mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain «
und den Beilagen: ,Mch Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und,Landwirtschaftliche Benage."
oder bttttt Raum 15 vfwtntg, ffte Rallmmu 80 Psenatg. — 11
Druck und Berlaar Joh. Aug. Koch, UniversttLtSbuchdruckemi v^M’0*
Inhaber Dr. L. Hltzrroth, Marburg, Markt 31. — Telephon 55.
Man abonniert auf btt täglich erscheinende „Oberhessische Oll
w . Zeitung" bei allen Postämtern und unser« Zeitungrstellen in
J18 74 Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — MarktSl. —-
*1=* - Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2I5 Mk. (ohne S0NNtlla 28. MÜIZ 1909.
Bestellgeld), bet unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk._____________________j________________"
Drittes Blatt.
^^^^==^^=^====^3
Die deutschen Attienqesellschasten im Jahre 1908.
Nach den Ermittlungen des Kaiserlichen Statistischen Amts auf Grund der Bekanntmachungen der Gerichte im „Reichsanzeiger" wurden tm Jahre 1908 151 Gesellschaften mit einem nominellen Aktienkapital von 162,5 Millionen Mark neu gegründet, gegenüber 217 Gesellschaften mit 260,7 Millionen Mark im Jahre 1907. Die Eründungstättgkeit des vergangenen Jahres ist somit erheblich schwächer gewesen als im Jahre 1907. Auf die einzelnen Vierteljahre des vergangenen Jahres verteilen fich di« Reugründungen wie folgt:
Nominelle- Zahl. Aktienkapital ICO ""ark
1. Vierteljahr 43 47 575
2. 34 48 703
3. 37 28 747
4. ,, 37 37 913
Von den 151 neuen Gesellschaften des Jahre« 1908 wurden 72 mit 82,0 Millionen Mark Aktienkapital unter Einbringung bestehender Unternehmungen gegründet: für die Sacheinlagen wurden hierbei 66,5 Millionen Mark in Aktien gewährt. Im Jahre 1907 war die Umwandlung bestehender Unternehmungen in Aktiengesellschaften — wie die gesamte Eründungstättgkeit — größer; im Wege der Umwandlung waren im Vorjahre 118 Gesellschaften mit 182,8 Millionen Mark Nominalkapital gearündet. Bemerkt sei hierbei, daß das Kaiserliche Stattstische Amt auf Grund der Angaben des Reichsanzeigers nur diejeniaen Sacheinlagen feststellen kann, welche unter Beobachtung der Schuhvorschrift des § 186 Abs. 2 Handelsgesetzbuchs eingebracht werden.
Kapitalerböhungen erfolaten im Jahre 1908 bei 295 Gesellschaften um 443,9 Millionen Mark, während 69 Gesellschaften Kapftalherabsetzungen in Höhe von 40,0 Millionen Mark vornahmen. Don den letzteren erfolgten nur 4 durch Rückzahlungen oder Ankauf von Aktien, und zwar im Gesamtbetrags von 0,7 Millionen Mark. In den übrigen 39,3 Millionen Mark wird man Kapitalverluste der Aktionäre infolge Sanierungen zu erblicken haben.
10 Gesellschaften mit einem Aktienkapital von zusammen 37,9 Millionen Mark wurden wegen Fusion mit anderen Gesellschaften im Handelsregister gelöscht.
Neben den „tätigen" Gesellschaften ermittelt das Kaiserliche Statistische Amt die Gesellschaften in Liguidation und in Konkurs. Im Jahre 1908 traten in Liquidation 73 Gesellschaften mit
Der preußische giinbftnrm 1813.
Näher rücken die hundertjährigen Gedenktage der Befreiungskriege, und gern wird sich das deutsche Volk an die mannhafte und opferfreudige Erhebung erinnern, mit der in heldenmütigen Kämpfen das Joch der Fremdherrschaft zerbrochen und Napoleon I. besiegt und gebändigt wurde. In dem demnächst erscheinenden, die monumentale „Geschichte der Befreiungskriege 1813—1815 abschließenden zweiten Bande vom „Frühjahrsfeldzug 1813", bearbeitet von Generalleutnant v. Caemmerer (Verlag von E. S. Mittler u. Sohn, Berlin), finden wir u. a. eine fesielnde Schilderung der vaterländischen Bewegung und Begeisterung, die als äußerstes Volksaufgebot den „Landsturm" erstehen ließ.
