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GöechM Iälung mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und den Beilagen:Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und Landwirtschaftliche Berlage."

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Erftes Blatt.

Zum Verständnis des Erdbebens von Meisina.

Von Prof. T h. Fischer in Marburg, s" Nach den mir in diesem Augenblick (30. Dez. Mittags) vorliegenden Nachrichten scheint das Um Morgen des 28. Dezember über die Meerenge von Messina und ihre Umgebung hereingebro­chene Erdbeben an Furchtbarkeit zu den schlimm­sten zu gehören, die diese sonst von der Natur so reich gesegnete Erdgegend, soweit die geschicht­liche Ueberlieferung reicht, heimgesucht haben.

Daß das Erdbeben ein sogenanntes tek­tonisches ist, kann keinem Zweifel unterliegen, d. h. die an der Erdoberfläche an den Bauwerken der Menschen und an den Menschen selbst durch den Einsturz dieser Bauwerke ein so Mgeheures Vernichtungswerk vollziehende Erschütterung hat ihren Sitz in der Erdrinde und ist auf Bewegun­gen der einzelnen Schollen zurückzuführen, in welche dieselbe hier zerstückt ist. Wenn man ein Relief dieses Teils der Erdrinde, dieses sowohl nach der Ostwest- wie nach der Nordsüd-Erstreck- uug zentralsten Gebiets des an einen großen Bruchgürtel der Erdrinde gebundenen Mittel­meergebiets vor sich hätte, die Wasierbedeckung weggedacht, so würde das einen wunderbaren Anblick bieten. Kalabrien erscheint dann als ein langer schmaler Steg, nur 2550 Kilometer breit, also von Meer zu Meer nur etwa so breit, wie die Entfernung Köln-Brühl oder Remagen, als ein Steg, der bis 6000 Meter hoch zwischen zwei tiefen Becken, dem Ionischen und dem Tyrr­henischen, gn deren tiefsten Stellen dke Außen­seite der Erdrinde um nahezu 4000 Meter bezw. über 4000 Meter dem Erdmittelpunkte näher ist wie im Spiegel des Mittelmeers, gegen die Insel Sizilien hin vorgeschoben ist. So schmal ist der Steg, weil zu beiden Seiten Landgürtel, Teile des jungen Faltengebirges der Apenninen, ge­gen diese Tiefbecken auf peripheriähen Brücken abgebrochen und in die Tiefe gesunken sind. Die Insel Sizilien verbreitert sich Kalabrien gegen­über so bedeutend, weil da der tertiäre Außen- gürtel der Appenninen erhalten ist. Aus ge­wissen Erscheinungen an den Küsten von Kala­brien, wenigstens an der tyrrhenischen Seite, muß man schließen, daß dieser schmale Steg, der nicht aus Apenninengestein aufgebaut ist, son­dern rus alten, offenbar tief in der Erdrinde verankerten Werkstücken der tyrrhenischen Scholle, zwischen den beiden Tiefbecken, die noch heute zentripetalen Bewegungen zu unterliegen schei­nen, eine Emporpreffung erfahren hat und noch erfährt. Wir haben uns also Kalabrien an bei­den Seiten von Bruchlinien begrenzt zu denken, welche die Schollen mit zentripetalen Bewegun­gen von diesem keilartig emporgepreßten Rin­denstreisen trennen. Zu diesen Längsbröcken

22 t verboten.»

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

tftortfrfcmifl.)

Nur kurze Augenblicke wollte Tyrolt träumen. Zn der zerstörten Schule fand er den geeigneten Platz und bat Neumann, da­für zu sorgen, daß er allein bliebe.

Sie sollen es genießen," nickte der Bursche, seinem Herrn die Lagerstätte auf einem Sol­datenmantel, den Tornister gls Kopfkissen, be­reitend.Ich lege mich quer vor die Türe und sage jedem:Hier sind die Cholerablattern! Da laufen sie alle davon!"

