Marburg
Die Insertion»g«bühr beträgt für bi« 7g«spaltem Zeile oder bereu Rettin 15 Pfennig, für Reklamen 80 Pfennig. —
44. Jahrg.
Mittwoch. 13. Januar 1909. InhaberDr. 6. H?tzrr!»th,^Marb^'MarktA^^re^boaÄs'
Expedition des Majors Puder gegen die Munt-
Erstes Blatt
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den Durchgang verwehren
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Amönebu^a.
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betrugen auf deutscher Seite: Stevbani (Schuss in die rechte rechten Ellbogen), Feldwebel ins rechte Handgelenk), Ser-
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Grenzkommission wollten.
Die Verluste Oberleutnant v. Brust und den Buchholz sSchuf?
August bis 3. September die Stadt. Aus den Händen der Hessen ging die Festung am 10. Juli 1636 wieder an den Kaiserlichen Feldmarschall Götz verloren: dann waren die Niederhessen, am 10. November 1640 der Kaiserliche General Piccolomini Herren in der Stadt. In der stür- mischen Nacht des 18. Oktober 1644 wurde die niederhessische Besatzung von Kirchhain, als sie schon Amöneburg beinahe durch Ueberrumpe- lung erobert hatte, zurückgeworfen. Nun folgte ein 34wöchiges Hin- und Herwogen des Kampfes, bis die Belagerer im Juni 1645 zum Abzüge sich genötigt sahen. Wie'einst das Kapitolium zu Rom durch die Gänse, so wurde Amöneburg in der Sylvesternacht durch einige Weiber gerettet, welche durch ihr Hilfegeschrei Besatzung und Bürger aus ihrem sorglosen Schlummer weckten. Auf dieses Ereignis bezog man bisher das alljährlich am 1. Januar veranstaltete, durch eine kirchliche Feier eröffnete Sttigerffft; doch ist
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Stolz und mächtig steigt aus der schönen Ebene der Ohm die Amöneburg empor deren Kuppe das gleichnamige Städtchen krönt. Der Okt hiess früher Ohmeneburg, Ameneburg und noch heute wird er im Munde des Volkes Jmekbutq oder Amelburq genannt: der Name leitet sich von dem Flüsschen Ohm sAmena, Ohmene) her Am Fusse des Seines, links der Straße liegt die Lindauer Kapelle, an deren Stelle Bonifatius zuerst getauft haben soll. Reich wird die Mühe des Ersteigens belohnt durch eine entzückende Ausficht: die Gestalt des Herkules, der Meissner, die mächtigen Kuppen der Rhö-i, die lieblichen Berge des Taunus I tut.), die grösseren Gebirge Hessens find sichtbar' Mit einem grossen Altar, dem Totenhügel eines Hünen einer heiligen Stadt möchte man di« fchauerlich aufgetürmte Masse vergleichen. Innig verbunden mit den ungeheueren Vasaltklumpen wiro dieser von einer Schar niedriger Vorhügel umlagert, welche ehemals auch teilweise Gebäude trugen, so die Wenigen- oder Winnenburg der Wendelberg, die Eossenkuppe. An manchen Stellen Mt der 363 Meter hohe Basaltfelsen mit |o schroffen Wänden in die Tiefe ab, daß er I dort gar nicht erstiegen werden kann. An der 70 I v hohen, fast senkrechten Felswand I
»es Bilsteins hatte ein altes Gericht seine Heg- I «ngsstätte. Im Norden der Hauptkuppe liegt I oas Städtchen, nach Süden die Kirche, das Stift I
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und „Landwirtschaftliche Beilage. '
gänge an, die sich im Anschluß an die Veröffentlichung des „Daily Telegraph"-Jnterview« ereigneten. Unter Hinweis auf die im „Reich»- anzeiger" und von uns veröffentlichte Erklärung sind wir ermächtigt, festzustellen, daß der Kaiser in seiner Besprechung mit den Generälen die Vorgänge nach dem Erscheinen des „Daily-Tele- graph"-Artikels mit keinem Wort berührt hat. — Wie Berliner Blätter melden, ist die Untersuchung wegen Veröffentlichung der Unterredung bereits eingeleitet. Einer der NLchstbeteilkgten scheint die Diskretion nicht sorgfältig genug gewahrt zu haben, aus dessen Umgebung ein anderer der Presse Mitteilung machte.
