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«gebühr beträgt für t 15 Pfennig, für Rek

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Inhaber Dr. T. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

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ftiedigt fein werden. Ich gebe mich der verficht hin, daß dieser Besuch wie der tm flossenen Jahre dazu dienen wird, die gute stnnung zwischen den beiden verwandten

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Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 46.

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(Nachdruck verboten.)

Gr« Sommertraum.

Roman von St van Bettet.

l Fortsetzung.)

Einsiedler, dann ist man erst recht verloren. Man wird dann das Prototyp desselben im Handumdrehen und fürs Leben. Ohne mich wäre der arme Kerl fetzt schon rettungslos dem Spießbürger- und Sonderlingstum verfallen, und wie ich jetzt fortging, da habe ich nicht eher geruht, bis ich ihn auch losgeeist und zu dem Entschluß gebracht hatte, sich in irgend einer größeren, voller pulsierenden Stadt anzu- stedeln."

Da hättest Du auch etwas Klügeres tun können!" war die trockene Antwort des Geheim­rats.Man soll seine Hände nie in das Schick­sal anderer Leute stecken! Jeder lebt sein Leben für sich, da soll er es sich auch nach seiner Art gestalten!

Deutsches Reich.

Die englischen Geistlichen beim Kaiser Potsdam, 14. Juni. Der Kaiser hat heute nach­mittag im Reuen Palais die englischen Geistlichen empfangen. Zugegen Waren die Kaiserin und die Prinzessin Vittoria Luise. Der englische Bot­schafter erbat in einer Ansprache die Erlaubnis, dem Kaiser die Herren vorzustellen. Der Kaiser erwidette in englischer Sprache und ließ sich hierauf etwa 20 von den Herren besonders vor­stellen. Die englischen Herren wurden sodann nach der Orangerie geführt, wo ihnen Tee dar- geboten wurde. Der Kaiser hielt bei dem Em- pfang der englischen Geistlichen folgende An­sprache:Meine Herren! Es bereitet mir ein wirkliches Vergnügen. Sie heute zu empfangen als die Vertreter der englischen christlichen Kirchen und ich hoffe aufttchtig. daß Sie alle mit ihrem Besuch in Deutschland zuftteden sein werden. Sie sind gekommen, um den Besuch zu erwidern, der im verflosieuen Jahre von den Vertretern der deutschen christlichen Kirchen England abgestastet ivurde. Ich habe Gelegenheit gehabt, eine Anzahl deutscher Geistlicher zu sprechen, und bin erfreut, Ihnen mitteilen zu können, daß sie von ihrem Be- suche sehr befttedigt gewesen sind und nicht genug sagen konnten zum Lobe der großen Gastfreund' schäft und der Wahrhaft christlichen Bruderliebe mit der sie in Ihrem Lande empfangen wurden. Ich bin sicher, daß Sie unser Volk nicht weniger gastfreundlich finden werden, und ich hoffe, daß Sie von Ihrem Besuch bei uns bis zu Ende be-

DieGderhesksche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der ......... " "t Bezugspreis beträgt v irrte l- - . -, -2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei

unfern ZeitungSstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

Marburg

Mittwoch, 16. Juni 1909.

tioncn zu fördern. Ich freue mich sehr meine Herren, daß ich das Vergnügen gehabt habe. Sie zu empfangen." Dem Empfang der enalifchen Geistlichen durch den Kaiser wohnte auch Staats­sekretär v. Schön bei. Bei dem Empfange der englischen Geistlichen durch den Kaiser hielt der englische Botschafter Sir William E. Goschen eine

F mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain unbbenJBeilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Benage.

iarifs wird eine Stcmpclabgabc von Quittungen über gezahlte Versicherungsprämien vorgeschlagen, die in der Höhe von jährlich ein Viertel vom Tausend der Versicherungssumme erhoben, ein Steueraufkommen von etwa 35 Millionen Mk. erwarten läßt. Der vor­geschlagene Steuersatz läßt eine Einschränkung der Versicherungsnahme nicht befürchten.