Das Militär-Gouvernement hatt« zunächst das Aufstellen von Finalen gefordert und bekanntgegeben, daß das Anzünden dieser Feuerzeichen und das Läuten der Glocken als Mittel der Zusammenberufung zu dienen habe. Die Regierung der Kurmark verkündte in den ersten Apriltagen, daß der Landsturm aus den wehrfähigen Männern bestehe, die nicht in di« Landwehr eingestellt seien, daß man sie nach der Verschiedenheit der von ihnen geführten Waffen in Abteilungen zusammenfaffen müsie und daß die krätigsten und unternehmendsten Männer, vor allem die Obrigkeiten und Schulzen, die Führung zu übernehmen hätten. Besonders auch die Gendarmerie-Offiziere sollten sich die Führung angelegen sein lasten.
$5 wäre nun die Sache der Landrät« , gewesen, in ihren Kreisen die Ausführung dieser Erlasse vorzubereiten und zu regeln. Aber da« für die große Sache begeisterte Volk wartete nicht erst ab, bis es von seinen Behörden zum Volkskrieg aufgerufen und angeleitet wurde. ^Oas Volk steht auf, der Sturm bricht los,"
80,0 unb gerieten in Konkurs 16 Gesellschaften mit 10,2 Millionen Mark Nominalkapital.
Auf der Grundlage der für Ende 1906 aufgemachten Bestandstatistik ist mit Hilfe der Be- wegungsstatistik der beiden Jahre 1907 und 1908 eine Fortschreibung des Bestandes der „tätigen“ Gesellschaften und der Gesellschaften in Liquidation und Konkurs erfolgt. Hiernach bestanden am 31. Dezember 1908:
Nominelle«
Zahl
„tätige" Gesellschaften 5184
Gesellschaften in Liquidation 297
Gesellschaften in Konkurs 80
Bkti-nkavital
Mi", "‘'-rt
14 634,6
866,6
50,9
Deuts i land und Oesterreich.
In einem Berliner Telegramm der „Köln. Zeitung" heißt es hinsichtlich der „Temps". Meldung über ein briefliches Versprechen des Kaisers an den österreichischen Thronfolger betreffs bedingungsloser Unterstützung, wodurch die deutsche Diplomatie festgelegt worden sei: Es ist uns nicht bekannt, ob zwischen dem deutschen Kaiser und dem österreichischen Thronfolger ein auf Bündnistreue Deutschlands bezüglicher Briefwechsel stattgefunden hat. Jedenfalls ist es aber falsch, wenn der „Temps", wie es den Anschein hat, die Meinung verbreiten will, al» ob die deutsche Regierung nur widerwillig und vom deutschen Kaiser gewissermaßen gezwungen die Politik der festen Unterstützung Oesterreich-Ungarns befolgt habe. Sogleich beim Entstehen der Wirren, die jetzt hoffentlich einem friedlichen Ausgang zugeführt werden, herrschte über di« zu befolgende entschi<Den österreich-freundliche Politik keinerlei Meinungsverschiedenheit zwischen dem Kaiser und seinen verantwortlichen Räte«. Alle waren übereinstimmend der Ansicht, daß es Deutschlands Pflicht und Deutschlands Jnteresie sei, mit vollstem Nachdruck auf Oesterreich-Ungarns Seite zu treten."
