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Drittes Blatt.

Prüfung der Steuererklärungen.

Bel der Veranlagung für das Steuerjahr 1908 sind 738 363 Steuererklärungen (gegen 705 263 im Vorjahre) abgegeben worden. Von diesen haben zu Erörterungen mit den Steuer- yflichtkaen Anlas; gegeben 236 063 (im Vor­fahre 220 687), das sind 32,0 (im Vorjahre 31,3) v. f>. der abgegebenen Steuererklärungen.

Die Erörterungen führten zur Berücksichtig­ung der Steuererklärungen in 175 255 Fällen, das sind 74,2 v. S>. der erörterten und 23.7 v. H. der überhaupt abgegebenen Steuererklärungen (im Vorfahre 160159 Fälle und 72,6 bezw. 22,7 v. H).

Was das Ergebnis der Prüfung der Steuer« erl "rung betrifft, so sind gegenüber den An­gaben der betreffenden Zenstten mehr veranlagt worden an steue"pflichtiaen Einkommen rund 32" Millionen Mark oder 30,5 v. H. (im Vor­fahre 303 Millionen Mark oder 30,4 v. H.) und an Einkommensteuer rund 11 Millionen oder 34.9 ö. H. (im Vorjahre 10 Millionen Mark oder 35,2 v. H.) Bei unveränderter Zugrunde­legung der Angaben der Steuererklärungen würden also die beteiligten Steuerpflichtigen im Durschnitt um mehr als ein Drittel zu niedrig veranlagt worden sein. Es ergibt sich damit zugleich, baß in der weitaus überwiegenden r " hrzahl her Tülle es sich nicht nur um unbe­deutende Erhöhungen der deklarierten Beträge gehandelt haben kann.

D'e Erörterungen haben sich nicht nur auf die Steuererklärungen der Pflichtigen mit ge­ringerem oder mittlerem Einkommen, sondern auf die Steuererklärungen aus allen Stufen er­streckt.

Bi-1.! ..... .....'S

Politische Umschau.

Keine völkerrechtliche« Bedenken gegen die Schiffahrtsabgaben.

Bei der Untersuchung der Frage, ob etwa Oesterreich oder die Niederlande Einspruch er­heben dürfen gegen die Einführung von sogen. Schiffahrtsabgaben, kommt der Königsberger Professor Dr. Arndt zu einem verneinenden Er­gebnis, da es sich ja um Abgaben handele, die nicht auf die Befahrung allein, sondern auf die für deren wesentliche Verbesserung verwendeten c ' rrgewöhnlichen Kosten gesetzt werden. Mr haben stets betont, daß der AusdruckSchif­fahrtsabgaben" falsch ist und durch die Bezeich­nungStromregulierungsabgaben" ersetzt wer­den müßte.

Nach dem Verfasser steht , die zwischen Preußen, Frankreich, Holland und anderen

Vor hundert Jahren.

Unter französischer Herrschaft.

Von L. Müller.

«Foryrtzung.)

Art. 3. Diejenigen, welche außerhalb ihrer (SemeinLen sich befinden, können frei und unbe­hindert sich zurückbegeben, wenn sie nut bei dem­jenigen Fr.edensnchter oder Maire, welcher ihnen cm nächsten liegt, ihr- Absicht erklärt oder die Waffen abgeliefert haben. Hierauf soll ihnen sicheres Geleit in ihre Gemeinden erteilt werden.

Art. 4. Die Eapeln, Sensen und and'' e Bckergerätschaften, welche diejenigen führten, die keine andere Waffen hatten, sollen ihnen, sobald sie in ihrer Heimat sich einfinden, zurückgeschickt werden.

Art. 5. Wer die Rädelsführer zur Hast brinot und einliefert, erhält eine Belohnung von 500 bis 3000 Franken.

