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44. Jahrg»
Zweites Blatt
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„füge, kleine Fee, sage es mir noch einmal, rote dort im Walde, sage mir dieselben Worte."
Da stehlen sich zwei weiche Anne um seine»
Hals und sie jubelt:
„Ich hab Dich lieb, Hans Leopold, — grem zenlos, — über alles?"
der Bedingung, daß ein Luftschiff die Fahrt von Frankfurt nach Wiesbaden unternimmt und dort zur Besichtigung ausgestellt wird. Ferner hat die ct<xbt Homburg v. d. H. 1500 =M als Preis gestiftet unter der Bedingung, daß mindestens ein gleich hoher Betrag von der Kurverwaltung und in den Kreisen der Bür» gerschaft aufgebracht wird. Der Preis soll für
Daraufhin hat er sich mit dem Vater des geliebten Mädchens verständigt und ist unterwegs nach Hollen im wilden Ritt.
Auch die Großeltern sind in das Komplott gezogen und halten sich wohlweislich fern.
„Iungherr," meldet Janze, der den jüngeren Baron Rothenfeld stets nach alter Art nennt, „der Baron Schöningk aus Klein-Troska ist da und bittet, sofort hier vorgelasien zu werden; er fort, er mülle mit Ihnen sprechen."
Fee ist heftig zusammengezuckt.
„Bitte den Baron herein," lautet die ruhige Antwort des „Jungherrn".
Ein schneller, sporenklingender Tritt, die Tür öffnet sich. Hans Leopold steht mit einigen Schritten neben Fee; er ist so bewegt, dah er nicht sprechen kann, er bückt das stolze Haupt und fügt die kleine, abqemagerte Hand, die das junge Mädchen ihm lächelnd entgegenstreckt. Dann richtet er sich auf, straff und männlich reckt sich die geschmeidige Gestalt und mit sonorer Stimme sagt er:
Marburg
Mittwoch 12. Mai 1909.
lRachdruck verboten.)
Enterbt.
Kunst und ^' ^nschaft.
# Citt neuentdecktes Urvolk. Auf der Mor- nington-Jnsel im Golf von Carpentaria entdeckte, wie die „Umschau" mitteilt, der mit dem Schutz der Eingeborenen in Queensland betraute Beamte Howard einen Urstamm, der noch niemals mit Weihen in Berührung gekommen war. Nachdem er ein paar Tage vergeblich
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und »Landwirtschaftliche Benage."
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„Baron Rothenfeld, ich bin hierher gekommen, um Sie um das Beste zu bitten, was Sie besitzen, ich liebe Ihre Tochter und bitte Sie um die Hand der Baronesie Filicie."
Friedrich Johann aber antwortet
„Und ich bin mit Ihrer Werbung r' den, mag Fee Ihnen darauf erroiber Herz spricht."
I In den Süden? Fort von Hollen, fort von I Kurland! Daran denkt Fee, wie sie vor dem I Kaminfeuer in Grohmutters Erkerzimmer sitzt. I Wird sie Hans Leopold vorher seb-n? Wie wird I ihr erstes Begegnen fein9 Ergliibend senkt sie I das goldschimmernde Kövfchen. Ihr Vater hat I ihr erzählt, wie gut ihm der junge Schöningk ge- I fällt, und das schöne Mädchen sitzt da. den feinen I Kopf leicht vorqebeugt, als lausche sie einer I wunderholden Zaubermär.
I Eie sieht sehr lieblich aus in dem weichen, weihen Schlafrock, den eine hellblauieidene Schnur um ie Taille schließt. Das Haar ist nicht modisch frisiert, e* hängt in einer schweren, goldblonden Flechte über die Schulter, das Gesichtchen ist noch bleich gefärbt, wie der Kelch einer Teerose. Und in den dunklen Augen sehnsuchtsvolle Traurigkeit, gepaart mit erwartungs-
I voller Freude!
Fee ahnt nicht, dah Hans Leopold heute früh eine lange Unterredung mit ihrem Vater gehabt, in der er Friedrich Johann offen alles gesagt. Er spricht von seinem Vorurteil gegen den „Kunstreiter", dah Fee die harten Worte gehört r.nb sie lange nicht verzeihen L ,;nte, und er spricht von dem Kriege, den sie geführt, er verschweigt nichts und bittet zuletzt darum, in des jungen Mädchens Gegenwart beim Vater um die Hand der Baronesie anhalten zu dürfen. Diese Bitte wird ihm gewährt, denn die Ungeduld des Liebenden läht sich nicht länger zügeln, obgleich Franziska auf sein stürmisches Drängen hin, den Zeitpunkt für die Werbung als verfrüht bezeichnet.
