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Marburg
Freitag, 1. Januar 1909.
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mit dem Kreisblatt für -ie Kreise Marbmg und Kirchhain M
und den Beilagen: „Nach Feierabend" (wöchentliche Unterhaltungsbeilage) und.Landwirtschaftliche Beilage."
Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 102.
Erstes Blatt.
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Zur Jahreswende.
Auf das Jahr 1908 können wir mit besonderer Befriedigung nicht zurückblicken. Wohl ist uns der Frieden gewahrt geblieben, wohl sind im Innern manche wichtige Aufgaben in ersprießlicher Weise gelöst und die Folgen der allgemeinen wirtschaftlichen Krisis im wesentlichen wohl als überwunden anzusehen. Aber die auswärtige Lage ist auch heute noch nicht geklärt, und im Innern hat Unzustiedenheit und Mißtrauen überhand genommen. Dar Jahr 1909 tritt eine üble Erbschaft an. Dieses Bewußtsein darf jedoch nicht zur Schwarzseherei verleiten. Es muß im Gegenteil zum Ansporn werden, den von vielen Seiten drohenden Schwierigkeiten mit Tatkraft und Ausdauer entgegenzutreten. Zu Pessimismus liegt für uns Deutsche nach keiner Richtung hin ein Anlaß vor. Wir find Manns genug, und unsere Kräfte wie unsere Mittel sind vollkommen ausreichend, um Schwierigkeiten zu überwinden und Widerstände zu bewältigen.
Die innere Politik des zu Ende gehenden Jahres stand selbstverständlich unter dem Zeichen des Blocks Er ist nicht auseinander gefallen, es ist ihm vielmehr gelungen, die anfänglich schier unüberwindlich scheinenden Belastungsproben erfolgreich zu bestehen und namentlich das Vereinsgesetz und die Vörsengesetz- novelle unter Dach zu bringen. Allerdings würden diese Ergebnisse nicht möglich gewesen sein, wenn nicht der linken Blockhälfte in jeder Hinsicht, und sowohl von der Regierung als auch von den Rechtsparteien, weitgehend« Zugeständnisse gemacht worden wären. Rur haben die rechtsstehenden Parteien entschieden Widerstand geleistet gegenüber den starken Bestrebungen der Linken, für ihre Mitwirkung auf dem einen Gebiete der Gesetzgebung Kompensationen auf einem anderen Gebiete zu erzwingen und hierzu selbst Fragen der preußischen Politik mit solcher der Reichspolitik zu verquicken. Insbesondere wurde mit großer Entschiedenheit abgelehnt die Einführung des Reichstagswahlrechts in Preußen, die in Wirklichkeit ja nur der Erstarkung des Einflusses der Sozialdemokratte auch in Preußen zu gute gekommen wäre. Die eigentliche Belastungsprobe der Blockpolitik dürfte aber im neuen Jahre die Reichsfinanzreform werden, die jetzt zur Verhandlung des Reichstages steht. Auch die neuesten Erörterungen in
i k / -i. (Nachdruck verboten.)
Das stille Glück.
P Eine lustige Silvestergeschichte.
Von Paul Miß.
Wie alljährlich gab es im Kasino zu Bergheim einen Silvesterball, und wie immer war auch diesmal alles, was in Bergheim und Umgegend zur Gesellschaft zählte, dazu eingeladen. So auch der Assessor Hellwig und seine Frau.
Hellwig arbeitete am Landgericht zu Glücksburg, das eine halbe Stunde von Bergheim ent= fernt lag.
Als die Einladung bei dem Ehepaar ankam, klaschte Frau Melanie in di« Hände: „Gottlob! doch endlich mal eine Abwechselung in diesem Kleinstadtleben."
Der Assessor dagegen zog die Stirn in Falten. denn diese Einladung kam ihm gar nicht gelegen.
Aber die junge Frau: „Paul, was heißt das? Willst du vielleicht absagen?"