Er ging auf seinen Posten. Waldemar streckte sich auf sein hartes Bett nieder. Das herab­wehende Naß störte ihn nicht: es kühlte seine Stirn: es mäßigte die Glut in seinem Innern. Seine Gedanken weilten bei der Geliebten. Gottlob, Desiree war weit von dem Kriegsschau­plätze entfernt. Unter dem Schutze der gütigen Tante war sie nach Belgien geflüchtet. Nur Olivier weilte in Vazailles. Zu welchem Zwecke? Sollte er wirklich den wahnsinnigen Plan gefaßt haben, den nachrückenden Deutschen Stand zu halten? Um so schlimmer für ihn. Dann gedachte Waldemar seiner Eltern in Rei­chenbach. Von ihren Segenswünschen begleitet, war er zur Verteidigung des Vaterlandes aus­gezogen. Er hatte ihnen zuletzt von Dieuze ge­schrieben. Er sah die lieben Alten vor seinem inneren Auge wie sie ungeduldig den Feldpost­brief aufbrachen, wie sie dicht aneinander ge­drängt, ihn gemeinschaftlich lasen und sich freu­ten, daß er wohl und guter Dinge sei. Guter

im Sinne der Erstreckung der Apenninen kom­men aber noch Ausbrüche hinzu, die mal mit der Umbiegung der Apenninen nach Westen zusam­menhängen, weil infolge dieser Umbiegung auch die Pressungen in der Erdrinde am stärksten sein mußten. Genau dasselbe wiederholte sich an der Straße von Gibraltar, wo das andalusische Faltengebirge vom marokkanischen Rifgebirge nur durch einen durch da« Meer zu einer Meer­straße ausgearbeiteten Querbruch an der Stelle der stärksten Spannung getrennt ist. Durch solche Querbrüche war das südliche Apenninengebiet zu Ende der Tertiärzeit ganz in Inseln zerlegt. Die dieselben voneinander scheidenden >n solche Querbrüche gebundenen Meerengen sind dann sämtlich durch die Emporpreffung des Stegs ge­schloffen worden. Nur eine einzige, die von Meffina, ist übrig geblieb-n, weil hier der Bruch wohl am tiefsten reichte, rot» auch schon aus der Auftürmung des gewaltigen Aetna an der Stelle, wo sich zwei Bruchlinien treffen, geschloffen wer­den kann. Aber verengt ist auch diese Meerenge, jungtertiäre Schichten, gehobener Meeresboden, überkleiden zu beiden Seiten das archaische Grundgebirge, aus welchen Kalabrien und dieser Teil Siziliens besteht, ja an der siziliscken Seite bilden ganz junge quartäre und alluviale Ab­lagerungen die Küste, namentlich die sichel­förmige, daher von den Griechen Zankle ge- nannt, oder armförmig gekrümmte, daher heute Braccio di San Ranieri genannte Halbinsel, die den her.rlichen Hafen von Meffina schafft, und die Farospitze. Die Meerenge ist an der engsten Stelle nur noch 3100 Meter breit und in der tiefsten Einkerbung nur 102 Meter tief. Im Relief hätte man hier, ähnlich dem Brenner bei llebersteiguüg der Alpen, aber 4000 Meter em­porsteigend, eine tiefe Einkerbung in dem das Jonische vom Tyrrhenischen Tiefbecken scheiden­den Eebirgswalle als Bequemste Verbindung beider zu überschreiten. Die furchtbaren Zer­störungen von Meffina erklären sich also nicht bloß aus der Lage der Stadt an dieser Vruch- linie, sondern auch daraus, daß sie auf weniger festem Baugrunde steht. Dazu kommt aber, daß sich auch hier am tyrrhenischen Eingänge der Meerenge wahrscheinlich zwei Bruchlinien schnei­den, die der Meerenge und die bogenförmige, peripherische am Rande des tyrrhenischen Tief­beckens. Die bisherigen Nachrichten melden, daß längs der Meerenge, sowohl auf der kalabrischen, wie auf der stzilischen Seite bis zur Bucht von Catania die Verheerungen am größten sind. Anderseits am tyrrhenischen Rande Kalabriens bis zum Golfe von Santa Eufemia, wo wie­derum ein Ausbruch die südkalabrische Scholle abgrenzt. An Siziliens Nordküste scheint die Zerstörung nicht weit nach Westen zu reichen, denn der eingestürzte Eisenbahntunnel von Ro- metta, in welchem die Linie Messina-Palermo das Peloritanische Gneisgebirge durchbohrt, liegt ganz nahe bei Meffina. Die Erdrinde, in Schol­len zerstückt, ist also hier in beständiger Bewe-

