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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) undLandwirtschaftliche Berlage."

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Man abonniert auf die tägUch erscheinendeOberbessische Heilung* bei allen Postämtern und irnsern Zeitungsstellen in Kirch Han» und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. Der Bezugspreis beträgt durch di« Poff 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), Bel unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.

Marburg

Mittwoch, 24 Februar 1909.

Die JnsertionSgebilbr beträgt für die 7aespaltene Zeile oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. Druck und Verlag: Ioh. Aug. Koch, UnioersttätSbuchdruckerer Inhaber Dr. T. H i hero th, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

44 Jahrg.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 15.

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SefteOunaen

flr de« Monat Mike,

auf die

D 6er9e|f ife Zeitung* nebst ihren Beilagen werden noch von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen kn Kirch­hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanftaiten und Landbriesträgern ent« gegengenommcn.

Die 16. Generalversammlung des Bundes der Landwirte

fand gestern im Zirkus Busch statt. Der weite Zirkus Busch war wie immer schon lange vor der Versammlung bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Vorsitzende, Freiherr v. Wangenheim Kl.- Spiegel, eröffnete die Versammlung mit einer längeren Ansprache, in der er besonders das Verhältnis der deutschen Landwirte zum Kaiser !>ervorhob. Unter großem Beifall schlug er vor, olgende Depesche an den Kaiser zu senden:

Seiner Masestät dem Kaiser, Berlin, König* liches Schloß. Eurer Majestät, dem Schirmherrn der deutschen Landwirtschaft, bringt die General­versammlung des Bundes der Landwirte ihre Huldigung dar Auf der festen Grund­lage der Verfassung des Reiches stehen wir in alter Treue uner- schütterlich zu unserem kaiserlichen Herrn."

Der Bundesvorfitzende, Dr. Roesicke, ging in seiner Ansprache auf die politischen Verhältnisse insbesondere auf die Erbschaftssteuer ein und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland. Den Bericht über die Kassenrevision gab Frei­herr v. Maltzahn. Den Geschäftsbericht erstat­tete der Abgeordnete Dr. Hahn, Direktor des Bundes der Landwirte. Der Bund hat jetzt 809 000 Mitglieder, im Jahre 1908 find 8915 Versammlungen abgehalten worden. Ein Ver­dienst des Bundes sei es, daß die Nachlaßsteuer als so gut, wie gefallen zu betrachten sei.

Der Redner wies dann auf die Erfolge des Lundes bet den Landtagswahlen hin und trat für einen immer stärkeren Ausbau der Organi­sation auch bei den Kreiswahlen und bei an­deren kommunalen Angelegenheiten ein. Der Redner betonte, daß der Bund bereit fei, mit einer nationalqefinnten Industrie zusammenzu- arbeiten und keineswegs ihr Feind fei. Er­freulich fei es, daß auch im Zentrum gegenüber einer demokratischen Richtung die wirtschaftl. Anschauunaen des Bundes der Landwirte immer mehr zunehmen. Ueber die Reichsfinanzreform sprach Rittergutsbesitzer Aus dem Winkel-Logau. Es wurde eine Resolution angenommen, in der mit aller Entschiedenheit die Nachlaß- und Erbschaftssteuer verworfen werden.

62 v-jcSörutt »erboten.)

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

< Fortsetzung. 1

Ah, Sie glauben, ich sei neugierig," fuhr Herr Baltreich fort, an der Seite des sächsischen Offiziers dahinichreitend, indem er mit bayeri­scher Offenherzigkeit bemertte:Da befinden Sie sich bedeutend auf dem Holzwege. Ich traue dem Spitzbuben nicht. Ein Mädchen erst beim Lampenschein, wie eine geschminkte Ballettän­zerin vorzuführen, hat gar keinen Sinn. In­dessen. Sie sind ein freier Herr. Gehen Sie, aber nehmen Sie eine Patrouille, wenn ich Ihnen raten kann."

Ich werde allein gehen ich habe es ver­sprochen." antwortete Waldemar, unzugänglich für jeden guten Rat.Behüt' Sie Gott, Kame­rad, und vielen Dank für meinen Empfang und Ihre Freundlichkeit."

