? mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend« (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Beilage.«
Man abonniert auf bk täglich erscheinende „Oberbessischr Zeitung" bei allen Postämtern und unfern ZeitungSstellen in Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. — Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bei unfern ZeitungSstellen und der Expedition 2 Mk.
Marburg
Freitag 9. AM 1909.
Die FnsertlonSgebitbr beträgt für bie 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Drack und Verlag: Joh. Auq. Koch, Un>vsrsttätSbuchdruckerei Jnnocker Dr. E. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
44. Jahrg.
Kweites Blatt.
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Roch ist es Zeit für das 2. Quartal auf die
Oberheffiidie Zeitung
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Der Bezugspreis für bie „Oberhesfifche Zeitung" beträgt vierteljährlich bei allen Postämter« 2 Mark 25 Pf., bei der Expedition (Marburg, Markt 21) 2 Mark.
Neu hinzutretende Abonnenten erhalten den Beginn der Erzählung von Heinrich Nauman« auf Wunsch nachgeliefert.
Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß 8 18 de» Urheberrecht» nur mit der deutlichen Quellenangabe
„Oberheff. Ztg." gestattet.)
Marburg. 8. April.
* Militärisches. Es wird hiermit erneut zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß den Unter- offzieren und Mannschaften dienstlich verboten ist, sich aus Veranlassung von Zivilpersonen mit dem Vertrieb von Druckwerken und Waren innerhalb von Truppenteilen oder Behörden — seien es ihre eigenen oder fremde — zu befassen. Den Unter- offizeren und Mannschaften ist zugleich besohlen, von jeder seitens einer Zivilperson an sie ergehenden Aufforderung zum Vertriebe von Druckwer- feit oder Waren ihren Vorgesetzten Meldung zu erstatten.
• Ausflüge in den Ebsdorser Grund. Ma« schreibt «ns: Setten ist einer Stadt so die Gelegenheit geboten, die landschaftlichen Reize bet Amgegeiü» zu genießen, wie unserem Marburg. In erster Linie ist da bet Ebsborfet Grund mit seinen Ausflugspunkten zu nennen. Vor allem der historische Frauenberg, der in letzter Zeit alle erdenklichen Annehmlichkeiten bietet, lohnt die geringen Anstrengungen einer Tour in vollem Maße. Durch Anlage von schattigen Plätzen, wetterstcheren Hallen usw. ist allen Ansprüchen vollauf Rechnung getragen. Für Sportsfreunde find Tennisplätze usw. angelegt. Jedoch auch andere Touren, bie ben naturliebenden Einwohnern von Marburg und Umgebung weniger bekannt sein dürften, seien noch hier genannt. Eine Fußtour von Ebsdorf oder Dreihausen über den sogenannten kalten Stall, Karolingerburg und Hunnengräber nach Nordeck oder Londorf ist sehr lohnend. Sehr empfehlen möchten wir die herrliche Waldpartie von Dreihausen über Roßberg nach Höingen und zurück über Hol.zhausen nach Wittelsberg. Mit der Kreisbahn in dreiviertel Stunden nach Dreihausen gefahren, geht man in ca. 20 Minuten nach Roßberg (rechts auf einem Bergkegel der Musiktempel des Posaunenchors mit prachtvoller Aussicht) an den Forsthäusern vorbei durch herrlichen Eichen- und Buchenwald in einer knappen Stunde nach Höingen.- Direkt an dem gut ge-
Die Verbrechen in den Eisenbahmügen.
Die Schwurgerichtsverhandlungen In Danzig und Trier gegen die beiden Eisenbahnmörder weisen erneut auf die ungenügende Sicherheit des Eisenbahnreisenden in krimineller Beziehung hin. lieber die betriebstechnische Sicherheit kann nicht geklagt werden. Sie ist nahezu vollkornr.en. An ihr wird unausgesetzt gearbeitet. Für die kriminelle Sicherheit geschieht indessen zu wenig. Daß diese sich ständig verschlechtert, kann umsoweniger ausbleiben, als die Verbrecher bei der auch auf ihrem „Erwerbsgebiete" herrschenden Konkurrenz sich neue Arbeitsfelder suchen und die Eisenbahn ihnen in dem fahrenden Zuge ein außerordentliches günstiges Tätigkeitsgebiet schafft.
