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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
And den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Benage."
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Sie „Gberhesstfche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.
Marburg sonntaa. 22. August 1909. mm—— iinn—wn——■■
44. Jahrg.
Die Insertionsgebühr beträgt für die 7 gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unioersitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. C. Hiheroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Zweites Blatt.
Liberale Theorie und englische Wirklichkeit.
Unser doktrinärer Liberalismus versucht es stets, die ihm unsympathischen agrarischen Bestandteile unseres Volkes in jeder Weise herabzusetzen, ja das „Berliner Tageblatt" hatte die Stint, in einem Jubelartikel beim Besuche des «nglischen Königs zu behaupten, „daß Deutschland die Festen des Agrarstaates abstreife", also dem Industriestaats immer ähnlicher werde. Das ist echt liberale Theorie. Gerade England zeigt als enttvickelter Industriestaat schon jetzt deutlich erkennbar alle Schattenseiten einseitiger wirtschaftlicher Entwicklung. England hat seinen industriel-- len und kommerziellen Aufschwung sehr teuer erkauft. Es hat dafür die Gesundheit seines Volkes und einen guten Teil seiner Wehrkraft hingegeben.
Ein einwandfreier Zeuge für diese Tatsache ist der Generaldiretor des Sanitätswesens der britischen Armee, Sir William Taylor. Er bat nachgewiesen, daß in den zehn Jahren zwischen 1893 und 1902 in England 37,6 v. H. aller Männer, die sich bereit erklärten, in das Heer einzutteten, dienstuntauglich waren. Engand hat also bei Beschaffung des Soldatenmaterials für seine Armee mit Schwierigkeiten zu rechnen. Warum? Auch hierüber geben englische Autoritäten Auskunft. Ihre Quelle ist die unanfechtbare amtliche Statistik. Die letzte Volkszählung hat gezeigt, daß 77 v. H. der englischen Bevölkerung in Städten leben — eine Zunahme von 15 v. H. in zehn Jahren. Die Statistiker E. Booth und B. S. Rowntree schätzen auf Grund sorgfältiger Erhebungen die städtische Armenbevölkerung auf 28 bis 30 v. H. der Gesamtheit. Kein Wunder, daß die in ärmlichen Verhältnissen in den Städten ausgewachsenen und schlecht genährten Kinder nicht fürs Heer taugen. „Wären alle Klaffen der Bevölkerung imstande, ihre Kinder gut zu ernähren und in frischer Luft aufwachsen zu lassen, so hätte man eine gesunde Raste und taugliche Rekruten", sagt Sir William Taylor, und schlägt die Einsetzung einer Untersuchungsommission vor, die Erhebungen über die Ursachen des körperlichen Niederganges?, der Bevölkerung machen und Mittel zur Abhilfe Vorschlägen soll. Es ist ein offfenes Geheimnis, daß es England schon jetzt schwer fällt, seine Kriegsflotte voll zu bemannen. Auch hier zeigen sich die Folgen der vernachlässigten Volksgesundheit.
Jede einseitige Ausbildung wirtschaftlicher Kräfte rächt sich, wie jede ungesunde Ueber- treibung sich rächen muß. Die Preisgabe der Landwirtschaft zugunsten eines einseitigen Industrialismus würde uns englische Verhältnisse schaffen. Das kann und darf aber ein Politiker, der unserem Volke seine Wehrkraft erhalten will, niemals zugeben. Daß man in England das Verzweifelte der Lage bereits erkannt und mit Sorgen das Schwinden der Wehrkraft und die
Aus der Blütezeit des HmidwelksbmsLenIetene und des
Zunftwesens.
Von L. Müller.
l Fortsetzung.)
