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44. Jahrg

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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beilage."

Die Jnsertionsgebühr beträgt für die 7gehaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Iah. Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Jnbaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Marburg

Sonntag. 1. August 1909.

DieGberhelstlche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

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Zweites Blatt.

Bestellungen

für Me Monate August und September

< auf Ne

»Oberhessische Zeitung" nebst ihren Beilagen werden noch von unserer Expedition Marit 21) unseren Ausgabestellen in Kirch» Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstalten und Landbriesträgern ent» gegengenommcn.

Frankreichs auswärtige Politik.

Der PariserTemps" zieht das Facit der »uswärtigen Politik Frankreichs seit Alge- eiras in folgenden Darlegungen:Auf der Kon­ferenz hatten wir es verstanden, eine Schar von Allianzen und Freundschaften um uns zu grup­pieren. Vor ihnen war der Gegner zurückge­wichen. Aber trotzdem erschien die Zukunft un- gewist. Die marokkanische Frage, die Anlatz zu einer erneuten Krisis geben konnte, blieb un­gelöst. Deutschland beobachtete eine rätselhafte, zum Teil drohende Haltung. Der Kampf um die Bündnisbeziehungen dauerte fort. Das euro­päische Gleichgewicht schwankte. Da begann Mr. Pichon die Bande fester zu knüpfen, die uns mit unseren Freunden verbanden, und neue Bande solcher Art zu knüpfen. Er bereitete die russisch-japanische Verständigung vor (Januar bis August 1907), verhandelte mit Spanien über den Abschluß eines Mittelmeerabkommens (Mai 1907), mit Japan über Abmachungen für ven fernen Osten. Er war sodann diskret, aber tatkräftig an der Herbeiführung der englisch­russischen Entente beteiligt (August 1907) und Jorgte im Hinblick auf die Schwierigkeiten, die ich aus der marokkanischen Angelegenheit jeden Augenblick ergeben konnten, für eine materielle und moralische Verstärkung unserer Wehrmacht. Als dann der Orient der Schauplatz einer be­unruhigenden Initiative wurde, war er sogleich -ei der Hand, um den Ereignissen kaltblütig zu begegnen. In weiser Voraussicht hatte er die Fühlung mit Oesterreich-Ungarn nicht schwin­den lassen. So konnte er, ohne die Verpflich­tungen zu vernachlässigen, die uns unser Bünd­nis auserlegte, eine vermittelnde Aktion durch­führen. Und das Ansehen, das er sich in Wien zu sichern verstanden hatte, war der stärkste Faktor für das Zustandekommen der französisch- deutschen Abmachung vom 9. Februar 1909. Mag es in Europa auch andere Kriegsgefahren als die eines deutsch-französischen Konflikts geben, so ist es doch dieser drohende Konflikt, der hauptsächlich in den letzten fünf Jahren das allgemeine Sicherheitsgefühl gestört hat. Da­her war auch das Gefühl der Erleichterung und Beruhigung allgemein, das angesichts der Un­terzeichnung des deutsch-französischen Protokolls Platz griff. Dieses Protokoll ist als die Folge von Ereignissen verschiedener Bedeutung anzu- fprechen. Wir haben vorstehend bereits betont, welcher Anteil an dieser Verständigung auf Rechnung unserer guten Beziehungen zu Oester­

Aus der Blütezeit des Handwerksburschenlebens und des Zunftwesens.

Von L. M ü l l e r.

(Fortsetzung von Nr. 80 d. Ztg.)

Der Schlutz in dem Gesellenbuch der Buchbin- oer lautet: 1741 auf Johanni haben die kunst- liebenden Buchbindergefellen so hier in Arbeit gestanden eine Lade mit einer Ordnung aufge­richtet. Es wurde dann vor einer löblichen Meisterschaft Herr Matthäus Borris zum Ge- felleiivatter auf ein Jahr ernannt und Herr Jo­hannes Eros zum Beisitzer. Die Herberg« war aus dem Markt in der Sonne und der Sonnen­wirt Dornseis war der Herbergsvatter.

Auch die anderen Handwerke hatten ihre be­stimmten Spruche, Sitten und Gebräuche.

In hohem Tone stimmte der Buchdrucker- Ordenj seiner Kunst wohl bewußt, im Sinne seines Wahlspruches: frisch, frei, fröhlich und frumb, ist aller Buchdrucker Reichtum! sein Wan­derlied an.

Frisch auf mit reichem Schalle!