Zu diesem Artikel des „Temps" läßt fich nun das „Berliner Tageblatt" aus Paris telegraphieren, daß die Veröffentlichung in französischen Journalistenkreisen den Eindruck mache, als stamme sie aus Berlin und bedeute einen neuen Vorstoß des Fürsten Bülow gegen die persönliche Politik des Kaisers. Man könnte diese Vermutung auf fich beruhen lasten, wenn nicht auch in Deutschland fortwährend Kräite an der Arbeit wären, sich zu bemühen, einen Gegensatz zwischen Kaiser und Kanzler zu konstruieren. In diesem Falle dürfte ihre Aufgabe allerdings nicht leicht sein, weil, wie schon gesagt, bei der orientalischen Krisis Kaiser und Kanzler von Anfang bis zu Ende in vollständiger Uebereinstimmung waren. Wenn es unwahrscheinlich ist, daß der „Temps" seine Nachricht aus Berlin bezogen habe, so erscheint aber die Vermutung, daß fie vom Reichskanzler oder ihm nahestehenden Kreisen ausgegangen sein könnte, als gänzlich unfinnig. Das kann nur
sang Theodor Körner. In der Gegend unterhalb Magdeburg, wo die gewaltsamen Lebensmittelbeitreibungen seitens der französtschen Garnison bereits eine heftige Eährung im Landvolke erzeugt hatten, fühtten ein kleines Vorpostengefecht in der Nacht vom 8. zum 9. April zu einem Alarm, der im Laufe des nächsten Vormittags mehrere tausend kampfbereiter Männer an der Seite der Truppen bereitstellte. Und dieser Alarm setzte sich fort durch die ganze Kurmark zuerst nördlich bis an die mecklenburgische'Grenze und nordöstlich um Berlin herum bis über Prenzlau hinaus: er ging dann an der Oder aufwärts nach Frankfurt und kam am 12. über Fürstenwalde und Mittenwalde, an der nahen sächsischen Grenze entlang laufend, Äs in die Gegend von Potsdam zurück. Ueber- all war die rücksichtslose Entschlossenheit des Volkes zur Einsetzung seiner ganzen Kraft in rührender und erhebender Weise hervorgetteten, ja, in Nowawes bei Potsdam hatten die Weiber einige heimlich zurückgeblieben« Männer weidlich durchgeprügelt, um ihnen ihr« Pflicht gegen das Vaterland klarzumachen.
Im Kreise Lebus, wo der Major v. d. Marwitz auf Fttedersdorf di« Bestimmungen entwarf öurbe angeordnet, daß bei Annäherung des Feinde, die ganze, nicht zu den waffengrei- fende Bevölkerung de« flachen Landes ihre Wohnstätten verkästen und mit ihrer beweglichen Habe, vor allem mit ihrem Viehbestände, die Flucht antreten müste, um so dem Feinde die Möglichkeit de» Leben» vom Land« zu entziehen. Haltbare Städte aber sollten sich auf di« Vetteidigung ihrer Mauern einttchten. E» war der Mut der Verzweiflung, der au« solchen Vorschlägen sprach, und e» ist immerhin zu verstehen, daß sich in den Beamtenkreisen vielfach ernstlicher Widerstand erhob, al» «ine Königliche Verordnung vom 21. April solch« Gedan- fcn gleichfalls verkündet,.
> an Stellen geglaubt werden, die über den «Gang der auswärtigen Politik Deutschland« in keiner Weise unterrichtet find."
Frage der elektrischen Schnellbahnen.
Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat auf eine Eingabe der „Kommunalen Vereinigung für den Bau einer Rheinisch-Westfälischen Ctädtebahn" folgenden Bescheid erteilt:
Der Anttag auf Etteilung der Erlaubnis zur Vornahme der Vorarbeiten für eine vollspurige, elettrisch zu betreibende doppelgleistge Haupteisenbahn für den Personenverkehr zwischen Dortmund und Düsseldorf wird einer eingehenden Prüfung unter Anhörung der beteiligten Provinzialbehörden unterzogen werden. Im Anschluß an die bereit» Ihrer Abordnung am 1. d. Mts. gemachten Eröffnungen möchte ich aber von vornherein keine Zweifel darüber las. sen, daß die Konzesfionierung der geplanten Privateisenbahn grundsätzlichen Bedenken begegnet. E» handelt fich nach den Darlegungen de» Antrages um ein Unternehmen von groß, ter Bedeutung, welches über den Rahmen eine« interurbanen, die Straßenbahnnetze von benach- barten Städten verbindenden Schienenwege« weit hinausgeht und eine gleichlaufend mit der Staatsbahn und neben dieser