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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

«nd den Beilage«: Literarischer Ameiqer".ßavdwirtschaftliche Beilage'« undIllustriertes Kamrtag-blatt«.

Man abonniert auf die täglich erscheinendeOberbessische nn> Zeitung" bei allen Postämtern und unfern Zeitung-steilen in JlS. Ove) Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. Der Bezugspreis beträgt durch die'Post 2,25 Mk. lohne Bestellgeld), bei unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.

Marburg

Mittwoch 30. Dezember 1908.

Die JnsertionSgebiibr beträgt für die 7gespaltene Zell« oder deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, UniversttätSbuchdruckerer Inhaber Dr. T. Hitzeroth, Marburg, Markt 2L Telephon 55.

43. Jahrg.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 101.

Bestellungen für das erste Quartal 1909 auf die vbertzesfif *e Zeitung" nebst ihre« Beilagen werden noch von unserer Expedition sMarkt 21) unseren Ausgabestellen in Kirch. Hain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstazten und Landbriefträgern ent* gegengenommen.

Die Noiwcnvigkeit ves Ausruckens der Sladt Marburg in Die SeiviEasse G.

Von Dr. Böhme. M. d. R.

Bei der Neuordnung des Wohnungsgeldzu­schusses ist Marburg, obwohl es bisher der zwei­ten Servisklaffe angehörte, in die Klaffe D ver­setzt worden, d. h. der Wohnungsgeldzuschuß würde in Zukunft betragen bei den Unterbeam- len 220 M, 4 M mehr als bisher, bei den mitt­leren Beamten 450 M. Entspricht ein derartiger Zuschuh auch nur annähernd den gezahlten Wohnungsmieten? Diese Frage muß rundweg verneint werden nach den Ergebnissen einer um* fassenden Statistik, die auf Grund der Angaben der gesamten Beamtenschaft aufgestellt worden ist, soweit in einzelnen Fällen nicht Krankheit «ne Beantwortung in Hr Kürze der Zeit un­möglich machte. Die Fraaeboaen sind von jedem einzelnen Beamten persönlich ausgefüllt und mit seinem Namen unterschrieben, der betref­fende Beamte bürgt also für die Richtigkeit der gemachten Angaben.

Der Fragebogen bezog sich auf folgende Fra­gen: Name, Stand, Zivil- oder Mtlitäranwär- ter, Dienstalter, Gehalt ohne Wohnungsgeld, Zahl der Zimmer, Quadratinhalt der Wohnung ohne Zubehör, Höhe der Zimmer, Stockwerk, Fachwerk oder massiv, Preis der Wohnung, ob abvermietet, Kinderzahl. Das Ergebnis der Enquete:

1. Für die Unterbeamten:

Der Fragebogen ist von 98 Unterbeamten, 54 Post- und 44 Bahnunterbeamten beantwortet worden. Von diesen Beamten wohnten 8 Bahn- und 2 Postbeamte außerhalb der Stadt, ihre Wohnungsmieten kommen demnach für die Be­urteilung der städtischen Verhältniffe nicht in Betracht.

Die übrigen 88 llnterbeamten gliedern sich wiederum in 4 Gruppen. 10 haben Wohnungen mit mehr als drei Zimmern, sie vermieten daher in den meisten Fällen ab oder es liegen sonstige Verhältniffe vor, die die Ausscheidung auch die­ser Gruppe zur Erzielung eines normalen Er­gebnisses angezeigt erscheinen laffen. 26 Unter­beamte haben schließlich minderwertige Woh­nungen, es wird über dieselben noch fpäter zu sprechen sein, trotzdem beträgt der durchschnitt­liche Mietspreis auch dieser Unterbeamten

19 '.n*6ru(f verboten.!

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

lstortietzung.»

Da flammte eine Feuergarbe auf. Krachend brach das Haus in sich zusammen, Freund und Feind unter seinen Trümmern begrabend und Srcine, Schutt und Balken weit in den Obst, garren hineinstreuend. Eins dieser Projektile, ern Backstein, traf Tyrolt an der Schulter, so daß ihm der Revolver aus der Hand fiel und er selbst rücklings zu Boden sank.

Wie der Blitz war Neumann an seiner Seite.

,.^ "de hat sich in die Lust gesprengt," sagte Situation mit einem Blicke er* fassend ist doch eine heimtückische Gesell­schaft. 5iun können wir uns getrost rückwärts kor zentrieren. Herr Leutnant, tut es sehr weh?"

