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52,50

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18,-

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66,09

mit einem dreifachen Hoch auf Motz, verließ der emMe. »och

krankt und 34 ' zahl der Kran

Ein Teil der spanischen Schatzschwindler find dem tatkräftigen Einschreiten der spanischen Hörden ermittelt und fcstgenommen. In Städten Toro «nd Medina del 4, nnpo find schiedene Personen wegen Schatzschwindels

von ein

und von ui*

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Die Ausgaben haben betragen:

Unterstützungen (530 JO

segensreiche Werk der Luther-Stiftung auch ferner im Hefsenlande wachsen blühen und gedeihen und namentlich der Betrag der Einnahmen fich ver­mehren. Der Kassierer des Vereins, Lehrer Fischer in Marburg, berichtete über Einnahmen und Ausgaben. Die Einnahmen haben betragen:

Einlagen bei der Sparkafie

10 Proz. der Einnahmen an den Haupt- verein

530, Jl

106,34 ,

Mitgliederbeiträge aus der Stadt Mar­burg (Vorfahr 447 Jl)

Desgl. der Lehrer und Lehrerinnen aus Marburg und Ockershausen (Vorjahr 52,50 J0

Desgl. der Geistlichen und Lehrer des skreisschulinspektionsbezirks Kirchhain durch Pfarrer Fliegenschmidt (Vor­jahr 25 JO

Desgl. aus Frankenberg und Nachbar­schaft durch die Pfarrer Koch «nd Becker (Vorjahr 26 Jl)

Desgl. aus dem Dekanat Vöhl durch Dekan Heldmann - Obernburg (Vor­jahr 19,50 JO

Desgl. des Kreisschulinspektionsbezirks Schönstadt durch Pfarrer Trautwein (Vorjahr 23 Jl)

Desgl. von Geistlichen und Lehrern der Klaffe Rauschenberg durch Metro­politan Hamel (Vorjahr 38 Jt)

DeSgl. von Geistlichen und Lehrern aus Wetter und Nachbarschaft durch Ober­pfarrer Loderhose (Vorjahr 29,50 JO

Desgl. von Pfarrer und Lehrern des KreisschulinspeMonsbezirks Fronhau­sen durch Pfarrer Landau (Vorjahr 20 JO

Zinsen des Sparkaffenkapitals (Vorjahr

dank Be­de« ver- fefr

Summa der Ausgaben 702,43 Ji so daß Einnahmen und Ausgaben einander decken. Rach Prüfung der Rechnung wurde dem Kassierer Entlafwng erteift. Die statutenmäßig mit der diesmaligen Generalversammlung ausscheidense« Mitglieder deS Vorstandes: Lehrer Corell, Pfarrer Heldmann, Pfarrer Landau, Pfarrer Scheffer, Pros. Dr. Westerkamp wurden wiedergewählt; zu­gewählt wurden Pfarrer Israel in Oberrosphe und Kantor Funk in Marburg. Gesuche um Beihilfen find bis fpäestens 31. Juli ds. Js. an den Professor Dr. Westerkamp zu richten. Di« Gesuche müssen eine so vollständige Darstellung der Familien- und Vermögensverhäftnisse cnt- halten, daß ein ficheres Urteil über die Notwen­digkeit einer Beihilfe möglich ist; namentlich ist die jährliche Steuerzahlung anzugeben oder die Befreiung von jeder Steuerzahlung zu versichern. Bei Gesuchen von Pfarrer- und Lehrerwitwen ist der Amtssitz des verstorbenen Ehemanns anzu­geben. JedeS Gesuch muß vollständig sein, ein« Bezugnahm« auf frühere Gesuche ist unstatthaft. Die Tatfachen In den Gesuchen bedürfen Pfarramt- kicher oder obrigkeitlicher Beglaubigung.

)( Seinen Verletzungen erlegen ist das drei­jährige Kind eines Einwohners an der Ketzerbach, daS fich, wie gestern gemeldet, am Herdfeuer ver­brannt haft«.

)( Festgenommen wurde gestern ein 21jährig«r Manu, der mit einem 10jährigen Mädchen unsitt­lich« Handlungen vorgenommen hatte. Jedenfalls heißt eS aufgepaßt, den es tteibt fich noch mehr solch zweifelhaftes Gesindel in der Stadt umher.

