Wichtig« graQCn politische
stehen im nächsten
Quartal zur Verhandlung.
eine bisher nicht neröffentiidife Er
is
Die eigens für unsere Gegend bearbeitete „Land- wittfchastlicke Beilage" unterrichtet über ave Fragen deZ Gartenbaues und der Landwirtschaft.
hier in Kurze bevor.
Die „Oberhessische Zeitung" ist, wie bekannt, in der Lage, rhre Leser schnellstens von den Geschehnissen im Rercy und im Ausland in Kenntnis zu sehen.
Die „Obekbessische Zeitung" wird auch im nächste« Quartal über diese Fragen eingehend berichten. Sie wird, wie bisher, zu allen politischen Ereignissen, ohne parteipolitische Agitatouspolitik zu treiben, in nationalem Sinne selbständig Stellung nehmen.
Wenn Red mit Felicie zusammen gewesen, hatte er ihr jedesmal Reitstunden gegeben, so eignete sie sich einen tadellosen Sitz an und eine elegante Führung bes Pferdes. Es war klug gehandelt, daß der hier überall bekannte Direktor de» Zirkur seine Beschäftigung feiner
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 25.
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gefunden, das sie verdiente?
„Fee, bist Du wach?" fragt« Rothenfeld am anderen Morgen leise an die Tür seiner Tochter.
„Za wohl, ich komme gleich,"
Mit ihrer in Stadt und Land nachweislich ständig wachsenden Auflageziffer ist die „Oberhesfische Zeitung" das verbreitetste Blatt Oberhessens.
Ma» abonniert aus die „Oberhesfische Zeitung" bei allen Postämtern für 2 M. 25 Pfg., bei der Expedition 1Marburg, Markt 21) und den ZeitungS- stellen für 2 M. vierteljährlich.
Geschäftsstelle der „Oberhesfische» Zeitung"
Markt 21.
Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.
«Fortsetzung.»
Die Vorstellung ist heute später als sonst zu Ende gewesen, es war des Direktors Benefiz, und er hatte das höchste in seiner Kunst persönlich geleistet. Einige Glieder des Hofes waren in der kaiserlichen Loge und man hatte ihn nach der V.rstellung rufen lasten, man hatte ihn beglückwünscht und die vorzügliche Pferdedressur gerühmt. Noch umschließt der Frack John Reds Gestalt und eine Reihe von Orden im Miniaturmatzstabe schmückt seine Brust. Es hat sich ein Sagenkreis um ihn gebildet, um den interessanten Mann mit den traurigen Augen, man munkelt allerlei, denn datz er als Aristokrat geboren und erzogen ist, verrät sich sofott. Mehr als eine vornehme Dame schwärmt für ihn und mehr als eine zeigt es ihm deutlich. Es läßt ihn kalt, seine Liebe hat der armen, kleinen Tänzerin gegolten, die er mit 22 Jahren kennen lernte und die er gegen den Willen der Eltern zur Baronin Rothenfeld erhoben. Sie hatte es ihm mit vergötternder Anbetung gelohnt und ihm das Kind gelosten, als sie starb, den reinen Engel, um besten Willen der Vater nur noch lebte.
Seitdem Friedrich Johann Witwer war, zog es ihn mehr denn je in die nie vergestene, stets geliebte Heimat zurück und neben den ehrwürdigen Gestalten der Eltern tauchte die seiner ersten Liebe auf. Immer, wenn er an die Baroneste Franziska von Drachenstätt dachte, fühlte er seine Schuld und er sah im Geiste das liebliche Mädchen, er sehnte sich oft darnach, ihr wo) einmal au begegnen und in die blauen
Marburg
Mittwoch. 31. März 1909.
helle Stimme und gleich darauf flog ein entzückendes, graziöses Geschöpf in den Salon, den sie beide benutzten, und zwei weiche Arme legten sich um des Vaters Nacken.
