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15. April. In einer

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dicke,

aus dem hohen Bett und Nachdem ich die warmen die hohen Fettstiefel ange- fiir mich bestellt, ging es

hat den Oberbefehl die kaiserliche Garde,

Die Lage Die Stra- Allr Ban.

ganz behaglich warm danach, wieder danken.

Schertatgesetz an und fordert die Bevölkerung auf, ihren GeschSsten nachzugehen und alles $n unter­lassen, was gegen die Verfassung verstoße.

etwas erwidern konnte hatte er die Hülle ent mich gelegt

Marschall Schefket Pascha über die zwette Division, wieder übernommen.

Konstantinopel,

ken und Läden sind geöffnet. Der Geschäftsver­kehr ist in vollem Gauge. Auf den Straßen steht man kein Militär mehr.

Konstantinopel, 15. April. Die Bot­schafter und Gesandten statteten heute dem Groß- westr offizielle Gratulationsbesuche ab, wobei Tewfik Pascha beruhigende Zuficherungen über die innere Lage gab und besonders betonte, daß bezüglich der Haltung der Truppen des Adria- nopeler, Saloniker Korpsberetches keine Gefahr existiere. Diese Mitteilungen beruhigten die Diplo­maten sichtlich. Es beginnt bei ihnen eine optt- mistische Auffassung über die Sttuatton und die nächste Zukunft vorzuherrschen.

Konstantinopel, 15. AprU. Die Regie­rung veröffentlicht einen Erlaß, in dem das Schie­ßen in den Straßen, das zu bedauerlichen Un­glücksfällen geführt habe, streng verurtefit wird, da es mit den Vorschriften des Scheriatgesetzes in Widerspruch stehe. Der Erlaß kündigt die strenge Bestrafung aller schießenden Personen nach dem

Ruhe nach dem Sturm.

Konstantinopel, 15. April, erscheint heute Mittag völlig beruhigt, ßen bieten ihr gewöhnliches Aussehen.

Ztrkulardepesche zur Beruhigung des Wllajets heißt es, die Soldaten hätten unter anderem die Forderung gestellt, die Offiziere, mit welchen sie unzufrieden seien, durch andere zu ersetzen. Der Sultan habe befohlen, das Röttge zu veranlassen, wenn für einen eventuellen Ersatz Offiziere vor­handen sind.

Konstantinopel, 15. April. Der Sultan verlieh der Fahne der Marinesoldaten, welche ihm vorgestern mit anderen Soldaten huldigten, und denen er sich am Fenster zeigte, zwei Dekorationen. Ein Unteroffizier wurde vom Sultan empfangen und beauftragt, den Truppen Grüße des Sultan- zu überbringen und ihnen die Ernennung EdhernS zum Kriegsminister mitzuteilen. Vorgestern und gestern zogen fortwährend zahlreiche Soldaten vor daS Jildispalais, wo sie dem Sultan stürmisch zu- subelten. Die türfische Presse drückt bet Besprech­ung der letzten Ereignisse ihre große Befriedigung über die Sicherstellung des Scheriatgesetzes aus und mahM zur Ruhe. DemJkdorn" zufolge wurde der Führer der albaneflschen Deputierten, Ismail, gestern vom Sultan in Audienz emp­fangen.

Politische Umschau.

Eine Kundgebung des Grafen Zeppelin.

