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Marburg
Dienstag. 6, Juli 1909.
44. Jahrg.
giele nicht, sondern R< ie ist eine echte Künstl
Die In sertio ns gebühr beträgt für die 7 gespaltene Helle ober deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig — Druck und »erlern: Joh Aug. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. T. H itzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
neugierig auf sie und ihren unfehlbaren Zauber zu werden."
„3iun, Mittwoch, werden Sie beides kennen lernen! Sie kommt stets, wenn sie nicht gerade im Theater beschäftigt ist, zu Mamas Abenden, UÄ> diesmal ist Re frei. Ob Sie ihren Gesang Eber kennen lernen ,ist freilich fraglich, denn Re ist ganz souveräne Künstlerin und singt nur, wenn sie gerade bei Laune ist. Sie hat auch da ihre ganz eigenen Ansichten, die ich nur teilen kann. In den Salon, meint sie, gehören keine Arien. Diese aus dem Zusammenhang heraus- gerisienen Stücke verlieren ohne die" Szenerie und das Spiel ihren Untergrund und den besten Teil ihres Reizes. Daher fingt fie im Privatkreis mir ab und zu ein Lick."
„Bei diesen Ansichten bi:, ich der Dritte im Bunde. Mir ist auch solch ein für den dramati- wen Vortrag und das Jneinanderwirken der Szene geschaffenes Stück Bühnenleben im kleinen Rahmen des Salons durchaus unsympathisch. inefe Nora außer Sängerin auch eine tüchtige dramatische Künstlerin?"
_ erscheint täglich mit Ausnahme der Der Bezugspreis beträgt oiertel- , ■ -----2,25 lohne Bestellgeld), bei
unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.
„Ja, eine sehr bedeutende. Man meint, lebte all ihre R,»llen .Uerin mit Leib und S-eele. Und doch, so schön, wie fie Licker fingt, so e»
gemeinsame Kundgebung der drei Mittelstandsvereinigungen (Deutsche Mittelstandsvereinigung, Sitz Berlin, Mittelstands- vereinigung für Handel und Gewerbe, Sitz Dufieldorf, und Mittelstandsvereinigung im Königreich Sachsen) haben eine gemeinsame Eingabe an den Reichstag gerichtet,' in der sie ihre Bedenken gegen die Steuer auf Beleuchtungskörper, die Besteuerung der Feuerver- rJln9st?u,ttungen, die Parfümeriesteuer, den Scheckstempel und die Reichswertzuwachssteuer — soweit sie auch auf unseren bebauten städtischen Grund Anwendung finden soll — Ausdru l Auf der anderen Seite fordert der Mittelstand aus Gründen sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit steuerliche Heranzieh- ung des Besitzes und hält nach wie vor die von der Regierung vorgeschlagene Besteuerung des Erbes tut Wege der Erbanfallsteuer für die d. s Vermögen am sichersten erfassende und zugleich erträglichste Form einer Besitzsteuer.
— vom Freisinn. Berlin, 4. Juli. Der Parteitag der Freisinnigen Vereinigung überwies nach langer Debatte den Antrag Altona- Schleswig-Holstein auf Verschmelzung mit der Freisinnigen Volkspartei dem geschäftsführenden Ausschuß der Freisinnigen Vereinigung. Di« Fusion wurde also heute noch nicht ausgesprochen. Der Gedanke wurde indeß in der Debatte allseitig begrüßt.
— Die deutsch-afrikanischen Diamanten. Berlin, 3. Juli. Der Staatssekretär Dernburg hat, wie die „Frkf. Zig." zu berichten weiß, mit Abgeordneten eine Besprechung über die Frage de-- Diamantenhandels abgehalten. Er erstattete nach hiesigen Blättern einen eingehenden Bericht über seine Diamantenpolitik, die schließlich die allgemeine Billigung der Anwesenden fand. Aus dem Bericht ist hervorzuheben, daß nach neueren Schätzungen der Diamantenreich- tum Südwestafrikas auf ungefähr eine Mil-
«nb den Beilagen: „Nach Feierabend» (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschattüme Leüaae
./W6 155 Sonn- und Feiertage. — Der Bezugs
•/1Ä 1»JU jährlich burch die Po>t bezogen 2,25 Mk.
. — Umzug des Reichskanzlers. Fürst Bülow wird sich, rote das „B. T." meldet, in der letzten Reichstagssitzung mit einer Erklärung vom Retchst^e verabschieden. — Die 5>ofspediteur- Firma Knauer soll, wie verlautet, den Auftrag haben die Übersiedelung des Fürsten Bülow zu bewerkstelligen. Ein Magen dieser Firma stand am Freitag schon während des Vormittags vor dem Reichskanzlerpalais in der Milhelmstraße. lieber Ziel und Umfang der liebersiedeluna ist näheres noch nichts bekannt.