Er nahm sich zusammen und entgegnete ruhig: „Weshalb die Leute nur dies Fest immer auf den Silvester verlegen! Das ist doch ein Tag, den man gern im stillen Glück daheim verbringt!"
„Das finde ich durchaus nicht!" sagte sie, „und «fir, die wir hier so einsam leben, wir sollten »ns freuen, zu einem solchen Fest geladen zu fein!"
„Aber Kind, du tust ja gerade, als ob wir hier ewig leben würden: — ich kann doch nichts •ofur, daß ich in dies Rest versetzt worden bin;
der Presse, die durch einen Arttkel v. Massows in dem „Er-nzboten^ hervorgerufen find, zeigen, daß die rechte und di« linke Hälfte des Blockes ungeachtet ihrer beiderseitigen Bereitwilligkeit, zu einer Einigung zu gelangen, von diesem Ziele doch noch recht weit entfernt sind. Insbesondere scheint die linke ihre Stellung als zu stark anzusehen und danach ihre Forderungen einzurichten, woraus Vorschläge, wie der von Massows, entspringen, die Finanzreform mit dem Zentrum zu machen. Auch in dem Punkt der Blockpolitik tritt das Jahr 1909, wie wir sehen, keine günstige Erbschaft an.
Der Chronist darf auch nicht vorübergehen an den Prozessen, di« mit den Namen Harden, Moltke, Fürst Eulenburg zusammenhängen, und die dem verflossenen Jahre gewiß für uns Deutsche keinen besonders freundlichen Charakter geben konnten.
Nur mit tiefer Trauer und mit schwerbewegtem Herzen kann man der Vorgänge gedenken, die sich an di« bekannte Veröffentlichung im „Daily Telegraph" knüpften und die zu jenen Novemberdebatten im Reichstage führten, die alle monarchisch gesinnten Deutschen auf das schmerzlichste berührt haben. Nachdem das deutsche Volk in seinen Vertretern hatte zum Ausdruck kommen lassen, daß eine allzugroße Offenheit unseres Kaisers im Verkehr mit Ausländern von ihm nicht verstanden würde, hat der Kaiser zu erkennen gegeben, daß er in Zukunft die nötige Zurückhaltung üben werde, und die bisher verflossene Zeit beweist, daß et danach zu handeln gesonnen ist. Für uns aber gilt es auch hierin, vertrauensvoll in das neue Jahr hinüberzublicken und wenn wir im neuen Jahre den 50. Geburtstag unseres Kaisers feiern, Vergangenes vergangen sein lassen und ihm mit gebührender Achtung und Liebe «nt- gegenzutreten.
Im Reiche wie in Preußen sind die Parlamente fleißig bei der Arbeit gewesen, um die den Beamten, Geistlichen und Lehrern gegebene Zusage einer Aufbesserung ihrer Bezüge in die Tat umzusetzen. Ist auch die Verabschiedung der wichtigen Vorlagen an die Voraussetzung gebunden, daß die nötigen Mittel zu deren Deckung aufgebracht werden, so darf man doch an einem ersprießlichen Ergebnisse nicht zweifeln.
Die wirtschaftliche Lage des Jahres 1908 kann als eine durchweg befriedigende nicht bezeichnet werden. Ist auch die wirtschaftliche Ungunst und die damit verbundene Arbeitslosigkeit in Deutschland bei weitem nicht so schlimm wie in den anderen Ländern,, besonders wie in Großbritannien, so wirkt doch ein teilweiser wirtschaftlicher Niedergang in Handel und Gewerbe nachteilig auf die gesamte Wirtschaftslage unserer Nation. Die agitatorische Ausnutzung dieser Verhältnisse hat sich natürlich die Soziast demokratie nicht entgehen lassen, namentlich aber hat sie das furchtbare Grubenunglück auf der Radbodzeche zu einer intensiven Verhetzung der deutschen Bergleute benutzt. Es liegt im staatlichen und nationalen Interesse, daß die durch Agitationen aufgereizten Massen der Bergarbeiter wieder zur Ruhe und Vernunft zurückgeführt werden. Was dabei geschehen kann, um die Sicherheit für Leben und Gesundheit der dem so schweren und gefahrvollen Berufe des Bergbaues Obliegenden in möglichst hohem Maße zu gewährleisten, muß selbstverständlich geschehen.
hoffentlich werde ich bald befördert, und dann kommen wir in eine größere Stadt."
