Zweites Blatt
An Verwaltungskosten wurden überhaupt 16 900 600 Mark ausgegeben, was auf 1000 Mark der Einnahme aus Beiträgen eine Ausgabe von 95 Mark, auf 1000 Mark der gesamten Ausgaben eine solche von 120 Mark bedeutet. Auf die einzelnen Arten verteilten sich die überhaupt als Verwaltungskosten aufzufassenden Aufwendungen so, daß von 1000 Mark auf die allgemeine Verwaltung 590 Mark, auf die Kosten für die Einziehung der Beiträge 142 Mark, auf die Kosten der Kontrolle 101 Mark und auf sonstige Kosten 167 Mark entfielen.
Insgesamt haben sich im Jahre 1907 die Einnahmen auf 226171 349 Mark, die Ausgaben auf 140 629 331 Mark beziffert, so daß sich ein Vermögenszuwachs von 85 542 018 Mark ergibt.
Am Schluffe des Jahres 1907 belief sich das Vermögen der Versicherungsanstalten und der für die reichsgesetzliche Versicherung bestimmte Teil des Vermögens der Kasseneinrichtungen auf 1 404 067 649 Mark, wozu noch der Buchwert der Inventarien mit 5 746 087 Mark tritt. Von 1000 Mark Vermögen waren 15 Mark im Kassen- bestande vorhanden, während 936 Mark in Wert, papieren und Darlehen und 49 Mark in Grund, stücken angelegt waren. Die durchschnittliche Verzinsung des in Wertpapieren und Darlehen angelegten Teiles betrug 3,55 v. H. des Ankaufspreises.
| folgendermaßen: Es erbrachten die Zölle 321,4 Millionen Mark (— 66,5 Millionen gegen den
I gleichen Zeitraum des Vorjahres), die Tabaksteuer 7,1 Millionen f—0,1 Millionen), die Zigarettensteuer 8.7 Millionen (+ 1,8 Mill.), die Zuckersteuer 82,8 Millionen (+ 6,1 Mill.), die Salzsteuer 30,6 Mill. (+ 0,1 Mill), die Maischbottichsteuer 3,4 Millionen (+ 1,7 Mill.), die Branntweinverbrauchsabgabe 76.3 Mill.' f— 0,6 Mill.), die Schaumweinsteuer 3,1 Mill. (4- 0,1 Mill.), die Brausteuer und Uebergangs- abgabe von 28,2 Millionen s— 0,6 Mill.) der Spielkartenstempel 0.9 Millionen die Wechsel- stempelsteuer 9,8 Millionen (— 0,4 Mill) die Börsensteuer 20,7 Millionen (— 0,9 Mill.), die Losesteuer 24,2 Millionen p-1,1 Mill.), der Frachturkundenstempel 8,4 Millionen (— 0,8 Mill.), die Fahrkartensteuer 11,2 (+ 0,5 Mill.') die Kraftfahrzeugsteuer 1,5 f-f- 0,2), die Tan- tremensteuer 1,2 (4- 1,4), die Erbschaftssteuer 14,3 ( -s- 0,1), die Statistische Gebühr 0,9 Mill. Mark. Die Reichs- und Telegraphenverwaltung hatte im gleichen Zeitraum eine Einnahme von 359,5 Millionen (+ 15,5 Mill.) und die Reichseisenbahnverwaltung von 71,1 Mill. (— 2,9 Mill.) zu verzeichnen.