Art. 6. Nach Ablauf der achttägigen Frist soll in jeder Gemeinde, wo "'ufruhr war, eine Zählung der Einwohner vorgenommen werden, wer nicht zurückkehrt, bleibt von der Straflosig­keit ausgeschlcgen, wird als Landesverräther v°rfolgt und sein Vermögen in Beschlag ge- noin'nen.

Art. 7. Ausgeschlossen von der Straflofigkeit bleiben alle Anführer des Aufstandes, als solche sind zu betrachten:

1. .Ile im Dienst sich befindlichen Offiziere und Soldaten, welche Pflicht und Eid gebrochen hab.n. _

2. Alle vormaligen hessische» Soldaten.

3. Die Mairc-, Friedensrichter, Schulmeister und Einnehmer, öffentliche Beamte, welche Sturm geläutet haben, die zum Aufstande auf« fwberten, Proklamationen verteilt oder ver­lesen haben obere andere zum Auszüge genötigt haben. Sie sollen vor ein Äti< -sgericht zu Cassel gestellt und von ihm gerichtet werden.

Art. 8. In contumaciam soll das Urteil ge« 5*r°2^n werden gegen die im erften Arttkel ge- M»«e« Personen, weiter gegen am Spiegel,

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg rmd MrchMN

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Beuage."

JVi 108

DieGberhellUche Zettuuq" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Der Bezugspreis beträgt wertet- jährlich durch die Soft bezogen 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition Markt 21, 2 Mk.

OBS».* M HWI Hl

Marburg

Sonntai. 9. Mai 1909.

U. Jahrg«

Die finsertion-gebüdr beträgt für die 7gespaltene Zecke oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, Unwersttätsbu hdruckerer Jnliaber Dr. E. Hitzerotb, Marburg, Markt 2t. Telephon 55

Staaten am 17. Oktober 1868 abgeschlossene revi­dierte Rheinschiffahrtsakte nicht entgegen, wenn man fürtravaux d'art" Abgaben erheben wollte. Alstravaux d'art" gelten nicht nut Schleusen, sondern auch solche Stromkorrettions- arbeiten, die die natürliche Schiffbarkeit erhöh­ten und sie für größere Schiffe erst schüfen. Aehnli'h liegt es bezüglich des vom Norddeut­schen Bunde am 22. Juni 1870 mit Oesterreich abgeschlossenen Elb zollVertrages, in dem be­stimmt sei, daß nur für besondere Anstalten, welche zur Erleichterung des Verkehrs dienten, Abgaben erhoben werden dürften. Auch in die­sem Falle seien die Stromkorrektionsarbeiten zu den besonderen Anstalten zu rechnen.

Heber die Aussichten des jetzt dem Bundes­rat vorliegenden Gesetzentwurfes betreffend die Schiffahrtsabgaben wird gesagt, daß er dort mit Mehrheit angenommen werden würde. Preußen sei sogar gewiß, daß weniger als 14 Stimmen int Bundesrat dagegen sein würden. Dies fei sehr richtig: denn andernfalls könnte der Entwurf nicht als verfassungsänderndes Ge­setz verabschiedet werden. Nach unserer Meinung verstößt die Erhebung von Schiffahrtsabgaben g : nicht gegen die Verfassung. Trotzdem ist es zu begrüßen, daß auch ber Einwand der erfor­derlichen Tierfassungsänderung anscheinend mühelos befriedigt werden wird.

Musizierend« Beamte.

