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5 mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Berlage."

M 142

DieGbrrhcsstsche Jettmt«" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt viertel­jährlich durch die 'Xtoft bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

Marburg

Sonntag. 20. Juni 1909.

Die AnsertionSgebühr beträgt für die 7gespaltene Zelle oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Auq. Koch, llniversitätsbuchdruckerer Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

44. Jahrg.

Erttes Blatt.

Umschau im Auslande.

./ Im Zenit des politischen Himmels steht die ^Wmnmenkmft des Deutschen Kaisers ;-fi i t dem Zaren aller Reußen. Die 'Herzlichkeit der Trinksprüche gibt den Beweis da­für, daß die Irrungen der russischen Politik, vor- ßäusig wenigstens, beendet sind und daß das gute Einvernehmen zwischen Berlin und Petersburg fvieder zum Grund-.und Eckstein der russischen Äußeren Politik geworden ist. Ihr jetzt noch im Amte weilender Vertreter Iswolsky, der die An­näherung an Großbritannien betrieben hatte, scheint nach den Mißerfolgen dieser Entente seine Rolle ausgespiclt zu haben, während der Minister­präsident Stolypin, der bisher sich wenig um dieses Resson kümmerte, auch hier die Zügel auf- genonlnien und in den neuen Weg eingelenkt zu sein, da auch wir stets für ein gutes Einvernehmen mit dem östlichen Nachbarn im Interesse des Deutschen Reiches eingetreten sind. Diese Politik läßt sich durchaus mit unserer Stellungnahme zum öfterreichischen Bundesbruder vereinbaren und tvird hoffentlich dazu führen. daß die durchaus begründete Eifersucht ztvi scheu dem Zarenreich und der habsburgischen Mon- beigelegt wird. Die schtvarzgelbe Flagge ha: nun einmal in der Balkanpolitik bei den letzten Wirren obgestegt, und der russische Bär hat sich brummend zurückziehen müssen. Er war von seinen letzten Kämpfen noch zu geschwächt, und hätte besser getan, seine wun­den Tatzen aus dem Spiel zu lassen. Wenn diese Wunden verheilt sind und seiner im Kerne ge­sunden Natur wird dies in absehbarer Zeit ge­schehen, wird sich ihm ein neues Betättgungs- feld erschließen. Darauf läßt auch sein glück­licheres Eingreifen in die inneren persischen Kämpfe schließen, das bisher für ihn von Erfolg begleitet gewesen ist.

England dagegen scheint seine glückliche Hand bei allen Streitigkeiten in der Welt nicht mehr, oder wenigstens nicht mehr in dem früheren Umfange, zu besitzen. Nachdem seine gut vor- bereitete und geschickt eingefädelte Einkreisungs- Politik gegen Deutschland, die zu dem Schein- jersolge in Algeciras geführt hatte, an dem festen Zusammenhalten der beiden mitteleuropäischen Kaiserreiche gescheitert ist, hat es seine alte ruhige, (überlegene Haltung verloren und ist nervös und dadurch unsicher geworden. Wirtschaftliche, Flotten und Lustschiffpaniken haben einander ge­

jagt. und jetzt ist eine Krupp-Panik die neunte Sensation des Tages. Die Ettvetternng der Kruppschen Anlagen für den Geschütz-, Panzer und Schiffsbau ist John Bull mächtig in die Glieder gefahren, und es sollte uns gar nicht Wunder nehmen, wenn in Verfolg der Abrustungs- und Flollcnbegrenzungsanträge schließlich auch noch das Ansinnen an uns gestellt würde, der Firma Krupp die Vergrößerung ihres Geschäfts­bereichs zu verbieten. Viel Zustimmung dürsten die Engländer dabei nicht finden, es sei denn bei unseren Politikern um Herrn Cassel und Herrn Singer. Inzwischen geht der Ausbau der Dreadnoughtflotte weiter, und auch mit der Kon­struktton und dem Erproben von Luftschiff- bekämpsttngsgeschützen ist man eiftigst beschäftigt.