Mordtaten wie die oben erwähnten sind ja selten, indesien mehren auch sie sich. Hierzu iea,ne ich auch die Tötungen von Reisenden durch verbrecherische Anschläge auf den Zug selbst. (Beispiel: die Entgleisung des r>-Zuges bei Straußberg. Ein Königsberger Bankier verbrannte hier in einem Wagen.) Raubanfälle, Diel ähle, unsittliche Attentate und Selbst- ir rde sind aber recht häufig. Die Statistik sagt uns darüber leider nichts. Geschähe es, so wurden wir besorgt sein, vielleicht erschrecken. Daß dieser Umstand bei den Verhandlungen über den Eisenbahnetat im preußischen Abgeordnetenhause nicht zur Sprache kam, war daher umso auikallender, als man doch der Konkurrenz gedachte, die der Eisenbahn neuerdings durch den Kraftwagen erwächst. Weiß man denn nicht, daß auch die Furcht vor den kriminellen Gefahren bet ^isenbahnreise zum Verzicht auf bie Mifenk..hn und zur Anschaffung von Automobi«
pflegten Waldweg liegt links mitten im Wald die Röderburg. Der Rückweg erfolgt auf schöner Chaussee, fortwährend von prächtigen Fichtenwäldern umsäumt, an dem Freiherrlich von Stummschen Park vorbei über Holzhausen nach Wittelsberg (malerisch gelegene Kirche und Turmveste). Der großartig angelegte Freiherrlich von Stummsche Park in Holzhausen ist mit Erlaubnis der Aufsichtsbeamten zu besichtigen. Schließlich sei noch auf das romantisch gelegene Waldschlößchen Rehbrücke aufmerksam gemacht. Erwähnt sei noch, daß der Fahrplan der Kreisbahn ab 1. April in jeder Hinsicht den Wünschen der Reisenden entspricht, indem von diesem Tage ab bis 1. November an den Sonn- und Feiertagen noch Sonderzüge verkehren. Die Kreisbahnzüge nehmen möglichst die Anschlüfie der Staatsbahn wahr. Nach dem Frauenberg fährt man bis Steinmühle, Ronhausen oder Bortshau- fen, nach Rehbrücke bis Ronhausen. Nach Höingen ist die Fahrt nach Dreihausen am zweckmäßigsten, da von da ab fast keine Steigung zu überwinden ist. Nach Ronhausen und Bortshausen werden Sonntagskarten verausgabt.
. ii. । ■ —____j__ja
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Wiesbaden, 6. April. Im Mai wird mit dem Kaiser auch die Kaiserin hierher kommen, ob wegen des Frankfurter Sängerwettstreits auch andere Angehörige der kaiserlichen Familie und sonstige Fürstlichkeiten, ist noch nicht bekannt. Die Majestäten werden eine ganze Woche hier verweilen, sie treffen, soweit bis jetzt feststeht, am Sonntag, ben 16. Mai, hier ein, werden der Begrüßungsfeier in Frankfurt am 19., abends, ben Wettsingen an ben drei folgenden Tagen, vor« und nachmittags, beiwohnen und am Samstag, ben 22. Mai, abends, nach der Theatervorstellung, von hier wieder abreisen.
Eaualgesheft«, 6. April. Der Landwirt Johann Pfeifter von hier fuhr vorgestern abend eine kranke Frau nach Riederhilbersheim. Auf dem Rückwege wurde et von zwei Strolchen überfallen, die ihn zu berauben versuchten. Auf das Hilferufen des Ueberfallenen eilten Leute Herbci, worauf die Strolche das Weite suchten. Pfeiffer ist durch einen Stich in ben Hals schwer verletzt.
Nierstein, 6. April. Gestern nachmittag ist ein Radfahrer, der im letzten Augenblick vor bei Abfahrt auf die fliegende Brücke dahier gelangen wollte, mit seinem Rad in ben Rhein gefallen und ertrunken. Wer ber Verunglückte ist, konnte bisher nicht festgestellt werden. Es ist anzunehmen, daß der Verunglückte aus der Provinz Starkenburg oder aus der Umgegend von Frankfurt stammt.