Ich weiß mir eine Gesellschaft gut. Liebt mir vor andern allen. Sie trägt ein freier Muth, Sie hat eine kleine Sorge - v Wohl um das röm'sche Reich, ' - Er starb heut oder morgen, - *' '* So gilt ihm Alles, Alles gleich.-

reich-Ungarn zu setzen ist. Sodann hat die feste Haltung, die Frankreich in der Casablanca- Angelegenheit beobachtet hat, das Ihrige getan. Ferner waren die erforderlichen militärischen Mahnahmen stillschweigend durchgeführt wor­den. Das Land nahm das Unvermeidliche auf sich, und was mit überschwänglichen, in der Wirklichkeit nicht begründeten Vorstellungen be­gonnen hatte, endete in männlichen Entschlieh- ungen. Die glückliche und vernünftige Lösung, zu der es nach Verlauf von acht Tagen kam, war der wohlverdiente Lohn für diese feste Ent­schlossenheit. Unsere Kraft im Widerstands- leisten verdoppelte unsere Kraft für die spä­teren Verhandlungen.

Frankreich befindet sich in diplomatischer Hinsicht gegenwärtig in einer ausgezeichneten Lage. Alle Minister der auswärtigen Ange­legenheiten feit 1887 haben mitgewirkt, unserem Lande diese Situation zu verschaffen, und man mutz dem Geiste der Kontinuität Gerechtigkeit widerfahren lasten von dem die Regierung und die Kammer soeben wieder Zeugnis gegeben haben. . . . Die Regierung hat die Gefühle der nationalen Solidarität, die lange Zeit nahezu erstorben waren, wieder zum Leben erweckt. Und man kann sagen, datz die großen inter­nalen Probleme durch die Politik des Ministers Pichon eine Behandlung erfahren haben, die durchaus den Forderungen unserer Ehre und unserer Lebensinteresten entspricht."

DerTemps" schließt mit der Bemerkung, datz es sich in der auswärtigen Politik um Dinge handelt, die weit hinausragen über das persönliche Gezänk in der letzten Kammersitzung. Des Ministerpräsidenten Clemenceau, der doch schließlich auch Anteil an dem Gang der fran­zösischen Politik seit Algeciras hat, ist in dem ganzen Artikel nicht mit einem Wort gedacht. Offenbar war der Artikel bestimmt, die Ueber- nahme des bisherigen Ministers des Auswär­tigen in das wahrscheinlich von dem bisherigen Justizminister Briand neu zu bildende Kabinett zu empfehlen, und diesem Wunsche ist ja auch Erfüllung geworden.

Deutsches Reich.

Vorbereitung für den Militärdienst durch Kriegervereine. Die Kriegervereine haben jetzt zum ersten Male praktische Matznahmen zur Vorbereitung ausgehobener junger Leute für den Militärdienst ergriffen. In Zabrze (Ober- schlefien) wurde vom dortigen Kriegerverein ein regelrechter Unterricht für die angehenden Sol­daten eingerichtet. Für den Unterricht, der auf dem Hofe der Volksschule stattfindet, sind drei Abendstunden in der Woche bestimmt. Die Lehrer werden ehemalige Unteroffiziere sein, die ihre Zöglinge hauptsächlich in Schießübun­gen unterweisen werden. Natürlich werden die Uebungen ganz in soldatischer Manier und in soldatischem Sinne vorgenommen werden, so daß der junge Mann hier eine gute Vorschule für das Militär hat.

Die Brauerei Aktien steigen! Wie der sozialdemokratis<: Volkswirtschaftler Calwer fest­stellt, stieg der Durchschnittskurs der deutschen Brauerei-Aktien von Ende Juni bis Mitte Juli von 131,26 auf 146,27. Das sind für die in heutiger Zeit nach den neuen Gesetzen vielgeplag­ten Aktienbesitzer wirklich schwere Zeiten. Vor­

Der Papierer sprach behende: So frischlich zu der Fahrt! Mir kleben zu sehr die Hände Wohl von dem Leimen zart, Das ich jetzt hab getrieben Auf das Papier so gut; Wohl auf, ihr Drucker alle, Woll'n haben ein freien Muth!"

Der Drucker sprach behende: Ich will mit auf die Fahrt! Mir schwitzen so die Lenden, Ich hab gezogen so hart.

Ich mutz jetzt wahrlich trinken, Sonst kann ich trinken nit." Der Setzer tat ihm winken: Ich geh gewißlich mit!"

Mein Form die klebt so harte, Macht: sie ist nicht genetzt, Drum ich der Gesellschaft warte Die's tapfer hinein gesetzt." ..So will ich," sprach der Eietzer, Allein nit bleiben hie;

Mein Zeug das will nicht flietzen, Ich hab getrunken nie.

