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MchM WM mH dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain mrd dr« Seilage«: .Literarischer Ameiger-.Kaudwirtschaftliche Hettage« uudIÜuSriertea Ssirrckrgsblatt".________

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Marburg

Sommbmd 5. Dezember 1908.

Die Insertion-gebübr beträgt für die 7gespaltene Zeile ober deren Raum 15 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Iah. Rüg. Koch, Universttät-buchdruckerei Inhaber Dr. C. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

43. Jahrg.

Der heutigen Nummer liegt bei Kreisblatt Nr. 95.

Deutschland und die Prager Exzesse.

Die österreichische Regierung hätte gern den Kriegszustand über Prag erst nach dem sechzig- jährigen Regierungsjubiläum des greisen Kai­sers Franz Josef verhängt. Nun ist ste durch die Ereignisse gezwungen worden, noch am Jubi­läumstage selber das Standrecht zu erklären. Die Rücksicht auf den alten Kaiser erwies sich »lso infolge der unglaublichen, jeder Zivili­sation hohnsprechenden Roheit des tschechischen Pöbels als unmöglich. Hätte man das früher geahnt und vor 14 Tagen das Standrecht erklärt, so wäre manches verhütet worden. Die Prager Ereignisse haben auch in Deutschland eine tiefe und schmerzliche Erregung hervorgerufen. Die Deutschen und Böhmen sind nun einmal unsere Stammesverwandten und die Teilnahme des deutschen Volkes an ihrem Schicksal ist tief und selbstverständlich. Dies Gefühl wird aber schwer­lich, wie man es vielleicht in Westeuropa glaubt und hofft, das Verhältnis Deutschlands zu dem ihm verbündeten Oesterreich-Ungarn trüben kön­nen. Wenn man die Einzelheiten der Prager Vorkommnisse im Auge behält, wird man den Eindruck nicht los, daß es sich hier nicht nur um eine natürliche Roheit eines ungebildeten Pö­bels, sondern auch um gewisse auswärtige Ein­flüsse handelt, die aus der Erregung der Volks- leidenschaften in Böhmen Vorteile für gewisse Pläne der auswärtigen Politik zu ziehen hoffen. Man hat, sowohl von Petersburg als von Lon­don und Paris aus die Tschechen schon in frü­heren Zeiten bei jeder Gelegenheit mit Sym­pathiekundgebungen überhäuft. Heute ist die Roheit dieses Pöbels zu klar, als daß man in London oder Paris fich nicht scheuen müßte, die gleichen lauten Phrasen des Wohlwollens zu ge­brauchen. Aber wenn auch diese Phrasen natur­gemäß ausbleiben, so ist doch die Freude, die man in London, Paris und Petersburg empfin­det, zu evident, um nicht nachdenklich zu stimmen.

Man wird sich indes dort täuschen, wenn man glaubt, die politische Freundschaft Deutschlands und Oesterreich-Ungarns wird durch die Prager Vorgänge gestört werden. Es gibt immer noch Vernunft genug, die hindert, daß ein aufge- hehtcr Pöbel über die Geschicke der Nationen ent­scheidet. Deutschland wäre gegenüber der Lage, in der sich die österreichische Regierung befindet, wenig objektiv uni> triebe dazu eine törichte Ee- fühlspolitik. wollte sie die Schädigungen, die Reichsdeutsche in Prag erlitten haben, zu einer politischen Angelegenheit zwischen Wien und Berlin machen. Man vergibt sich nichts, wenn man sich zürückhält um so mehr als von der österreichischen Regierung "zweifellos erwartet werden muß, daß sie alles, was in ihren Kräften steht, tun wird, um die Schuldigen zu bestrafen

2 T?a(65rutf verboten.)

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthias.

f (ftortfefcung.)

Tyrolt zuckte lächelnd die Achseln. Er kannte die chauvinistischen Redensarten seines Chefs zur Genüge, um sie ernster zu nehmen, als die­selben es verdienten.

Das würde mich schmerzen," antwortete er; ein ?>ieg mit Deutschland wäre gleichbedeu­tend mit dem Zwange, Ihr Haus und Frank­reich zu verlassen."

Sie sind von Sinnen? Was haben Sie mit den Prussiens zu tun?