Um Untersagung des nebenamtlichen gewerb­lichen Musizierens ber Beamten hat ber Verein B liner Musiker beim Hause bet Abgeordneten petitioniert. Die Handels- und Gewerbekom- mission hat sich in Gegeenwart des Geheimen Oberregierungsrats Dr. Drews .vom Mini­sterium des Innern eingehend mir der Angele­genheit beschäftigt. Der konservative Abgeord­nete Hammer führte als Berichterstatter aus, daß die Petenten lebhafte Klage über die Konkurrenz bet int Nebenamt musizietenben Staats- und Kommunalbeamten führen, beten Zahl in Berkin nicht weniger als 500 betrage gegenüber 1500 Militärmusikern unb etwa 3000 Zivilberufsmusiketn. Nur ber kleinere Teil ber Zivilbetufsmustket habe feste Engagements, währenb ber größere Teil meist nut Sonnabenbs unb Sonntags beschäftigt wird. Trotzdem seien selbstverständlich alle Zivilberufsmusiker steuer­pflichtig, während dieses bei den konkurrieren­den Beamten nicht ber Fall sei. Die Eingabe behauptet ferner, baß es in Berlin kaum eine Behötbe gäbe, bte ihren Beamten nicht bebing- ungslos bisse gewerbliche Musikausübung ge­statte, baß butch Unterbietung ber Sätze des Mindesttarifs für Zivilmusiker diese seitens der musizierenden Beamten vielfach geschädigt wür­den. Die bisherigen Beschwerden der Zivil- betussmustker hätten jedoch bisher nur dazu bei- getraaen, daß die musizierenden Staatsbeamten»' z Vermeidung von Unterbietungen an einen Mindesttarif gebunden worden sind. Den Kom­

munen Berlin, Charlottenburg, Spandau, Pots­dam fei durch bie juftfinbigen Minister nahe­gelegt worben, ebenfalls einen Mindesttarif ein­zuführen. Vom Regierungstische aus wurde er­klärt, daß den Beamten eine Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit nicht auferlegt wer­den dürfe. Die Erlaubniserteilung zum Musi­zieren erfolge nur nach Rücksichten des Dienstes. Die Kommission vertrat mit großer Mehrheit den Standpunkt, daß von einem Verbot des gewerbsmäßigen Musizierens ber Staats- unb Kommunalbeamten nicht bie Rebe sein könne. D'e Petition würbe beshalb einstimmig ber Re­gierung als Materials überwiesen.

Berzeichuis

bet tm Sommer-Semester 1909 an bet Universität Marburg neu immatrikulierten

Stubierenben.