— Zum kvjährigen Jubiläum des Kaisers Franz Joseph als Regimentschef. Wien, 1. Jan. Der Kaiser empfing heute mittag den deutschen Militärattaches Grafen Kageneck in Audienz, welcher ihm ein Handschreiben des deutschen Kaisers anläßlich des 60jährigen Jubiläums als Chef des preußischen Kaiier-Franz-Garde-Gre- nadier-Regiments überbrachte. — Berlin, 11. Jan. Das Kaifer-Franz-Regiment feierte heute das 60jährige Jubiläum des Kaisers Franz Josef als Regimentschef. Der Festtag begann mit einem großen Wecken. Nach dem Gottesdienst der katholischen Mannschaften fand um 11 Uhr Festgottesdienst des Regiments statt, an welchem Kaiser Wilhelm und der österreichisch- ungarische Botschafter v. Szögyeny-Marich mit den Herren der Botschaft teilnahmen. Hieraus stellte sich das Regiment im Kasernenhof in Parade auf. Der Kaiser selbst gab das Kommando: Präsentieren? und hielt mit lauter Stimme eine Ansprache, auf welche ein dreimaliges Hurrah? folgte. Die Musik fpiekte die österreichische Nationalhymne. Rach dem Parademarsch folgte ein offizielles Frühstück int Offizierskasino. Der Kaiser saß zwischen dem österreichisch-ungarischen Botschafter v. Szögyeny-Marich und dem Regimentskommandeur Frhrn. v. Esebeck. Heute abend findet ein Festessen des Offizierkorps statt, wahrend für die Kompagnien heute und die nächsten Abende Festvorstellungen vorgesehen sind. Der Kaiser verlieh verschiedenen Offizieren des Regiments Auszeichnungen.
— Deutscher Handelstag. Gestern wurde in Berlin der Deutsche Handelstag von seinem Präsidenten Kaempf, dem Vizepräsidenten des Reichstags, eröffnet. Reichs- und Staatsbehörden hatten eine Reihe Vertreter geschickt. Staatssekretär v. Bethmann-Hollweg hielt eine Ansprache. Ihm folgte Reicksschatzsekretär Sydow. Er meinte, daß die Gewährung neuer Steuern nicht weiter hinausgeschoben werden dürfe, wenn das Defizit nicht zu groß und unser Ansehen im Auslands nicht ganz verloren gehen soll. Daraus nahm der Handelstag folgende Resolution an: Der Entwurf des Gesetzes über den Zwischenhandel des Reichs mit Branntwein ist abzulehnen, da er das Staatsmonopol einführt und den gegenwärtigen Besitzern von Brennereien,
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Der heutigen Nummer liegt bei I Ä” K
Kreisblatt Nr. 3. I dass andere Völker sich diese nutzbar machen, in»
' ____________ | dem sie wehrpflichtige und fähige Deutsche für
ihre Kriege anwerben. Besonders die Franzosen und die Niederländer suchen deutsche Sol-
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Obrrbessisch»
-- - . A Zeitung" bei allen Postämtern und imfetn Zeitungsstellen in
-H» III Kirchhain und Wetter sowie bet unserer Expedition — Markt 21.
— Der Bezugspreis beträgt durch die Post 2,25 Mt. (ohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
durch Urkunden festgestellt, daß dieses viel älteren Datums ist. Wieder war es eine Tochter Evas, welche am 26. Juni 1646 nachts die hes- fischen Truppen in die Stadt führte. Das Städtchen wurde eingeäschert: und von seinen 3000 Seelen hatten kaum einige Hundert das nackte Leben gerettet. Nun ließ der schwedische Heerführer Wrangel auch die Mauern und Türme Niederreißen ,indem er täglich 1200 Mann dazu beauftragte. In ärmlichen Strohhüten am öst- lichen Fuße des Berges fristeten die Ueberleben- den kümmerlich ihr Dasein. Da endlich wehte auch auf Amöneburgs öden Trümmern die Palme des Friedens, und im November 1849 kam die Stadt an Main» zurück. Aber erst 1858 wurden die Kirche und das Stift wieder herge- stellt, 1675 das Schloss ausgebaut, 1681 ein Jahrmarkt abgehalten, 1686 ein ärmliches Rat- Haus errichtet, erst 1717 das Lindauertor wieder hergestellt. Neue Wunden schlug der sieben- jährige Krieg (1756—1763) dem Städtchen. Bald sah man unter seinen Felsmassen die weißen Zelte der Engländer. Schotten, Hannoveraner und Hessen, bald die bunten Fahnen der Franzosen und Sachsen wehen. Dreizehn Feld- lager, darunter als das mächtigste ein französisches von 95 000 Mann, sah die Amöneburg in diesem Kriege zu ihren Füßen. Nach sechszehnmonatiger Ruhe kam es zu Ende desselben am 21. September 1762 bei der nahen Brückermühle zu einem vierzehnstündigen Kampfe ohne eigentliche Entscheidung. Durch die Ohm getrennt, standen beide Heere noch (ast zwei Monate lang einander untätig gegenüver, bis der Friede zu Hubertusburg (1763) geschlossen wurde. Um verschiedene Verabredungen zu treffen, kamen nun die beiderseitigen Heerführer: Herzog Ferdinand von Braunschweig und die französischen
eo?C- bequemere, schlängelnde Straße zur Höhe.