.. ein Vergleich der Einnahmen der hauptsächlichsten Quellen mit den Erträgen des gleichen Zeitraumes des Vorjahres zeigt, daß die finanzielle Entwicklung ungünstig ist. Ein Vergleich mit dem Etat, auf den es in erster Linie ankommt, läßt sie noch ungünstiger erscheinen. Vornehmlich fällt der Ausfall bei den Zöllen ins Gewicht. Rach dem Etat stellt sich für 1908 eine Siebenmonatseinnahme auf 388 5 Millionen Mark. Die Wirklichkeit ist demnach gegen die Schäftung bisher um 67 Millionen j Mark zurückgeblieben. Bei der Post deren Einnahme im Vergleich mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres günstig erscheint, ist der wirkliche Ertrag gegen den Etatsanschlgg um 16,4 Millionen zurückgeblieben, bei der Erbschaftssteuer um 10.2 Millionen Mark, bei der Brausteuer um 4 Millionen, bei der Fahrkarten- steuer um 2.5 Millionen usw. Rach einem solchen I Ergebnis ist eg klar, daß der Reichschaftsekretär sich keiner Uebertreibung schuldig gemacht hat, wenn er jüngst im Reichstage den voraussichtlichen Fehlbetrag für das Reich auf das Fahr 1908 mit rund 100 Millionen Mark bezifferte
— Gouverneur v. Lieber! und der Antiblock, Zwischen dem früheren Gouverneur von Liebert und dem Zentrum und Sozialdemokraten ist <• jüngst im Reichstage zu einem Zwischenfalle gekommen, und zwar bei einem Beratungsgezen« । stände, der sonst keine Aufregungen hervorzu« I rufen pflegt, bei einer Rechnungssache. . Der I Abg. Erzberger hatte aus den Rechnungen von I Ostafrika für das Jahr 1900, die dem Reichstage I mit starker Verspätung zugegangen waren, fest- gestellt, daß Gouverneur von Liebert im Jahre 1900 für Bauten in der Kolonie 600 000 Mark I ansgegeben hatte, obgleich der Reichstag nut I 202 000 Mark bewilligt und eine geforderte Er- I hchung abgelehnt hatte, lleber die Verwendung I der Gelder fehlen die Belege vielfach. Zentrum I und Sozialdemokratie stellten sich auf den Standpunkt. daß Etatsüberschreitungen wohl vorkommen können, aber nicht in Höhe von 200 Prozent, daß es eine Beleidigung sei, Beschlüsse des Reichstages einfach zu ignorieren und nach Gutdünken in den Kolonien Gelder auszugeben, für die nicht einmal Quittungen beigebracht werden können. Für den ostafrikanischen Fall machen beide Parteien den früheren Gouver- nc:—, jetzigen Abgeordneten von Liebert verantwortlich und beabsichtigen später die Frage auf- zu werfen, ob der Gouverneur für die zuviel verausgabten Summen (400 000 Mark) zivilrechtlich regreßpflichtig gemacht werden kann. Es soll, wie die „Korr. Math" meldet, in dieser Cache ein Antrag eingebracht werden, nachdem die Recknunaskommission die Angelegenheit geprüft hat, und eine namentliche Abstimmung vorgenommen werden. Gouverneur v. Liebert bat im Reichstage erklärt, im Plenum auf die Affäre nickt näher eingöhen zu können, er batte inr besten Sinne gehandelt und Quarantäne- stationen für die Pest errichten müssen, auch sei er nur für 2 Monate des betreffenden Etats noch verantwortlich gewesen. Auf den Ausgang darf man gespannt fein.
— Das höhnende Ausland. Die „Köln. Zig." macht darauf aufmerksam, daß die Reichstags- vcrbandlunaen über die F'nanrreform im Aus- le de den Eindruck verstärkt hätten als sei da, Deutsche Reich am Ende seiner finanziellen Leistungsfähigkeit angelangt. Wir hoffen, daß das Endergebnis der Beratungen dem Auslände eine starke Enttäuschung bereiten und den Beweis ungebrochener, ja gesteigerter Finanzkraft des Deutschen Reiches liefern wird. Schon feftt erstaunt man in anderen Ländern darüber daß bei uns noch Einnahmeguellen brach liegen,' die anderwärts sehr ausgiebig für den Staats- bcdarf heranaezogen werden, und man wird sich kaum noch länger verhehlen können, daß Deutschland trotz seiner jetzigen Bedrängnis doch in der Loge sein wird, seine Finanzen in einer für den Bestand des Reiches ersprießlichen Weise zu ordnen. Gleichwohl hat die Behandlung der Finanzreform in der ersten Beratung des Reichstages im Auslands Hohn und Spott erregt Darüber dürfen wir uns auch nicht wundern. Im
fuhren, die äußersten Ausläufer nach der chinesischen Küste zu bilden. Wie es schien, waren mrr schon vom Hafen aus bemerkt worden, denn es kamen uns mehrere deutsche Kriegsschiffe entgegen, welche uns mit Kanonenschüssen und deren Besatzung uns mit Hurras begrüßten. Im Hafen lagen -u der Zeit S. M. S. „Hertha" „Jaguar", „Thetis", „Fürst Bismarck" und nottf verschiedene andere. Der größte von den Dampfern war „Fürst Bismarck". Wir wurden sobald Anker geworfen war, von kleinen Booten umgeben. Dieselben waren wie Drachen gebaut und mit chinesischen Händlern besetzt. Es wurden uns hauptsächlich Eier, Backwaren und
rächte angeboten. Die Eier sind hier sehr billig. Man bekommt für einen Groschen 6—7 Etück gekochte, und die rohen sind noch billiger. Die Backwaren sind alle sehr unappetitlich und alle sind in Hundefett gebacken, welch letzteres von den Chinesen überhaupt sehr viel gegessen wird. Run kamen die Offiziere an Bord, die schon längere Zeit hier draußen sind. Auch ältere Jahrgänge von Soldaten kamen, um sich nach etwaigen Bekannten oder Landsleuten umzusehen. Es wurde nun von unserer Seite viel über die Verhältnisse hier draußen gefragt, dagegen wollten die anderen wieder von Deutschlaird erzählt haben. Der Trubel an Bord dauerte so 6 Tage lang, bis alles klar zue Übersetzung war. Nachdem wurden wir mittels Leichter Lbergesetzt und die verschiedenen Kompagnien weiter transportiert. Jeder nahm seinen Kleidersack über den Rücken und dann gings zur Bahn. Unterwegs begegnete uni schon der alte Jahrgang, den wir ablösen soll, ten und der jetzt mit der „Sylvia" zurückkehren sollte. Es dachte da so mancher: Ra, wenn wir erst mal wieder mit dem Kleiderscük auf dem Rücken nach dem Hafen gehen, dann sind wir auch bald wieder bei Muttern. Rach etro« 4z^stündtger Fahrt langten wir in unser« neuen Heimat an, wo wir nun zwei Jahre aushalten sollten.
