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Erstes Blatt

lr dem sozialen Charakter der Steuervorlagen Rechnung tragt, den wohlhabenden Raucher höher belastet al» if I den unbemittelten und der Staatskasse einen Betrag m I hAt« 7K U* QA CfYll YYI - - * i » r . # < °

des Sultans auf seiner

und um das Leben d«; verbleibt die Flotte vtt um halb 10 Uhr nacht» eine eineinhalbstündig; in Anwesenheit des Pa-

Auch der Landwirtschaft nahestehende Autoritäten geben zu, daß die vorgeschlagenen Sätze ertragen werden können, und daß die landwirtschaftlichen In­teressen schon in den Regierungsvorschlägen berück­sichtigt worden sind. Werden doch zwei Drittel bis drei Viertel der deutschen Landwirte von der Steuer überhaupt nicht betroffen. Die Landwirtschaft sollte "her auch nicht vergessen, daß sie unter einer Gesetz­gebung lebt, die mit der größten Gewiffenhaftigkeit ihre gesamten Interessen fördert und am Herzen trägt. Ich begrüße es, daß groß« Teile der konser­vativen Partei zu derselben Auffassung gelangt sind und verweise dafür auf die Beschlüsse der konserva­tiven Partei in Sachsen.

Ich meine auch, daß die Stimmen aus dem Mittel­stände bei der Rechten der Reichstages nicht ungehört verhallen sollten. In keiner- Weise aber vermag ich die Bedenken zu teilen, daß ein aus allgemeinen Wahlen hervorgegangenes Parlament wie der Reichs­tag gerade mit der Erbschaftssteuer Unheil stiften könnte. Solange die Sozialdemokratie nicht Bundes­rat und Reichstag beherrscht, solange besteht nicht die Gefahr konfiskatorischer Ausbeutung dieser Steuer. Sollten aber einmal die Sozialdemokraten die Ge­schäfte in die Hand nehmen in den nächsten Jahr­hunderten wird man das nicht erleben, so würden die Erbschaften daran glauben müssen, ob die So­zialdemokratie die Deszendentcnbesteuerung vorfände oder nicht. Ich bleibe also der Ueberzeugung: Was in den verschiedensten Ländern der Welt, was in den

nrcht getan. Was den Tabak betrifft, so wird es trotz aller Agitation dabet bleiben, daß alles, wa» der Tabakvere,n in diesem Falle gefehlt hat, wieder gut- gemacht werden muß durch einen Gesetzentwurf, der

vergiessen in Konstantinopel fürchtet, da biet eine «ropäische Intervention herbeiführe, könnte. Auch die Idee von sofortigen Reprei satten scheinen fallen gelassen zu sein: dafür be steht man unbedingt auf einem Wechsel bei ganzen hiesigen Garnison.

rationen werden die Erregung unserer Tage in dieser Hinsicht kaum noch begreifen können. Aber mit der Branntwein- und der Erbschaftssteuerfrage ist cs

Konstantinopel, 20. April. Der Ches der vor Konstantinopel befindlichen mazedoni­schen Truppen, General Husni Pascha, erließ an die Garnison von Konstantinopel einen Aufruf, in dem er erklärte, daß das zweite und das dritte Armeekorps vor Konstantinopel angr- kommen seien, um die Verfassung für alle Zu­kunft zu sichern und die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen, sowie die Anstifter der letzten Unruhen zu bestrafen. Die Belagerungstruppen fordern daher, daß alle Mannschaften der Earni-

wendigkeiten für das Reich erheische gebieterisch Ordnung in den Finanzen nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit und Zweckmäßigkeit. Der einzig gangbare Weg sei die ausgiebige Ent­wicklung der Verbrauchsbesteuerung, insbesondere der alkoholischen Getränke und des Tabaks, und gleichzeitig die beson­dere ausgiebige Besteuerung der Be­sitzenden mittels der Erbschafts- besteuernng. Redner gab dem Vertrauen Ausdruck, daß die gesetzgebenden Körperschaften stch baldigst auf diesem Bohrn einigen möchten zum Heil des deutschen Reiches und deS deutschen Volkes. Ihm folgte der Vertreter von Sachsen, Professor Wuttke, sodann Graf Linden für Würt­temberg, Geheimrat Engler für Baden tmb Prof. Anschütz für Thüringen, sowie Geheimrat Wirth für den Bund der Industriellen. Auf diese An­sprachen erwiderte der Reichskanzler In längerer Rede.

