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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham

«uddeuKeUagr«: .Literarischer Ameiger",ßaudwirtschaftliche Deilage" undIllustrierte« Kmmla-skUrtt-.

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Marburg

Sonntaa. 6. Dezember 1908.

Die Insertionigebüdr betrögt für die 7aefpattene Zeile oder deren Raum 16 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. Bug. Koch, UmversttätSbuchdruckerei Inhaber Dr. 8. H! tz e r o th, Marburg, Markt 2L Telephon 55.

43. Jahrg.

jugendlichen Fabrikarbeiter und die Fabrik« arbetterinnen. In 89211 Fabriken wurden 449 236 jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren beschäftigt, darunter befanden sich 13 054 Kinder unter 14 Aahren, und zwar 7295 Knaben und 5759 Mädchen. Bon den jungen Leuten zwischen 14 und 16 Jahren waren 185 335 männlichen und 150 847 weiblichen Geschlechts. Im Ver­gleiche zum Vorjahre hat sich die Zahl b't ju­gendlichen Arbeiter um 24735 erhöht; ortt der Zunahme ntfallen 1067 auf männliche und 1140 auf weibliche Kinder sowie 17 006 auf männliche und 5522 auf weibliche jugendliche Arbeiter zwi­schen 14 und 16 Jahren. Auch die Zahl der Fa­briken, in welchen diese Arbeiter beschäftigt wur­den, zeigt eine Zunahme von 5250. Die Beschäf­tig-ng von über 16 Jahre alten Fabrikarbei­terinnen hat ebenfalls eine Zunahme erfahren. In 85 143 Fabriken wurden 1 145 535 Arbei­terinnen gezählt, von welchen 449 436 16 bis 21 Jahre und 696 099 mehr als 21 Jahre alt waren. Gegen das Vorjahr hat die Zahl der Fabriken, die erwachsene Arbeiterinnen beschäftigen, um 4623, die Zahl der beschäftigten Arbeiterinnen um 49 636 zugenommen.

Deutsches Mch.

DieEefahrzone" der Luftschiffe gegen Beschießung. Schießversuche gegen Luftschiffe haben, nach der KorrespondenzHeer und Po­litik", ergeben, daß der sicherste Schutz nicht die Flucht in große Höhen sondern die Anwendung der schnellsten Eigengeschwindigkeit ist. Die Ge­schosse erreichten nämlich eine Höhe, die die Motorluftschiffe nicht überschreiten können. Die Geschosse der deutschen Feldartillerie tragen nur 700 Meter, da man den Lafettenschwanz nicht eingraben darf, um dem Geschütz nicht die not­wendige Beweglichkeit zu berauben. Das beste Geschütz der Franzosen ist in dieser Hinsicht die 95-Mm.-Kanone, deren Geschosse bei einer Er­höhung von 40 Grad bis zu 3200 Meter steigen. Eine Höhe von ?twa 2300 Metern erreicht das kr-Eeschotz des deutschen Gewehres 98 bei einer Erhöhung von 90 Grad. Ballongefchütze beson­derer Bauart, deren Erhöhung bis 75 Grad reicht, beherrschen noch höhere Luftschichten. Ihr besonderer Vorteil ist, daß sie sich auf Kraft­wagen setzen lassen. Generalleutnant z. D. von Rohne nimmt in seiner bemerkenswerten Berech­nung als vordere Grenze der Gefahr eine Ent­fernung von 13 000 Metern des Geschützes vom Luftschiff an, als rückwärtige 400 Meter. Das beschossene Luftschiff muß daher, um zu ent­weichen, mehr als 12 000 Meter unter Feuer zurücklegen. Bei einer Geschwindigkeit von 10 Metern (vorläufig ist unter ungünstigen Wind­verhältnissen nicht auf mehr zu rechnen) braucht der Motorballon deshalb 20 Minuten, um di« Gefahrzone zu durchfahren. Rechnet man, daß ein Geschütz nur 20 Schuß in der Minute aus den Luftkreuzer abgibt (tatsächlich ist die dop­pelte Zahl der Schüsse zu erreichen) und daß drei Geschütze sich an der Beschießung beteiligen,

Zweites Blatt

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T»ti?rud verboten.)

am ter, und zwar in Berlin, Breslau, Köln Danzig, Frankfurt(Main), Hamburg, Hannover Karlsruhe (Baden) und Leipzig, in Bayer: drei Postscheckämter in München, Nürnberg uni Ludwigshafen (Rhein) und in Württemberg ein Postscheckamt in Stuttgart eingerichtet wer den. Zur Teilnahme an dem Verkehr wird au Antrag jedermann zugelassen. Auf jedes Konti muß eine Stammeinlage von 100 M eingezahl werden.