Unpolitische Tagesnachrichten.
Memel, 6. April. Wie dem „Memeler Dampfboot" gemeldet wird, hat ber Sturm, bet in bet Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Memeler Lachskutter bei Cchwarzort zum Sinken brachte, an ber benachbarten russischen Küste schwere Verluste an Menschenleben geforbert. Aus einer Reihe von Fischerdörfern zwischen
len antreibt? Der Eisenbahnräuber im Dienst der Automobilindustrie?? Seltsame Jdeenver- binbung, indessen es ist so! Leute, bie sich einen Kraftwagen leisten können, haben auf der Eisenbahn am meisten zu fürchten: wenn sie abwandern, so geschieht das zum Teil auch deshalb, um nicht gelegentlich im Zuge ausgeplündert oder angefallen zu werden. Der Scheck ist eben noch kein Universalzahlungsmittel, er versagt noch häufig. Es müsien deshalb noch immer beträchtliche Summen auf die Reise mitgenommen werden abgesehen von Schmucksachen, die man ohnehin nicht gern versendet, sondern lieber mit sich führt. Die Werte bei den „besseren Reisenden" locken den Verbrecher natürlich und sie locken ihn umsomehr, als beide ihm von der Eisenbahn ge- wifiermaßen ausgeliefert werden. Vermag der Reisende sonst eine gewisse Exklusivität zu wahren. sich hinter Schranken zu bergen, mit einer Sicherheitszone zu umgeben, die von Unbefugten respektiert werden muß — in der Eisenbahn hört das auf. Auch sonstige Schutzmittel für den Reisenden und seine Werte sind nicht vorhanden, namentlich fehlt aber die Polizei hier ganz. So vermag denn der Räuber ungehindert in die nächste Nähe seines Opfers zu gelangen, sich hier stundenlang aufzuhalten, über die Person und den Aufbewahrungsort der Werte sich unauffällig zu unterrichten und den günstigsten Zeitpunkt zum Angriffe zu erspähen. Die Chancen sind hier außerordentlich günstig für den Verbrecher, namentlich in der Nacht und wenn der Zug nur schwach besetzt ist, ferner wenn der Reisende müde ist, einschläft, oder dem schwächeren Geschlechte angehört. Außerhalb der Epenbahn bieten sich dem Verbrecher solche günstige Raub- und Diebstahlsgelegenheiten nie. Und diese Verhältnifie werden noch günstiger für ihn,
^ussisch-Polanken und Nimmersatt sind insgesamt zehn Fischerboote mit insgesamt 40 Man« Besatzung verloren gegangen. Zwei der Boote wurden bei Nimmersatt und eines derselbe« bei Kakelseck aus den Strand geworfen.
Kirchliche Nachrichten.
1. Ostertag
««thetifdK Pfarrkirche.
Vormittags 9‘/» Uhr: ßert Superintendent Happ ich. (HbenbmahO
Nachm. 2 Uhr: Herr Pfarrer H-ermann. Elisabethkirche.
Vorm 9‘f» Ubr: Herr Pfarrer Metz.
(Abendmabl wozu bie Beichte in der Michaeltzkapelle stattfindet.
Nachmittag» 2 Uhr: Herr Pfarrer Manger.
Reformierte Stadt- und ««idersttStskirche.
Borm *j»10U6r: Herr Pfarrer Scheffer (Amtswoche) (Abenbmabl).
(Kollekte für mehrere Gemeinden zu Kirchen und PsarrbauSbauten).
AbendS 5 Uhr: Herr Pfarrer Schindewolf. Katholische Kirche.
Die Hl. Messe um 7 Uvr lallt auS.
Borm 7*/, 11 hT: Heil. Messe mit Frühlehre: Herr Kav an Neumann
Norm. */,10 Uhr Hochamt «. Predigt: Herr Pfarrer Dr. Weber.
Nachm. 2 Uhr: Andacht mit Segen.
2. Oüertag
Lutherische Pfarrkirche. ~ 15 Vwm S*/i Uhr (■ecr Pfmc-n Heermann.
Nachm. 2 Uhr: He'r witfirrn-- Vogt.
Elisabethkirche.