hohem Throne eine Königin einst^ eine
e’n auch noch heute gültiges m ueii fluyueiiytn Mumpfsn zwi,«yen Hessen uns
«rort Pftsters über das unregelmäßig gebaute Mainz. Rur die Wenigenburg, zu Anfang de»
ifchis die nötigen Aufklärungen erfolgt, sodaf 'diesmal hier keine Schwierigkeiten entstanden find. Dagegen scheinen ähnliche Schritte auf englischer Seite damals nicht erfolgt zu fein. So if
boten für ihre Kriege zu gewinnen, ' da die I *5*?
Kriege dort schon durch das Klima meist sehr der mit Weißen überhaupt noch wenig in gefährlich sind. Durch falsche Angaben über das I Berührung gekommenen dortigen Muntschis ihnen bevorstehende Geschick lassen sich leider einem hefttgen Angriff ausgesetzt gewesen. Eine m । noch immer zahlreiche Deutsche für fremde Ko- I gemeinsame Aktion der deutschen und englischen
Ä BLNktzUNls Der 2Bet)rp|ltd)t. I lonialheere anwerben, wo sie meist ein entsetzli- Truppen erfolgte nach einer an amtlicher Stelle cm r .... . , . „ , | ches Leben und ein trauriges Ende finden. Ge. I vorliegenden telegraphischen Meldung des Eou-
m unser Deutschland groß u«d stark g«. Ren dies Treiben sollen besonders strenge Ge- verneurs von Kamerun auf Ersuchen des briti-
macht hat, ist neben dem staatsmännischen Ge- I (ehe schützen 8 141 des St -G -B bestimmt' I
nie Bismarcks und dem strategischen Moltkes Wer einen Deutschen zum Militärdienst einer Sr ffiSne?m^tcJenffieieAki
das deutsche Heer. Bismarck hat einmal gesagt: I ausländischen Macht anwirbt oder den Werbern I 6er ®e9"er *n mehreren Gefechten zerstreut macht uns kein Volk der Erde der letzteren zuführt, desgleichen wer einen Die deutsche Eskorte beteiligte sich unter
nach!« Das . heißt: keine Nation hat Offiziere deutschen Soldaten vorsätzlich zum Desertieren cberlentnant v. Stephan, in Starke von 3 Euro-
von .insgemein so guten Eigenschaften wie da» verleitet ober die Desertion desselben vorsätzlich paern. 40 Soldaten und einem Maschinengewehr.
Deutsche Reich. Aber diese» Lob ist nicht nut I befördert wird mit Gefängnis von drei Mona- | ®5 ist anzunehmen, dass die Munffchis der
für die Offiziere. Mit Recht kann man es auf ten bis zu drei Jahren bestraft. Der Versuch
das ganze Heer anwenden, das durch die In- I ist strafbar
Ellenz seiner Massen, ihre stramme Disziplin Die Furcht vor den unvermeidlichen Stra- rLu r re ^eo’°fra?en^e kriegerische Ausbildung I pazen des Soldatenlebens veranlaßt schon mal IF* lana,eL 3ett ats bas beste der Welt aner- einen jungen Wann, sich selbst zu verstümmeln.
1 * s , ,, . ! um so dienstunfähig zu werden, z. B. den rechten
Diesen Ruf aufrecht zu erhalten, ihn immer I Daumen abzubacken, so daß et das Gewehr ZU verdienen, ist eine der wichtigsten Aufgaben 1 - - - - -
unseres Volkes. Zumal solange unsere Flotte zu schwach ist, um England oder Frankreich Trotz zu bieten, müssen wir darauf bedacht sein» uns in unserem Heer eine Waffe zu erhalten, die von allen anderen Nationen gefürchtet wird. Die Notwendigkeit, unser Heer stets auf bet pofje zu halten, erforbert es, mit schweren Strafen den zu bedrohen, der seine Kraft dem Vaterlonde nicht so widmen will, wie es nötig ist.