— Begnadigung. Karlsruhe. 3. Juli. Der Chefredakteur Herzog von der „BadischenPresse" der wegen Beleidigung des Fräulein Ofaa Molitor im Hauptprozeß zu einer Gefängnisstrafe »on emem Jahr verurteilt ist und dessen Gnadengesuch seiner Zeit abgeroiesen wurde, ist nach Verbüßung eines Drittels der Strafe unter Nachlaß des Restes begnadigt worden. Seine Entlassung erfolgt am 13. Juli.
. — Sine offiziöse Stimme zur Reichsfinanz-
Berttn^ 3 Juli. Die „Nordd. Alfa. ^*9, bespricht bte durch die Ablehnung der Erb- schaftssteuer geschaffene politische Lage und schreibt: Das Zustandekommen der Reichsfinanz- reform wird nunmehr davon abhängen, ob es der Minderheit des Reichstages gelingen wird bte mtt der Ablehnung der Erbschaftssteuer übernommene Verpflichtung einzulösen und bfe Reichfinanzreform in einer sachgemäßen, erschöpfenden und für die verbündeten Regierungen annehmbaren Weise zu Ende zu führen Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" be- zeichnet es als erfreulich, daß die Abänderungsvorschläge zur Brausteuervorlage abgelehnt wurden' mit der Abnahme dieses Gesetzes würde das Bier in der Weise zu den Reichslasten herangezogen sein, wie es durch die finanzielle Lage des Reiches geboten und durch Vergleich mit den Steuern anderer Länder gerechtfertigt erscheint. Dagegen sei es leider bei der Tabak- fteuer nicht gelungen, die von den verbündeten Regierungen eingebrachten, wohlüberlegten Vorschläge wiederherzustellen. Das sogenannte Banderosensystem stelle nach dem Urteil hervorragender Sachkenner in Theorie und Praxis die gerechteste Form der Besteuerung des Tabaks dar. Es fei zu hoffen, daß die Tabakindustrie in Zukunft diesem Gckanken näher kommen werde. Die größten Schwierigkeiten würden sich bei der Beratung des Ersatzes für die abgelehnten Besttzsteuern ergeben, und die Ansicht be- gine sich durchzusetzen, daß die ursprünglichen
Vorlagen der Regierung gegenüber allen auftauchenden Ersatzvorschlägen den Vorzug »et» Dient haben würden. Wenn nun auch die Ber- abschiedung derartiger Ersatzsteuern sich nicht vermeiden lasse ,so werde die Mehrhett des Reichstages sich die Beschränkung auferlege« massen, daß Re bei dieser Gelegenheit es nicht versucht, wirtschaftspolitische Nebenzwecke in die Steuervorlagen einzufügen. Die verbündeten Regierungen würden auch fernerhin feine Steuervorschlage akzeptieren, die anstelle finan- zieller Gesichtspunkte derartige roirtsckmftspoli- tische setzen. Schließlich warnt die „Nordd. Alfa. Ztg vor zwei Gefahren: Die eine liegt in dem »ejtreben, den notwendigen Bedarf unter 500 Millionen Mark herabzudrsicken. Cs sei nn- widerleglich dargetan, daß eine Finanzreform die weniger als 500 Millionen Einnahme« bringt eine unzulängliche Lösung des gesetzgeberischen Problems wäre- die andere nicht weniger große Gefahr liege in der Versuchung, ty . Steuern zur Verabschiedung zu bringen. Die jene Mehreinnahmen nicht in Wirklichkeit. • fanbern nur scheinbar, gewissermaßen auf bem erbringen. Solche „Finanzreformen" habe das Reich genug gehabt. Was wir brauchen, seien tätsächlich ankommende Mehrein- ■ nahmen in der genannten Höhe. Es werde noch sihwerer Arbeit bedürfen, damit es gelingt, den' Bedarf in voller Höhe und durch wirkliche Mehr, einnahmen aufzubringen. :
Bestellungen fit das dritte Quartal auf bte
»Oberhessische Zeitung" nebst ihren rm? a#!nö,^etbe;' notf) "on unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neu ftabt und Wetter, sowie von allen Postanstaiten und Landbriesträgern ent- gegengenommen.
Klasse s 1 starteten „Meteor«, Hamburg" mit bem Kaiser an Bord und „Germania".
