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Der teutiflcn Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 8.

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Die BeamtenbesolounA - Vorlage im Abgeordnetenhanse.

In der heutigen Sitzung des Abgeordneten­hauses wurde der Gesetzentwurf betreffend die Vereinigung von Saarbrücken, St. Johann und Bürbach zu einer:'Stadtkreise nach kurzer De­batte endgültig angenommen.

Cs folgte die zweite Beratung des Eesetzent- 'es betr. Abänderung des Gesetzes über die ; udeskreditkasse in Cassel.

Abg. v. Pappenheim (kons.) wies auf das grofic Reservevermögen der Anstalt hin, das sich auf rund 6 590 000 dl belaufe. Eine solche Sicherstellung sei unnötig. Das Gesetz, dessen .Slnitnüme er empfehle, bezwecke, die großen Ka­pitalien nutzbar machen zu können. Außerdem beantrage er, dem Gesetze rückwirkende Kraft ans den 1. April 1908 zu geben.

Abg. Schröder-Cassel (nat.) schloß sich diesen Ausführungen in allen Punkten an.

Die Gesetzesvorlage wurde einschließlich des Antrages von Pappenheim angenommen.

Der Beginn der Beratung der Besoldungs- norlagen, die den nächsten Punkt der Tagesord­nung bilden, wurde auf Wunsch des Zentrums wegen nochmaliger Besprechung vorläufig zurück- gestellt und die Sitzung um 1234 Uhr unter­brochen.

Rach einstündiger Unterbrechung konnte Abg. von Hennigs-Techiin (kons.) mitteilen, daß zwi­schen allen bürgerlichen Parteien und mit der Ctaatsregierung eine vollständige Verständig­ung auf folgender Grundlage erzielt ist:

Anträge dürfen nur von allen Parteien zu­sammen gestellt werden.

Die inhaltlich vereinbarte Besoldungsord­nung wird von der Staatsregierung auch gegen­über dem Herrenhause vertreten werden.

Die Besoldung soll in vier großen Gruppen zusammengefaßt werden, Klasse 111, 1222, 2337 und dann der Rest.

Nachdem das Haus dieser Aenderung der Be­ratung zugeftimmt hatte, wurde in die Berat­ung der Klassen 111 und in Verbindung da­mit in die der Militäranwärterftage überge­gangen.

Abg. Quehl (kons.) führte aus, daß bei den Gehaltsaufbesserungen eine gewiße Grenz« habe eingehalten werden müssen, um die dauernde Belastung des gesamten Volkes nicht zu groß nerden zu laßen. Die sozialdemokrafischen An­träge auf weitere Erhöhung der Gehälter wären lediglich agitatorischer Natur und undurchfürbar. Unser preußisches Beamtentum sei das denkbar beste der We.t, auf das wir mit Recht stolz sein könnten, und für das wir ei» warmes Herz

44 < Warbbc-id »erboten.)

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

1 Fortsetzung.)

Ein Troupier? Das ist Wahnsinn!" schrie Trepillon zornig.Lassen Sie sich durch seine Bescheidenheit nicht beirren, Soumis, er ist ein Genie, ein Feldherr, ich bürge für ihn mit mei- nent Ehrenwort."

Na, na," meinte der Kommißar ironisch lächelnd er mochte wohl an das gebrochene Ehrenwort bei Colombe denken.Kennen Sie Herrn Bourlier so genau?"

Wie genau! Sahen wir uns nicht täglich in Sedan? Ihn und seinen Sohn, einen Leut­nant der 8. Lanciers. Auch ein Genie, der Sohn. Was der im Kasino für Sekt-Rechnungen bezahlte! Es war koloßal. Er starb für Frank­reich; der Vater erbte sein Talent. Sie können ihm unbedenklich eine Kompagnie anvertrauen. Ich werde Bourliers Lehrmeister fein; theore­tische Kenntnisse besitzt er übergenug die praktischen sind meine Sache. Abgemacht?"