„Guten Tag, mein lieber, goldener Papa!" rief Felicie und bot die rosigen Lippen zum Kutz, „hast Du gut geschlafen? Ich hoffe, ebenso schön wie ich."
Rothenfeld hält sie auf Armeslänge von sich und betrachtet sein Kind liebevoll und doch mit kritischem Blick. Aber selbst der strengste Richter weiblicher Schönheit fände hier nichts zu bemäkeln. Fee ist zwar nur mittelgroß, aber ebenmäßig und schlank von Gestalt, die ein tadellos sitzendes Wiener Stratzenkostüm aus hellgrauem Tuch bekleidet. Die schrägabfallenden Schultern und die zierliche Rundung der Taille pasten zu den leichten, anmutigen Bewegungen, ein lächerlich schmales, kleines Fützchen in Eoldkäfer- fchuhen lugt unter dem fußfreien Kleiderrock hervor. Das Köpfchen, das auf dem biegsamen Halse sitzt, ist von eigenartigem Reiz, das liebe Oval des zartgefärbten Gesichtes erhält einen pikanten Reiz durch die beiden Grübchen in den Wangen und der Mund hat einen kindlichen Ausdruck, er ist frisch und sütz wie ein halb erschlossener Blumenkelch und wie Perlen schimmern die Zähne hervor. Zu der Eesantt- erscheinung bilden nur die mandelförmig geschnittenen, samtweichen Augen einen Kontrast. Diese Sarmatenaugen, das Erbteil Stefanies, sind von tiefem Braun und haben etwas Stern-
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.Landwirtschaftliche Benage."
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberdessische ’M» iya Zeitung" bei allen Postämtern und imsern Zeitunqsftellen in
e/rS. IV Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Erpeditian — Markt 21.
— Der Bezugspreis beträgt durch die'Poft 2,25 Mk. (ohne ___________Bestellgeld), bet unfern Zeitungsstellen und der Erpeditian 2 Mk.
(Nachdruck verboten.)
Enterbt
Dem lokale» und Provinziellen Teil läßt die „Oberhesfische Zeitung" in Berichten über kommunale Angelegenheiten in Stadt und Land sowie über lokale Ereignisse aller Art fortgesetzt aufmerksame Pflege zuteil werden. Ein ausgedehnter Nachrichtendienst erntöglicht auch hier schnelle und sichere Bekannt- machung. Die Strafkammer- und Schwurgerichts- Bernandlungen des hiesigen Landgerichts, dessen Bezirk bekanntlich die Kreise Marburg, Kirchhain, Frankenberg, Ziegenhain und .Homberg umfaßt, werden ebenfalls in der „Oberhessischen Zeitung", soweit sie Interesse beanspruchen können, in objektiver Form mitgeteilt.
Im Abcieordnetenbauje
wurden am Montag, 29. März, zunächst bebatteloS der Gesetzentwurf bett, die Erhöhung der Preußenkaffe in dritter Lesung und der Etat der Zölle und indirekten Steuern in zweiter Lefung angenommen. Bei der zweiten Lesung des Etats der direkten Steuern wandte sich der Abg. v. Schmeling (kons.) gegen die Behauptung des Prof. Delbrück in den
Augen zu blicken, die so voll Herzensgüte waren. Ob sie wohl verheiratet war? Ob sie das Glück
Johann von und klopfte ertönte eine
de klich und vertrauensunwürdig sei. Eine solche Denunziation, eine solche Legende kann nicht kräftig genug zerstört werden. Von Anfang an haben wir entschieden Stellung für Oesterreich-Ungarn genommen und diese präzisiert. Andererseits haben wir mit überflüssigem Eifer uns einen Platz neben Oesterreich-Ungarn gesucht. Wir hätten niemals einen anderen T-7'tnd gefunden, hätten wir die Probe auf unsere Treue nicht bestanden. (Bravo!) Deutschland ist allerdings stark g:nug, sich im Notfälle auch allein zu behaupten. (Beifall.) Das ist
Wiener Gesellschaft über Vater und Tochter.
