und den Beilagen: „Nach Fererabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Berlage.^
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Marburg
Dienstaq 16 März 1909.
Die Jrn'erti onSgebübr beträgt für bte 7gespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Unioersitätsbubdruckerei Inhaber Dr. T. H itzero th, Marburg, Markt 21. — Telephon 55
44 Iahrg.
Zweites Blatt.
Politische Umschau.
Ueber die Ziele de« Flottenvereins sprach sich der Präsident Großadmiral v. Köster tn Karlsruhe folgendermaßen aus:
„Ich möchte hervorheben, daß das Präsidium des Flottenvereins zunächst nicht die Absicht hat, über den Rahmen unseres Flottenqefehes hinauszugehen, daß der Verein aber bestrebt sein wird, dahin zu wirken, daß die festgelegte Stärke unserer Flotte unter allen Umständen erreicht werde, und daß wir in Kraft und Geschwindigkeit unserer Schiffe nicht gegen den Durchschnitt anderer Nationen Zurückbleiben. Extreme Schiffsbauten sind zu vermeiden. Dem Panzerkreuzer, dellen Wichtigkeit für die Aufklärung wie für die Schlacht von allen leitenden Nationen anerkannt wird, müssen wir unsere ganz besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Wir dürfen mit dieser Cchifssart, deren Bedeutung sich erst in den lebten Jahren voll entwickelt hat, nicht in Rückstand geraten und müllen die durch das Flattenaeseß sestaeseate, enabegren^te Zahl von vollwertiaen Schiffen dieser Klasie fordern. Die Seeschlacht wird nur wenige Stunden wäbren. der Aufmarsch'kann, wenn es sich um den Krieg mit einer euroväischen Macht handelt, kaum Tage erfordern. Der Zusammenstoß wird also sehr bald erfolaen' se'stärker wir bestrebt llnd, unser gesaml-s Schiffsmaterial auf dem Höhepunkte der Kriegsbereitschaft zu halten, um so arößer wird die Hoffnung auf Erfolg. Die Schlacht wird, dellen können Sie sich versichert halten, die Entscheidung zur See her- teiführen. Nicht kriegsbereite Schiffe können daher im weiteren Verlaufe des Krieges nur von geringem Nüßen sein."
Sozialdemokratie und Wehrpflicht.
Die „Frankfurter Volksstimme" veröffentlicht unter dem Titel „Wehrpflicht und Steuerzahler" einen Artikel, der von dem militärischen Mitarbeiter des sozialdemokratischen Blattes verfaßt ist und folgendermaßen beginnt:
„Solange die Völker so dumm bleiben, wie sie es bisher waren, brauchen sie Soldaten. Zur Erleichterung der Deckung des im Laufe der Zeit immer größer gewordenen Bedarfes an Kriegsleutcn wurde die Behauptung konstruiert, daß da, schönste Kleid des Königs Rock sei und die Armee das herrlichste Gebilde des Landes vorstelle. Schlägt man aber das am 9. November 1867 für den Norddeutschen Bund erlaßene Mikitärgeseß, das auch für das Deutsche Reich gültig ist. auf, so nimmt die Sache sich plötzlich ganz anders aus. Der § 1 dieses Gesetzes bestimmt nämlich:
„Jeder Norddeutsche ist wehrpflichtig und kann sich in der Ausübung dieser Pflicht nicht vertreten laßen. Ausgenommen von der Wehrpflicht sind nur:
a) die Mitglieder der regierenden Häuser:
b) die Mitglieder der mediatisierten, vor. mals reichsständischen und derjenigen
2 (Nachdruck verboten.)
Enterbt.
Original-Roman von Freifrau Gabriele v. Schlippenbach.