* Spanische Schatzschwindler sestgcnommrn.

Die Finanzkommissiim des Reichst«,S beendete am an Freitag die Kommissionsberatnngen über die Er« satzsteuervorlayen. Der Scheckstempel von 20 Psg. pro Scheck wurde nach der Neaierunasdorlagc angenoin- rnen. Die Stempelpslicht der Ciiiftunqen über Bank- gutbaben aber abgelehnt. DaS gleiche geschah auch mit dem Stempel auf Feuerversicherungspolicen. Hierbei erklärte Staatssekretär Stzdow, daß an eine Verstaat­lichung des VersichcrungNvesens regierungsseitig nicht gedacht werde.

de Sturze Mu lag Hafid, nichts sein. Wir wür­den dies um so freudiger begrüßen, al» gerade die deutsche Regierung seinerzeit besonder» eifrig für ihn eingetreten ist.

Schlußsitzung bee Preußischen Landtags.

Am Freitag, den 25. Juni, nachmittags 5 llhr, fand die gemeinschaftliche Schlußsitzung beider Häuser des Preußischen Landtags statt. Kurz vor der festge­setzten Stunde füllte sich der Sitzungssaal des Abge­ordnetenhauses mtt den Mitgliedern des Herren- und Abgeordnetenhauses, unter denen fast kein bekannte» Gesicht unserer Parlamentarier fehlte. Auch die Zu­schauertribünen waren dicht besetzt. Pünktlich um 6 Uhr betrat der Ministerpräsident, Fürst 6. Bülow den Saal, gefolgt von sämtlichen Ressortministern. Sofort nach dem Erscheinen des Gesamtministeriums eröff­net« der Präsident d«S Herrenhauses, Frhr. v. Man­teuffel, die Sitzung und erteilte dem Ministerpräst- denten das Wort. Fürst v. Bülow verlas die könig­liche Botschaft, in welcher der Schluß des Landtags auf den 25. Juni anbefohlen wird. Nach Verlesung der Allerhöchste» Botschaft erklärte der Ministerpräsident den Landtag für geschlossen. Mit einem dreifachen Hoch auf den König und Kaiser, daS von der Ver­sammlung ausgenommen, machtvoll den Sitzungssaal durchbrauste, schloß Präsident Frhr. v. Manteuffel die Sitzung.

25. Juni. Das Justizministerium ordnete eine fünftägige Quarantäne an für Reisende, welche auf dem Seewege von Petersburg oder Kron­stadt nach Dänemark kommen. Außerdem sind die gewöhnlichen sanitären Bestimmungen ge­troffen, bezüglich der Desinfizierung von Schif­fen, welche aus den genannten Häfen kommen.

Straßenkamps de« Rosse« in Persien. Mesched, 25. Juni. Gestern fand ein heftiger Straßenkampf zwischen russischen Kosaken und Revolutionären statt. Die Kosaken eroberten eine Barrikade und befreiten dadurch die Fi­liale der russischen Diskontobank au» ihrer be­drängten Lage. Der Kampf spielte sich in der Nähe des englischen Konsulats ab. Als drei Kosaken vom Wahlkommando auf der russischen Diskontobank mit Provia- dorthin zurück- kehren wollten, wurde ihnen dies von den Re­volutionären, die daselbst Barrikaden errichtet hatten, verwehrt. Der russische Generalkonsul ordnete daher an, daß der Befehlshaber des Konsulatskonvoi drei Kosaken mit Proviant nach der Bank schaffe, was zwei Offiziere mit vierzig Kosaken und einem Maschinengewehr ausfiihrten. Unterwegs stiessen sie auf eine Barrikade, auf der fich etwa 80 bewaffnet« Re­volutionäre befanden. Nach halbstündiger er­folgloser Unterhandlung mit den Revolutio­nären, welche sich weigerten, die Kosoken durch­zulassen, eröffneten di« russischen Kosaken das Feuer, bahnten sich einen Weg zur Bank und kebrten ohne Verlust zurück. Di« Verluste der Revolutionäre find unbekannt.

