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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Berlage."

44. Jahrg.

Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.

Politische Umschau.

Zur Reichsfinanzreform.

Günther von Sterzhausen, Hess. Husar, erschossen; 19. Ludwig Koch, Hess. Garde du Corps, am 29. Oktober zum Tode verurteilt, zu 10 Jahren Festung begnadigt; 18. Schneider von Oberwal­gern, amnestiert; 19. Johann Heuser von Ciriax- weimar, amnestiert; 20. Johann Stoll aus Wenk­bach, Gardist, zum Tode verurteilt, zu 10 Jahren Festung begnadigt; 21. Heinrich Rhein aus Ciriax- weimar, amnestiert; 22. Ludwig Klos, zum Tode verurteilt, begnadigt; 23. Andreas Löwenstein aus Wetter, begnadigt; 24. Friedrich Hohl, zum Tode verurteilt und begnadigt; 25. u. 26. Günther und Kümmel, ehemalige Soldaten, amnestiert.

Nachdem die Hauptansührer bestraft waren, ließ man Milde walten. Am 5. August 1809 wur­den Friedrich Hohl, Johannes Muth, Daniel, Ha- serkorn, Christian Matthäi, Friedrich Keppler und Ludwig Klos, die zum Tode verurteilt waren, be­gnadigt und in Freiheit gesetzt. Der Prosesior Ull- mann erhielt seine Freiheit nach fünfwöchiger Hast wieder. Die am Aufstanb beteiligten Bürger Josbächer, Cramerding und Chirurg Klingelhöfer waren in das Darmstädtische geflüchtet, als man ste ins Gefängnis bringen wollte. Am 28. August wurde gegen alle Flüchtlinge eine Mschweigende Amnestie ausgesprochen. Ausgenommen davon waren Moog, Stoll «nd Koch. Die beiden Letz­teren wurden ergriffen und in Marburg eingelie­fert, auch Moog wurde noch gefangen. Am 29. Oftober 1810 verurteilte das Schwurgericht in Marburg alle drei zum Tode und empfahlen ste zugleich der Gna^- des Königs. An demselben Tage bereitete sie der Superintendent Jufti zum Tode vor. Der König verwandelte am 9. Dezem­ber 1810 die Todesstrafe für Moog in 20 Jahre Eisenftrafe und die beiden anderen in je 10 Iah« Gefängnis um. Die Vemrtetlten kamen mich Magedburg. (Forts, folgt.)

Marburg

Sonntag, 30. Mai 1909

Kommission nahm im weiteren Verlauf einen konservativen Antrag an betreffend den Kaffee- und Teezoll gegen die Stimmen der Palen. Der Zollsatz wird für Kaffee roh auf 60 Mk., ge­brannt oder geröstet, auch gemahlen, auf 80 Mk., | der Teezoll von 25 auf 100 Mk. erhöht. Ein vom Zentrum aufgenommener nationalliberaler Antrag auf Dorzugsbehandlung von Kolonial­kaffee wurde einstimmig abgelehnt. Nach einer Eeschäftsordnungsdebatte wurde um %7 Uhr in die Beratung der Zündholzsteper eingetreten. Weiterhin nahm die Kommission den Gesetzent­wurf an betreffend die Besteuerung der Be- leuchitungsmittel. Paragraph 1 lautet: Elek­trische Glühlampen und Brenner für solche, Glühkörper für Gas-, Spiritus-, Petroleum­und ähnliche Glühlampen, sowie Brennstifte für elektrische Bogenlampen unterliegen, soweit sie zum Berbrauche im Jnlande bestimmt sind, einer in die ReichÄaste fließenden Steuer. Parapraph 2 wurde in folgender Fasiung ange­nommen: Die Steuer beträgt für elektrische Glühlampen bis 15 Watt 5 Pfg. pro Stück, von 15 bis 25 Watt 10 Pfg. pro Stück, von 26 bis 60 Watt 20 Pfg. pro Stück, von 60 bis 100 Watt 30 Pfg. pro Stück, von über 100 Watt 50 Pfg. pro Stück und für jede weitere 100 an gefangene Watt je 25 Pfg. pro Stück; für Glühkörper in Easglühlicht und ähnlichen Lampen 10 Pfg. pro Stück, für Brennstifte und elektrische Bogen­lampen das Kilogramm 70 Pfg. bei einem Ver­kaufspreis des Herstellers bis zu 1,50 M. und für alle übrigen 1,20 M; für Quecksilber- und ähnliche elektrische Lampen bis 100 Watt 1 Mk.