— Reisepläne des Kaisers. Berlin, 3. Juli. Wie wir hören, wird ber Kaiser nach den Feierlichkeiten in Saßnitz und Trelleborg in den heimischen Gewässern kreuzen und seine Auslanbreise erst später antreten, als ursprünglich vorgesehen
— Der Kaiser und München. München, 3. Juli. Die städtischen Kollegien von München beschlossen m geheimer Sitzung, gelegentlich ber Einweihung ber neuen Schack-Gallerie bem deutlichen Kaiser die goldene Bürgermedaille zu verleihen. Wie die „Münchener Zeitung» dazu schreibt, ist dieser Beschluß veranlaßt durch die Taffache, daß der Kaiser für die ihm gehörige Schack Gallerie in der Prinzregentenstraße ein neues prächtiges Heim geschaffen hat, das sich als Zierde und Sehenswürdigkeit der Stadt repräsentiert.
für die Hausindustrie abgegeben. Sie ist — wie nicht anders zu erwarten war — ablehnend. Der Staatssekretär wandte sich gegen diese von der Geroerbeordnungskommiffion beschlossene neue Einrichtung, weil dadurch ein neues Prinzip in unserer Gesetzgebung eingeführt werde, nämlich die Lohnfestsetzung durch Mitwirkung des Staates. Die Festsetzung eines Mindestlohnes sei fa .verantwortungsvoll, daß man sie keinem Reichskanzler, keinem Regierungspräsidenten w«I+fi*ertrJÖnnc'£..t$ic Lohnfestsetzung durch nv tM>«.Organe führe zum sozialistischenStaat. Die Bestimmungen über die Lohnämter seien so nebenbei in die Vorlage hineingearbeitet ivor- den, f erner Zeit, in der sich die Oeffentlichkeit ^"anderen wichtigen Fragen befaßt habe. Der Reichstag könne ja durch einen Initiativantrag bie verbündeten Regierungen um die Errichtung an"d^m"7^rn ersuchen. Diese würden bann an bte Prüfung ber Frage herantreten. Er sei gewillt, an ber Besserung ber Schundlöhne in rL mU5tnkU^,e niitzuroirken, aber nicht auf
9e bet staatlichen Lohnämter, die seiner SlX" auf9ab,n d-- Staates
?<tStteder de, ftommimon Biä, rote bei wiederholten Gelegenheiten, auch hier entgegengesetzter Meinung. Der eine von raJ,eitm7-e^rt^TIet cs °^s Ue6ertreibung, baß un- s^^. Wirtschaftsordnung umgestaltet werben 2ur£*r- Die Wirtschaftsweise der industriellen uterde durch bie Lohnämter gar nicht berührt: es mürben nur in einem Teil ber Hausindustrie bie Hungerlöhne beseitigt. Ein anderer Freisinniger Redner hingegen be- kämpfte bte Lohnämter, er meinte, bie Konse- s^utttchen Lohnfestsetzling sei die Verschaffung von Anträgen durch den Staat.
»ei der Ausübung des Forst, und Jagd, schütz«
find nach den amtlichen Mitteilungen ber Ab- ^otften des preußischen Landwirt- tn dem Jahrzehnt von 1898 in den preußischen Staatsforsten 10 ^totet und 16 verwundet worden
Wilddiebe und Forstfrevler find 15 getötet und ftö^ '5m Z^en sind 85 Zusammen-
vorgekommen, bei denen von her Waffe gebrauch gemacht wurde. Unter den Verroun- bungen der Forstbeamten waren 8 schwer, unter diesen ^ Wilddiebe und Forstfrevler 22. Von btefen letzteren hatten sämtliche 3 Fälle des Jahres 1900 einen tätlichen Ausgang. Alle sfBUngen und Verwundungen von Wilddieben uud Forstfrevlern sind durch Forftbeamte herbei. Ü^suhrt, welche zum Gebrauch der Waffe be- rechtigt waren. Durch nicht zum Waffengebrauch befugtes Aufstchtspersonal in den Königlichen Waldungen wurde niemand getötet oder verletzt.
kann nicht darüber hinfort kommen, und ich bin ihr ordentlich dankbar, daß sie sich so wenig um urfch kümmert. Ich glaube, es wäre mir nicht möglich freundlich zu ihr zu sein, das Gefühl gegen fie ist zu gewaltig."