Meinetwegen," nickte Soumis.Sie haben die Verantwortung dem General gegenüber. Die Zeit drängt, ich habe noch viel »u erledigen. Hier find die Anweisungen auf oas Arsenal, hier die Bestallungen. Gott besohlen und auf Wiedersehen, um einige Privat-Angelegenheiten |e ordnen.

hätten. Die Beamten könnten überzeugt sein, daß Regierung und Volksvertretung das Mög­lichste für sie geleistet hätten, um ihnen_ den Kampf ums Dasein zu erleichtern. Wir hätten das Vertrauen zu unserer Beamtenschaft, daß sie nach wie vor ein Muster an Pflichttreue und Diensteifer sein werde. (Leby. Beifall.)

Minister v. Rheinbaben betonte, daß zwi­schen den verschiedenen Ressorts wegen Anrech­nung der Militärdienstzeit der Militäranwärter in der Hauptsache eine Verständigung erzielt ist, durch welche den Mlitäranwärtern das Auf­rücken in die höheren Gehaltsklaßen in unge­fähr gleichem Lebensalter wie den Diätar- anwärtern gesichert wird. Dazu sollen insbe- fonderr denjenigen Militäranwärtern, welch« nach üjähriger Militärdienstzeit erst nach drei- jähttger Probedienstzeit zur etatsmäßigen An­stellung gelangen, bis 3 Jahre der Militärdienst­zeit auf das Besoldungsdienstalter angerechnet werden. Diese Regelung kostet 3,2 Millionen -K, der Mehraufwand muß aber im Jntereße der Militäranwärter und der Armee getragen werden. Die sozialdemokratischen Anträge find unannehmbar, sie erfordern einen Mehraufwand von 17 Millionen, sind aber auch sachlich unge­rechtfertigt. Die Aufbeßerung beträgt bei den Unterbeamten 20, bei den mittleren Beamten 15 Proz., bei den höheren 7>sH Proz., dazu wird das Wobnungsgeld der Unterbeamten um 200 Proz. erhöht.

Die Staatsregierung wird das Kompromiß im Herrenhause vertreten, wenn noch in einigen wenigen Puntten die Regierungsvorlage wie­der hergestellt wird, namentlich betreffs der X stenten. Die Kommission verdiene Dank für die treue Arbeit, das Haus für seine weise Selbstbeschränkung. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Nüchtemann (freis. Vp.) versuchte die besondere Beamtenfreundlichkeit durch Bemän­gelung be; Besoldung der Unterbeamten in Helles Licht zu setzen, wurde aber sehr wirksam von dem Abg. Dr. Rewoldt (freikons.) daran erinnert, daß seine Partei dem Kompromiß zu- gestimmt habe, weil es das bringe, was irgend erreichbar. Auch die Lebensintereßen der er­werbstätigen Bevölkerung müßten berücksichtigt werden, deren wirtschaftliche Lage vielfach schlechter sei, als die der Beamten. Redner hofft, daß jetzt wieder Beruhigung bei den Be­amten eintreten wird und empfiehlt Beschränk­ung der Zahl im Jntereße beßerer Besoldung der Beamten. (VeffaA.)

Es folgen die Abgg. Peltasohn (freis. Vgg.) und Dr.König (Zentr.) mit Reden, welche auf den Ton gestimmt waren, daß erreicht sei, was erreichbar i:.

Der Unterstaatssekretär von Dombois wies darauf hin, daß auch in den wenigen Fällen, in denen infolge der Zurückziehung von Stellenzu­lagen das neue Gesetz hinter den bisherigen Bezügen zurückb><bt, durch besondere Zuwend­ungen dafür gesorgt werde, daß jeder Unterbe­amte mindestens 100 dl mehr, jeder mittlere mindestens 150 dl mehr erhält als 1906.

Nachdem Abg. Schröder (natl.) erklärt hatte, daß seine Partei mit schwerem Herzen dem Kompromiß zugestimmt habe, begründete Abg. Borgmann die sozialdemokrattschen Anträge auf Erhöhung der ersten drei Klaßen der Beamten. Diese wurden gegen di« Stimmen der Sozial­demokratie abgelehnt, die Abstimmung über Klasse 6 ausgesetzt, die übrigen Klaßen 111 nach den Kompromißvorschlägen angenommen.