Dieser richtete sich auf; mutig verbiß er den Schmerz. An der Schulter war die Uniform zerrissen. Das Blut sickerte zwischen den Tuch« fetzen hervor.

Es wird wohl nicht von Bedeutung sein," meinte er, die Zähne znsammenbeißend.Hole nur Wasser zu einem Umschlag, wenn Du dessen ha^,l.st werden kannst."

,Lu Befehl," sagte Reumann und eilte da* »on. Tyrolt setzte sich auf den Boden nieder und entfernte vor allem die Fetzen, welche in die Hautwunde hineingepreßt waren. Aber der Schmerz wurde dadurch nicht geringer. D-r Arm hing kraftlos hernnter.

254 M, also 34 M mehr, als der in Aussicht ge­nommene Wohnungsgeldzuschuß, die Gesamt­summe der von diesen 26 Unterbeamten bezahl­ten Miete beträgt 6615 M.

Als normal können indessen nur die Ver­hältnisse derjenigen llnterbeamten bezeichnet werden, die innerhalb der Stadt 23 Zimmer besitzen, die zu besonderen Ausstellungen keinen Anlaß bieten. Es entspricht dies auch der Ansicht der Behörden, deren Verfügungen für Unierbe­amte 23 Zimmer in Aussicht nehmen. Es find dies insgesamt 52 llnterbeamte, von denen 35 Zweizimmerwohnungen haben (in 2 Füllen auch nur 1, denen aber größere Nebenräume), 17 haben Dreizimmerwohnungen inne. Die 35 Unterbeamten mit 2 Zimmern zahlen zusammen 11 523 M Miete, also 329 M pro Wohnung. Die Miete solcher Wohnungen also, die an der un­teren Grenze der von den Behörden für Unter­beamte in Aussicht genommenen Wohnungs­größe stehen, betragt 109 M mehr als der in Aussicht stehende Wohnungsgeldzuschuß von 220 M der Klaffe D und sogar 39 <U mehr als der Wohnungsgeldzuschuß der erstrebten nächst­höheren Klaffe 0 betragen würde.

Für ihre Dreizimmerwohnungen aber be­zahlten 17 Unterbeamte 6342 M, pro Wohnung also 373 M, d. h. 153 M mehr als der von der Regierung in Aussicht genommene Wohnungs- geldzuschüß betragen würde und 83 M. mehr als der erstrebte Wohnungsgeldzuschuß ausmachen würde. Aus diesen Zifiern geht deutlich hervor, wie völlig unzureichend gegenüber den tatsäch­lichen Mietsausgaben ein Wohnungsgeldzuschuß von 220 -st für die Unterbeamten ist, ja sogar der nächstfolgende von 290 -st steht um 39 -st beziehungsweise um 83 -st hinter den wirklichen Ausgaben zurück.

Sogar bei Berücksichtigung der 26 vorher als unzureichend bezeichneten Wohnungen, würde sich für 78 Unterbeamte ein Gesamtmietpreis von 24 480 -st, ein Durchschnittspreis von 314 -st pro Wohnung ergeben.

Indessen sind ohne Frage diese Wohnungen auszuscheiden, denn entweder sind es Fachwerk­wohnungen. die Zimmerhöhe nur 2 Meter hoch, schräge Zimmer im Dachgeschoß gelegen, sehr kalt und feucht, direkt am Waller gelegen, ohne Bodenräume, im Kellergeschoß gelegen, rauchig oder für die Instandhaltung muß der Mieter selbst sorgen. Es darf daher wohl vorausgesetzt werden, daß die Behörden derartige Wohnungen nicht als Normalwohnungen für ihre Beamten ansehen.

Scheidet man diese Wohnungen aber aus, so ist das Resultat, wie vorher darqelegt worden ist, noch viel ungünstiger. Dabei ist bei den nor­malen Zweizimmerwohnungen noch ein weiterer Umstand zu berücksichtigen, ohne den das Resul­tat sich noch erheblich schlimmer gestalten würde. Von den Zweizimmerwohnungen entfallen 11 auf Eenoffenschastshäuser mit einem Mietpreise von 300 -st pro Wohnung, werden sie nicht be­rücksichtigt, so beträgt für die übrigen 24 Woh­nungen der Mietpreis 8223 -st oder 343 -st pro Wohnung. Für die Unterbeamten ergibt sich deshalb das Resultat, der Preis für Zwei- bis Dreizimmerwohnungen, wie sie die Unterbeamten zu bean­spruchen haben, schwankt in Mar­burg zwischen 343 und 373 -st, sie erhal-

Wenn es noch eine Kugel gewesen wäre," murmelte Waldemar übel gelaunt;aber ein elender Ziegelstein macht mich kampfunfähig. Abscheulich, drüben nicht helfen zu können! Sie haben dort noch alle Hände voll zu tun. Mein armer Hauptmann, er leitete den Angriff auf 2i. Wamme. Ob er wohl unter den Steinen un- dem Mauerwerk den Tod gefunden hat?"