Norm. P1/, Uhr: Herr Pfarrer Manger.
Nachm. 2 Uhr Herr Pfarrer Metz.
(In beiden Kircken an beiden Festtagen Kollekte für mehrere Gemeinden
Reformierte Stadt« «ud Nnioerfitütskirch».
Borm */,H) Uhr: v-rr Delon Lic Günther, (kollerte für die Pflealinoe in den Siechenhiinfern). Abend« 5 Uhr- Herr Plärrer Weickelt
Katholiftbe Kirche.
Die Hl. Mefie um 7 Uhr fällt au,.
Vorm. 7‘f. Uhr: Heil. Messe mit Frühlehre: Herr P'arrer Dr. Weber.
Vorm. 9'/, Ubr: Amt mit Predigt: Herr Kaplan Neumann.
Nachm. 2 Ubr: Andacht mit Segen.
Stadlmissio«.
Roter i roden 5.
1. Ostertaq.
Abends 8*/» Uhr: Versammlung.
2. Ostertag.
Nachmittags 31/, Uhr Fobresfeü «nd abend» 8 Uhr Nachleier be» Blaukreuzverein» in der Aula der höveren Mädchen icbule. Jedermann willkommen.
SelbstündiUe eda«g .l«th. Semei«»» (Nikolaistr 1).
Lharlreitag.
Vorm */t!0 Uhr: PredigtgotteSdienft.
1 Ostertag
Norm */,W Uhr: Predigtg otte»dienst.
Nachm ■> Ubr Seifte.
Nachm. */.6 Udr: Predig got esdienft mit Feier de» ht Abendmahl».
2 O «erlag
Nachm 2 Uhr: PrebigtyotteSdienst. vllekte für die P'mrn ttroen u. Vaisen.
wenn et den Zug verläßt, oder die» von dem Beraubten geschieht. Der davoneilende Zug bringt in Kürze zwischen Beide eine solche Entfernung. daß eine wirksame Verfolgung nahezu unmöglich ist.
Beschwört der Eisenbahnverkehr derartige Gefahren herauf, dann sollte die Verwattung auch für die Schaffung entsprechender und ausreichender Sicherheitsmaßregeln Jorgen. Eie hat m. E. den Reisenden nicht nur betriebstechnisch, sondern auch kriminell sicher zu befördern. Mit ihrem für diese Zwecke nicht geschulten Personal kann sie diesen Schutz allerdings nicht gewähren. Aber sie kann die Polizei herbeirufen, die dieses Rufes schon lange gewärtig ist. Man schaffe in jeder: Zuge eine Polizeistation, bestehend aus 2 Abteilen, von denen das eine als Gefangenenzelle dient und verbinde diese Station elektrisch mit den übrigen Abteilen des Zuges. Diese Station wäre mit einem gewandten Kriminalbeamten zu besetzen, der den Zug zeitweilig durchgehen und auf eletttischen Anruf erscheinen würde. Die günstige Position des Verbrechers würde dadurch in das gerade Gegenteil verkehrt, zu einer für ihn äußerst gefahrvollen gestaltet. Denn der Hauptvorteil für ihn, die Möglichkeit, in die näkHte Nähe des Reisenden zu gelangen, würde nun auch dem Polizeibeamten zu statten kommen und ihm selbst gegenüber Anwendung finden. Dadurch wäre er natürlich auf das höchste gefährdet. Außerhalb des Zuges werden der Polizei derartige vorteilhafte Beobachtungsmöglichkeiten nicht gegeben, da der Verbrecher sich ihnen hier mit Leichtigkeit zu entziehen vermag. Hier im Zuge ist er ein halber Gefangener und gezwungen, sich mustern zu laffen. Er be- ftnbet sich hier auf gefährlichem Boden, aber nur dann, wenn auch die Polizei anwesend ist. Der
Methodisten • Gemeinde (Wörthstr. 15 a.) «harfreitag.
Borm. 9*/t Ubr: Predigt.
Abends 8*1» Uhr: Predigt.
»Optift»«»rW»i«»e (Hofstadt Nr. 5. Part.)
1. Ostertag.
Vormittag» 10—11 Uhr: KindergotteSdieast.