Der Effettenstempel.

Es sollen in Zukunft entrichtet werden: von inlän­dischen Aktien 2% Prozent; von ausländischen 3 Pro- znet; von Kuxen 3 Mk.; von Einzahlungen auf solche 2% Prozent; von inländischen privaten, Renten- und Schuloverschreibungen, sowie solchen ausländischen Staaten und öffentlicher Verbände usw. 1 Prozent; endlich von Renten- und Schuldversckreibungen in­ländischer öffentlicher Verbände 9 vom Tausend. Neu hinzu treten die Aktien der deutschen Kolonialgcsell- schaften mit 1 Prozent. Der Mehrertrag aus diesen Tarisänderungcn darf auf etwa 10 Millionen Mark berechnet werden.

Belastung der Immobilien.

Innerhalb der Verkchrsstcuern empfahl es sich einerseits den Grundstücks-, andererseit den Gcld- verkehr hcranzuziehen. Die verbündeten Regierungen erachten die Einführung einer WertzuWachs­steuer von Grundstücken für das Reich wenigstens zur Zeit nicht für angängig. Eine eingehende Denkschrift geht dem Reichstage gleichzeitig mit neuen Entwürfen zu, doch kann man mittels einer mäßigen Abgabe von Grundstücksübertragungen den Wertzuwachs immerhin in etwa auch den finan­ziellen Bedürfnissen des Reiches dienstbar machen. Der von der Beurkundung der Eigentumsübertragung zu erhebende Wertstempel mit einem Steuersatz von % v. H. soll als Nummer 12 des Reichsstempeltarifs cingefügt werden und 20 Millionen Mark erbringen.

Wechsel- und Scheckstempel.

Als Verkehrssteuern, die an den Geldumsatz an­knüpfen. werden die Erhöhung des Stempels für Wechsel und ein Schcckstempel vorgeschlagen werden, gleichfalls mit einem Ertrage von insgesamt 20 Mil­lionen Mark. Der Wechselstempel soll nur für solche Wechsel, die länger als drei Monate laufen, erhöht werden, und zwar im ersten Jahr für je einen Monat und für je fernere sechs Monate der Laufzeit um eine weitere Abgabe in Höhe des bisherigen Stempels. Dabei handelt eS sich zu einem wesentlichen Teile um Kautions- und Avalwechsel, die in weiterem Umfange als Sicherheitsleistung verwendet werden. Bei der­artigen Wechseln kommen hauptsächlich kapitalkräftige Kreise in Betracht. Dagegen soll der Wechsel, der dem Zahlungsausgleich dient, durch die Beschränkung auf langfristige Wechsel im wesentlichen von einer Steuer­erhöhung verschont bleiben.

Die Schecks unterliegen fast in allen Staaten einer Stempelabgabe. Bisher hat man in Deutschland von einer Heranziehung zur Stempelabgabe Abstand ge­nommen, da der Scheckverkehr trotz seiner erfreulichen Entwicklung beim Mangel eines Scheckgesehes bei weitem noch nicht diejenige Ausdehnung erlangt habe, die seiner volkswirtschaftlichen Bedeutung entspreche. Inzwischen ist das Schcckgeseh in Kraft getreten und sein Einfluß auf die Hebung des Verkehrs ist deutlich erkennbar. Es erscheint danach die Erwartung ge­rechtfertigt, daß der Scheckverkehr die Auferlegung eine« geringen festen Stempels von 10 Pfg. ohne Schaden für seine weitere Entwicklung schon jetzt zu tragen in der Lage ist. Wenn die verbündeten Re­gierungen somit den erhobenen Bedenken gegen meh­rere der ursprünglich vorgeschlagenen Entwürfe durch das Einbringen der sogen. Ersatzvorschläge entgegen­kommen, tun sie dies in der Erwartung, daß es nun­mehr gelingen wird, zwischen dem Reichstag und Bundesrat eine UeBcreinftimmung zu erzielen, die die Finanzreform zum baldigen guten Ende führt.