In der Türkei beherrscht immer noch die Kretafrage das polittsche Feld, und dank der eng­lischen Presse, die von allen öffenüichen Einrich­tungen unserer lieben Vettern am tadellosesten klappt, find auch wir wieder als das Karnickel be­zeichnet worden, das Unheil anfttsten will. Herz­erfrischend wirkt daher die halbamtliche deutsche Auslassung, daß wir und Oesterreich-Ungarn gott­lob mit dieser Frage nichts zu schaffen hätten und daher weder die Türkei noch Griechenland irgend­wie beeinflussen könMen. Der bisher einzig greif­bare Erfolg des Aufrollens der Kretafrage ist, daß die Schutzmächte ihre Truppen nicht zurückziehen, sondern, entgegen dem Abkommen, bis auf wei­teres noch auf der Insel derfaulen Bäuche" be­lassen werden. Der von türkischer Seite lancierte Vorschlag, die kretische VerwalMng nach dem Muster des Libanondistriktes zu reformieren, in­dem ein von den Schutzmächten vorgeschlagener chrisüicher Statthalter im türkischen Dienst Kreta verwaltet, dürste die beste Lösung der Frage sein.

In Marokko ist Muley Hafid bislang noch immer Herr über alle Thronprätendenten gewor­den und hat sich mit Geschick allen zu weitgehenden Einmischungen seinerguten Freunde" entzogen. Seine nach Paris geschickte Gesandtschaft dürste vor allem in der Richtung tätig sein, daß sie den herzlichen Gefühlen des Sultans für seine repu­blikanischen Freunde beredten Ausdruck verleiht, im übrigen aber auf gütige Beachtung seines Prinzipsnoli me tangere dringt.

Monarchen - Zusammenkunft in den Schären.

Reval, 18. Juni. Die gestrige Abendtasel fand wiederum an Bord derStandart" statt. Während der Tafel brachte der Kaiser von Rußland folgenden Trinkspruch aus:

Ich freu« mich. Eure Majestät willkommen zu heißen in Erwflrerung der Gastfreundschaft, die mir vor zwei Jahren in Sannemünbe darge­boten wurde und die zu meinen wertvollsten Er­innerungen zählt. Ich nehme diese glückliche Gelegenheit wahr, um Eurer Majestät zu ver­sichern, daß ich den aufrichtigen und unveränder­lichen Wunsch hege, die traditionellen Bezieh­ungen herzlicher Freundschaft und gegenseitigen Vertrauens dauernd zu erhalten, die unsere bei. den Häuser stets verbunden haben und die zu pflegen nicht bloß als ein Unterpfand der guten Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern, sondern auch des allgemeinen Friedens ich leb­haft wünsche. Ich erhebe mein Glas und trinke von ganzem Herzen auf die Gesundheit und das Glück Eurer Majestät, auf die Gesundheit Ihrer Majestät der Kaiserin, auf das Wohlergehen der kaiserlichen Familie und auf die Wohlfahrt des Deutschen Reiches.

Kaiser Wilhelm erwiderte auf den Toast des Zaren:

Die so liebenswürdigen Worte, welche Eure Majestät an mich soeben richteten, haben mich lebhaft gerührt und ich danke Eurer Majestät dafür und spreche zugleich meine tiefe Dankbar­keit Euerer Majestät und Ihrer Majestät der Kaiserin für den so herzlichen Empfang aus, welcher mir aufs neue wieder an Bord des Standart" bereitet worden ist. Gleich Euerer Majestät seh« ich mtt Freuden in diesem Emp­fang eine neue und wertvolle Bestätigung der engen und aufrichtigen Freundschaft, welche un­sere Person und unsere Häuser verbindet. Ich sehe darin zu gleicher Zeit eine neue Bestätigung der traditionellen Beziehungen herzlicher Freundschaft und des Bertrauens, die den viel- seftigen Interessen und den durchaus friedlichen Gesinnungen unserer Länder gleichermaßen ent­sprechend zwischen unseren Regierungen bestehen. Ich trinke auf das Wohl Euerer Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin und der ganzen kaiser­lichen Familie und ebenso auf das Gedeihen des russischen Reiches in den Bahnen, welche die hohe Weisheit Euerer Majestät ihm vorgezeich­net hat.