Nächste Sitzung Dienstag 11 Uhr: Besold­ungsordnung.

Trepillon verstand ihn. Auch Bourlier wurde es klar, daß nachträglich eine Anforderung an sein« Kasse gemacht würde. Was verschlug ihm das? Mit Barmitteln war er reichlich ver­sehen. Sein Ziel war erreicht: et konnte töten und töten laßen. Er war Kapitän wi« Trepil­lon Oberst.

Mit solchen Offizieren hoffte das neue Frank­reich die deutschen Sieger aus dem Lande zu treiben!

Bourlier war auf einem Rotterdamer Schift, welches er reisefertig im Hasen gefunden und auf dem er sofort Passage genommen hatte, nach Bordeaux gekommen. Hier besuchte er seinen Geschäftsfreund Malvezin, deponierte bei ihm überflüssige Gelder und erklärte, daß er vorder­hand in der Stadt bleibe. In Wahrheit hatte der racheglühende Mann den Entschluß gefaßt, selbst in die Reihen der Landesverteidiger zu treten. Die allgemeine Bewegung in den Süd- Departements kam seinen Wünschen zu statten. So reiste er geradewegs nach Tours, wo die Werbeburecmx waren.

Bevor sich Bourlier in dem Depot der Trou- piers melden konnte, war er dem ehemaligen Kapitän Trepillon begegnet, der sich ohne einen Sou in der Tasche umhertrieb. Er kannte den abenteuerlichen Offizier oberflächlich. In Sedan hatte et den Mann gemieden; hier schloß er sich ihm an, obgleich Trepillon sofort seinen Säckel empfindlich erleichterte. Al» er jenem seinen

Aus dem Reichstage.

Die Landarbeiterfrage.

Der Reichstag setzte heute die Beratung de» sozialdemokratischen Antrages betreffend das Koalitionsrecht für die land- und forstwirtschaft­lichen Arbeiter und für das Gesinde fort. Nach einer Rede des freisinnigen Abgeordneten Dr. Stengel, der den sozialistischen Anttagstellern unter Ausfällen gegen die Rechte sehr wett ent­gegen kam, und die Anträge gegebenenfalls glatt annehmen wollte, sprach Abg. Barenhorft (frk.). Er geißelte zunächst in treffenden Wor­ten die Zweideutigkeit der Sozialdemokratie, welche den offensichtigen Zweck verfolge, Un­friede auf dem Lande zu stiften und das gute Verhältnis zwischen den landwirtschaftlichen Ar­beitgebern und dem Gesinde zu untergraben. Die wahre Fürsorge für die Landarbeiter bestehe nicht in dem gefährlichen Koalitionsrecht, son­dern in der Seßhastmachung der Arbeiter. Ge­rade hierin werde in der Provinz Hannover wie in ganz Niedersachsen Hervorragendes ge- leisiet, wie Redner an einigen Beispielen aus« führte Die Sozialdemokratie rate den Arbei­tern dirett davon ab, ein eigenes Heim und sein eigenes Haus zu erwerben, sie wolle die Ar- ' beiter zu Nomaden erziehen, die heute hier und morgen dort ihren Wohnsitz haben und so den sozialdemokratischen Einflüsterungen umso leich­ter zugänglich sind.

Der Abg. Eothein (freis. Vgg.) verwies auf Elsaß-Lothringen und Hannover als Vorbilder für Preußen, dort habe sich die Koalitionsfrei- Ijeu der Landarbeiter bewährt.

Nachdem sodann Präsident Graf zu Stolberg mito,ereilt, daß von konservativer Seite ein An­trag auf namentliche Abstimmung, die morgen erfolgen solle, eingegangen fei, ergriff Abg. Hufnagel (kons.) das Wort. Er betonte schließ­lich mit starkem Nachdruck, daß auch die Indu­strie ein lebhaftes Jntereße daran hab«, die Landwirtschaft in kräftiger Blüte und Leistungs­fähigkeit zu erhalten. Unter absoluter Unauf- merftamkeit hält nunmehrGenöße" Brey eine lange Rede. Er sprach natürlich von einem Ausnahmerecht gegen die Landarbeiter.