Der Geheimrat, eine kleine, etwas ge­drungene Gestalt, die sich trotz der geistvollen Kopfes, der für den Körper etwas zu groß ge­raten war, in früheren Zeiten, als seine Ge­mahlin noch den freien Gebrauch ihrer Glieder hatte, nie sehr vorteilhaft neben der könig­lichen Figur ausgenommen haben sollte, streifte bedächtig die Asche von seiner Zigarre und ant-

Die neuen Steuervorschläge der Negierung.

ÖH4**, 14. Juni. DieNordd. Allgem. Mg." bespricht die Ersatzstmervorschläge zur Neichsfinanzreform und sagt: Dem Reichstage gehen heute drei neue Gesetzentwürfe zu, betret« Snd die Aenderung der Erbschaftssteuer-, der eichsstempel- und Wechselstempelgesetze. Für die Nachlaß st en er mit dem Wehrsteuer- ' zu schlag und die Erweiterung des Erb­rechts des Staates in ihrer ursprünglichen Form ist keine Mehrheit im Reichstage vor­handen. Andererseits können die Verbündeten Re- (jierungen den von der Finanzkommiffion anS- «carbeiteten Steuern auf Wertpapiere und auf den Wettzuwachs bei Grundstücken nicht zustim - men. Die Verbündeten Regierungen sind bereit, der Ausdehnung der Erbschaftssteuer eine Form M geben, die den geltend gemachten Einwen­dungen uns Wünschen Rechnung trägt, sie bringen dementsprechend eine neue Vorlage ein, die sich als eine Erweiterung der bestehenden Erbanfall- steuer auf Deszendenten und Ehegatten in un­beerbter Ehe darstellt. Läßt sich durch eine solche allgemeine Besitzsteuer der Bettag von 100 Mil­lionen nicht erreichen, so erübrigt sich nur, den Vermögensbesttz in seinen einzelnen Erscheinungs­formen indirekt im Anschluß an verschiedene witt- fchastliche Vorgänge, die ihn im Verkehr in Er­scheinung treten lassen, steuerlich zu erfassen, und -war den Besitz an Immobilien durch Stempel­abgabe auf die Feuerversicherungsguittungen, den reinen Kapitalbesttz durch eine Erhöhung deS Effektenstempels. Allerdings tft es hierbei nicht sm gleichen Maße wie bei einer allgemeinen Brsitz- peuer ausführbar, die wtttschaftliche Lage des Einzelnen, insbesondere eine dem Besitz gegen- Überstehende Verschuldung zu berückstchttgen. Die anstelle der Besteuerung der Inserate und der elek­trischen Kraft von der Finanzkommission in Aus­sicht genommenen Maßregeln, der Kohlenausfuhr- zoll und die Mühlenumsatzsteuer, sind abzulehnen. Es muß vielmehr Deckung geschaffen werden durch Verkehrssteuern und zwar durch eine Stempel- abgabe beim Eigentumswechsel von Grundstücken, durch eine Erhöhung deS Wechselstempels und durch Einführung eines Scheckstempels.

Heber den Inhalt der einzelnen in Vorschlag gebrachten Ersatzsteuem ist kur, folgendes mit- rutellen:

Erbschaftssteuer.

Für die Form der Nachlaßsteuer sprechen zwar dom finanziellen Standpunkt aus einer Reihe ge­wichtiger Gründe: die Möglichkeit, mit niedrigeren Prozentsätzen anzufangen und doch ansehnliche Er-

Aber, Papa, das ist ja krasser Egoismus! Wenn ich jemand in die Hölle wandern sehe, so habe ich doch wohl am Ende die Berechtigung, mich an seine Rochschöße zu hängen und ihn von seinem Irrwege fortzuziehen."

Garnicht, denn erstens, wer weiß, ob ihm das, was Du Hölle nennst, nicht als Paradies erscheint! Zweitens paßt er vielleicht gerade in die Hölle hinein und freut sich mehr, mit den Teufeln Brüderschaft zu trinken, als mit Len Engeln die Sterne blank zu putzen."

