Mi dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
«nd den Beilagen: Illach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und ^Landwirtschaftliche Benage."
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»Nachdruck verbalen.)
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führt.
XXIV.
Tyrolt mutzte einsehen, daß er tn Getan etwas Sicheres über Destree mcht erfahren würde. Er nahm sich vor, sobald die Kamps« Mt in dieser Zeit gerade um den Besitz von Orleans tebten zu Gunsten der vordringenden
„Unsinn, Bourlier ist tot.
Nein er lebt mein Komandant. — das Leben ist auch darnach. Aus dem Lazareth von Mainz kam er hierher, und trotz seiner Epau- lettes und seines Kapitänskäppi haben sie ihn auf ein Mannschaftszimmer gelegt, weil der Alte mit allem zufrieden war."
Tyrolt glaubte bei dieser Mitteilung, dass die Gebäude der Infanteriekaserne einen Rundtanz vor leinen Augen ausführten, so begann sich plötzlich alles um ihn im Kreise zu drehen. Er mutzte sich auf seinen Säbel stützen, um nrcht zu Boden zu fallen.
„Auf welcher Stube liegt er?" hörte er sich fragen, und seine Stimme klang ihm wie au» weiter Ferne. „
„Korridor fünf, Stock drei, Stube fünfzehn, war die Antwort.
„Es ist gut," sagte Waldemar und ging erlrg über den Hof mit einer Miene, datz die Gefangenen bei Seite wichen. Aber unser Held wußte selbst nicht, was für ein Gesicht er machte. Er lief nur, um irgendwo allein zu sein und nachdenken zu können.
Bourlier war in seiner Nähe, ein Gefangener freilich, aber heil und lebend. Nun konnte et sich vor ihm rechtfertigen, den alten Freund durch die Botschaft, daß sein Sohn lebe, aufrrch- ten Freilich. Desiree — ? Also Olivier und Bourlier waren gerettet worden. In diesem Augenblick wurde es ihm fast zur Gewißheit, datz seine Braut nicht tot sei. Die Blume Hoff, nung hatte plötzlich einen fruchtbaren Boden gefunden, um üppige Blüten treiben zu können. ; - (Forrietzung folgt.)
Marburg
Dsrmerslag. 25 Februar 1909.
auf die
,O berhesfis ch« 3eit*«fi" nebst ihren Beilagen werden noch von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von asten Postanstaiten und LandbrieftrSgern ent« gegenqenommen.
mentarischen Ausschusses — sehr wohl eine objektive Berichterstattung ermöglicht werden können. Den Zeitungen werde es allerdings überlassen bleiben müssen, ob und in welcher Weise sie davon Gebrauch machen. Zweifellos würden die großen Blätter ihre parlamentarischen Bureaus darum nicht aufgeben.
Deutsches Reich.
— Massenerkrankungen. München, 23. Febr. Die „Korrespondenz Hoffmann" meldet: Beim 1. Bataillon des 21. Infanterieregiments in Fürth wurden am 18. Februar 1 Unteroffizier und 19 Mann wegen Darmkatarrh dem La« zarett überwiesen; von ihnen fühlten sich am 20. Februar bereits 13 Mann wieder vollständig wohl; nur ein Mann hatte erhöhte Körpertemperatur. Am 22. Februar gingen noch vier Mann wegen der gleichen Erkrankung dem Lazarett zu. Nach dem Ergebnis der bätterioloqk- schen Untersuchung handett es sich um leichte Ruhr. Die Erhebungen über die Ursache sind noch im Gange. Die erforderlichen Maßnahmen gegen eine Weiterverbreitung werden getroffen.
— Eeheimbündelei-Prozeß. Eleiwitz, 23. Febr. In dem Prozeß gegen eine Anzahl von Mitgliedern polnischer Vereine in Oberschlesien wegen Eeheimbündelei wurden sämtliche 34 Angeklagte nach zweitägiger Verhandlung freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte selbst Freisprechung beantragt.
— Im Prozeß Berger beantragte Staatsanwalt Hagemonn gegen den nicht erschienenen und unauffindbaren Dl. Ilaenstein einen Haftbefehl zu erlassen. Das Gericht beschloß, die Entscheidung bis zur Urteilsverkündigung auszusetzen
Ausland.