Fürst Bülow führte auS:

Meine Herrenk Sie find hier nicht erschienen als Sprecher bestimmter Parteien, weil Sie mit mir und allen, denen das Wohl des Vaterlandes am Herzen liegt, die Reichsfinanzreform nicht als eine Partei­frage betrachten; Sie wollen vielmehr Ihre Kund­gebung angesehen wissen als eine Mahnung an die Parteien. Ich sehe aber auch in Ihrer Kundgebung wie in den zahllosen Kundgebungen der letzten Wochen eine Reaktion des Volkswillens gegen die Versuche, den Bedürfnissen des Reiches und der Staatsgesamt­heit das Interesse bestimmter Gewerbszweige ich denke vor allem an den Tabakverein entgegenzu- fetzen. Versuche, die zum Teil mit einem an Terro­rismus grenzenden Druck geltend gemacht worden sind. Ich bin mit den Herren aus Sachsen der festen Ueberzeugung, daß unser Volk aus der Misere der Vergangenheit gelernt hat, daß es die Kraft des Reiches nicht wie in jenen alten Zeiten gelernt wissen will durch die finanzielle Ohnmacht, die die Ohnmacht aller staatlichen Betätigung bedeutet.

Mit Recht drängen Sie, meine Herren, auf eine

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg unb Kirchhain

«nb den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Benage.

Man abonniert auf die täglich «rscheinendeOberhessisch« 1/1 Q9 jj.e'tunss bei allen Postämter« und unfern Zeitunosstellen in e/TS. efö «md Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 2l.

-Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bet unfern ZeitungSftrllen und der Expedition 2 Mk.

Auf der Nachlaßsteuer werden die verbün­deten Regierungen nicht bestehen. Da aber der Be­sitz nach fast allgemeiner Uebereinftimmung in Höhe ' deS aus der Nachlaßsteuer veranschlagten Betrages an den neuen Steuern beteiligt sein muß, so müssen wir an der Ausdehnung der Abgabe auf die nächsten Ver­wandten in Form einer Erbanfallsteuer fest­halten.

Die akademische Lesehalle in Marburg.

Wie sich unsere Leser vielleicht erinnern, ist vor nicht allzulanger Zeit in den oberen Räumen des alten Museumsgebäudes eine akademische Lesehalle eingerichtet worden. Damit ist auch hier in Marburg ein Institut geschaffen, wie es in zahlreichen anderen Universitätsstädten schon bestand und einem Bedürfnis weiter Kreise der Studentenschaft entgegenkam. Aber gleichzeitig steht die akademische Lesehalle auch der hiesigen Bürgerschaft offen. Jeder Bewohner der Stadt Marburg kann sie benutzen gegen Zahlung eines Semesterbeitrages von 4 Mark (die Karten sind bei H-rrn Gils in der Lesehalle erhältlich).

Es scheint nun, daß dieser gemeinnützige Charakter der Lesehalle in der Bürgerschaft nicht genügend bekannt ist. Oder aber, wenn er be­kannt ist, wird er jedenfalls nicht genügend ge­würdigt. Und doch whnt es sich, allein um die Fülle des dort Gebotenen kennen zu lernen, ein­mal einen Blick in die Räume der Lesehalle zu werfen.