Marokko. Paris, 25. Juni. Wie aus Fez gemeldet wird, bestätigt es sich, dass der Roghi zurückgegangen ist. Die scherifische Ma- halla befindet fich gegenwärtig in Hejra Kabyla; sie hat sehr ernste ZÄrluste erlitten. Ein neues Gefecht wird erwartet. Der Eindruck in der Stadt ist ein schlechter; man befüchtet Unruhen.

solche der Frauen- «nd Mädchmabteilung der hie-' figen Turngemeinde. Daß bei den turnerische» Aufführungen, die am Sonnabend stattfinden, auch die Damenabtellung des Turnvereins beteiligt ist, dürfte ebenfalls große Anziehungskraft aus de« Besuch bet Beginn des Festes auSüben.

)( Ausflug des Lehrlingsheims. Sonntag, de« 17. Juli, wird daS Marburger Lehrlingsheim einen gemeinsamen Spaziergang machen; hierzu find eingeladen die Lehrlinge und die Meister. Gegen 143 Uhr ist Abmarsch vom Kämpfrasen. Der Gang geht über Lichteküppel, Schröckergleichen nach dem Elisabethbrunnen, von hier zurück über Hansenhau? zur Stadt.

* Luther-Stiftung. Die gut besuchte General­versammlung der Mttglieder des ZweigvercinS der Luther-Stiftung für die Kreise Marburg, Kirch­hain und Frankenberg am vorigen Mittwoch wurde durch den Vorsitzenden, Geheimen Justiz rat Dr. Westerkamp eröffnet, aus dessen Bericht fol­gendes mtigetetlt wird: Die Luther-Stiftung habe toi vorigen Jahre auf eine 25jährige reich gesegnete Wirffamkett zurückblicken dürsen; sie habe 4006 Pfarrer- und 9245 Lehrerfarnllien Beihilfen zur Erziehung der Kinder im Gesamtbeträge von 927 880,80 Jl gegeben und dadurch viele und schwere Not und Sorge gemildert. Was bal Hessenland angehe, so habe das gut« Werk der Luther-Stiftung in Marburg begonnen; der hiesig« Zweigverein der Luther-Stiftung habe in 25- jähriger Wirffamkett 355 Pfarrer- und Lehrer-

familien Unterstützungen im Gesamtbeträge 18 955 Jl gegeben; seit 10 Jahren bestehe Hauptverein in Cassel, der an 294 Pfarrer- Lehrerfamilien Beihilfen tot Gesamtbeträge 26 000 Jl verteilt habe. Möge das gute

genommen und den Gerichten übergeben worden. | -Seitens der spanischen Behörden werden fort- ) gesetzt Schritt« zur Aufdeckung dieser Schwi» ) beteten getan. Solche Verhaftungen find st» }

Ausland.

Weiterreise des Zaren. Petersburg, 25. Juni. Heute Vormittag 10 Uhr ist die Kaiser­jachtStandort" mit dem Kaiser, der Kaiserin und den kaiserlichen Kindern an Bord von der

Polittsche Umschau.

» Vom Hansabund.

Berlin, 25. Juni. Der Hansabund sandte in den Reichskanzler nachstehendes Telegramm: Der heute konstituierte Hansabund, zu dem sich Deutschlands Gewerbe, HaiLel und Industrie zur Verteidigung der gemeinsamen Interessen zusammengeschmolzen haben, erblickt in der durch die gestrigen Beschlüsse des Reichstages geschaf­fenen Lage eine überaus schwere Gefahr für Deutschlands Gesamtwohlfahrt. Die Beschlüsse bet gegenwärtigen Reichstagsmehrheit müssen zur Folge haben, dass entweder die zur Sicher­ung von Deutschlands wirtschaftlicher und poli- tiscyer Machtstellung unerlässliche Finanzreform scheitert, oder dass die Reichsfinanzreform unter einer maßlos ungerechten einseitigen Belastung und einer unerträglichen Schädigung von Ge­werbe, Handel und Industrie dem Volle aufge­zwungen wirb. Der Hansabund erwartet, dass die verbündeten Regierungen, getreu ihren wiÄerholt und öffentlich abgegebenen Erklär­ungen, eine solch«, die Lebensgrundlage der Mehrheit der deutschen Erwerbsstände treffend« einseitige Belastung nicht zulassen und diesen ihren Standpunkt mit allen ihnen verfassungs­mäßigen zu Gebote stehenden Mitteln vertreten »TJb durchsetzen werden.