„Sie ist noch sehr zart, Hans Leopold, Du tätest bester i aran, zu warten," meint Fräulein von Drachenstätt.
„Ich muh endlich Gewißheit haben. Fränz- chenk" ruft Schöningk juni«, „länger hatte ich diese« Zustand nicht aus."
Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.
iitortkyung.)
Ueberallhin muhte der Heimgekehrte dem Va:e folgen, im kleinen Jagdwagen fuhren sie zu den Wirten, auf die drei Beihöfe des großen Gutes und natürlich muhte eine Jagd für Friedrich Johann arrangiert werden, zu der indes ur beide Schöringk eingeladen wurden.
lch sehe, Du verstehst noch einigermaßen die Flinte zu führen, mein Junge, das war ein Kernschuh, mit dem Du den Bock trafst; das kurische Waidmannsblut rollt unverändert in Deinen Adern."
„Vater, ich habe mich im Herbsi oft krank na„- unseren Wäldern gesehnt," gab Friedrich Johann zurück, „wie verlangte ich darnach, das Klaffen der Meute, das Jagdhorn der Pikeure »wieder zu hören, die herbe, kräftige Luft unseres Ba^entandes zu atmen, und nun stehe ich hier und das Glück überwältigt mich fast."
„Ja, das danke Du der Hexe, der Fee," ent- geg >t Baron Adam, die weiche Stimmung niederz oingend. „Das Mädel hat mich mit den kleinen, weichen Händen so lange geknetet, bis sie den hartgesottenen Sünder herumgekriegt hat. Sie ist ein Tausendsassa."
Dun waren vier Wochen seit Fees Unfall oerganaen nb sie durfte zum erstrnmale, auf des Vaters Arm gestützt, bis in das Erkerzimmer i gehen. Am liebsten hätte Friedrich Johann seinen Liebling auf den starken Armen getragen, aber sie sollte i ersuchen, wie es mit diesem ersten schritt zur Selbständigkeit ging.
»Mein Mädchen," ermutigt Dr. Görner, „es I FJL nun schnell vorwärts gehen, nach Weih- I »achten müssen Sie in den Süden? I
Rothenfeld geht hinaus und schließt die Tür, die beiden jungen Menschen bleiben allein.
„Hast Du mir nichts zu sagen, Liebling?" fragt des Mannes Stimm».
„ Da hebt sie das Köpfchen, ein Lächeln verklärt ihr Gesicht und sie streckt die Arme nach ihm aus.
Hans Leo; ld versteht dieses stumme Geständnis, er finkt vor Fee auf die Knie.
„Fee," jubett er tm Uebermah des Glückes,
Zwölftes Kapitel.
„So," sagt Schöningk der Kettete, sich »et» gnügt die Hände reibend, „das eine Paar ist glücklich; bleibt also nur noch Nr. 2 und wah» hastig, es scheint sich zu machen, glaubst D» nicht. Alter?"
„Ja," versetzte Baron Adam, „ich muß Dir, meinem Mitt rsc roorenen, doch erzählen, was ich neulich mit dem Jungen, dem Friedrich Zshann für eine Unterhaltung hatte."
„Na, schieß los."
Dietrich Schöningk streckt sich behckglich i» dem bequemen Lehnstuhl aus und sein rotes, freundliches Gesicht sieht höchst vergnügt drein. Die beiden treuen Freunde und Nachbarn fitze« in der Löwenhöhle, beide rauchen lange Pfeife« und der nicht eben sehr wohlriechende Rauch wallt bläulich um sie.
„Daß wir vorläufig die Verlobung der Kinder noch geheim halten, ist klug und weise," bs- gann Rothenfeld, „das Haus wäre sonst Überschwemmt von Gratulanten und Fee bedarf noch großer Schonung. Außerdem ist es um Friedrich Johanns willen bester, denn die Neugier der Bekannten hat meist was Verletzendes. Nich^ daß mein Junge fich scheu vor ihnen verkriecht; er ist entschlosten, seinen Platz als Mann zurückzuerobern und sich in Kurland di» Stellung z» gewinnen, die ihm zukommt."
> (Fortsetzun folgt.) ,
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Die Jnsertionsgebühe beträgt für bte 7gespaltene Zelle, ober beten Rau» Ui Pfennig, für Reklame« 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Ang. Koch, UnwersttätSbuchbrnckerei Jnbaber Dr. L. Hitzeroth, Marburg, Markt 31. — Telephon 55.
