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und den Beilagen:Nach Feierabend« (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Benage.

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Die Militär-Revolution in der Türkei.

! Eine gemeinsame Proklamation der Parteien.

Konstantinopel, 17. April, ioy2 Uhr abends. Soeben ist eine gemeinsame Prokloma­lton sämtlicher politischen Parteien und Vereini­gungen erschienen, die die Gründung einerOtto- manischen Union« anzeigt. Die Proklamation ist tmterzeichnet von Ulemas, dem jungtürkischen Ko- Mitee, der liberalen Vereinigung, von armenischen, griechischen, albanestschen, bulgarischen und an­deren Klubs, mehreren wissenschaftlichen Gesell­schaften sowie sämtlichen türkischen ZetMngen der Haupsstadt. Der Aufruf erklärt, die Unterzeichner hätten alle Streitfragen beiseite gesetzt und sich zu- sammengefunden, um das gemeinsame Vaterland zu retten, indem sie sich verpflichteten, die auf dem Scheriatgesetz beruhende Verfassung zu verteidigen. Die Vereinigung wird versuchen, die Veröffent­lichungen in den ZetMngen diesem Ziele anzu­paffen. Der Aufruf stellt fest, daß das Parlament die einzige Macht für die Kontrolle der Regierung bildet. Die Vereinigung wird daher darüber Wachen, daß das Parlament, welches die natio­nale Souveränität darstellt, der Freiheit des Wortes nicht beraubt werde. Zur Erfüllung dieser Aufgabe der Vereinigung wird ein Komitee gebildet, das aus Mitgliedern sämtlicher unter­zeichneten politischen Parteien zusammengesetzt ist. Das Komitee wird sich an die Kammer und an die Regierung wenden, um die Notwendigkeit so­fortiger ernster Maßnahmen für die Beruhigung des Landes darzulegen und wird ferner für die patriottsche Aufklärung des Volkes sorgen, indem es besondere Kommissionen in die Provinzen sen­det, sowie alle ZetMngen des Landes zur Mit­wirkung bei dieser Aufgabe zu gewinnen sucht. Der Aufruf drückt schließlich die Erwartung aus, daß die Tätigkeit dieses gemeinsamen Komitees allen Streitigkeiten ein Ende machen und die Unterstützung aller Klaffen und Parteien finden werde, damit Ereigniffe, die schwere innere und äußere Gefahren herbeiführen könnten, vermieden werden. Der Aufruf wurde in den Straß-n als Extrablatt verteilt. Er fand reißenden Absatz und tvurde lebhaft besprochen.

Die jungtürkischen Truppen der Provinz.

Konstantinopel, 17. April. Die Nach­richt, daß es gelungen sei, die gegen die Hauptstadt Heranziehenden Truppen zur Rückkehr zu bewegen, ist falsch. Nach Mitteilungen von maßgebender Seite steht fest, daß die Garnison von Adrinopel und Saloniki, zusammen etwa 7000 Mann, gegen die Haupsstadt unterwegs sind. 600 Mann sind bereits in Tschadaldscha, 75 Kilometer vor Kon­stantinopel, eingetroffen. Als die im Vororte Hademkoi stehenden Truppen das Herannahen der Komiteetruppen erfuhren, verlangten sie stürmisch, nach der Hauptstadt gebracht zu werden; sie hielten den in der Richtung nach Konstantinopel vorüber­fahrenden Konvcnttonalzug an. Ms den Sol­daten zwei Ertrazüge zur Verfügung gestellt wur­den, konnte der Konventtonalzug weiterfahren. Die Garnison von Hademkoi, deren Eintreffen in

" (Nachdruck verboten.)

Grrterbt.

Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.

< Fortt etzung.)