herzustellende au», gedehnte Bahnlinie mit durchweg eigenem Bahnkörper zum Ziele nimmt. Mit Recht geht daher der Antrag davon aus, daß di« projek» tteite Bahn, für die eine Geschwindigkeit von l£0 Kilometer in der Stunde in Aussicht g«. nommen ist, nach ihrer Zweckbestimmung und Verkehrsbedeutung dem Gesetze vom 3. November 1838 zu unterstellen und unter die Haupteisenbahnen einzureihen sein würde. Die Zulassung einer solchen Wettbewerbslinie, die we- sentlich auf den jetzt von der Staatsbahn bedienten Verkehr angewiesen wäre, würde abdr eine Durchbrechung de« im allgemeinen Landes- ienteresse planmäßig durchgeführten Staatsbahnsystems bilden, dem der Gedanke zugrunde Hegt, Eigentum und Verwaltung der für den großen Verkehr wichttgen inlän^ttchen Eisenbahnen in der Hand des Staates za vereinigen und daraus eine einheitlich nach staatlichen und gemeinwirtschaftlichen G» ' htspunkten geleitete Verkehrsanstalt zu machen. An diesem System muß die Königliche Staatsregierung grundsätzlich festhalten: sie wird sich daher, zumal im Hinblick auf die sehr bedeutenden, für die Vervollkommnung der-Bahnanlagen, sowie der Betriebs- und Verkehrseinrichtungen gemachten Aufwendungen, nid)t ohne zwingende Gründe dazu entschließen können, einem privaten Eisenbahnunternehmen Raum zu geben, welches, sich bart neben die Staatsbahn legend, dieser auf einer der verkehrsreichsten Hauptstrecken in beträchtlichem Mage Abbruch tun und auf den Gesamtverkehr der Staatsbahn in erheblichstem Grade einwirken müßte. Es bedarf hiernach der ernstlichsten Prüfung, ob in der Tat ein dringendes Bedürfnis für die beabsichtigte
Aber Scharnhorst und Gneisenau waren doch vollkommen im Recht, wenn sie für den letzten Kampf um die polittsche Existenz auch äußerste Mittel forderten. Elausewitz hatte im Winter 1811/12 einen Aufsatz geschrieben, der zum Volkskrieg bis aufs Mester entflammen sollte, falls Preußen die russisch« Partei ergriff. Und es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß das preußilcke Volk überall seine Vorbereitungen zum Kampfe mit hohem Ernste traf. Auch bie wackere, Männer vom Landsturm waren zum äußersten entschlossen, sie wollten siegen oder untergehen, wie die bester gerüsteten Krieger in Landwehr und Heer. Die Größe der Zeit tritt aus ihrem Tun nicht weniger leuchtend hervor wie aus der strahlenden Tapferkeit bet Kämpfer von Großgörschen.
Zum SO. März 1909.
Von Henry Wolff, Mitbegründer bet „Krieger-Kameradschaft" zu Marburg.
Im „Hessischen Hof" auf Numero Ein», Da hatten sie sich verbündet,
Die Hände erhob'» und zu bleibenden Sein« Die Krieger-Kameradschaft gegründet.
Die Kriegs-Kameraden, ich fth' si« noch heut Im Geist, um die Tische gruppieret, Und lebhaft besprechen die ruhmreiche Zett, Die fie da zusammen geführet.
H. Cchweinsberg, R. Becker, stets redegewandt, Meister Althans, int Jägerlatein,
A. Brüll, der im „Feuer" als ruhig bekannt, H. Lapp, A. Noll und Fritz Winterstein.
E. Kujus, H. Laubscheer, Karl Wilke und Dey Und Stoßeck, der Garde-Schütze, Bei jeder Faßpartte war er dabei Unb machte ««dichtete Witze.
Schnellbahn anzuerkennen ist und ob es nicht der Etaatseifenbahnverwattung überlasten bleiben muß, den fortschreitenden Verkehr durch Entwicklung ihrer Einrichtungen zu befriedigen. In dieser Beziehung ist darauf hinzuwei^en, daß kostspielig« Umbauten teil» im Werke, teils nach bereits grundsätzlich feststehenden Entwürfen geplant find, um in dem hier in Betracht kommenden Teile de» rheinisch-westfälischen Industriegebiete» die Hauptstrecke durch Ableitung de» Güterverkehr» zu entlasten und dadurch vorwiegend für den Personen- «nd Schnellzugsverkehr nutzbar zu machen. Alsdann muß aber bezweifelt werden, ob der außerordentliche Kapitalsaufwand, den die Verwirklichung des Plane» erfordern würde, tom volkswirtschaftlichen Standpunkte au« gerechffettigt und allein mtt bei Einrichtung des elektrischen Betriebes ausreichend zu begründen wäre.
