GßechM Aeilmg mit dem Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain und den BeUagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Benage."
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Donaer-ta«. 8. April 1909. »WiÄWÄTÄ 'W8‘
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Die Liebesgabe.
Bei den Verhandlungen über die von der Regierung vorgeschlagene Aufhebung der bestehenden Branntweinsteuergesetzgebung durch die Einführ, ung eines Zwischenhandelsmonopols des Reiche- mit Branntwein spielt das Schlagwort von der .Liebesgabe" wieder eine große Rolle. Es wird von gewisser Seite so dargestellt, als ob den Breuitereibesitzern hier auf Kosten der Allgemeinheit ein Geschenk gemacht wird. Wie eS sich mit dieser.berühmten Liebesgabe" verhält, das hat in der 237. Sitzung des Reichstages vom 30. März der Abgeordnete v. Oldenburg kurz dargelegt. ES ist vielleicht an der Zeit, einmal kurz festzustellen, worin diese Liebesgabe besteht.
Als tot Jahre 1887 von der Regierung für Zwecke der Heeresvermehrung erhebliche Summen gebraucht wurden und man nach Steuerobjekten Umschau hielt, erwählte man u. a. auch das Bren- nercigewerbe. Da nun aber bereits unter dem Drucke der bestehenden Steuergesetzgebung viel« mittlere und kleine landwirtschaftliche Brennereien ihren Betrieb eingestellt hatten und die Landes- . kultur an dem Fortbestände der über das ganze Land verstreuten landwirtschaftlichen Brennereien ein erhebliches Interesse hat, so mutzte ein Be- steuerungsmodus gefunden werden, der diesen Fortbestand einigermaßen sicherte und zugleich auch eine sozialpolittsche höchst wünschenswerte Einschränkung des Trinkbranntweines herbeiführte. Es wurde also beschlossen, das sogenannte „Kontingent" einzuführen, d. h. eS wurde für jede Brennerei ein ihrer Größe und bisherigen Produktton enssprechendes Quantum Trink- bra"' v«to festgesetzt, für das eine Steuer von 50 Mark für den Hektoliter zu zahlen ist. Was von der Brennerei über dieses Kontingent hinaus erzeugt wird, mutz mit 70 Mark für den Hettoliter versteuert werden — auf die Mehrproduttion über das gesetzlich, und zwar jeweilig auf die Dauer von 5 Jahren festgesetzte Quantum ist also gewissermaßen eine Strafe gelegt. In der Praxis wird die Erhebung der Steuer so gehandhabt, daß der insgesamt produzierte Spiritus mit 70 Mark Verbrauchsabgabe belastet wird, für den konttngen- tierten Spiritus aber von der Steuerbehörde Be- rechttgungsscheine ausgestellt werden, auf denen
21 (Nachdruck verboten.)
""" Enterbt.
Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.
1 Fortsetzung.»
„Donnerwetter, so sehen Sie doch hin, Schö- nin sagt der junge Graf Egbert Helm leis« und versetzt ihm einen gelinden Stotz in die Seite, „da ist sie?"
Mitten im Saal steht Baron Adam, während s«ine Frau, von ihrem alten Jugendfreunde geführt, bk älteren Damen beglicht. Einige Augenblicke zögert der Hollensche Herr, ehe auch er ftch dem Kreise nähert, der voll Reugier auf das elfengleiche Wesen an des Großvaters Arm blickt. Gerade unter dem großen Kronleuchter sttbi das Paar und das Licht der Kerzen fließt auf die schlanke Gestalt Felicies von Rothenfeld nieder. Sie trägt ein Kleid aus weicher, weißer Seide, das einen kaum sichtbaren rosigen Schimmer hat, der nur an den Falten lebhafter her- vortrftt Hals und Arme schimmern kaum minder zart, nur eine einzige Reihe großer Perlen schnl'.egt sich um den biegsamen Nacken. Sie ist bleich und der alte Mann fühlt, wie sie zittert, aber sie trägt das goldblonde Köpfchen stolz erhoben und die dunklen Augen blicken furchtlos und freimütig um sich.
