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DieNberhesstschr Jettmrg" erscheint täglich mit Ausnahme der

OAÜ Sonn» und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel- aVO jährlich durch die Poft bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei

unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

Marburg

Sonntag, 5. September 1909.

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Berlage."

Die IniertionSgebiihr beträgt für die 7gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. n CV Druck und Verlag: Foh. Auq. Koch, llaioersttätsbuhdruckerei Inhaber Dr. T. Hrtzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Zweites Blatt.

Luftscknffchrt.

Bracciano, 3. Sept. Das lenkbare Mi­litärluftschiff machte heute einen Aufstieg. In einer Höhe von 1000 Metern hatte es gegen ein« Windströmung von 30 bis 40 Kilometern Stun­dengeschwindigkeit zu kämpfen : es zeigte hervor­vorragende nautische Eigenschaften.

Paris, 3. Sept. Das LuftschiffLa Re- publique", das an den Manövern teilnehmen soll, überflog heute Morgen um 9 Uhr Fon­tainebleau ; eine Zwischenlandung ist vorgesehen in Nevers, von wo die Weiterfahrt morgen früh angetreten werden soll. Das Luftschiff fliegt mit einer Schnelligkeit von 40 Kilometern in der Stunde in einer Höhe von 100 Metern.

Politische Umschau.

Die Erträge der Erbschaftssteuer

- -Gaben im Reiche bisher den Etatsansätzen nicht entsprochen. Etwas günstiger scheinen sich di« Verhältnisse für das laufende Finanzjahr zu ge- Zm ersten Drittel 1909 lind 11,8 Millionen Mark aus der Erbschaftssteuer für das Reich vereinnahmt. Das find nicht we­niger wie 4,5 Millionen Mark mehr als im glei­chen Zeiträume 1908. Bedenkt man, daß im Etat des letzten Jahres die Erbschaftssteuer mit 42 Millionen Mark angesetzt war, im Etat für 1909 dagegen von ihr nur 30 Millionen Mark erwartet werden, so wird inan zu dem Schluffe kommen müffen, daß wenigstens diese Einnahme­quelle eine günstigere Entwicklung im laufenden Jahre in Aussicht stellt. Die Berteilung der Er­träge aus der Erbschaftssteuer zwischen Reich und den Einzelstaaten ist übrigens nach den dem neuesten Finanzgesetze eine andere geworden. Während nach der lex Stengel den einzelnen Bundesstaaten bis zum Ablauf« des Rechnungs­jahres 1910 mindestens der Betrag ihrer Durch­schnittseinnahme an Erbschaftssteuer in den Rechnungsjahren 1901 und 1905 verbleiben sollte, ist im neuesten Finanzgesetze bestimmt, daß vom 1. April 1909 ab von dem Roherträge, welcher aus der Besteuerung der Erbschaften aus­kommt, das Reich drei Viertel erhält und den einzelnen Bundesstaaten ein Viertel ihrer Roh­einnahmen verbleibt. Auf das laufende Jahr ryird demnach schon der neue Berteilung-maß- stab angewrndetzwerden müssen.

Preisausschreiben der deutsche« Kolonialgeiell- .. schäft.

Anläßlich der Tagung der deutschen Kolonial­gesellschaft in Dresden stiftel« Herr E. A. Olde- meyer in Bremen den Betrag von 3000 M für die nachstehende Preisaufgabe:

Für ein Mindestquantum von 100 Zentnern auf einer Pflanzung in deutschen Kolonien ge­wachsenen Tabaks, das in Bremen als brauch­bares Deckmaterial anerkannt rottb und am Bremer Markte einen ausreichenden Preis er­zielt, um eine genügende Rentabilität für di« dauernd« Fortsetzung des Anbaues zu verspre­chen. Ueber die Erfüllung der Bedingungen hat die Bremer Handelskammer nach Anhörung des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, wirtschaft­lichen Ausschusses der Deutschen Kolonialgesell­schaft, zu urteilen bezw. zu entscheiden. Das Preisausschreiben ist für fünf Jahre nach d«ss«n Veröffentlichung in Kraft.