Stuttgart, 15. April. Graf Zeppelin bet» öffentlich! imSchwäbischen Merkur" eine längere Erfiärung, in der er über die Verwendung der Volksspende Rechenschaft ablegt. Der Gesamtbe­trag der Spende beläuft sich auf M 6 096 555. Graf Zeppelin weist in seinen Ausführungen zunächst auf die bisherige Verwendung der (Stiftung und die imSchwäb. Merkur" erfolgende QuittungS- legung hin und fährt dann fort:Umfassende An­lagen, welche den raschen Bau von Luftschiffen in den in Aussicht genommenen Verhältnissen ermög­lichen sollen, find in der Ausführung begriffen. Verschiedene Unternehmungen, die eine wesent­liche Förderung und Hebung des Luftschiffbaues oder die beste Ausnützung der Lustschiffahrt ver­sprechen, erhalten die notwendige Unterstützung. Wissenschaftliche Untersttchungeu, Versuche aller Art und die Prüfung der einschlägigen Vorgänge und Vorschläge in der Welt sind im Gange, um fortschreitend Vollkommeneres leisten zu können. Von solchem Vorgehen ist zu erhoffen, daß das­selbe für lange Zeit Deutschland im Luftschiffbau und in der Lustschiffahrt an die Spitze der Völker stellen wird. Durch die Anspannung der mir noch verbliebenen Kräste, um es diesem hohen Ziele näher zu führen, glaube ich am besten dem fiesen Dankgefühl Ausdruck verleihen zu können, daS mich gegen alle erfüllt, die mir mit ihren Gaben, Ehrungen und Auszeichnungen Hilfe gebracht und Freude bereitet haben. Das schönste Ergebnis deS durch die Volksspende erntöglichten Entwicklnngs- ganges meines Unternehmens wäre es aber, wenn allgemein erkannt würde, welch herrliche Früchte das einige, begeisterte Zusammenwirken von Für­sten und Volk mit Hintansetzung aller Sonderbe­strebungen zu zeittgen vermag, und wenn diese Erkenntnis dann zur Wiederholung solchen ein- müttgen, opfersteudigen Zusammenhaltens an> feuern würde, so ost es sich um eine füt das Wohl und die Ehre des Vaterlandes wichfige Sache handelt."

Zur Reichssinanzreform.

Stuttgart, 15. April. Eine große, den Festsaal derLiederhalle" füllende Versammlung hat heute Abend nach Vorträgen von Professor Dr. Kindermann, dem Reichs- und Landtagsabge- ordneten Dr. Hieber snatlib.) und Storm (Südd. Volksparteif einsfimmig folgende Erklärung zur Reichsfinanzreform angenommen: Wir heute in derLiederhalle" zu Stuttgart versammelten Bür­ger befiagen tief und mit ernster patriotischer Sorge den schleppenden Gang der Verhandlungen über die Reichsfinanzreform. Wir sfimmen in

Die Militär-NevoMion in der Türkei.

Die Opfer.

Pera, 15. April. Die Zahl der seit dem Be­ginn der Bewegung Verletzten wird auf 70, die der Gelöteten aus 15 geschätzt. Die Mehrzahl der Unglückssälle wurde durch die Freudenschüsse der Meuterer verursacht. Unter den Toten sollen sich einige hohe Würdenträger des Hofes befinden. Es verlautet, daß Im Jildiz große Verwirrung herrscht. Der Sultan hat die Rückberufung der vom ehemaligen Kriegsminister aus dem Jildiz entfernten Palasttruppen angeordnet. Die Rück­kehr der Truppen ist gestern bereits teilweife er­folgt. Die Truppenbewegungen dauerten den ganzen Tag an. Das Haus des früheren Kom­mandanten der kaiserlichen Garde, Muttat Pascha, wird von mehreren Bataillonen Meuterer be­lagert; es hißte die sranzöstsche Flagge, darauf unterließen die Truppen auf Wunsch der Regie­rung einen Angriff. Viele Personen sind aus.die im Hafen liegenden Schiffe geflüchtet. In Tophane sammelte sich der Pöbel und nahm eine drohende Haltung an, wurde jedoch vom Militär zerstreut.

In der Kammer.

Pera, 15. April. Die Kammer verhandelte heute unter dem Vorsitz des Alterspräsidenten in geheimer Sitzung über den Erlaß einer Proklama­tion. Von den jungtürkischen Abgeordneten waren etwa die Hälfte erschienen: die Übrigen Depufier- ten waren ziemlich vollzählig anwesend: die Mi­nisterbänke blieben leer. In den Wandelgängen herrscht große Erregung. Die jüngsten Ereignisse werden verschieden beurteilt und die Ratlosigkeit des Hauses ist unverkennbar. Man hat augen­scheinlich erwartet, daß der Sultan etngreisen werde Wie verlautet, schlugen einige Hodjas vor, eine Deputation an den Sultan zu senden, um Aufklärung über die Lage zu verlangen, da das

HauS von dem Wechsel in der Regierung nicht unterrichtet ist. tim 6 Uhr nachmittags dauerte die Sitzung noch fort.