°ta, da ist sie," denkt Hans Leopold, denn et hat die junge Dame erkannt, die er in Wien in der Pferdebahn gesehen.
Baron Adam führt seine Enkelin zu seiner Frau und nun erfolgen zahllose Vorstellungen, es schwirrt bunt in Fees Kopf durcheinander von den vielen fremden Gesichtern und Namen. Sie verneigt sich mit ungezwungener Anmut und atmet Mtf, «U sie enduch mit Hildchen und Luis-
die Steuerdifferenz von 20 Mark vermertt ist. Diese Berechtigungsschein« toerben bei Zahlung der Maischraumsteuer usw. in Zahlung gegeben. Das Kontingent für die Gesamthett der Brennereien wird jedoch stets unter dem wirttichen Gesamtbedarf an Trinkbranntwein gehalten, so daß also die Brennereien genötigt sind, auch mit 70 Mark belasteten Branntwein herzustellen. Alts diesem Nachlaß für ein bestimmtes Quantum (Kontingent) der außerordentlich hoch belasteten SpirituSproduktton rechnet man nun die sogenannte „Liebesgabe" heraus, die ein beliebtes Schlagwort für die Gegner der Landwirtschaft geworden ist und als ein den Brennern gewährtes Geschentt geschildert wird. In WirNichkeit aber liegt, wie jüngst auch Herr v. Oldenburg im Reichstage überzeugend darlegte ,die Sache so, daß mit der Beseitigung des Kontingents das Brennen einfach aufhören müßte und dadurch die Landeskultttr in den Teilen unseres Vaterlandes, wo schlechter Boden ist, zurückgehen würde.
Politische Umschau.
Saatenstand im Deutschen Reich.
Die Preisberichtstelle des Deutschen Landwirtschaftsrates ist in der Lage, melden zu können, daß die schlimmsten Befürchtungen der Landwirte hinsichtttch der Wintersaaten sich jetzt beim Eintritt der ersten Frühlingstage glücklicher Weise im allgemeinen als unbegründet erwiesen haben. Die Mehrzahl der gleichmäßig über das gesamte Produttionsgebiet des Inlandes verteilten Berichterstatter, deren Zahl über 1000 beträgt, hat die Preisberichfftelle Ende März mitgeteilt, daß der Stand der Wintersaaten, selbst auch der spät- gesäten, wider Erwarten besser ist, als man bisher zu hoffen gewagt hatte. Verhältnismäßig am günstigsten lauten die Berichte aus dem nord- deuffchen Flachlande, abgesehen von den Ueber- schwemmungsgebieten, während die Berichte aus dem Südwesten und Süden Deuffchlands nicht so hoffnungsfreudig gestimmt sind. Wenn somit auch das Schlimmste abgewendet zu sein scheint, so ist danttt der Stand der Wintersaaten keineswegs allgemein befriedigend, geschweige denn gut, namentlich die späten Saaten sind infolge der schwierigen Herbstverhältnisse nach wie vor schwach entwickelt, und ausschließlich von der Gunst des Frühlings, besonders von dem Fernbleiben der Nachtfröste, wird es abhängen, ob die Wintersaaten sich gesund und kräftig entwickeln werden, und ob Umpflügungen, die jetzt von der Mehrzahl der Berichterstatter, besonders auch aus der Provinz Sachsen, wider Erwarten nicht oder nur wenig fiir erforderlich gehalten werden, doch noch in größerer Ausdehnung statt- finden müssen. Bisher wird nur in Hessen- Nassau und der Rheinprovin; mebrfach mit größeren Umpflügungen gerechnet. Die Vegetation ist, zumal bei dem außergewöhnllch langen Winter, zu wenig vorgeschritten, um schon ein sicheres
chen Mandau in einer verhältnismäßig stillen Eck« sitzt. Ihre Augen schweifen über die Wände des Saales. Sie sieht rings umher die bunten Wappenschilder des knitschen Adels und erkennt den goldenen Löwen im roten Felde, das Wappen der Freiherrn von Rothenfeld.