Er ging. Baltreich blickte ihm kopfschüttelnd nach.-

Sre füllen von meiner Freundlichkeit noch nte jr entzückt werden, Herr Kanterad/' sagte et lachend, ich hab' 'ne Idee, und die führ' ich aus. Schau n wir mal, was der Herr Kom­mandant dazu meint." Er ging geradewegs nach der Kommandantur und begab sich von dort mit sehr vergnügtem Gesicht nach der In- fanteriekaserne.

XXII.

Waldemar verließ Sedan nach Dunkelwer­den. Er fuhr mit seinem Wagen vis zur Park­mauer. Dort ließ er halten und begab sich, nachdem er den Kutscher bedeutet hatte, er möge ihn um Mitternacht wieder abholen, zu Fuß nach dem Gartentore. Er fand es nut

In der Diskussion sprach der Abg. v. Olden­burg, Staatsminister v. Podbielsft und Chef- rebafteur Dr. Oertel. Vom Kaiser war folgen­de, Antworttelegramm eingelaufen:

Der Generalversammlung des Bundes der Landwirte spreche ich für den Huldigungsgruß und den Ausdruck treuer Ergebenheit meinen wärmsten Dank aus. Wilhelm I. R.

Um 5 Uhr wurde die imposante Versammlung geschloffen unter Hochrufen auf die deutsche Land­wirtschaft.

Die Lalse im Orient.

Die Anerkennung Bulgarien».

Konstantinopel, 21. Febr. Auf der Pforte wurde heute erklärt, die Regierung habe durch das Sofiaer Kommiffariat die offizielle Bestätigung der Nachricht empfangen, daß Ruß­land die Unabhängigkeit Bulgariens aner­kannte. Es verlautet, daß die Pforte gegen die Anerkennung der bulgarischen Unabhängigkeit einen Protest vorbereitet. Bezüglich des öster­reichisch-türkischen Protokolles verlautet, der Text des Protokolles werde zur Kenntnisnahme durch den neuen Minister des Aeußern nach London gesandt werden. Die Unterzeichnung dürfte jedoch nicht vor der Ankunft des Ministers in Konstantinopel erfolgen.

Petersburg, 22. Febr. Fürst Ferdi­nand von Bulgarien begab sich heute nach Zars­koje Sselo, wo er vom Kaiser und dem Groß­fürsten Michael Alerandrowitsch auf dem Bahn­hofe empfangen wurde.

Konstantinopel, 22. Febr. Wie in der Pforte nahestehenden Kreisen versichert wird, erhielt die Pforte von den Botschaftern von London und Paris die bestimmte Mitteilung, daß weder Frankreich noch England von der Haltung Rußlands gegenüber dem Fürsten Fer­dinand etwas gewußt hätten. Die Pforte ist jedoch hierdurch keineswegs beruhigt und richtete an ihre Botschafter eine Zirkulardepesche, in der sie beauftragt werden, bei den Kabinetten be­züglich ihrer Haltung zum russischen Vorschlag zu sondieren. Der Botschafter in Petersburg soll außerdem beauftragt sein, den Minister des Auswärtigen Iswolski auf alle Konseguenzen seines Vorgehens aufmerksam zu machen und, an Rußlands Friedenswünsche appellierend, die Korrigierung der weiteren Haltung Rußlands zu erwirken suchen.

S o f i a, 22. Febr. Wie die Agence Bulgare meldet, entbehrt die von Konstantinopeler Blät­tern verbreitete Nachricht, daß Bulgarien die zweite und dritte Division mobilisieren wolle und verschiedene andere Kriegsvorbereitungen treffe, jeder Begründung.