252. Dapper, Willy, Niederscheld (Hess.-N.), Theol., Deutschbausstraße 24

253. Sauer, Friedrich, Neunkirchen, Theol., Schuh­markt 2

254. Hausten, Erich, Diethardt, Math. u. Nat., Pik- grimstein 22

255. Wick. Heinrich, Weyer (Hess.-Nasi I. Theol., .Hofstadt 11

256. Lauth, Eugen, Halbs (Hess.-Raff.), Theol., Hof­stadt 11

257. Kebtzardt, Otto. Erfurt i. Da., Deutsch, Neu­stadt 24

258. Müller, Ernst, Barmen, Med., Ketzerbach 34

259. Schumacher, Willy, Hunsheim (Rhpr.), Med., Keherbach 34

260. Zimmermann, Anton, Wiesbaden, n. Phil., Hos- stadt 2

261. Rausch, Otto, Erfurt, Jur., Neustadt 24

262. Schmidt, Arnold, Neiße, Math. u. Rat., Wehr- daerweg 12

263. Böhlke, Hans, Wiesbaden, n. Phil., Hofstadt 2 264. £5cfc. Ernst, Gelsenkirchen, Jur., Deutschhaus­straße 44

265. Kunze. Fritz, Ziegenhals (Schlesien), a, Phil., Steinweg 39 ~

266. Perthcl. Johannes, Leukersdorf (Sa.), Theol., Wilbelmstraße 1

267. Reimann. Karl. Neisse iSchief.), Math. u. Nat.. Wehrdaerweg 12

268. Niederster»!, Karl, Siegburg (Rhpr.), Pharm., Am Grün 42

269. Plinke, Fritz, Hannover, Med.. Hofssadt 2

270. Meyer. Sans, Hannover, Jur., Hofstadt 314

271. Komp, Joseph, Uckerath (Rhpr.), Med , Wetter- gaffe 22

272. Drenckmann, Gottfried, Magdeburg, Jur., Rent- hof 26

278. Lottes, Richard, B -Gladbach (Rheinrp.), Jur., Neustadt 2

274. Immer, Karl. Manslagt (Hann.), Theol, Rit­terstraße 15

275. Paul, Gustav, Attenwalde lSchles.), n. Phil., Biegenstrae 4 II

276. Splittstößer, Paul, Elberfeld, Math, und Nat., Wilhelmstraße 7

277. Mehl, Karl, Dotzheim (Hessen-Nassau), Jur., Frankfurterstraße 17

278. Wiesner, Paul, Dresden, Math., Hofstadt 18 279. Haußleiter, Hermann, Erlangen, Theol., Hof­stadt 2311

Moritz unb Philipp v. Wolff, vormals hessische Offiziere, von Trott, bisher im Forstwesen, Metropolitan Martin, Mensing, Hess. Major, Baron von Lüning, Rommel, PH. Ehrenfelb, welcher bie Fahne getragen hat, beide aus Homberg. Rretthauer, Leutnant aus Ziegenhain, Rosenthal, Hess. Offizier, Bctnet, Forstangestell- ter, Slegntunb Peter, Simon Martin, Friebens- richter in Frielendorf, Dithmar, dessen Sekretär, Kleyensteuber, Förster zu Almuthshausen, Franz unb Bernhard Scheffer, Franz Fleischhut, von Hassenrobt, hessische Offiziere, von Eschwege, Förster.

Att. 9. Der Beschlag soll fofort auf bas be­wegliche unb unbewegliche 5 mögen bet In vor- ftebenbem Art. 18 benannten Personen, wie auch bei folaenben gelegt werben: Max Cor- nellus, Domänen-L<etwalter in Felsberg, von Gehren, Pfarrer in Felsberg, Kellner, Wege­bauaufseher baselbst, Sohn be» Posthalters Hombu zu Homberg, Adam Rose, Schulmeister zu Dörnberg usw.

Gegeben in unserem Königlichen Palast zu Cassel im brüten Jahre unserer Regierung.

Hierv ymus Napoleon.

Ein S. »nigliches Dekret vom 30. April 1809 verorbnete gegen bas Stift Folgenbes: Wir Hieronymus ic. rc. haben in Erwägung, baß bie Aebtissin unb bis Kanonlfsinnen bes Stifts Wallenstein in r omberg nicht allein bie Absich­ten ber Empörer feit einigen Monaten begün­stigt, fonbern sogar bie Fahnen bet Aufrührer gestickt unb ihnen noch 3000 Taler zur Unter­stützung gegeben haben, »et'ubnen wir:

Art. 1. Der Aebtissin unb ben Kanonlsstnnen bes Stifts Wallenstein finb ihre Pfrünben ge­nommen.

Art. 2. Unser Finanzminister wirb bte Güter unb Einkünfte bes besagten Stifts in Be­schlag nehmen unb sequestrieren unb sie vom heutigen Tage an butch einen zu etnennenben Kommissar verwalten lassen usto.

Es mt bieses ein großes Unrecht, inbem Jerome 13 Stiftsbamen ihr (Eigentum wegnahm, obwohl nur beten drei tm Stift wohnten und

bei dieser Bedingung cm Auf ruh re konnten Teil genommen haben Et übr-wies bas ganze auf 451 000 Taler geschätzte Vermögen dem von ihm gestifteten Kronenorben. Die Dechantin v. Stein würbe nach Paris ins Präfekturgefäng- nis gc »leppt, bfe Aebtissin v. Gilsa unb v. Metsch kamen nach Mainz, wo ste unter Aufsicht bes Gouverneurs gestellt urben. Sophie von Baumbach, welche ihre Richte nicht verlassen wollte, obgleich sie freigeivrochen war, starb vor Kummer unb Angst Im Gefängnis am 8. Mal 1809. Ihren Leichnam w llte man an bent für Verbrecher bestimmten Platze verscharren, ihre Stüber kauften ihn für 200 Taler unb brachten ihn nach Sontra, wo er in :r Kir-;e beigesetzt würbe. Karoline von Vaumbach, welche bte Fahne gestickt hatte, schmachtete ränge Im Ge­fängnis unb würbe später von Ihrem Vater unb Ihrem Oheim für bie Summe von 12 000 Fran­ken freigeka. ft, sie starb 1814 an Typhus in einem Lazarett auf ihrer Besitzung in Sontra.