Die Musik beginnt, der Tanzdirektor tritt auf Fee zu und eröffnet den Ball, sie gleiten über das spiegelblanke Parkett dahin und viele Augen folgen dem jungen Mädchen, gern möchte man kritisieren und findet doch nichts an den weichen graziösen Bewegungen der Baronesse auszusetzen, die den Walzer vortrefflich tanzt, die schmalen Füßchen berühren kaum den Boden.
„Man sieht, daß ihre Mutter eine Balletteuse war," bemerkte Frau von Riegelhof bissig. Sie hat selbst drei Töchter auf dem Ball und fürchtet bte Konkurrenz, denn Molchen, Trudchen und Hedwig sind schon etwas verweltt, man nennt sie die „Soiree-Klepper", und meist zieren sie als Mauerblümchen die Wand.
„Graf Helm," stellt der Tanchirektor vor, „Baron Nutzen, Baron Mallwitz usw. usw.". Fee ist außer Atem, sie hat alle ihre Tänze im Handumdrehen vergeben und steht schnell atmend neben der Komtesse Helm- deren Bruder sie eben den Kotillon versprochen hat.
,-Hans Leopold," hört sie Frieda von Banner sagen, „Du willst, daß ich Dich der Baronesse von Rothenfeld in Freiheit dressiert vorführe? Bon, mon eher, kann geschehen."
Fee hat den jüngeren Schöningk schon bemerkt, auch sie hat ihn erkannt, hat auch in ihm den Sprecher auf der Eisenbahn erkannt, der wegwerfend über sie gespöttelt.
Mein Vetter, Baron Schöningk - Grotz- Troska„" sagt Frieda und entfernt sich dann, um zu ihrer Mutter zu gehe«, die ihr winkt.
Urteil zu gestatten, waren doch die Saaten zur Zett der Berichterstattung an verschiedenen Stellen noch von Schnee eingehüllt oder standen noch unter Wasser. Der auffallend wenig nachteilige Einfluß des strengen Winters auf die Saaten wird darauf zurückgeflibtt, daß der Boden bei dem wiederholt etngetretenen Tauwetter fest gefroren blieb, so daß das Wasser nicht eindringen konnte, und daß bei dem letzten langen Frost die Saaten durch eine starke Schneedecke geschützt waren. So wird aus Schlesien berichtet, daß die im Herbst infolge der Trockenheit nicht gekeimten Körner stellenweise unter der Schneedecke aufgegangen seien, und aus Posen wird mitgeteUt, daß im Treibhause angestellte Keimversuche ergeben haben, daß der Roggen lebenskräftig durch den Winter gekommen ist. Vereinzelt wird sogar darauf hingewiesen, daß die späte Saat gerade wegen ihres unentwickelten Zustandes verhältnismäßig durch den Frost weniger gelitten habe, als die frühe Saat. Die Frühjahrsbestellung ist noch weit im Rückstände, vielfach um 2—4 Wochen gegen normale Zetten Der Deuffche Landwirtfchastsrat tvird die Berichte aus den einzelnen Prodnktionsgebieten in den nächsten Tagen veröffentlichen und sie den Provinzial- und Kreis blättern für den Abdruck der auf ihre Bezirke entfallenden Berichte zur Verfügung stellen.
Die Beilegung der Krise.