Wir betreten zunächst den Zeitungssaal. Hier grüßen uns von den Wänden herab die mannig­faltigsten Zeitungen aller Parteien, aller Rich­tungen und aller Länder. Ein Fülle kleinerer und größerer Lokal- und Provinzialblätter bil­det das Unterholz und Strauchwerk in dem ge­waltigen Urwald der Presse, der hier in kleinem Raum möglichst zusammengedrängt ist. Nicht nur unsere engere Heimat ist mit ihren gelesen- pen Blättern vertreten, alle Gegenden unseres weiten Vaterlandes steuern bei, um ein Bild zu geben von dem Leben und Treiben, den Mein« engen und Strömungen, die das deutsche Land

rasche und gründliche Erledigung der Reichsfinanz­reform. ES ist der einmütige Wille der verbündeten Regierungen, die Lösung der Frage noch in dieser Session des Parlament» herbeizuführen. Der Reichs­tag wird nicht auseinandergehen, ehe er endgilttg zur Reichsfinanzreform Stellung genommen hat. Gewis werden die verbündeten Regierungen sich nicht aus jedes Stück ihrer Vorlagen versteifen. Nachdem sich leider ergeben hat, daß für die Besteuerung von Gas, Elektrizität unb Inserate keine Mehrheit zu erlangen ist, so werden die verbündeten Regierungen diese Vor­lagen fallen lassen müssen. Für die Sude muß Ersatz geschaffen werden. Ich bin zwar heute noch nicht in der Lage, hierüber bestimmte Mitteilungen zu machen, ich habe aber dabin gewirkt, daß sich die ver­bündeten Regierungen in den allernächsten Tagen enbgiltig über die Stellung schlüssig machen, die sie zur Frage der Ersatzsteuern für die zweite Lesung im Reichstage cinnehmen wollen.

An den leitenden Gedanken unb an ben Haupt­stücken de? großen Werkes aber hatten die verbün­deten Regierungen fest. Tas Schlagwortwider alle Monopole" verliert seine Bedeutung im Zeitalter der Kartelle und Trusts. Heute darf die Parole nicht lautenfür unbedingte Gewerbefreiheit und gegen das Monopol", sondern sie hätte lauten sollenfür

| Die MiMr-Mvoliilion in6er Wei.

England, in Frankreich in jahrzehntelanger Hebung zu keinem Mißstand und keiner Erschütterung des Fa­miliensinnes geführt hat, das wird auch in Deutsch­land, wenn sich die Wogen gelegt haben, als eine er­trägliche Steuer angesehen werden, und spätere Gene-

Steuerertrag vom Branntwein allseittg erwarten, am schönsten anfbringen kann, die sogenannte Liebesgabe beseitigt und allen Interessen gleichmäßig gerecht wer­den würde.

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Handbibliothek, die außer dem unvermeidlichen Brockhaus" mehrere nützliche Nummern ent hält, wie das Bürgerliche Gesetzbuch, den Hof kalender, die Rangliste der Armee und Marine den deutschen Universitätskalender, Kursbuch Mreßbuch u. S., lauter scheinbar« Kleinigkeiten, die aber unter Umständen dem Benutzer seh, wertvoll sein können. Erwähnt sei auch bet große Handatlas, der, im Zeitungssaal liegend, dem aufmerksamen Zeitungsleser ermöglicht, alle Bewegungen, die in der weiten Welt Vor­gehen, genau an der Hand der Karte zu ver­folgen und sich zu vergegenwärtigen.

Eine reiche Fülle des Gebotenen? Ist et nicht ein Spiegelbild unseres gesamten gegen­wärtigen Geisteslebens in feinen verschiedensten Schattierungen, in Politik, Wissenschaft, Kunst, Volks- und Eesellschaftsleben? Mit ihm in steter Fühlung zu bleiben, muß ein Haupt­anliegen jedes Gebildeten fein. Und nun, da eine so bequeme und billige Gelegenheit ge­boten ist, wäre es ein Zeichen unverantwort­licher Trägheit, wenn man sie nicht ausnutzen wollte. Es wäre aber zugleich «in Zeichen un­verzeihlicher Gleichgültigkeit, wenn diese ge­meinnützige Einrichtung, die unter großen Opfern, auch seitens der Studentenschaft, ins Leben gerufen ist, aus Mangel an Beteiligung seitens der Bürgerschaft wieder eingehen müßte. Darum nehme sich jeder Marburger Bürger, der irgend gefftige Interessen hat, jetzt beim Beginn des neuen Semesters eine Karte zur Akademischen Lesehalle und nutze sie fleißig aus.