Di« JnsertionSgebühr beträgt für bi« 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig.

Druck und Verlag: Iah. Aug. Koch, UnwersttätSbuchdruckerei Jnbaber Dr. $. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Rückblick.

Unsere Leser finden an anderer Stelle de» Blattes den Bericht über einen scharfen Zwist in der Finanz-Kommission. Als Anlaß zum Fern- bleiben aus den Beratungen und zur Obstruttion hat die Linke einen Beschluß der Mehrheit genom­men über einen Gegenstand in der Kommission zu beraten, der im Plenum noch nicht verhandelt war, Formell mag das berechtigt sein; nachdem aber die Kommission diesen selbenFehler" öfter gemacht und gezeigt hat, daß sie es zuweilen für angezeigt hält, einer Verhandlung ipt Plenum in der Kom­mission vorzubereiten, hatte sie jetzt die Berechtig- nng verloren,prinzipiell" aufzutreten. Der wahre Grund liegt denn auch tiefer. Bereits vor einigen Wochen führte die Nervosität der Linken in der Niederlegung des Vorsitzes vom Abg. Paasche zu einer Explosion, und leider scheint es heute noch mehr, als ob die Frage der Reichsfinanzreform zur Machtfrage der Parteien geworden ist. Wir haben nns nicht damit einverstanden er­klärt, daß die konservative Pattei sich einer Erb- schaftsbcsteuerung gegenüber unbedingt ab­lehnend verhielt, da für uns in erster Linie die Befriedigung der Bedürfnisse des Reiches in Betracht kam. Noch weniger vermögen wir heute einzusehen, weshalb die Linke plötzlich nicht mehr mithin will, wenn man nicht annimmt, daß eS bei ber ganzen Reform tote bei der Block­politik für die Linke wesentlich um eine Stärkung ihrer Partei gehandelt hat.

Ein liberales Blat meint freilich:Aber sie (die Liberalen) werden ihnen auch nicht helfen, ste werden, wenn der Weg zur Reichsfinanzreform über illiberale Strecken gefühtt werden soll, ihn n i ch t m i 1 g e h e n." Hier steht es bei* lieb, die Linke hat sich auf die Erbschaftssteuer fest­gelegt, unter dies Joch muß sich der Reichstag beugen, sonst spielen wir nicht mehr mit.

Diesen Standpunkt vermögen wir nicht als richtig anzuerkennen. Wie gefährlich die Obstruk- tionsgedanken aber überhaupt in der jetzigen un­klaren Sihiation sind, zeigt die Freude, mit der die Blätter von der Qualität des berühmten j "Berl.' Tageblattes" sich geberden. Mit dieser Nervosität werden wir kaum zum Ziele gelangen.

Wenig Freude kann man auch daran haben, daß es dem FürstenEulenburg möglich ge­macht worden ist, in Bad Gastein, also im Aus-

Br rltn 28. Mai. Die Konservativen brachten in der Finanzkommission des Reichs­tages einen Gesetzentwurf über Mühlenumsatz­steuer ein. Die Steuer soll nur von Betrieben erhoben /»erden, in denen mehr als 600 Tonnen Getreide " in einem Vetriebsjahre vermahlen werden. Für die übrigen Betriebe ist sie ge­staffelt von 1 Pfg. per Tonne von den ersten

DieGberhefstsche Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiettage. Der Bezug »preis beträgt viertel- jährlich durch die Polt bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern ZeitungSstellen und der Expedition (Markt 21,) 2 Mk.

Vor Ilimbert fahren Soldaten, Wendel Günther aus Sterzhausen, 33 I Pfarrer Götz ist bei mir gewesen. Die Unterhalt-

Unter französischer Kerrkckatt $a$re aU /Husar) und Daniel Muth aus Ockers- ung mit ihm war erhebend, denn seine Ideen sind

x sRnnP «»in#, L hniseu «nd am 17. Juli Sternberg standrechtlich | die Meinigen. O, hätte ich Euch nicht, Weib und

. " zum Tode verurteilt. Am 18. Juli, am frühen Kinder, wie gerne schied ich aus der Welt, die mir