Und um das erzürnte Vaterherz legt es sich wunderbar mild, das junge un­schuldige Wesen schlichtet langsam den Zwie­spalt, der seit bald zwanzig Jahren die Brust desHollenschen" zerreißt. In seinem Mannes­stolz hat er sein Leid verschloffen, nicht einmal sein Machen durste sehen, wie er litt. Mit dem fernen Instinkt des Weibes ahnte sie aber die stumme Qual und auch sie ist ihrerseits heimlich bemüht, das Esten zu schmieden, so lange es warm t|t, denn seit Fees Eintritt in das alte, tote Haus ist eine Veränderung in des Gatten Wesen erngctreten. Ost erkennt sie den Hitzkopf kaum wieder und neulich hat er, ganz wie bei­läufig, Fee gefragt:Nun, hast Du wieder einen Brief aus Rußland, wo ist er denn eigentlich?"

Dieses war die erste freiwillige Erwäyn- ung Friedrich Johanns, dessen Namen niemehr in seinem Elternhause genannt werden durfte. Großmutter und Enkelin wechselten einen Blick des Einverständnisses. Fee beantwortete die unerwartete Frage und ihr junges, sanguinisches Herz^faßte Mut, die Hoffnung stiehlt sich in ihre

Darf ich ihn grüßen?" fragte sie zaghaft.

Doch sie ist zu weit gegangen, das mertt sie sofort.

-Unterstehe Dich, Du Affe," braust der Frei- DErr auf,das fehlte mir nur noch. Da» Sptüch- »ort hat recht:man darf dem Teufel nut den

die

er« ge­

langten Konsularmeldung die Nachricht, daß der englische Vtzekonsul in Adana bei einem von Ar­meniern angertchteten Bluwergießen verwundet ivorden ist.

Rom, 17. April. Der KreuzerFerrucio«, der sich zurzeit in Ben Ghasi befindet, hat Befehl erhalten, nach Mersina zu gehen.

Wien, 17. April. An hiesigen informierten Stellen wurde man davon unterrichtet, daß die türftsche Regierung alles aufbietet, um die Metze­leien in Adana zu beendigen. Die türftsche Re­gierung treffe Verfügungen, damtt die Truppen in Mersina und Adana verstärtt werden, und sie ver­sucht, durch die Geistlichkeit auf die Bevölkerung einzuwirken.

Berlin, 17. April. Das zur Zett im Aegaeischen Meer befindliche StaiionsschtffLo-

scheint übettrieben. Erwiesen ist aber, daß Soldaten über Geld verfügen.

Zu den Metzeleien in Adana.

Wien, 17. April. DasFremdenblatt« fährt: Es bestätigt sich nach einer hierher

Konstantinopel erwattet wird, ist etwa 1000 Mann stark. Es heißt, daß viele jungtürftsche Offiziere in bulgarische Dienste übergetreten seien.

Konstantinopel, 18. April. Die Trup­pen in Tschadaldscha haben gestern die von der Kammer gewählte Deputatton empfangen und ihre Forderungen formuliert, die eine friedliche Lösung erhoffen lassen.

Die Kammer.

Konstantinopel, 17. April. In der heu- ttgen Sitzung der Deputtettenkammer teilte der Präsident mit, die Garnison von Hademkoi sei in der Haupsstadt eingetroffen, um der Kammer für die Aufrechterhaltung der Verfassung zu danken. Es sei keine Ursache zur Beunruhigung vorhan­den. Sodann wurde der Bericht des Groß­meisters der Arttllerie verlesen, der namens der Regierung mtt den in Tschataldscha befindlichen Truppen verhandelte. Der Bericht besagt, es sei gelungen, den Vormarsch der Truppen von Sa- lonitt aufzuhalten. Sollte die Regierung jedoch Maßregeln gegen die Truppen ergreifen, so wür­den sie den Vormarsch gegen die Hauptstadt fort­setzen. Der Jungtürke Jusuf Kemal wies auf die gefahrvolle Lage der Türkei und auf die drohende Intervention der Mächte hin. Er regte die Ent­sendung einer Abordnung von Deputierten nach Tschataldscha an. Der Vorschlag wurde ange­nommen. 30 Deputiette werden im Sonderzug abreisen, um mit den Truppen zu unterhandeln. Plötzlich ertönte vor der Kammer Militärmusik. Es sind die aus Hademkon eingetroffenen Trup­pen, die vor dem Parlament Aufstellung genom­men haben. Die Sitzung wird unterbrochen. Der Präsident, von einigen Abgeordneten begleitet, be­grüßt die Truppen. Darauf feiert Jusuf Kemal in flammender Rede die Truppen als Stützen der Verfassung. Er ermahnt sie zum Gehorsam, da die Verfassung nicht in Gefahr sei. Ein Ulema sprach alsdann ein Gebet. Die Truppen ant- wotteten mit einem Hoch auf den Sultan. Als­dann wurde die Sitzung wieder aufgenommeu. Es wurden viele aus allen Teilen des Landes ein» getroffene Depeschen verlesen, die scharf gegen die letzten Vorgänge profestteren und meist die Wider­einsetzung des alten Kabinetts fordern. In allen Telegrammen wird erttätt, die Bevölkerung und die Armee seien bereit, gegen die Hauptstadt zu marschieren. Unter den Telegrammen sind einige von den Korpskommandanten des zweiten und des vierten Korps sowie anderen hohen Offi­zieren. Ueber die Beantwottung der Telegramme entspann sich eine heftige Debatte. Die Kammer beschloß einstimmig, die Erflärungen der Regie- rung abzuwatten und ihr Handeln danach einzu­richten. Das Haus wählte den Abgeordneten Disehanik Rat zum Präsidenten und den Araber Mustapha zum Vizepräsidenten. Der frühere Prä­sident Achmed Riza erhielt zwei Stimmen.