In der Seßhastmachung ländlicher Arbeiter, ken.esfalls, aber im Koalitionsrecht sahen den Schwerpunkt der Landarbeiterfrage die Abgg. Süachhorst de Wente (natl.), der eine Revision der Gesindeordnung und die Krankenversicher- uno befürwortete, und Dr. Böhme (wirtsch. Vgg.), der scharf mit Eothein ins Gericht geht. Von der Linken erregt hierauf der Abg. Vegter (freis. Bgg.) große Heiterkeit, da er sich in immer größere Erregung hineinredet, als er versucht, die Darlegungen Dr. Hahns zu rettifizieren. Sein Freihandelexkurs erzielt auch bei den So­zialdemokraten Beifall. Er sucht aber auch als lardwirtschastlicher Sachverständiger den öst­lichen Landwirten Lehren zu geben und sie als Leuteschinder" hinzustellen.

Ihm trat Abg. v. Bolko (kons.) entgegen. Zum Schluß nimmt noch Abg. v. Oertze« (Np.) da- Wort, um sich ebenfalls scharf gegen den so­zialdemokratischen Antrag auszusprechen. Hier­auf vertagt sich das Haus auf Freitag 1 Uhr.

Tagesordnung: Interpellation Graf v. Hom­pesch bett, den freien Arbeitsvertrag. (Schwarze Listen.) Schluß 6 Uhr.

Aus den Kommissionen.

Berlin, 28. Jan. In der Sitzung der Budgetkommission des Reichstages, in welcher

Entschluß, sich anwerben zu laßen, mitieilte; er­bot sich der Kapitän sofort, ihm «ine Offizrers- stelle zu verschaffen. Das Glück war ihm günstig genug, sein Wort halten zu können. Freilich mußte Bourlier die Charge mit einem Tausend- franksbillet bezahlen welches wohl zum Teil in Trepillons Händen haften blieb.

Der neugebackene Oberst erwies sich noch weiterhin als getreuer Freund. Er weihte sei­nen wohlhabenden Schützling in die Geheimnisse des Gewehres, der Degenführung und des Exer­zier-Reglements ein, so daß der Offizier von wenig Stunden nicht mehr befürchten mußte, vor seinen Leuten als Laie dazustehen. Dem 204. Regiment zugeteilt, dessen Oberst richtig Trepillon war, wurden Herrn Bourlier 150 Leute übergeben, lautet undiszipliniert«, neu eingekleidete Dauern aus der Marche, welche man wie das Vieh herbeigetrieben. Seine Leut­nants waren ehemalige Unteroffiziere, welche als Depotverwalter und Halbinvaliden gedient hatten, Menschen, die vom besten Willen beseelt, die Rekruten drillten. Acht Tage später mar­schierte da» Regiment die Loire aufwärts bis Blois, wo Truppen, von Vendome kommend, sich mit ihm vereinten. Somit war das 15. fran­zösische Korps gebildet und nach Orleans diri­giert. General d'Aurelles ließ das Gelände nördlich der Stadt besetzen. Die 204er wurden im Walde von Orleans postiert und bis Artenay vorgeschoben.

der Etat des Auswärtigen Amtes weiter bera­ten wurde, führte Staatssekretär von Schön aus, er überzeugte sich in den anderthalb Jahren seiner Amtstätigkeit, daß die Organisation bei Auswärtigen Amts, trotzdem dort genau uni erschöpfend gearbeitet werde, zu wünschen übrig laße. Er, der Staatssekretär und sein ständigei Vertreter, der Unterstaatssekretär, seien mit Ar­beiten stark belastet. Es fei unumgänglich, fül die politische Abteilung entweder die Stell« eines Direktors oder wenigstens eines Dirigen­ten zu schaffen, wie sie auch im Ausland fass überall bestehe. Auch der Einrichtung eines Ka. binetis für die Leiter der Behörde, das nament lich sich eiliger Sachen anzunehmen haben würde, werde man nach dem Beispiele des Ausland« näher treten müssen. Andererseits versuche man bereits jetzt diese Frage durch Vereinfachung bei Geschäftsganges zum Teil zu lösen. In Er­widerung auf die Ausführungen eines freisinni­gen Redners erklärte bet Staatssekretär, auch et stehe auf dem Standpunkte, baß Privilegien und Kastengeist nicht bestehen sollen. Er sorge deshalb dafür, daß das bürgerliche Element ge- bührend herangezogen werde. Er hoffe auf einen Zustrom geeigneter Elemente aus Bürgerkreisen, die natürlich eine geeignete Erziehung genossen haben müßen.