Nachmittag» 4—5 Ubr: Predigt
Zutritt frei für jeden, ohne Unterschied der Konfession.
Aerzllicher SotmtaaSoienft
am 11. April 1909.
Herr Dr. Sardemann, Steinweg 7. Herr Dr. Müller, Wilhelmstraße.
SvAntagsdtenft der Apotheke«
am 11. April 1909
Trauben-Apothete. am 12. April 1909.
Schwan-Apotheke.
Marktberichte.
Cassel. 6. Avril. «ViebmarktSberickt. Echlachtviebpreise. ES kosteten die 50 stilogramm Schlachtgewicht von Ochsen: 1. Qual. 71—7o DL, 2. Qual. 70—72 M., rf. Qual. CO-OO M. Bullem 1. Qual. 64-66 2. Ouat. 6j-63 M. 3. Qual.
(0-00 M>. Kühe und Rinoer: 1. Qual. 67 —69 M., 2. Qual. 64-66 M„ 3. Qual. 50-55 Ul. Eckwwein« 1 Qual. 64- 66 M., 2 Qual. 61-63 M. 3 Qual. 58—60 M., Kälber da» V-> kg Lebend ewicht 41—53 Psg. Hammel daS kg Fleuchgewicht 68—00 P'g. — Aultrieb: 22 Ochsen, 3 Bullen, 73 Kühe, 21 Rinder, 110 Schweine. 48 Kälber, 0 Hammel.
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Wachsen die Tage, dann kommt der Frühling,
** das weiß jedes Kind. Aber auch bas weiß man. 4« 4* daß man gerade sich dann am leichtesten erkäl- tet. Wer aber schon erkältet oder doch sehr 4t4« empfindlich ist, der soll unter allen Umsiinde« 4<4I Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen gebrau- * «I< chen, die ebenso zuverläflig Vorbeugen, wie sie 4<4< akute und chronische Katarrhe beseitigen. Faqs 4« 4« ächte Sodener kosten 85 Pfg. die Schachtel und 4« sind in allen Apotheken, Drogerien und Mine- 4'4' ralwafferhandlungen zu haben.
He rrsehafts-Fuhrwork
Cappierstr. 15 Franz LöoHei, Pernspr. 891
Verantwortlich für die Redaktion
Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.
Pelizeibeamte ist hier in der Lage, die intimste« Einzelheiten eines etwaigen Steckbriefes, oder bet Personalbeschreibung an einer verdächtigen Person, nicht nur durch genaueste Prüfung der wrperlichen Merkmale als auch durch unauffällige Beobachtung von Kleidung, Sachen, Lektüre, eventuell noch des Gepäckes im Gepäckwagen nachzuprüfen. In eine solche günstige Lage kommt er außerhalb des Zuges wohl nie.
Unsere Verbrecher, namentlich die gefähr. lichen (wie Hochstapler usw.), reisen viel. SBarum läßt sich bie Polizei bie günstige Gelegenheit. ihrer habhaft zu werden und damij zugleich bie kriminelle Sicherheit zu bestem, entgehen? Ich weiß es nicht. Der Anfang dazu ist allerdings gemacht worden, allein dies geschah nut, bet Not gehorchend, in einem vereinzelten Falle. Als vor einigen Iahten in bet Hauptreisezeit bie Diebstähle auf ben badischen Bahnen überhand nahmen, wurden die Züge von Kriminalbeamten besetzt, worauf sich die alte Sicherheit wieder einstellte.
Wären die Züge allgemein mit Polizeibeamten versehen, so manches Verbrechen wäre nicht vorgekommen, und sicherlich wären auch die bet» ben eingangs erwähnten Morde unterblieben. Niel Erbrechet, die sich heute dem Arme des Richters zu entziehen misten, würden gefaßt fein. Wahrscheinlich würde man sich auch des Leipziger Mörders und Etpresters, der die Leipziger P-lizei so zu düpieren vermochte, längst bemächtigt haben, wenn wir im Besitze der Eisenbahnkriminalpolizei wären, wie sie oben beschrieben wurde. Der Verbrecher hat sich die Eisenbahn dienstbar gemacht, also muß ihm die Polizei da» hin folgen. Läufer- Hanau.