Besprechungen der Minister.

Staatssekretär von Schoen hatte von 5 Uhr ab eine längere Unterredung mit dem Minister­präsidenten Stolypin und dem Minister des Auswärtigen Iswolski an Bord desStaichart". Rach Schluß der Unterredung wurde Stolypin von Kaiser Wilhelm in Audienz empfangen.

Cin Zwischenfall.

Stockholm, 18. Juni. Dem Svenske Telegrammbyran wird aus Helfingfors telegra­phiert: Als am Mittwoch vormittag der eng­lische LastdampferWoodburn", Kapitän Ro­bertson, die Reede von Frederiksham passierte, begegnete er dem kaiserlich russischen Geschwader;

Bor fmnbert Iabren. Unter französischer Herrschaft. Von L. Müller.

(Sortierung.)

An diesem Tage entfernte sich auch der Prä­fekt und der Kommissar der hohen Polizei. Die Fußgarde war auf ein Häuflein von 14 Mann zusammengeschmolzen und kam auf einem Leiterwagen durch. In den ersten Tagen kamen einige Truppen zurück und am 4. Oktober war der Präfekt und der Kommissar der hohen Po­lizei wieder in Marburg eingetroffen. Am 5 Oktober erließen beide Proklamationen an das Volk, welche in großprahlerischem Tone ge­halten waren. Aber allen diesen Proklamatio­nen gegenüber hatte man das Vertrauen zu der seitherigen Regierung verloren, ihre Autorität erkannte schon niemand mehr recht an. Am 14, Oktober war auch der König wieder angekommen und versammelte in Marburg bei seiner An­wesenheit im Fürstenhaus in der Wohnung des Präfekten die Behörden. Er erklärte, daß alle Beamten und Offiziere, die unter der Autorität des russischen Generals Ezernifcheff, welcher ihn aus Cassel vertrieben, mitgewirkt hätten, sollten totgeschossen werden. Am 20. Oktober wurde mit einer Unverschämtheit der Lügenbericht prokla­miert von dem großen Siege der französischen Armee. Am 27. Oktober kam die Nachricht, daß der König einen großen Hofball in Eassel ge­geben habe, in Wirklichkeit aber hatte er fdjon am 26. Oktober Eassel verlassen, seine heuen Diener und Präfekten folgten seinem Beispiele zum zweiten Male. Anfangs November rückten Sie Kosaken in Marburg ein, wo sie in einem Garten in der Schwanallee und der Schwarzen Wiese ein Lager bezogen . Da der König ver­gessen hatte, von seinen Untertanen Abschied zu dehmen, so schickten die Easselaner am 30. Ok­tober 1813 einen Steckbrief hinter Hieronymus her, der lautete:Demnach der näher beschrie­bene Kaufmannsdiener Hieronymus, welcher leit einigen Jahren als Verwalter in Geschäften seines älteren Bruder« in hiesiger kurfürstlicher

Residenzstadt Cassel äufgehalten, sich mehrerer Verbrechen schuldig gemacht, indem er sich nicht allein gegen die geheiligte Person unseres ge­liebten Kurfürsten und anderer regierenden Häupter auf das Gröblichste vergangen, viel­fältige Räubereien und Mordtaten verübt, fal­sches Geld geprägt und in Umlauf gebracht, sehr große Summen unterschlagen und verschwendet, unzählige Schulden gemacht, und die meisten der hiesigen und auswärtigen Einwohner schändlich betrogen, sondern außerdem noch durch eine höchst wohllustige Lebensart männig- lich ein böses Beispiel gegeben hat, nach in Leipzig ausgebrochenem großen Bankerott seines vorhin erwähnten Bruders und ehe derselbe zur gefänglichen Haft hat gebracht werden können, heimlich von hier entwichen, an der Haftnehm- ung dieses höchst gefährlichen Menschen aber, welcher flüchtig umherirrt, sehr gelegen ist, so werden alle Obrigkeiten, und Jedermann ge­ziemend gebeten und aufgefordert, auf den­selben ein wiMames Auge zu haben, ihn tm Betretungsfalle sofort, wo sie ihn finden, zu ar­retieren, geschlossen und unter guter Bedeckung anhero zu liefern. Derjenige, welcher ihn ent­deckt oder dazu behilflich ist, daß er, anderen zum Exempel, zur wohlverdienten Strafe ge­bracht werden kann, erhält 10 000 Centimen Belohnung.