Neumann kam in weiten Sprüngen vom Brunnen zurück. In seinem Tschako trug er fri­sches Wasser. Freilich spritzte bei jedem Schritte ein Teil des Nasses auf den Boden; allein et brachte noch immer soviel zur Stelle, daß et da­nn. seines Leutnants Taschentuch tränken und die blutende Schultet nach Entfernung des Aet- mels verbinden konnte.

So wird es gehen, Herr Leutnant," sagte er, liebevoll schmunzelnd, indem ihm die Trä­nen in den kleinen, hellblauen Augen standen. Wenn erst die Rothosen wieder laufen, finden wir schon einen Pflasterkasten, der die Achsel ordentlich verbinden kann. Kommen, Sie, Herr Leutnant, ich weeß Se eenen ganz gedeckten Ort an der Mauer, da trifft Sie keen zweeter Steen bei diesem verflixten Gefitzle."

Du bist nicht gescheit," rief Tyrolt, sich stramm aufrichtend.Ich soll mich verkriechen, während unsere Kameraden im Pulvetdampf Men? Vorwärts, wir find schon zu lange an dieser Stelle!"

Den Säbel in der Linken, stürmte er, den Schmerz nicht beachtend, nach dem zusammenge- bor.-enen Hause, aus dessen Trümmern Flam­men emporschlugen. Reumann sah ihm kopf­schüttelnd nach.

ten bisher 216 -st Wohnungsgeldzu­schuß, sollen laut Vorlage 220 -st erhalten und beanspruchen 2 9 0 -st, d. h. 5 3 b i s 813 'M weniger, als sie tatsächlich zahlen.

Eine derartige Forderung ist daher nut billig und gerecht, ihre Erfüllung liegt nicht nut im Interesse der betreffendenUnterbeamten, sondern auch im Interesse der gesamten Bürger­schaft, in erster Linie der Geschäftsleute, denen mancher Verdienst entzogen wird dadurch, daß die llnterbeamten gezwungen sind, einen un­verhältnismäßig hohen Teil ihres Gehaltes zur Ergänzung ihres Wohnungsgeldzuschusses,' für die Deckung der Miete aufzubrauchen. Die Tat­sache. daß an einer Universitätsstadt die Ge­legenheit zum Abvermieten vorhanden ist, kann aus folgenden Gründen für die Bemessung des Wohnungsgeldzuschusses von keiner Bedeutung sein. Einmal vermietet tatsächlich nur ein kleiner Teil der Unterbeamten ab, von den 52 in normalen Wohnungen sitzenden Untetbeam- en sind es nur 14, die abvermietet haben. Ein olches Abvermieten findet gerade in Univet- itätsstädten nur für einen Teil des Jahres statt, >as Risiko ist ein erhebliches. Es erfordert ein olches Abvermieten auch eine gewisse bessereEin. tichtung, die nicht immer infolge bet finanziellen Verhältnisse des in die Ehe tretenden Unter- beamten beschafft werden kann. Wird daher für Universitätsstädte das Abvermieten als normale Einrichtung angesehen, so wird dadurch die Ehe­schließung erschwert. Das kann nicht der Wille des Staates fein. Ist andererseits der Unter« beamte auch bei unzureichender Wohnung ge­zwungen, abzuvermieten. so geschieht das unter unzulässiger Beschränkung der Wohnräume für die Familienmitglieder. Es muß als außer­ordentlich bedauerlich bezeichnet werden, daß unter den sieben Unterbeamten, die normale Zweizimmerwohnungen inne hatten und doch ein Zimme, abvermieten, sich zwei Familien mit vier und eine sogar mit 5 Kindern befan­den. Familien von 6 bezw. 7 Köpfen sind somit auf einen Wohnraum beschränkt. Ebenso er­scheint es geradezu unglaublich, daß von den 26 Familien, deren Wohnungen als unzureichend aus den verschiedensten Gründen bezeichnet wur­den, doch fünf abvermieteten. Alle diese Tat­sachen sprechen für eine erhebliche Notlage, sie bestätigen, was vorher auch bereits zahlenmäßig nachgewiesen wurde, daß bet bisherige Woh­nungsgelbzuschuß völlig unzureichend ist, bas gleiche gilt von bet Erhöhung um 4 -st, auch die nächste Stufe von 290 -st wirb ben tatsächlichen Verhältnissen noch in keiner Weise gerecht.