„Lamm" Hemdf „jedem" ausbeuten: „Leder gehen" barfuß laufen: „Linkmichel" Einfaltspinsel: „Leinweber" Schundläppchen: „Lehmer" Bäcker: „Leimrat, Leimpfanne" Schreiner: „lin- zen" sehen: „Luft Berliner" Kümmel: „Ligium" Brot: „Lopez" Gauner, Landstreicher: „Mackes" Hiebe: „Mochim" Stadt: „Mandatar" Sauf- b uder: „Dreckschwalbe" Maurer; „Moos" Geld: „Morgenstern" Gefängnis: „nächst:nnen" auf der Herberge untersucht werden; „Obermann" Hut: „Poscker" Pfennig; „Pech" Unglück; „Pflanzer" Schuster; „Plattmachen" im Freien schlafen; „putzen" sausen; „Penne" Herberge, Kneipe; „Pennebotz" Herbergsvater; „Pennebruder" einer der die Herberge frequentiert; „Pferdeschuster" Sattler; „Kopfschuster" Hutmacher: „Polende" Polizei: „Plembel" Vier; „Pickus" Esten: „Plauderer" Lehrer; „Rauscher" Stroh, Streu schlafen; „Rädchen" Talerstück; „Radau" Spektakel; „Religion" Handwerk; „Roller" Müller; „schallern" fingen; „Sorof" Schnaps; „Schnurrer" Bettler; „Säger" Kaufmann; „schenigeln" arbeiten; „Schmockfink" Tabakspfeife: „Schinikelswind" Zuchthaus; „Schucker" Polizeidiener; „Staude" Hemd; »Stenz" Stecken; „schießen" stehlen; „schimpfen" ’um Gesellen erklären; „schwächen" saufen; ^chockelmai und Loreken" Kaffe« mit Bröd-
Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse erkennt, dafür fehlt es nicht an Beweisen. Das nglische Parlamentsmitglied Lord Hamilton hat im Jahre 1894 in einem Vorttage in der Königlich Statistischen Gesellschaft zu London die Lage Englands, wie sie sich auf wirtschaftlichem Gebiete gestaltet hat, mit den Worten gekennzeichnet: „Wir sind in der Lage eines Mannes, der gezwungen ist, zu spielen und seinen Spieleinsatz fortwährend zu erhöhen, nicht, weil er das Spiel liebt, sondern weil er jetzt nicht mehr zu spielen aufhören kann, ohne sich dem Verderben und dem Untergänge preiszugeben."
Das sind einige Streiflichter aus dem Freihandelsstaate England.
Politische Umschau.
-Kreta.
Konstantinopel, 20. Aug. Die maßgebenden Stellen der Pforte erklären die Lage in der Kretafrage für befriedigend. Durch das Vorgehen der Schutzmächte auf Kreta ist die Spannung beseitigt. In der Riederholung der griechischen Flagge, sowie in der Meldung, daß die Schutzmächte von der kretischen Regierung die formelle Zusicherung verlangt haben, daß die griechische Flagge künftig nicht mehr gehißt werde, sehe die Pforte eine Bürgschaft, daß die Schutzmächte die türkische Souveränetät über Kreta vor fernerer Verletzung schützen werden. Dies sei für die türkische Regierung, die niemals kriegerische Verwicklungen erstrebt habe, sondern nur ihr Recht verteidigt, von entscheidender Bedeutung gewesen. Daher sei es nicht die Schuld der Türkei, wenn die Lösung der Frage o lange hingezogen werde. Bezüglich der kretischen Antwortnote wird erklärt, daß ihre Bedeutung für die türkische Regierung durch die inzwischen eingetretene Wendung der Lage in den Hintergrund getreten sei. Der Inhalt der Rote habe jedoch den allgemeinen Erwartungen entsprochen. Der Schriftenwechsel zwischen den beiden Regierungen ist damit wahrscheinlich beendet. Die Entscheidung darüber werde jedoch erst in dem am Sonntag tagenden Ministerrat getroffen.