Anträge von Preisbewerbern find an di« Deutsche Kolonialgesellschaft in Berlin W. 9, . Schellingstraße 4, zu richten. Die Auszahlung erfolgt stets durch die Hauptkasse der Deutschen Kolonialgesellschaft nach Anerkennung des Er­gebnisses durch die Bremer Handelskammer.

Berlin, den 17. August 1909.

Der Präsident der Deutschen Kolonialgesellschaft. Johann Albrecht, Herzog zu Mecklenburg.

Ein deutsches Kabel auf dem Weg« nach Deutsch-Afrika.

Die am 27. August im vorigen Jahr« in Berlin gegründete deutsch-südamerikanische Tele­graphebgesellschaft, mit dem Sitz in Köln, ar­beitet schnell. Sie hat die am 13. September o I. begonnene Legung der Teilstrecke Emden- Teniffera des neuen Kabels nach Südamerika beendet und den unterseeischen Strang dem all­gemeine Verkehr eröffnet. Die Gesamtlänge des Kabels Emden-Teniffera beträgt 4000 km. Uns interessiert weniger die Fortführung des Kabels nach Brasilien, als die Möglichkeit einer Zwi­schenlandung in'Monrovia. Auch wenn dadurch der Kabelstrang nach Pernambuko oder einem anderen brasilianischen Platze.ein Stück länger werden sollte, ist es für uns von großer Wichtig­keit, einen unterseeischen Telegraphen auf afri­kanischem Boden zu landen. Wir müssen uns im Interesse unserer Kolonien Togo, Kamerun and Südwestafrika von den englischen Linien möglichst unabhängig machen, und die gleichen Interessen haben Portugal, sowie der Kongo­staat.

noch einmal den Landungsplatz und fuhr dann in schneller Fahrt gegen Frankfurt a. M.

F r a n k f u r t a. M., 3. Sept., 5 Uhr 40 Min. Nachm. Das Parselvalsch« Luftschiff ist soeben von seiner Fernfahrt nach Mainz und Wies­baden zurückgekehrt und glatt auf dem Aus­stellungsgelände gelandet.

Wiesbaden, 3. Sept. Die Königin- Mutter Margherita von Italien begab sich heute mit Gefolge in Automobilen nach dem Exerzier­platz, um dort der Landung des von der Frank­furterJla" kommenden Parfevalschen Luft­schiffes beizuwohnen. Nach der Landung trat sie dicht an das Luftschiff heran und ließ sich vom Polizeipräsidenten v. Schenck den Führer des Parseval 3", Oberleutnant Stelling, oorstellen, der ihr eine genau« Beschreibung des Luftschiffes gab. Eine Einladung zur Teilnahme an der Fahrt lehnte sie freundlichst dankend ab. Die Königin blieb auf dem Platze, bis das Luft­schiff di« Rückfahrt nach Frankfurt anttat.

Sine Fahrt des Parseval-Ballons rach Wiesbaden.

Wiesbaden, 3. Sept. Der Parseval- bollon traf aus dem Ländchen und von Erbsn- heim kommend, pünttlich um halb 4 Uhr hier ein tinb kreuzte in etwa 300 Meter Höhe in langsamer Fahrt eine halbe Stunde über der Stadt. Die eleganten leichten Wendungen, die das Luftschiff ausführte, riefen allgemeine Be­wunderung hervor. Die Landung auf dem Exer­zierplatz ging glatt von statten. Nach halbstün­digem Aufenthalt erfolgte um 4 Uhr 50 Min. wieder der Auütiea. Das Luftschiff umkreiste

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Öriainalattikel ist gemäß § 18 6e» Urheberrecht» nur der deutlichen Quellenangabe .Oberhep'. Zig." gestattet.)

Marburg, 4. Sept.

* Warnung vor bet Herbstzeitlose. Mit dem Nahen des Herbstes erscheint auch wieder, na­mentlich auf feuchten Wiese«, die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), eine für Menschen und Tiere äußerst gefährliche Giftpflanze, vor der nachdrück^ I zu warnen ist. Jeder Teil der durch ihre rosafarbene zartglanzende Blüte aus­gezeichneten Pflanze enthält Colchicin, ein sehr starkes Gift, das besonders auf die Verdauungs­organ« und Nieren einwirtt und Magen- und Darmentzündungen, ost mit tödlichem Aus­gange, hervorruft.

