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und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Benage.-

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Marburg

Sonntag, 18. April 1909.

Die Jnsertionsgebühr beträgt für di« 7gespalten« Zelle

oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. -y ._

Druck und Beklag: Joh. Aug. Koch, UniversttätSbuchdruckeret

Inhaber Dr. 6. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

Drittes Blatt.

Fürsorge für die Veteranen.

Die Frage der Kriegsteilnehmerbeihilfen ist schon wiederholt Gegenstand lebhafter Erörter­ungen im Reichstage gewesen. Besonders hat die konservative Partei von jeher dahin ge­strebt, eine anderweite Regelung der Frage der Hilfsbedürftigkeit und des Alters, unter wel­chen Bedingungen diese Beihilfen gewährt werden, herbeizuführen. So brachte u. a. die konservative Fraktion, wie auch schon in der vorhergehenden Legislaturperiode, sofort beim Beginn der gegenwärtigen Session am 21. Feb­ruar 1907 folgenden Antrag im Reichs­tage ein:

Der Reichstag wolle beschließen:

Die verbündeten Regierungen um eine Vor­lage zu ersuchen, wodurch eine Abänderung des ' Gesetzes vom 22. Mai 1895 betr. die Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer dahin ge- fd. :ht, daß die Beihilfe auf Antrag der Be­teiligten nach Vollendung des 60. Lebensjahres und bei einem Einkommen von weniger als 900 <M. ohne weitere Prüfung der Bedürftigkeit gewährt wird."

Am 18. April 1907 beantragte ferner die konservative Fraktion eine mit obigem Antrag völlig übereinstimmende Resolution zum Etat des . leichsfchatzamts.

Es ist anzuerkennen, daß die im Etat ver­langten Beihilfen an Kriegsteilnehmer von 9 Millionen Mark im Jahre 1903 auf 22 724 000 Mart im diesjährigen Etat gestiegen sind und etwa 190 000 von insgesamt 465 000 Veteranen in diesem Jahre die Beihilfe erhalten können. Immerhin aber bedarf doch die ganze Frage einer gründlichen und bawigen Regelung vor allem insofern, als endlich einmal klar und un­zweideutig die Bedingungen festgesetzt werden müssen, unter denen diese Beihilfen verliehen werden müßen. In dieser Beziehung wird bis­her gefordert, daß der Kriegsveteran dauernd gänzlich erwerbsunfähig sein mußte und nicht mehr als ein Drittel des ortsüblichen Tageloh­nes verdienen durfte. So hängt die Gewährung der Beihilfe in erster Linie vom untersuchen­den Kreisarzt, der die Erwerbsunfähigkeit f^tstellt, und vom Regierungspräsidenten, der den ortsüblichen Tagelohn bestimmt, ab. Daß unter solchen Umständen Härten und Willkür nicht zu vermeiden sind, ist einleuchtend.

Die Budgetkommission des Reichstages hat nun Veranlasiung genommen, in ihrer letzten Sitzung vor den Osterferien diese Frage anläß­lich der Beratung einer Resolution des Abge­ordneten Grafen v. Oriola einer ausführlichen Erörterung zu unterziehen und zur gesetz­geberischen Regelung zu bringen. Am Schluß der Debatte, an der sich seitens der konservativen Kommisfionsmitglieder die Abgg. v. Byern und zu Putlitz beteiligten, wurde mit großer Mehr­heit ein Gesetzentwurf, vorbehaltlich näherer Formulierung durch eine Redaktionskommission, angenommen, nach dem in Zukunft die Beihil­fen nach Vollendung des 60. Lebensjahres und bei weniger als 600 Mark Einkommen gewährt wer en müßen. Außerdem soll auch den Wij- wen und Waisen noch ein Vierteljahr nach dem Tode be» Kriegsteilnehmers die gewährte Bei- hilf; gezahlt werden. Dadurch werden für die Kriegsteilnehmer etwa 11 Millionen Mark, für die Alterszulagen der Militärinvaliden etwa 7

Marvmger Unterrtdit^turfe ein Mittel zur Volksbildung.