Soll ich Gesellschaft meiden," Sprach der Formenschneider drauf, Hör ich jetzt auf zu schneiden, Wenn ich auch gerne sauf, Und spar nit dran mein Rachen, Tragt ihr nur auf mit Schall, Will trinken, es soll krachen, Kott geb. roers E'lag bezahlt!"

aussichtlich werden die Aktien noch mehr ft eigen, denn die Aktienkäufer scheinen damit zu rechnen, daß die Brauereien den Bierpreis um ein bedeu­tendes mehr als 1,8 Pfg. pro Liter so be­rechnet Calwer die neue Steuererhöhung stei­gern werden.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe Oberhess. Ztg." gestattet.)

Marburg, 31. Juli.

* Die Witterung im August dürft: sich, wenn wir nach dem allerdings etwas aus der Mode gekommenen 100jährigen Kalender rich­ten wollen, anfänglich trüb und regnerisch ge­stalten, vom 4. bis 6. hätten wir auf schöne Tage zu rechnen, am 7. aber steht ein Gewitter zu erwarten, das starke Niederschläge zur Folge hat. Unbeständige Tage, die bald Regen bald Sonnenschein bringen, dürften die von 9. bis 13. werden, während für die Zeit vom 15. bis 21. heitere, schöne Witterung in Aussicht steht. Dann soll das Wetter wieder veränderlich wer­den und sich bis zum Ende des Monats in wech­selnder Laune zeigen. Bruno Bürgel, der be­kannte Nachfolger Rudolf Falks, prophezeit gleichfalls für die ersten Tage des Monats stür­mische und regnerische Witterung. Die Zeit vom 5. bis 16. soll uns nach der Ansicht des genannten Meteorologen klares und schönes, wenn auch windiges Wetter bescheren, dann aber dürfte es veränderlich und unfreundlich werden, Niederschläge treten ein, es wird kühl und stürmisch und bleibt so bis zum letzten Tage des Monats. Während Bürgel.ni 1. August einen kritischen Tag von nur mittlerer Stärke und auch im 16. einen solchen von geringer Be­deutung erblickt, bezeichnet er den 31. als einen starken kritischen Tag, der möglichweise Vulkan­ausbrüche .Erdbeben ober Erubenkataftrophen mit sich führt. "

* Sommertheater in Marbach. Eine rei­zende Novität, das 4aktige LustspielDer Tugendhof" bringt das Sommertheater am Sonntag, den 1. August. Bei der Uraufführung in Berlin fand das hübsche Stück eine äußerst beifällige Aufnahme und dürfte sogar einen vollen, durchschlagenden Lacherfolg verzeichnen. Der Tugendhof" ist ein frisches, flottes Lust­spiel; viel übermütiger Humor, ein klein wenig Satire dabei, lebhafter, amüsanter Dialog und urkomische Situationen mit luftigen Momenten, die sich logisch entwickeln. Ansgelasiene Heiter­keit ist die Parole vom ersten Akt bis zum Fal­len des Vorhanges nach dem vielen. Tas durch­aus liebenswürdige Stück gibt die Gewähr für einen sehr vergnügten Abend. In den Haupt­rollen sind die Herren Sieger, Hopkirk, v. Bün­diger, Neuß und Lantzsch und die Damen Schuh­mann, Berger und Brenken beschäfttgt; für die Speilleitung zeichnet Herr Direktor Sieger.

* Volksvorstellung in den Stadtfälen. Die Preise für die am Montag, den 2. August, in den Stadtsälcn stattsindcnde 2. Volksvorstellung sind auf 1 M für Loge, 60 I für Sperrsitz und 30 I für Stehplatz festgesetzt. Zur Ausführung gelangt Zapfenstreich", Schauspiel, in 4 Akten von Franz Adam Beherlein. Anfang der Vorstellung ist 8 Uhr, Ende nach 10 Uhr. Der Vorverkauf be­

Datz die Buchdrucker auch Wappen führten, erwähnt ein anderes:

Ueberdies so dürfen wir Auch ein Wappen führen, Denn der Setzer läßt sich hier Mit dem Adler zieren, usw.

Die Drucker hatten einen Greif im Wappen.

Kaiser, Fürsten, Edelleut', Grafen und Barone Werden durch die Kunst erfreut, usw.

Dieser Stolz auf seine Arbeit erfüllte in der guten alten Zeit jeden Beruf; so sang der Zim­mermann:

Mein Handwerk fällt mir schwer.

Drum lieb' ich's noch viel mehr.

In meines Herzens Brust, Da spür ich nichts als Lust.

Im Sommer, in dem Wald, Wo meine Axt erschallt. Des Meisters Beil tut klingen, Die Nachtigall tut fingen; In meines Herzens Brust, Da spür ich nichts als Lust.

Wir ziehn die Schnur herauf Rach echtem Handwerksbrauch, Den Zirkel zum Abstechen, Da, Zollmatz zum Abmesien Der Länge und der Breite, Her Höhe und der Weite.

findet sich in der Elwcrtschen Universitätsbuch» Handlung, Reitgasse 9.