Nach bem verunglückten -üfstanb wanbte sich Dörnberg zunächst nach Honberg und von da nach Schwarzenborn, wo er sich ;;im Pfarrer Eichler begab, welcher Sorge ttug, baß er uner­kannt im Wirtshaus« übernachten konnte.

Im Morgengrauen ritt er über ben Knüll unb kam nach Oberaula, er beim Friebens- richter Koch vorsprach, von welchem er verkleibet auf einem Wagen nach Fulba beförbert würbe. Dort fanb er Zuflucht b»i bem Postmeister Os­wald, welchem er seine Lage mitteilte. Oswald hatte gerade einen französischen Courier in bet Richtung nach Böhmen zu beförbern und diesem gab er Dornt rg zur Gesellschaft mit. Der Courier hatte keine Ahnung, wer sein freund­licher Begleiter war un^ so erreichte Dörnberg unangefochten bie Grenze. In Prag angekom­men, melbete er sich beim Kurfürsten, biefer aber wußte ihm wenig Dan" bafür, baß Dörn­berg sein Leben, seine Fa- ilie, sein Vermögen für ihn eingesetzt hatte. Der Oberst verließ un­willig ben Kurfürsten unb *»egab sich zum Erz­herzog Karl, welcher ihm ben Rat gab, bem Herzog von Braunschwel» sich anzuschließen, der