Mandatsniederleguug. Berlin, 25. Juni. Das konservative Mitglied des Abgeordneten­hauses von Diffurth (I. Cassel) hat fein Man­dat niedergelegt.

Ein Dementi. Das W. Bureau schreibt: Die Nachrichten über Verhandlungen zwischen Deutschland und der Türkei wegen «ine» even­tuellen deuffch-türffschen Bündnisses find unbe- grfinbet uni) haben den offensichtlichen Zweck, Mißtraue» gegen die deutsch« Politik z» er- wecken.

vo« den «exea Spetsewagenverordnunge«. Berlin, M Juki. Die »Nordd. All«. Zig."

Preußii^er Landtaff.

Im in><ie»rb*ettn6eoft

wurde am Freitag, 25. Jurn, das vom Herrevhaase abgeänderte Beamtenbaftpflübtgesctz beraten. Das Herrenhaus hatte die Haftpflicht für die Lehrer de» Schulde rbändcn abgenommen und dem Staate aufer­legt. Abg. Boehmer flortf.) betonte, daß durch diese Aenderung das ganz« Gesetz für die Regierung unan­nehmbar gemacht worden fei. Der Redner begründete einen Kompromißantrag Boebmcr und Gen., nach wel­chem der § 5 gestrichen und damit die Haftpflicht für die Lehrperfonen üerbairpt aus dem Gesetz entfernt wird. Es fei dies das einzige Mittel um das Gesetz, da? an fich einen Fortschritt bedeute, durchzubringen. Der Antrag wurde von allen Rednern der bürgerlichen Parteien unterstützt. Minister Beseler erklärte, daß der Entwurf durch die Streichung des § 5 für die Re­gierung wieder annehmbar gemocht werde» würde. Die entstandene Lücke werd« fich wohl später wieder ausfüllen lassen. Ter Gesetzentwurf wurde nach Streichung des § 5 angenommen. Der vom Herren­bause abgeänderte Gesetzentwurf betr. die Schul'.vr- säumniss« in den ehemaligen Gebietsteilen des Her­zogtums Nassau, des Großherzogtums Hessen und der Landgrafschaft Hessen-Homburg, wurde debattelos an- genommen. Die Ermächtigung zur strofrechllichen Verfolgung der Redakteure Petzold und Dahl in Er­furt, wegen Beleidigung des Abgeordnetenhauses, wurde versagt. Es folgte die Erledigung einer Anzahl Petitionen. Eine Petition des Magistrats von Schöne­berg beir. Erhaltung des Grunewaldes und ein An­trag Dr. Gottschalk (nattib.) betr. Regelung der Be- Kimmungen über SchulpflüU, wurden auf Antrag der Kbg. v. Pappenheim (kons.) in Anbetracht der Ge­schäftslage des HauseS von der Tagesordnung abgcseht. lieber eine Petition wegen Regelung der studentisch«» »echtsverhältniffe wurde zur Tagesordnung überge- gangen. Nach Erledigung der Geschäfte teilte der Präsident mit, daß die gemeinschaftliche Schlußsitzung beider Häuser des Landtages auf Einladung des Mi- «ierpräfidenten am Nachmittag um 5 llhr stattfinden Erbe. Namens des Hause» dankte tag. Frhr. » Zed-

(tatf.) dem Präsidenten ». Sröche« für die treue und unparteiische Leitung der Geschäfte. Der Präfi- ent bat, diesen Dank auch auf beide Vizepräsidenten Mrd die Schriftführer ausdehnen zu dürfen und dankte

Deutsches Reich.