Papa, wenn Du anfängst, schalkhaft zu wer­den, dann ist Dein Interesse geweckt!" sagte Ulli und lehnte sich lächelnd an die Schulter des Vaters.Ich meine, Du wirst schon morgen bereit sein, Maxens Freund als zweiten Sohn

Da magst Du wohl recht haben, Papa, aber M. ist überhaupt kein Ort, in dem ein junger . ., ___________ , Mensch leben kann. Ist man flott, so kann man

Weißt Du, Papa," fuhr Max fort und blin- 1 sich an der dortigen Beschränktheit und Klein- Helte dabei verständnisinnig der Mutter zu, ] städteret den Kopf einrennen, bat man aber

' 2" für ' gar, wie Wem«, Anlagen «um Philffter ertb

Berlin, 14. Juni. Der Gesetzentwurf bett. Aenderung des Erbschaftssteuergesehes sieht e. a. einen neuen § 9a vor: Die Erbschaftssteuer beträgt eins vom Hundert; 1. für Ehegatten, sofern gemein­schaftliche Abkömmlinge nicht vorhanden sind; 8. für eheliche Kinder und solche Kinder, welchen die recht­liche Stellung ehelicher Kinder zukommt, jedoch mit Ausschluß an Kindesstatt angenommener Kinder, so­wie für eingekindschaftete Kinder; 3. für uneheliche Kinder aus dem Vermögen der Mutter ober mütter­lichen Voreltern; 4. für Abkömmlinge der unter i und 3 bezeichneten Kinder. Der Steuersatz von ein# vom Hundert erhöht sich, wenn der Wert des [teuer» pflichtigen Erwerb» 30 000 Mk. übersteigt, auf 1,25 Prozent, bei 50 000 Mk. auf 1,50 Proz., bei 75 000 Mark auf 1,75 Proz., bei 100 000 Mk. auf 2 Proz., bei 150 000 Mk. auf 2,25 Proz., bei 200 000 Mk. auf 2,5 Proz., bei -300 000 Mk. auf 2,75 Proz., bei 400 000 Mk. auf 3 Proz., bei 500 000 Mk. auf 3,25 Proz., bei 600 000 Mk. auf 3,50 Proz. und bei 750 000 auf 4 Prozent.

leichtert auf, als die Mama, weniger in dem Bestreben, der Verlegenen zu Hilfe zu kommen, als um das sie wenig interessierende Gespräch zu beenden, jetzt einftel:Ihr streitet um des Kai­sers Bartl Erst wollen wir doch einmal ab­warten, ob der junge Mann Lust hat, sich diri- gieren und protegieren zu lassen. Nach Maxen, flüchtigen Andeutungen scheint er mir dazu wenig Talent, sondern vielmehr einen recht scharf ausgesprochenen Eigenwillen, oder, wie man das bei Mannern nennt, Eharatter zu haben."

Meine kluge Mama hat wieder einmal de« Nagel auf den Kopf getroffen! Von Biegsam­keit und weichem Wachs steckt wirklich keine Spur in Werners Art. Man kann bei ihm nur wünschen, aber niemals lenken. Und daher, Papa, brauchst Du ihm garnicht mit kritischem Mißtrauen entgegenzutreten! Er verbindet mit diesem Erholungsurlaub nur das Interesse an Deiner Bekanntschaft, ohne die geringste W- sicht, aus derselben einen anderen als ideale« Vorteil zu ziehen."

Das ist mir sehr angenehm wir werde« uns dabei auch am besten stehen."