„So, damit willst du mich vertrösten? Du denkst nur an dich, du sitzest bei deinen Büchern; an mich denkst du nicht!"
„Aber Kindchen, je mehr ich arbeite, desto eher kommen wir doch vorwärts."
„Und ob ich inzwischen alt und häßlich werde und meine Jugend hier vertrauere, das ist dir natürlich ganz egal!" Sie war dem Weinen nahe.
Lächelnd trat er an sie heran. „Was willst du nun eigentlich, Melanie?" fragte er milde.
„Daß wir diesen Silvesterball mitmachen!" „Liegt dir denn wirklich so viel daran?"
. „Gewiß! Ich will auch mal meinen Willen haben!"
Da zuckte er die Schultern und sagte leichthin: „Nun gut, du sollst deinen Willen haben. Ich werde zusagen." Dann ging er ernst und sinnend hinaus.
Als sie ihn so still abgehen sah, war es ihr leid, und am liebsten hätte sie Abbitte getan; plötzlich aber bäumte sich ihr Stolz auf, und eigensinnig blieb sie sitzen.
Er aber saß bei seinen Büchern und machte ein sorgenvolles Gesicht ... Er dachte daran, wie anders diese Ehe geworden war, als er es sich vorgestellt hatte. Melanie war das einzige Kind reicher Leute. Er liebte fi«, und anfangs schien es, als habe auch sie ihn gern. Als sie dann aber in dies kleine Städtchen versetzt wurden, wo sie aufeinander angewiesen waren da stellte es sich heraus daß sie ein Weltkind war, das nur im Dübel der Gesellschaft sich wohl-
Als ob das Jahr 1908 sich noch einmal von seiner allerschlimmsten Seite hätte zeigen wollen, hat es in Italien ein furchtbares Unheil gebracht, über das an anderer Stelle ausführlich berichtet ist. Wir Deutschen empfindrn wie alle Welt mit dem schwergeprüften befreundeten Volk di« Schwere des Unglücks. Die Aufgabe ds neuen Jahres wird es sein, auch hier Wunden zu heilen.
Man muß, wie wir aus alle dem sehen, von dem neuen Jahre viel erwarten. Hoffen wir, daß es alle unsere Erwartungen erfüllt, ja übertrifft. Möge uns vor allem das köstliche Gut eines ehrenvollen Friedens bewahrt bleiben.
Aber was auch kommen möge: .,. ; ”
Glück auf 1909! ' P
Zur ^Erdbebenkatastrophe in Süditalien.
Rom, 80. Dez. Die „Tribuna" meldet aus Monteleone: Die Flutwrll, die infolge der Erschütterung des Meeres dem Erdbeben folgte, war in Reggio bis zum Corso Garibaldi in einer Höhe von 10 Metern über dem Mesresniveau zu verspüren. Die Häuser in der Nähe des Meeres standen bis zum erstn Stock im Wasser; mehrere wurden von den Wellen sortgerissen. Die Wirkungen der Erdstöße waren denen in Messina ähnlich. Die Gasexplosionen verursachten ungeheuren Schaden. Die Zahl der Toten steht noch nicht fest, man glaubt jedoch, daß sie 1800 übersteige. In dem Augenblick, als das Erdbeben eintrat, wurden zahlreiche Reisende, die auf dem Bahnhof warteten, von den Mauern des Bahnhofsgebäudes verschüttet. Es wurden 18 Kilometer der Eisenbahn zerstört, ebenso die Straßen um Reggio. Ein Bataillon Infanterie wurde nach Eerace und den benachbarten Orten gesandt. Das Torpedoboot „Saffo", welches nach Messina mit einer Ladung Brot abging, mußte schlechten Wetters wegen den Hafen von Santa Venere aufsuchen. Das Eisenbahnpersonal verließ den Dienst, um Familienmitglieder, die unter den Trümmern der eingestürzlen Häuser liegen, aufzusuchen.