Der diesjährige Aufenthalt bet Kaiser­liche« Familie in Wilhelmshöhe. Der Kaiser, die Kaiserin und Prinzessin Viktoria Luise tref­fen am Nachmittag des 5. August voraussichtlich auf Schloß Wilhelmshöhe ein. Der Kaiser wird von dort aus der Eröffnung bes Offiziersge- nefungsheimsTaunus" in Falkenstein bei­wohnen und von dort fich nach der Senn« be­geben. um die hier zusammengezogene Kaval- lerie-Divifion zu besichtigen. Auch «in Besuch des Kaisers in Cleve gelegentlich der Dreihun­dertjahrfeier des Anfalles der Jülich-Cleveschen Erbschaftsmasse an den brandenburgisch-preußi­schen Staat ist vorgesehen. Der Besichtigung von Teilen des 18. Armeekorps auf dem grossen Sande bei Mainz reiht sich nach dem 15. August ein Besuch bei dem Prinzen von Hessen auf Schloß Friedrichshof im Taunus an. Von Schloss Friedrichshof aus wird der Kaiser auch die Internationale Luftschffsausstellung in Frankfurt a. M. besichtigen. Am 25. August wohnt di« Kaiserliche Famalie der Eröffnung des neuen Hoftheaters in Cassel bei. Anfangs September verlässt der Kaiser mit seiner Fa­milie Schloss Wilhelmshöhe und begibt sich zu den Kaiserparaden und den daran anschließen­den Manövern der bayerischen, württembergi- schen und badischen Konzentration im Neckar- und Jagstkreis nach der Frankenhöhe.

Der Seniore«kom>«nt be» Reichstages trat am Freitag während der Sitzung zusammen und vereinbarte, dass Sonnabend, Montag und Dienstag fitzungsfrei bleiben sollen. Am Mitt­woch soll die sozialdemokratische Interpellation betr. Lebensmittelteuerung auf die Tagesord­nung gesetzt werden. Vom Donnerstag ab soll dann die Reichsfinanzreform weiterberaten wer­den. Man hofft diese bis zum 10. Juli zu er­ledigen und dann dürste die Vertagung dis zum Herbst erfolgen.

Ernennung. Berlin, 25. Juni. Wirklicher Geheimer Oberfinanzrat, Unterstaatssekretär im Finanzministerium von Dombois, wurde zum Präsidenten der Seehandlung unter Ver­leihung des Charakters als Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz ernannt; Ober­präsidialrat Dr. Michaelis-Breslau wurde zum Wirkl. Geh. Oberfinanzra t und Unterstaats- frfietär im Finanzministerium ernannt.

Fest der Zugehörigkeit zu Preusse«. Han­nover, 24. Juni. Die Grafschaft Ravensburg beging heut« die Feier ihrer 300jährigen Zuge­hörigkeit zu Preußen-Brandenburg. Aus diesem Anlaß wurde auf der Ravensburg eine Gedenk­tafel eingeweiht.

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Standartreede in See gegangen.

* Von bet Cholera. Ptersburg 25. Juni. Seit gestern find 99 Personen an Cholera er- Personen gestorben. Die Eesamt- iken beträgt 429. Kopenhagen,

schreibt: lieber btt Regelung be» Verkehrs in Den Speisewagen find vielfach unzutreffend« An- sichten verbreitet. Um Mißverftänbntsien vor- »ubeugen wiederholt die ,Morvd. Alla. Ztg." di« Bestimmungen, welche bet Minister der öffentlichen Arbeiten für die preussisch-hessischen Staatsbahnen traf und knüpft daran folgende Bemerkung: Die Leser werden die UeberzWg- nng gewinnen, dass es sich lediglich nm die Ab­stellung von Missbräuchen handelt, die mit der Zeil sich mehr und mehr sehr fühlbar gemacht haben. Von neuen Klaffen-Einteilungen, Her- beiführung von neuen Klaffen-Unterschieden oder gar Schikanen gegen Reisend« ist nicht di« Rede. Derartiges lag, wie wir kaum hinzuzu- fügen brauchen, niemals in der Absicht der Staatsbahnoerwaltung.

etoefenbe sozialdemokratisch« tageo ebnete Dr. Lieb­knecht, unter dem schallenden Gelächter be» Hause», fluchtartig den Saal. Schluß L llhr.

Herrenhaus.