Das Na^.rlichste errät niemand, denn der interessante Liebling der Wiener Spottswelt sieht zu jung aus, um eine schon erwachsene Toäiter zu haben.
Lange bleiben sie an diesem Tage fort und als sie in ihre Wohnung heimkehren, weitz Felicie alles. Mit einem Tränenstrom wirst fte sich an des Vaters Brust und umklammert ihn leidenschaftlich.
„Ach, was mutzt Du gelitten haben!" schluchzte sie autzer sich, „Du Armer, Stiebet! Latz mich bei Dir bleiben, wie soll ich mich zu dem alten, bösen Mann hingezogen fühlen, der Dich verstieß, weil Du meine liebe Mutter geheiratet hast."
„Fee, sprich nicht so, Du tust mir weh," bittet Friedrich Johann, „steh, Du hast eint große, schöne Aufgabe, ich vertraue ste Dir an, Du sollst mir die Vergebung dessen erwitteu, den ich trotz seiner Hatte verehre und liebe. Wenn es dir, du holder Vermittler nicht ge» lingt, so gebe ich meine Sache verloren."
(Fortsetzung folgt.)
Aus dem Hause erhielt zuerst der Redner des Zentrums das Wort Abg. Frhr. v. Hettlin«, der unter bemerkenswerter Betonung des Vertrauen» feiner Partei zum Fürsten Bülow das ganze Gebiet der auswärtigen Politik durchging. Er sah durch das Marokkoabkommen die Hoffnung eröffnet, daß die Beziehungen zu Frankreich in gute und besserungsfähige Bahnen der Berständigung geleitet werden. Die Annektion Bosniens, im Jubiläumsjahr Kaiser Franz Josefs, bald nachdem die Türkei Verfassungsstaat geworden, müsse man anerkennen mit Rücksicht auf die dort geleistete .Kulturarbeit Oesterreichs. Die Stel- lungsnahme der deutschen Regierung zu Oesterreich sei richtig. E» habe nicht nur gegolten, Oesterreich den Dank für Algeciras abzustatten, sondern auch unsere eigensten vitalsten Interessen durch unsere Bundestreue zu wahren. Durch die Bundestreue sei der europäische Friede gestützt, wenn nicht erhalten.
Abg. Graf Könitz stellte namens der Konservativen fefo daß niemand das Recht hat, Oesterreich-Ungarn bezüglich Bosniens Vorschriften zu machen ober von ihm Kompensationen zu verlangen, nachdem es sich mit der Türkei geeinigt hat. Deutschland hat Recht daran, sich an seine Seite zu stellen. Andererseits haben wir keinen Grund, in unserer traditionell freundschaftlichen Stellung zu Rußland eine Aende- rung eintreten zu lassen. Die Beseitigung der Kriegsgefahren sei in erster Linie dem tatkräftigen Eingreifen des Reichskanzlers zu verdanken. Dadurch Hai er sich immerwährendes Verdienst erworben, und der beste Lohn wird ihm der Dank des Vaterlandes fein. (Lebh. Beifall recht».)