Sehr viel, Herr Boulier. Ich bin Reserve- Offizier in der sächsischen Armee, und diese ge­hört zu den Truppen des Norddeutschen Bundes, welche unweigerlich ins Feld rücken, wenn man Preußen den Krieg erklärt."

Ah, da erkenne ich Herrn von Bismarck wie­der. Die biederen Sachsen sollen Kanonen­futter für unsere Mitralleusen, Zielscheiben für die trefflichen Chaffepots werden. O, Hr König wird nicht so töricht sein, die Landeskinder da- zu he.zugeben. Ich hoffe, er wird sich zu uns, den Bundesgenosien von 1806, halten. Dann sind Sie ihrer Verpflichtung ledig, zu der Armee zurückzulehren. Uebrigens denke ich gar nicht daran, Sie von hier fortzulasien. Sie wisien, wie notwendig Sie an diesem Platze find. siLenn Sie sich meinen Vorstellungen nicht zu» Jänglich zeigen, so werden die dort Ihnen den lbschied schwer, hoffentlich unmöglich machen."

Er wie, auf einen Wagen, welcher, von zwei feurigen Staunen gezogen, auf der Straße her»

und weiteren Exzesse« mit aller Energie vorzu­beugen. Die Verhängung des Standrechts wird hoffentlich ausreichen.

Die Prager Vorgänge bieten in ihrer beab­sichtigten Rückwirkung auf die internationale Politik eine gewisse Aehnlichkeit mit den jüngste« italienischen Studentenkrawallen in Wien und Demonstrationen in Rom. Dort hat man indes den Dreibund an einer verwund­baren Stelle getroffen. In Prag war es ein Versuch mit untaugliche« Mitteln am untaug­liche« Objekte.

Indes find die Prager Exzesse, auch ohne Rückwirkung auf die deutsch - österreichische Freundschaft, auch in internationaler Beziehung bedenklich genug. Sie sind geeignet, da und dort ganz falsche Vorstellungen zu erwecken und even­tuell zu einer Unterstützung der Aktionskraft der Donaumonarchie zu veranlassen. Eine zu ge­ringe Einschätzung des Gegners ist zu allen Zei­ten das für den Frieden Gefährlichste. Heute ist sie besonders behenFitb. In Belgrad und Cet- tinje hatte man von dieser Empfindung auch vor Prag schon reichlich genug. Die Leute, die so unvernünftig find, werden in den Prager Vor­gängen neuen Grund zur Unvernunft finden. Wenn überall die Erkenntnis der tatsächlichen Stärkeverhältnisse vorhanden wäre, wäre der Friede gesichert. Das Gefährliche find die Mei­nungen der Menschen.

Aus dem Reichstage.

Wegen der zu erwartenden Abstimmungen ist auch heute noch der Reickstag gut besucht. Auf den Tribünen hat die Anziehungskraft des Themas: Verantwortlichkeit des Reichskanzlers und seiner Mithelfer gleichfalls nickt nachge­lassen. Es ist, als sickere jetzt allmählich doch die ernste Bedeutung des 10. und 11. November, deren Verhandlung heute der Abgordnete D. Naumann einen Dialog zwischen Volk und Kai­ser nannte, in die breiten Schichten des Volkes durch. Sachlich Neues ist nach der gestrigen Beratung zu dem Verantwortlichkeitsthema nicht mehr zu sagen. Die sozialdemokratischen Anträge fanden bei den andere« Parteien die verdiente Abweisung; über die übrigen, so meinte man, läßt sich reden, die Kommission wird das besorgen. Lediglich die Grade der Zu­rückhaltung gegenüber den Vorschlägen sind ver­schieden. Ebenso ist man einig in dem Ziel, eine starke Monarchie und das Kaisertum auf­recht zu erhalten. So ungefähr spracken sich die Abgg. Gräf (wirtsch. Vgg.), Bindewald sd. Ref.- Part.) und selbst D. Naumann sfr. Vgg.), letz­terer mit anscheinend geflissentlicher Zügelung seines Temperamentes aus. Er nannte übri­gens den Bundesrat ein Souveränitäts-Kolle­gium! Der Abg. Singe, (Soz.) hatte die un­dankbare Aufgabe, die toten sozialdemokratischen Anträge wieder lebendig zu mache«. Nach ihm aber schlug sie der konservative Abg. Dietrich, der jetzt erst das Wort nahm, abermals glatt tot und er wies mit Nachdruck auf die Macht­mittel hi«, die das Parlament jetzt schon habe

beirollte. Trotz der Staubwolke, welche das Ge­fährt umgab, unterschied Waldemar deutlich zwei hellgekleidete Frauengestalten und auf dem Rücksitz einen jungen Mann in leichtern Eportgewande, welcher von der Villa abgewen­det, mit Aufmerksamkeit die Arbeit in der Fabrik musterte.

