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Litten bn elften Akt den Bfthnenvochanq Plötz- ^e^lMlsder Regisseur dein Pudfünm fcbet die Ursache dieses Zwischenfalles Auf- ß^sna gab, erfüllte das Theater stürmische ^Humoviftifches. Erster Rentier: 50 000 Mark hat meine Tochter mitbekommen und sechs Monate später habe ich meinem Schwl^ersohn «och 40 000 Mark geborgt!" Zweiter Kenhet: .And haben Sie etwas znrückgekriest?" Er­ker Rentier: „Za — meine Tochter! — Fremder: „Wie komme ich denn hier am schnell­sten zur Polizeiwache?" Einheimischer^_„Da

geben Sie - bloß mal dem nässten Schutzmann ■ ne Ohrfeige!"

Letzte Nachrichten.

Berlin, 2. Juli. In der Reichsbeamtenbesol­dungsfrage erklärt sich die Regierung bereit, 17 Millionen Mark mehr bereit zu stellen, als ste ur­sprünglich bewilligen wollte.

Berlin, 2. Juli. Wegen des erdichteten Raub- ansalls in der Saarbrückerstraße wird ein Verfah­ren wegen groben Unfugs gegen den Realschüler Wagner cingcleitet.

Berlin, 2. Juli. Abgordneter R a h a r d t (deutsche Mittelsiandsvereinigung) hat sein Hospi- tantenverhältrns zur konservativen Fraktion des Abgordnetenhauses gelöst.

Kiel, 2. Juli. Prof. Pfannenstielip in­folge Infektion bei einer Operaüo« in der Frauen­klinik an Blutvergiftung lebensgefährlich erkrankt.

Mittelbiberach, 3. Juli. Um Mitternacht konnte man in den verschiedenen Gasthäusern ein bewegtes militärisches Treiben beobachten. Als ich heute früh 3% Uhr nach dem Landungs­plätze ging, glichen die Straßen, obwohl der Regen aufgehört hatte, immer noch Bächen, und der Ankerplatz bildete einen regelrechten Morast. Die Soldaten standen an den Tauen und sangen frohe Lieder in den frühen Morgen hinein. Um diese Zeit begann man wieder mit einer Rach- fillung von Wafferstoffgas, die unbedingt not­wendig war, weil das Luftschiff durch den Rr- aen unausgesetzt der stärksten Belastung ausge- stht war und auf den Boden nidergedrückt wurde. Der „Z. I" ist in allen Teilen völlig unversehrt und nicht der geringsten Reparatur bedürftig. Major Sperling und Haupt­mann George haben von ihrer hervorragen­den Begabung als Aeronauten und Aviatiker auf dem Felde von Mittelbiberach einen glän- ßnden Beweis abgelegt u. man kann vollständig nüber beruhigt fein, daß das erprobte Fahr- reug sich bei ihnen in den besten Händen be­findet. Das Publikum wagt sich bis jetzt noch nicht bis auf die Höhe hinaus. Co kommt es, daß ich allein mich nach langen trüben und Lurmbewegten Tagen mich auf dem Ankerplätze »er Morgenröte freue. Die Sonne bricht jetzt durch. Auf das Feldlager bewegt sich in diesem Augenblicke eine Kolonne von Mittelbiberach,

*m die Kameradmt eit Morgenkaffee zu tu frischen; die Kolonne wird mit Hurrah begrüßt. Die Windstille dauert en, und auch die Kälte hat nachgelassen.

Frankfurt, 3. Juli. Die 18jährige PolerS aus Gotha in Sachsen-Altenburg welche hier bei Ver­wandten in der Eschersheimer Landstraße zu Be­such toeifte, brachte sich einen Schuß in die rechte Schläfe bei. Sie wurde nach dem Heiliggeist-Ho­spital gebracht, wo ste gestern Abend ihren schweren Verletzungen erlegen ist.

Hörde, 2. Juli. Die ersten Nachrichten über das Unglück stellten sich als stark übertrieben heraus. Das Unglück spielte sich folgender­maßen ab: Ein Sicherheitsventil an einer etwa zwei Kilometer langen Rohrleitung, welche das Hochofengas enthält, funktionierte nicht ord­nungsmäßig und ließ Gas ausströmen; das Gas, das aus Kohlenoxyd, Kohlensäure und Stickstoff besteht und beinahe geruchlos ist, drang in die Häuser der Straße an der Seekante und betäubte etwa 40 Personen. Die Betäubten wurden so­fort bis Hüttenhospital und in die bei»en Här­der Krankenhäuser geschafft r.rib dort mit Sauer­stoffapparten behandelt. Gestorben ist bisher niemand, vielmehr hoffen die Aerzte, daß sämtliche Betäubte mit dem Leben davon kom­men werden.