..A___A. H. i

1F Berlin, 20. April.

~ In der Angelegenheit der Reichsfinanz- tejotm empfing der Reichskanzler heute abend 6 Uhr im Kongreßsaale des ReichskanzlerpalatS Deputationen aus Bayern, Sachsen, Baden, Würt­temberg und Thüringen, sowie des Bundes der Industriellen. An dem Empfang nahmen teil: die Staatssekretäre, Staatsminister v. Bethmann- Hollweg und Sydow, sowie die Bevollmächtigten zum Bundesrat der durch die Deputatton vertre-

ten-n Staaten. Die Sprecher der Deputationen und die Mitglieder derselben wurden durch Unter« paatssekretäi v. Loebell dem Reichskanzler einzeln dorgestellt. Hierauf hielt der Vertreter Bayerns, Unterstaatsfekretär v. Mahr, die erste Ansprache, , v»s wtonupoi , jonocrn pe notte tauten jouenfür In der er darauf htnwies, daß die Unterzeichner I das Staatsmonopol statt des Privatmonopols", für des Aufrufes, den er dem Reichskanzler überreiche, I Staatsmonopol, das 100 Millionen, die wir als durch di« Not des Augenblicks in patriotischem Empfinden und Pflichtgefühl zusammengeführt worden seien. Die Anerkennung von Staatsnot-

Marburg ;

Donnerstag, 22. April 1909. 44<

in seinen einzelnen Teilen durchziehen. Aber Doch wir müssen den Zeitungssaal verlassen, darüber erbeben bte großen Tageszeitungen I um «och einige Blicke in den gegenüberliegen- bte sind ja naturgemäß der I ben Zeitschriftensaal zu werfen. Hier finden wir wichtigste Bestandteil des großen Blatterwaldes. eien reiche Kollektion von Zeitschriften der ver- Alle irgendwie bedeutenden Zeitungen sind hier schiedensten Wissenszweige und Jnteressenge- oertreten, mögen sie nun in Berlin oder Mun- 5lete. Allgemeinen mußten allerdings die chen, Leipzig oder Köln erscheinen. Kerne poli-in wissenschaftlichen Organ«, die im Lesesaal trs-he Partei wird sich über Benachteiligung her Universitätsbibliothek auslieqen, ausge- oder Zurücksetzung belegen können. Und so ist schlossen werden. Hier in der Lesehalle finden dern Vurger der zu Hause fern säuberlich sein wir aber Zeitschriften wie die Internationale Leibblatt studiert, reichlich Gelegenheit geboten, Wochenschrift, die Preußischen Jahrbücher, Vel- auch die Meinungen Andersdenkender kennen hagsn und Klasings Monatshefte u. a., auch ju lernen und so sich em begründetes, unpaitei- Zeitschriften mit bestimmt ausgeprägtem Jn- rschcs Urteil zu bilden Besonders wertvoll ist, halt wie den Kunstwart, die Deutsche Literatur- daß auch dl« stenographischen Berichte über die 5eitung, die Geographische Zeitschrift, die So- Reichstagsverhandlungen ausgelegt werden, zi«le Revue u. a. Diese wahllos herausqegrif-

wohl m Marburg nur hier m der Leschalle. jenen Titel veranschaulichen nur in geringem

Selbst das Ausland liefert ferne hervor- Maße den geistigen Reichtum, der hier in be- rageirdsten Preßorgane m die Lesehalle. London, quemer und billiger Weise dem Besucher ge- Pans, Brussel prangen als Erscheinungsorte an boten wird. Daneben fehlen natürlich nicht die ihrem Kopze. Und wer des Englischen oder politischen Zeitschriften aller Richtungen, wie Französischen nicht m dem Grade mächtig ist daß Me Konservative Monatsschrift, die Hilfe, sowie er diese Blatter mit lemetn Genuß lesen kann, I Me für die akademische Lesehalle unentbchr- der greift vielleicht gern zur Petersburger Zei- I licheu studentischen Organe, wie die Ho' bul- tung oder zum Wochenblatt der New-Yorker I Nachrichten u a