Englands Haltung.

WaUft, 17. April. Das englische Geschwa­der hat Befehl erhalten, sich zur Ausreise berett zu halten.

Malta, 18. April. Die englischen Panzer­

schiffeSwistsure« undTriumph* sind «ach der Levante abgegegangen. . ,.Ä

Das Komitee in Saloniki. '

Saloniki, 17. April. Aus Konstantinopel hier ankommende Reisende werden streng über­wacht, da die Befürchtung besteht, daß die Agenten der Gegenpattei des Komitees in Mazedonien und Mbanien wühlerische Tätigkeit beginnen könnten. Die Einnahmen des Zollamts werden nicht kn die Haupsstadt abgefühtt, sondern hier für militärische Zwecke verwendet. Hohe Persönlichkeiten stellen ihr Vermögen dem Komitee zur Verfügung. Seit­dem Enver Beh hier ist, finden neue Beratungen statt. Alle Provinzgarnisonen stimmen den Maßnahmen des hiesigen Komitees begeistett bei. Sandansky ist hier eingetroffen. Panitza hat sich bereit erklärt, eine Freiwilligenschar zu stellen.

Enver Bey ist in Saloniki eingetroffen, wo auch Hakft Beh anwesend ist, und wo Major Riazi Bey, der bekannteHeld von Resna", der im Sommer 1908 in Monastlrdie Fahne des Aufruhrs entrollt* hat, jetzt Kommandant von Monasttr, gleichfalls schon anwesend sein dürste. In der Sitzung des jungtürftschen Komitees, an dem auch Vettreter der serbischen, griechischen und bulgarischen Organisationen teilncchmen, wurde nach demTag* einstimmig beschlossen, der neuen Regienmg die Anerkennung zu versagen. Nach Wiederberstellung der Ordnung und Einsetzung eines jungtürkischen Kabinetts soll die jungtür- klscke Regierung sofort Gesetzesvorlagen aus­arbeiten, durch die den Nationalen in Mazedonien, Mtserbien und Adrianopel die Autonomie ver­liehen wird*.

Die Ulemas.

Konstantinopel, 17. Apttl. Die Ver­einigung der Ulemas dementiert die Nachricht, daß der Sultan 10 000 Pfund für die theologischen Seminare gespendtt habe. Auch die Nachricht, daß 50 000 Pfund an die Truppen verteilt worden seien und jeder Soldat ein Pfund erhalten habe,

kleinen Finger reichen, fo nimmt er gleich die ganze Hand", Du machst es ebenso."

»Ja. und ich halte die Hand fest und küsse sie. So, so, so," versetzt das junge Mädchen und druckt die fttschen Lippen auf des Barons Rechte, es ist eine gute Hand und ich liebe sie."