Konstantinopel, 22. Febr. Dielut« quie" publiziert unter dem TitelDie Unab­hängigkeit Bulgariens anerkannt" eine Depesche des Ministers Iswolski an den Botschafter Si- nowiew, welche dieser am Samstag dem Groß- wefier überreichte. Die Depesche lautet: Fürst Ferdinand von Bulgarien sprach, als er das Ab­leben des Großfürsten Wladimir erfuhr, in be­wegten Worten den Wunsch aus, nach Peters­burg zu kommen, nm feinem Verwandten und

angelehnt. Seinem Eintritt stand nichts im Wege, aber niemand erwartete ihn. Rasch durchschritt er das Rondel. Als er die Veranda- stufen hinaufstieg, hörte er deutlich das Earten- gitter schließen. Es mußte also doch jemand auf seine Ankunft gepaßt haben. Die eigen­tümliche Maßnahme beunruhigte ihn nicht. Er war ja mit Säbel und Revolver wohl bewaff­net. In der Villa war Licht. Man erwartete ihn also. Mit schnellem Griffe öffnete er die Türe, durchschritt das dämmerige Vestibüle und befand sich Olivier gegenüber.

Dieser stand aufrecht zwischen zwei stämmi­gen Burschen, welche in Livreen gekleidet waren, die aber gar nicht zu den trotzigen, wilden Ge­sichtern paßten.

So wären Sie also wirklich gekommen?" sagte der Hausherr, nachdem er höfliche Grüße mit seinem Gaste gewechselt hatte.Ich biete Ihnen nicht erst Platz an. Ich bin bereit, Sie zu Desiree zu führen."

Sie kommen meinen Wünschen zuvor," sagte Waldemar, ganz von dem Verlangen, die Teure wiederzusehen, in Anspruch genommen, so daß ex für das Eigentümliche der Situation gar keine Aufmerksamkeit hatte.Gehen wir so- gleich?"

Meine Schwester schläft, wie ich vorherge­sagt. Wir finden sie im Erkerzimmer link». Sie kennen es ja und auch den Weg dorthin. Bitte, nehmen Sie die Leuchter und gehen Sie voraus. Ich folge Ihnen, meine Diener wer­den mich unterstützen."

Waldemar fand diese Anordnung natürlich und handelte nach ihr ohne Bedenken. Al» er die Tür aufftieß, da er keine Hand frei hatte, mit dem Fuße, trat ihm eine zitternde Greisen­gestalt entgegen.

Freunde die letzte Ehre zu erweisen. Auf die dringende Bitte der Witwe des Großfürsten ge­ruhte der Kaiser, diesem Wunsche bes dürften Ferdinand, der von Gefühlen der Pietät und Liebe eingegeben war, zu willsabren. Der Fürst wird hierher kommen, um dem Leichenbegängnis beizurvohnen. Ich habe den türkischen Botschaf­ter davon benachrichtigt, und ihm erklärt, daß mit Rücksicht auf die momentanen besonderen Umstände der Kaiserliche Hof nicht wird um­hin können, dem Fürsten Ferdinand die dem an­genommenen Titel entivrechenden Ehren zu er- wei'en. Die ottomanische Regierung, die das Anerbieten unserer Vermittelung zwischen der Türkei und Bulgarien im Prinzip acceptiette, dürste in diesem einen Akt der Courtoifie gegen­über der bulgarischen und nicht einen Angriff auf die Interessen des ottomanischen Reiches er­blicken. Wir hoffen, dak unsere Derbandlungen mit dem ottomanischen Reiche zur Lösung der Frage der bulgarischen Entschädigung führen werden, was gestatten wird, zur Unabhängig­keit Bulgariens zu schreiten. Von Beginn der gegenwärttaen Krise an gaben wir der otto- manischen R-gieruna zahlreiche Beweise unserer Sympathie, demzufolge glauben wir auf die freundschaftlichen Gefühle der ottomanischen Re­gierung rechnen zu können unter Verböltniffen, unter denen wir gezwungen find, nicht nur un­seren traditionellen Beckebungen tu Bulgarien, sondern auch der öffentlichen Meinung Ruß­lands Rechnung zu tragen.

Oesterreich und Serbien.

Wien, 22. Febr. An der hiesigen Börse wird amtlich bekanntgeaeben, daß die Gerächte nach welchen ein Krieg mit Serbien unvermeid­lich und entschieden wäre, jeder tatsächlichen Grundlage entbehren. Obwohl der Ernst der Situation nicht zu verkennen fei, liegen doch keinerlei Maßnahmen der Regierung vor, welche daraus hindeuten würden, daß Oesterreich-Un- garn von der bisher verfolgten friedlichen Po­litik abweichen wolle.