Damit war das Thema erledigt, aber bei allen Familienmitgliedern das Interesse für Heinrich Werner erweckt, und als et am folgen­den Morgen den (Sorten betrat, in dem Geheim­rats vollständig versammelt den schönen Vor« Mittag genossen, da hatten sich die drei ihm noch fremben Personen des Kreises schon soviel mit ihm beschäftigt, daß er ihnen kaum mehr fremd erschien. Man begrüßte ihn mit allgemein« herzgewinnender Freundlichkeit und behandelt« ihn so vollkommen als alten Bekannten, daß seine sonstige entfte Zurückhaltung unwillkürlich einer gewissen Wärme und einem liebenswür­digen .Entgegenkomm«« Platz macht«, j

t (Fortsetzung folgt.) i

Aber, Papa, ich zitiere auch nicht mein eigenes Ütteil, sondern das von Fachmännern, und außerdem wünsche ich ja gerade, daß Du im Verkehr mit Werner das Deinige bilden sollst!"

Hm das werde ich hoffentlich. Bet Holditz hat er übrigens keine schlechte Schule durchgemacht. Da hätte er nur bleiben und weiter lernen sollen. Wenn et wirklich tüchtig ist, dann komntt et überall vorwärts, auch in M."

träge zu erzielen, weil die Steuer sich auf die breitere Gesamtmasse aufbaut, ferner der Umstand, daß die Wehrsteuet sich finanztcchntfch nur mit bet Nachsaßsteuer zweckmäßig verbinden läßt. In­dessen find die zugunsten gerade dieser Steuer­reform geltend zu machenden Gründe für die ver­bündeten Regierungen nicht von solcher Bedeu­tung, daß diese nicht auch zu dem Ausbau der Erb- ansallsteuer auf Ehegatten und Kinder bereit ! wären. Der Besorgnis, daß die Steuer ein für die Angehörigen verletzendes Eindttngen in die i Familienverhältnisse bedeute, wird der Boden ent­zogen, wenn man bei der Besteuerung des Gatten- und Kindererbes den Mobiliatbesttz, soweit et nicht in Kapitalien, insbesondere in Wertpapieren besteht, aus der Besteuerung ansscheidet. Ein wei- I teteS sehr erhebliches Entgegenkommen gegen viel­fach geäußerte Wünsche bedeutet die Freilassung des Gattenerbes in beerbter Ehe. Der neue Ent­wurf entkräftet den Einwand, daß die Steuer in dem Fall unbillig fei, wo die Ehefrau dasjenige, ivaS der Mann hinterläßt, hat mitetiverben und erhalten helfen. Ferner soll die Steuer nicht er­hoben werden, wenn bet Ernährer der Familie im Felde gefallen ist. Es ist endlich immer betont worden, daß die Erbschaftssteuer deshalb unge­recht wirke, weit sich ihr das mobile Kapital viel leichter entziehen könne als das Grundvermögen, und daß die Leichttgkett, unter Lebenden, beweg­liches Vermögen unbemerkt zu übertragen, natur­gemäß in den engsten Familienverhältnissen be­sonders groß sei. Der Entwurf sieht das Recht des Erbschastssteueramtes vor, unter Umständen eine Versicherung an Eidesstatt übet die Richtig­keit und Vollständigkeit der eingereichten Erb- schaftssteuer-Erklärung und die wetteren Angaben zu forbem. Um den kleineren und mittleren Besitz von den Steuern fteizulassen, ist die Grenze so gezogen, daß, wenn der reine Wett des Gesamt- nachlafles, auch hier ungerechnet den nicht in Kapitalbesitz bestehenden Mobiliarnachlaß, nicht mehr als 20 000 Mk. beträgt, Steuerfreiheit ein­tritt, gleichviel wie hoch der Erwerb des einzelnen Erben ist, daß im übrigen die Stenerpflicht für Kinder und kinderlose Ehegatten erst bei einem Erbanfall von mehr als 10 000 Mk. beginnen soll. Im übrigen sind alle Vergünstigungen der früheren Erbschaftssteuer-Novelle zugunsten des ländlichen Grundbesitzes wiederholt. Der Mehr- ertrag der erweiterten Erbschaftssteuer ist auf 63 Millionen zu veranschlagen, wovon nach Abzug eines Anteils an die Bundesstaaten für das Reich ein Ertrag von 55 Millionen erwartet wird.