Dinqe? Mit dem Gram um Desiree im Her­zen? Doch gleichviel, sie kannten den Grund seiner Trauer nicht. Wozu sollte er sie auch da­mit betrüben! Aber sie lobten ihn und den braven Neumann, der ihn so aufopfernd pflegte und setzt draußen vor der Tür lag. Ein treues Herz! Ob ihm auch Desiree die Treue bewah­ren wird, ob sie ihn noch liebt, ob sie seiner gedenkt?

Mit balbgeschloffenen Augen blickte er zu dem wolkenverhüllten Nachthimmel empor. Kein Lichtstrahl weit und breit. Doch! Dort gerade über ihm ein einzelner, schwachleuchtender Stern auftauchend, verschwindend. Ob auch De­sirees Auge ihn in dieser Nacht sehen wird, ob dort sich ihre Gedanken kreuzen?

Er sog den Strahl in sich auf in seliger Hoffnung: dann kam es wie Todesmattigkeit über ihn. Still« ringsum, nur der leise Svrüh- regen zischelte auf die Dachtrümmer. Walde­mar sank in tiefen, erquickenden Schlaf.

X.

Gegen zwei Uhr morgens wurde es lebhaft in Mouzon. Die Hörner bliesen, die Trommeln lärmten in den Gaffen. Der Ort, der nach den fürchterlichen Ereignissen des Vorabends wie in Todesstarre dagelegen hatte, bot, ehe noch das neue Tageslicht am umwölkten Himmel empor­gestiegen, den Anblick eines wimmelnden Kriegslagers. Schon dröhnte der Taktschritt der bayerischen Kolonnen durch die Straßen: sie, die unermüdlichen Frühaufsteher, rückten, von Westen Herkommens dem noch unbekannten Ziele entgegen. Preußische Batterien raffelten in unabsehbarer Reihe hinter ihnen her. Die sächsischen Truppen blieben nicht zurück. Im Laufschritt stürmten sie nach den Appellplätzen.

gung, und da solche Bewegungen in dieser Erd­gegend bis in weit zurückreichende geologische Vergangenheit nachgewiesen werden können, so ist nicht abzusehen, wann einmal Ruh« eintreten wird. Größte Sorgfalt beim Bau der Häuser und Städte, von der man noch weit entfernt ist, kann allein hier einen gewißen Schutz gewähren. Und Schutzmittel zu finden, das ist das Ziel, wel­ches sich die sehr eifrige auch staatlich organisierte italienische Erdbebenforschung gesteckt hat.

Umschau im Auslande.

Von der am 28. Dezember gehaltenen großen Rede des russischen Ministers des Auswärtige» Iswolski kann man mit Befriedigung feststellen, daß sie sich mit großer Vorsicht über die schweben­den politischen Fragen, besonders über die Val» kanangelegenheit ausgelaffen hat. Besonders an­erkennenswert ist die freundliche Haltung des Ministers gegenüber dem Deutschen Reicks, die ganz der freundlichen Haltung unserer Negie­rung gegenüber Rußland entspricht. Iswolski betonte, daß weder die russisch-französische Al- lianz noch die russisch-englische Entente über Persien eine Spitze gegen das Deutsche Reich ent­hielten. Zum österreichischen Vorgehen auf dem Balkan mußte der russische Minister zugeben, daß Oesterreich-Ungarn hierzu berechtigt war, da alte russische Verrichtungen gegenüber der habsburgischen Monarchie beständen, die einer Annexion der Okkupationsgebiete zusttmmten. Zur rechten Zeit ist ferner von Wien aus dieser russisck-Lsterreichischer Schriftwechsel veröffent­licht worden. Um so mehr muß man aber daher über die Schärfe verwundert sein, mit der zuerst die russische Diplomatie gegen die Annexion mit Front machte und die antiösterr«ichischen Strömungen in den Balkanländern begünstigte. Sie tat dies wahrscheinlich lediglich mit Rück­sicht auf die panslavistischen Schreier, die Is­wolski mit seiner Phrase vom Balkanbunde auch in seiner Rede abgespeist hat. Denn um mehr als eine politische Phrase handelt es sich bei diesem von Rußland angeblich geplanten und protegierten Balkanbunde nicht, da Bul­garien wohl kaum willens sein dürste, seine bisher nominelle Abhängikeit vom Padischah mit einer tatsächlichen vorn weißen Zaren ein­zutauschen, nachdem es sich selbst einen eigenen Zaren zugelegt hat. Ferner würden sowohl Ru­mänien als auch Griechenland sich für eine stär­kere Inanspruchnahme für die flavischen Jnter- effen bedanken, und schließlich ist wohl auch kaum zu erwarten, daß die Türket mit ihrem alten und gehässigsten Erbfeind, dem Südslaventum, eine zu innige Freundschaft schließt. Im allge­meinen kann man feststellen, daß sich am Schluß des Jahres die Balkanfrage einigermaßen ge­klärt, und daß auf allen Seiten eine versöhn­liche Stimmung Platz gegriffen hat.