Konstantinopel, 20. Aug. Zn der Antwort Griechenlands auf die letzte Note der Pforte wird lebhaftes Bedauern darüber ausgedrückt, daß die Türkei selbst nach der ersten Antwort auf ihren Beschwerden über die Haltung Griechenlands in Rumelien und Kreta beharre. Sicherlich habe die Anarchie, die seit langem Rumelien verwüste, mancherlei Mitzverständ- niffe veranlaßt. Griechenland beklage mehr als irgend jemand die Bewegung, die die verschiedenen Völker dezimiere und ruiniere. Dabei bemühte sich Griechenland, seit der neue Stand der Dinge die Wiederherstellung der Ordnung hoffen ließ, die Aufgabe der Türkei zu erleichtern. Die von Griechenland ergriffenen Maßnahmen seien ein Beweis für den festen Entschluß, von dieser Verhaltungslinie nicht abzuweichen. Kreta betreffend werde die Pforte zugeben, daß sie in ihren früheren Kundgebungen weit entfernt war, die frühere Haltung Griechenlands als nicht vorwurfsvoll zu betrachten und daß sie die Korrektheit Griechenlands wiederholt selbst betont. Nichtsdestoweniger sei
chen; „Schwarzkünstler" Schornsteinfeger; „So- rifsschwächer" Schnapsbruder; „Scheinlinge" die Augen; „Schwächbruder" Kneipgenie: „Möhren" Polizeifinger; „Stromer" Hut auch Kunde; „Steinröschen" Zylinderhut; „Schlum- merkies" Cchlafgeld; „Sufchen-Backer" Pferdeschlächter ; „schmalmachen" Wirtshausfechten; „Sänftling" Bett. In einem Liede heißt es:
Zn der Penne tiefsten Gründen, In dem Sänftling tief versteckt. Schläft der Kunde aller Kunden, Bis der Penneboß ihn weckt.
„Piependvher" Zigarrenmacher; „Fettlappen" Tuchmacher; „Schneidling" Mester; „Schmiere stehen" Wache stehen; „Schatullien- brühe" Kaffee; „schmoren" trinken; „Stift" Lehrling; „Stichler" Schneider; „stricken" fechten; „Streifling" Strumpf auch Hosen; „Straßburger" Zigarrenstummel; „Schub" erwischt und nach der Heimat gebracht werden; „taffen" betteln; „Tappenreiter" ein Mensch, der auf verschiedene Gewerbe reist; „Trittchen, Tritb- ling" Schuhe und Stiefel; „Turmspitzenvergolder" Bauer; „Totenschein" Marschroute nach der Heimat: „Umschau" nach Arbeit fragen: „Ver- schitt gehen" gefangen werden: „Winde" Haus; „fünf Poscher" Haus, wo es beim Fechten fünf Heller gibt; „Wallmisch" Rock; „Weidlinger" Hose; „Wallon" Gendarm; „Wolkenschieber" Bauer; „Wachtmeister" ein großer Schnaps; „weggehen" gefangen werden; „Zopfianus" Hopfenbauer; „Zottelware" gestohlene Sachen; „zupfen" stehlen; „Zopper, Zoppkunde" Dieb; „Zink" Stempel; „zinkiert" gestempelt.
Es mögen nun einiae seltene Lieder aus der
Griechenland bereit, in allen Punkten sich den Beschlüsten der Schutzmächte anzupassen; es werde eine eventuelle Bewegung auf dpi Insel nickt ermutigen. Griechenland hoffe, datz die Pforte die Loyalität anerkennen und zugeben werde, es liege kein Anlaß zu fortwährenden Mißverständnissen vor, die für die Jnteresten beider ßänbet so verderblich seien.
Stadtverordneten-Sitzung.
) ( Marburg, 20. Aug.
Nach knapp einer Woche Pause fand heute wieder eine Sitzung der Stadtverordneten statt. An Stelle des beurlaubten Stadtverordneten-Vorstehers führte Stadtv. Rohde den Vorsitz.