Man schreibt uns:

Die letzten Tage haben uns intereffante De­batten im Reichstag gebracht, in denen es sich um die Vorherrschaft des deutschen oder englischen Volkes handelte. In allen Reden kam es mehr oder weniger scharf zum Ausdruck, daß die Sicher­heit unserer nationalen Existenz fast nur von der Schlagfertigkeit unseres Heeres und der Tüchtigkeit unserer Marine abhängt. Aber bei allen diesen Beratungen hat man doch wohl einen Fakwr außer Acht gelaßen, der bet der Beurteilung dieser wichtigen Frage durchaus nicht zu unterschätzen ist. Es ist in allen diesen Debatten und in den vielen Zeitungsarttkeln, die sich mit diesen Fragen beschäftigt haben, allein von der militärischen Be­reitschaft die Rede gewesen. Mau hat aber allzu wenig in betracht gezogen, daß die militärische Tüchtigkett nicht etwas fest Gegebenes und Un­abänderliches ist: auch sie geht zurück auf ttefere Gründe und tvurzelt in den allgemeinen Bitdungs- elementen des gesamten Volkes. Ein Volt aus höherem Kulturnivea» wird auch MS die kör­perliche Ausbildung nicht vernachlässigt ist sicherlich hessere SMdaten lief«« alS ein tu

bis 8 Millionen Mark oder rund 20 Millionen Mark mehr erforderlich sein, für die ent­sprechende Deckung zu finden nun die Aufgabe der Finanzkommission sein muß.

England und leine Kolonien. ~

Unter dem unmittelbaren Eindruck der Flottendebatten im englischen Unterhause an­läßlich der Verhandlungen über das Marine- budget für 1909/10 haben mehrere englische Kolonien sich bereit erklärt, die Sache des Mut­terlandes zu der ihrigen zu machen und durch den Bau von modernen Schlachtschiffen, bezw. durch Bewilligung der erforderlichen Eewmittel ihrerseits zu den Lasten der nationalen Vertei­digung beizutragen. Richt alle selbständigen Kolonien haben in diesem Maße Entgegen­kommen gezeigt. Kanada hat, seiner bisherigen Haltung in der Heeres- und Flottenfrage ge­treu, eine Verstärkung der Seewehr zwar als notwendig bezeichnet, aber gleichzeitig die Ent­scheidung über die Verwendung der Flotte sich selbst vorbehalten. Im weiteren Verlauf der Angelegenheit hat auch in den übrigen sebstän- digen Kolonien, mit Ausnahme von Neuseeland, wo aber noch das Parlament das letzte Wort zu sprechen kmt, die Stimmung sich in bemer­kenswerter Weise gewandelt. Die Aufregung, die sich infolge der ersten Rede des Chefs der englischen Marineverwaltung eingestellt und einen Grad erreicht hatte, der nur gerechtfertigt gew sen wäre, wenn wirklich von einer Ge­fährdung der englischen Vorherrschaft zur See die Rede sein könnte, ist einer ruhigeren und vor allem nüchternen Beurteilung der Lage ge- wiche:'. In dem Maße, wie im weiteren Ver­laufe der Debatte das parteipolitische Moment hervortrat, in dem Maße, wie sich zeigte, daß die durch unrichtige und übertriebene Angaben er­zeugte Stimmung im Lande von der unionisti- schen Opposition in rücksichtslosester Weise zu Angriffen gegen die Regierung und zur För­derung der eigenen Jnteresien benutzt wurde, in demselben Maße begannen sich die Besorg­nisse in der kolonialen Bevölkerung zu ver­flüchtigen, und mehr und mehr gewann die Ueberzeugung die Oberhand, daß die koloniale Bevölkerung keinen Anlaß habe, sich wegen der inneren Zerwürfniffe des Mutterlandes in Un­kosten zu stürzen. Es wird also auch für die Zukunft fraglich bleiben, ob die Kolonien eine Politik, die auf eine stärkere Heranziehung der britischen Siedelungen zu den Ausgaben für die Sicherheit des Reiches Bedacht nimmt, als be­rechtigt anerkennen werden, in dem Maße, daß sie eine Oberhoheit, eine unbeschränkte Macht­gewalt der Regierung des Mutterlandes auch in militärischen Fragen anerkennen. Aber auch wenn es bei dem gegenwärtigen Zustande bleibt, das Angebot der kolonialen Regierung ist doch ergangen, und es war ohne Zweifel ernst gemeint. Hätte sich die Darstellung be­wahrheitet, die Mr. Mc. Kenn« von dem Ver­hältnis der Flottenrüstungen in Deutschland und England bei Eröffnung der Debatte gege­ben hat, so hätten sich die Kolonial-Regierungen und auch die Kolonial-Parlamente wohl kau i besonnen, ihren Worten die Tat folgen zu lasten. Aber auch so darf sich die englische Na­tion dieses Vorganges freuen. Ohne die ver­ständige und geschickte Handhabung der engli­schen Kolonialpolitik hätte das Mutterland die Sympathieen und gegebenenfalls die werktätige Unterstützung der Kolonien wahrscheinlich ent­behren mästen. Unleugbar dokumentiert sich in