Während so der politische Himmel sich weni­ger umwölkt zeigt, ist über unseren Dreibunds­genoffen Italien ein elementares Unglück her­eingebrochen. das diesem an sich noch nicht be­sonders erstarkten Staatengebilde wieder auf lange Zeit hinaus verbieten dürfte, sich zu regen

Herr Leutnant, es geht los," meldete Neu­mann, seinen Kopf zur Türe hereinstreckend. Stehen Sie gehorsamst auf. Die Hornisten tuten schon:Die 9. Kompagnie!" eine ganze Weile."

Tyrolt fuhr empor. Nach der Waffe und dem Tschako greifend, stand er mit einem Rucke auf­recht da.

Was ist geschehen?" fragte er noch traumbe­fangen.

Ich weiß es nicht," «ntgegnete Nauman», den Mantel rollend.Ich glaube aber, Befehl vom Hauptquartier. Es geht vorwärts."

Nun denn, in Gottes Namey," sagte der Offizier, den Tornister umhängend.Mit dem Frühstück ist es wohl nichts?"

Bliemchenkaffee, nee," lachte der Bursch«. Aber eine Flasche Rotwein hab« ich gefunden beim Schullehrer. Er schmeckt sehr scheene."

Er kredenzte seinem Herrn «ine dunkle Flüs­sigkeit im Zinnbecher, den er stets neben der Feldflasche trug. Tyrolt trank den Wein mit sichtlichem Behagen.

Du bist wohl auf Requisition gewesen, während ich schlief?" fragte er, sich auf den Weg machend.

Zu Befehl", schmunzelte Neumann.Eine Flasche habe ich getrunken, eine habe ich hier und eine habe ich im Tornister. Bitte, Herr Leutnant, noch einen kleinen Kuhschluck."

Waldemar ließ sich nicht nötigen. Der Wein wärmte seine von Nachtkälte und Feuchtigkeit starren Glieder, gab ihnen Geschmeidigkeit und seinem Geiste Frische. Die verletzte Schulter schmerzte noch immer, aber sie hinderte ihn nicht in der raschen Bewegung, als er ins Freie trat.

Die Straße war fast unpassierbar. Die Her«

und an der großen Weltpolitik lebhaften Anteil zu nehmen. Durch große Erd- und Seebeben ist ein großer Teil der Insel Sizilien und der Pro. vinz Kalabrien des italischen Festlandes ver, nichtet und große Städte, wie Messina, fast gänzlich zerstört worden waren. Das Unglück hat einen so gewaltigen Umfang angenommen daß alle politischen Ereignisse, für die nächst« Zukunft wenigstens, dahinter zurücktreten. Matt zählt über 100 000 Tote und Verwundete, und der volkswirtschaftliche Schaden, der nicht allein Italien, sondern auch die anderen Staaten be» trifft, dürfte auf Milliarden sich belaufen. Hülfs> aktionen in allen Ländern werden veranstaltet, und sowohl unser Kaiser als auch unsere Ver bündeten Regierungen haben die verbündet» Natton ihre herzliche Anteilnahme an den schweren Schlage versichert. Es ist bereits an. geordnet worden, daß unsere in der Nähe de» Unglücksstätte weilenden Kriegsschiffe sich zu ih, begeben und sich an dem Rettungswerk bo teiligen.