Meine Schwester aus Brüssel ist also doch mitgekommen," tief Bourlier wohlgemut, indem er sich schon weit über die Rampe beugt.Da wird wird Leben und Behaglichkeit in unser Haus kommen."

Sie erwarteten also Frau von Tarandel nicht?"

Wenigstens nicht mit Bestimmtheit. Da­men ändern oft im letzten Augenblick ihre Dis­positionen; bei meiner Schwester bin ich dessen nie sicher. Umsomehr bin ich erfreut, daß sie Wort hielt. Ah, Desiree schaut gesund und blü­hend aus. Sie wintt mit dem Taschentuch. Sie hat uns bereits bemerkt, uns beide, Herr Tyrolt, uns beide."

Gar zu gütig, Herr Boulier," meinte der Fabrikdirektor, dem das Blut in die Wangen stieg, mit einer Verlegenheit.Sollte das gnä­dige Fräulein wirklich darüber erfreut fein, daß ich Re hier erwarte?"

O Sie Heuchler," scherzte der alte Herr, in­dem et drohend den Finget erhob.Bin ich nicht Zeuge gewesen, wie meine Tochter de« Herrn Direktor in unvetwortlichet Weise ver­wöhnte und zu allerlei Ritterdiensten heran­zog; daß sie mit ihm musizierte und bisputierte, wen« sie ihre« Bruder ein wenig ärgern wollte! Doch ich will nicht an dem Komplotte Teil ha­ben, wenn solches gegen die Ruhe eines gewis­sen Herr« bestand; ich will auch nicht ihre Vet-

und bei Einigkeit auch gehörig ausnutzen könne; die allgemeine politische Vetaittworilich- keit, die der Reichskanzler zu übernehmen sich nicht geweigert habe, sei wirksamer als be­stimmte Eesetzespatagraphen. Recht wirkungs­voll war seine den gestrigen Anführungen des Abg. v. Dircksen ähnliche Ehrenrettung des jetzi­gen Zustandes, daß nämlich gerade dieser eine 38jähtige Friedensperiode bisher verbürgt habe, eine Tatsache, die bei einet Parlamenfshett- fchast kaum eingetreten wäre.

Das Interesse an der Verhandlung war schon vollständig erschöpft, als noch der Abg. Rickli« aus dem Elsaß das Wort nahm, ohne daß man ihn verstanden hätte. Auch Herr Payer (D. 93p.) aus Schwaben fand keine neuen Wendungen.

Es ist im Reichstage Antragstellern immer noch ein Schlußwort gestattet. Als falsche Schlußtedner mußten die Abgg. Spahn (Zentt.), Dr. von Dziembowski (Pole) und Heine (Soz.) noch auf die Rednertribüne. Nach dem üblichen Ausgangsgeplänkel werden die Anträge an die um 7 Mitglieder verstärkte Eeschäftsordnungs- kommission verwiesen.

Das Sedanbild im Reichstage.

Durch die Presse geht die Mitteilung, daß man beabsichtige oder wenigstens angeregt habe, das neue Sedanbild aus dem Sitzungssaale des Reichstages zu entfernen. Das Bild zeigt einen Musketier, der eine französische Fahne er­obert hat und sie vor dem Kaiser fo senkt, daß das Fahnentuch den Boden berührt. Dadurch sollen sich französische Journalisten unangenehm berührt gefühlt haben.