Zur Beratung stand in der Sitzung am Freitag, 16. Juni, zunächst da» Dtkmpelsteuergesetz, da» m ver­änderter Fassung abermals dem Haufe vorliegt. Graf ». Reichenbach (Goschütz) empfochl die Annahme der Vorlage in der Fassung bei Abgeordnetenhauses. Der Automaten stempel würde 15 000 Jt, der Miete­stempel 70 000 Jt, der JagdpmWtempel 25 000 X weniger, die Stempel auf Luxuswohnungen dagegen 20 000 X mehr bringen. Der Ausfall betrage somit nur 90 000 X. Wegen dieser Summe dürfe die Ver­abschiedung der Vorlage nicht hinausgeschoben ober gar zum Scheitern gebracht werden. DaS Gesetz wurde schließlich in der Fassung des Abgeordnetenhauses un­verändert angenommen. Ebenso der Gesetzentwurf über den Anschluß der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen, uichtstaatlichen mittleren Schulen an di« Alterszulagekasse der Volksschullehrer. Der abge­änderte Gesetzentwurf über die Haftung bei Amts­pflichtverletzungen von Beamten wurde angenommen. Desgleichen der Gesetzentwurf betreffend Aufhebung der Generalkommisfion für Westpreüßen und Posen in Bromberg. Es lag noch ein Antrag Graf #. Häscler- Dt. Born über das Fortbildungsschulwesen vor. Nach der Fassung der Unterndbtstommiffion soll eine Ge­setzesvorlage gefordert werden, welche den Besuch der Fortbildungsschule, nach der Entlassung au8 der Ele­mentarschule, bis zum vollendeten 18. Lebensjahre für obligatorisch erklärt. Der Forderung d«S Grafen v. Häseler, daß die Fortbildungsschulen dem Unter­richtsministerium unterstellt werden sollen, war die Sommiffion nicht beigetreten. Der Antrag wurde m der Kommissionssaffung einstimmig angenommen. Es fanden noch verschiedene Rechnungsfachen und Pett- tionen ihre Erledigung. Damit war die Tagesordnung erschöpft. Präsident Frhr. v. Manteuffel gab eine lleberficht über die Tätigkeit des Herrenhauses in der abgefchloffenen Session. Bon beiden Häusern wurden 86 Gesetzentwürfe und zwei Staatsverträge erledigt. Reichsbankpräsident a. D. Koch dankte dem Präsidium im Namen des Hauses für feine Tätigkeit. Präsident Frhr. v, Manteuffel nahm den Dank auch im Namen des Vizepräsidenten entgegen und schloß die Sitzung mit einem dreimaligen Hoch auf den Kaiser und König.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Criginalartttel ist gemäß § 18 beS U rheberrechtS nur mit der deutlichen Quellenangabe

.Oberheff. Ztg.' gestattet.)

Rarb««s, 26. Juni.

)( Universität. Die preußische Akademie der Wissenschaften bewilligte zu wissenschaftlichen Unternehmungen dem Professor der Mineralogie und Petrographie Dr. Max Bauer hier zur Fort­setzung seiner Untersuchung der hessischen Basalte 1000 Mark.

)( Universität. Dem Privatdozenten bei philo­sophischen Fakultät, Dr. Bock, wurde das Prädikat Professor verliehen.

)( Für die Studentenschaft. Am schwarzen Brett der Universität befindet sich folgende von der Stadt aus bewirkt« Einladung:Die städtt- fchen Behörden sind erfreut darüber, daß die Stadt Marburg in diesem Sommersemester über 2000 Studenten zählt. Sie haben deshalb beschlossen, am Dienstag, den 29. ds. Mts., auf Epiegelslust dieses Ereignis festlich zu begehen und die Stu­dentenschaft zu einem Trunk Bier um 4*4 Uhr nachmittags einzuladen. Wir würden uns freuen, wenn sowohl die ben Korporationen angehörenden als die nichtinkorperierten Herren Studenten, wie auch die fhibierenben Damen unserer hiermit er­folgenden Einladung Folge leisten würden. Die Abzeichen für den Eintritt auf Spiegelslust werden auf dem Kanzleizimmer der Universität in der Zeit von vormittags 812 Uhr und nachmittags von 36 Uhr vom 25. ds. Mts. ab gegen Erkenmtngs- karte abgegeben/

* Dem Siebenschläfer (27. Juni) räumt der Volksglaube einen großen Einfluß auf das Wetter der kommenden Wochen ein. Wenn es an diesem Tage regnet, soll es noch 7 Wochen lang regnen. Manchmal stimmt's, manchmal auch nicht!

)( Militär-Konzert. Von Montag nachmittag 4 Uhr an bis zum Beginn der akademischen Fest­spiele findet im Hotel zum Deittfchen Kaffer in Bad Marbach großes Militär Konzert der Jäger- Kapelle statt. Näheres ist aus dem Jnferateuteil ersichtlich.