< ftortlefcung. >
Mißtrauisch schielt Rosenfeld aus den Augenwinkeln auf den Sprecher, mit dem ihn eine feste Jugendfreundschast verbindet, die sich von der Zeit herschreibt, die sie gemeinsam im Neuenwalder Pastorat als Knaben verlebt. Damals, als die beiden alten Kurländer jung waren, hielt man in ihrem Stande noch nicht übermäßig viel vom Lernen, selten machte einer das Gymnasium durch, mit 17 oder 18 Jahren bezogen die reichen, jungen Barone Kurlands für einige Semester die baltische Universität in Dorpat, oder sie reisten nach Deutschland, um in Köttingen oder Heidelberg, wie es hieß, zu studieren. Später kehrte man heim, übernahm ein Beigut und nach des Vaters Tod das Hauptgut, zahlte den Geschwistern ihr Erbteil aus und sah sich unter den Töchtern des Landes um, zu denen man selbstredend nur diejenigen zählte, die eine tadellose Ahnenreihe aufwersen konnten und die zum Uradel der Provinz gehörend, nur ein sieben- oder neunzacktges Kronletn Über dem Wappenschilde führten.
' „Erbarme Dich, Brüderchen," brummte Rothenfeld, „man muß den Frauenzimmern gegen« jsiber nie eingestehen, daß man Unrecht hat. Trotzdem muß man den liebenswürdigen Ehemann spielen. — Aber ich wollte Dir von dem famosen Pürschgang am 8. Juli im Jahre des jHerru 1874 erzählen."
llnd nun wurde Rothenfeld Feuer und Klamm« und trug dem Freunde eine fabelhafte Deschicht« vor, eine jener Jagdlügen, wie sie
Häuser, welchen die Befreiung von der Wehrpflicht durch Verträge zugesichert ist oder auf Grund besonderer Rechtstitel zusteht.
Da haben wir es! Dem großen Haufen wird gesagt, Soldat sein, stellt «ine Ehrenpflicht vor, der schönste Tod sei der Tod auf dem Schlachtfelds. die großen Herren aber werden von der Ehrenpflicht, dem Vaterlande als Soldat zu dienen, und dadurch auch von der Aussicht auf den Heldentot befreit. Bald so. bald so, wie's trifft!"
Es ist eine neue Erscheinung, daß auch die sozialdemokratische Preße sich „militärische Mitarbeiter" zugelegt hat. Welcher Art diese sind, kann man schon aus der vorliegenden Probe ersehen. Jeglichen Schamgefühls bar, schimpfieren sie das Ehrenkleid, das sie getragen haben. Sie treiben gewöhnliche Verhetzung und suchen auf Kosten der Wahrheit die antimilitaristische Propaganda zu fördern. Unfug ist es, die Ausnahmestellung der Landesfürsten und der mediatisierten Häuser der militärischen Dienstpflicht im allgemeinen gegenüberzustellen. Es dürfte doch wohl auch dem betörtesten „Genoßen" bekannt fein, daß gerade die Fürstlichkeiten mit seltenen Ausnahmen der Armee angehören, und daß viele von ihnen dem Vaterland« die höchsten Dienste geleistet haben.
Marburg und Umgegend.
(Nachdruck aller Originalartikel ist gemäß § 18 des Urheberrechts nur mit der deutlichen Quellenangabe
„Oberheff. Ztg." gestattet.) ■
Marburg, 15. März.
A Bon der Eisenbahn. Gegenwärtig bereisen Beamte der Eisenbahndirektion die Stationen und suchen an Quellen zur Erhöhung der Einnahmen. Es soll dem Vernehmen nach die Summ« nnicht klein sein, welche sie schon entdeckt haben. Bekanntlich gibt es bei der Eisenbahn verschiedene Tarife. So z. B. wird frisches Gemüse zu einem höheren Frachtsätze befördert als Kartoffeln. Es ist nun ausfindig gemacht worden, daß sehr oft in solchen Säcken mit Kar« toffeln auch ftisches Gemüse verpackt war, wodurch für die Eifenbahn-Verwaltung ein Einnahmeausfall entstand. Seitens der Stationsbeamten soll nun für die Zukunft mehr Gewicht auf die verschiedenen Tarifsätze gelegt werden. Um sich vor Unannehmlichkeiten zu schützen, tun die Absender von Gütern flut daran, den genauen Inhalt der Verpackung auch auf dem Frachtbrief anzugeben, da für die Folge die Kontrolle eine genauere sein wird. — Zur Warnung sei folgender Fall mitgeteilt: Auf den meisten Stationen von Buchenau bis Marburg wird mit den Morgenzügen Milch in Kannen nach Marburg befördert. Die Zurücksen- dung der leeren Kannen geschieht frachtfrei. Dieser Tage nun war auf der Station Buchenau ein Kontrolleur zwecks Revision anwesend, als auch solche leere Kannen zurückkamen. Ganz zufällig sieht der Beamte die Kannen nach und findet in einer derselben einen Butterweck. Der Absender hat jedenfalls nicht bedacht, daß er sich hierdurch einer strafbaren Handlung schul
unter alten Waidmännern üblich sind, eine Münchhausiade derbster Art."
