hier nie etwas verheimlicht hat. Freilich war I Stockungen ebensowenig für beide Kriegsfüh- es ihr unmöglich, im Winter 1899 vorauszu- I renden, wie für die Neutralen zu vermeiden sehen, was für Schiffe und Geschütze im Jahre I fein. Andererseits kommt es besonders auf die 1906 nötig werden würden. Bis zu jenem I Möglichkeit an, im Kriege gegen einen Über- Jahre haben sich die Ausgaben bekanntlich stets I mächtigen Gegner di« KriegsfLhrung in die im Rahmen des Flottengesetzes gehalten, ja in I Länge zu ziehen und hinter Mitteln der KLsten- kernem einzigen Jahr« die im Jahr« 1900 ge- I Verteidigung eine starke aktionsfähige Schlacht­wachten Voranschläge an Höhe erreicht. Dann I flotte zu haben. Die Mittel des Kleinkrieges im Jahre 1906 legte di« Marineverwaltung mit I allein wären für Deutschland ganz zwecklos, zu- gewohnter Offenheit dem Reichstag« die Lage I mal sie auch ohne Unterstützung und Rückhalt dar und die Vertreter des deutschen Volkes be- I einer starken Schlachtflotte gar nicht an den griffen, daß man sich der von England ausgehen- I Feind herankommen können.

den Erößensteigerung der Schiffe nicht entziehen I Man sollt« doch endlich aufhören, mit derart könpe, sollte der Flottenbau nicht überhaupt I rückständigen Ansichten zu kommen, die nur das zwecklos werden. 1908 endlich verlangte die I Urteil verwirren und das Verständnis unserer Marineverwaltung Herabsetzung der Alters- I öffentlichen Meinung für andere Länder in grenze der Schlachtschiffe um fünf Jahre. Der I einem recht zweifelhaften Lichte erscheinen lassen. Deutsche Reichstag bewilligte diese Forderungen I Diese Urteile bedürfen dringend der Revision, und den ganzen Marineetat mit großer I nicht das Flottengesetz. Wollte man diesesre- Mehrheit. I vidieren" so würde das die Vernichtung alles

Unterseeboote sollen die deutsche Schlacht- I mühsam Erreichten bedeuten. Wir sind auf dem flotte ersetzen! Es ist merkwürdig, wie jetzt I richtigen Wege und das Ziel ist nicht mehr weit, genau dieselben Theorie» austauchen, welche in den achtziger Jahren die maßlose Ueberschätzung der Torpedobootswaffe hervorriefen. Auch da­mals hieß es, nun seien die Tage des Schlacht­schiffes gezählt, denn der David sei gefunden, welcher dem Goliath den Garaus machen könne. Jetzt sei jeder Staat imstande, sich mit einer Anzahl Torpedobooten die Mittel zu schaffen, um auch die größte Schlachtflotte zu zerstören oder ungefährlich zu machen. Es ist anders ge­kommen, obgleich gewiß kein« Seemacht darauf verzichtet hätte, ein einfaches und viel billigeres Kriegsmittel dem viel teureren und komplizier­teren der Schlachtflotte vorzuziehen. Die Schlachtflotten wuchsen aber immer mehr und die Torpedobootsflottillen wurden zu einem nützlichen Beiwerk. Heute sehen wir, wie Frank­reich, dessen amtliche Marinepolitik wiederholt und längere Zeit im Zeichen des Torpedoboots und Unterseeboots gestanden hat, zum Schlacht-- flottenprinzip zurückkehrt. Der neue Flotten-

m jungen Beamten setzten ihre ganze Kraft ein,

Deutscher Rllderspmt lmt den Azoren. I um ihrer Aufgabe gewachsen zu sein. Ost ging

, 3u der deutschen Heimat hat man langst dre | sch§u tn der Frühe des Moraens hinaus um den

hohe Bedeutung von Sport und Körperpflege ssnbil^nJe? SßittTrung US&ST »3 für die Heranwachsende Jugend erkannt. Mens I dem Meer ebenso seine Pflicht zu erfüllen wie

sana in corpore sano esto! (Eme gesunde drinnen im Apparatsaal der Kabelstation.

Seele soll m einem gesunden Körper fan.) In I unterzog sich willig mancherlei Mühen und unseren höheren und niederen Schulen wird dem behrungen, um aus der Regatta siegreich

Turnen eine größere Aufmerk^mkett zugewandt vorgehen zu können. Etwa 10 Tage vor

als das früher geschehen ist. Die geistige Arbeit anberaumten Termin wurde ein neues soll durch körperliche Betätigung tn dem rechten I Wasser gelass Gleichgewicht gehalten werden. Denn wir suchen I schickten Händen ja ein Geschlecht zu erziehen, das nicht nur in 1 Wissenschaft und Kunst daheim ist, sondern auch körperlich sich widerstandsfähig zeigt, um den Aufgaben des Lebens gewachsen zu sein.

Das gilt auch von den im Ausland weiten-