Zur Universität Marburg führte bet den jüngsten Verhandlungen im Abgeordnetenhause bet Abg. Dr. Lohmann folgendes aus:
Meine Herren, im vorigen Jahre hat von bieser Stelle aus der Abgeordnete für Marburg, Herr v. Negelein. dem Wunsche des Physikalischen Instituts der Universität Ausdruck gegeben, und der Herr Minsterialdirektor hat damals erwider, daß sich die Wünsche bezüglich des Physikalischen Instituts in Marburg hoffentlich bald erfüllen lasten würden." Diese Hoftnung hat aber keine Erfüllung gefunden, auch der diesjährige Etat bringt nichts nach bet Richtung. Ick sehe mich deswegen veranlaßt, bie Wünsche des Physikalischen Instituts erneut vorzutragen, und ich will nicht verfehlen, meine besondere Legirimation dazu hervorzuheben, weil ich .nicht ben Verdacht auf kommen lasten möchte, als ob ich Herrn Kollegen Negelein in feinen Wahlkreis eindringen wollte. Ein Industrieller meines Wahlkreises, der Direktor eines Hüttenwerkes des Dillkreises. Herr Heusler. hat mit dem Direktor des Physikalischen Instituts i.l Marburg eine wissenschaftlich wertvolle Arbeit über magnetische Legierungen un- magnetifcher Metalle hergestellt. Diese Arbeit hat vermutlich auch wesentlich praktische Bedeutung für die Industrie. Die völlige Vollendung Arbeit" findet ab".- ein Hindernis un ben ungenügenden Verhältnissen des Physikalischen Instituts. Diese ungenügenden baulichen Verhälniste sind auch von der Regierung seit vieren Iah en anerkannt.
Die „Gverhesstsche Jettnng" erscheint täglich mit Ausnahme bet So»«- und Feiertage. — Der Bezugspreis beträgt vierteljährlich durch die Post bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unser« ZeitungSstellen und der Erpedition Markt 21, 2 Mk
I Ilmenau (Thüringen), 10. Mai. Kinder«
Hessen-Nassau und Nachbaraebiete. reiche verheiratete Rekruten find im hiesige« — „ , Ä v m .. < , Bezirk leider keine Seltenheit. Außer einem
Grünberg, 10. Mai. In dem Nachbardorfe I Paulinzeller dient auch ein verheirateter Era- Quecfbornfanbam vergangenen Sonntag bte ss^er 6cl ben 96crn in Gera, ber bereits 8
fonft nicht übliche „Nachkonfirmation" zweier ßlnbet hat. Den Rekord schlägt ein Stadtilmer,
Knaben statt. Sie war notwendig geworden, ber allerdings jetzt nach Hause entlassen wurde,
weil bei der Einsegnung am Sonntag vorher «ber als er zur Ableistung seiner Dienstzeit
vergessen worden war, zwei von den fünf Kna« I einaegogen wurde, Frau und 5 Kinder besaß, ben emzusegnen. obgleich sie ihr Konfirmations- Weimar, 10. Mai. Mord und Selbstmord be- gelobnts abgelegt hatten. I g(ng b$et bet Wurstwarenhändler Weiße, in«
Frankfurt a. M., 9. Mai. Die Stadt Kreuz- I dem er seiner Fran eine Revolverkugel in bie nach hat einen Ehrenpreis für Motorballons Brust jagte, bie sie tödlich verletzte', und sich zur Verfügung gestellt. Der Preis soll dem- bann selbst erschoß. Der Mann hatte sich vorher jenigen eines Motorballons zufallen, bet mit durch ein beträchtliches Quantum Schnaps Mu« blefem in ber Zeit vom 8. bis 15. August auf I zu bet Tat angetrunken.
bent Rennplatz in Bad Kreuznach lanbet. Die 1
Stadt Wiesbaden stiftete für die Luftschiffahrt-
Ausstellung einen Preis von 10 000 cM. unter
vorzunehmen, haben ober wegen Raummangels nicht hinzugelassen werden können.