Einzahlungen auf ein Postscheckkonto könne: bewirkt werden:

1. mittels Zahlkarte bei jeder Postanstal und jedem Postscheckamt,

2. mittels Postanweisung bet jeder Post anstatt,

3. mittels Ileberweisung von einem andere: Postscheckkonto.

Ueber sein Guthaben, soweit es die Stamm einlage von 100 M übersteigt, kann der Konto inhaber in beliebigen Teilbeträgen jederzei verfügen, und zwar:

1. durch Ileberweisung auf ein anderesPost scheckkonto,

2. mittels Scheck.

teressantesten Bücher, die unterhaltendsten Spiele; wenn Papa es erlaubt, reite, fahre, fische ich mit Ihnen ich widme Ihnen jede Stunde"

Tyrolts Rede stockte, denn ganz unerwartet schob sich zwischen ihn und die junge Dame das gelbe verkniffene Gesicht Oliviers, welcher müh­sam vom Diener unterstützt, den Landauer ver­lassen ha e und nun gleichfalls auf der Veranda erschienen war.

Sie werden gut tun, ihre galanten Vorsätze nicht schon jehr auszuführen," sagt« er mit hei­serer Stimme, indem er sich der nachlässigen Pariser Sprachweise bediente.Als wir bei der Fabrik vorbeikammen, bemerkte ich an der Brücke einen Trupp feiernder Arbeiter. Die Leute faulenzen, wenn man ihnen nicht auf die Finger sieht. Ihre Anwesenheit ist in der Fabrik iebenfalls nötiger als hier."

Tyrolt biß sich heftig auf die Lippen. Sollte er sich förmlich entschuldigen? Nein, das kam cin-t Anerkennung seiner Herrschaft gleich. Er durfte sich nichts vergeben, am allerwenigsten in Gegenwart der Tochter des Hauses, die er liebte.

Desiree kam seinen Worten zuvor.

Pfui Olivier," rief sie heftig.Wie kannst Du nur mit der dummen Eelchäftsangelegenheit unser Wiedersehen stören? Die Fabrik wird doch wohl warten können, bis Herr Tyrolt mir einige freundliche Worte gesagt hat, auf die ich mich auf der ganzen Herreise gefreut habe. Aber Du bist neidisch und rücksichtslos. Ich bin Dir ernstlich böse."

Der Gescholtene ging mit geringschätzigem Achselzucken zurück. WaÜiemar küßte die Hand der jungen Dame.

Ihr Bruder hat Recht," sagte er beklommen; ich war schon zu lange abwesend. Vor allem i

die Pflicht und darum bitte ich, mich zu beur­lauben.'

Rur unter der Bedingung, daß ich Sie recht bald wiebersehe," entgegnete sie mit weicher Stimme, ab ob sie für ihren Bruder um Ver­zeihung bitten wolle.

Waldemar verbeugte sich und eilte die Treppe hinunter. Olivier schaute ihm mit gif­tigen Blicken nach die Geschmeidgkeit des Deutschen ärgerte ihn in seiner eigenen Krüp­pelhaftigkeit.

Der Emporkömmling fühlt sich schon als Schwiegersohn von Bourlier,murmelten die schmalen Lippen seines breiten, unschönen Mun­des.Aber er hat die Rechnung ohne die Er­ben der Firma gemacht. Ich dulde kein fremdes Blut in meiner Familie. Wenn auch der Alte einen Narren an ihm gefressen hat, ich hasse ihn und '^erde nicht eher ruhen, bis er seinen Ab­schied erhalten hat."

Während dieses Vorganges hatte Frau von Tarandal, die mit Bourlier im Salon Platz ge­nommen hatte, ihrem Herzen Lust gemacht. Das waren freilich böse Geschichten gewesen, die sie schon in der ersten Stunde ihrer Ankunft mitzu­teilen nötig fand.