Der DÄtor sah ganz überrascht in das er- *este. Gesicht Ullis. „Das ist nun freilich merkwürdig, sagte er kopfschüttelnd und dachte bei sich: Anlage zum Mystizismus hätte ich bei die- ^r klaren, gesund ey Natur am letzten gesucht. Hoffentlich ist sie nicht nervös— während Ulli leise und hastig forffuhr: „Ja, und was noch merkwürdiger ist, — in bem Augenblick, wo sie anrangt zu fingen, da schwindet all' das. Alle Angst, alle Abneigung find bann wie mit einem Zauberschlage verschwunden, und ich liebe ^ora — nein, bie Besitzerin biefer Stimme, so unbeschreiblich, so grenzenlos, wie kaum einen Zweiten Meirichen auf der Welt. Ich könnte ihr alles verzeihen, alles billigen, alles verstehen, was sie tut, nur um dieser Stimme, dieser gol- benen, seelenvollen, herrlichen Stimme halber “
Das sonst so wenig gefärbte Gesicht des jun- gen Mädchens glühte, die Augen leuchteten, und E Dokior fiel aus einem Erstaunen ins andere. Ulli dre ruhige, fanfte Ulli, konnte auch glühen, konnte leidenschaftlich sein! Er wußte selbst Nicht, wurde fie ihm dadurch interessanter oder weniger begehrenswert! Jedenfalls lernte er sie heute von einer ganz anderen Seite kennen und teils von dieser Entdeckung, teils von bem Rätsel, das Ullis Erzählung ihm bot, selbst et* was beklemmt und aufgeregt, antwortete er:
! I^bn Fall ist diese Nora ein seltsames, gefährliches Geschöpf und ich fange nun auch an.
eben nur der ton und die Seele — das bleibt A mich kinmer d« Großartigste u* da», we* wich s« meisten fesselt,"
Deutsches Reich.
„ ~ Bom Kaiser. Travemünde, 4. Juli. Der Kaiser hielt vormittags Gottesdienst auf der Hohenzollern" und begab sich später an Bord der segeffacht „Hamburg". Um 11 Uhr 45 Min begann ^hei frischer Brise und lebhafter Betei- !^ulfa dlchtbesetzter Begleitdampfer die Wett- fahrt des Nmddeutschen Regattavereins und des Lübecker Pachtklubs in der Lübecker Bucht. In
„Und alles, was man Ihnen von ihr gefaat ^i’f.n’"bcn Sie bestättgt finden, und all' das empfinbe und erkenne ich auch an. Sie ist schön auch uielleicht, nein gewiß,'
ei? 2>°ber"! Ich wußte es ja, Sinn würde bas Richtige treffen!“
„Nein, sagen Sie bas nicht, denn dieses „aber gilt nur für mich, ist kein Tadel, keine
A Sanz persönlich« und gewiß sehr töricht« Empfinden, bas ich nicht einmal MeTmS.“ f0rtft keinem zuge-
„Bitte, leiser, damit Mama es nicht hört! eeben Sie, ich scheue mich jetzt, es zu sagen, denn Fremde würden meinen, es wäre Neid auf an bie 93ot|uge, die jene hat und ich nicht habe uF> weine Mama hat eine leise Andeutung die mÄ' Wöttisch als Empfindlichkeit ausgelegt, weil Nora mich kaum beachtet. Das IL“ «r beides nicht der Fall. Ich bewundere ihre Vorzüge ganz neidlos, freue mit sogar daß ber hebe Gott solch ein vollendetes Wesen ge- schaffen hat, und bin nicht einen Augenblick da- Dcn verletzt,^daß sie an mir unbedeutendem Ge- 'wops kein Interesse nimmt. Das ist es nicht ?Uer — rote soll ich es nur sagen? Immer, wenn ich sie ansehe, kommt ein eigentümliches, angstvolles Gefühl über mich. Etwas, wie bte Ahn- ung eines Unheils, ein« bitteren Wehs das wtt ihr zusammenhängt und mich treffen wird Das tst so dumm, wie nur möglich, ich weiß es
uub jage « mit immer «jeder vor, aber ich
Aus bem Reichstage.