3n solcher Art versteht die kleine Zauberin des Alten Heftigkeit zu entwaffnen, es gewinnt rhn, daß sie sich nicht vor ihm fürchtet, daß sie zutraulich zu ihm kommt und sich offen gibt.

Noch Eine fragte oft nach dem Fernen; es war Franziska von Drachenstätt. Und mit welch lebhaftem Interesse hörte sie der Lettüre der Briefe zu, denn teilweise entschloß sich Fee dazu, aus ihrem Schatz der älteren Freundin vorzulesen. Durch feine Tochter hörte Friedrich Johann oft von seiner Jugendfreundin und ob­gleich Fee das Geheimnis heilig hielt und nicht verraten wollte, so schimmerte es doch, ihr selbst unbewußt, hindurch und erfüllte das Herz des Enterbten" mit Unruhe und Vorwürfen Lange Vergessenes regte sich wieder, er sah sich und Franzchen wieder, wie vor achtzehn Jahren. Er trug die grün-blau-weiße Studentenmütze, sie war ein blühendes Mädchen, halb noch ein Kind. Und sie standen im Park zu Hollen unter den Fliederbüschen; die blauen Dolden hingen schwer hernieder, ihr süßer Duft umwogte ihn und sie.

Ah? sehen Sie, eine Dolde mit zwölf Blü­ten!" rief sie.

»Da« ist selten; wissen Sie, was es bedeu­tet? hatte er gefragt, indem er ihr tief in die Augen gesehen.

r. /s bedeutet ein großes Glück," versetzte sie seh» leise. ____/ |

I Da hatte er ihre Hand gefaßt.

IWollen Sie mir die Blüten geben, Fränz- I chen?"

I Sie war sehr rot geworden auf diese halb I scherzend ausgesprochenen Worte und hatte ihm I schweigend die blaue Fliederblüte gereicht.

IWenn ich wiederkomme aus Deutschland, I werde ich sie Ihnen zeigen," hatte er bedeutsam I gesagt und bas kleine Elückssymbol sorgfältig I in die Brieftasche gelegt.

Wohl war et wiedergekehrt, aber nur um bas Elternhaus zu verlassen und die Frau zu heiraten, an bie er sein feuriges Herz gehängt. Sie hatten sich nicht wiedergesehen und nun waren es bald zwanzig Jahre. Niemand wußte etwas von dieser Begegnung im Garten; die Fliederbüsche, sie waren höher und höher ge- I worden und in ihrem Schatten träumte jetzt das Kind Friedrich Johanns feine goldenen Jugend­träume.

Fee war mit der Großmutter an einem wonnigen Maitage nach Muigezeem zu Besuch hinübergefahren, ba erschien der hasengothsche Pferdehänbler Schlaurne auf dem Hollenschen Hof; Baron Rothenfeld hatte ihm den Auftrag gegeben, auf dem Mäuschen Roßmarkt in Ja- nischeck ein Damenreitpferd zu kaufen. Auch Hans Leopold, der feit Georgi nach Kleln- Troska gezogen war, stand jetzt neben Baron Adam auf dem Platz vor dem Stall und die sachverständigen Herren musterten die Pferde Schlaumes, bie, etwa sechs an der Zahl, hinter dem zweisitzigen Leiterwagen befestigt waren. Auf allen Gütern Kurlands war her Händler bekannt, er war ein geschliffener Gauner und von bodenloser Unverschämtheit. Aber «an

releh« erhielt Vefehk, sofort »ach Mersina <* zugehen.

Serbien trifft Maßnahmen.

Sofia, 17. April. .Privatnachrichten melde» Serbien treffe an der türftschen Grenze etifr tättsche Maßnahmen für den Fall einer Ausbrei­tung der Revolution nach Mazedonien und dem Sandschak. Unter hiesigen Mazedoniern wird be­reits eine defensive Bandenaktion erwogen.

Bulgatten hält feine Zeit für gekommen.