In Brüssel ist Desiree in Lebensgefahr ge­wesen, weil sie selbst einen Tandem kutschierte und das Vferd, ein ungarischer Jucker, mit ihr durchging," Nagte sie.

Aber ich habe es gebändigt, Papa," vertei­digte .ty das junge Mädchen mit blitzenden Augen.O, Du hättest nachher das Tier sehen sollen, wie es fromm unter meiner Peitsche tanzte. Ich habe Kraft in meinen Händen.

Der alte Herr tätschelte zärtlich die weißen Finger, welche sie ihm entgegenhielt.

3n Ostende huldigte sie dem Segelsport," klagte Frau Ratal, wettet.Ich bitte Dich,

Die russischen Gläubiger und die Orimtkrise.

Die Lage auf dem Balkan scheint immer kmpttzierter zu werden. Der aus natürlichen Ursachen schwer erklärbare Boykott der öster­reichisch-ungarischen Waren in der Türkei, wird ttotz energischer Demarchen der österreichisch­ungarischen Diplomatie bei der Pforte keines­wegs schwächer. Der Uebermut der kleinen Balkanvölker nimmt zu, statt ab. Die Jung­türken spielen mit dem verhängnisvollen Eedan- ' ken eines Bündnisses der Türkei mit den flavi- schen Völkern und da und dort wird ein Krieg der Türkei mit Oesterreich-Ungarn nicht für unmöglich erklärt. Verstreut tauchen Nachrichten aus jungtürkischer Quelle auf, daß im Konflikt­falle die Türkei des englischen Schutzes sicher sei. Die Panslavisten schreien und die Töne, die aus Moskau nach Belgrad und Cettinje dringen, scheinen wenig geeignet, die dortige Stimmung zu dämpfen. Gleichzeitig verschlechtern künstlich inszenierte Demonstrationen und Krawalle ita­lienischer Studenten gegen Oesterreich-Ungarn die Beziehungen auch dieser beiden Länder.

In dem Hexenkessel kochen seltsame Dinge. Man weiß nicht recht, ist hier der Zufall Koch oder eine geschickte Diplomatie, in deren Inter­esse es liegt, die Dinge zuvörderst nach Möglich­keit zu verwirren. Es gibt drei Möglichkeiten: die diplomatische Regelung der schwebenden Streitfragen mit oder ohne Konferenz: das Lffenlassen der Wunden, das heißt also die Fortoauer des jetzigen Zustandes oder den Krieg. Die erste Möglichkeit scheint unbegreif­licherweise weder der englischen noch der russi­schen Diplomatie als die Mte zu erscheinen. Die Russen, die die Konferenzidee aufs Tapet gebracht haben, scheinen jetzt alle Begeisterung für ihren eigenen Plan verloren zu haben. Sir E. Grey sprach gleichfalls mit kühler Reserve von dem KonferenzgedankLN. Eine diplomatische Regelung ohne Konferenz scheint man aber dort gleichfalls nicht zu wollen, sonst würde England der ösierreichifch-türkischen Verständigung weni­ger eifrig entgegenarbeiten und Rußland mit weniger Nachdruck die Idee eines Bündnisses der kleinen Slavenstaaten mit der Türkei propa­gieren eine Idee, die eine österreichisch-tür- kiscye Verständigung nicht nur erschweren, son­dern beinahe unmöglich machen mutz. Es scheint fast, als beabsichtige man in London, die bos- I Nische Frage, die Oesterreich-Ungarn und somit I auch das mit ihm befreundete Deutschland von I der Türkei trenne, möglichst lanae unerledigt I als Zankapfel zu konservieren. Das ist indes I eine gefäbrlicke Tattik. Wenn die Wunde nicht I hUtt, kann iederzeit der Brand hinzutreten. Es I ist gefährlich, die Leidenschaften der Balkan- I Völker aufzupeitschen und ihnen durch allerband I Unterstützungshoffnungen den Mut zu stärken; I schließlich wird man die Geister nicht los, die I man gerufen hat. Diese Taktik ist von einem

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

I Forti «tzuna.»

Der Gegenstand ihrer Klagen hörte gar nicht, ro's die gute Tante sprach. Desiree hatte fit', zum Fabrikdirektor gewendet und ihm zu wiederholtem Gruße die Hand gereicht, welche et zerstreut mit den Fingern der Rechten fest- hielt, indem er entzückt in ihre Augen blickte.