Di« JnsertionsgebÜhr beträgt für die 7gespalten« Zelle oder der« Raum 15 Pfennig, für Reklamen SO Pfennig" - - . ,
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Für die nationalliberale Partei sprach Abg. Baffer- mann. Auch er bekundete seine Genugtuung über di» durch das unentwegte Festhalten an der Waffenbrü- derschast mit Oesterreich gekennzeichnete Haltung bei beutschen Regierung unb über bas Marokkoabkommen mit Frankreich, dessen Schwerpunkt in der wirtschaft- lichen Erschließung des Landes steht. Die Nützlichkeit unseres starken Heeres sei aufs Neue in bett Tagen der Balkankrtse bewiesen worben, ohne bieses starke Friebensbeer wäre das Wagnis eines frischen, fröhlichen Krieges unternommen worben. Redner wünschte, daß burch birelte Vereinbarungen ohne eine internationale Konferenz die Balkankrise enbgültig beseitigt werde. Die in Aussicht gestellte Reorganisation im Auswärtigen Amt und im Auswärtigen Dienst sei zu begrüßen. Neben den juristisch borge« bildeten Bewerbern sollten auch tüchtige Praktiker hinzugezogen werden. Die Beziehungen zur Auslandspresse müßten besser werden. Redner schloß mH dem Hinweis, daß die fast bebattelofe Genehmigung des Marineetats eine Vertrauenskundgebung für den Staatssekretär war, die von der ganzen Nation geteilt werbe. (Bravok)
Abg._ Schrader (freif. Bgg.) erklärte sich mit de» Grundzügen der Politik der Regierung einverstanden, brachte aber Bemängelungen im einzelnen vor.
Abg. Ledebour (Soz.) vertrat mit teils freiwilliger, teils unfreiwilliger Komik in drastischer Weist dre Ansicht der Sozialdemokratie. Seine Ausführungen standen auf bet Höhe feiner kolonialpolitischen Reben. Seiner Ansicht nach gebührt der Dan! einer Vermeidung des Krieges auf dem Balkan — der serbischen Sozialdemokratie —; da blieb kein Slug« trocken.
Hierauf legte Erbprinz z» Hohenlobe-Langenbur, in einer mehrfach von Beifall unb ZustimmungS» äußerungen unterbrochenen, bemerkenswerten Rede den Standpunkt der Reichspattei dar. Er führte auS: Ich begrüße es aufs wärmste, daß unsere Regierung durch das feste Zusammenhalten mit unseren bewährten Bundesgenossen in der Welt eine höchst wichtige Rolle gespielt hat zu einer Zeit, wo überall die Befürchtung bestand, daß eine friedliche Lösung der Bal- fanfrage nicht mehr möglich sein würde. Unser Verhältnis zu Oesterreick bat sich wieder als Bollwerk bei FriebenS bewährt. (Beifall.) Was bet Reichskanzler über die Nützlichkeit des Zusammengehens mit England gesagt hat, kann ich vollständig unterschreiben. 5kch kenne die Engländer aus persönlicher Erfahrung sehr genau und ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß wir zu einem engeren Verhältnis zu England ge- tanaen, wie es der StandeSverwandschast der beiden Nationen entspricht. Wir müssen auch unserer Volksgenossen im Auslande gedenken, die eine wertvolle Verbindung im Auslande mit der alten Heimat bar« stellen. Wenn wir nicht die Fähigkeit besitzen mit kräftigem Entschluß die nationalen Fundamente zu festigen, die unsere Rüstungen unb unsere Wehrhaftigkeit in steigendem Maße erfordern, so wird die Diplomatie auch mit der größten Arbeitskraft niemals in der Lage sein Deutschland erfolgreich zu vertreten. (Lebhafter Beifall.)
Fürst Bülow ergriff noch einmal das Wort, um den Vertretern der bürgerlichen Parteien dafür zu danken, daß sie dem politischen Verhalten der Regierung ihre Anerkennung gezollt haben unb ging auf einzelne, in der Debatte berührte Punkte ein.