Auf der DaaeSordnung der 274. Sitzung des t’°rT s" bio bereits vormittags 10 Ufa Begann, standfaic zweite Lesung des Brannt- m !'Z r f.c V«S- S8eim Abschnitt Ber- dn- der m 8 2 auch die Bestimmungen über
fhrn*, h-n9Cst entstand eine allgemeine 3u3« f MJ’0- Cf W'ber snatlib.) dem ^eLauern Ausdruck gab, daß das Monopol in der Koinmlsslon abgelebnt worden sei; dem Gesetze in der 3U|nmmen. Er beantragte die Erhöhung der Ver- brauchsabgnbe und die allmähliche Serabsetzung der .Liebesgabe von 20 .«auf 15« und schließlich auf ,.«bg. Speck lZtr.) vertrat im Geaenlai,
Redner die Auffassung ^daß hiniichtlich der logenannten „Liebesgabe" die Berbält- nffse noch genau so liegen wie im Jahre 1887. Der Sozialdemokrat Dr. Südckum behielt für seine' M»"se-I+e E?cmeine Aussprache über das Gesetz für gik dritte Lesung vor, die Sozialdemokratie werde im übrigen alle indirekten Steuern ablehnen Aba hauptmchlich den kleinen Brennern zugute komme- er wir-., serner darauf hin, daß die Linke in der Brannt- wriu,teuer frage jn der Kommission ganz anders ae- ?"^elt habe, wie sie jetzt im Plenum spreche. Gerade '”7 &ie ^°ßen .Kontingente aBer die gesamte Linke stimmte da- erklürte de' Namen der Wirtschaftlichen Bereinigung Abgeordnete B-gt iCrailsheim) die An- nebuchar " sU£, ba£ '^"tingent für unan-
nepmvar. Ter Abgeordnete Dr. Roesicke lkons ) der fCi LInnr8"S'Jie baltlose liberale V e r d ä ch - ^-ne Einkommensteuer fe,t; er und seine Freunde be. sono^rs dafür Sorge tragen ioollen, daß jede Brennerei an der Gestalt der Marktlage teilnehmen könne L^^^erlaufeder Debatte spitzten sich die Ge.' gensatze zwilchen der Linken und der neuen Mehrheit mene und mehr zu; wiederholt gelang es dem Präsi- Mlc” nur nut Muhe, die Ruhe wieder verzustellen 2"b, ^.'Fbdnern Gehör zu verschaffen. Die nament- Kche Abstimmung über den maßgebenden § 2 Absatz 1 »07 aeaen"l ""d Liebesgabe) ergab Annahme mit s 143 stimmen bei 8 Stimmenthaltungen der Linken waren damit^ge.
Re,chsschah!ekretär sich zum § 15, der Brennereien^aüd-r^^E'N'llNis gegenüber kleineren ^lr.iilereien handelt, äußerte, kam es auf der Lmken zu wuiten Larmszenen und Zwischenrufen die der ^?itdcnt Mit^Recht als nicht der Würde des Sauses entiprechend rügte. Bei den weiteren Abstimmungen ud-r eine lange Reihe von Paragraphen wurden »u- b!r faenen^Mebrbeit" Si”Ie” obfle[^nt und diejenigen . uenen Mehrheit angenommen. Die Anträae mir Besteuerung der Riech- und ^önheitsmittel wurden zurückgezogen bez. abgelehnt. ^>as Gesetz im Lanzen wurde angenommen. - tm
PoNttfche Umschau.
Lohnörnier für bie Hausindustrie.
i- ^I,^-°kssekretär b« Innern hat heute ! fe fn Aussicht gestellte Erklärung über feine gteHung zu der Errichtung von Lohnämtern
fto
(Nachdruck verboten.)
Gi» Sommerlraum.
Roman von K. »au Beeker.
(Fortsetzung.) er 'm angenehmen
Z^wfagen feinen Blick auf den kleinen, mit ,Eold>chlmmer überstreuten Löckchen ruhen ließ, die .-ich anmutig über ber reinen, weißen Stirn :^inriCÄen Mäbchenkopf« kräuselten, waren Babwe? Sebanfen auf ganz anberen
1 ben 8“ feinem Gegenüber führen- den, und ganz unvermittelt schreckte er Ulli oon ihrer Arbeit auf mit ber Frag? Sagen mOl\?raU-etf2 -UCt- roas halten Sie eigen!. M oon bem vielbesprochenen Fräulein Linden? Sind Sie auch solche Enthufiaftin für diele Dame?" 1
UQi warf einen raschen, etwas verlegenen Blick nach bet Mutter rnb sagte bann mit ge* vampstern Ton und einer gewissen Unsicherheit: »Ja, wie meinen Sie das? Enthusiastin? Ich glaube, bas liegt überhaupt nicht so sehr in meiner Natur, aber bemunbetungsroütbig ist wora 2mben ganz zweifellos!"
Urt'-is vleine ich es nicht, ich will kein im allgemeinen, sondern Ihres im spe- mich gän^llM dn 9a"3 unumjchränk i, für ihn^etroa?rm.??r ®an5e in bie Hand und sah
°n' ”Sie h°ben Nora noch bi« zum Ueberbrug von ihr ge«