, I Morgen wurde Emmerich auf dem Forst bei nur Jammetthal war. Die Freuden gingen obaleick -in geschafft werden, Cassel erschossen. Der alte Soldat sah dem Tod I meinem Leiden voraus, um dieses desto fühlbarer

El irr r^Cd'Cn die Professoren kühn ins Auge, wie die Schillschen Offiziere ver- zu machen. Genug, ich habe ausgekämpft. Nie

ß *nb Schuhmacher sich gegen den schmähte er die Binde. Die brennende Tabaks- war mein Herz böse. O, an Dir und den Kindern

®oIf gebrauchte pfeife im Munde, erwattete er das tödliche Ge- 1 wie innig es daran hängt, das fühle ich jetzt

mab«n"A ®efianbn/S unbJaflte ber ®e" schoß und starb mit dem Rufe:Es lebe der Kur- Mer, ich will Mann sein, wie ich immer gewesen

mahlm Sternbergs, es sei alles entdeckt und nur fürst von Hessen!" bin. Und Wenn mir ber ffnntoZ"

em offenes Bekenntnis könne ihren Mann retten, I Am 19. Juli nachmittags um 5 Uhr trat Stern- I wollte nein diese Beschimpfung ist groß Gott nd er werde ihn der Gnade des Königs empfeh- berg mit MMH und Günther seinen letzten Gang I sorge für Euch und sei Euer Vater gebt wohl!

. 3lL,6rer Herzensangst bat die Frau, an, um 6 Uhr war das Todesurteil ebenfalls auf Ewig Dein Stenrbera

fimnmiinrC, 'lnr9,-rb01t Folgen hatte, den dem Forst an ihnen vollstreckt. Sternberg hatte Am vorgenannten Emmerichschen Aufstand Nack eil«. Zulassung zu ihrem Manne. - sich selbst die Augen verbunden und empfing das haben folgende Personen AnteU genommen und Wott a'eV?flUrVUt ®krn6er8 tödliche Blei; schlecht getroffen, lag er wimmernd wurden verutteitt: !. Andreas Emmettch, eng^

Wvis iLttaubms daß die Frau Sternberg am am Boden, die Kugel eines mitteidigen Jägers scher Oberst a. D., geb 1737 erschossen am 18

i 7 «-""d-lu»-- 'hm -'n End-. 3«n 1809? 2. S-OnSn Ä W

ob P^ie Ärmi s. ! ergreifende Szene Sternbergs Frau glaubte sicher den Versprech- I fessor der Medizin in Marburg, geb 15 April

m bcn sanken Mann, offen ungen Wolffs, baß ste für ihren Mann Gnabe 1772 in Goslar erschossen am 19 Juli 1809 in

gehrte ein Gla>-- Wasser 'trank und S i9;?'" $ufeen bef Königs werfen, aber in Jesberg Marburg; 4. Leutnant Hesse aus Marburg, Bru-

Verzweifluna aus- V' Man» mi- r "* mu6te fie umkehren, weil sie bie Geburt eines ber bes Verwalters am fürstlichen Kalkmagazin, zu n k r d^aun, wie habe ich Sie I Kindes erwattete, sie wäre auch zu spät gekommen, | wohnhaft am Grün' 5 Büraer Cramerdina L enicm llnglurf verkannt, ^a ich bin sckuldig, denn ihr Mann war bereits erschossen. Am an- I wohnhaft am Grün amnestiett' 7 Chirura Klin'

, lC0TC ^"enntnrs ab. Wolfs Bnefe, welche Sternberg an seine Frau aus I thai aus Marburg zum ^obe verutteitt beana- kn Ehrenmann geglaukt ^ ^Gefängnisse schrieb, erhielt ste erst nach seinem bigt; 9. Fttebrich Keppler? zum Tobe verutteitt,

itriiumnn gcgmuDi. I Tode. Eine Stunde vorher schtteb er: I begnadigt: 10 Eobane« Muck Uv»

8uli"wutti^ .H°l'euls war entschieden, am IT Cassel, eine Stunde vor meinem Tode. zum Tode verutteitt, begnadigt; 11. Siegfried

g .. f er mH noch anderen Angeklagten nach I Hier, bestes Weib, noch eine Haarlocke! Noch I Vormschlag von Ockersbauien Gärtner bei fSaaen r Ijotte feinen eigenen I ein Lebewohl dazu, Dir und den Kindern. Gott I berg, amnestiett; 12. Witt Heuser von OckerShail-

lieie« e/-'" ».^"ede er ms Kastell eilige- I sei mit Euch? Er verzeihe allen, die Unrecht thun! I fett, amnestiett; 13. Daniel Muth von Ockers "