** Z« den Eisenbahndiebstählen in Rußland. Petersburg, 22. Febr. Die Voruntersuchung wegen der Eisenbahndiebstähle auf den in Moskau einmündenden Eisenbahnen ist in der Hauptsache abgeschlossen. Gegen 150 Personen werden vor Gericht gestellt werden. Der Wert der in den Jahren 1905 bis 1907 gestohlenen Frachtgüter wird auf 30 Millionen Rubel geschätzt. ~ ,
** Die Türkei friedfertig. Sofia, 22. Febr. Die „Agence Bulgare" veröffentlicht eint Unterredung U)tej Spezialberichterstatters mit
Unter Feinden.
Roman von Karl Matthias.
< Fortsetzung.»
Natürlich das machen wir Bayern immer io. "Ein Glück, daß der Herr Kommandant die kleine Razzia bewilligte. Als ich den ersten Schuß hörte, hieß es „ßos", und meine Leute gingen wie die echten Bajuwaren drauf und dran. Nun wollen wir mal Nachschau halten." Es zeigte sich, daß die Hilfstruppen gleichzeitig auf drei verschiedenen Wegen in das Schloß eingedrungen waren, durch das Erkerzimmer. über die Veranda und durch das Souterrain. Sie fanden zwanzig gutbewaffnete Frank- ttreurs im Gebäude versteckt und nahmen sie samt den Lakaien, die vergeblich ihre Zugehörigkeit leugneten, gefangen. Außer ihnen fand man den alten Laurence besinnungslos im Korridor liegend und Frau Madelon im oberen Stöberte, welche anscheinend schlafend tm Bette angetroffen wurde. Olivier war spurlos oerichwunden. Valdreich nahm an, daß er sich in einem sicheren Versteck verborgen halte, und ließ eine Wache in der Villa zurück. Alle autzer Laurence und Madelon, mußten der Patrouille folgen. Sie wurden geschlossen nach Sedan ge-
300 000 Mark in das Ordinarium wünscht. Aach kurzer, unwesentticher Debatte wurde diese Resolution angenommen. Abg. v. Kloeden (B. d. L.) klagte über Verunreinigung der Flüsse durch Abwässer, tvodurch die Fischzucht geschädigt werde. Abg. Böhlendorf- Kölpin (kons.) meinte, ein Hauptgrund für den Rückgang der Fischerei liege auch in den cinengcnden SBet« ordnungen, die oft undurchführbar wären. In gleicher Weise äußerten sich auch die Aba. Dr. Gaigalat (kons. Littauer) und Schwabach (natu). Abg. Kreitz (kons.) empfahl die Einrichtung von Fortbildungskursen und die Einstellung von Wanderlehrern, um das Verständnis für die Bedeutung der Fischerei zu wecken. Minister v. Arnim sagte wohlwollende Prüfung der borgetragenen Wünsche zu. Die Abg. d. d. Hagen (Ztr.), Dr. v. Wovna (freik.), Kriege (Bentheim (freit.) und Graf Spee (Ztr.) traten für kräf- tigere Förderung der Moorkultur durch die Regierung ein. Minister v. Arnim betonte, daß die Regierung unablässig an Verbesserung der Moorkultnr arbeite. Es wurden noch viele Wünsche nach Meliorationen. Eindeichungen, Aufforstungen u. bergt laut. Sehr angelegentlich befürwortete Abg. v. Davier (kons.) Meliorationen im Kreise Salzwedel-Gardelegen. Dal Haus vertagte sich um 4 Uhr auf Mittwoch vormittag 11 Uhr. Fortsetzung der heutigen Beratung. Interpellation wegen der Hochwasserschäden.