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und d-u Keila gen: „Literarischer Anzeiger". „Karrdwirtschaftliche Keilngr" und „Allukriertes Sanniagsblntt".
Dem Reichstage sind zugegangen die Rach- "ber die 31 Jnvalidenversicherungs- anstalten und 10 zugelaffenen Kaffeneinrichtun- 8«n, die ttn Jahre 1907 auf Grund des Jnva- Ndenversicherungsgesetzes bestanden. Unter letzteren befindet sich auch die am 1. Januar 1907 ins.Leben getretene Invaliden-, Witwen- und Maifenversicherungskasse der Seeberufsgenossen- Maft. Diese 41 Versicherungsträger befaßen am Jahresschluß insgesamt 309 Vorstandsmitglieder 44 Hilfsarbeiter der Vorstände, 616 Ausschuß- Mitglieder, 396 Kontrollbeamte, 3 Renten- ste^en, 124 Schiedsgerichte, 2498 besondere Mar- renverkaufsstellen und etwa 7400 mit der Einziehung der Beiträge beauftragte Stellen.
An Wochenbeiträgen wurden bet den 31 Jn- validenversicherunasanstalten rund 656 Millionen Stück verwendet, die einen Erlös von 163 457 590 Mark ergaben. Hiervon entfielen auf polnische Arbeiter russischer oder österreichischer Staatsangehörigkeit rund 6,1 Millionen Wochenbeiträge im Werte von 520 375 Mark. Bei den Kasseneinrichtungen betrug die Einnahme aus Beiträgen 15 185 586 Mark
Bei der Abrechnung für das Jahr 1907 wurden 134 490 Renten als im Jahre 1907 zugegangen behandelt, nämlich 112184 Invalidenrenten, 11537 Krankenrenten und 10 769 Alters, renten im durchschnittlichen Jahresbetrage von 166,04 Mark, 166,24 Mark und 161,64 Mark
Beitragserstattungen wurden im Jahre 1907 festgelegt bei 152 478 Heiratsfällen, 616 Unfällen und 35 463 Todesfällen, wobei sich der durchschnittliche Betrag auf 38,44 Mark 82 76 Mark und 85,4 Mark stellte.
Auf diese reichsgesetzlichen Entschädigungen wurden allein zu Lasten der 41 Versichernngs-
Meine Ausreise nach Kiautjchou.
(Schluß.)