Die Erfolge.

Konstantinopel, 15. April. Der KriegS- minister hat diejenigen ehemaligen Offiziere, deren Rückberufung die Soldaten verlangten, reaktiviert.

Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.

< Fortsetzung.)

Endlich schlief ich ein, fest und traumlos und wurde erst von Großvaters Stimme wach:Nun Sch .altierchen, es ist Zeit, steh auf, der Auer­hahn wartet nicht.

(Nachdruck verboten.)

Enterbt.

Ich sprang sofort w:r ganz munter. Sachen angelegt und zo., die Großpapa

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' mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und den Beilagen: »Mach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Berlage

fühlte, daß ich rot wurde. Dachte et denn an alles? Diese Fürsorge war ja bedrückend. Aber ich lehrte den feurigen Trank und mir wurde

Ich mußte doch.

c»-Ae mich anstellen und vor allen Dingen ver­halten Sie sich so still wie möglich."

Er ließ mich allein auf einer kleinen Anhöhe unter einer Eberesche und verschwand hinter dem Unterholz. Mir war so feierlich zu Mut, wie in der Kirche, das Lied fiel mir:Früh morgens, wenn die Höhne krähn."

Wie gut paßte der Refrain auf das, was ich stumm bewunderte.Der liebe (Bott geht durch den Wald." flüsterte ich und blickte mit offenen Angen und Herzen um mich. Und plötzlich hörte ich einen hellen Ton und wußte, daß es das Balzen des Auerhahns war. Wieder wurde es still, nichts regte sich, unb der frische Morgen­wind strich durch die Wipfel des Forstes. Jetzt wieder derselbe Ton, nut lauter, leidenschaft­licher, möchte ich sagen. Dieses abwechselnde Schweigen und Balzen wiederholte sich, dann fiel ein Schuß und etwas Schweres fiel zu Boden, kurz darauf stand Schöning! vor mir, er trug einen riesigen Vogel und sagte trium­phierend :

Da hätten wir ihnl "

Welch schönes Tier!" tief ich bewundernd aus,wie hübsch ist sein Gefieder, an der Brust schillert es stahlgrün und o! wie wunderlich sehen die hochroten Augenbrauen aus."

Schöning! breitete die Schwanzfedern des stolzen Vogels aus. Es war allmählich Heller geworden, ich setzte mich auf einen Baumstumpf, Jjanj Leopold stand vor mir, auf den Lauf sei­ner Bückse gestützt. Und um uns erwachte der Wald, immer lauter jubilierten die Vögel, der Tau der Nacht tropfte von den Aesten, es war empfindlich kalt, unwillkürlich schauerte ich.

Sie werden sich erkalten," meinte der Ba­ron,hier habe ich eine warme Decke, gestatten Sie, daß ich Sie darin einhülle?"

worben ist, fo wird dieser nicht zurückzuführen sein auf das Wirken irgend welcher natürlichen ober unpersönlichen Kräfte, sondern auf die verbrecherische Tätigkeit einer verhältnismäßig kleinen Anzahl von Persönlichkeiten in beiden Ländern unb auf die sträfliche Leichtgläubigkeit breiter Volksschichten. Es wird die erste Pflicht der einsichtsvollen und führenden Männer sein, diesen wie ein Alpdruck auf uns lastenden Stimmungen entgegenzutreten und die gehäs­sigen unb täuschenden Annahmen zurückzu­weisen.

Es ist erfreulich, daß jenseits des Kanals auch einmal Stimmen hervortreten, die eine andere Sprache reden als den in dem ..Jnva- fionsbramaEines Engländers Heim" in den Times" und so vielen anderen Organen gepre- btgten und in der Politik selbst zum Ausdruck gebrachten Haß gegen Deutschland.

Vorläufig wiegen letztere noch viel zu schwer, als daß man von den freundschaftlichen Gefüh­len Englands für uns sogleich überzeugt wären.

als ein Schuß in weiter Ferne zu uns herüber, tönte."

