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Del lagen werden noch von unserer Expedition (K rtt 21) unieren Ausgabestellen in Kirch - Dat», Xeustadt und Wetter, sowie von «Uen Postanitalten und Landbriefträgern ent« Gegengenoinm«,r..

Bestellungen für da» erste Quartal 1908 aus vre

Kosten sparen. Dann bekommt man auch am Amtsgericht meist schneller als am Kollegial­gericht ein Urteil. Der Amstrichter steht dem Bolke näher, er kennt die Verhältnisse meist besser al» das Landgericht, namentlich wenn dieses an einem andern Orte ist als das Amts­gericht. Darum wird der Amtsrichter die Glayh- wurdigkeit der Zeugen meistens zutreffender be­urteilen könne» als das Landgericht. Wie er­sprießlich gerade infolge seiner näheren Fühlung mit dem Publikum der Einzelrichter wirken kann, das zeigt, daß zur Beilegung von oft kost­spieligen und verbitternden Prozessen am Amts­gericht Vergleiche in viel größerer Anzahl ge­schlossen werden als am Landgericht.

Wohl drei Viertel aller Klagen sind einfache Schuld-, Waren und Wechselklagen. Welche Ver­schwendung von Arbeitskräften, wenn zur Ent­scheidung solcher Prozesse drei gelehrte Richter nötig sind!

Wie der Richter am Amtsgericht, steht auch der dort wohnende Anwalt den Verhältnissen näher als der am Sitz de« Landgerichts und wird daher meist bester als dieser misten, ob und wo etwas vom Schuldner zu holen sein wird. Häufig ist es zwar leicht, ein Urteil zu erhalten, aber schwer, es erfolgreich zu vollstrecken.

(Lebhaft gewünscht wird di« Erhöhung der Zuständigkeit der Amtsgerichte von den vielen kleinen Städten mit einem oder gar keinem An­walt. Denn wird sie Gesetz, so wird auch di« Praxis an kleinen Errichten für den Anwalt lohnender. Viele Anwälte werden sich dann an solchen niederlasten, und die Bewohner des plat­ten Landes werden es dann nicht mehr nötig haben, sich entweder von auswärts einen Rechts­vertreter kommen zu lassen, dessen Reisekosten allein oft höher find als das ganze Streitobjekt, oder sich an «inen Agenten oder Rechtskonsu­lenten zu wenden, der ohne genügende juristische Bildung oft beim besten Willen zur geeigneten Rechtsvertretung außer Stande ist.)

Daß die Erhöhung der amtsgerichtlichen Zu­ständigkeit namentlich in Verbindung mit den auf noch größere Beschleunigung und Verbilli­gung de» Amtsgerichtsprozesses abzielenden Vor­schlägen der Regierung dem Volke nicht unerheb­liche Vorteile bringen dürfte, liegt auf der Hand. Daß die Rechtsprechung auch am Amtsgericht eine gute ssin wird, dafür bürgt unser vortreff­licher Richterstand. Wird daher die Vorlage Gesetz, so wird sie sicher einen Fortschritt gegen das jetzt geltende Recht bedeuten.

Die EchiMNg der Zuftändlgleit der

Man schreibt uns:

Rach unserem seit 1879 geltenden Prozeßrecht pno die Amtsgerichte in der Hauptsache nut zu­ständig für Prozesse über Anbruche, deren Ge­genstand an Gerd oder Geldeswert 300 Mark utft/i üverjteigr. Bei der jetzt geplanten Resorm des annsgerichtlicyen Versagten» will nun die Regierung die,e Zuständigkeit bis auf 800 Hit erhöhen. Dieser Vorschlag hat aber viele Geg­ner gefunden, welche in der Uebertragung der­artiger Sachen an den'Einzelrichter eine erheb­liche Verschlechterung der Rechtspflege sehen.

Zweifellos hat die Dreimstnnertammer des Lanogerichts viele Vorzüge vor dem Einzel­richter. Indessen ein Kollegium von fünf Rich­tern, wie es am Oberlandesgericht entscheidet, ist schließlich noch besser, und doch begnügt man sich am Landgericht mit drei Richtern. Warum wohl? Weil schon das Dreirichterkolleg zur erst­instanzlichen Entscheidung größerer Prozesse gut genug ist. Stimmt man dem zu, so darf man füglich weiter fragen: Ist nicht auch der Einzel- lichter gut genug, Prozesse mit Objekten bi» 800 Mark zutreffend zu entscheiden?