* »Fliegende Bauten". Mit der Frag« der Standficherhest der sogenannten fliegenden Bau­ten sZirkusbauten, Schaubuden, Karuffels u. dergl.) beschäftigt sich ein jüngst ergangener Erlaß der preußischen Ressortminister, in dem die Polizeibehörden u. a. angewiesen werden, derartige Bauten keinesfalls ohne vorherige fachgemäße Prüfung für die Oeffentlichkeit frei- zugeben. Soweit den Behörden entsprechend vorgebildet« Organe nicht zu Gebote stehen, sollen privat« Sachverständige, eventl. befähigte Handwerksmeister, zu den Prüfungen zugezogen werden.

K. Die Witterung im Monat August 1909. Der Monat August hat Abschied von uns ge­nommen und wir konnten ihm ein gutes Ab­schiedszeugnis ausstellen: hat er doch, wenig­stens über unserer Gegend, Gott sei Dank? voll­ständig das erfüllt, was wir von ihm nach einem geradezu schauerlichen Juli, nach langjährigen Erfahrungen hoffen und mit einigem Recht er­warten durften. Er brachte Sonnenschein und Wärme, ließ es aber und zwar so ziemlich zu rechter Zeit an mäßiger Feuchttgkeit nicht f^- len; es war eben ein Erntemonat, der vielen Herzen schwere Sorgen abnahm oder wenigstens erleichterte. Der mittlere Luftdruck kommt mtt 746,1 mm für den Beobachtungsort geltenden Normalbarometerstand fast gleich. Das Luft­meer begann bereits unruhiger zu roetben und erstreckte sich die bertfche Amplitude schon über 15,3 mm (M. 752,1 mm am 5. m. 736,8 mm am 31). Die mittlere Temperatur des Monats kam mit 17,2 Grad dem für Marburg 8 normalen Augustmittel gleich. Es wurden 20 Tag« mit einer über 20 Grad und 8 Tage mit einer über 25 Grad gestiegenen Tagestem­peratur verzeichnet. Die höchst« Tageswärme trat mit 29,5 Grad am 8. ein, während der 24. die niedrigste Morgentemperatur mtt 7,8 Grad brachte. Der Druck der in der Lust enthaltene« Wasserdämpfe übettraf mit 10,8 mm «in Mittel den des Juli um 1 mm; das Mittel der relatt- ven Feuchtigkeit bettug 78 Prozent, die trockenftt Luft hatte der 14. mit 7,3 mm Dunstdruck und 43 Prozent Feuchtigkeit; letzteres will allge­mein faßlich ausgedrückt besagen, daß die Luft im August durchschnittlich einen solche« und zwar geringen Feuchttgkeitsgehatt hatte, daß sie zu den bereits vorhandenen 43 Prozent noch 57 Prozent desselben aufnehmen konnte, e$)e fk mit