Cassel, den 30. Oktober 1813.

Signalement: Hieronymus, 29 Jahre alt, Statur klein, Körperbau «lend, entnervt und kraftlos, blasses, gelbes Angesicht, triefend« holliegende Augen, schnarrend« Sprach«, trug bei seiner Entweichung einen weißen, abge­tragenen 9lod mit blauen Ausschlägen und Kragen mit mächtigen goldenen Tressen besetzt, kurze, weiße Weste, bockslederne Hosen, einen dreieckigen Hut und neu vorgeschuhte Stiefel mtt schmutzigen gelben Klappen.

Weiter gaben in folgendem Gedicht di« Tasse- laner ihren Gefühlen Ausdruck:

1. Du armer Herr König, Dein Reich ist mm aus, Adjel

Geschlichen hast Du Dich^un Tempel hinaus,

Es floh'n die Franzosen, die bei uns gehaust, Nachdem sie die Braten des Landes verschmaußt, Adje! Adje! Adje!

2. Durch Dich werden wir ferner nicht mehr beglückt, Adje?

Du wirst ungefegnet nach Hause geschickt, Adje! Dein Brüderlein erntet der Pässe gar viel, Es droht seiner Herrschaft ein klägliches Ziel, Adje! rc. rc.

3. Die Weiber, die lässest Du nun uns in Ruh, Adje?

Du kehrst Deinem Harem den Rücken zu, Adje! Es liebt nicht der Deutsche die türkische Manier, Drum pflanze wo anders Dein Lieblingspanier,

4. Das Tanzen und Schwelgen es ist nun vor­bei, Adje?

Du gackerst wie's Huhn um's verlorne Ei. Adje! Geh', reife und such' Dir ein. anderes Nest, Sonst packen Kosocken am Kragen Dich fest, Adje! rc. rc.

5. Die Zügel Westfalens sind Dir ef'hapiert, Adje!

Erlaub' daß von uns Dir nun wird dekretiert, Adje!

Du armer verlassener Landespapa, Du wanderst nun wieder zu Deiner Mama. Adje! rc. rc.

6. Die Schinken Westfalens sie find nun dahin, Adje!

Siadj Liliput richte den zärtlichen Sinn, Adje! Vielleicht find' sich dort noch manch' willige« Kind,

Da« streichet die Segel vor fränkischem Wind, Adje! rc. rc.

7. Die gute Stadt Cassel, die sagt Dir mit Gunst, Adjel

Entwichen für immer tft gallischer Dunst, Adjel Mit tapferer Eil bist Du rückwärts marschiert, Nachdem mau zuletzt noch die Stadt kanoniert, - . Adjel k. x.

dieses gab zuerst einen blinden und dann zwei scharfe Schüsse, die den Dampfkessel des Schiffe« zerstörten und einem Maschinisten ein Sein zer­schmetterten. Der Dampfer hatte einen Lotsen an Bord und den richtigen Kurs. Nach Aus­besserung des Schadens ging das Schiff um 1 Uhr nachmittags nach England weiter. Der verwundete Maschinist wurde ins Krankenhaus nach Wiborg gebracht.