Sofia, 17. April. Die Nachrichten der aus­ländischen Presse, wonach Bulgarien an die Türkei ein Ultimatum mit viertägiger Frist gerichtet habe, werden an kompetenter Stelle dementiert. Die bulgarische Regierung ließ der Pforte eine schrift­liche Aufforderung zugehen, in der jedoch kein« Frist gestellt wird, des Inhalts, die Anerkennung des Königreichs Bulgatten unabhängig von der Regelung aller Streitfragen auszusprechen und der darauf hingewiesen wird, daß die Regic.. ...< bei einer weiteren Verschleppung der Sache die öffentliche Meinung Bulgariens nicht unbett'icksich- tigt lassen könnte und entscheidende Schritte unter­nehmen müßte.

In Aegypten setzt eine revolutionäre Bewegung gegen die Eng länder ein. Wie derD. Tagesztg* ans Kairo telegraphiert wird, spreisten alle Anzeichen dafür» daß die ©äntng, die sich in Aegypten schon seit längerer Zeit gegen die britische Oberherrschaft bemettbar macht, in offene Revolution ausarten wird. Die panislamitische Bewegung nimmt be­drohliche Formen an, die Nationalisten sind ent­schlossen, falls sich der Khedive nicht an ihre Spitze stellen sollte, um die Engländer zu vertreiben, auf eigene Faust zu handeln und den Khedive zu stür­zen. Aus allen Teilen des Landes kommen Nach­richten über bedenkliche Gärungen.

Mohammedanischer Fanatismus.

Alexandrette, 17. April. Die Moham­medaner haben die Christen im Küstengebiet von Pajas (am Golf von Jskenderum) überfallen und zwei christliche Dörfer in Brand gesteckt. Wie ver­lautet, befindet sich die Mission der Lazaristen in großer Gefahr.

Rußland und die Tüttei.

Konflantinopek, 17. Apttl. DaS rus­sische Schwarzmeer-Geschwader, bestehend aus drei Panzerschiffen, fünf Panzerkreuzern und einer An­zahl Torpedobooten kreuzt nach einer Meldung derFranks. Ztg.* seit heute morgen in einer etwa zweistündigen Entfernung vom Eingänge des Bosporus.

Politische Umschau.

Internationale Luftvereinbarungen 7

Die schroffe Haiti,ng, die neuerdings seitens der ftanzüslfchen Behörden gegen bie Insasse» fremder, in Frankreich landender Luftballons, also gegebenen Falles auch gegen deutsche Offi­ziere, eingenommen worden ist, hat wie bie Mil.-pol. Kon.* hört das preußische Kttegs-

lachte über Schlaumes Art und Weise und hän­selte ihn oft in derber Art.

Diener, gehorsamster Diener, mein gok» berner Herr Baron," fing er auch heute an und küüte Rothenselbs Arm,ich bin über Klein- Troska gekommen, ich mußte doch sehen, wie unser Jungherr sich dort eingerichtet hat. Er ist mitgekommen, um zu sehen, wie Sie bas Pferb, bas schöne Tier für einen Spottpreis kaufen werden."

Ra, na, Deine dummen Redensarten laß - fein, entgegnete der Baron.

Der Pferdehandel ging vor sich und nachdem zwei gewöhnliche litauische Arbeitspferde nach vielem Feilschen erstanden waten, wobei Scklaume es fertig brachte, einen guten Preis herauszuschlagen, schritt man zur genauen Be­sichtigung des für Fee bestimmten Geschenkes. Beide Herren hatten bereits den schmucken Goldfuchs bewundernd betrachtet, bet bie zwei anderen Klepper weit überragte. Es schien ein feuriges Tier zu fein, denn es zerrte ge­duldig an dem Lederriemen, bet es an den Wa­gen fesselte.

Et ist sieben Iahte alt," bemerkte Schll- ningk, nachdem et die Zähne geprüft,wo hast Du ihn her, Schlaume?"

Das Prachtgeschöpf stammt aus dem gräf­lich P.'schen Gestüt." lautete die stolze Antwort und der Händler führte den Fuchs vor, et trabte neben ihm her und schrie:Ho, ho," wenn bas Pferd ausschlug.

Scharf kritisierend standen Hans Leopold und Rothenfeld da, aber selbst ihr geübtes 8ugt sand keinen einzigen Fehlet.

(Fortsetzung folgt.)