Die Qualität unserer Amtsrichter ist nun heute zweifellos eine ganz andere als vor dreißig Jahren. Bei der großen Anzahl von Bewer­bern um Richterstellen kann der Staat heute an ihre Befähigung und Vorbildung ganz andere Anforderungen stellen als früher. Die Ein­führung des bürgerlichen Gesetzbuchs hat zudem den ganzen Richterstand verjüngt. Gesteigerter Wohlstand und Verkehr, die größere Kompli­ziertheit moderner Verhältnisse stellen heute den Amtsrichter in den Sachen, für die er unbe- fchränkt zuständig ist (wie Konkurse, Zwangs­versteigerungen, Arreste), täglich vor die schwie­rigsten und oft weittragendsten Entscheidungen. Und doch hat er sich da bewährt! Niemand denkt daran, ihm diese Sache» wieder abzunehmen.

Man wird ihm daher wohl unbedenklich die Entscheidung auch in Prozessen bis zu 800 Mk. anvertrauen können, um so mehr als sich }>as Amtsgericht auch sonst großer Beliebtheit beim Publikum erfreut. Einmal braucht man sich dort nicht der Hilfe eines Anwalts zu bünenen, ein jeder kann seine Prozesse selbst führen und sich und seinem Schuldner dadurch erhebliche

Die große Eiovebentatafttop'se in llntenta ten

Rom, 29. Dez. Die ersten rediolelegraphi- schen Meldungen bestätigen die erschütternden Nachrichten aus Messina. Die Dörfer in der Umgebung von Messina sind zerstött. Minister­präsident Eiolitti sandte 100 000 Francs an den Präfetten von Neapel für eine Hilfsexpedition nach Messina und Reggio. Die Regierung trifft eifrig Maßnahmen zur Hilfeleistung und for-

Eerücht von dem Tode des früheren Unterstaats- settetärs Fulci entbehrt der Begründung. Der englische DampferEbro" ist hier ringe« troffen. Er hatte sechzehn Verwundete an Bord, unter denen sich der englisch« Konsul in Messina, Gaston, befindet, dessen Frau tot ist, während die Tochter unverletzt blieb. Der Konsul gibt erschreckende Schilderungen von ter Katastrophe.

Rom, 29. Dez. Der Abgeordnete de Felice sandte aus Messina an den Ministerpräsidenten Eiolitti eine Depesche folgenden Inhalts: Mes­sina vollständig zerstött. Die Opfer zählen nach Zehntausenden. Feuersbrunst vollendet das Werk der Zerstörung." de Felice schließt mit der Bitte um Hilfe bei diesem namenlosen Unglück.

Palermo, 29. Dez. Die hiesigen Aerzte haben ein Hilfskomitee gebildet und werden ein Hospitalschiff ausrüsten, um den Opfern in Mes­sina Hilfe zu bringen. Eine Abteilung des Ro­ten Kreuzes ist nach Messina abgegangen. Der Chef des Eeneralstabes der Division von Messina hat telegraphisch in Catania angefragt, vb Ca­tania in der Lage sei, die Bevölkerung von Messina auszunehmen, da dies vollständig zer­stört fei.

Bremen, 29. Dez. Der nach der Levante bestimmte DampferTherapia" des Norddeut­schen Lloyd nahm in Messina die dort befind­lichen Deutschen und eine Anzahl anderer Per­sonen auf und brachte sie nach Neapel.

Malta, 29. Dez. Die KriegsschiffeEx- mouth",Cathalus",Minerva" undSutieh" sind zur Hilfeleistung nach Messina in See ge­gangen.

Part», 29. Dez. Die französische Regierung wird zwei Panzerschiffe und drei Torpedojäger nach Messina entsenden. Präsident Falliäres« Ministerpräsident Clemenceau, Minister Pichon, die Präsidenten des Senats und der Deputier« tenkammer haben der italienischen Regierung telegraphisch ihr Beileid aucgedrückt.

