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Zentralgenossenschaftskasse in Berlin.
Den Roten Ablerorden dritter Klasse mit der Schleife:
Graf von Bernstorff, Regierungspräsident Cassel.
D. Hackenberg, Pfarrer, Kreisschulinspektor
Titularbischof von Pergamon.
Wölstng, evangelischer Feldprobst der Armee.
Den Roten Adlerorden zweiter Klass e:
D. Dr. Harnack, Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat, Generaldirektor der Königlichen Bibliothek, ordentlicher Professor an der Uni- ‘ versität in Berlin.
Dr. Heiligenstaedt, P rästdent der Preußischen
Unter Feinden.
Roman von Karl Matthias.
< Fortsetzung.»
Doktor Zimmer, wie sich der Arzt vorstellte, verstand allerdings die Rede der würdigen Dame nicht, das Französische war seine fchwäo sie Seite. Er horchte auch nicht sehr aufmerksam hin, was Frau Nataly sagte, er blickte nur entzückt
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: »Mach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) «nd »Landwirtschaftliche Benage
Sommerlad, Kaufmann, Rittmeister der Landwehr in Cassel.
Etaud, Regierung-- und Baurat, Mitglied der Eisenbahndirettion in Cassel.
Stentzel, Pfarrer in Cassel.
Wagner, Hauptmann im Jäger-Batl. Rr. 11 in Marburg.
Wolf, Oberlandmesser in Homberg, Bez. Cassel.
Den Königlichen Kronenorden erster Klasse:
Dr. Hagens, Wirklicher Geheimer Rat, Oberlandesgerichtspräsident in Frankfurt a. M. Den Königlichen Kronenorden zweiter Klasse:
Dr. Gasser, Geheimer Medi-inalrat, ordentlicher Professor an d. Universität in Marburg.
Dr. Schmitt, Bischof in Fulda.
Dr. Solf, Gouverneur von Samoa.
Dr. Frhr. v. Schorlemer-Lieser, Oberpräfident in Koblenz.
Den Königlichen Kronenorden zweiter Klasse mit Stern:
Dr. von Elasenapp, Vizepräsident der Reichs- bankdirettoriums.
Den Königlichen Kronenorden dritter Klasse:
Dr. Arendt, Rentner und Schriftsteller in Berlin.
Di. Dr. Graf von Baudisfin, ordentlicher Professor an der Universität in Berlin.
von Buttlar, Geheimer Regierungsrat, Landrat in Wolfhagen.
Fink, Oberstleutnant z. D., Kommandeur des Landwehrbezirks Hersfeld.
Gabe, Geheimer Baurat, Intendantur- und Vaurat in Cassel.
Krause, Oberstleutnant beim Stabe des Infanterieregiments Prinz Carl (4. Grotzherzoglich Hessischen) Rr. 118.
Roack, Konsistorialrat, evangelischer Militäroberpfarrer beim 11. Armeekorps.
Schlüter, Postdirektor, Major der Landwehr a. D. in Cassel.
Zangemeister, Geheimer Regierungsrat, Regierung-- und Forsttat in Cassel.
Dr. Ziegler, ordentlicher Professor an der Kaiser Wilhelms-Universität in Straßburg L E.
Das Allgemeine Ehrenzeichen:
Albrecht, Baggermeister in Veckerhagen, Kreis Hofgeismar.
Amend, Maurer in Steinau, Kreis Schlüchtern.
Berkowski, Vizewachtmeister im 2. Eroßherzog- lich Hessischen Feldartillerieregiment Rr. 6L Beyer, Kriminalschutzmann in Hanau.
Büdinaer, Wachtmeister im 2. Großherzoglich Hessischen Feldartillerieregiment Rr. 61.
Cramer L, Balth., Bergmann in Fellingshausen (Kr. Biedenkopf).
Davin, Magazinvorarbeiter beim Proviantamt in Hofgeismar.
Degenhard, Klosterrentereidiener in Schlüchtern.
Dietrich, Unterzahlmeister int 1. Kurhessischen Infanterieregiment Rr. 81.
Fischer, OberpedÄ bei der Universität in Marburg.
Fischer, Eisenbahnschaffner in Warburg.