Die allgemein interessierende Angelegenheit des Wiederaufbaues des östlichen Flügels des städtischen Elektrizitätswerks, wovon bekanntlich bereits in der letzten Sitzung die Rede war, bildete den ersten Puntt der Tagesordnung. In seinem Erläuterungsbericht, loelchen der Vorsitzende erstattete, teilte dieser mit, daß der Wiederaufbau des westlichen Teils noch in der Schwebe sei, dahingegen sei seitens des Magistrats dem Antrag, mit dem Aufbau des östlichen Flügels zu beginnen, Zustimmung erfolgt und es sei wohl auch kaum zu befürchten, daß sonstige Einwendungen erfolgen würden. Bezüglich des Projekts, wie es da unten werden soll, teilte er ferner mit.daß nach dem Proiekt da? alte Gebäude abgeristen und eine Straßenbreite von 10,10 Meter und für den Bürgersteig 6,6 Meter Breite geschaffen würde. Das Gebäude trete um 6 Meter zurück. Es gebe ein niedriges langgestrecktes Hau-, das in seiner äußeren und inneren Ausstattung, die der Redner näher beschrieb, würdig in die Umgebung dort paffe. Das ganze Gelände, einschließlich der Dienstwohnung, verursache einen Kostenaufwand von 85 000 dH. Der östliche Flügel, der zuerst in Angriff genommen würde, koste 21 000 dH. Davon sollen laut Magistratsantrag 13 300 dH durch eine Anleihe und der Rest durch Gelder der Brandversicherung, die insgesamt 40 000 dH bezahlt, beglichen werde. Stadtbaurat Bewig gab ebenfalls einige Erläuteriuigen, insbesondere bezüglich der seitherigen provisorischen Arbeiten und der Verwendung der Gelder der Brandkaffe. Es wurde gewünscht, genau auseinander zu halten, was für den Betrieb und den Wi-derarstbau Verwendung fände. Der Antrag bezüglrch der Anleihe, die mit 2 Prozent amortisiert werden soll, fand mit einem Zusatz bezüglich der Verwendung der Brandkaffengelder Genehmigung. Auf die weiteren Einzelheiten, wie der Bau gedacht ist usw. läßt sich selbstredend nicht eingehen, weil dazu eine genaue Kenntnis des Projekts gehört. Vielleicht wird dasselbe einmal ausgestellt.
Weiter handelte es sich um Bewilligung von Kosten für Alleebäume. Es sind nämlich einige neugevflanzte Bäumchen eingogaugen und muß Ersatz geschaffen werden. Nachdem der Stadtv. Prof. Reiffert den Wunsch geäußert batte, daß bei den neuen Bäumchen anstatt Steine und Schutt gute Erde in die Pflanzlöcher gebracht werden möchte, wurde die Vorlage angenommen.
Der folgende Puntt. betraf den Tausch bezw. Ankauf von Grundeigentum von Georg Volland und Wilbelm Münscher zum Ausbau der verlängerten Weißenburaffraße Wie mitgcteilt wurde, ergibt sich bei der hier vorzunehmendcn Besitzvcrschiebung ein schöner Eckbauplatz. Nachdem der betreffende Verttag zur Verlesung gebracht und auch die Karten cinge- sehen waren, erfolgte Zustimmung.
Der Bewilligung von Nmzugskosten für einen städtischen Beamten wurde zugcstimmt.
Eine weitere Angelegenheit wurde in vertraulicher Sitzung erledigt.
Vermischtes.
Die Odyffee eines deutschen Knaben. Aus
Brüssel wird der „Voss. Ztg." geschrieben: Vor
damaligen Zeit folgen, denn wie das Leben der Burschen auf der Universität, war auch über das Wanderleben der Zauber der Poesie ausgegossen. Das folgende Lied hing in Gießen auf der Herberge unter Glas und Rahmen:
Das Reifen ist ein theures Ding, Zch möchte wissen, wers anfing? Zch reise jetzt schon Tag und Jahr, Vertret' den Dalast ja fürwahr.
Wenn ich des Morgens früh aufsteh". Dann greif' ich in die Tasch', o weh! Es ist kein Poscher nicht mehr drin. Ich muß zum Talfen wieder hin.
Ach, nun kommt der liebe Morgen, Nun geht das Talfen wieder an, Lieber Gott, Du wirst doch sorgen, Daß mich kein Butz abfassen kann.
Zch fechte nur auf Ritters Gut Und denke mir: Herz, fasse Much. Als ich dies dacht in meinem Sinn, Ging ich gleich zu der Küche hin.
Da ward geschmort, gebraten, gekocht.
Vor Hunger mir das Herze pocht; Da kam die schwarze Küchenmagd, Der schnell ich meine Bitt' hersagt:
„Ach, liebes Kind, verzeih'n Sie mir. Daß ich jetzt komm' vor Ihre Thür, Sie werden wohl Erbarmen haben Und mich mit etwas Essen laben. ■
einigen Tagen sprach abends ein etwa 14jähri- ger Junge einen Polizisten an und erklärte ihm, daß er ohne Subsistenzmittel sei. seit Tagen nichts gegessen habe und nicht wisse, wo er Obdach finden könne. Der Junge, der deutsch sprach, heißt Samuel Häuf und ist aus Posen. Er hat den ganzen Weg von Posen nach Brüssel zu Fuß zurückgelegt, weil er in Antwerpen einen Kapitän zu finden hoffte, der ihm versprochen hatte, ihn mit nach der Insel Samos zu nehmen. Dort hält sich nämlich sein Vater auf, während seine Mutter in Abwesenheit des Vaters gestochen ist. Den Jungen trieb ein unbändiger Hang dazu, unter allen Umständen zu seinem Vater zu kommen, da die Mutter gestorben ist, ohne daß man den abwesenden Vater hatte davon benachrichtigen können. Di« Brüsseler Polizei hat sich in liebenswürdiger Werse des Kleinen angenommen, ihn gespeist und eine Nacht beherbergt, um ihn dann am anderen Morgen einer israelitischen Wohltätigkeitsanstalt anzuvertrauen, die für sein weiteres Schicksal sorgen wird.
