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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschastlrche Berlage.-'

M 209

44. Jahrg.

das

Die Entdeckung des Nordpols.

Politische Umschau,

15

O. Elster.

peln, v. Schwerin, sowie Vertretern der Stadi mH verschiedenen Fragen. Sodann wurde ein Antrag an die Staatsregierung betreffend die Verhetzung durch die polnischen Zeiwngen beraten; ferner

solchen Worte! Ich gebe sofort in dem Befin- hoffe aber das

Ostmarkenverein

Kattowitz, 4. Sept. Der von vielen beschickte Ostmarkentag beschäftigte sich Gegenwart des Regierungspräsidenten

Beverly, 4. Sept. Präsident Taft hat an den Dr. Cook, der ihm telegraphisch die Erreichung des Nord- poles mitteilte, folgendes Telegramm gerichtet:Ihre Mitteilung, daß Sie den Nordpol erreicht haben, ver­anlaßt mich, Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche darzubringen. Es erregt den Stolz aller Amerikaner, daß die Großtat, um welche die Welt solange sich ver­geblich bemüht hat, durch die intelligente Energie und die bewunderungswürdige Ausdauer eines unserer lieben Landsleute vollbracht wporden ist.'

Bremen, 4. Sept. Der Norddeutsche Lloyd in Bremen gedenkt den Nordpolfahrer Cook, der gestern abend in Kopenhagen eintraf und sich binnen kurzem nach Nordamerika begeben wird, die Einladung zu- geben zu lassen, di« Reise mit dem Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II.* des Norddeutschen Lloyd, wel­cher am 14. Sept, nach New-fiork fährt, als Gast des Norddeutschen Lloyd zu machen.

Hamburg, 4. Sept. Der Vorstand der Geographi­schen Gesellschaft beglückwünschte heute telegraphisch Dr. Cook zu den Erfolgen seiner Nordpolfahrt und lud ibn ein, auf seiner Heimreise von Kopenhagen nach New-fhork in Hamburg als Gast der Graphischen Gesellschaft Aufenthalt zu nehmen. Falls eine Zu-

Die Insertionsgebühr beträgt für bu 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Untoerfktätsbuchbrucker«, Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

die Begrüßungsrede. Der gesamte Ausschuß des Deutschen Oftmarkenvereins sandte an den

Wenn es Dir nicht so beschwerlich ist, so laß mich ein Weilchen in Deinen Armen ruhen. Du bist so warm und mich friert."

Brunhilde schlang den Arm fester um die gebrechliche Gestalt und hüllte sie in die seidene Steppdecke. Die Wärme ihres jugendkräftigen Körpers schien der Kranken wohlzutun; sie seufzte leise auf, schloß die Augen und schmiegte sich wie ein krankes Kind in die Arme der Pflegerin.

sage erfolgt, ist beabsichtigt, die Vorstände der deut, scheu geographischen Gesellschaft und andere hervor, ragende deutsche Geographen zur Teilnahme an bet Empfangsfeier einzuladen.

Kopenhagen, 4. Sept. Zu Ehren des Polarfor. scherS Dr. Cook fand heute abend im Rathause eie glänzendes Festbankett statt, an dem der Handels» Minister Johan Hansen, der amerikanische Gesandte, die Spitzen der städtischen Behörden, der Vorstand der Geographischen Gesellschaft, Vertreter der Wissen­schaft und der Polarforschung, sowie inländische und ausländische Pressevertreter, im ganzen 450 Per» fönen, teilnahmen. Dr. Cook wurde mit Hände­klatschen und Tücherwinken begrüßt. Er drückte seinen herzlichen Dank aus für die warme Begrüßung. 6t sehe sich außer Stande, den ihn beseeligenden Ge­fühlen Worte zu verleihen. Die wichtigsten Fattoren im Kampfe um den Nordpol seien die Eskimos und die Hunde. Der dänische Staat habe für die Eskimos gesorgt, indem er im hohen Norden Missionsstationen eingerichtet habe. Hätte er nicht die richttgen Es­kimos, die richttgen Hunde und die richtige Nahrung gehabt, so hätte er den Nordpol nicht erreichen können. Daher sei er dem dänischen Staate zum Dank ver­pflichtet. Der Handelsminister verlas im Verlaufe des Festes ein Begrüßungstelegramm des Königs von Schweden. Das Bankett schloß mit einer Huldigung Cooks durch die dänischen Studenten.

Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg folgendes Telegramm:Der unter zahlreicher Beteiligung aus allen Teilen des Reiches in Kattowitz ver­sammelte Deutsche Ostmarken Verein gestattet sich Ew. Exzellenz ehrerbiettg zu begrüßen. Unser Verein, der auf Anregung des Fürsten Bismarck

amerikanische Gesandte Dr. Egan; ferner der Stadt­kommandant von Kopenhagen und eine große Anzahl dänischer und ausländischer Journalisten. Wegen starker Flutftrömung traf der DampferHans Egede" verspätet ein und lief erst gegen 10 Uhr in den Hasen mit Flaggen geschmückt und mit dem Sternenbanner am Großtop. Der Kronprinz und der Vorstand der Geographischen Gesellschaft bestiegen sofort eine Dampfbackasse und begaben sich an Bord des Dam­pfersHanS ©gebe". Hier wurden die Herren von Dr. Cook empfangen, an den der Kronprinz eine An­sprache hielt. Dr. Cook dankte, unmittelbar darauf brachte die Dampfbarkasse den Kronprinzen sowie die übrigen Herren und Dr. Cook an Land. Sobald die Menschenmassen letzteren erblickten, brachen sie in be­geisterte Hurrarufe aus, die sie mit doppelter Kraft erneuerten, als Dr. Cook seinen Fuß ans Land setzte und neben dem Kronprinzen die Landungstreppe er­stieg. Man wehte mit Taschentüchern und Damen warfen Blumen auf den Nordpolfahrer, der lächelnd seine Mütze schwang. Von allen Seiten drängten die Menschenmassen heran. Man rief: Hebt ihn auf die Schultern, wir wollen ihn sehen! Zuletzt war es für Dr. Cook unmöglich, sich einen Weg zu bahnen. Unter Polizeibegleitung gelang es ihm schließlich, in das Meteorologische Institut zu kommen, von wo ein Automobil ihn ins Hotel brachte. Auf dem ganzen Wege dahin wurde er von der Menschenmenge lebhaft begrüßt.

Kopenhagen, 4. Sept. Der König empfing um 3% Uhr nachmittags in Gegenwart der Königin und der Prinzessinnen Jngeborg, Thyra und Dagmar Dr. Cook in einhalbstündiger Audienz auf Schloß Amalienberg. Dr. Cook wurde vom amerikanischen Gesandten Egan begleitet.

So lag sie regungslos eine zeitlang, so daß Brundhilde schon glaubte, sie sei wieder einge­schlafen Doch dann seufzte sie plötzlich tief auf und Brunhrlde bemerkte, wie zwei schwere Tränen ihr langsam über die eingefallenen Wangen rollten.

Fühlst Du Schmerzen, liebe Tante? Kann ich irgend etwas für Dich tun?

Nein, ich danke Dir ich fühle keine Schmerzen im Gegenteil, ich fühle mich leichter ich friere nicht mehr ich will mich wieder niederlegen aber lege mir mehr Kissen unter den Kopf, damit ich aufrecht sitzen kann.

Brunhilde tat, wie die Kranke, wünschte. Wird es Dich nicht zu sehr anstrengen, so zn fitzen, liebe Tante?

. Nein nein . . *

Brunhilde reichte ihr dann die Tropfen, dke der Arzt verschrieben hatte und die ihr gut zn tun schienen. Ihre Augen erhielten einen leb­hafteren Glanz, ihr Atem ging leichter.

Setz. Dich zu mir, Brunhilde, bat fie,und gib mir Deine Hand.