Gernaüd, Straßenbahnschaffner in Cassel.
Hottenbach, Kreis Berncastel.
Dr. Mauve, Oberpräsidialrat in Cassel.
Mencke, Geheimer Oberjustizrat, Landgerichts- Präsident in Wiesbaden.
Pauli, Professor in Eberswalde.
Dr. Hahn, Direktor des Bundes der Landwitte.
Pauli, Tischlermeister in Potsdam.
Den Roten Adlerorden vierter Klasse:
Barthel, Kaufmann, Oberleutnant der Landwehr a. D. in Melsungen.
Bechtold, Forstmeister in Mengsberg, Kreis Ziegenhain.
Dr. Bourwieg, Landrat in Siegen.
v. Gehren, Landrat, Hauptmann der Reserve in Homberg.
Dr. Eutberlet, Domkapitular in Fulda
Dr. Oswalt, Justizrat, Rechtsanwalt in Frankfurt a. M.
Pickel, Rechnungsrat, Oberpostsekretär in Frankfurt a. M.
Dr. Pieper, Generaldirettor- de» Volksvereins für das katholische Deutschland in München- Gladbach.
Reinicke, Hauptmann im Jnfanttrieregintent Hessen-Homburg Nr. 166.
Graf von Rhoden, Hauptmann a. D, Kammerherr, Hofchef Seiner Hoheit des Landgrafen Chlodwig von Hessen-Philippsthal-Barchfeld, in Herleshausen.
Rohde, Rechnungsrat, Generalkommisfionssekre- tär in Cassel.
Rosenow, Hauptmann im 2. Kurhessischen Infanterieregiment Rr. 82.
Rosmanith, Rechnungsrat, Oberpostsekretär in Frankfurt a. M.
D. Dr. Rothstein, außerordentlicher Professor an der Universität in Halle a. S.
Dr. Freiherr von Salis-Soglio, Regierungsrat, Mitglied der Eeneralkommisfion in Cassel.
S a v e l s, Erster Staatsanwalt in Marburg.
Dr. Schmidt, Ferdinand, Oberrealschuldirettor in Hanau.
Schraudebach, Rechnungsrat, Oberpoftfekretär in Frankfurt a. M.
Dr. Schröder, Geheimer Regierungsrat, ordentlicher Professor an d. Universität in Göttingen.
Sibeth, Hauptmann, Lehrer an der Kriegsschule in Cassel.
Tarandal. Beruhige Dich. Es geht ihm gut. Laurence hat ihn hier gesprochen."
„Und er sagte, daß er nach Sedan zurückkehren wolle?«
„Allerdings, das sagtt er," antwortete der Eättner.
„Er wollte zu uns? Wir haben uns verfehlt. Run — und Olivier, mein armer Bruder?"
„Der Herr Leutnant?" fragte der alte Gärt- ner. ungewiß, was er antworten sollte. „Der junge Herr wird wohl auch in Sedan sein."
„Unmöglich. Der Chefarzt sagte, er wäre tot. Belügen Sie mich nicht, Laurence."
„Gott behüte, gnädiges Fräulein," stotterte der alte Mann zitternd.' „Ich meinte ja auch nicht den lebendigen Herrn Leutnant, sondern . . . was ich sagen wollte . . ."
„Schwatzen Sie nicht, Laurence," ermahnte die alte Dame, „helfen Sie uns lieber die Zimmer in Ordnung bringen. Oeffnen Sie die Fenster ;bie Luft hier ist erstickend. Nein, nicht die nach der Landstraße zu, ich kann die Ruinen der Fabrik nicht sehen."
Der Alte trippelte auf and ab und tat nach der Dame Geheiß. Dann begab et sich ins Souterrain. um Kasiee für die Damen zu bereiten, denn diese hatten seit Sedan nichts mehr genossen. Er kam nach ein halben Stund mit dem dampfenden Trank und einem großen Weißbrote zurück, welches für die Kranken gebacken worden war. Die Soldaten in bet Küche hatten Befehl, alles für die Hauseigentümerinnen herzugeben.
Bon Boutlier tae keine Nachricht. Der
komme wieder, gnädige Frau. Diese ici — pour vous," sagte er, auf die Betten zeigend und empfahl sich.