860. Bauernfeind, Otto, Behrenhoff (Pouuner«). Theol., Hofstadt 23

881. Graef, Karl, Elberfeld, Math. u. Rat., Schul, straße 10

862. Kiekert, Walter. Heiligenhaus (Rhpr,), Med., Keherbach 9

283. Bode, Viktor, Dresden. Theol., Frankfurter« straße 29 I

284. Bispinhoff. Wilhelm, Dülmen (Wests.), Math, und Not.. Steinweg 39

285. Büntgen, Joseph, Ueberruhr (Rhpr.), e. Phil., Steinweg 39 II

286. Franz. Rudolf, Pfazberg (Rheinpr.). a. Phil., Gisselbergerstraße 11

287. Wessel. Friedrich, Frankenberg (Hess.-Nass.). Theol.. Markt 2

288. Lahr. Adolf, Höchst, a. Phil., Mlhelmstr. 61

289. Moses, Hugo, Bromberg (Posen), Med., Bahn» Hofstraße 1III

290. Junge, Hans, Hamburg, a. Phil., Reitgasse 3

291. Schenck. Werner. Wilster (Söblcswig-Holstein), n. Phil, Ritterstraß« 6

292. Ernst. Paul, Oberwinterthür (Schweiz), Theol., Frankfurterstraße 221

293. Klaeser, Michel. Kehl a. Rh.. Nat.. Ketzerbach 31

294. Peper. Ludwig. Osterburg (Sa.), a. Phil.« Wehrdaerweg 18 1

295. Wagner, Peter, Temmels o. Nh.. Math.. Ketzer« bach 31

296. Bergmann. Heinrich, Hofgeismar, n. Phil., Wil­li-l in strae 16

297. Neuer, Jabannes, Osterburg (Sa.), Deutsch u.

Gesch.. Wehrdaerweg 181

298. Tenqer. Paul. Bern, Theol., Ritterstraße 8

299. Rüeinen, Otto, Kupferdrch (Rhld.),Jur., Am

Grün 1

300. Merz, Karl. Bura-Gräfenrodc, Sur.. Am Kriinl

301. Simons, Hans, Frankfurt a. M., Jur., Safet« nen^raße 6 II

302. Wiesel. Heinrich, Langcnwiesen, Ehern., Ober« Roftnstrnße 11

303. Kupsch, Wilhelm. Evingsen (Wests.), n. phil Franlfurterstraße 27

304. Reckimann, Ludwig, Koblenz, Med., Kasernen­straße 14

305. Issel, Emil, Elberfeld, a. Pkül., Haspelstr. 31

306. Nmmann. Rudolf, Kelberg (Pomm.), a. Phil-,

Bahnhofstraße 16

307. Svring. Paul, Teltow (Westpr.), Med., Sun« senlkraße 1

308. Manthe. Heinr.. Düsseldorf, Deutsch u. Gesche

Bnufützerstraße 20

309 Müller. Subert. Neunkirken t. SB., a. Phil.» Am Grün 26

310. Grabowski, Alfred. Crone (Posen), Math, und

Nat., Obere Rasenstraße 11

311. Naßbacb. Richard, Wiesbaden, Chem., Wetter­gasse 30

312. Clan?, Karl. Härtensdorf (Sa.), Jur., Bar« füßerstraße 39

813. Vollert, Ernst. Könitz (Westpr.), Jur., Bahnhof­straße 16

31. Schulz. Erich, Schleusenau (Posen), Med., Wet« tergasse 11

815. Roehl, Martin, Jeetze (Sa.), Gesch., Kasernen- straße 14

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Earl Hitzeroth ln Marburg.

in Nachob ein Corps errichte, um im nörblichen Deutschlanb gegen bie Fr-», zesen zu operieren. Dörnberg würbe mit offenen Armen empfangen. Auch fein Srubet Fritz, Leutnant v. Eiefewalb, Souistnfpettor Verner, Schmalbans unb anbete Leibensgenossen aus Hessen batten sich bei b m Corps bes Braunschweigers eingefunben. Des Karl v. Eschwege alteret Bf -er war bis Jena gelangt, wo er sich als S^ubent immatrikulieren ließ, um einen Paß zu erhalten. Er kam bis Magbeburg unb schloß sich hier lern SchilNchen Freikorps an. Dae'elbe tat Lubwig von Trott, welcher bei Stralsunb fiel.

Eschwege entging bem Blutbabe :irb trat in bas Jägerkorps b---, Kurfürsten ein unb ging später in österreichische Dienste. Gottlob von Malsburg, Spiegel unb bie E-ebcüber Wolff von Gubensberg hielt-n sich lange im Walbeckschen verborgen, bie Gebrüber Scheffer waren nach Hamburg entflohen unb gingen in englische unb dänische Dienste. Dem Cornet Louis Scheffer ge­lang es, als nr1 ihn verhaften wollte, nach Ramholz zu entkommen. ' 'ertin entflo) nach Berlin. Ehrenfelb kam na-r Prag, wo er eine Stelle beim Kurfürsten erhielt. De'; nach bem Dörnbergfchen Anffanbe so wenige bet Schul­bigen In bie Hänbe ber Justiz fielen, hat feinen Erunb in bet Lässigkeit uns 1° anloslgkeit, wo­mit man anfangs bte Serfjaftungcr. betrieben. Kaurn hatte Hieronymus in Cassel von bet Angst, bie er beim Dornberschen Aufstanbe hatte ausstehen müssen, sich einigermaßen erholt, al» er von einem neuen schrecken heimgesucht würbe. Am 14. Mat rückte ber Vortrab ber Armee be» Herzogs von Traunschweig-Oels, unter bem Oberst von Dörnberg unb bem Major von Katt, über bie böhmss- e Grenze in bet Absicht, butch das von Truppen entblößte Sachsen, gegen da» Königreich Westfalen vorzubringen. Diesem Dor« trab folgte bas Korps bes Herzogs, bte vom Kurfürsten zufammengebrachten Truppen und eine Abteilung Destetreicher nach. Von Rapoleo» würbe General Junot mit ei..:m Armeekorps^ in ®erbinbung mit den westfälischen Truppe^ entgegen geworfen. (Forts, folgt.) I