Brunhilde kam ihrem Wunsche nach und suhlte, wie die Kranke ihre Hand krampfhaft mit den Händen umpretzte.

lFortsetzung folgt]

Zum Schutze des bedrohten Deutschtums in den Ostmarken gegründet wurde,, betrachtet es als ein heiliges Vermächtnis, dieser Aufgabe gerecht zn werden. Allen parteipolitischen und konfessionel­len Sonderbestrebungen fernstehend, sind wir von der festen Hoffnung erfüllt, daß das hohe pcttrio- tische Ziel, das unser Verein verfolgt, bei Ew. Exzellenz allezeit tatkräfttge Förderung erfahren wird.* Der Gesamtausschuß nahm ferner eine längere Resolutton an, in der gefordert wird, daß die Austeilung von Landflächen der Aufsicht und der Genehmigung der staatlichen Behörden unter­worfen wird. Insonderheit wird gebeten, diese Gesetze für die gefährdeten Teile der Ostmark ohne Verzug im Interesse und der in der Lage der Sache begründeten Eile zunächst ohne Berück- sichttgung der anderen Teile des Staatsgebietes

lNachbruck verboten.)

um Stolf.

Marburg

Dienstag, 7. September 1909.

..Aber Du mutzt doch etwas genießen?

Ich danke, Onkel. Wenn ich etwas benötige, wird es Frau Ritter besorgen. Gute Mrcht."

Sie entfernte sich rasch.

Mary warf den Kopf trotzig zurück.

Laßt sie nut, sagte fie.Mit ihr ist ja doch nichts anzufangen. Sie ist ebenso starr­sinnig, wie Mama.

Dec Kommerzienrat schritt im Zimmer auf und ab, das Gesicht in düstere Falten gelegt. Walter ging unbemerkt hinaus, stieg die Treppe zum ersten Stock empor und nahm wartend auf einer Bank Platz, die hier in einer Fensternische stand.

Als Brunhilde, die ein bequemes Hauskleid angelegt ihr Zimmer verlietz, um sich wieder zu der Kranken zu begeben, trat er ihr entgegen.

Sie errötete leicht, als fie ihn anblickte und wollte mit leichtem Gruß an ihm vorüber­schreiten.

.Verzeih," sprach er sie an.Erlaubt es De'n Strlz vielleicht, daß der Sohn der Kran- Een Dir, der treuen Pflegerin, seinen Dank sagt?

Ich verdiene keinen Dank, Walter.

.Du selbst übst Liebe und Dankbarkeit, «arum willst Du diese Gefühle bei anderen zu- rückweisen?

Vereinen heute tu von Op-

Roman aus dem Leben von k Fortsetzung.) Ich bitte, Onkel keine Also sorgt Euch nicht zu sehr. Nachricht, falls eine Aenderung den der Tante eintritt. Ich Beste."

bergische Ministerpräsident Dr. v. Weizsäcker sagte, Graf Zeppelin habe den schlummernden nationalen Drang des Volkes ausgelöst, und deshalb betrachte das Volk ihn als Symbol. Das deutsche Volk lebe hoch. Professor Dr. Her- gesell gab einen Rückblick über die Entwickc- lungsgeschichte des Zeppelinschen Luftschiffes und gedachte der vielfachen harten Schicksals­schläge und der treuesten Stützen, die der Graf in seinem Mißgeschick gefunden habe, nämlich der Frau Gräfin Zeppelin und seiner Tochter, Gräfin Heia v. Brandenstein. Heute Sonntag sind die Teilnehmer an der Fahrt Gäste der Stadt Konstanz. Das Wetter ist umgeschlagen, es regnet stark.