Rom, 29. Dez. Der König hat für die Opfer der Erdbebenkatastrophe 200 000 Lire ge­stiftet. Die Festlichkeiten, die am Hofe au» Anlaß des Jahreswechsels in Aussicht genommen waren, sind abgesagt worden.

R o m, 29. Dez. Der König und die Königin sind nach Calabrien und Sizilien abgereist.

R o m. 29. Dez. Die Abreise des Königs und der Königin nach dem Erdbebengebiet hat in ganz Italien herzlichste Sympathie erweckt. Der Minister de» Innern hat die strengsten Befehle gegeben, um jede Gewalttat und jeden Diebstahl in Messina zu verhindern.

Berlin, 29. Dez. Der Kaiser ließ heute vormittag durch das Auswärtige Amt beim deutschen Botschafter in Rom Erkundigungen über das Schicksal des deutschen Konsuls und der Deutschen in Messina einziehen. Die im Mittelmeer befindlichen beiden deutschen Schul­schiffe erhielten den Befehl, sofort mit Lebens­mitteln und warmen Decken nach Messina ab­zugehen.

Rom, 29. Dez. Der deutsche Botschafter Graf Monts drückte in einem an den Minister­präsidenten Giolittt gerichteten Schreiben die lebhafteste Teilnahme an dem Unglück aus, da» Italien betroffen habe.

mit dem Kreisblatt für Vu Kreise Marburg und Kirchhain

»en f,Hegen:giterori^M Anzeiger",gandwirlschastlich- gelinge" nn» »Zllnstrierte« S-nntn,-blatt«.

Schützen Neumann, der gleichfalls etwas zu suchen schien.

Entschuldigen Sie gütigst, Herr Haupt­mann," sagte der Soldat salutierend.Haben Eie meinen Leutnant nicht gesehen?"

Der Brave trug einen Krug mit Milch und einen Topf mit Wasser gefüllt.

Dem Hauptmann klebte vor Durst die Zunge am Gaumen. Ehe er antwortete, richtete er einen sehnsüchtigen Blick aus die Milch.

Die ist für meinen Leutnant," sagte der Soldat, den Wunsch seines Vorgesetzten erratend. Wenn Sie aber befehlen, Herr Hauptmann'?"

Nein, ich danke! Leutnant Tyrolt ist ver­wundet, ohnmächtig, dort ist er hingesunken: kühlen Sie seine Blessur und geben Sie ihm zu trinken!"

Er stand mühsam auf, um nicht weiter in Versuchung zu kommen. Der Bedürftigere mußte fern Labsal haben; et selbst konnte warten. Am Brunnen erquickte ihn ein frischer Trunk mitten unter seinen Leuten. Sticht um alles in der Welt hätte er seinen Kameraden der Erquickung beraubt. Neumann kniete neben Tyrolt nieder.

Sehn Sie, sehn Sie, ich wußte es ja. daß es so nicht weiter geht," sagte er kopfschüttelnd. ,I!u wollen wir mal ordentlich nachsehen, denn da Hilst kein Ersitzet mehr."

Er trennte den ausgeschnittenen Aermel ganz herunter und schlug das zerfetzt« Hemd hinab.

Hm, der Schaden scheint mehr innerlich zu fein. Ein Hautriß; aber drum ist alle» braun und blau. Tüchtig kühlen,' da» ist wohl die Hauptsache," brummte er unb machte sich an die Arbeit» _ ..... .

Unter Retinen.

Roman von Karl Matthias.

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Das machen wir alleene und sehre scheene," sagte der Tambour, die Schlägel zwischen die tlinformknöpfe steckend.Meinen Kameraden haben sie totgeschossen, da hab' ich sein Horn ge­erbt."

Er setzte das Instrument, welches über dem Tornister hing, an die Lippen und blies das ge­forderte Signal nicht sehr rein, aber laut und deutlich. Dann trommelte er gelassen weiter, bl s wieder und so fort, ohne zu ermüden.