Von Berlin wird berichtet daß an den maß­gebenden Stellen über einen solchen Plan nichts bekannt ist. Blätter, wie die ..Franks. Ztg., halte« sich natürlich verpflichtet, gleichfalls die Entfernung des Gemäldes zu wünschen. Man höre die Begründung:

Vor einigen Wochen war in dem Sitzungs­saal die interparlamentarische Friedenskon­ferenz versammelt, die ja auch offiziell begrüßt worden ist; eben haben sämtliche Parteien ihre Sympathie für England erklärt und wie oft wird der Wunsch nach gute« Beziehungen zu Frankreich von der Regierung wie von de« Ab­geordneten betont. Dazu paßt das kriegerische Gemälde nicht, seine Anbringung war ein M i ß- griff der Ausschmückungskommissio« und sein Verbleiben erscheint wie eine Taktlosigkeit. Dür­fen im deutschen Reichstag nicht Bilder fein, die aus der Geschichte des Parlaments entnommen sind und die Bedeutung der Volksvertretung barstellen, nun, so mache man es innen wie außen: man lasse die Wände leer. Weder In­schrift noch Gemälde!"

Unseres Erachtens kann es ganz gleichgültig sein, ob dieser ober jener französische Journalist sich baburd) verletzt fühlt, baß rSrr bet Zeiten, bie bas Reich gegrünbet haben, ohne die es also überhaupt einen Reichstag nicht gebe, im Reichstag selbst im Bilde gedenken. Mit dieser Angstmeierei, als könnte man den andern ver­letzen, hat sich der Deutsche zu seinem eigenen Schade« nur allzulange abgegeben. Wir wisien

legenheit vermehren, den« da sind die Herr, schäfte« schon."

Der Wage« fuhr eben durch das aus zierlich vergoldeter Schmiedearbeit gefügte Eifentor, dessen Flügel weit offen standen, bog in den Bark ein und rollte um das Rondel, welches zwischen Herrenhaus und Straße liegend, eine Fülle herrliche Blume« und einen lustig plät­schernden Springbrunnen zeigte. Der Sommer­wind trieb den Sprühregen des Wassers über de« Weg, und die Sonnenstrahlen, welche dar­auf fielen, brache« fich in demselben und bilde­ten einen Regenbogen, dessen Farbenspiel die Durchfahrenden wie mit einem Heilgenschein um­wob. Waldemar stieß einen Ruf des Ent­zückens aus und eilte die Stufe der Veranda hinab, dem Diener zuvorkommend, welcher den Schlag des Wagen, öffnen wollte.

Seiner Tat folgte der Lohn. Die junge Dame, welche zunächst saß, legte ihm freundlich zulächelnd, bie kleine, weiche Hanb auf ben Arm unb schwang sich aus bem Wagen; ihr folgte ein wenig schwerfällig, wie es ihre stattliche Ge­stalt mit sich brachte, Frau von Tatanbel, bem aufmerksamen Kavalier mit freundlichem Gruße bantenb. Tyrolt verneigte sich höflich unb bot bet Dame feinen Arm, indeß Desiree, bem Papa zujauchzend, die Stufen zur Veranda hin- auffprang.

Fräulein Boulier war ein reizendes an­mutiges Persönchen, nicht mit besonderer Schön­heit ausgestattet, doch voller Lieblichkeit in den etwas unregelmäßige« Eesichtsziigen, welche von einet Fülle dunkelbrauner Haare umgehen waten. Krause Löckchen spielte« auf der kluge« Stirne. Die zierliche Nase war kokett aufstre­bend. Unter den dunklen scharfgeschwungenen -

nut zu gut daß das Ausland, das den Stoltz auf feine Geschichte gewiß nicht verbirgt, höch­stens mitleidig auf unsere Schwäche herabsehen würde, wenn wir wieder einmal in zarter Rück­sichtnahme uns nicht zu fagen getrauten, was ift Zu bet Frage veröffentlicht der freikonservative Abgeotbnete Dt. Arenbt, bet zur Ausschmück- ungskommission gehört, einen Artikel In bet Post", in bem et mitteilt, daß bas Sedanbild überhaupt noch nicht angenommen worden fei, sondern daß die Ausschmückungskommissio« erst in Kürze darüber berate« wolle. Der Abge­ordnete spricht sich gegen die Bildet im Reichs­tage aus, aber nicht, um etwa den französische« Journalisten entgeoenzukommen, sondern weil die Bildet in künstlerischer Hinsickt viele Mängel aufweisen. Er meint, das Bild stelle nicht die Verherrlichung des glorreichen Sieges bar, es müßte vielmehr ben hehren Kaiser ie seiner Kraft, umgeben von feinen Paladinen zeigen. Die Gründe des Abgeordneten Dr Arendt lassen sich hören und eine Ablehnung de, Bildet wäre in diesem Sinne zu rechtfertigen Daß wir den Bilderschmuck unseres Reichstaaes aber nach dem Geschmack unterer Nachbarn ein» richten, kann man von uns nicht verlangen.