R o m, 30. Dez. Der Marineminister dementierte das Gerücht, nach welchem vier bei Messina ankernde Torpedoboote gesunken seien. Der Minister erhielt von allen Kriegsschiffen, die sich in der Nähe der heimgesuchten Küsten befanden, Meldungen.
Aus Reggio.
Rom, 30. Dez. Dem „Messagers" zufolge, sagte der in Catanzaro eingetroffene, totgeglaubte Präfekt von Reggio, daß er die Präfektur erst verließ, nachdem schon ein großer Teil des Gebäudes eingestürzt war. Der die Präfektur umgebende Stadtteil, also das Zentrum der Stadt, bis zum Hafen hinunter, wurden vernichtet. ' Nur die kleinen Villen in dem höher gelegenen Teil der Stadt, an der Promenade von Reggio-Compi, sind stehen geblieben. Das Schloß, das Lyceum und die Kathedrale wurden
fühlte und anstatt sich nun ihm anzuschließen, entfremdete sie sich ihm, und zürnte ihm sogar, daß er sie in dies Nest gebracht hatte.
Silvester kam heran.
Frau Melanie hatte große Vorbereitungen gemacht; sie war gewohnt, als Königin des Balles gefeiert zu werden.
Aber kurz vor Silvester schlug bas Wetter um. Es schneite die ganze Nacht, und den ganzen nächsten Tag, dazu kam Wind, der den Schnee stellenweise haushoch zusammentrieb, und so geschah es, daß die Kleinbahn, die Glücksburg mit Bergheim verband, einschneite und der Verkehr völlig stockte.
Was nun?
Die kleine Frau bekam Weinkrämpfe. Der Assessor lief von einem Wagenbesitzer zum anderen. Alles umsonst. Entweder war das Fuhrwerk versagt oder man wollte bei dem Unwetter seine Pferde lieber im Stall behalten.
Frau Melanie wurde immer ungnädiger und ließ ihren unschuldigen Gatten alles entgelten.
„Aber Kind, ich gebe Dir mein Wort," versicherte er, „ich habe alles versucht, aber es half nichts, bei dem Wetter will sich niemand hinauswagen."
Plötzlich jauchzte sie auf: „Ich habe einen Ausweg, wir sind gerettet!"
„Er sah sie mißtrauisch an, denn er kannte ihre Extravaganzen.
„Wir werden auf Schlittschuhen auf dem Fluß hinüberlaufen?" rief sie belustigt aus.
„Das ist doch nicht Dein Ernst, Melanie?" „Aber bitterer Ernst sogar! Wir beide laufe« auf Schlittschuhe« hinüber, — We» dauert
zerstört. Fast alle Schüler des Lyceums sind um» gekommen. Man glaubt, daß der Bischof ebenfalls umgekommen ist. Die Kaserne ist eingestürzt und begrub Hunderte von Soldaten unter ihren Trümmern. Hebet das Schicksal des Rathauses widersprechen sich die Nachrichten. Alle aus Reggio in Catanzaro angekommenen Flüchtlinge schildern das Unglück furchtbar und bezeichnen die Zahl der Umgekommenen als sehr hoch. Die Ueberlebenden retteten sich fast nackt und irren ohne Kleidung und Lebensmittel auf den Feldern umher.
Auf de« Schutthaufen von Messina.