Von allen Seiten tarnen die Leute herbei, in Schaaren und einzeln, pulver- und brandge- fchmärzt, blutend, unverletzt, ohne Kopfbedeck­ung, mit verbundener Stirne, hinkend und hüpfend, aber alle in fröhlicher Laune, unter lautem Zuruf und lustigem Willkomm. Wo sich Lücken in der Front befanden, rückten die Ucbriggebliebenen dichter aneinander. Der Feld­webel erschien nicht, auch sein Stellvertreter blieb aus: Sie lagen beide unter dem Schutt 'der '.rennenden Meierei. Ein alter Sergeant übernahm die Zählung.

Siebenundneunzig Mann zur Stelle," mel­dete er mit ernstem Gesicht. Der Hauptmann biß sich auf die Lippen. Sein Blick überflog die U.'teroffiziere. die vor der Front standen. Auch von ihnen fehlten sechs Mann.

Heute morgen waren wir noch einhundert- undfiebzig. Die Hälfte der Kompagnie ist ge­fallen," wandt« er sich zu Tyrolt, der mit Auf­

bietung aller Kräfte an seiner Seite ausharrte. ,.Mafien Sie nicht Leutnant von Schar» und Lunghofen bemertt?"

Der Gefragte schüttelte das Haupt. Als des Hauptmanns Blick fragend über die Kompagnie streifte, ertönte keine Antwort. Alles bl'.ckle stumm vor sich zu Boden.

Zu teuer erkauft," spr<^ Bergelström,aber um so ehrenvoller.ist der Sieg. Nun, Ihr Leute, lobt Euch mit Wasser, verbindet Eure Wunden und ruht aus, daß Ihr wieder Kräfte habt, so­bald es vorwärts heißt. Die Unverletzten solle» indessen mit Sergeant Dankelberg _ nach den Kameraden sehen, die unter den Trümmern des Hauses liegen."

Dreißig Leute drangen in das zerstörte Ge­bäude ein, um zu sehen, ob irgend einer der Verschütteten noch zu retten sei. Allein sie rich­teten nichts aus, da der Brand weiter um sich griff. Jndeß sie wenigstens die Leichen ihrer Kameraden in Sicherheit brachten und ein Korporal mit sechs Mann das Totengewirre an der Gartenmauer lichtete, blieben die Offiziere zurück.

Entschuldigen Sie, daß ich mich setze," sagte Bergetström, sich umwendend, zu seinem Leut­nant. Aber der hört« ihn nicht. Er lag der Länge nach im Grase, denn er war ohnmächtig geworden.

Das fehlte noch," brummt« der Hauptmann erschrocken;auch der letzt« meiner Offizier« will mir um die Eck« gehen, and ich selbst rann mich kaum aufrecht erhalten."

Indem et sich auf einen umgeknickten Obst­baum niederlieb, blickte er hilfesuchend umher. Erin Ange tras da» ängstlich« ««ficht de»

Allmählich kam Tyrolt zu sich. Er öffnete die Augen und leckte durstig die bleichen Lippen.

Trinken Sie, Herr Leutnant," beeilte sich fein treuer Bursche zu sagen und hielt ihm den Krug mit Milch hin.Sie wird wohl ein biß­chen nach Rauch schmecken, aber besser als Wasser ist das Getränk doch."

Tyroft schlürfte in vollen Zügen und nickte d<n Geber freundlich und dankbar zu. Er tat es mit Recht, denn Reumann hatte die Milch mit Gefahr seines Lebens aus dem brennenden Soule herausaeholt.

Ist meine Verletzung sehr schlimm?" fragt« bei Verwundete, der nun seinen entblößten Arm bemertt«.

Ich denke nicht, Herr Leutnant, es wird wohl besser werden, wenn Sie sich recht still ver- hi Iten. Der Knochen hat wohl einen Knax. Am Ende werden Sie doch wohl ins Feldlazareth mässen."

Ins Lazareth? Nimmermehr, ich muß mit, vorwärts, vorwätts!"

Nu roenns geht, dann geht». Endlich mutz doch mal so'n Pflasterkasten kommen."

Tyrolt seufzte und horchte »ach der Straß« hinüber. Der Tritt sestgeschlossener Jnfantett« ließ sich hören, dazu Trommelschlag und Horn- stgnale.