Politische Umschau.

Das Reichsmilitärgericht

hat, wie aus der Eeschäftsübersicht für 1908 hervorgeht, im ganzen 225 Hauptverhandlungen vorgenommen, während das Vorjahr deren nur 200 zählte. Der Löwenanteil entfällt mit 172 auf Preußen: auf die Marine entfallen 27 Hauptverhandlungen. Die Wiederaufnahme des Verfahrens ist in 212 Fällen (im Vorjahre 189) erfolgt. Rechtsbeschwerden kamen 74 (im Vorjahre 82) zur Verhandlung, davon blieben 4 unerledigt. Insgesamt hatte das Reichs­militärgericht 306 Sachen zu erledigen. Der Militäranwaltschaft lagen 334 Revisionen (331Y, 213 (214) Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens, 87 (78) »Rechtsbeschwerden, 768 (898) Gnadengesuche vor. Es wurden von ihr 378 (447) Immediatberichte und 5 (4) Gut­achten zu feld- und bordkriegsgerichtlichen Ur­teilen erstattet. Von dem Disziplinär,Hof für richterliche Militärjustizbeamte wurden 11 Plenarsitzungen abgehalten.

Es war der Gärtner Laurence.

Gehen Sie nicht weiter, Herr Direktor," stotterte dieser mit einem ängstlichen Blick auf Olivier, der sich hoch aufbäumte,denn was ich faaen wollte"

Was soll's mit dem Narren?" rief Olivier, sich von seinen Begleitern freimachend.

Können Sie mir diese Warnung erklären?" fragte Waldemar, sich an Olivier wendend, der rasend vor Zorn den unbequemen Warner in die Ecke geschleudert hatte.

Nichts leichter als das. Er ist wahnsinnig, wie meine Schwester. Als ihr Hüter hat er den Verstand verloren," antwortete der Gefragte schlagfertig.Kehren Sie sich nicht daran."

Natürlich nicht. Aber der Alte hätte doch eine andere Behandlung verdient. Ich werde ihn* schadlos halten, indeffen"

Er gab den beiden Lakaien die Leuchter in die Hand, so bekam er seine Fäuste frei, und das schien ihm sehr angezeigt zu sein, denn der Zorn des Hausherrn hatte sein Mißtrauen erregt.

Nun bitte ich Sie, vorauszuspazieren," sagte er nicht ohne Humor zu Olivier.Ich entsinne mich doch des Weges nicht mehr."

Herr Bourlier junior biß sich auf die Lip­pen. Das war so seine' Gewohnheit, wenn et sich überlistet sah. Doch er zögerte nicht. Er nahm Laurences Arm, bet sich inzwischen wie­der aufgerichtet hatte und zu Tyrolt getreten war.

Führe mich, Alter," sagte et drohend,und sprich kein Wort mehr, sonst"

Laurence fügte sich bebend. Sie fetzten sich in Bewegung. Aber es schien fast, als ob der Herr seinen Diener führte, der Schritt Olivier» war fest und zeigte von Lähmung keine Sput.

Waldemar bemertte e* kaum. Seine Auf-

Zur Wohnungsgeldfrage.

Gegen die BeschlÜffe bet Budgetkommission betr. den Wohnungsgelbzuschuß wendet sich eine Zuschrift aus parlamentarischen Kreisen an die Post.