Staatszeitung. Besonderes Interesse erheischen I Aber auch der Geschmack an leichterer br­auch die Zeitungen, die in den deutichen Kolo- fiire kommt sehr wohl auf sein« Rechnung, men erscheinen Es muß doch jebem Kolonial- Neben bet Woche prangt bie Gartenlaube unb freunb wertvoll sein, bie gegenwärtigen lln- I die Romanzeitung, sowie all bie anbeten Jour- ruljen in Samoa an unmittelbarer Quelle, in I nale, die man in ben verbreitetsten familiären 3ettrT L- Lesezirkeln anzutreffen pflegt. Nicht zu vei-

interessiert es sich, bte Deuffchostafrtka- I Hessen sinb bie Blätter, in benen beutscher ober

Nachrichten ober ausländischer Witz unb derbe Satire die mober- ben Ostasiatlschen Lloyb zu ftubteten, lauter I «en Zustänbe unb Verhältnisse geißelt unb bie Slattet, bie wegen ihrer verhältnismäßig I eon jebetmann stets gern in ben Mußestunden färoietiöen Bezugsbedingungen fetten zugiing- I Erholung gelesen werben.

stnb. | Enblich gewahren wir noch ein« kleine

den unbemittelten und der Staatskasss von 75 bis 80 Millionen mit Sicherheit zuführt.

Ich brauche e» kaum auszusprechen, baß ich auch mit Ihrem Verlangen bezüglich der reinlichen Schei- düng zwischen Reichs- und bundesstaatlichen Finanzen durchaus übereinsttmme. Die ganze jetzige (Situation legt auch baS beredteste Zeugnis dafür ab, daß die bei­den hervorragendsten Persönlichkeiten, die sich mit den Reichsfinanzen beschäftigt haben, Bismarck unb Mi­guel, vollkommen Recht hatten, wenn sie das Reich nicht dauernd zum Kostgänger der Bundesstaaten werden lassen wollten. An den Folgen der Matri- kttlarabgaben, an dem unbeständigen Element, das in der Einnahmebewilligung durch die Reichsstände lag, . __________

an dem Mangel eigener ausreichender Einnahmen ist I son in der Hauptstabt in Gegenwart bes Scheik das alte heilige römische Reich siech und morsch ge- I Ul Islam sowie ihr« Kommanbanten auf den worden unb zugrunbe geganen. Die Entwickelung I Koran «inen keietlicken Cwfimnr

gebt nunmehr in der Richtung einer Scheidung bei m-lT-m «Hegen, nach

Einnahmequellen des Reiches von denen der Einzel- I ien _t^,rer Vorgesetzten

floaten, nicht von wechselseitigem Uebereinandcr- unb I , gehorchen unb sich für Zukunft Nicht mehr Jneinandergreifen. Das sogenannte Besitzsteuerkom- I in die Politik mischen werben. Der Schwur soll promiß ist von Anfang an nichts als ein Hilfsmittel I on einem Tag« von bei gesamten Garnison ab- ober eine, Hilfskonstruktton, eine Notbrücke gewesen. I gelegt werben. Die Mannschaften müssen sich Die verbündeten Regierungen werben die Einzel- I ferner verpflichten bet Wiebereinsetiuna aller floaten nur bis zur Grenze von 60 Millionen Mark, I Offiziere und Ilntprofkiri-r- in di- Ui-

dos heißt mit 25 Millionen mehr als bisher, in der r'

Gestatt der Matrikularbeilräge an dem Gesamtbebarf I V01 , m Ausstanb innehatten, keinen Wiber- Beteiligen. Ich erwarte also, um kurz zusammenzu- I stttub enlgegenzusetzen.