Jeder Deutsche ist vom vollendeten 17. bis utm vollendeten 45. Lebensjahre wehrpflichtig, d. ,b. er hat während dieser Jahre seine Zeit bei her Fahne zu dienen (je nach Bildung und Waffe 1—4 Jabre), ausserdem bestimmte Heb» «ngen mitzumachen und kann int Kriegsfälle einberufen werden. Schwere körperliche Män- gel können von diesen Verpflichtungen ganz »der teilweise befreien. Nach § 140 des Straf.
Absatz 1. darf nun kein Wehrpflichtiger, um sich dem Dienst zu entziehen, ebne Erlaubnis das Bundesgebiet verkästen oder sich ausserhalb desselben aufhalten. Er verwirtt son,t eine Geldstrafe von 150—3000 J*. oder Gefängnis von 1 Monat bis zu 1 Jahr. Nach fflbfat, 2 desselben Paragraphen gilt das Verbot auch für Offiziere und Aerzte. die. wenn sie ohne Erlaubnis auswandern. Geldstrafen zu 3000 Jl ober Haft oder Gefängnis bis zu 6 Monaten erhalten.
Besonders erschwerend ist es natürlich, wenn femand zu einer Zeit auswandert wo Krieg derricht oder droht. Da man darin schon eine I Slrt Lande-werrat siebt, bestimmt bet dritte »bfab des 8 140 für solche Fälle nur Eefänanis- ftrcfen, und zwar bis zu zwei Jahren. Ausserdem können diele Strafen noch durch Geldstrafen dis zu 3000 <3t verschärft werden. Für alle Falle, die der § 110 in Betracht zieht gilt, daß auch der Versuch schon bestraft wird '
| nicht halten kann. Dies Vorgehen hält das Ge- I (Stteisichuß in den linken Obersetz sogar für ehrlos, und setzt daher im 8 142 I €*n 6°ftat und ein Pferdewarter.
St.-G.-B. den eventuellen Verlust der Ehren- schwer verwundet: 4 Soldaten und 1 Dol- rechte dafür fest, neben einer Mindeststrafe von Ketscher, 2 Maschinengewehrtrager. Das Be- 1 Jahr Gefängnis für jede Selbstvetstümmel- I finden der Verletzten ist gut. Die Triangultion unq zvm Zwecke der Dienstuntauglichkeit. Die- I wurde unter Oberleutnant Bartsch fortgesetzt, selbe Strafe trifft etwaige Helfershelfer. Aber I Oberleutnant v. Stephani behält die Leitung auch bet wird schon erheblich bestraft, ber, um der Expedition bei. Der vorstehenden Meldung nicht dienen zu müssen, bei der Untersuchung des Gouverneurs von Kamerun parallel läuft -®äbreni ber I eine Meldung bes Londoner Auswärtigen Amts, Ä wonach die gemischte Erenzerpedition am 23. bet Absicht, sich bet Erfüllung ber Mehrvilicht Dezember mit allen auf englffcher Serie verfüq- ganz ober teilweise zu entziehen, auf Täuschung baten und ben genannten beuifchen Truppen berechnete Mittel anroenbet. wird mit Gefäng- I Sankwale erreicht hat. Am 24. Dezember förtb nis bestraft, auch kann auf Verlust ber bürget- I ein schwerer Kampf statt. Weitere Geplänkel lichen Ehrenrechte erkannt werden. Dieselbe I fanden am 25., 26., 27. und 28. Dezember statt. Strafvorschrift findet auf Teilnehmer Anwend- I Der organisierte Widerstand der Muntschis ist ung. Erich Köhrer. I jetzt gebrochen.
——..... —---------------------- = I Die Eingeborenen sind in die Berge geflüch-
I tet Die Gesamtverluste werden tm amtlichen VoNNfkye Um|(yuU. I englischen Telegramm auf 5 Tote und 19 Per-
Eine gemeinsame Aktion deutscher und englischer | wundete angegeben. Das Reichskolonialamt hat Truvven in Kamern«. I bas Vorgehen der deutschen Truppen als durch
Berlin 11 -ton w. Sffnrhh Wffo Qta« bie Umstände geboten gebilligt und weitere 1 ”,9torW), dlllg. Zig. I Unterstützung ber englischen Abteilung mit bem
S L. ®m9e*ntommen d-, „„ b„ 6et,lllgt„ Sommn».,
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Woche Mitteilung machen konnten, hat von I ----------_ ~ j____________>
deutscher Seite bereits eine Erwiderung ersah- |
ren. Zur Feststellung der Nordwestgrenze von I */CUt|(pC5 JlClty.