Laurence schloß hinter ihm die Tür.
„Das fehlte noch, daß die jungen Sanitätsoffizier' aus- und eingehen," sagte die Frau ärgerlich. „Vor allem sage trtt, wie geht es Dir, mein Kind?" wandte sie sich an Desiree.
„Besser, Tante. Ich bin recht töricht gewesen, meinem Schmerze so nachzugeben. Dieser Dok-
alte Gärtner erbot sich, als Bote nach der Stadt zu gehen, aber Frau von Tarandal wollte nicht den nächtlichen Gefahren aussetzen und beschloß, den nächsten Tag abzuwarten.
Es kam der Abend, die Nacht. Eng aneinander geschmiegt saßen die Frauen am Fenster, durch das der friiche Hauch des Bergwaldes der leise rauschenden Bäume im Parke zu ihnen her« überströmte. Tiefe Stille war in der Natur und in dem weiten Hause. Der Schmerzensschrei, der durch die Welt gegangen, schien verstummt zu fein. Die schwache Mondsichel, welche über den Baumkronen stand, vermochte nur wenig Licht zu spenden; darum blieb es dunkel im Park, auf den Wegen, aber auch im Herzen der beiden, welche mit brennenden Augen in die kühle Nacht hinausstartten, vergeblich Erlösung von ihrem brennenden Soelenschmerz heischend.
XIII.
Der alte Laurence hatte die Wahrheit gesprochen. Im linken Erkerzimmer ' land sich das Krankenlager Waldemar Ty Der brave Neumann hatte ihn arf seinen Armen aus der Fabrik in die Bureaux getragen und von hort, als die Kanonen ihr Zerstörungswerk begannen, auf einem Kahn über die Maas und in das Schloß geschafft. Der Arzt erneuerte den Verband und bettete den Schwerverwundeten abgesondert im linken Eckpavillon. Nachdem der getreue Bursche kurzen Bericht über die schreckliche Kriegsepisode abaestattet hatte, bet fein Heu zum Opfer gefallen war, nahm er mit heißen Tränen in den Augen Abschied von dem Bewusstlosen. '
»Wenn mein Herr wiebet j« sich kommt.
auf das Mädchen.
„O, so schön, so wunderbar schön," seufzte et, „sie ist ein ganzer Engel! Verzeihung, daß ich störte — ich durfte sie nicht leiden assen, ich
Grünewald, Eifenbahnwerkstättenfchreiner in Cassel.
Halter, Oberpostschaffner in Cassel.
Hau;, Bürgermeister in Bischoffen, Kreis Biedenkopf.
Kalos, Eisenbahnstationsdiener in Cassel.
Kehr, Polizeiwachtmeister in Cassel.
Kern, Eisenbahnschlosser in Marburg.
Kluge, Aktenhefter bei der Regierung in Cassel.
Löffler. Eeneralkommisstonsbote in Cassel.
Lorenz. Regierungsbote in Cassel.
Peweftorf, Eifenbahnbureaudiener in Cassel.
Pickel, Elfenbahnweichensteller in Hebemünden, Kreis Münden.
Rhiel, Kreisbote in Homberg.
Rüdiger, Oberbriefträger in Guntershausen, Landkreis Cassel. ,
Schröder, Eerichtsdiener in Borgentreich, Ären Warburg.
Stemper, Eisenbahnlokomotivführer in Siegen.
Stunz Eisenbahnwagenmeister in Eschwege.
Weiß, Hausdiener bei der Regierung in Cassel.
Winter. Töpfermeister in Cassel.
Ordensfest.