„Ja, das ist wirklich wunderbar," bestätigte Mandau, aber mir ist da noch was Seltsameres passiert, mon cher?"
Jetzt erzählte Rothenfelds Freund eine noch größere Jagdlüge und so ging es den ganzen Weg weiter. Der Leiterwagen fuhr über den holperigen Boden, man wurde tüchtig durchgerüttelt, die wohlgenährten Klepper strebten dem warmen Stall zu. Die Jägerburschen und die buntgefleckte Meute der Hunde folgten in einiger Entfernung. Durch den Nebelschleier brach die Abendsonne und die grauen Wolken- Fetzen zerrißen unter ihrem siegreichen Erscheinen. Bunt und herbstlich geschmückt stand der köstliche Forst da, das rote Laub der Ahorne, das goldgelbe der Birken, das noch teilweis grüne der Eichen stach malerisch gegen die dunklen Tannen und Fichten ab, deren mächtige Stämme stolz emporragten. Es tropfte leise von Blatt und Nadeln das Rot des scheidenden Tagesgestirns warf einen purpurroten Schein auf die weißen, schlanken Birken und die Erde dampft von Feuchtigkeit. Die blaße Mondsichel schwamm im Blauen, die Wolken zogen sich immer weiter nach Osten zurück."
„'S ist doch ein schönes Land unser Kurland," sagte Baron Schöningk-Troska zu seinem Sohn, der den Sitz mit ihm teilte, „ich liebe die heimatliche Scholle über alles und es freut mich, daß auch Du, Hans Leopold, ein echter Sohn unseres Vaterlandes bist."
Mit heimichem Vaterstolz glitten des alten Herrn Augen über des jungen Mannes Erscheinung.
„Du hast Recht, lieber Vater," versetzte der Mojoratserbe auf Troska, „ich bin viel gereist, aber immer wieder kehrte ich gerne heim» Jq
dig machte. Der Beamte jedoch war anderer Ansicht und brachte die Sache zur Anzeige. Der Butterweck dürfte teuer »erben.
* Achtung, Vorsicht! Vor einigen Tagen brachten wir ein Inserat, das uns von einer größeren Annoncen-Erpeditton zugegangen war, in welchem für das Schreiben von 1000 Adressen 6 cM. als lohnender Nebenerwerb, auch für Damen, in Aussicht gestellt wurden. Nach einem uns vorliegenden gedruckten Zirkular (die Anfragen scheinen also recht zahlreich eingegangen zu sein) scheint es der inserierenden Berliner Firma nur um die 1,80 M. zu tun zu sein, die natürlich vorher eingesandt werden müßen, wonach „Adreßtafel und Schema" eingesandt werden. Da die Firma Adreßen aller Stände in 5000 Arten zu „billigen Preisen" auf Lager hält, muß angenommen werden, daß die An- fragenden zum Ankauf dieser Adreßen veranlaßt werden sollen. Woher dann der Verdienst von 6 für das Schreiben von 1000 Adreßen kommen soll, wird nicht gesagt. Man tut gut, hier recht vorsichftg zu sein. — Da wir bestrebt sind, alle fragwürdigen Inserate aug unserer Zeitung auszuschalten, wären wir dankbar für Mitteilung solcher Fälle, in denen unsere Leser zu Schaden gekommen sind.