Ein sozialdemokratischer Vertrauens­bruch.

Vertrauliche Mitteilungen des Staatssekre­tärs v. Schön in der Budgetkommißion des Reichstags über die auswärtige Lage waren durch die Indiskretion eines Teilnehmers an de» Verhandlungen an ein Wiener Blatt gelangt Die Budgetkommißion stellte den sozialdemokm- tischen Abgeordneten Noske als den Urheber bei Indiskretion fest. Noske bedauerte den Vorfall und erbat Entschuldigung, worauf die Kommis­sion die Geheimhaltung des Vorgangs, beschloß. Da heute der sozialdemokratischeVorwärts" trotzdem den Vorfall veröffentlichte und ganz all­gemein ein Mitglied des Reichstags als Urheber bezeichnete, hat die Budgetkommißion ihre bis­herige Geheimhaltung aufgehoben. In den Wandelgängen wurde nunmehr allgemein Abge­ordneter Lehmann (Soz.) als Urheber der In­diskretion genannt. Zu dieser Nachricht des Wolfffchen Telegraphen-Bureaus erfährt man durch Mitteilungen einer parlamentarischen Korrespondenz Näheres.

Der Staatssekretär v. Schön hatte die aus­führliche Mitteilung auf Wunsch des Reichstags in der bestimmten Erwartung gemacht, daß in diesen Kreisen eine Indiskretion unmöglich sei. Der Vorsitzende der Kommißion, Dr. Spahn, hatte ihn sogar noch beruhigt, die Mitglieder bet Kommißion würden das Bertrauen ^eilfertigen. Als darauf dennoch Mitteilungen in einem Tele­gramm derNeuen Freien Preße" erschienen, waren alle Mitglieder einig, daß nur ein Herr, der während der Rede des Staatssekretärs nach­geschrieben habe, diese habe veröffentlichen können. Mitglieder mehrerer Parteien ver­langten namens ihrer Parteifreunde nun die ehrenwörtliche Befragung aller beteiligten Her­ren. Ein sozialdemokratischer Abgeordneter schloß sich diesem Vorschläge an und führte dabei aus, nach seiner Ansicht sei sogar die mala fides

Der Feind ließ nicht lange auf sich warten. Unter dem Oberbefehl des Generals von der Tann rückte das 1. bayerische Korps, durch die 22. preußische Division verstärkt, nach Süden. Vor Orleans angekommen, stießen die Bayern auf die französische Streitmacht. Neun Bat­terien beschoßen diese sofort bei Artenay; zwei andere sandten ihre pünttlich treffenden Ge­schoss« von Aßas her in die rechte Flanke de» Feindes. Ein Teil des 1, bayerischen Regiments nahm das heftig umstritten« Artenay mit Löwenmut. Mit dem Bajonett vorwärts stür­mend, räumten die Bayern nach stundenlanger blutiger Arbeit die Gehöfte und Eaßen, besetz- ten Haus für Haus und trieben die kriegsuntüch- tigen Horden der neuen Armee wie Hammel- Herden vor sich her.

Die Kriegsbegeisterung war verschwunden, der Patriotismus erstickt.

Sobald die Feinde in nächster Nähe erschie­nen und die Kartätschen einschlugen, hielt die junge Mannschaft nicht aus. Alle waren aus ihre Rettung bedacht; sie liefen fort, Haupt- mann und Unteroffizier, Leutnant und Ge­meiner, und allen voraus Oberst Trepillon, der feinen Braunen wacker anfpornte, um aus der gefährlichen Situation zu kommen, und Lour- lier blieb auch nicht zurück.!

! (Fortsetzung folgt.)