Berlin, 17. Jan. Da» Ordensfest begann heute Vormittag 9 Uhr mit einer Versammlung der neu zu Dekorierenden in bet Ersten Braunschweigischen Kammer bes königlichen Schlosses, der gegen 10 Uhr die Verleihung der neuen Auszeichnungen tn bet Zweiten Btaunschwergi- schsn Kammer folgte. Der Kaiser, bet heute Morgen eine Ausfahrt gemacht hatte, begab sich der Kaiserin, sowie den Prinzen und Pnn- zessinnen um 11% Uhr nach dem Rittersaal zur Abnahme der Cour über die vorzustellenden neu ernannten Ritter des Roten Adletotdens, des königlichen Kronenotdens, sowie des Hausotdens der Hohenzollern. In der Schloßkapelle versammelten sich inzwischen die älteren Ritter und Inhaber, besonders die im letzten Jahre Dekorierten die Botschafter, das diplomatische Korps,'sowie Damen des Wilhelmsordens, des Lovisenordens, des Verdiensttteuzes für Frauen «nd Jungfrauen, des Frauenverdienstkreuzes und der Roten-Kreuz-Medaille. Der Einzug des Hofes erfolgte unter Vorantritt von Pagen und dem Vortritt von sämtlichen Hofchargen. Der Kaiser, der in Generalsuniform mit dem Bande des' Schwarzen Adlerotdens und Kette und den anderen preußischen Orden, führte die Kaiserin. Den Majestäten folgte der Kronprinz mit bet Prinzessin Heinrich, Prinz Heinrich mit der Kronprinzessin. Nach dem Eemeindegesang und der Liturgie predigte Hofprediger Kritzin- ger. Nach Beendigung des Gottesdienstes begann um 2 Uhr Tafel im Weißen Saal. Unter dem Thronbaldachin nahm der Kaiser rechts von der Kaiserin Platz, gegenüber bet Vizepräsibent des Staatsministeriums Dr. von Bethmann-Holl- weg. Rechts und links von dem Kaiser und der Malierin schlossen sich die Prinzen und die Prinzessinnen an. An der Haupttafel waten wie immer auch Deputationen des allgemeinen Ehrenzeichens und der Rettungsmedaille. Im Verlauf des Mahles erhob sich der Kaiser zu folgendem Toast: „Ich trinke auf das Wohl der neu ernannten und der früheren Rittet!" Rach der Tafel hielten die Majestäten Cetcle.
Die Ordensverleihungen führen wir nut an, soweit sie von allgemeinem ober lokalem Interesse sind.
Es haben erhalten:
Den Roten Adlerorben erster Klasse mit Eichenlaub:
Freiherr von Schesfer-Boyabel, General bet Infanterie, fommanbterenbet General bes 11. Armeekorps.
Den Roten Abletorben jweiter Klasse mit Eichenlaub:
von Deimling, Generalmajor, Komandeur bet 58. Jnfanteriebrigade.
Dr. Elster, Professor, Geh. Oberregierungsrat, Vortragender Rat im Ministerium bet geistlichen rc. Angelegenheiten in Marburg.
von Hassel, Oberlandesgerichtspräfident in Cassel Hengstenberg, Oberpräsident in Cassel.
Martini, Präsident der Eisenbahnbirektion in Cassel.
Dr. von Koenen, Geheimer Bcrgrat, ordentlicher Professor an der Universität in Göttingen.
von Stubenrauch, Polizeipräsident in Berlin. Dr. Volkmar, katholischer Feldprobst der Armee,
ter kam zur rechten Zeit."
„Ich wünsche indeß keine Wiederholung des Besuchs. Auch die Betten mögen Sie den Prus- siens wieder zustellen, Laurence. Ich kann von ihnen, die vielleicht 'm Lazarett benutzt wurden, keinen Gebrauch machen."
„Ach. Laurence, Sie find da?" fragte da» junge Mädchen, sich aufrichtend. „Bringen Nachricht vom Papa?"
»Papa ist in Sedan," antworte Fra«
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberbeisnch- Beituna“ bei allen Postämtern und unfern ZeittmgSftellen in Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. _ Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne- Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
Ans dem Reichstage.