* Billige Schuhe, lieber galizische Schuhwaren entnehmen wir einem Fachblatt folgende Zeilen: Arg hineingefallen find in Bayern eine Anzahl Personen, die dielen Inseraten Glauben schentten und fich für 7,50 <M. vier Paar neue Schuhe von einer Firma aus Krakau senden ließen. Die Schuhe kamen selbstverständlich per Nachnahme auf dem Zollamte an, wo jede Sendung noch mit 2 cM. Steuer belegt war. Wer aber beschreibt die „Freude", als die „glücklichen Empfänger" vier Paar nagelneue Schuhe aus imitiertem Lederkarton erhielten, die wohl als Leichenschuhe ganz gut genug find, aber zum Gebrauch für wandelnde Menschen sich nicht eignen. Wie der fragliche Zollbeamte mitteilte, sind namentlich bayerische Landleute auf diesen plumpen Schwindel hineingefallen. — Immer wieder taten wir unseren Lesern: „Kauft am Platze!", dann können solche Schwindeleien nicht vorkommen.
* D«r Schnaps wird teurer. Schon vor Beschluß übet die neue seht erhebliche Branntweinsteuer schlagen die Branntweinpreise wieder auf. Seit dem 6. März hat die Spiritus- zentrale in Berlin die Verkaufspreise um 5 -4t pro Liter erhöht.
Hessen-Nassau und Nachbargebiete.
Fritzlar, 14. März. Nach einet hierher gelangten Mitteilung sollen die Geschäfte des kommunalständischen Bauamt, Kirchhain zum Teil mit dem hiesigen Bauamt vereinigt werden: ein anderer Teil wird nach Marburg überwiesen, Kirchhain geht ein. Das hiesige Bauamt, dessen bisheriger Leiter, Bauinfpettor Becker, aus seiner hiesigen Stellung am 1. Mai ausscheidet, ist bis jetzt noch nicht wieder besetzt.
Grifte, 14. März. Ein in oet hiesigen chemischen Fabrik beschäftigter Arbeiter wollte ge
halte es mit dem Seemann und spreche: „Ost ober West, 's Haus ist's Best."
„Das ist richtig unb mir nach meinem Sinn. Gestern abend erst bist Du in Troska angekommen, nachdem Du drei Monate in Deutschland unb bet Schweiz, Oesterreich unb Italien warst unb heute beim Morgengrauen sitzt Du im Sattel unb sprengst zu Deinem Alten nach Hollen hinüber, um ihm die Hand zu schütteln unb bie Iagb bei unserem Nachbar mitzu- machcn, bas ist kurische Art, mein Junge, benn wo wir bie Büchsen knallen hören, bo müßen wir auch babei fein, Hols bet Kuckuck. Hab übrigens «inen Rüffel von Rothenfeld bekommen, weil ich den Bock pubelte, er ist ein Brummbär geworden fett feinem Pech mit dem Sohn, unb feit betn Tode feines Lieblings, der Felicitas, ist, fein Gemüt oft umdüstett, wahrlich, es gehört das Engelsherz der Baronin Wilhelmine dazuj^-üm es auszuhalten."
„Du hast eine kleine Schwäche für Frau von Rothenfeld," bemertte Hans Leopold lächelnd.
„Ja, ich kenn« sie von Kindheit an unb verehre sie: wir waren Nachbarkinber und find weitläufig verwandt, wie es eben bet kurische Abel ist, bet untereinander betratet; wir haben schließlich fast stets irgend eine gemeinschaftliche Ahne. Da war bie Konstantin Utfelet von Korfft^bas halbe Kutlanb stammt von ihr ab. Die Minna Osten so hieß bte Baronin als Mäbchen, unb ich find von jeher bi« besten Freunbe gewesen."
„Vater," der junge Mann neigte sich zum Ohr des Herrn von Söningk, „ich habe John Red in Wien gesehen."
„Den Deibel auch!" rief Schöntngk unb dämpfte feinen Baß, „erzähle, «zähle schnell, mein Junge." .
„Et ist jetzt Direktor eines Zirkus, ich
ftern abenb um 6 Uhr bas Eis bet Eber Überschreiten. Er brach ein unb ertrank. Seine Leiche konnte nicht geborgen werben.