Demnach richtet sich die Differenzierung der verlchicdenen Beamtenklassen nach folgendem Ortsklaffentatif:

Bezeichnung der Beamten

1. Brann der 1 Rangklaffe.

II. Beamte der 2.

u. 3. Ranaklaü-

III. Beamte der 4 u.5. Rangklaffe IV. Beamte, welch« zwilchen d. Be amten der 5 Ranallaffe und d. Subalterner der Provincka! bebörden tan­gieren. Subal- ternbeamte 2 Klaffe bei bei Zentralbehör. den,Subaltern beamte bei der Provinzial- u. Lokalbehöidn

V. Nnterb-amte

1101 .681

168 126t

130 92(

80C 610

48« 360

ffalire?betrog des Wvhiiunasa°ldzufchusse?

in den Oct en der Ortsklasse

A B C D E

Üenfions« fähiger Durch» ichniMsah

12 t 10«. 900 1404

lvs 90C

76t 72t

810

630

1134

866

546

300

Man ersieht, daß der Tarif gegen die ur­sprüngliche Regierungsvorlage geändert ist. In der Zuschrift heißt es:

Das Reichsamt hat den Durchfchnitiszimmer» preis in den einzelnen Otten ermittelt und sie dementiprechend in die verschiedenen Klaffen eingeteiht. Hier liegt schon die erste Ungerech­tigkeit vor, denn ein Zimmer in Berlin ist ein Salon gegen manches Zimmer in kleineren oder mittleren Städten.

Die schweren Bedenken gegen den Beschluß der verstärkten Budgekommission bestehen aber vor allem darin, daß in den großen Städten, Berlin und anderen größeren Städten, die Kom­munallasten sehr viel geringer sind als in den kleineren und mittleren Städten, während die Bildungsmöglichkeit in den großen und größeren Städten eine außerordentlich viel größere ist.

Das Resulstat ist also auf der einen Seite besseres Zimmer, größere Bildungsmöglichkeit, geringere Kommunallasten, aber höherer Woh­nungsgeldzuschuß, auf der anderenSeite mäßiges Zimmer, erheblich geringere Bildungsmöglich­keit, größere Kommunallasten, aber weniger Wohnungsgeldzuschuß."

Sozialdemokratischer Humbug.

Die Berliner Arbeitslosenzählung, die die sozialdemokrattsche Partei veranstaltet hat, wird von keiner Seite ernst genommen. Sie ist ein tendenziöser Humbug ärgster Seite. Man könnte nur wünschen, daß eine behördlich« Nach­prüfung der Hauslisten ins Werk gesetzt werden möchte. Vermutlich würde man bann ähnliche Ergebnisse erzielen, wie bei bet famose: Masien-

merksamkeit richtete sich auf ben dunklen Kor­ridor und die beiden, welche ihm leuchtend folgten Alle schlugen die Richtung nach dem Erkerzimmer ein. Ihre Schritte hallten durch ben oben Korridor. An der Türe an gekommen, horchte Olivier.

Sie ist erwacht," sagte et geheimnisvoll. Sind Sie bereit?"

Ich bin es," antwortete Waldemar, den Revolver hervorreißend, denn im selben Mo­ment ließen die Diener wie auf Verabredung die Leuchter fallen, daß die Kerzen erloschen. Olivier schob Laurence bei Seite und stieß die Tür auf. Waldemar fühlte einen Anprall, der ihn in das Zimmer schleuderte und hörte, wäh­rend er ins Ungewisse hineinschoß, die Türe wieder ins Schloß fallen.

Du suchst Desiree, die ich nie gesehen, Du deutscher Narr," hörte er Oliviers Stimme höhnisch schallen.Du wirst sie nicht finden, aber den Tod, wie Du ihn verdienst für Deine Dummheit!"

Waldemar erwiderte ben Schimpf mit einem Schuß gegen die Türe, bann riß er feinen Säbel aus ber Scheibe, beim im Dunkeln schlichen die Meuchelmörder an ihn heran, bas fühfti ?L obgleich er sie nicht sehen konnte. Sem Stahl traf einen, daß fr rrufschiir, fiUl Hieb ging in bie Luft, ein butter saß in der Schulter eines Banditen, das sah der Angegrif­fene, denn ein aufblitzender Schuß erhellte auf Augenblicksbauer bie Finsternis. Nun wußte Walbsmar Bescheid. Hinter ihm war der Mar­morkamin, als er sich mit zwei Schritten dorthin zurückzog, stürzte ein Tisch zu Boden. Die Ala­ba,teriasel richtete et als Schutz vor sich auf, denn nun schossen die Angreifer zu gleicher Zeit. Einer hatte sich im Dunkeln yeebeigeschlichen.