)( Vom Gau tu rufest. Nur noch 8 Tage tren­nen uns von dem 36. hessischen Gauturnfest, daS diesmal in Marburgs Mauern gefeiert werden soll. Die Vorbereitungen zu einem würdigen Ge­lingen des Festes drängen unaufhalffmn vorwärts und auf dem Festplatz kann man sich jetzt schon ein Bild davon machen, welchen Umfang die Veran­staltung diesmal annehmen wird. Den Platz für daS Turnen hält mancher für zu groß, das ist aber nicht bet Fall, wenn man bebenti, daß die Zahl der, angemeldete« Musterriegen auf 80 gestiegen ist. Diesmal werden fich zmn erstenmal tot Sau auch drei Fechtabtellungrn an dem Mufierriegen- turnen beteiligen. Ebenso ist zu den Musterriegen auch «bw Damenrieg« angemeldet n»d Mar «bw

Aus dem Reichstage.

Ja der 270. Sitzung vom 25. Jun! ward zunächst die Novelle zum Stempelgesetz beraten. Tie Kommission hat den Immobilie »stempel von % v. H. «och auf % t. H. erhöht und für den fideikommissar»- ßh«n B«ütz eine Abgabe v-n Z4 v. H. eingeführt, wäh­rend de kleineren Grundstücke, die bebauten bis 20 000 X und die unbebau-en bi» 5000 X, von Ab­gaben TrriMeiben, '-»Weit nicht anoryme Gesellschaften al«1 Erwerber ob«. Ueberlaffer austreten. Die Abg. effermau* (natlib.) und Sie wer (freif. Vp.) geben Erklärungen <16, nach den-» ihre Parteien wegen der gestern erfolgte» Ablehnung der Erbansallsteuer an Ehegatten und Deszendenten sich außer stand« erklä­ren, diese Finanzreform zu bewilligen. Deshalb wür­den sie alles ablehnen, tag. Spahn (Ztr.) verwahrt sich dagegen, daß das Zentrum Ver^eltungspolitik für ben Dezember 1906 treibe, tag. Staab (wirisch. Vgg.) spricht gegen da» Verhalten der Liberalen, da» ein fefyt trauriges fei. Abg. David (Soz.) meinte, feine Freunde brauchten Erklärungen nicht mehr abzu- jeben, wohl aber die Regierung. Mit 174 gegen 151 Stimmen werde» die KommissionSbeschlüfle angenom­men. Auch in her Novelle zum Wechselst« m p e I - gesetz hat Ine Kommission tve erneute Erhebung des Stempels auf 6 gegen 3 Mnoate Umlaufszeit m der Pk-rlage beschränkt. Dann spricht Staatssekretär Sydow aus finanziellen Gründen. Die Abg. Kaemps (freif. Bp.s, Graf Miekztznski (Pole) und Weber (natlib.) spreche» gegen die Vorlage, ihnen schließt sich tag. Singer (Soz.) an, während Abg. Frhr. V. Gamp (ReichSP.) für die Kommission Sbeschlüsse eintritt. Sie werden angenommen. Neber die Konimissionsverband- lungen betr. den Kaffee - und T « e z 0 l l erstattet tag. Dr. RSficke (kons.) eingehend Bericht und weist die Behauptung beS Abg. Pack,nicke (freif. Vgg.) zu­rück, baß die Wirkung beS Zolls nicht in Betracht ge­zogen worben fei. Trotz heftiger Opposition wird der Kaffeezoll mit 187 gegen 154 Stimmen bei 7 Stimm­enthaltungen angenommen. Gegen die Besteuerung ter Beleuchtungsmittel, Glühkörper usw. tritt tag. Weber (natlib.) ein. Seine Bedenken wer­be» vom Staatssekretär Stzdo« widerlegt. Wenn das Petroleum besteuert werde, darf man Gas und Elek­trizität nicht schonen. Abg. MLSer-Meiningen (frei'. Vp-) polemisiert gegen das Zentrum, das in Bauern gegen derartige Steuern auf getreten fei. Abg. Seve- rät» (Soz.) wendet sich gegen diese neue Belastung der Arbeiter.

26,06 JO 31,93 ,

Summa ber Einnahmen 702,43 Jl

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