Hessen-Nassau und Nachbargebiete.

Homburg v. d. H., 30. Juli. Das Ereignis dieser Woche war das Ossizier-Lawn-tennis-Tour- niet, das alljährlich hier um den vom Kaiser ge­stifteten Preis stattsindet. 24 Nennungen waren erfolgt, darunter erfreulicherweise mehr als in früheren Jahren von Offizieren der Marine mis Kiel und Wilhelmshaven. Den Wettspielen, die leider auch unter der Ungunst des Wetters teil­weise zu leiden hatten, wohnten fast immer die Schloßherschaften aus dem benachbarten Fried- richshof, die Kronprinzessin von Griechenland, Prinzessin Schaumburg-Lippe und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen bei, die auch zum Schlußkamps um den Kaiserpreis erschienen waren, den Hauptmann v. Müller-Koblenz ge­wann. Die Prinzessin von Schaumburg-Lippe nahm sodann die Preisverteilung vor. Während der Zeit des Tourniers hatte die Kurdirektton die Teilnehmer int Kurhause zu einem glänzenden Ball eingeladen, an welchem sich auch die eng­lischen, amerikanischen und russischen Gäste zahl­reich beteiligten. In Ritters Parkhotel sand zu Ehren der Tennisteilnehmer in Homburg und der Polospieler in Frankfurt am Mittwoch ebenfalls ein großer Ball statt, der einen glänzenden Ver­lauf nahm.

Bad Nauheim, 30. Juli. Vorgestern fiel einer Dame das Handtäschchen mit einer Geldsumme von mehreren tausend Mark in den großen Teich. Die Nachforschungen eines Tauchers, den man von Frankfurt a. M. kommen ließ, hatten bis fetzt noch kein Ergebnis.

Iserlohn, 30. Juli. Der Kirchenbrandstifter Luigi Delnegro, der von einem Wärter nach einem i.t Olpe abgehaltenen Termin nach Arns­berg zürückgebracht werden sollte, ist hier ent­sprungen. Der Wärter hatte für einen Augen- blick das Wazenabteil verlassen. Diese Gelegen­heit benutzte der Italiener zur Flucht. Die sosott mit Hilfe von Polizeihunden aufgenommene Ver­folgung blieb erfolglos. Delnegro hat vor zwei Jahren die katholische Kirche in Olpe in Brand gesteckt.

Hagen i. W., 29. Juli. Die Mitglieder von vier Familien, die Äonbitorwaren gegessen hat­ten, sinb unter Vergiftungserscheinungen er­krankt ; ein vierjähriges Kinb ist bereits gestor­ben. Die Leiche unb bie noch vorhandenen Backwaren mürben beschlagnahmt.

Nehmen Sie

täolich ein Likörgläschen Dr. vonmel's Haema- wgen unmittelbar vor bet Hauptmahlzeit! Ihr Appetit wird reger, stnr Nervenly'tem erstarkt, die Mattigkeit verschwindet und körperliches Wohl­befinden stellt sich raschest ein. Merlan aen Eie je» doch ausdrücklich das echteDr. HommelS Haematoaen und weilen Ei- Nawahmunaen zurück.

l. 1

Verantwortlich für die Redaktion:

Dr. phil. T a 11 Hitzeroth in Marburg.

Wo kommen Kirchen her? 1

Die Schlößer noch viel mehr?

Die Brücken auf den Flüssen Die wir aufschlagen müffen? Zu Wasier und zu Land Hält unser Handwerk stand.

Kein Kaiser, König oder Fürst,

Er mag fein, wer er ist,

Kann Schlosser und Schreiner meiben,

Bei Kriegs- und FriÄwnszeiten.

Kein Graf, kein Gebeimann, Der uns entbehren kann.

Ein Lied vom Webersknaben klagt über die schlechte Behandlung durch den Meister: Im Winter, wenn bie weißen Muckei fliegen,' So müssen sich die Webersknaben schmiegen; Man wirst ihm den Strohsack vor die Thür. Kummt der helle Summer, Man gibt ihm das Bett herfilr."

Auch die Sitte des blauen Montag besitzt j ein Sieb, es schildert die Gesellen. Nachdem ste, den Sonntag verzecht, auf den Montag sahen« wieber an; ja manche Gesellen lebten die ganze Woche in reichem Schalle. Daß dies de« Meister mißfiel, ist natürlich. Der Uebermnt der Gesellen war oft zu to sie fangen höhnisch!

Wenn die Meister Hunger leiden, ;1' Können wir die Schinken schneidensj

Dergleichen Spott setzte böse» Blut.

(Fortsetzung folgt.)

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