fassen, von der Finanzreform da» Folgenbe: Sie soll I Köln, 20. April. Wie der Köln Ztq« aufbringen 500 Millionen. Sie soll diese Summe, I aus Konstantinopel gemeldet wird scheint bie abgesehen von 25 Millionen Mark neuer Malrikular« I (KPfQf.r p;np- nrnüoren

beiträge, aufbringen in der Form reichseigener Ein- J bceitt

nahmen unb zwar, wenn die Fahrkartensteuer in I Zwischen bem Konitantinopeler Kommanbo und verbesserter Form bestehen bleibt, mit 350360 Mil- I den Komiteetruppen wurde eine Abmachung ge- fioncn Mark vom Konsum unb mit 90100 Mil- I troffen, daß heute ober morgen bie Konstantino- tioncn vom Besitz. Bei den Konsumsteuern sollen I peler Garnison ohne Waffen ben Komiteetrnp- Brannlwein, Bier unb Tabak rund 280 Millionen I pen zur Begrüßung entqeqenrücken soll Di« Mark bringen; weitere 7080 Millionen Mark sollen I Haltung ber Flotte ist xmeifelhaft Die firfüff. durch die sogenannten Ersabsteuern, über die sich der I im «nsnnrn« Tih in

Bundesrat dieser Taae schlüssig machen wird, aufge- !£ £££ $ b b fommitee' bracht werden. Die Nachlaßsteuer wird in eine Erb- I Kindlichen Mannschaften.

anfollsteuer umgewandell. Durchzuführen ist da» I Das Schicksal des Sultan».

Werk noch in dieser Tagung. Paris, 20 April. Wie dieAgence H«.

Die Ausiuhrungen des Reichskanzlers I vas" aus Konstantinopel meldet, besprach bet

würben von allen Anwesenben mit lebhafter Zu- I Sultan beute vormittag bie Lage mit Terofit ftlmmung ausgenommen unb vielfach burch Bei- I unb Hilni Pascha unb bot letzterem bas Porte­fall unterbrochen. Der Hinweis daraus, daß die I ftuille des Großmesiers an: bet Sultan ver- Finanzreform noch in bieser Tagung etlebigt wer- I Hie für bie Verfassung geforberten Ga­ben müsse, würbe mit besonberer Genugtuung be- I ^anueen zu geben. Es heißt. Tewfik Pascha grüßt. Ebenso fanden bie Aussühnmgen bes habe bemissioniert.- Fürstm über bie Erbanfallsteuer volle Zusttm- v Konstanttnopel 20. April Diebel mung, während seine Abwehr des Vorwurfs von I beP --ruppen ffi San Stefano befindlichen Abge- Sozialisrnus mit Heiterkeit angehörl wurde. Zum KL».

Schluß ertönten laute Bravorufe. Der Reschs- ^an,assen " 5Ut WWttnh,n« «u

kanzler unterhielt sich sodann mit den Abgeord- W i e n , 20. April. Wie der Reuen Freien nefen. die er sich nochmals einzeln borstellen ließ. I Presse" aus Konstantinopel gemeldet wird wil- In dem an den Kongreßsaal anstoßenden Bis- I li^e der Sultan gestern abend auf dringende marckzimmer wurden Erfrischungen gereicht. I Vorstellungen des gesamten Kabinetts nach an­

fänglicher Weigerung schließlich in die Abdank­ung, wenn sein Leben garantiert wird. Die aus Saloniki erwartete Antwort dürfte bereits ein- , getroffen sein und bedingungslos lauten Um

Verhandlungen zwischen den beiden Truppen- I eint etwaige Flucht --- '

möchten. I Jacht zu verhindern

Konstantinopel, 20. April. Der Sa- Sultans zu schützen, loniker Korpskommandant verhandelt sehr Beichiktasch. Gestern eifrig mit Konstantinopel. Die Stimmung ist I hatte der Großwesier seit gestern versöhnlicher, was hauptsächlich I Audienz beim Sultan darauf zurückzuführen ist, daß man ein Blut- | lastfekretärs. Die Abdankung Abdul Hamid!