Weiteren Bescheid behalte ich mir nach Abschluß der angeordneten Prüfung vor.
Die Entwicklung KiauttchouS.
D r Staatssekretär de« Äeii,martw<lmt» v. Tirpitz äußerte fich gelegentlich der Verband« lunaen des Etat» für Kiautschou, der sich in fünf Jahren um 6 Millionen verringert hat, iw l igcret Rede über dieses Schutzgebiet,, feine Vergangenheit und Zukunft, namentlich in Bezugnahme auf das englische Hongkong. Di« vielfache Mutlosigkeit draußen und in Deutschland gegenübe'- Kiautschou könne er nicht teilen. Er sei überzeugt, daß sich die pessimistische Auf- fcstuna bald wieder verflllcktigen würde. Der Staatssekr tär schilderte eingehend die Verhältnisse in Ostasien vor und zu der Zeit der Pachtung Kiautschou». In Kiautschou ist im Laufe der Jahre auch nach ausländischem Urteil für die aufgewendeten Summen sehr viel geleistet worden. Tstngtau ist in einem Zeitraum von 11 Jahren aus einem oben armen Dorf zu der siebenten Handelsstab: Chinas emporgewachsen. Hong' g hat man noch 15 Jabre nach seiner Erwerbung bekanntlich wieder aufgeben wollen. Diese englische Kolonie .ezieht tm übrigen noch 15 Millionen Mark jährlichen Zuschuß vom Mutterlande. Der derzeitige Rückgang des Handels in Tsingtau hängt lediglich mit der allgemeinen wirtschaftlichen Deprestic-. Ost- asiens zusammen. Trotzdem sind die Einnahmen Tsingtaus doch um 40 000 Dollars gestiegen, während die Hongkongs um 200 0C1 Dollars gesunken sind. Die neuesten Berichte aus Kiautschou lauten sehr günstig. Der Schiffsverkehr tm Februar ist um 50 Proz., der Bahnverkehr um 37 Prot. gestiegen. Für die neuen Bahnbauten find allein sür 25 Mill'"nen Ltari Aufträge nach Deutschland gegangen, lediglich des- haÜ, weil wir Tfingtau besitzen. Die größte englische Firma Ostasiens hat sich am 1. März in großer Form in Tstngtau niedergelassen, was sehr bezeichnend ist. Die Kohlenaussuhr ist gegen das Vorjahr um das Zwanzigfache gestiegen.
D. Diebel und Dersch. A. Reckin und Hardt, Und Hüge, der Träger der Fahne, Der Rehbraten-Eötz mit dem roten Bart, August Koch von der „Lust an der Lahne". Der alte Sauer" und „Wagners Fritz", Der schneidige Oberjäger: S_.it der Mappe im Arm der Stegelitz Und der Schristenführer, der Gröger.
Christoph Müller und Jakob Crarnerding, Der Baß beim Erschallen der Lieder, Und Bachmann der stets zu sisch anfing, Kaiser, Keppler, Löwe und Hüter.
Und von t-en Soldatenliedern erschallt' Gar oft i j Lied von dem Mantel, Daß dreißig Jahre er nun schon alt. Doch lieber trotz Alter und Wandel.
Doch die Kämpfer für Deutschlands Einheit, I ,e Erbauer des Kaiserthron's Stufen, Die Meisten davon hat die rastlose Zeit ? r „großen Armee" schon berufen.
Heut zählen zum Bund, die ihn damals geweiht, Richt viel mehr der alten Knaben, Denn dreißig Jahre zählt er auch heut, Wie der Mantel, den besungen fie haben.
Doch möge er blüh'n und gedeihen hinfott, Auch wenn fie verschwunden, die Alten, Den gedienten Soldaten ein lieber Ort. Um Kameradschaft zu halten.
Dies sei mein Gruß au» weiter Fern, Ueber Länder und Meere getragen;
Der Krieger-Kameradschaft gedenk ich so gern, So heut wie vor dreißig Jahren.
Woodside, Long Island, 15. März 1909.
Henry Wolff.
Nachschrift der Red.: Der Verfasser hatt« ftüher hier unter der Firma I. H. P. Wolff dn Papiergeschäft.