Nach einer Viertelstunde erschien bet Busch. Wächter Reine und Großpapa ries uns zu, daß auch et das Glück gehabt, einen Hahn zu erlegen, der bereits dem Kutscher abgeliefert sei.

Und jetzt wollen wir etwas aufbeißen, ich bin kanibalisch hungrig. Du auch, Schmal« tierchen?"

Ich bejahte lebhaft, denn die ftische Morgen­luft hatte meinen Appetit gereizt. So setzten wir uns vor der Strauchhütte nieder, in der betx Buschwächter oft des Nachts die Wilddiebe be­lauscht. Wir ließen uns Brot und Käse, kalte, Fleisch und hartgekochte Eier trefflich munden. Die Herren zogen ihre besponnenen Schnaps- flaschen hervor und Großpapa sagte, ich müsse einen Schluck nehmen.

.Melleicht ist ein Glas Madeira mehr zu empfehlen," meinte Hans Leopold unb füllte einen silbernen Becher, den et mit anbot. Ich

Ich habe noch eine Bitte," sagte Schöning!, als wir hinter Großpapa zu den Wagen schrtt- ten, darf ich Ihnen als Erinnerung an diese Auerhanhnjagd einen Fächer aus bet Seger des Vogels machen lassen? Wollen Sie die Kleinig­keit von mir annehmen, gnädiges Fräulein? Es ist in Kurland Sitte, daß man diese, Ge­schenk macht."

Diesesmal war mein Dank sehr herzlich unb zum Abschiede schüttelten wir uns kameradschaft­lich die Hand.

So verlief meine erste Auerhahnjagb ta Kurland.

(Fortsetzung folgt.)

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Aber Sie werben selbst frieren" entfuhr es mir,Sie haben doch die Decke zum eigenen Ge­brauch mitgenommen.

Nein, das habe ich nicht," versetzte er lachend,mein Pelzwetk ist hinreichend."

Für mich hatte et den Plaid mitgebracht, dieser Gedanke durchzuckte mich blitzartig, am liebsten hätte ich die Hülle fortgemorfen. Ich raffte von ihm nichts entgegennehmen. Ich glaube, er erriet meinen Gedanken, denn er sagte kurz, fast in befehlendem Ton:

Sie werden den Plaid umbehalten, wenn Sre sich nicht das Wechselfieber zuziehen wollen, es wäre kindisch."

Zch hob die Augen und blickte zu ihm empor.

Ich danke schön," sagte ich kühl.

. Es wird Frühling," fing et nach einer Pause an,sehen Sie, das Moos bekommt einen grünen Schimmer unb die Knospen schwellen, die Wandervögel kommen wieder. Sie können den nordischen Lenz nicht: et hat vielleicht nicht den Zauber des Südens, aber er ist dennoch wunder­bar, herrlich. Oft kommt er über Nacht, nach einem warmen Regen ist plötzlich alles grün unb der Winter ist in die Flucht gejagt, die Erde schmückt sich wie eine Braut und die liebe Sonne küßt die Knospen an den Bäumen, öffnet die bunten Blumenäuglein und bringt Licht in Haus unb Herz."

Lange sprach er in dieser poetischen Art unb ich lauschte seiner Schilderung mit Vergnügen.

Das Konzert der befiederten Sänger wurde laut und lauter, durch die hohen Stämme zit­terte der erste Strahl der aufgehenden Sonne unb über uns schwammen zartrofige Wölkchen art Himmel, die wir von der kleinen, freien Stelle deutlich bewundern konnten.

Da hat Ihr Großvater wahrscheinlich den zweiten Auerhahn erlegt," sagte Hans Leopold,

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 29.

EL.--...... ~

Liberale englische Friedensklänge.