Die große Standuhr in dem Treppenhause zerg.e mit langsamen, sonoren Schlägen die Mitternachtsstunde an. Der tiefe, metallische Klang drang gedämpft bis in das stille Kr'- kenzimmer und erweckte Brunhilde, die in einem Sessst r eben dem Krankenlager faß, aus einem leichcen Schlummer.

deck RttNiwckmtck I Asche heraus Der heutige Tag hat, glaube ich,

-otiutlu 00 OUUuC0nU0 I wieder Fortschritte gezeigt. Ich bin darum

«nd des Reichstags beim Grafen Zeppelin. K u^b tri*fettf

' rr I alle Herren, die erschienen sind. Der wurttem- Frredrichshafen, 4. Sept. Die an den Auf- ' Wiegen desZ 3 teilnehmenden Mitglieder dcs Bundesrats und des Reichstags fuhren in drei Dampfern heute vormittag nach Manzell. Um 12 Uhr wurde das Luftschiff aus der Halle ge­bracht, worauf es einige Mitglieder aufnahm. Graf Zeppelin sen. führte selbst das Fahrzeug, bas auf dem See eine Zwischenlandung machre, um neue Gäste aufzunehmen. Das Luftschiff fuhr bis Rohrschach und sodann quer über den See zurück, begleitet von den Dampfern mit den Gästen. Graf Zeppelin war wiederholt Gegen­stand lebhafter Huldigungen des Publikums auf den zahlreichen deutschen, österreichischen und schweizerischen Dampfern und Booten, die den See belebten. Besonders stürmisch waren die Ovationen für den Grafen in Lindau, wo das Luftschiff einige Zeit manövrierte. Im ganzen wird das Luftschiff sechsmal aufsteigen. Spä- , ... , - , _

terhin führte Graf Zeppelin jun. das Schiff. I mit^r^Cook' an mnrh r^0ebe

a 71 I an Bord ist um 5% Uhr in Helstngoer

s- o »A . 93on, bCn Je^s I eingetroffen . Mit dem Lotsen ging der Administrator Aufstiegen, dieZ 3" heute unternahm, erfolg- für die Kolonien in Grönland Ryberg an Bord aut ten zwei von dem Werftplatz aus. Die Staats- I ersten offiziellen Begrüßung Cooks in Dänemark, sekretäre Delbrück und Dernburg, die Bundes- I Cook sprach sich gegenüber den Zweifeln, die verschic- ratsbevollmächtigten bayerischer Ministerpräfi- I deutlich geäußert worden sind, dahin aus, er könne bent Freiherr v. Podewils und der württember- I beweisen, daß er den Nordpol wirklich

gische Ministerpräsident von Weizsäcker nahmen rrBkrhnHnn^nf^,mLt»efafe" °uAezeichnete moderne an einer Fabrt teil vom Nräsidium de-, Reick?- I s fr?twn*in?rumen<e' nam ic$ ctncn Sextanten, m. t um < . a?5' I drei Chronometer und eine gute Uhr. Cook nahm

tages Geh. Rat Dr. Paasche, ferner als einzige, I täglich vom 85. Grad bis zum Nordpol Messungen,

Nicht dem Bundesrat ober Reichstag angehö- I am 21. und 22. April sogar, um vollständig sicher zu

rende Persönlichkeit Geheimrat Hergesell. I sein, doppelte Messungen vor. Auf der Rückreise setzte

Zungheim, 4. Sept. Das Luftschiff war 7^2 I diese Messungen eine Woche lang fort, bis Nebel Stunden in der Luft, abgerechnet alle die leicht, I vn daran verhinderte. Der Nebel dauerte drei Wo- schnell und sicher erfolgten Zwischenlandungen.