Ich begrüße Sie von ganzem Herzen in Ihrer sckll'nen Heimat, Fräulein Desiree," sprach er mit vor Aufregung bebender Stimme. Mögen Sie nicht sobald daran denken, uns r ieber zu verlassen, die wir unaufhörlich an Fie gedacht haben. Es muß sehr schön in Brüssel gewesen sein, daß Sie uns so lange allein las­sen konnten."

Habrn Sie mich denn auch vermißt, Herr Tyrolt?" fragte sie ein wenig kokett.

Wie können Sie daran zweifeln gnädiges Fräulein! Bedarf es der Worte, um Ihnen klar ju legen, daß unser Heim öde wird, sobald der gute Geist nicht mehr darin waltet?"

O herrlich! Was nicht das Reisen tut! Jetzt bin ich ein guter Geist geworden, und frü­her, als ich noch durch diese Räume tollte, nannte man mich des Hauses Kobold. Da hoffe ich bald zu einer gütigen Fee zu avancieren, wenn ich der Tante wieder nach Belgien folgen werde."

Ach, tun Sie das ja nicht," erwidette Wal­demar erschrocken;bleiben Sie bei uns, ver­russen fo.e mich Ihren Herrn Vater nicht mehr. Wir wollen alles tun, um Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Ich schaffe Ihnen die neuesten Noten, die hu

I friedliebenden Geist« nicht eingegeben. Aus I dieser zweiten Möglichkeit kann leicht die dritte, I der Krieg, sich von selbst entwickeln.

I Und jeder Balkankrieg kann von ungeheuren I Konsequenzen fein. Die Hauptfrage ist die: I wird Rußland es vermeiden können, der sicheren I Vernichtung Serbiens und Montenegros durch I Oesterreich-Ungarn entgegenzutreten? Rußland I hat kein Geld und Angst vor der Revolution. I Zwei Gesichtspunkte, die es zu einer friedlichen I Haltung bestimmen sollten. Indessen wird die I Haltung eines Staates in solchen Fragen nicht I ledigli h durch die Vernunft bestimmt. Die pan- I stt"istischen Schreier find mächtig. Die Rücksicht | auf sie kann manchen Staatsmann bestimmen, I mit dem Feuer solange zu spielen, bis es ein I Zurück nicht mehr gibt.

I Was werden aber die Gläubiger Rußlands I zu einer solchen Situation sagen? Es liegt auf I der Hand, daß ein solcher Balkankrieg, der ja, I wenn auch nicht wahrscheinlich, sondern I doch immerhin möglich ist, auch wenn Rußland ihm fern bleiben würde, die Gläubiger Ruß­lands äußerlt beunruhigen müßte, da man ja nie wissen kann, ob Rußland nicht jeden Mo­ment gezwungen werden kann, einzugreifen. I Die Vorschriften über die Benutzung bei Und Kenner der russischen Finanzen behaupten, I Verkehrs sind in der vom Reichskanzler untei daß ein Krieg, an dem Rußland teilnehmen I dem 6. November 1908 für das Reichspostgebie würde, dieftsmal ein Staatsbankerott bedeuien I erlassenen Postscheckordnung enthalten. müßte. Mag dem sein, wie es will, jedenfalls I Postscheckordnung nebst Ausführungsbestimmun

| haben die Gläubiger Rußlands ein sehr lebhaf- I am, der als Anlagen Muster von Zahlkarten tes Interesse an der Erhaltung des Friedens. Keberroeifungen und Schecks beigefügt find, kau, England vielleicht nicht, denn es besitzt sehr we- I durch R. v. Deckers Verlag, E. Schenck, Könige nige russische Renten. Wenn man die Situation I kicher Hofbuchhändler in Berlin SW. 19, Jeru von dieser Seite betrachtet, kommt man auf I salemer Straße 56, und durch jede Buchhanblunj manches, was einer gewissen. Ironie nicht ent- I bcff gen werden, und zwar:

hkhrt. I a) broschiert, mit Aufdruck auf bet Vorder-

n I feite, zum Preise von 20 ,

Emmwmq d-s Pmt-u-bc-wchnas- b)

UN« -ckie-kv-rkelir- am 1. Jan 190«.