Das sind die Bayern," meint« Neumann. Deren Elephantenfütze kenne ich; wo die hin- treten, wächst kein Gras. Nu bleiben wir wohl ein bißchen zurück, die lösen unsere Avantgarde immer ab. Mehr können wir auch so nicht, Eottstrambach, wir hatten eine hatte Nuß zn knachtz^r

t lFottsetzung folgt.) -

bette auch bie Schiffahrtsgesellschaften aus, bet Regierung Dampfer zur Verfügung zu stellen. Ein fliegendes Geschwader ist vor Messina ange- kommen.

Rom, 29. Dez. Im Marineministerium eingegangene Nachrichten bestätigen daß Mes­sina zerstört ist. Es scheint, daß bet größte Teil bet Dörfer an bet Meerenge von Messina ebenfalls zerstört ist. Man befürchtet, baß auch Reggio bi Calabria von demselben Schicksal be- troffen wurde.

Cata nia 29. Dez. Es trafen noch weitete Züge mit Flüchtigen und Verwundeten ein, die fast von allem entblößt und durch die entsetzliche Katastrophe vollkommen außer Fassung gebracht sind. Eie wiederholen immer wenige Worte: Messina ist zerstört. Es wird bestätigt, daß das Rathaus, die Kathedrale und die Kasernen ein­gestürzt sind. In der Kaserne bet Zollwachen blieben von 200 Mann nur 41 unversehrt. Am Bahnhof wurde ein Appell abgehalten, wobei sich von 280 Angestellten nur 8 zur Stelle meldeten. Nachrichten aus der Provinz bestätigen, daß bas Erdbeben alle Ortschaften verwüstete. In Riporto wurden 17 Personen getötet; in Ali stürzten mehrere Häuser ein. wobei zahlreiche Personen getötet und verwundet wurden.

Rom, 29. Dez. Der Bürgermeister bet Ee- meinbe Seminara (Riggio be Calabria) hat bet Regierung telegraphiert, daß der Ort vollständig zerstört ist und daß aus den Trümmern hundert Leichen geborgen wurden.

Palermo, 29. Dez. Ein Torpedoboot landete in Milazze 60 Verwundete aus Messina. Von Catania sind mehrere Geschwader zur Hilse- leistung mit den Abgeordneten Carnazza und Defelice an Bord abgegangen. In Piedimonte- Etnee werden zahlreiche Tote und Verwundete beklagt, in Eisarte 4 Tote, in Riposto 3 Tote, in Torte 11 Tote und 35 Verwundete und in Fiumesreddo 2 Tote.

Catania, 29. Dez. Wie ein aus Messina hier eingetroffener verwundeter Soldat erzählt sah man in Messina nach der Katastrophe überall in den Straßen halbbekleidete und schrecklich verstümmelte Leichen liegen. Uebetafl hörte man Stöhnen und Hilferufe.

Gatangatoi 29. Dez. Hier eingetroffene Flüchtlinge aus Reggio teilen mit, daß bet untere Teil bet Stadt verschwunden ist. Die Kirche, die Kaserne und das Gebäude der Poli- zeipräfektur sind eingestürzt. Von Reggio aus sieht man die Ruinen von Messina in Flammen stehen.

Palermo, 29. Dez. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge, haben durch das Erdbeben die Meerenge von Messina und die Küste Ver­änderungen erlitten.

Catanzaro, 29. Dez. Wie verlautet, liegt der Präfekt von Reggio tot unter den Trümmern. Wie ein Reisender erzählte, ist die Hälfte der Stadt Bagnata zerstört worden. In Calma sind etwa 200 Personen umge­kommen.

Palermo, 29. Dez. Reisende, welche bie Meerenge durchfahren haben, berichten von schrecklichen Szenen. Die Katastrophe spotte jeder Beschreibung. Reggio, San Giovanni della, Cannitello und andere Ortschaften sind nur noch Trümmerhaufen. Eine große Anzahl von Leichen befinde sich unter den Trümmern. Das

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nS. oUO Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. k Der Bezugspreis betragt durch die Post 2,25 Mk. (ohne

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oder deren Raum 15 Pfennig, sür Bekamen 30 Pfennig. ,n ct/ihr*

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