In der sehr kurzen 186. Sitzung wird die erste Beratung der Arbeitskammervorlage erledigt. Hau» und Tribünen sind sehr schwach beseht, wie dies an Sonabenden stets der Fall zu fein pflegt. Als erster Redner spricht sich Abg. Hoeffel (Reichsp.) zu Gunsten des Entwurfs aus, bemängelt jedoch die Hinembezietz- nng der Handwerksgesellen. Mit der Ausschaltung der Handlungsgehilfen ist er einverstanden. Der AH. Behrens (christl.soz.), der hierauf das Wort ergreift, macht, wie schon der Vorredner, auf die merkwürdige Haltung der Sozialdemokratie aufmerksam, die in der Verurteilung des Entwurfs und in dem Verlangen nach reinen Arbeiterkammern mit den Industrielle» etnig. sei. Er selbst spricht sich für paritätische Kammer» ans. Auch der Redner der Polen, Kulerski, erkennt den erheblichen Fortschritt au, der mit der Vorlage gemacht werden soll, aber läßt doch durchblicken, daß et unter Umständen auch für reine Arbeiterkammern sich erklären könnte. Nachdem der Abg. Dr. Pottbofs (ftf. Vgg.) sich für die Vorlage ausgesprochen und der Zentrumsabgeordnete Giesberts gewünscht hatte, daß die Bedenken bei den Konservativen in der Kommission zerstreut Werben mochten, polemisiert noch Abg. Severing (Soz.) gegen einzelne Vorredner, ohne besondere Wirkung zu erzielen. Hierauf wird die Diskussion geschlossen und nach einer langen Reihe persönlicher Bemerkungen der Entwurf einet Kommission überwiesen.
Der Präsident macht hierauf dem Hause Mitteilung von dem Ableben des Abg. Ruegenberg (ytr.), der in der üblichen Form geehrt wird. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. Justizetal. Schluß 2% Uhr.
Deutsches Reich.
_ 3» König Gbeatbs Besuch in Berlin. Berlin, 16. Jan. Anläßlich bes bevorstehenden Besuches ber Reichshauptstabt burch König Ebuarb von England hat ber Kaiser ben Oberbürgermeister Kirschner unb die Herren bet rnagistratlichen Ausschmückungskommission zu sich gebeten, um mit ihnen über die Maßnahmen zum Empfange bes Königs zu sprechen. Der Kaiser hat dabei den Wunsch geäußert, daß die Ausschmückung der Einzugsstraße möglichst farbenprächtig sein möge und daß für btejenigen, die zum Empfange des Königs erscheinen, mit bitte Herr Stabsarzt, sagen Sie ihm, daß 'ei. Bursche ihn gerächt hat. Den Meuchelmorde^ der ihn hinterrücks durchstach, als er den Ker. von Franktireur schützen wollte, habe ich zum Fenster hinausgeworfen, daß er das Aufstehen für immer vergessen hat. Wie ein Bund Flicken lag er auf dem Pflaster, kein Knochen ganz. Die Gefangenen haben gesagt, der heimtückisch« Schuft sei der Sohn des Fabrikherrn gewesen. Egal — in meinen Augen war er ein richtige, französisches Lügenluder."
Mit schwerem Herzen zog der brave Neumann fort. Der Dienst rief ihn nach Balan, wo dir 9. Kompagnie bereits im Kartätschenhagel stand. Er beeilte sich gar nicht, dahin zu kommen. Run, da er Niemand mehr hatte, für den er sorgen durfte, war ihm alles gleich.
Die fürchterliche Wunde Waldemars erwies sich gegen alles Erwarten nicht als tötlich. Der Stahl hatte die linke Lunge nur gestreift, mcht durchbohrt: auch das Herz war nicht getroffen worden. Nur die heftige Blutung zu stillen, machte dem Arzte Sorgen: es gelang nach Dielet Mühe Drei Tage lag Tyrolt in heftigem Delirium bann trat Abkühlung des Blutes und ein todäbnlicher Schlaf ein. Die Nahrung mußte ihm künstlich beigebracht werden, da er gar nicht zu erwecken war und sich apathisch gegen seine ganze Umgebung verhielt.
Die ganze Nacht über hatte Frau von Taran« dal gegrübelt, ob Laurence die Wahrheit bettch« tet habe. Als der Morgen kam ließ ihr bi» Ungewißheit keine Ruhe mehr. Sie vegab PL zum Oberstabsärzte, Herrn Dr. Köhler, unb M ,• ihre Dienste al» Krankenwärterin an. (F. f.)
Di« 3nfertion«gebü6r beträgt für die 7gespaltene Beile
ober beten Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — h
. . Druck unb Verlag: Joh. Aug. Koch, Univsrsttätsbuchdruckerei « x) M ö*
Dienstag. 19. Januar 1909. Inhaber Dr. $. Hrtzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.