Sontra, 14. März. Ein frechen Schwinbek leistete fich vor einigen Tagen hier ein angeblicher Theaterbirektor. Durch eine große Annonce in bet „Sontraer Zeitung" lub er das hiesige Publikum zu einer einmaligen Theatervorstellung im Stadtpark ein. Auf dem Programm stand „Die Dollarprinzesfin" unter Mitwirkung von Militärmusik. Als der Beginn der Vorstellung heranrückte, fand fich eine sehr große Zahl Theaterfreunde int betreffenden Lokale ein. Wohl wat der Saal hell erleuchtet und schön durchwärmt, doch von bet Theater» gesellschaft wat nichts zu sehen. Der falsch« Direktor hatte unter bet Angabe, bie Gesellschaft von bet Bahn abholen zu wollen, am Nachmittag sich aus dem Staube gemacht. Natürlich hatte er bie Beträge vom Kartenvor- verkauf mitgenommen unb auch den Besitzer des Stadtparks um bie Zeche geprellt.
Darmstadt, 13. März. Die Stadtverordnetenversammlung lehnte die Einführung einer Besitzwechselsteuet in der Stadt Darmstadt ab, stimmte aber der Einführung einer Wertzuwachssteuer zu.
Hage«, 14. März. Auf dem hiesigen Güter- bahnhof wurden zwei »erheiratete Rangierer von einem Personenzug überfahren unb getötet.
Meinerzhagen, 12. März. Hier würbe bet 15jährige Schüler Krumme erschoßen aufgefun- ben. Den Revolver hatte K. noch in der Hand. Es liegt Selbstmord vor.
Tausendfach bewährte Nahrung bei:
Brechdurchfall, Diarrhöe,
-Krankt. Darm Katarrh,etc.
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Geschäftliche Mitteilungen.
Korinthen finden in der Küche noch lange nicht den ausgedehnten Verbrauch, welcher ihnen infolge ihres Wertes, besonders auch als Nahrungsmittel zukommt. Schuld daran ist wohl hauptsächlich der Mangel an guten Rezepten, in welchen die Korinthen eine zweckmäßige Verwendung finden. Die durch ihr Backpulver bekannte Nährmittelfabrik von Dr. Oetker, Bielefeld, hat deswegen im Verein mit der Griechischen Regierung (Griechenland ist bekanntlich die Heimat der Korinthen) ein Rezeptbuch herausgegeben, welche» 28 ausprobierte Vorschriften für allerlei Korinthen- Speisen enthält. Jeder erhält dieses Rezeptbuch „Ein Kücbenbrief aus Griechenland" umsonst in den Geschäften, welche das echte Dr. Oetkers Backpulver führen._________
Verantwortlich für bie Redaktion:
Dr. phil Carl Hitzeroth in Marburg.
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kannte ihn nicht, aber ein Zufall entdeckte ihm meinen Namen et suchte mich auf unb gab mit einen Brief."
„Einen Brief?" fragte Schöntngk gespannt.
„An bie Baronin, feine Mutter. Ich versprach. den Bries zu besorgen, er ist hier in meiner Brieftasche. Bitte, rate mir, wie ich es anfange, ich fürchte Frau von Rothenfeld aufzuregen, sie hat, glaube ich, lange nichts von dem einzigen Sohne gehört."
„(Sieb mit den Brief, Hans Leopold, später, sobald wir in Hollen allein find, werde ich ihn meiner alten Freundin geben; habe ich ihr doch damals, als der törichte Junge die Balett- tänzerin heiratet« und mit ihr auf- und davon- ging, die Kunde mitteilen müssen, laß mich jetzt die Freudentränen in ihren Augen blicken sehen."
„Du nimmst mit eine Last von Herzen, Vater."
„Und welchen Eindruck machte der," — Schönt ngk schluckte, als würge er einen Bißen herunter, „der sogenannte John Red auf Dich denn Johann, Freiherr von Rothenfeld-Kollen ist so gut wie tot."
„Ich kann kein Urteil abgeben, Vater, kaum fünf Minuten, nachdem er mich im East- Hause aufsuchte, wurden wir durch einen meiner Wiener Bekannten im Gespräche unterbrochen. Sein Aeußeres freilich verrät den Aristokraten, den Mann von Geburt, nut steht er älter aus als vierzig Jahre, ich denk« so alt muß er setzt fein, nicht wahr?"
„Allerdings. Ob er Kinder aus feinet Eh« mit bet polnischen Tänzerin Hal? Sie wären bie Erben bes schönen Gutes, benn bet erzürnte Rothenfeld hat den Sohn enterbt."
folgt.)
■Kindennehl.