Im ganzen haben 96 Personen an den Aufstie- I überein. Die Reisegeschwindigkeit betrugdurchschnitt- gen teilgenommen. Um ?y4 Uhr wurde das I lich 18 Kilometer täglich,- was von den Eskimos mit Luftschiff wieder in die schwimmende Halle nach I ihren Schlitten als eine Kleinigkeit angesehen wird. Manzell gebracht. Die Teilnehmer an den I Cooks Lebensweise war vollständig die der Esftmos, Fahrten begaben sich in Dampfern nach Kon- I¥r ökonomischer und vorsichtiger. Dadurch wurde stanz, wo abends ein Festmahl stattsand. "'^ne^Gesundheit >,nd die feiner beiden Be-

Konstanz, 4. Sept. Bei dem Festmahl, bas £nbut^ Männer,

Graf Zeppelin zu Ehren des Bundesrats und der fehlen blindlings gehorchten. K,n Gelingen" war Reichstagsmitglieder im Inselhotel gab, brachte I auch der Umstand günstig, daß die Reise in der Zeit der bayerische Ministerpräsident Frhr. v. Pode- I von Februar bis April unternommen wurde, eine wils einen Trinkspruch auf den Kaiser aus. I Zeit, die sonst nicht von Polarexpedittonen gewählt

Konstanz, 4. Sept. Im weiteren Verlaufe I die aber trotzdem besser als die eigentliche Som- bes Festmahles, das Graf Zeppelin ben bei ihm dann das Eis eine gleichmäßigere

zu Gaste weilenden Vertretern des Bundesrates I i-VorTI

unb des Reichstags Mb sagte Staatsminister Borddes Sans Egede" befinden sich viele dänische Delbrück: Das Volk braucht Tage wie bte Heu- I und ausländische Männer der Wissenschaft, die fest an tigen, wo es erinnert wird an die großen, I Cook glauben, der sie durch seine Bescheidenheit und einigenden Ziele. Wir wollen, wie Graf Zep- I Liebenswürdigkeit zu Freunden gewonnen hat. pelin, den Bundesfürsten in Treue dienen. I London, 4. Sept. WieDaily Expreß" aus Ska- Redner schloß mit einem Hoch auf die deutschen I dereitet Dr. Cook eine Antwort an die

Lundesfürsten Der Vizepräsident des Reicks- I 1 , ,tm "icht glauben, daß er den Nord-

toaes Gebeimrat Dr Z fXf U 2?1 entdeckt habe. In einem Interview an Bord des ^yermrat -Dr. P?Gche^felerte ben Gra- I DampfersHans Egede" sagte er u. a.: Er habe in fen als ben beute populärsten Mann bes Volkes. I jeder Nackt Schneehütten gebaut und Temperaturen Falls zur Verwirklichung der erhofften und un- I von 85 Grad Fahrenheit festgestellt.

geahnten Perspektiven mit Forderungen in ben I Kopenhagen, 4. Scpt. Zwischen 8 und 9 Uhr Reichstag herangetreten werde, so werde der I morgens strömten gewaltige Menschenmassen nach Reichstag gern zur Bewilligung sich bereit sin- I des Nordpolfahrers, dessen

ben lassen Der Redner brachte ein Hock auf den I Ankunft auf 9 Uhr festgesetzt ,st. Um diese Zeit war Grafen aus der Landungsplatz voll von Zuschauern. An der Lan-

fen aus. lAnhaltender Beifall.) Graf Zep- I dungsstelle fanden sich ein: der Kronprinz als Präsi- I pelm antwortete. Der Held ist bas Volk. Es I bent der Geographischen Gesellschaft, ferner der Vor- I sprang für Mich ein unb holte mich aus der I stand dieser Gesellschaft, der Handelsminister und der

DieGderhesstsche Zeitnns" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- unb Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expeditton (Martt 21,) 2 Mk.

"SBoUer! Haire sie geträumt? Oder hatte wirklich I

V, furchte Nicht, daß ich die Szene von I eine matte Stimme ihren Namen gerufen9

t^ute nachmittag wiederhole! Das wäre ge- Jr.r Herz pochte laut. Es war ihr als fei schmacklos. Dazu bin ich zu stolz, Brunhilde! etwas Entsetzliches passiert, als dränge sich eine 3a, ich habe auch meinen Stolz! Aber die gespenstische, schreckliche Macht in ihr Leben als Dankbailelt eines Sohnes, dessen Mutter Du so presse eine unsichtbare Gewalt ihr Herz zu'sam-

treu pflegst darfst Du nicht zurückweisen. Dazu men, so daß sie kaum zu atmen vermochte,

hast Du nicht das Recht. Und somit danke ich IBrunhilde. . .