Die parlamentarische Berichterstattunq bildete bei der Beratung des Etats für den Reichstag den Hauptgegenstand der Debatte. Außer den Sozialdemokraten waren die Redner aller Parteien in dem Wunsche einig, daß die Berichterstattung über die Kommissionsverhandlungen auf kurze Mitteilungen des Sitzungs- »erlaufes und der Beschlüsse beschränkt und daß ein objektiver Bericht über die Plenarverhandlungen vom Reichstage selbst herausgegeben «erden möchte. Knapvere und dabei authen- ttsche Berichte aus den Kommissionen würde für die Zeitungen wie auch für das Lesepublikum, insbesondere aber im politischen Interesse eine Wohltat fein. Schwierigkeiten würden einer solchen Errichtui.a kaum im Wege stehen, da ja nur die Berichterstatter ihre Notizen derart zu fassen hätten, daß sie den Zweck, die Presse zu unterrichten, erfüllen. Dagegen würde es sehr schwierig fein, objektive Berichte über die Ple- narversämmlungen — nicht zu verfassen, sondern in die Presse zu bringen. An der Tendenz, die Redner der eigenen Partei in möglichst Hellem Lickte erscheinen zu lassen, würden nicht nur die politischen, sondern auch die sogen, parteilosen Blätter, die ja auch fast durchweg Sondertendenzen verfolgen, festhalten. Zudem werde ein offizieller Sitzungsbericht ebenso als nicht obfektto angesehen werden, wie jetzt die private Berichterstattung, weil es keinen Parlamentarier geben dürfte, der uneigennützig genug wäre, seine Ausführungen stärker verkürzen zu lassen, als die der Kollegen, auch wenn ec (da naturgemäß nicht die Länge der Reden sondern deren Inhalt für die Bericht- erstattrmg maßgebend sein muß) von rein objektiven Gesichtspunkten aus geboten sein würde. Wer soll hier die entscheidende Instanz bilden? Rach welchem Maßstabe soll hier gemessen werden? Die konservative Partei steht, wie ihr Redner Graf v. Westarp am Montag ausführte, auf dem Standpunkt, datz sie eine Re- farm der Kommisstonsberichterstattung auf jeden Fall als wünschenswert erachtet und daß sie auch die Herstellung eines amtlichen objek- ttve» Plenarsitzungsberichtes begrüßen würde. Aber sie erkennt die Schwierigkeiten eines solchen Unternehmens durchaus an. Das Parlament selbst, das auf dem Mehrheitsprinzip auf« gebaut ist, dürfte kaum die Gewähr für einen absolut objektiven Bericht geben können. Anders aber würde es sein, wenn die Regierung, als über den Parteien stehend, die Ausführung fowodl für den Reichstag als auch für den Landtag übernähme. In diesem Falle würde — vielleicht unter der Mitwirkung eines parla-
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Die Orientfrage.
K ö l n, 28. Febr. Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." spricht seine Befriedigung darüber aus, datz dem Fürsten Ferdinand von Rußland nicht sowohl politische als vielmehr höfische Anerkennung gezollt wurde. Es sei an« zunehmen, daß die Mächte nach Deutschlands Weigerung, sich den Vorstellungen in Wien an# zuschließen, den ganzen Plan fallen lassen werden von dem wir übrigens nicht annehmen, datz er, vor allem, was Frankreich betrifft, die Spitze gegen Oesterreich-Ungarn kehren wollte; es ist im Gegenteil wohl sicher, daß Frankreich nur zu einer Beruhigung der Lage beitragen wollte, wofür allerdings die Vorstellungen in Wien nicht das richtige Mittel gewesen waren. Im übrigen weift das Telegramm auf die Meldung der „Vosstfchen Zeitung" als beachtenswert hin, nach welcher der französische Botschafter in Wien dem serbischen Gesandten dringend angeraten habe, auf alle territorialen Forderungen zu verzichten.
Der Mostertrag in Preußen 1908 berechnet sich für das ganze bestockte Rebland von 17 668 Hektar auf 355 153 Hektoliter Im Werte von über 17 Millionen Mark. Davon kommen 333 834 Hektoliter und beinahe 16 Millionen Mark auf den weißen und 21 319 Hektoliter mit über einer Million Mark auf den roten Wein. Das Hektar brachte demnach durchschnittlich 20,1 Hektoliter im Werte von zusammen 963 Mark, für das Hektoliter also 47,9 Mark. Das Hektoliter Weißwein bewertete sich auf 47,7 Mark, Rotwein auf 50.6 Mark. Hinsichtlich der Menge war seit 1902, dem ersten Jahre der Ermittelungen, nut 1906 und 1905, hinsichtlich des Wertes nur 1905 der Mostgewinn noch ungünstiger als im Berichtsjahre. Beurteilt man die Güte des Mostes nach dem Durchschnittspreise eines Hektars, so steht der letztjährige Ernteertrag mit 47,9 Mark an drittletzter Stelle. 1902 und 1903 ergaben die niedrigsten Ziffern, nämlich nur 43,4 bezw. 36,5 Mark; dagegen wiesen 1907 und 1905 55,3 bezw. 48,7 Mark und als höchste Ziffern 1906 und 1904 67,7 und 60 Mark auf.