Ich komme jetzt auf ben Anbau. Im Anbau befindet sich der große Hörsaal. Er ist unter bet steigenden Frequenz ber Stubierenben so unzureichend geworden, daß jetzt nicht nur der Mittelgang des Hörsaales mit 2 Reihen Stühlen, sondern auch die beiden Seitengänge mit Stühlen derartig besetzt find, daß eine Entleerung des Saales bei einer Panik, die hoffentlich nicht eintritt, nur übet die Tische hinweg statt- finden könnte. Diese Unzuträglichkeiten, dieses Unzureichendsein des ganzen Gebäudes ist von ber Unterrichtsverwaltung auch anerkannt, unb zwar bereits seit acht Jahren. Es finb schon von 1901 an bis 1903 mehrfach Pläne für den Umbau des Gebäudes ausgearbeitet worden, und zwar zuerst ein Plan, bet ungefähr 250 000 M Kosten verursachte, unb später ein Plan, bet 215 000 M erforberte. Der Direktor bes Instituts, Herr Professor Richarz, hat sich mit bem ersten unbedingt einverstanden erklärt, mit bem zweiten aber nur bebingt, weil bamals die Frequenz stark zu steigen anfing und vorausge- seben werden durfte, daß, wenn ber Umbau fertiaaesiellt fein würbe, er den Bedürfnissen ber Stubierenben nicht mehr genügen würde.
Der Umbauplan mit 215 000 M Kosten ist zum ersten Male in den Etat für 1905 eingestellt worben, unb zwar mit einer Rate von 100 000 o4t; bie nächste Rate mit 115 000 M sollte in ben Etat für 1906 kommen. Es hat sich aber inzwischen bie Unterrichtsverwaltung überzeugen lassen, baß ein Umbau nicht opportun sei, und daß es zweckmäßiger sein würbe, mit einem Neubau vorzugehen. Die Pläne für bieten Neubau finb, soweit ich gehört habe, bereits fertiage'tellt. Es fragt sich, ob man ben Neubau in ber Ebene ober auf bem gebirgigen Teil van Marburg, vielleicht gegenüber dem jetzigen In- Das Physikalische Institut besteht aus zwei I stitut rriebten sollte. Ich bitte bringend, sich Teilen, einem alten Qefonomiegebäube. dos. I für bie letztere Eventualität entscheiden zu wenn ich recht unterrichtet bin, in seinem un- | wollen. In ber Ebene wirb bemnächst eine teren Teile übet hundert Jahre alt ist unb I elektrische Bahn durch Marburg gehen, unb es einem Anbau. Dieses alte Oekonomiegebäude I ist fa hinlänglich bekannt, baß die elektrische ist in seinem unteren Stockwerk feucht und be- I Bahn mit ihre i Strom gewisse physikalische kommt wenig Sonne. Auf ihm erhebt sich ein | Versuche im Institut ungünstig beeinflußt. Das F.chbauwerk in Stärke von einem halben Zie- I ist oben ausgeschlossen; denn das gebirgige Ter- gelstein. Das ganze Haus schwingt bei jeder I rnin läßt ben Bau einer elektrischen Bahn nicht Erschütterung, so daß empfindliche Versuche I ZU. Es ist auch eine günstige Gelegenheit gege- nicht möglich find. Diese müssen in einem I ben. einen passenden Bauplatz zu erwerben; es Kellergebäude »ergenommen werden, zu dem I ist ein Bauplatz gegenüber bem jetzigen Jn- das Tageslicht überhaupt nicht gutritt, und wo I stitut. bin ber Direktor bes Instituts sich bereits
bei elektrischer Beleuchtung gearbeitet werden I gesichert hat. unb den er selbstverständlich für
muß. Daß das der Gesundheit ber Arbeitenden I denselben Preis abgeben würbe, den er bezahlt
nicht zuträglich ist, durste nicht bestritten wer- I bat. Die angrenzende Oberförsterei soll verlegt
den. Die Korridore sind viel zu eng; und da I werden, unb es würbe bie Ergänzung bes Bau- bie Räume nicht ausreichen, hat man auch die | oelänbes bis zur erforderlichen Größe damit Korridore zum T-il in die Praktikantenzimmer I lehr leicht möglich fein. Man hat davor, ge- einbezogen. Die Fensternischen der Korridore I sprachen. daß ber Neubau' an biefer Stelle sind zum Teil mit Brennmaterial ausgefüllt, I Mehrkosten am Fundament verursachen würde über das matt Klettern muß, wenn man einen I menen b" • Unebenheit des Terrains. Das mag Besichtig- . g vornimmt. Es sind also zu wenig I richtig sein; aber dafür iTt bet Erunderwerb und zu kleine Räume vorhanden. Eine ganze | halb fo teuer wie in ber Ebene. I
Slnjal)!- von Dozenten unb sonstigen in der I Aus allen diesen Gründett würde es sich Physik fertig ausgebildeten Gelehrten haben den I empfehle , den Neubau gegenüber bem jetzigen Wunsch, im Institut wissenschaftliche Arbeiten I Institut vorzunehmen. Ich habe gehört, daß der
Kostenanschlag fich auf 378 000 J*. beläuft, unb I dasjenige Luftschiff ausgesetzt werben, welch«» daß man Bedenken hat, ihn anzunehmen, weil I während bet Dauer bet Ausstellung am häufig« ber Neubau bet Institute in Göttingen unb in I ften übet Homburg fährt bezw. dort lanbet. Ein Breslau erheblich wenigetKosten verursacht habe. I Frankfurter, bet jetzt in Hamburg lebt, Henry Das ist richtig; aber soviel ich weiß, find diese I Budge, hat einen Geldpreis von 1000 «M. ge- Neubauten schon vor 8, 9 Iahten vorgenommen I stiftet.