Handelsministet Churchill richtete an den ^Vorsitzenden des liberalen Klubs von Dundee 7-einen längeren Brief, bet sich mit bet Flotten­frage beschäftigt und den jüngsten Flottenalarm bekämpft: Churchill sagt in diesem Briefe:

, Die Admiralität ist bereit gewesen, daß die britische Flotte nicht nur jeder vetnünstiger- weise wahrscheinlichen Kombination zweier Mächte überlegen ist (auch im Iahte 1912), son­dern auch der Kombination der beiden nächst- stärksten Mächte Europas, ohne Rücksicht darauf, ob eine solche Kombination wahrscheinlich ist. Es würde töricht von uns sein, wenn wir Schiffe gegen die Vereinigten Staaten bauen wollten. Es ist nicht die Politik der britischen Regierung, bei der Ausstellung des Flottenprogramms die amerikanische Flotte in Betracht zu ziehen, weil wir nicht glauben, daß irgend eine vernünftiger­weise wahrscheinliche, ja menschlich faßbare Kombination gegen den Frieden unb die Frei- beit Großbritanniens bestehen könnte, die die Flotte der Vereinigten Staaten in sich schlösse. Churchill schloß: Ich habe den größten Irrtum bis zuletzt gelassen. Es ist der, daß es einen tie­fen Interessengegensatz zwischen dem deutschen und dem englischen Volke gebe, der nut durch eine äußere Kraftprobe gelöst werden könne, und bet uns dem Wechsel des Schicksals unwider­stehlich entgegentreibe. Keine verhängnisvollere Vorstellung könne das Hirn eines Staatsmanns lähmen. Es gibt keinen natürlichen Gegensatz zwischen den Interessen des englischen und des deutschen Volkes. Keine jener Streitigkeiten, verursacht durch krasse, territoriale, dynastische und religiöse Fragen, die in der Vergangenheit die Welt bewegt haben ober in der Gegenwart zu der unbeständigen Haltung bet Staaten bei­tragen, existiert zwischen England und Deutsch­land ober hat je zwischen ihnen existiert. Wir haben uns an große Dinge aus der Vergangen­heit zu erinnern und nichts zu vergessen. Es gibt zweifellos eine Rivalität im Handel, es gif t aber auch eine wirkliche und wachsende Ab­hängigkeit. Keine kontinentale Nation ist un­serem Handel notwendiger als Deutschland' es ist unser bester Kunde, wie wir es von ihm sind. T otz der übelwollenden Kräfte, die wir in allen . Ländern am Werke sehen, ruht bet europäische Frieden von Jahr zu Iaht auf einet immer brei­teren und tieferen Grundlage. Die Verflechtung der gemeinsamen Interessen, der Zusammen­hang des modernen Lebens, die Verbesserungen in den Verkehrsmitteln, die Ausbreitung der Kenntnisse, bet Kultur und des Komforts: alles weist auf größere Sicherheit und auf ein immer deutlicher erkennbares gemeinsames Interesse zwischen allen Ländern hin, und zwischen weni­gen Ländern mehr als zwischen Deutschland und England. Wenn allmählich ein ernsthafter Gegensatz zwischen beiden Völkern hetvotgerufen

Di« Jnsertionsgebühr beträgt kür bte 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UnwersttätSbuchdruckerei Inhaber Dr. 6. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

in den dämmrigen Wald.

Es ist auf der Erenzscheide zwischen Hollen und Klein-Ttoska, da ist die beste Balz," sagte der Bufchwächter, ,'ber junge Baton Schöning! wollte auch auf den Balte Kallne (weißen Berg) kommen."

Diese Ankündigung berührte mich recht un­angenehm. Als wir einige hundert Schritte ge­gangen waten, sahen wir eine Gestalt an einen Baum gelehnt stehen, sie trat grüßend auf uns zu, es wat Hans Leopold.

Seht leise sprachen die beiden Herten mit einander unb zu meinem Entsetzen wurde be­stimmt, daß ich nicht mit Großvater, sondern mit Baron Schöning! bleiben sollte, da das Terrain auf seiner Grenze weniger beschwerlich fiir eine Dame ist. Ich lann die nun folgende Jagd nicht beschreiben, nicht das Herzklopfen, mit dem ich dem Vergnügen folgte, ich war zum erstenmal. bei Sonnenaufgang im Walde und lauschte dem Erwachen bet Natur, dem erst schlaftrunkenen Singen der Vögel, bas nach und nach hellet wurde, dem geheimnisvollen Rau­schen, der Bäume.

Bleit« Sie hter." sagte der Baron,ich