In ihrer Sonntagsbeilage „Nach Feierabend knrb sie im nächsten Quartal
haftes m ihrem unschuldigen Blick. Wie mit I Tochter verriet, schwerlich hätte er ihr gegen» dem Pinsel sind die kohlschwarzen Braunen I üler sein Inkognito in Wien wahren können, darüber gezeichnet, und die schweren, langen I rlm die zwölfte Stunde des Tages, nachdem Wimpern decken ost die dunkeln Sterne. Wenn Frau von Rothenfelds Telegramm anlangte, irgend etwas Felicie verletzt, wenn sie in ihrem sehen wir Fee und ihren Vater im Prater. Sie
zarten Empfinden unsanft berührt ist, dann I reiten ein Paar auserlesene, schöne Pferde und zieht sie sich wi die Mimow in sich selbst zurück I bewundernde Augen folgen dem Paar. Das
^rcht gelocktes Haar I junge Mädchen tr? t ein stahlblaues Reitkleid, ^M^Vlond 'mt einem goldigen Schim- Cylinder und Schleier, während Friedrich Jo-
umgibt in modischer Frisur das schone, hann im englischen Rc.td eß ist, was seine
tunge Haupt der Tochter und fallt in natürlichen Mächtige Gestalt trefflich kleidet.
* ÄJ stnnm 4. , I Man bat sie ost im Prater gesehen und die
r i 'an5,c. /,uht das Vaterauge mit Stolz auf I abenteuerlichsten Vermutungen kursierten in der seinem Liebling. John Red, wie er hier heitzt, 1 ~ ...... “ ■ ----
fühlt es heiß emporquellen, und er zieht das blühende Geschöpf in die Arme und herzt es zärtlich. Er mutz ihr heute jene Mitteilung machen, vor der er in Scheu zurückbebt, aber nicht hier im engen Zimmer, draußen unter Gottes freiem Himmel, auf einem jener Spazierritte, die er mit ihr unternimmt. Ball» nachdem Hans Leopold Wien mit dem wichtigen Briefe verlassen, hatte Red seinem Kinde seinen Beruf anvertraut, er hatte ihr ferner gesagt, datz er sich anläßlich seiner Heirat mit seinen Eltern überworfen: näheres hatte er verschwiegen, und er war erstaunt, wie ruhig Fee alles aufnahm. Sie war nur noch liebevoller und zärtlicher gegen ihn gewesen, und obgleich sie darauf 6tc *.nte, den Zirkus ihres Vaters zu besuchen, so äußerte sie den Wunsch nicht, aus Angst, datz es „ihrem goldenen Papa" unangenehm sein könnte.
Oie frage 6er keicksfinanrreform
wirb zur Entfcheibung kommen, an bereu glücklichen Lösung jeher Staatsbürger interessiert ist.
Die Weltlage trägt noch immer bedrohlichen Eharakter. Die Orientkrisis ist noch nicht gelöst, auch für Deutschland stehen
wichtige Enffcfigidunggn
Ql.tÄ SWotffiÄf.ma I ?.6et Grund, einen Genossen, der ein wich-
/1119 Dem ?JCetO)_ia(ie. I ttget Faktor in der europäischen Politik ist, auf
Das Haus zeigte heute das Gepräge des I llch selbst oder auf andere Freundschaften anzu- „arotzen T""c Die Diplomatenloge wie die I tD?Ven*<-..®2ne diplomatische Niederlage Oester- für das Publikum bestimmten waren überfüllt. tet„^5 hatte auch erhebliche Einwirkung auf
In der Hofloge erschien Prinz August Wilhelm “"fer® internationale Stellung ausgeübt. Da
mit den Chefs der Marine- und Militättabi- "an einer Vasallenschast ist einfältig, netts, dem Herzog von Ratibor und anderen I o/ b' Oesterre ch hat den recht-
Versönlichkeiten der höchsten Militär- und Ver- mäßigen Anspruch auf seiner Seite, und dem
waltungskreise. Fürst Bülow betrat schon vor | betzusprmgen, entspricht d m deutschen Charak- Beginn der Sitzung bei; Saal, am Bundesrats- | ® , ,Ime,Ion ™ar die Folge einer 30=