Dumpfheit und geistiger Oede dahin lebendes Volk. Deshalb ist die Frage nach der Volksbil­dung eine für die nationale Wohlfahrt so wichtige Frage, und deshalb arbeitet jeder, der' die Volks­bildung erweitern unb vertiefen Hilst, an der Si­cherheit seines Landes an seinem Teile mit.

Verdient schon aus diesem Gesichtspunft die Förderung der Besttebungen, die auf eine ver- mehtte Volksbildung hinzielen, unser höchstes Interesse, so gibt es doch noch eine ganze Reihe anderer Erwägungen praktischer wie ideeller Att, aus denen heraus sich die Wichtigkeit er- toelterter Volksbildung dartun läßt. Wenn man allein bedenkt, daß in unserer Zett des harten Kampfes um die Existenz der natürlich die größte Aussicht hat, den Sieg zu erringen, der am tüch­tigsten ist und über die beste BUdung und das größte Wissen verfügt, so liegt darin schon be­gründet, daß jeder sich die Bildungsmöglichkeiten zu Nutze machen soll, die ihm geboten werden. Auf der Schule soll «r den Grundstock legen, in der Lehre sich Fachkenntnisse erwerben und später überall da zu lernen suchen, wo sich ihm Gelegen­heit dazu bietet. Diese Möglichkeiten, sich weiter zu bilden, sind gerade für die unteren Volksschich­ten vornehmlich unserer Stadt recht beschräntt. Besonders für Arbeiter, Handwerk« und Unter­

diesem Solidarttätsgefühl, das die britischen Eledelungen zur Schau getragen haben, ein Erfolg der stets und Überall den berechtigten Forderungen und den eigenartigen Verhält- nisten der Kolonial-Bevölkerungen Rechnung tragenden englischen Kolonialpolitik, die auch unter diesem Gesichtspunkt fraglos Vorbildliche» geleistet yat.

PoNtische Umschau.

Schwere Beschuldigung.

Bei der allgemeinen Aeltestenwahl tot Bochu­mer Knappschaftsverein am 10. September 1904 wurde der Zentrumsabgeordnete Brust, damals noch Vorsitzender deS Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter, in einem anonymen Flugblatte be­schuldigt, von den Grubenbesitzern bestochen zu sein. Die Folge dieser Verleumdung war der so­zialdemokratische Wahlsieg. Jetzt teilt die neueste Nummer desBergknappen" mit und will vor Gericht beweisen, daß der Beamte des sozialdemo­kratischen Verbandes Johann Götte der Verbrei­ter des Flugblattes gewesen sei. Der Verbands- Vorsitzende, Reichstagsabgeordnete Sachse, habe schon vor der damaligen Wahl von der Verbrei­tung gewußt unb den Täter gekannt. Ebenso soll mich der Reichstagsabgeordnete Hue gewußt ha­ben, daß Götte der Täter wär. Trotzdem duldete man diesen bis heute als Beamten im Verband«. Nach den eigenen Angaben Göttes soll er im Auf­trage der sozialdemokratischen Verbandsleitung gehandelt haben. Abg. Hue habe ihm gesagt, wenn ergefischt" werde, müsse er Geld zur Flucht er­halten. DerBergknappe" fordert die bloßgestell­tenGenossen" zu einer Beleidigungsklage auf, damit er vor Gericht den Wahrheitsbeweis für seine Enthüllungen antreten könne.

Der beschränkte Wert der »Dreadnoughts".