Wien, 5. April. Das „Fremdenblatt" schreibt: Iswolski bezeichnete seinerzeit die am 17. Januar 1871 von den Vertretern aller Mächte unterzeichnete Beilage der Londoner Konferenzprotokolle, in der zur Abänderung eines internationalen Vettrages die Zustimmung der vertragschließenden Teile als notwendige Bedingung anerkannt wurde, als die Quelle seiner Rechtsanffassnng in der bosnischen Frage. Rußland füngierte als Advokat dieses 1871 ausgestellten internationalen Prinzips mit dem wesentlichen Erfolge, daß es den Mächten die Ausübung ihres Rechtes ermöglichte, die notwendig gewordene Abänderung des Berliner Vertrages durch ihre Zustimmung zu sanktionieren. Mit dieser Tatsache verglichen, erscheint es nebensächlich, welche Form für diese Zustimmung gewählt wird. Wenn Rußland sich jetzt fiir die Form des Notenwechsels enffchlossen hat, so ist dies nur als eine Kundgebung seines auf rasche Beendigung der Krise gerichteten Willens mit Befriedigung zu begrüßen. Was Rußland, das durch frühere Engagements loyaler Weise sich gebunden erachtete, in der bosnischen Frage erreichen konnte und wollte, erreichte es. Man kann nut sehr wün- j scheu, daß auch die Bemühungen, welche Rußland aufgewendet hat, um die bulgarisch-türkische Angelegenheit, die Frage der ostrumelischen Bahnen und die damit zusammenhängenden finanziellen Arrangements zu bereinigen, bald durch einen günstigen Erfolg belohnt werden. Wir sind bereit, die russische Aktion in diesen Angelegenheiten auf das Wärmste zu unterstützen, da
„Ich glaube, wir haben uns schon gesehen, mein gnädiges Fräulein," sagt die klangvolle Männerstimme, in deren metallischem Ton zuweilen etwas Hartes liegt, als träfe Stahl auf Stahl.
Fee wirft den Kopf etwas in den Racken, sehr kühl erwidert ste, indem sie die stattliche Erscheinung ruhig mustert, „Sie müssen sich wohl täuschen, mein Herr, jedenfalls ist es mit nicht erinnerlich, ich habe bisher noch nicht das Ver- ßnügen Ihrer Bekanntschaft gehabt."
„Wir fuhren in Wien in einem Tramway zusammen. Sie glitten aus und ich rettete Sie vom Tode durch meine Geistesgegenwart," scherzt Hans Leopold.
„Ich weiß nichts mehr davon, ein so belangloses Vorkommnis entzieht sich der Erinnerung."
Sie wendet ihm fast ungezogen den Rücken zu und läßt ihn stehen.
„Zum Kuckuck, das sieht wie Absicht aus," denkt Hans Leopold verdutzt und nähert sich Fee nickt wieder.
„Junge," sagt sein Vater, „warum tanzst Du gar nicht mit der Enkelin meine» alten Freundes, „es fällt auf."
„Sie scheint schnippisch und unausstehlich zu sein," ist die kurze Entgegnung, „vorhin hat sie mich tüchtig abblitzen lassen. Aber Du hast recht, Papa, ich kann ja auch einmal mit der verwöhnten Prinzessin tanzen." I
Sie kany nicht „nein" sagen, als Schöningk ste zum Rundtanz auffordert. Er tanzt sehr gut und zu ihrem Aerger mutz sie sich eingestehen, daß keiner der übrigen Herren sie so sicher und leicht über das Parkett führt, scheint es doch, als fliege ste mit ihm durch den Saal. Er fetzt sie av und bleibt neben ihr stehen, er möchte ihr etwa» I sage« und kann doch »tcht, aber er atmet schneller |
I wir in ihnen nur ein genau abgegrenztes Interesse, die Befriedigung der Ansprüche der Orientbahnen, zu wahren haben.
I Deutsches Reich.
— Die Abreise des KaiferpaareS nach Korfu ist auf den 13. April festgesetzt. Die Fahrt geht über München-Jnnsbntck-Verona nach Venedig. Der Kaiser wird von dem Gesandten Frhrn. v. Jenisch aus dem Auswättigen Amte begleitet sein. Von einem Zusammentreffen mit Mitgliedern des österreichischen Kaiserhauses sowie mit dem Könige von Italien auf der Hinreise nach ! Korfu ist nichts bekannt. Richtig ist, daß die gric- chische Königsfarnilie das griechische Osterfest gleichfalls aus Korfu zu verleben gedenkt, so daß Begegnungen zwischen dem Kaiser und dem Könige von Griechenland in Aussicht stehen. Ebenso ist es nicht ausgeschlossen, daß Fürst Bülow, der «ach den Dfterfeiertogen seinen Urlaub beenden will, das Kaiserpaar «och in Venedig begrüßen wird. Eine Fahrt des Kanzlers nach Korfu ist nicht vorgesehen. Sie könnte nur erfolgen, wenn der Monarch in Abweichung von den getroffene« Ti^ositionen den Fürsten in Venedig hierzu auffordern würde. Ueber die Route der Rückreise des Kaiserpaares sind Bestimmungen bis jetzt nicht getroffen worden. Der Aufenthalt des Kaiserpaares, das von der Prinzessin Viftoria Luise und den beiden jüngsten Söhnen begleitet Wird, soll zunächst aus etwa 8 Wochen bemesse« werden.