2. Für die mittleren Beamten.

Von den mittleren Bahn- unb Postbeamten haben 44 ben Fragebogen beantwortet, soweit keine Antworten erfolgten, gilt bas gleiche, was von ben Unterbeamten gesagt wurde, Krankheit ober anbere Umstänbe verhinderten die recht­zeitige Beantwortung.

Ausfallend bei den mittleren Beamten ist die daselbst vorhandene außerordentliche Verschie­denheit in der Lage der einzelnen Personen, was sich auf die verschiedenen Privatvermögens­verhältnisse zurückführen läßt. Soweit niedrige Mietspreise angegeben sind, ist es dadurch zu et- tlären, daß die Betreffenden entweder im Eisen­bahnmietsgebäude wohnen oder recht erhebliche

Er ruht nicht er ruht partout nicht," brummte et ärgerlich.Ich sage immer, er wird sich noch Schaden tun bei dem unvorsichtigen Ge­schieße."

Trotz bet Erploston, welche bie Franzosen durch bie Entzündung eines gefüllten Protz- kastens bewirkt hatten, tobte bet Kampf nut um so lebhafter zwischen ben Ruinen fort. Dichter rückten sich bie erbitterten Soldaten auf ben Seife. Berge von Leichen häuften sich zwi­schen ben Ringenben. Die Deutschen, mit Mu­nition wohl versehen, behielten die Oberhanb. Aber immer neue Chassepots streckten sie ben Vorbtingenben entgegen; immer neue Franzo- senmengen wuchsen vor ihnen aus bem Boben empor. Uefeerall tauchten die Uniformen der Marine-Infanterie auf.

Das Gefecht stand. Die Franzosen fingen an, wieder nach vorn zu drücken. Da sausten Shrapnels übet den Platz; springende Granaten fegten die Rothosen fort wie der Sturm die Spreu. Eine bayerische Batterie war östlich von La Wamme aufgefahren und schmetterte Mann vnd Roß. Gebäude und Trümmer vor sich nieder.

Um diese Zeit gelangte Tyrolt zu seiner Äcmpagnie, welche sich zwischen Wohnhaus unb Scheune, die beide lichterloh brannten, festge­keilt hatte und soeben bie letzten Schüsse bem weichenben Feinde nachsandte. Hauptmann Bergelsttöm saß auf einem Trümmerstück. Er wat am Sein verwundet.

Ah, da find Sie!" rief et seinem Leutnant entgegen.Alles besorgt?"

Zu Befehl. Die Gefangenen marschieren bereits unter Bedeckung von Unteroffizier Sau« terbadj und sechs Man» »ach bem Soutien. Die