Feuchtigkeit gesättigt war, der betr. Taupuntt erreicht wurde und es zu Niederschlägen kam. Da der Monat viele Tage mtt reichlicherSonnen- scheindauer brachte, war die Bewölkungsziffer mit 60 Prozent am Morgen und 56 Prozent am Nachmittag eine geringe; 6 Tage konnten als ganz heiter ebensoviel« aber mußten als ganz trübe bezeichnet werden. Die Windrichtung war in den meisten Beobachtungsfällen schwacher W, nur an dem gewitterhaften 30. wurden, was feit langer Zeit nicht vorkam, Sturmböen be­obachtet. Die an acht Tagen darunter zwei mit Ferngewittern niedergegangenen meß­baren Regenmengen betrugen mit 28,7 mm kaum die Hälfte des für August normalen Regenquantums. Hagel kam über dem Tale von Marburg nicht vor. Ueber den Fortgang und Ergebnis der Ernte wurde von der Hoffmann- schen Regenstation am Ortenberge zuglei« mit der Meldung des eben angeführten Resultates sehr sorgfältiger Messungen, mitgeteilt, daß bei dem verhältnismäßig trockenen Wetter Gerste und Roggen in der Zeit vom 7. bis 21. August sehr gut trocken eingeführt werden konnte. Die Roggenernte namentlich übertrifft in Ertrag alle Ermattungen; seit Jahrzehnten ist nach An­sicht des Herrn Berichterstatters, wenigstens in hiesiger Gegend, eine solche sowohl in Qualität als Quantität gute Roggenernte gemacht wor­den. Weizen wurde auf dem Hoffmanschen Gute vom 12. bis 27. gemäht und noch bis Monats­ende ungefähr zur Häfte unter Dach gebracht. Hafer wurde zwischen dem 20. und 31. August gemäht; ein kleiner Anfang mit dem Einbrin­gen wurde am 30. August gemacht. Die Grum­meternte beginnt erst im September. Der Schlußsatz des betr. Berichtes spricht sich dahin aus, daß, wenn (was zu erwarten ist) bis Mitte September günstiges Wetter herrscht, alles nach- geholt sei, was durch die verfpättte Aberntung der Feldfrüchi« so lange ferngehalten wurde.

' Durchschnittspreise für Hafer, He« und Stroh. DaS Amtsblatt der königlichen Regierung bringt folgende Nachweisung der für die Lieser- ungsverbände des Regierungsbezirks Cassel fest­gestellten Durchschnittspreise der höchsten Tages­preise für Hafer, Heu und Stroh mit einem Aufschlag von fünf vom Hundett, welche für Vergütung der im Monat August 1909 verab­reichten Fourage maßgebend sind.

H

Bezeichnung b eS Lieferungs­verbandes.

Haupt­marktort.

Durchschnittspreis pro Gentner

Hafer Ma

1

1 Ma

Stroh

Ma

Stadtkreis Casse Landkreis Casse Kreis Eschwege

, Witzenhaus.

, Fritzlar

Cassel dgl.

Eschwege dgl.

Fritzlar dgl

11

11

10

10

11

55

55

74

74

42

1 5

5

4

4

5

78

78

20

20

25

2

2

3

3

3

|81 j81 15 15 15

, Homberg

11

42

5

25

3

15

, Ziegenhain

11

42

5

25

3

15

. Fulda

Aa

11

55

4

72

3

15

, Hünfeld

dgl.

11

55

4

72

3

15

, Gersfeld

dgl.

11

55

4

72

3

15

, Schlüchtern

dgl.

11

55

4

72

3

15

StadtkrS. Hanau

Hanau

11

29

4

3

09

Landkreis Hanau

dgl.

11

29

4

3

09

Kreis Gelnhausen , Hersfeld

dgl.

Hersfeld

11

11

29

55

4

5

3

3

09

94

, Hofgeismar

Hofgeismar

11

29

4

31

2

26

, Wolfhagen

dgl.

11

29

4

31

2

26

, Marburg

Marburg

11

87

5

25

3

94

, Kirchhain

dgl.

11

87

5

25

3

94

, Frankenbg.

dgl.

11

87

5

25

99

3

94

, Rotenburg

Rotenburg

10

85

4

3

04

, Melsungen

dgl.

10

85

4

99

3

04

, Rinteln

Rinteln

11

55

5

78

2

36

, Schmalkld.

Schmalkld.

12|08|

5

25

3

68

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

G. Hanau, 3. Sept. Für den Bau der evangelischen Kirche im benachbarten Grob-Auheim ist ein Kaiser- liches Gnadengeschenk im Betrage von 10 000Jl be­willigt worden.

Göttinger, L Sept. Zu der Angelegenheit der Anlage einer elektttschen Sttaßenbahn nimmt jetzt die Bürgerschaft in den Bezirksver­einen Stellung. Da, Projett wird bezüglich seiner Rentabilität und Zweckmäßigkeit verschie­de» beurteilt. Jedefalls geht die öffentli^ Meinung dcchi», daß di« Stadt zur Ausführug des Plane» erhebliche finanzielle Opfer bei der Höhe der heutigen Steuerlast nicht bttngen darf.