Aus London wird derPost" geschrieben: Im Institut der Flottenarchitekten hielt Lord Brastey einen beachtenswerten Vorttag, in dem er folgendes ausführte: Man müsse es bei eng­lischen Abmiralität zum Verdienst anrechnen, daß sie eine Klasse von Linienschiffen geschaffen habe, die sich durch Geschwindigkeit unb schwere Geschütze bebeutenb auszeichne gegenüber allen früheren Klassen. Notwendig sei für England, sich ein Uebergewicht inDreadnoughts" zu sichern; aber mit der Steigerung der Dimen­sionen der Schiffe würde keineswegs die Un­verletzbarkeit gesichert. Es sei unmöglich, die ganze Seite der Schiffe oberhalb der Waster- linie mit undurchdringbarem Panzer auszu­statten. Im russisch-japansschen Kriege habe die Seemine eine große Rolle gespielt. Wollte man eine Flotte für die Verteidigung des englischen Weltreiches schaffen, so müßte man einen ge­rn. rn Prozentsatz von Schiffen geringerer C.öße bauen. England besitze eine mächtige Flotte von älteren Schiffen. DieDread- nouahts" wären hauptsächlich für die hohe See bestimmt, zum Kampfe außerhalb des Bereiches der Torpedos und bet schwimmenben Seemtnen. In ben flachen Gewässern, wie z. V. im süblichen Teil ber Nordsee, würde bie Schiffahrt für Dreadnoughts", wenn alle Leuchtschiffe unb Landmarken entfernt seien, außerordentlich ge- fäbrlich sein. In ber Nacht und bei trübem Wetter werde sich ber Torpebo als ein gefähr­liche. Feind berDreabnoughts" erweisen. Ge­gen einen unsichtbaren Feind sei das Geschütz

beamten gibt es nicht allzu viele oft gar keine Möglichkeiten, sich weiter zu bilden. Und doch ist gerade in diesen Klassen der Drang nach Bildung, der Durst nach Wissen so stark, daß er laut nach Befriedigung verlangt.

Als eine seit nun drei Semestern eifrig ergrif­fene und gern benutzte Gelegenheit bietet sich da die Einrichtung der Studentischen Unter» richtskurse bar. In ihnen ist allen denen, die lernen wallen, Gelegenheit gegeben, sich weiter zu bilden und ihr Wissen zu bereichern. Kurse ver­schiedener Art, wie Deutsch, Rechnen, Geographie, Rundschrift, Stenographie, Buchführung und Ma­thematik, sind eingerichtet, Studenten, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, geben den Un­terricht in Zimmern der Südschule wöchentlich an einem Abend von 8% bis 10 Uhr und suchen, die Hörer mit dem Stoff, den sie sich gewählt haben, bekannt zu machen. Der Unterricht ist völlig kosten­frei, nur zu Beginn der Kurse wird eine Ein- schreibegebühr von 50 Pfennigen erhoben. Seit vorigem Semester steht den Teilnehmern de» Kurses auch eine Bibliothek von 200 Bänden kostenlos zur Verfügung. So suchen die Kurse, die in der Bevölkerung starken Anklang gefunden haben, ihrer hohen Aufgabe: Vermittlung von Kenntnissen, Erweiterung der Volksbildung unb

eine wertlose Waffe. Heber Kreuzer zu sprechen, sei nnnöttg. Diese Schiffsklasse sei au» ben letzten Bauprogrammen verschwunden. Die großen gedeckten Kreuzer wären vielleicht die wenigst brauchbaren Schiffe der englischen Fl"tte und hätten außerdem den Nachteil, sehr kostspielig zu fein.

Ausland.