London. 18. Juni, lieber den englisch­russischen Zwischenfall in Fredriksham, die Be­schießung eines englischen Handelsschiffes durch ein russisches Kriegsschiff liegen erst spärliche Meldungen vor. Die heutigen Morgenblätter geben der Ansicht Ausdruck, daß auch dieser Vor­gang wieder auf die übertriebene Aengstlichkeit eines russischen Kapitäns zurückzuführen sei. E« handelt sich um den DampferWoodburn" der einer Gesellschaft am Tynesssule gehört und der von Fredriksham nach Helstngfors unterwegs war. Der Kapitän des englischen Dampfer« meldet, daß ein Matrose seiner Besatzung durch Granatsplitter am Sein verwundet wurde. Die Ventilationsröhren auf Deck wurden durch die russischen Schüsse weggeriffen, außerdem wurde der Schornstein beschädigt. Das russische Schiff feuerte sechs Schüsse auf den Engländer ab, vou denen zwei trafen. Man neigt in der Presse zu der Auffassung, daß das englische Schiff zu nah« an die kaiserlichen Docks heranfuhr und die Ab­sperrung nicht beachtete.

Russische Preßstimmen.

Petersburg 18. Juni. Die ersten Nach, richten über den Verlauf der Entteoue sind heute früh hier eingetroffen, daher liegen noch keine Kommentare, sondern nur einzelne Preßstimmen über die allgemeine Bedeutung der Gntrevuc vor. In derPetersburgskia Wjodomosti" schreibt Fürst Uchiomski: Die gefamte^Msische Opposition verfolgt zähneknirschend dieEntrevue, Indessen blinder Deutschenhaß kann nur den Feinden des Vaterlandes dienen. Das künstlich« Anfachen des Hasses gegen die Deutschen, die uns unter allen arischen Völkern am nächsten verwandt find, geht von denen aus. die Ruß­lands Untergang als Weltmacht wünschen. Da« führend« OktobristenblattEolospradwy", das stets für ein gutes Einvernehmen mit Deutsch- land eintritt, sagt in einem Leitartikel, solange sich Rußland von dem letzten Krieg und der Re- volution nicht erholt, fei zwar ein Bündnis mit Deutschland nicht vorteilhaft, wohl aber eine Entente cordiale, die auf lange Zeit den Frie­den sichern könne. In dieser Hoffnung schließt das Blatt, rufen wir mit aufrichtigem Herzen dem mächtigen Gast unseres Monarchen ein rus­sisches Willkommen zu.

8. Die Garde du Corps Dich gar schön konvo- ziert. Adjel

Bis über den Rhein sie Dich hat transportiert, Adje?

Zum Lohn jedoch Du warst nicht faul, Nahmst jedem Du dorten den Wamms und den

Gaul, Adje rc. rc.

S. Fort hast Du geschleppt, was Dein sonst nicht war, o weh!

Vergessen zuletzt das Bezahlen sogar, o weh! Du warst doch, Jerom', nur ein armer Gesell', Drum rufen wir nach Deinem mageren Fell, Adje! rc. rc.

10. Am Ende wird Dir es noch jämmerlich geh'n o weh?

Am Ladentisch wird man Dich abermals seh'n, o weh!

Dann stehst Du verkümmert bei Tranlampen­schein,

Und handelst mit Schwefel und Zunder uni Stein,o weh? rc. rc.

11. Fahr hin mit dem Bruder, dem großen Sanbit, o weh!

Dem Bastard, erzeugt aus verbuhltem Geblüt, o weh!

Dem Ungeheuer, dem keiner gleicht. Soweit die Geschichte und Dichtung reicht, -- o weh! rc. rc.

12. Ihm flucht der Greis, die Gattin, da« Kind, o weh!

Die ohne Führer und Vater jetzt find, o weh!

In blutigem Jammer ihr Herze zerbricht, Und laden Dich Mörder vor Gottes Gericht, o weh! rc. rc. ,

13. Dir flucht, was vom Weibe geba* ist, ~ o weh? -** |

Der Muhamedaner, der Jude, der Christ o weh!

Die Hölle, wo Dich erwartet Dein Lohn^

Graut selber vor Deiner Ankuft schon. Juch ....., , heirasfi» Juchhei -

(Fortsetzung folgt.)