worben, und es ist in dieser Zeit eine große I Darmstadt, 8. Mai. Vom Oberlandesgericht Steigerung der Materialkosten unb Arbeits- I in Darmstadt wurde dem Grafen Reinhard löhne eingetreten. Wenn man annimmt, daß I Augvsi zu Leiningen-Westerburg-Altleiningen schon 1905/06 215 000 M für den Umbau be- I in Eharlottenburg bas Armenrecht zugebilligt willigt waten, wenn man ferner in Rechnung I in einet Prozeßsache roibet ben Inhaber bet stellt, daß für ben Verkauf bes jetzigen Insti- I Stanbesherschasten Ilbenstadt in Hessen und tuts an "'en Verein „Philippshaus" 75 000 «M I Westerburg-Schadeck in Nassau, ben Grasen herauskommen würden, so würden damit 290 000 I Friedrich zu Leiningen-Westerburg-Altleiningen, M flüssia fein. Es würden an Neubaukosten I auf Erhöhung seiner Apanage. Vertreter de» noch 88 000 M bleiben. Für die Erwerbung bes I Klägers ist ^ustizrat Sello-Betlin. Graf Rein- Bauplatzes werden ungefähr 61 000 M gefordert I Hard August ist ein Sohn des in Darmstadt vet- werden; das gäbe einen Gesamtmehraufroand I ftorbenen Feldmarschall-Leutnants Grasen Bik- von 149 000 J(. Meine Herten, Ich weiß, daß I tot zu Leiningen-Westerburg; et war früher wir in einer wirtschaftlich ungünstigen Zeit I Offizier im 1. Earde-Dragoner-Regiment, sie- leben, unb daß „ber Geist ber altpreußischen I beite dann nach Oesterreich über, wo er Schloß Sparsamkeit" allmächtig in biesem Saale wirkt. I Meyerling erstand, das er später an den Kron« Ich glaube aber, daß gegenüber einem so drin- I Prinzen Rudolf verkaufte. Nach Deutschland zu- genben Bedürfnis, wie es hier für Marburg I rückgekehrt, fand Graf Reinhard August Bevorliegt, dieser Geist ber altpreußischen Spat- I schäftigung am Statistischen Amt in Berlin samkeit wird gurücttreten müssen. Die Zahl bet I ur.b mürbe dort zum expedierenden Sekretär und Studierenden der Physik hat sich in Marburg I Kalkulator ernannt. Et ist mit einer Lehrers« mehr als verdoppelt, und es ist unmöglich, daß I tochter aus Bönstadt (Kreis Friedberg) vereine größere Anzahl Studierender noch in I heiratet. — Ein Ueberfall im Eerichtstermin diesem Institute weiter beschäftigt werde, es ist I ereignete sich während einer Sühneverhandlung auch unmöglich, daß junge fertige Gelehrte in I in Ehesachen vor einem Amtsrichter im Amts- diesem Institute weiter arbeiten, und die bau- I zimmer. Der Händler Karl Ritzert von hier, lichen Zustände des Instituts sind berartig, daß I dessen Frau sich von ihm getrennt batte unb im es fo nicht weitergehen kann. - Ich richte daher I Termin auf ihrer Weigerung, zu ihm zurückzu- an bie Unterrichtsverwaltung bie bringende I kehren, beharrte, packte die Frau plötzlich und Bitte, baß im nächst"« Etat ein Anfang zur I stach mit seinem anscheinenb bereit gehaltenen Ausführung ber Wünsche bet Universität Mar- I Messer wütend auf sie ein. Die Uebersallene bürg und des Physikalischen Instituts dortselbst I trug mehrere nicht sehr schwere Wunden im sich finden möge. (Bravo!) I Rücken davon. Der Täter konnte nur mit Muhe
I nach heftigem Widerstand überwältigt werden.