Palermo, 30. Dez. Nach Meldungen au« Messina werden die Ve mundeten zunächst im Bahnhof untergebracht, dessen eine Häffte unversehrt geblieben ist. Die aus Palermo angelom- menen Aerzte richteten an Bord des Dampfers „Königin Margherita" ein Hospital ein, während das Rote Kreuz am Eingang der Straße Primo Settembre ein Hospital improvisierte. Die Nachrichten von der Garnison Messina lauten sehr ungünstig. Die Kaserne Sant' Elena, in der drei Kompagnien lagen, ist zerstört; nut zwanzig Soldaten wurden gerettet. Vom 89. Infanterieregiment sind nur 10 Mann Übrig geblieben, von 400 Zollwöchtern nut 15. Von der Insel Ustica werden heftige Erdstöße gemeldet, die sich gestern um 3 Uhr 40 Min. und um 7 Uhr 30 Min. nachmittags ereigneten. Die Bevölkerung brachte die Nacht im Freien zu.
Die Opfer der Katastrophe.
Palermo, 30. Dez. Das Blatt „L'Ora" meldet: Vom Ctadtrat von Messina sind nur der frühere Bürgermeister Darrigo und bet Beisitzer Losardo am Leben geblieben. Ungefähr zwei Drittel der 160 000 Personen zählenden Einwohnerschaft sind der Katastrophe zum Opfer gefallen.
Rom, 30. Dez. Heber die Verluste an Menschenleben an der italienischen Küste macht eine Sonderausgabe der „Tribuna" Angaben: In Palmi wurden 425 Tote geborgen, während die Anzahl der Verletzten nicht feststellbar ist. Die Bevölkerung hielt sich ohne Kleidung und Lebensrnittel auf freiem Felde auf. In Bagnata beträgt die Zahl der Toten gegen 1000, in Sank Eufemia 1500, in Seminars 400.
Weiter« Erdbeben.
Palermo, 30. Dez. Gestern abend wurden hier und in Messina, wiederum Erdstöße wahrgenommen. Der Brand int Rathause zu Messina, sowie im Hotel „Belvedere" dauerte gestern abend noch fort.
Hilfsaktionen und Beileidskundgebungen.
Neapel, 30. Dez. Der Dampfer „The- rapia" ist hier mit Verwundeten an Bord von Messina eingetroffen, ebenso der russische Kreuzer „Makarow", der 400 Verwendete an Bord hatte. Die Verletzten wurden in Krankenhäusern und Lazaretten untergebracht.
S y r a k u s, 30. Dez. Der englische Dampfer „Drake" mit 300 Heberlebenden von Messina ist
keine halbe Stunde, — und der Johann kommt mit dem Handschlitten hinter uns her und bringt unsere Garderobe nach!"
Jetzt war er ganz ernst. „Melanie," sagte er ruhig, aber bestimmt, „ich kann nicht glauben, daß Du wirklich im Ernst gesprochen hast?"
„Aber ja doch! Ist denn die Idee vielleicht nicht gut?“
„Sie ist nicht nur nicht gut, sondern einfach unausführbar."
„Hnd weshalb?"
„Weil das Eis bei dem milden Wetter nicht mehr hält," entgegnete et ruhig.
„O, Du hast nicht mal soviel Mut?" Das sollte komisch klingen, ober es klang gereizt.
„Um einer solchen Laune willen setzt man sein Leben nicht aufs Spiel," sagte er erregt.
„Aber, Paul, ich habe mich so sehr auf dies Fest gefreut!" bat sie nun kleinlaut und s«h ihn so flehend an, daß fein Zorn gleich wieder verschwand.
„Es geht nicht, Melanie."
„Versuchen wir es doch wenigstens! Geht es nicht, nun dann will ich mich zufriede» geben.“
Er sprach noch einmal dagegen, sie ober, mit Schmeichelworten, fand stets neue Gründe, bis er schließlich wieder nachgab.
So geschah es, daß fi« um drei Uhr nachmittags aufbrachen. Er und sie auf Schlittschuhen und Johann mit dem Earderobeschlit- ten hinterher. 1
Anfangs ging alles gut. Es schneit« nicht rn«hr und sie hatten freie Bahn.
Al« sie de« halben Weg bereit« zurückgelezt