2fm 1. Januar 1909 wird bei der Reichs- I Pes...nstalten des Reichs-Postgebiets in bro- Prstverwaltung, der Königlich Bayerischen und I schielten Exemplaren an bas Publikum zum bei Königlich Württembergischen Postverwal- I Preise von 20 für bas Stück verkauft werben, tung ein wichtiger Verkehrszweig, bet Post- I Heber bie bei Einführung bes Post-Ueberwei- Heberweisungs- und Scheckverkehr, ins Leben I sungs- und Scheckverkehrs den Postanstalten zu­treten. Durch diesen Verkehr soll bas Verfahren I faHenben Aufgaben ist eine Dienstanweisung der Begleichung von Zahlungsverbinblichkeiten I herausgegeben worben. Diese Dienstanweisung, mittels Heberweisung und Schecks, also unter in ber sich auch bet Abbruck eines Formulars Vetmeibung ber Barzahlung, auch ben breiteren I zum Antrag auf Eröffnung eines Postscheckkon- Schichten ber Bevölkerung, insbesondere ben I tos befinbet, ist mit bei Postscheckordnung zu mittleien Geschäftsleuten, Hanbweiken und I einem Vanbe vereinigt worben unb kann eben« Landwirten zugänglich gemacht werden. Die I falls durch R. v. Deckers Verlag unb burch jebe Vorteile dieses Systems sind außerorbentlich. I Buchhanblung zum Preise von 1 M fiit das Der Inhaber eines Postscheckkontos braucht nur I gebundene Exemplar bezogen werden.

die für den Kleinverkehr täglich nötigen Mün- I Die Druckwerke werben für jeben, ber sich 2en zu Hause zu halten. Die Sorge für bie Auf- I über ben neuen Verkehrszweig unterrichten will, bewahrnng unb Verwaltung bet größeren Be- I von Interesse sein.

stänbe nimmt ihm bas sein Konto sührenbe I -----

Postscheckamt ab. Er ist keiner bet Gefahren I " ~

«-S Jugendliche und weibliche PeNonen

sinb, wie Irrtum, Betrug, Unterschlagung, Dieb- Fadllken

stabl, Feuersgefahr. I

Das Verfahren wirb in folgender Weise aus- ®as 4- Vierteljahrsheft zur Statistik des gestaltet werben: I Deutschen Reichs enthält u. a. eine Zusammen-

Jm Reichs-Postgebiet werben neun Posffcheck- I- stellung über bie im Jahre 1907 beschäftigten

Stuber, segeln in biefer Jahreszeit, wo bie Früh, lingsstütme noch an ber Tagesorbnung sind! Das Boot legte sich auf die Seite; ich sah»« vom Strande aus, wie es Wasser schöpfte, kaltes salziges Wasser, unb bann sank es sank es."

Das ist nicht der Wahrheit gemäß," lackt« Desiree.Die Bark sank nicht; aber ich fang aus demFliegenden Holländer" von Wagner: Lieber Südwind blase doch", und der Wind ließ sich erweichen, sprang um und blies mich dem Ufer zu, welches ich wohlgemut, wenn auch etwas feucht, erreichte."

Aber nach meiner Angst hast Du nicht ge­fragt, leichtsinniges Kind," seufzte die alte Dame.Ich zitterte an allen Gliedern, als ich Dich verzweifelt mit dem Segel hantieren sah, während Deine Freundin Eugenie Fontane händeringend am Steuer saß. Vergeblich rief ich nach Hilfe, lief am Meetesufer bei Sturm unb Regen auf unb ab, bis ich halbohnmächtig zusammenbrach."

Ach Tantchen," lachte die kleine Sünderin übermütig,bas mag unenblich komisch gewesen fein. Dy mußt ausgesehen haben wie ein« Henne, bie junge Entlein ausgebrütet hat unb glucksend und die Flügel schlagend am Ufer hin - und her läuft wenn jene zum ersten Mal« schwimmen gehen."

Spotte nicht, verhöhne mich nut um meinet Liebe willen," rief Frau von Tarandal ärger­lich. ,Zch habe graue Haare deinetwegen be­kommen, graue Haare."

Aber man sieht sie nicht mehr, Tantchen," kicherte Desiree indiskret und warf sich ihrem Vater an ben Hals.

(Fortsetzung folgt.)