Jagdverpachtuna in fiskalischen Forsten

In ben letzten Wochen hat sich eine Reihe Zeitungen, wie dieBerl.Corr. schreibt, mit der Verpachtung forstfiskalischer Jagden als einer feht ergiebigen neuen Einnahmequelle ein­gehend beschäftigt. Während die mutmaßliche Einnahme sich anfangs in dem «och beschei­dene« Rahmen weniger Millionen bewegte, hat neuerdings ein Blatt den zu erwartenden Pacht« ertrag auf 30 000 000 <M steigern zu können ge­glaubt.

Demgegenüber dürfte es von Interesse fein, die Jagdpachteinnahmen einiger deutsche« Bundesstaaten, die die Jagden ihres Staats- forstbesitzes ganz oder teilweise durch Verpach­tung nutzen, zur Vergleichung heranzuziehen, um auf dieser Grundlage der Wahrscheinlichkeit mehr entsprechende Folgerungen für Preuße« ziehen zu können.

Nach der neuesten Statistik waten in Elsaß- Lothringen von dem rund 154 000 Hektar um­fassenden Staaisforstbesitz rund 78 000 Hektar mit einem durchschnittlichen Jagdpachtergebnis von 1,10 M. pro Hektar öffentlich verpachtet.

Entsprechende Angaben für bas Eroßherzog- tum Baben besagen, baß bet im Jahre 1903 vorhanbene Staatsforstbesitz von 94 486 Hektar öffentlich meistbietend verpachtet und daß habet ein Jagdpachtaufkommen von 53 217 Jl, also pro Hektar 0,56 M, zu verzeichnen gewesen war. Seit 1904 hat Baden begonnen, die aus der Pacht kommende« Jagden wieder in eigene Regie zu übernehmen, wird aber noch Jahre ge­brauchen, um die Wunden zu heilen, die die Jagdverpachtung feinem Wildstand geschlagen hat.

Von dem Staatsforstbesitz Bayerns mit rund 937 000 Hektar waten nach bei Verhandlungen im anhaltischen Landtage im Jahre 1906 ge«

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Augenbrauen funkelten die schwarzblauen Aeug» lein wie -wei Diamanten. Der kleine tote Mund, hinter dessen Lippen zwei blitzende Reihen scharfer Zähnchen sichtbar waten, ju­belte:Papa, Papa, indem sie ihm liebevoll die Arme entgegenstreckte.

Da bist Du ja, mein Wildling," antwortete et in gleichet Weise,und wie hübsch Du aus» schaust! Komm, küsse mich einmal, mein Gold« kind! O, wie wohl das tut! Schwester Nataly, ich begrüße Dich von Hetzen. Willkommen in meinem Hause! $ßie liebenswürdig, daß Du Wort gehalten hast. Ich mache Dir mein Kom­pliment, Du hast mir meinen Liebling gut ge­pflegt."

Das war nicht ganz leicht", antwortete bie würdige Dame, ihren Bruder küssend, nachdem sie Tyrolt mit freundlichem Kopfnicken freige­lassen hatte.Desiree hat in Brüssel Sachen an- gestellt Sachen nun ich erzähle Dir, so­bald ich einigermaßen zu Atem gekommen bin. Bin ich nicht auffallend mager geworden, Jean?"

Nicht, daß ich's bemerken könnte," errat», bette Bourlier lächelnd.Du siehst majestätischer und schöner aus als je."

Du bist ein Schmeichler." seufzte sie, fich in einen Sessel werfend, während sie ihr Bild in den Spiegelscheiben der gegenüberliegenden Calontüre betrachtete;ich weiß es besser, ich fühle mich zu schwach. Dein Kind hat mit in' Wahrheit Sorge«, gemacht; es ist zu lebhaft, um nicht zu sagen tollkühn; ich bin glücklich, der Der- antroortung für ihr Wohlbefinden lebig zu fein.*

(3oti|etiunu Toiat.* !