Mängel der Wohnungen vorliegen, Mängel, wie sie bereits bei einem Teil der Unterbeamtenwohn» ungen hervorgehoben worden sind, hier nur be­sonders auffällig, weil bei 20 von 44 Wohnungen darüber geklagt wird. Bei der an sich geringen Zahl dieser Beamtenklasse ist es nun nicht an­gängig. alle mit größeren Mängeln behafteten Wohnungen aus der Statistik fortzulaffen, da­gegen müssen die Wohnungen, von denen abver- mietet wird, weggelaffen werden, da in dieser Beamtenklasse die Preisunterschiede zwischen Wohnungen, bei denen abvermietet wird und solchen, bei denen es nicht der Fall ist. zu groß sind. Es bleiben bann 29 Wohnungen für bie Statistik übrig. Die Gesamtmiete für dieselben betrug 14 390 -st, pro Wohnung also 510 M. Nun handelt es sich aber hier nicht um Normal- Wohnungen, wie es möglich war, sie für einen Teil der Unterbeamten auszuscheiben. Als Normalwohnung des mittleren Beamten gilt nach der Anschauung ihrer vorgesetzten Behör­den die Vietzimmerwohnung. Diese 29 Woh­nungen enthielten aber nur 104 Zimmer, d. h. der Preis des Zimmers betrug etwas Über 138 -st, die normale Vietzimmerwohnung würde sich demnach auf 552 -st stellen, d. h. auf 102 -st mehr, als der in der Vorlage für mittlere Be­amte der Klasse D enthaltene Besoldungssatz und um 12 -st höher als der erstrebte. Erscheint so­mit das Mißverhältnis nicht ganz so kraß wie bei den Unterbeamten, so muß hervorgehoben werden, daß hier der Zimmerpreis nicht berech­net werden konnte nach Ausscheidung der min­derwertigen Wohnungen, daß vielmehr bei 17 von den bet Berechnung zu Grunbe gelegten 29 Wohnungen mehr oder minber erhebliche Mißstände Hervorgehoben würben. Es ist dies ein Beweis bafüt, baß auch bas mittlere Be­amtentum bereits zu bedenklichen Ersparnissen auf bem Gebiete des Wohnungswesens gebrängt worden ist. Trotz alledem würde der in bet Besoldungsvorlage in Aussicht genommene Wohnungsgeldzuschuß auch nicht entfernt ben erheblich herabgeminderten Bedürfnissen ge­nügen. Wäre es möglich, auch für die mittleren Beamten ähnlich wie bei den llnterbeamten ben Preis für wirklich ihren berechtigten Ansprüchen entsprechende Notmalwofenungen zu berechnen, so würbe fraglos bas Mißverhältnis zwilchen Mietpreis und Wohnungsgeldzuschuß ebenso schlimm sein, wie bei den llnterbeamten. Aber auch so ergibt sich für diese beiden größten Be­amtenkategorien Marburgs, daß ein Aufrücken in die Klasse C in jeder Weise gerechtfertigt ist, ja, daß auch dann noch nicht einmal auch nut annähernd bet Wohnungsgeldzuschuß ben wirk­lich gezahlten Mietpreis erreicht. Ein Ver­bleiben in Klasie C würde im letzten Grunde nicht nur das Beamtentum gegenüber bem an­derer Städte benachteiligen, auch die Geschäfts­treibenden würden insofern geschädigt werden, als das Beamtentum nickst in der Lage wäre, für feine Lebenshaltung soviel auszugeben, wie das in solchen Städten der Fall ist, bei denen Woh­nungsgelbzuschuß unb tatsächlich gezahlte Mieten in einem gesunben Verhältnis stehen.

deutsches Weidi.

Der deutsche Botschafter in Madrid. Madrid, 28. Dez. Heute mittag begab sich Bot- - -----........... ===.....

Mitrailleusen sind unbrauchbar gemacht. So­bald Pferbekräfte vorhanben, können sie gleich­falls zurückgebracht werben."

Brillant! Hier ging es recht munter zu. Wir haben Verluste gehabt. Aber Sie haben, st' ernt mir, auch etwas abbekommen. Von Be­deutung?"

Dante gehorsamst, nein. Herr Hauptmann."

Um so besser. Heute fällt für jeden etwas ob Mein Bein fängt auch an zu brennen. Aber ich weiß, es ist nut ein Fleischriß. Donner­wetter, die Bayern schießen wie die Götter. Schen Sie, wie die Franzosen ausrücken. Ra, auf Wiedersehen! Aber hier wird es warm," fuhr et, auf die brennenden Gebäude blickend, fort;wir wollen doch hinaus aus bem Brat* cfen. Lassen Sie Appell blasen, Tyrolt" wir wollen sehen, wer von unseren braven Schützen übrig geblieben ist."

Et trat, von einem Solbaten unterstützt, in den Obstgatten zurück; seine Leute folgten ihm. Tnrolt beeilte sich, bem Befehle nachzukommen. Aker et taumelte mehr, als er ging; die Schul­ter schmerzte furchtbar.

Unter einem überijängenben Ziegelbache der nächsten Scheune, das sich bedenklich zum Sturze neigte, stand ein blutjunger Tambour und bearbeitete unaufhörlich sein Kalbfell mehr aus zornigem Kampfeifet als auf Befehl irgend eires Vorgesetzten. Et wußte nicht, wie der Kampf stand, er schlug nur immer darauf los. Auf ihn ging Tyrolt zu.

Sammeln blasen, 9. Kompagnie," befahl et, sich an einen Wandpfosten festhaltend.Suche schnell einen Hornisten!"

(Sortierung folgt.)