Vermischtes.

®nt Stiefmutter. Eine Rabenmutter schlimmster Art, die Hoblersehefrau Wilhelmine Wundrain, geb. Reumann, geboten 1884 in Ahlenau, Kreis Fttedlaiü), wurde oomSchöfffen- gericht wegen fortgesetzter Kindesmißhandlung über den Antrag des Staatsanwaltes hin­

aus zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Dtt Angeklagte, bis Oktober v. I. in Herrenhaus««, zuletzt aber in Schulenburg wohnhaft, hat ihn aus erster Ehe ihres Mannes stammend« jetzt sechsjährige Tochter in der herzlosesten Weift behandelt und sie in der grausamsten Weise Hunger leiden und frieren lassen, sodaß das Kind auf Betreiben der mitleidigen Nachbarn seiner Peinigerin abgenommen werden mußte. Der mitangeklagte Ehemann ist vor einigen Wochen gestorben.

Sie will den Zeppelin nicht sehe«. Ma» berichtet aus Göttingen unterm 29. August' Aus Furcht vor dem Erscheinen des Zeppelin, schen Luftschiffes wäre eine alte Frau in Eichen, berg beinahe in ihrem Kiffen erstickt. Es roai nämlich dort am Freitag Abend das Gerücht verbreitet, Zeppelin komme auf seiner Berlin- fahtt über unsere Gegend; auch hatte man von dem Getös« der Luftschiffmotoren, das eine halbe Stunde weit gehürt werden könne, erzählt. Der Zufall wollte es nun, daß am anderen Morgen der Nachbar, ein Landwirt, sehr früb mit dem Reinigen seines Getreides mittelst oer Windfege begann. Dieses Geräusch erweckte bei der Frau den Wahn, Zeppelin sei über ihrem Hause. Es wurde 9 Ahr und die alte Frau war noch nicht aufgestanden. Endlich betrat man die Stube und fand die Alte in die Decken eingehüllt, in Schweiß gebadet vor. Sie erklärte, sie habe in ihrem Alter nicht mehr sehen wollen, wie die Menschen immer über­spannter würden und wie sie sogar jetzt-das Wandern von Sonne und Mond am Himmel nachmachten.

In Hagenbecks Tierpark in Stellingen haben vorige Woche nachts zwei große Netzschlangen, die um den Kadaver eines Schwanes kämpften, sich in grimmer Wut ineinander verbiffen und sind dann, eng ineinanderverschlungen, in «in Wasserbasfin gefallen und so ertrunken. Die wettvollen Ungetüme jnaBett 20 bezw. 17 Fuß Länge. Bon der Eeftäßigkeit dieser Repfftten macht Mn sich einen Begriff, wenn man hott, daß di« 20 Fuß lange Netzschlange, das größt« Schlangenexemplar, das je in Gefangenschaft ge­langt«, am 10. Juli eine 88 Pfund schwere Ziege und jetzt vor einigen Tagen wieder einen 65 Pfund schweren Hirsch hinuntergewürgt hat.

Der saure Wein. . . . Also die Wein­diebe haben sich selbst verraten? . . Wie denn?" Den Wirt haben Sie nachher durchgebleut."

Vergnümr nas - Anzeiger

Spiekpkan

des Großbee,»gl. Kurhaus-Theaters Bad Nauheim. Direktion: Hermann Steingoetter.

Sonntag, 5. Sept.:Pension Schöller", Posse.

Montag, 6. Sept.:Die Schmetterlingsschlacht", Ko­mödie in 4 Akten.

Mittwoch, 8. Sept.: Gastspiel v. Mitgl. b. Franff. Schauspielhauses:Sittliche Forderung".Ab­schiedssouper', Lustsp.,Kurmärker und Picarde". Genrebild.

Freitag, 10. Sept.:Liebesmanöver", Lustspiel.

6. Henneberg, Zürich

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P. Tro««, Drogen, Marburg,

H. Leonhäuser, Kaufmann, Kirchhain, SB. Ungemach, Kaufmann, Gemünden.

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. Ml. 6ttl Hitzeroth in Marburg.