Leipzig, 2. Jnli. In dem Spionagepro^ß ge­gelt den früheren französischen Kapitän Francois Finkernagel wurde heute daS Urteil gesprochen. Das Reichsgericht erkannte gegen Um wegen ver­suchten Verbrechens gegen § 3 des Spionagege­setzes auf 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus. Außerdem wurde Polizeiaufsicht für zulässig erklärt. 3 Mo­nate wurden aus die Untersuchungshaft angerech­net. Von der Aberkennung der Ehrenrechte nahm das Gericht Abstand.

St. Gallen, 2. Juli. Bei der gestern Rachmit- tag 2 Uhr erfolgten Befreiung des seit zehn Tagen verschütteten Tunnelarbeiters Pedersolt hatte der Rettungsstollen eine Länge von 10 Meter erreicht, als die Stimme des Verschütteten vernommen wurde. Nun mußte ein senkrechter Schacht 2 Mtr. tief ausgehoben werden, bis man aus eingestürztes TunnAgebälk stieß. Durch dieses wurde eine Oeff- nnng gesägt. Jetzt erst gewahrte man zwischen zwei Bretterwänden eingezwängt den Körper Pedersol«. Seine ersten Worte waren, er wolle schlafen, man solle ihn in fein Bett bringen. Mit verbundenen Augen und in Decken gehüllt wurde er ins Freie getragen, wo er bleiben wird, bis die Krise überstanden ist.

Paris, 2. Juli. Aus Fez wird unter dem 29. Juni gemeldet: Da die Aityussi in S f r u einzufallen drohen, so ersuchten die Be­wohner der Stadt den Machsen um Beistand. Dieser forderte die Mahalla der Beni Mter auf, nach S f r u zu gehen. Der Kommandant aber weigert sich, indem er erklärte, er könnte die Beni Mter aus Furcht vor einem Ausstande nicht verlassen. — Der Roghi hat sein Lager sechs Stunden entfernt von Fez aufgeschlagen.

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fieber der „Rußkoje Snamja", deS Organs bet äußersten Rechten, ist wegen eines Artikels, betitelt „Ruffenbank und Judenblut", vom Stadthaupt­mann mit einer Geldstrafe von 3000 Rubeln belegt worden.

London, 2. Juli. Bei dem Bau der neuen Hafenanlagen in Newport (Wales) würben durch Dammbruch gegen 40 Arbeiter getötet.

New York (Wales), 2. Juli. Durch den gestrigen Dammbruch bei dem Bau eines neuen Docks sind, wie jetzt sestgestellt worden ist, 50 Arbeiter verschüttet worden. 26 konnten davon gerettet werden.

Depeschen.

W. Mittel-Biberach, 3. Juli. Major Sperling meldet, daß in der Nacht vom 3. zum 4. Juli die Weiterfahrt nach Metz erfolgen soll.

W. Heidelberg, 3. Juli. Heute früh um

Uhr sand in der Aula der Universität aulätz. lich der feierlichen Eröffnung der Akademie der Wissenschaften ein Festakt statt, bei dem Geh. Kot Pros Dr. Königsberger die Festrede hielt. Es wurden noch weitere Ansprachen gehalten.

IV. Dessau, 3. Juli. Das Luftschiff Parse, val 3, welches um 3 Uhr in Bitterfeld aufstieg, überflog um 81/» Uhr unsere Stadt.

W. Äiel, 3. Juli. Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Pfannenftiel ist vergangene Nacht gestorben.

W. Paris, 3. Juli. Wie aus Toulon ge­meldet wird, kam ein Unterseeboot ht Gefahr ge­legentlich einer milttärifchen Hebung mit einem Dampfer zusammenzustoßen. Der Kapitän des Unterseebootes ließ dasselbe plötzlich 20 Meter tief unter dem Dampfer durchfahren. Als daS Boot wieder nach oben kam, wurde stürmischer Beifall gespendet.

W. Paris, 3. Juli. Die Stallburschen der Rennstallbefitzer in Chantilly beschlossen wegen der ablehnenden Haltung der Trainer den AnS- stand fortzusetzen.

VV. P a r i s, 3. Juli. Rach einer großen Stu­dentenversammlung, iw welcher Universitäts-Pro- fester Denis den Agramer Hochverratsprozeß be­sprach, wurde beschlossen, ein Protest-Telegramm an die ungarische Regierung abzusenden, damit diese dem unangenehmen Lßrozeß ein Ende bereite.

». «1 Heinrich Vogeler. 6. Jltz Marie Luise, X. b. Professor» Dr. meb. Paul Römer. 6. Else Martha, T. b. Schreiner» Christoph Silier*' 7. Marl« Eva Christine, T. d. Polsterers und Tape, gieret» Jakob Bischoff. 8. Katharina, T. d. Fabrik« orbetter» Heinrich Schäfer in Cappel. 9. Rudolf, S. b. Bahnarveiter» Friedrich Ruhl in Neustadt. 10. Ungenannt, T. d. Tagelöhners Christoph Müller in Roda. 11. Theodor, S. d. Schneider» Heinrich Kiß­ling in Ockenhausen. 12. Katharine, T. d. Arbeiter» Adam Bastian in Ockershausen.