Kamerun gegen Dritisch-Südnigerien ist be- I — Zur Reujahrsrebe. Berlin, 11. Jan. Die kanntlich eine gemischte Genzexpedition unter- I „Nordd. Allg. Ztg.« schreibt: In der ersten Ver- wegs, welche deutscherseits von Oberleutnant I öffentlichung über die Besprechung des Kaisers v. Stephani geführt wird. Zur Vorbereitung der I mit ben kommandierenden Generälen hatte da» Erpedition find, wie seinerzeit im amtlichen I „Berliner Tageblatt" berichtet: Am Schluffe „Deutschen Kolonialblatt" berichtet wurde, auf I dieses militärischen Vortrages spielte ber Kaiser, deutscher Seite schon im vorigen Jahre burch die I wie wir hören, mit einigen Worten auf bie Dor-
Stäbtchen. Ein tiefer Teich zwischen bem I 14. Jahrhunberts von Lanbgraf Heinrich I. Schlosse unb bem Rathause unb sechs große Zi- I (1265—1308) zerstört, würbe nicht wieder aufge- sternen dienten früher zum Sammeln des I baut. Unsägliche Drangsale brachte der breißig- Wassers für Feuersgefahr. Seit 1903 hat Amö- I jährige Krieg über Amöneburg. Ein langes nebutg eine Wasserleitung, beten Quellen im I blutiges Trauerspiel eröffnete Herzog Christian Briickerwalde liegen. Während an ben Abhän- I von Braunschweig, „Gottes Freunb bet Pfaffen gen vorzügliches Obst gedeiht, ist das Klima I Feind", wie fein Wahlspruch lautete indem et oben rauh unb kalt. Beschwerlich ist ber zu I schon am 2. Dezember 1621 mit kecker Hand bet Fäßen ber Stadt betriebene Ackerbau, während I Stadt das Jungfernkränzchen vom Haupte tiß die Basartsteinbrüche auch Beschäfttgung bieten. und sie völlig ausplündern ließ. Am 27. Februar Auf dem Friedhöfe soll Bonkfatlus an der Stätte i 1632 fiel sie in die Hände Landgraf Wilhelms des lindenbeschatteten Altars die erste Zelle in I V. (1627—1637), unb nochmals am 29. Septem- Hessen erbaut haben. Auch bie evangelische Ge- I ber 1633. Erst in bet Nacht bes 2 März 1635 metnbe, eine Filiale bet ersten lutherischen I entriß mittels einer Kriegslist der Mainzische Pfarrei Kirchhain, hat an 6. Dezember 1897 Oberst von Harthausen den Hessen die Stadt, mit Hilfe des Eustav-Adolf-Vereins ein Gottes- I und von hier aus entwickelte sich nun ein wah- baus erhalten. I res Raubsystem übet die Umgegend. Erfolglos
Hebet ben Ursprung von Amöneburg ist I belagerte ein hessisch-schwedisches Heer vom 28. nichts bekannt. Nur soviel steht fest, baß ber ------ - - - — • --
Ort schon im altgermanischen Heibentum eine bebeutenbe Rolle spielte. Wie bie Sage berichtet, haben Cpfkon unb Acha bie „Ohmeneburg" gegrünbet. Hier ist ber Ort, wo Bonifatius, fein Prebigt- unb Taufamt in Hessen beginnend, zwei Grafen, Detik und Dierolf, die Herren des dor- ttgen Gerichtes, taufte, ein Kloster unb eine Kirche erbaute, sobaß sich Amöneburg bald zum Hauvte des Oberlahngaues emporschwang Das Erzstift Mainz erlangte neben der geistlichen bald auch die weltliche Macht übet Amöneburg unb bie Erzbischöfe wählten ben reizenden ......—i» । Puntt nicht selten zu ihrem Aufenthalte. Land-
Schloßruine. Früher nut durch Zwei graf Ludwig II. von Thüringen (1140-1172) tWfa,terftraBen sugangl< sührt seit 1820 brach 1165 die Mauern von Amöneburg. Bald wieder hergestellt, war dieser „Schrecken und Verderben bes Laubes" eine gefährliche Feste in ben zahlreichen Kämpfen zwischen Hessen unb