Im Abgeordnetenhaus
wurde am Dienstag die zweite Beratung des Land- wirtschaftsetatS fortgesetzt. Abg. Frhr. von Maltzahn (kons.» verlangte von der Regierung eine stärkere Unterstützung der Bestrebungen zur Bekämpfung der Tierkrankheiten. Eine Entschädigungspflicht bei Maul- und Klauenseuche sei notwendig. Minister v. Arnim erwiderte, datz die geforderte Entschädigungspflicht gesetzlich geregelt werden müsse. Ein Antrag der Abg. Schulze-Pelkum (kons.) • und Genossen ersuchte die Regierung, die im Extraordi- narium für Nennprämien ausgeworfenen 300 000 Mark im nächsten Jahre in das Ordinarium cinzu- stellen. Abg. v. Oertzen ffreik.) bemerkte, datz die Rennpreise nur eine kleine Entschädigung für die Pferdezüchter bedeuten. Ohne Rennen sei eine rationelle Pferdezucht undenkbar. Minister v. Arnim erkannte die Bedeutung der Pferdezucht an, glaubte aber dem Anträge widersprechen zu. müssen. Abg. Schulze-Pelkum (kons.) erklärte, datz der Antrag lediglich bezwecke, die im Extraordinarium ausge- worfcnen 300 000 Mark dauernd für die Prämiierung bei Wettrennen festzulegen. Infolge des Widerspruches des Ministers ziehe er seinen Antrag zurück, empfehle aber die Annahme einer Resolution, welche für den nächsten Etat die Uebernahme der
er eine Sisyphusarbeit übernommen und hielt sich die Lästigen möglichst vom Leibe.
Eines Tages, als er über den Kasernenhof ging, begegnete er einem Gefangenen, welcher mit ausfallender Ehrerbietung das Käppi zog und zur Erde geneigt vor ihm stehen blieb.
Schon wollte Waldemar dem Wachtposten einen Wink geben, den Zudringlichen zu entfernen, als dieser sich schnell aufrichtete und sein Gesicht zeigte.
„Pumarquet," sagte Tyrolt, den Menschen erkennend „Leben Sie noch?"
„Sehr wohl, Herr Leutnant. Es ist zwar ein Hundeleben aber besser als gar keins. Eigentlich habe ich es auch nicht anders verdient. Wes- jjalb plagte mich der Teufel, unter die Patrioten zu laufen? Aber welche sind hier, die es schlimmer haben als ich, nach denen sollten Sie wirklich einmal sehen."-'
,Zch kann mich nicht um den Einzelnen bekümmern. Ihr seid zu viele."
„Gott sei's geklagt und der heiligen Jungfrau, die besten Männer Frankreichs sitzen hinter deutschen Mauern. Wenn man gesund ist, Monsieur, dann geht's noch, aber krank —! Da ist auf unserer Stube ein alter Herr, dem würden Sie gewiß helfen, wenn Sie ihn sehen möchten."
„Gelegentlich, ich werde den Arzt schicken," sagte Tyrolt nervös.
„Den Arzt," meinte Pumarquet, die Achseln zuckend, „damit ist dem alten Bourlier nicht gedient."
„Bon wem sprechen Sie, Mann?" fragte Tyrolt, erschrocken aufhorchend.
„Vcn wem anders als Herrn Jean Bourlier, bei dem wir beide in Brot waren."
Politische Umschau.
Gegen die Aufhebung städtischer Berbrauchs# steuer«,
welche 8 13 des Zolltarifes für das nächste Jahr verschreibt bezw. für die Aufschiebung der Gesetzeskraft dieser Bestimmung bis zum 31. Dezember 1917 petitionieren unter Führung von Dresden sächsische, thüringische, bayerische, hessische, württembergische. badische, reichsländische, aber' auch preußische Städte und Städtetage. Mit Zweidrittelmehrheit beschloß die Reichstagskommission über diese Ersuchen zur Tagesordnung überzugehen.