— Landtags-Ersatzwahl. Zellerfeld, 6. April. Bei der heutigen Ersatzwahl z»m preußischen Abgeordnetenhause wurde an Stelle des bisheri- gen Abgeordneten Koelle, dessen Mandat für ungültig erklärt worden war, Bergassessor Spinzig (freikonservativ) mtt 86 Stimmen gewählt; Amtsgerichtsrat Koelle erhielt 76 Stimmen.
— Der Nachfolger Dr. SchückingS. Husum, 5. April. Heute wurde an Stelle des zurückgette- tenen Bürgermeisters Dr. Schücking MagistratS- asseffor Dr. Rose aus Frankfun a. M. zum Bür- germeifter gewählt.
— Hauptmann Franke hat sich, wie dir »Deutsch-Südwestafrikanische Zeitung" meldet, wiederum nach dem Ovambalande, in dem immer noch Hungersnot herrfcht, nach Kambonde be- gebe». Die Säuberungsarbeit im südwestafrikanischen Schutzgebiet wird eifrig fortgesetzt Ans Sobatis wird berichtet, daß Leutnant Kaufmann 24 Hereros gefanaen genommen hat, während im vergangenen Monat 39 Herero, zum Teil ent- laufene Arbeiter eingebracht hat.
— Luftverkehr« Berein. In den nächsten Tagen findet in Düsseldorf, wie der ,Frkf. Zig." ge- meldet wird, die konstituierende Versammlung zur Gründung eines Luftverkehrs-Vereins statt. Dem Unternehmen bringen grobindustrielle Kreise u. a. die Firmen Krupp und Haniel, hervorragendes Interesse entgegen.
und sie fühlt seine Augen auf ihrem gefeit ft en Köpfchen. Und wieder holt man sie, alle die jungen Löwen der Kafinobälle wetteifern hi A: fmerksamkeiten gegen den neuen Stern, der heute strahlend aufgegongen ist.
Der Ball nimmt seine, Verlauf. Fee amü- stert sich herrlich, ihr reizenk kindliche» Wesen ist stet von jeder Koketterie, selbst die alten, so lernst streng urteilenden Damen werden durch die verbindliche Art der jungen Baronesse von Rothenfeld teilweise gewonnen, was viel sage« will in Anbetracht des Vorurteiles, da» man ihr entgegenbringt. Zn den launischen Touren des Kottllons müssen Hans Leopold und Felicie einigemale zusammen tanzen und wieder fühlen ste ein erhöhtes Vergnügen dabei, über das ein jedes sich ärgert.
,,Ra, mein Schmaltierchen, hast Du Dich amüsiert?" fragt Baron Adam, als sie durch die stt ren Straßen Mitaus die kurze Strecke bis zum Hotel Linde zurücklegen, „bet ganze Rücksitz ist ja voll von Deinen Trophäen, Janze konnte die vielen Blumen kaum fassen."
„Großpapa, bist Du mit mit zufrieden?" fragt sie ängstlich.
„Ra, und ob, ich bin stolz auf Dich," lautet dae Antwort.
„Za, siehst Du, al» ich neben Dir im Saal stand, als mich die vielen fremben Augen neugierig anstarrten, da hatte ich das Gefühl al» schwanke der Erdboden unter meinen Füßen. : Ab-r da fühlte ich Deinen «eben Arm uÄ»' bttdjte, b«6 $u bet mir bist, mein liebe», teure» Großvaterchen und daß Du Deiner lieben kleine« Fee nichts zu leide tun ließest, denn sie steht jetzt unter Deinem Schutz und fühlt sich fo glücklich." ,
So endete ihr erster «all ;
«Fortsetzung folgt.)