tisch hatten sich bereits die Staatssekretäre von I , kulturellen und wirtschaftlichen Politik Schoen, v. Tirpitz, v. Bethmann-Hollweg, Sydow tn ®05"te" und der Herzegowina. Serbien da- und Dernburq mit zahlreichen Kommissionen I Aat keinen Rechtsanspruch auf seiner eingefunden. j beite. Die serbischen Rüstungen sind etn gefähr-
Die starke Anziehuno «rast, die die Verhand- ^sFptel. (Sehr rich tg'Z Wir können an langen des Etats des Reichskanzlers und des I Oestereich-. no^rn oder die Türket nicht die Zu- Auswärtigen Amts dur \ die dabei mit Sicher- I ^mng stellen, daß sie unberechtigten serbischen beit zu erwartenden Auslassungen des Reichs- I Aspirationen nachaeben sollten. Diese Aspira- kc nzlers über die Begebnisse in der auswärtigen I "°"en sind keinen Krieg geschweige denn einen Politik ohnehin ausübe:. war diesmal noch ver- I Weltbrand wert. Das Friedensbedürfnis wird stärkt durch die gespannte Situation auf dem I Pöif genug sein, um einen solchen Welt- Balkan und das angebliche englische Angebot zu 3U verhüten. u urch seine veränderte
einer Herabsetzung der Flottenrüstungen. — I btellungnahme hat R tzland und Kaiser Niko- Die Besucher waren nicht enttäuscht. Gleich nach I ^!s.?J®t5,^!ennun9 ,uni)
Eröffnung der Sitzung und Erledigung der I ^^Äreunde erworbr r. (Bravo!) Wir übrigen geschäftlichen Mitteilungen erhob sich WL. keinen Echrrtt getan und werden keinen unter allgemeiner Spannung Fürst Bülow. Er I inn>cttin6at wäre oder zum
führte aus: Von den politischen Ereignissen der Nesse an unserer festen Ent-
letzten. Zeit ist der Besuch des englischen Königs- ^Aenyeit, kein osterrelch,)ches Lebensinteresse paares in Berlin voranzustellen. (Zustimmung.) I Un<>luCn0^L ro t Mut zu
Die herzliche Aufnahme und die Begrützungs- I Forderungen gestellt
wotte des Königs haben gezeigt, daß das Netz- I : an" mi^enr«tt
i-erk der Beziehungen nicht so leicht zu zerreißen I lBravo!)
ist so sehr auch von mutwilligen Händen daran I Oesterreich-lln^ .rn stehen,
gezerrt sein mag. (Beifa .) Kaum zwei Län- I stEern wir unsere Interessen am besten und der sind für ihre nationale Arbeit so sehr auf- I r-Ut ^®Itun9 des euroeinander angewiesen wie England unb Deutsch- I £ , 111* Neffen Wahrung gewünscht
land. (Leb. sehr richtig!) Datz Deutschlanb bet «Ä- rn-Ä und bem beutschen
beste Kunde Englands ist, ist allgemein aner- I $oIte- lLebh. Verfall.) tonnt. Aber auch von der deutschen Ausfuhr nimmt kein Land soviel auf, wieErosibritannien.
Ich bin aber der festen Zuversicht, daß es den englischen Fanatikern nicht gelingen wird, einen ausschlaggebenden Einfluß auf das polttische Denken der britischen Nation zu gewinnen. , .... , i (Bravo!) Das Marokkoabkommen Deuffchlands
Zahlung unteres heimatlichen Dichters mit Frankreich will ein freundliches Zusammen- t- . _ n 72 7—:— ------ I wirken der beiden Mächte ermöglichen. Ein er-
Deinr« llaumann^lianzhaulen bringen? I heblicher Widersprach ist zu meiner Freude nicht War s-it j CI..— IUI I laut gewor en, weder bei uns noch in Frank- Wer Wind tat, IDird Sturm ernten«, | reich. Der Vorwurf der Inkonsequenz trifft nicht zu. Es liegt uns fern, offen ober versteckt gegen Frankreich Politik u treiben. In ber Politik des Orients bin ich sogar verdächtigt worden, als ob unsere ." *Uung schwankend, be-