Das türkische Parlament ist bisher übe. Formalien noch nicht hinausgekommrn und ha sich mit Erlassen an ben Sultan begnügt. I, Persien sieht die innere polittsche Lage sehr übe' aus. Das Eingreifen der Iungtürken zu Gun sten des parlamentarischen Regiments läßt no« nicht erkennen, ob sie auch hier im Einverständi nis mit den ihnen sonst so wohl gesinnten Eng­ländern handeln, die doch eigentlich mehr Ruß land die Vorderhand in Persien Lberlaffe» wollten.

Auch die marokkanische Frage hat noch nich ihre Lösung gefunden. Die Anerkennung Mula» Hafids steht allerdings bevor und dürfte ein, Reise des französischen und des spanischen Gck sandten nach Fez zur Folge haben. Für un, wird «s nicht nur von Interesse sein, sonder» vielmehr unsere ganze Aufmerksamkeit «rfor dein, scharf zu beobachten, was aus dieser Reis» herauskommt, und ob Mulay Hasid sich ebenft wie sein Bruder Abdul Asts von den Franzose» ins Schlepptau nehmen läßt. Bei dem selbstäw digen Charakter des neuen Sultans kann mar ja befferes erhoffen, aber dennoch ist zu befürch ten, daß die Franzosen ihn in ihre Schlinge z» fangen versuchen werden.

Zur Erdbebenkatastrophe in Süditalien.

Auf de« Trümmern der Unglücksstätt« von Messina.

Catania, 31. Dez. Die ausführlichere» Nachrichten aus Meffina entrcllen ein imme. schrecklicheres Bild von der Katastrophe. Uebe, dem Trümmerfelde liegt nachts tiefe Dunkelheit die nur von den Scheinwerfern der auf der Reed« liegenden Schiffe durchbrochen wird. Es fehl' auch an Wasser. Ueberall liegen Tote, Verwun bete und menschliche Gliedmaßen umher. Eft unerträglicher Verwesungsgeruch fängt an, fitf bemerkbar zu machen. Die Hilfskomitees sin eifrig bei der Arbeit,: sie haben zunächst Volks küchen eingerichtet. Entgegen anderslautende»

resfäulen der deutschen Armee füllten sie gan aus. Reiterei und Geschütze zogen ohne Unter brechung und dicht aufeinandergedrängt darack hin. Die Infanteriekolonnen marschierte» rechts und links vom Dorfe durch Obstgärte» und über die bereits abgeernteten Felder Alles strebte in nordwestlicher Richtung vor Im Hofe der Mairie sammelte sich das Schützen regiment Nr. 108. Nur mit Mühe gelangt Tyrolt dorthin. Die Mannschaften, welche teil weise im Freien biwakiert hatten, standen b» leite in Reih und Glied: die Offiziere wäre» bei ihren Zügen.

Der Oberst hielt vor der Front. Als sich de, Leutnant bei ihm meldete, reichte er ihm dft Hand.

Wie geht es mit der Bleffur?" fragt* e» leutselig.Ist das Loch wieder zu?"

Zu Befehl, Herr Oberst, der Arm ist freilich ein bischen lahm."

Kein Wunder, wenn man selbst bie Mi» trailleusen umschmeißt. Fünf Stück erobert, alle Achtung! Diese Tat vergesse ich Ihnen nicht. Haben Sie geschlafen?"

Zu Befehl, in der Dorfschule ohne Dach."

Immer noch befferes Quartier als da« meine," lachte der joviale Herr.Ich mußte mit einem Kuhstall vorlieb nehmen, natürlich unter Abwesenheit des Rindviehs. Aber das Odeur war schauderhaft. Mußte die Türe offen tefien, und mein Rheumatismus meldet sich infolge» dessen in wenig liebenswürdigster Weisr."

Co scherzte man über die Strapazen welch« der Feldzug sellst den hochgestellten Offneren auferlegtk Da mußte die gute Laune auch bet be-t gemeine« Manne Platz greife«.

I .? . Mortiebuna kolat.l