B erstorbene.

1. Recht»anwalt und Notar Justizrat Theodor Welcker, 76 Jahre. 2. Marie Kohlermann, ledig, 4g Jahre. 8. Kaufmann Jakob Johann Bremer, 44 Jahre. 4. Paul, S. d. Hausburschen Friedrich Mal­ers. 4 Jahre. 6. Heinrich Joseph, S. d. Taglöhner» Kaspar Gerlach, 9 Dionate. 6. Heinrich, S. d. Tag« löhnerS Ludwig Flach au» Rörshain, 3 Jahre. 7. Invalide Heinrich Burt aus Wallau, 54 Jahre. 8. Prall. Arzt Hermann Maurer aus Dahlhausen, 48 Jahre. 9. Emilie Hebeler aus Goßfelden, 20 Jahre. 10. Totgeburt, T. d. Steinhauers Peter Ballatz in Hermershausen. 11. Friedrich, S. d. Maurers Heinr. Ernst in Schmittlotheim, 8 Monate. 12. Totgeburt, S. d. Handelsmannes Augustin Joseph Weitzel in Mendorf.

Marktberichte.

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Käscheu p. St. 4 Psg Kochkäse p. Pfd. 40 Psg. Käsematte p. St. 5 Pia. Blumenkohl 1 St 40-70$. Wirsing p. Kops 30—35 Ps Kartoffeln p. Pfd. 5 Pfg.

v. Ztr. 3,50-4,00 Mk.

Weißkraut Kopf 70 Pf.

Rotllaut p. KopsOO—00 Pf.

Salat P. Kops 8 Pf.

Endivien P. Pfd. 60 Psg RadiSchen p. Pack 10 Pf. Rettig St 10 Pf«.

Marburg. 3. Juli, suppengrün Stck. 10 Pf«. Knoblauch p. Pack 5 Pf«. Spinat v. Pfd. 15—00 Pf«. Oberkohlrabi 10—15 Pf«. Rüben, rote, v Pf. 20 Pf. Möhren p. Pfd. 12 Pf. Schwarzwurzel Pfd. — Pf. Gurken Et 80-60 Pf». Zwiebeln Pfd. 18—00 Pf. Aepfel v. Pfd. — Pf. Stachelbeeren Pfd. 20-25Pf Hätne p. Et. — Pf. Hühner St. 1.50—2.00^. Spargel p. Pw. 85—60 Pf. Rabarber p. Pf. 20—00 Pf.

Briefkasten der Nedaktion.

Nach B. Wir haben allerdings davon schon gehört. Da der Mann sein Vorhaben anscheinend nicht ausführen konnte, wollen wir die Sache auch nicht breittreten. Vielleicht besinnt sich der Be­treffende eines Besseren. Wer sich damit tröstet, daß alles vorübergehend auf der Welt ist, bleibt von derarttgen Einfällen verschont.

Auszug aus den Standesbüchern des Königlichen Preußischen Standesamtsbezirks Marburg.

Standesamt werttäglich geöffnet von 10—12 Uhr.

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Bierkutscher Heinrich Helfrich mit Dienstmädchen Anna Lulay, beide wohnh. hier.

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1. Otto Christian Hugo, S. d. Badeanstaltsbesitzers Karl Klütz. 2. Helene Charlotte Johanna Lilli, T. d. Assistenten der Universitäts-Augenklinik Privatdoz. Dr. meb. Franz Krufiu». 2. Anna Elisabeth, T. e. Sckneidemüller» Friedrich Dilflug. 8. Frieda Elisa­beth Maria Katharina, T. d. Hornisten (Sergeanten)

Oeffentlicher Wetterdienst.

Dienststelle Weilburg < Landwirtschuftsschule).

Wettervoraussage für Sonntag, 4. Atli 19091 Warm, strichweise leichte Regenfälle, vereinzelt auch in Gewitterbeglettung.

Wassertemperatnr in der stödtück-n B^vr^nllolt.

Freitag, 2. Juli, nachm. 6 Uhr 18 Grad Celsius.

Sonnabend, 8. Juli, morgens 6 Uhr 17 Grad Celsius.

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Tarl Hitzerath in Marburg.

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Sonntag, den 29 August 1909

end endet Sonntag, den 19. September.

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Die Ledermesse

wird

Dienetag, den 14. September eröffnet, und tfle MeesbSrse für die Lederlndeatrk an dem- selben Tage nachmittags 4—6 Uhr im grossen Saale der neuen Börse am Biücherplatze hier, abgehalten. [5568

Leipzig, am 11. Juni 1909.

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Bei genügender Bürgschaft wird Kredit bi» 1. Februar 1910