** Au» der französischen Marine. Pari», 16. April. Unter dem TitelDer Zusammen­bruch unserer Marine; weder Mannschaften, noch Kanonen, noch Geschosse" veröffentlicht der Deputierte und Eeneralberichterstatter des Budgets, Paul Doumer, einen Artikel, in wel­chem er die bisherigen Ergebnisse der Untersuch­ungen über die Kriegsmarine schildert. Er schreibt, daß die großen Schiffe der Mittelmeer­flotte, welche das einzige nennenswerte Eeschwa- bet bilden, anstatt 700 nur 600 Malin Besatz, ung zahlen, daß sie weder Artillerie noch Ge­schosse haben, daß ferner die drei großen Panzer­schiffe nicht mehr ihre 47 Zentimetergeschütze be­sitzen, aber auch noch nicht mit ihren 65 Zenti­metergeschützen ausgerüstet seien. Frankreich, bas vor 10 Jahren noch den zweiten Rang unter ben Seemächten eingenommen habe, nehme jetzt ben vierten, ja vielleicht den fünf­ten Rang ein. Die gegenwärtige Aufgabe bet Marineuntersuchungskommission sei es, die Ur­sachen dieses so überaus beklagenswerten Rück­ganges zu ermitteln.

Marburg und Umgegend.

(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß 6 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe Oberhesi. Ztg." gestattet.)

Marburg, 17. April.

* Für Krieger. Man schreibt uns: Der Ver­band der Kriegsfreiwilligen von 1870/71 Vorsitzender Geh. Sanitatsrat Dr. B. Riedel in Berlin, Kalckreuthstratze 1 feiert am 22.März in Berlin in den Sälen der Schlaraffia, Enke- platz 4, fein 12. Jahresfest. Er will alle die fertigen umfassen, die 1870 nach ber Kriegser­klärung freiwillig, b. h. ohne ausgehoben zu fein, e'ingetretcn sind und die Grenze über­schritten haben, ebenso die freiwilligen Seel­sorger, Felddiakone und Mitglieder des Säni- tätskorps, soweit sie in Frankreich tätig gewesen sind. Der Verband zählt bereits über 13 Mit­glieder und weist in Berlin, Herford, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Mannheim, Königsberg i. Pt., München, Münster, Ulm und Cöln be- fonbere Ortsgruppen auf. Außer bett Jahres­festen unb Wandervetsammlungen, die in ben verschiedensten Städten Deutschlands bis jetzt stattgefunden haben, bienen bie vierteljährlich erscheinendenMitteilungen des Verbandes der Kriegsfreiwilligen von 1870/71" dazu, die Mitglieder in nähere Beziehungen zu bring und bie Erinnerung an bie große Zeit von 1Q unter ihnen lebendig zu erhalten. Seht lesens­wert ist bte soeben erschienene letzte Nummer bet Mitteilungen, bte wie alle ihre Vorgän­gerinnen recht interessante Artikel enthält. Kamerad Oberstleutnant Taeglichsbeck setzt seine umfangreiche,dem Gedächtnis ber 1870/71 ge­fallenen ober an Wunden verstorbenen Kriegs­freiwilligen" gewidmete Arbeit fort, deren pietätvoller Inhalt durch Beifügung von Por­träts noch wesentlich an Interesse gewinnt. Geheimrat Dt. Riedel schreibt über die fran­zösische Kriegsdichtung von 1870/71, Sanitäts-

Ueberbrückung bet sozialen Unterschiede durch persönlichen Verkehr zwischen Arbeitern und Stu­denten, gerecht zu werden, und fo wollen auch sie an ihrem Teil daran mitarbeiten, daß unser Volk tüchtig durchgebildete Arbeiter, Handwerker und Unterbeamte aufweist. Sie wollen aber auch den arbeitenden Ständen durch den Unterricht die Fähigkeit geben, sich in den Feietabendstunden mit Genuß und Erfolg geistigen Beschäftigungen hin- zugeben, und wollen somit auch auf ihr inneres Leben anregend unb verebelnb einwirken.

Eine ganze Reihe treuer unb erprobter An­hänger zählen bte Unterrichtskurse schon: tot kom­menden Semester hoffen wir, noch gar manchen bet uns zu sehen ,ber unS bisher fern geblieben ist; denn auch tot Sommer soll ber Unterricht fortge­setzt werden. Mögen bie Kurse, über beten Ge­staltung im nächsten Semester Inserate ba- Nö­tige bringen werden, recht zahlreichen Zuspruch finden au8 ben Kreisen, für bie sie eingerichtet sind, damit ihr Nutzen immer größer, ihre Wirkung immer tiefer werde. An alle erprobten unb alten Freunde aber ergehe ber Ruf: »erbet für die stubeutischen Unterrichtskurses

E. Neubauer,

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