Die Steuer auf Feuerversicherungspolizen.

. Die Versicherung gegen Feuersgefahr bietet einen ganz zu verlässigen Anhalt für den Vermögensbestand deS Einzelnen. Durch Freilassung der kleineren Ver» sicherungswertt unter 5000 Mk. kann auf da- gerin­gere Maß von Leistungsfähigkeit Rücksich genommen werden. Die durch das eigene Interesse des Ver­sicherungsnehmers gebotene Richttgkeit der Selbstein- schätzung macht eine Wertfeststellung der ©teuer# behörden entbehrlich. Als Nr. 11 des Reichsstempel-

wortete mit der ihm eigenen Ruhe:Mein lie­ber Junae, nimm es mir nicht übel, aber Dein Urteil über ärztliche Kräfte ist nicht gerade schr maßgebend!"

VII

, , ixen» Freund als zweiten Sohn zu adoptieren und ihn somit allen drohenden Höllengefahren für ewig entreißen."

Jawohl, kluge Else, es fehlt nur noch seine Einwilligung, und wenn er damit noch nicht zufrieden ist, dann wirst Du als Zugabe auf die Fülle meiner Wohltaten gelegt!" war di« mit launigem Spott erfolgende Antwort.

Ulli errötete Wie ein« Rose «nd atmete tu

Dich mitgebracht, damit Du doch auch einmal eine Extrafreude hast und mit einer verständ­nisvollen Seele ein vernünftiges Wort reden konnst! Werner soll nämlich eine ganz bedeu­tende Kraft in seinem Fache sein, dem Professor - . Halditz, dessen Assistent er ist, das größte Ver-

Heinrich Werner hatte recht gehabt. Man I trauen erweist. Aber M. ist kein Ort für ihn, war ihm in der Eeheimratsfamilie dankbar da- I da kommt er nicht genügend vorwärts. Das für, daß er den Sohn für den ersten Abend so I fühlt er selbst, und daher hat er zum Oktober ganz ungestört den Angehörigen überließ. Sett I seine Verbindlichkeiten bei Holditz gelöst. Ich Weihnachten hatte man ihn nicht mehr gesehen I meine immer, das wäre kein schlechter Assistent und gesprochen, und es gab hundert kleine Inti- | für JDidj! mitäten auszutauschen, bet denen jeder Fern­stehende lästig und störend gewesen wäre. Max fühlte das selbst, und sich behaglich auf dem be­quemen Lehnsessel neben der Mutttr aus- streckend, von Ulli mit Wein, vom Vater mit einer besonders guten Zigarre versorgt, sagte er anerkennend:Mein guter Heinrich hat doch recht behalten? Solch erster Abend daheim ist am allergemüthlichsten ganz in der Familie, trotzdem der arme Kerl der so etwas nicht kennt und nie gekannt hat, mir eben jetzt dop- Pelt leid tut. Weißt Du, Mütterchen, Du mußt sehr lieb und reizend zu ihm sein, so, als wenn er Dein zweiter Sohn wäre; was ich nun in Wirklichkeit nicht ehrlich wünsche, denn neben dem hätte ich bald meine Rolle als Familien­abgott ausgespielt. Mütterchen, sieh mich nicht I» verliebt an? Du machst Deinen Taugenichte dadurch nur noch eitler und schmälerst die sowieso sehr seltenen Augenblicke der Selbsterkenntnis." Damit küßte er zärtlich die Hände der Mutter, die mit einem strahlenden Blick des Stolzes und der Liebe in das schöne, offene Gesicht ihr« Erstgeborenen sah, für den es nach ihrer Ansicht überhaupt keine Konkurrenz auf Erden gab.

Die JnsertionSgebühr beträgt für die 7gespaltene Zeile /

oder deren Raum15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. i i ;

Druck und Verlag: Iah. Äug. Koch, Ilnioersität-buchdmckerel « <