Dir von ganzem Herzen für das, was Du an In leisem, zitternden Flüstern klang ihr meiner armen Mutter tust. Was Du mir getan Name, wie von einer Geisterstimme gesprochen hast, Brunhilde, was Du in mir zerstört hast I wieder durch bas Zimmer

es fei vergessen um bet Liebe willen, bie Du Sie raffte sich auf und beugte sich über die meinet Mutter erzeigst. Leb wohl, Brun- I Kranke, deren Sippen ihren Namen geflüstert

Hilde .1 hattet.

Hake ich Dich verletzt, Walter?" fragte fie I Dr sah fie, baß die Tante mit weit geöffue- weich.Das lag nicht in meiner Absicht... I ten Augen dalag, die hageren Hände über der vergib mir . . . I Brust gefaltet.

Vergeben und vergessen ist nicht dasselbe,Ich bin bei Dir, liebe Tante, sagte Brun- Brunh'Ide. Ich muß sehen, wie ich damit fertig I Hilde leise sanft ihre Hand auf die Hände bet werde leb wohl! 1 Kranken legend.Wünschest Du etwas

Er gab ihr nicht die Hand, er verneigte sich |Ich habe Durst . . ."

Mni.Ä1°r uni> 9inflW die Treppe Brunhilds bereitete rasch einen kühlen 9 rrtiTrL- m I Trank unb wollte ihn der Kranken an die Liv-

,,°aten in die Augen I pen halten, indem fie deren Kopf sanft e*in

Re^Rrf.' mtt energischer Bewegung raffte wenig in die Höhe hob unb stützte. Aber die

na: nu'. Tante konnte sich nicht rührenj nicht die kleinste

&-> ist besser so, flüsterte fie, obgleich ihre I Bewegung bes Kopfes vermochte sie zu macken Lippen in verhaltenem Schmerz zuckten. Angstvoll sahen ihre aroß7n Auaen ^u Ä n

Und mit raschen Schritten begab fie sich in Hilde empor * 6 8 0CU $IUn

bas Krankenzimmer.Ich kann nicht, flüsterten ihre Bippen.

- 1 Das junge Mädchen nahm einen Löffel, hob

die Bewegungslose mit dem linken Arm empor unb flößte ihr löffelweise den Trank ein ben diese gierig schlürfte. Dann ließ sie ihr Haupt kraftlos an Vrunhildens Brust sinken.

Ich danke Dir, mein liebes Ätnb."

Willst Du Dich wieder niederlegen, Tante?

Kopenhagen, 4. Sept. Der Inspektor von Nord­grönland, Dangard Jensen, der auf dem Dampfer »Hans Egede" mit Dänemark gekommen und zwei Monate hindurck, sowohl vor als auch auf der Heim­reise die beste Gelegenheit gehabt hat, Dr. Cook näher kennen zu lernen, erklärte dem Vertreter von Ritzaus Bureau, daß nach seiner Ansicht Cook ein völlig ver- -

trauenerweckender solider Mann sei, der unter keinen I wurde das Kreditwesen in den Ostmarken und die Umständen von der Wahrheit abweiche. Der Jnspek- Bodenfrage besprochen. Abends fand in bet

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der von den Eskimos am Kap York, aus denen Cook I Erster Bürgermeister Pohlmann Kattowitz hielt seine Begleiter wählte, Berichte erhalten, die in der Beziehung die Mitteilungen Dr. Cooks bestätigten. Sie hätten Rasmussen, der ihren Dialekt vollständig beherrsche, erklärt, daß die Expeditton ein weiteres Vordringen am Nordpol freiwillig aufgegeben hätte. Es hätten sich ihr dort weder Eis, noch andere Hin­dernisse entgegengcstellt.