»inen m ^legsgerichtliche Untersuchung hatte I sieh, ich bin voll Fassung! Ettern, Geschwister, I fett, erschossen 1809; 14 Daniel Haferkorn

S? enen b,e Gefangenen wurden Kinder! Bald werde ich bei Euch sein! Bald .Ockershaufen, amnestiert 15 Johannes Moog

812 - «"»al verhört. Am 16. Juli wurden tn einer besseren Wett! ... Nie bin ich böse ge- aus Sterzhausen, 56 Fabre alt mm Tode benn?

66 Emmettch «nd zwtt ehemals hessische wese«. Menschenwohl war meta höchstes Ziel. 'teilt, begnadigt zu 20 Jahren Festtrng) 16. Wendel

lande, die Kur zu gebrauchen. Mr zweifeln nicht, I Dennoch darf man stagen, ob die Besteuerung de- I fein, daß das deutsche Volk nick da» ge-

I daß auch hier die Staatsanwaltschaft formell be- I Verkehrs und der Dettehrsmittel nicht grundsätz- I ringste mit der auswärtige olitik

rechttgt war, die Erlaubnis zu erteilen, das Volks- I lich zu bertoerfen ist. I des Deutschen Reiches zu tue . i."

urteil wird mit Recht anders sprechen, etwa so wie I Die Berliner Stadtväter lassen es sich Der Deutsche läßt sich nur zu leicht und ,u gern

eS derHannov. Coutter" mit folgenden Motten I in London wohl sein. Sie fühlen sich mit durch Worte edler Menschenfreundlichkeit bestechen,

I ausdrückt:So mußte es kommen. Das haben I einigen Ausnahmen allerdings als willkom- I darum ist es nöttg, auch hier die Kehrseite der

I alle diejenigen, die das Spiel dieses Mannes I mene Gäste. Zwischen Fisch und Braten werden | Medaille zu zeigen.

Szene für Szene berfolgt haben, längst vorausge- I begeisterte Borte gewechselt von ewigem Ftteden, I 1

fehen. Schritt vor Schtttt hat er sich den Be- I Blutsverwandtschaft und andern schönen Dingen, wegungsraum zu erweitern gewußt; von der Un- I Der Abg. Cassel hat bei dem Bankett tn der Guild- lersuchungShast in die Krankenpflege, von ber I hall in englischer Sprache sogar bie belikate Flöt- Chatte ins Schloß feiner Väter, vom Ahnensitz I tenfrage angeschnitten und seinerseitsberuht- in die weite Wett hinaus. Dieser Mann, der eine» I gende" Versicherungen abgegeben, die in der Meineides schwer verdächttg ist, den glaubwürdige I Presse mit der in England üblichen Selbstberstänb- Zeugen unter ernster Schädigimg ihrer Existenz I lichkeit aufgenommen wurden. Der Herr (Stubb grober Unsittlichkeiten geziehen haben, über den I verordnete von Berlin meinte: Deutschland denke selbst ber Staatsanwalt, bet ihn erst verherrlicht I nicht baran, England die Herrschaft über die Meere hatte, betrübten Herzens den Stab brechen mußte, I entreißen zu wollen, die den Bttten erhalten biet» dieser Mann begibt sich jetzt tn ein internationales I ben solle; man wolle auch nicht die deutsche Flotte . ~ ... .,

Bad, wo die Bewohner ber fünf Erbteile fein Er- ebenso stark wie bie englische machen, unb man be- K ?2JeLh'sJ2'5nJ5LJxbe Sr"*

stanbe anstaunen werben, ^mmer wieber muß die um sein marittmes Uebergewicht. Die deutsche ihnen aufkommenden Betrages der Mühlen-

Frage aufgeworfen werben, was Wohl Herrn Flotte habe keinen anbreen Zweck, als bett beut» Umsatzsteuer erhalten. Ferner brachten die