Muley Hafid über das deutsch-französische Marokkoabkommen.
Von einer Aeutzerung des Sultans Muley Hafid über das deutsch-französische Marokkoabkommen berichtet der Pariser „Temps". Dem Beauftragten des französischen Geschäftsträgers Regnault, der dem Sultan von dem glücklichen Ergebnis der zwischen Deutschland und Frankreich geführten Verhandlungen Mitteilung machen ließ, erklärte dieser: „Dieses Abkommen ist sehr gut. Es befriedigt mich im Interesse Frankreichs wie im Interesse Deutschlands, denn es ist ein Unterpfand des friedlichen Einvernehmens in Europa, aber von meinem Standpunkte und vom Standpunkte Marokkos kann ich diesen Akt als nicht nützlich bezeichnen. Mir wäre es im Gegenteil lieber gewesen, wenn dieses Einvernehmen erst nach Beendigung der Unterhandlungen zustande gekommen wäre, die ich mit Herrn Regnault angeknüpft hatte. Ich wäre bann in der Lage gewesen, in diesen Verhandlungen und durch alle meine Entschließungen zu beweisen, wie sehr mir daran liegt, Frankreich als benachbarte und bevorzugte Macht loyal zu behandeln. Frankreich hätte sich dann von der Loyalität meiner Erklärungen überzeugen können, wie ja übrigens auch alle meine Handlungen seit Eröffnung der Besprechunaen diese meine Loyalität erkennen ließen." Diese Besprechungen zwischen Regnault und Muley Hafid sind am 16. Februar in Fez wieder auf genommen worden, und der Sultan hat bei dieser Gelegenheit die dem Beauftragten des französischen Eeichäftsträoe'-s gemachten Eröffnungen wiederholt. — Man sieht, wie schön Muley Hafid bereits gelernt hat, in den üblichen Formen zu reden.
Schwimmfähigkeit
als Bedingung für den Eintritt in das Heer als Einjähriger fordert der Deutsche Schwimmverband (250 Vereine, 30 000 Mitglieder). Die Petitionskommission des Reichstages beschloß, die Ueberweisung der Bittschrift an den Reichskanzler als Material zu empfehlen.
Deutschen entschieden fein würden, dort an Ort und Stelle weitere Nachforschungen anzustellen, und kehrte, ohne nochmals »ach Brüssel zu reisen, auf dem kürzesten Wege nach der Heimat zurück.
!0bwohl verwundet, stellte er sich sofort zur Verfügung feiner vorgesetzten Behörde in Dresden.' .. r,.
Da er zur Zeit Halbinvaltde war, schickte man ihn nicht zu seinem Truppenkörper, der vor Paris lag, säubern übertrug ihm die Aufsicht über die in Dresden befindlichen französischen Gefangenen. Diese lagen teils in der Neu- städter Jnfänteriekaserne, teils in Baracken un- terhalb-der Stadt. In erster waren Kranke und Verwundete untergebracht. Alle befanden sich bei scharfer Bewachung durch sächsische Landwehrmänner viel weniger übel als ihre Kameraden draußen auf de« schnee- und eisbedeckten Schlachtfeldern an der Loire, Seine und Somme. Freilich waren die Insassen der Kaserne eng zusammengepfercht. Es herrschten ddrt Krankheiten, und die davon Ergriffenen konnten nicht leicht allein gelegt werden, um Ansteckung zu verhüten. In den Baracken sah es besser aus Aber die verweichlichten Franzosen klagten über die herrschende Kälte und quälten den inspizierenden Offizier, wo er ging und stand, mir ihren Beschwerden.
Als Waldemar seinen Dienst antrat, wurde es ihm bald klar, wie unangenehm und zudringlich die Gefangenen werden konnten. Offiziere und Gemeine, Hoch und Niedrig, stellten sich ihm in den Weg und klagten ohne Maß und Vernunft. Er war anfangs bemüht, jedem nach Kräfte« zu halfen, aber bald fah er ein, datz
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