Die Weltsprache Esperanto. Ueber de» jetzigen Stand des Esperanto macht die letzte Nummer der „Ofiziala Esperantssta Gazeta"- Paris folgende interessante Angaben: Am 5. Mai 1909 gab es bereits 1498 Esperanto-Vereine gegen 865 im 1. Januar 1908. Außerdem gibt es noch 133 Fachvereine, die Esperanto benutzen und 326 Esveranto-Auskunftsstellen, von denen die des V. O. E. in Leipzig, Carolinen« straße 12, gegen Einsendung von 15 Pfg. ein Lehrbuch der Esperanto-Weltsprache und aufklärende Schriften portofrei versendet. In Deutschland gibt es z. Z. 188 Esperantisten» Vereine und auf der ganzen Erde 89 Esperanto- Zeitungen.__________
BerftnL'Mmgs-Anzemer
Königliches Theater zu Lastet.
Bon Sonntag, den 22. Aug. bis Mittwoch, den 25. August geschlossen.
Donnerstag, 26. Aug.: Auf allerhöchsten Befehl, zur Einweihung des neuen Hauses, Sondervorstellung mit aufgehobenem Abonnement: „Undine". (Fest- vorstellung.)
Freitag, 27. Aug.: (Sondervorstellung mit aufgehobenem Abonnement): „Minna von Bornheim" ober: „Das Soldatenglück."
Sonnabend, 28. Aug.: „Die Laune des Verliebten." „Die Mitschuldigen."
Sonntag, 29. Aug.: „Undine."
Montag, 30. Aug.: „Miyna von Bornheim."
Spielplan
des Großher,ogl. Kurhaus-TbeaterS Bad Nauheim. Sonntag, 22. Aug.: „Im weißen Röß'l".
Montag, 23. Aug.: „O diese Leutnants". Donnerstag, 26. Aug.: „Die Liebe wacht". Freitag, 27. Aug.: „Der Doppelmensch".
Wenn Sie Ihr Kind 1 gesund munter u. geistig frisch sich entwickeln 1 sehen wollen, so eeben Sie ibm Dr. Hommel's ■ Haematogen. Lassen Sie sich jedoch keine der ■ vielen Nachahmungen ou'reben. ■
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.
Komm' von Leipzig, will nach Danzig, Drei mal acht ist vierundzwanzig, Zwei mal vier und das ist acht, Hab' noch kein' warmen Löffel übers
Herz gebracht."
Die schimpft: „Schon den ganzen Morgen Für die Fechter nur zu sorgen!"
Warf zu die Thür mir vor der Ras', Daß ich vor der Thür nun saß.
Halt, dacht ich, Pech hab ich heut', Und ging zu den Bauersleut'.
Da bekam ich Brod, Speck, Geld, Alles, was mir wohlgefällt.
Zch hat alle Taschen voll, Lief herum, als wär ich toll Und seh nmh ein großes Haus, Halt, dacht ich, da springt was raus.
Ging hinein! O, welch ein Schreck, Da standen zwei „Deckel" in der Eck, „Halt, Bürschchen, kommen Sie mal her. Sie kommen uns grad in die Quer'!"
Da nahmen sie mich Armen hin. Betrachten mich nach ihrem Sinn: Als Stromer und al^ Vagabund Und haben mich gleich eingespund.
Dort saß ich lang und könnt' nicht 'raus» Und mit dem Fechten war es aus.
Der Staatsanwalt platzt nun heraus. Steckt mich sechs Wochen ins Arbeitshaus.
(Fortsetzung fofoQ