Müller oder Schulze in bet gleichen Situation ge- I scheu Handel unb bie beutsche Kiiste zu schützen. I Konservativen einen Antrag in der Finanz-

schehen wäre. Wie bas Verfahren gegen ben Für- I Die Deutschen seien Weber Narren noch Verbre- I kommission ein auf Erhebung von Ausfuhr-

sten Eulenburg vor einer wahrhaft staatserhalten- I cher, unb wenn sie auch vielleicht nicht mehr die I Zöllen für Kohlen und Koks. Der Zollsatz soll

den Gesinnung getechtfettigt werden soll, bas ent- I Träumer von Anno bazumal seien, so hielten sie I für den Doppelzentner bei Steinkohlen 10 Pfg.,

zieht sich unserer Einsicht. Man hätte, bes langen I doch noch bie Ideale hoch, wie dies einst ihre Vor- I Äofe, künstlichen Brennstoffen Preßkohle

Habers müde, über alles jetzt schweigen können, I fahren getan hätten. Das wäre nun soweit alles -n^ ^sideren Kohlenarten 50 Pfg.^etragen. Die

wenn ber Mann in Liebenberg sein Dasein wenig- I schön unb gut unb die Engländer wären es sehr

stens in ber Stille beschlossen hätte. Daß er aber I wohl zufttcben, wenn bie Deutschen sich toiebet

die Dreistigkett besitzt, nun noch Reiseurlaub zu er» I ganz auf die beim andern mit Recht so beliebten

bitten; daß die Behörden die Bewilligung erteilen, IIdeale" zurückziehen wollten. Solange aber

statt, tote erwartet werden mußte, ben nun boch I diese Friebensschalmeien nur von deutscher Seite

gewiß Transportfähigen sofott in bie Zelle zu I erklingen, haben sie für unsere Ohren einen ttwas

stecken, in bie er gehört, bas kann nicht einfach I merkwürdigen Klang. Gott sei Dank gibt es ja

fchweigend verzeichnet werden. Noch vor kurzem auch in England Leute, bie einen Krieg zwischen hieß es, jede Ortsveränberung könne für ihn bett I Deutschlanb unb Englanb für ein schweres Un»

Tob herbeiführen, unb ber Fürst werbe sicher nie- I glück halten, bas mit allen Mitteln fern gehalten

mals toiebet vernehmungsfähig werben; jetzt, wo I werden muß. Groß ist aber boch bie Zahl betet,

der Prozeß Moltke-Harden vorläufig erlebigt ist, I bie ihren Beruf in gewissenloser Deutschenhetze

erholt er sich in rapidem Tempo. Justitia funda- I suchen, unb sie täten es nicht, wenn fie nicht im

mentum regnorum. Man sage nicht, befonbetes I weiten Kreise auf Beifall rechnen könnten. Nicht

Pathos fei hier übel angebracht; was komme benn I ohne Interesse bürste es beshalb fei» zu hören,

schließlich baraus an, ob ber Geächtete hier ober ba I wie berDaily Telegraph" seine Leser über die

fein otium sine dignitate ablebe? Hier steht I Friedensreifen und Besuche in Deutschlandinfor-

ganz anderes aus dem Spiele als bas Schicksal mtert". Der Berliner Vertreter beS BlatteS biefe» Mannes." I schreibt:In ber zweiten Woche bes nächsten Mo-

Das preußische Abgeordneten- I nats wird eine Gruppe von 35 Mitgliedern der haus hat sich nun auch eine Pause gegönnt, I Arbeiterpartei des Parlaments mit ihren Frauen nachdem es zum Schluß noch die Fahrradstener be- I nach Deutschland okmmen, und ihr wird bald da­schlossen hat. Daß eine Reitpferdsteuer als Ergän- I rauf ein anderer englischer Besuch folgen, nämlich zung abgelehnt wurde, ist wohl nur darauf zurück- 120 Geistliche aller Konfessionen, darunter die zuführen, baß ber Vorschlag in ber Uebereilung I Bischöfe von Hereforb, Ripon, Salisbury, Man, nicht genügenb ausgearbeitet war, was freilich I Southwark unb Southwell. Sollten btefe Be- nicht hindern wird, daß btefe Ablehnung agitato- I suchet eine Neigung zeigen, bet großen Höflichkeit risch von unseren berufsmäßigen Hetzern ge- I unb Herzlichkeit, bie man ihnen tn Deutschlanb un« nügenb ausgeschlachtet werden wirb. Eine ziem- I zweifelhaft entgegenbttngen wirb, allzu große» lich hohe Fahrrabsteuer hat z. B. bereits Hessen. I Gewicht beizumessen, so mögen sie besten eingebenk