Die lregende Stellung soll die höchste Seligkeit anbeuten, den liegen heißt faulenzen, nicht arbeiten. Ringsum stehen in großen Elas- schränken wie in einem Panoptikum bunt bemalte Götterjiguren, darunter auch Buddha und Gemahlin, iie er als weltlicher Herrscher gehabt haben soll. Vor jedem Gott ist ein Altar zum Opfern. An den Wänden sind die Sünden der Menscbheit und die Strafe, die darauf gesetzt ist, durch grelle Malereien dargestellt. Der Künstler, der dieses gemalt hat, muß jedenfalls eine sehr kühne Phantasie gehabt haben. Die Kuvpelspitze eines anderen Tempel bildet ein walnußgroßer milchiger Mondstein, der nach Aussagen unseres Führers, wie überhaupt alles, wonach man fragt, über 1000 Jahre alt sein soll. Dieser Tempel enthält einige Qpfergefäße aus vergoldetem Silber. Hier stellen die Wandgemälde drs Leven Buddhas als Mensch dar. Da es so sehr ermüdend war, dieses alle anzusehen, bogen wir nach einer Nebenstraße ab und gingen durch einen Palmenhain nach der Stadt zu. Wir besuchten hier noch ein großes indisches Museum, in welchem Waffen, Tiere, Handarbei- te und Götzen ausgestellt waren. Vor dem Orientalbotel trafen wir viele unserer Kameraden, welche den indischen Zauberern zusahen. Einer derselben ließ eine Schlange nach den melancholischen Tönen seiner Flöte tanzen, ein anderer machte aus einem Samenkorn in wenigen Minuten einen stattlichen Mangobaum usw. Befriedigt von dem, was wir gesehen und erlebt hatten, ließen wir uns von den Kulis in ihren Rikdsckmhs nach dem Hafen fahren, wofür wir in deutschem Eelde etwa 60 Pfennig zu bezahlen hotten. Da-n wurden wir mittels Leichter wieder nach dem Schiffe übergesetzt unb langten abgespannt und müo- wieder dort an. Bis gut Abfahrt amüsierten wir uns noch an JBotb mit den Händlern, von denen wir uns noch
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„ObcrheMche Zeitung" für den Monat Dezember nimmt noch die Expedition unb jede Dostanstalt entaeaen.
Die gesamten Ausgaben für Jnvalidenhaus- pflege belief sich auf 653 937 Mark. Hiervon wurden durch Einbehaltung der Renten der Pfleglinge 177 250 Mark erstattet und durch Zuschüsse von anderer Seite 32 703 Mark ersetzt, so daß den Versicherungsträgern aus der An-
Die Invalidenversicherung im Jahre
1907. I erwuchs.
Die Einnahmen des Reiches vom 1. Jannar bis 1. Ananst 1908.
| Für die ersten sieben Monate des laufenden I Jahres stellten sich die Ist-Erträge aus den I hauptsächlichsten Einnahmequellen des Reiches I mit Ananas und Bananen versorgten. Einen I Ast mit Bananen, etwa 150 Stück, bezahlte ich | mit 50 Pfennigen. Ersterer hätte in Deutschland bei der feinsten Tafel Ehre einlegen kön- I nen. Außerdem nahm ich noch 2 große Ananas
2 Kokosnüsse, 2 Melonen und 10 Apfelsinen mit. Der ganze Krempel kostete mich ungefähr 60 Pfennige. Als wir abends aus dem Hafen fuhren, sahen wir 2 Dampfer vom Rordd. Lloyd und einen russischen Schnellpostdampfer auf Steuerbord liegen. Als wir an ersteren vorbeifuhren, spielte unsere Musik „Heil Dir im Siegerkranz", unb wir alle sangen mit. Als wir an bie Russen kamen, spielte sie bte russische Nationalhymne, unb die Besatzung des russischen Sr'nffes sang mit. Nachdem noch den deutschen Schiffen Grüße für die Heimat zusignalifiert worden war, verließen wir den Hafen. Nach mehrtägiger Fahrt kamen wir durch die Straße von Malakka. Dieselbe ist sehr schmal, und wir konnten das Land an beiden Seiten liegen sehen. Dann fuhren wir an dem Hafen von Singapora vorbei, in welchem ebenfalls unzählige Schiffe lagen, die meisten waren japanische oder chinesische Dschunken. Singapora soll den größten Schiffsverkehr der Welt besitzen Am 15. April hatten wir Sturm. Das Schiff ächzte und krachte und wurde umhergeworfen wie eine Nußschale. Die Wellen schlugen über Deck. Es war hochinteressant, ein solches Wetter hatte ich mir längst gewünscht. Nachdem wieder alles ruhig geworden war, fuhren wir am 16. in den Hafen von Honkong ein. Letzteres liegt ganz in einem Bergkeffel, und so ist der Hafen auf ganz natürliche Weise vor jedem Sturm geschützt. Hoch oben auf dem Berge liegt das Berghotel, welches eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Hafen bietet. Zu dem Hotel führt eine Zahnradbahn hinauf. Hongkong wird hauptsächlich von Chinesen bewohnt, von denen die vornehmsten sich den ganzen Tag in der Stadt spazieren fahren taffen. In Hongkong liegt chinesische», englische», fapa« ,
Die JnlertionSgebübr beträgt für bte 7gespaltene Zeile
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"ifztA Q 1 QßQ Druck unb Verlag: Job. Aug. Koch, llniversitätsbuchbruckerei
Hiß. O. Lezemoer IMUo. Inhaber Dr. E.Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
Deutsckes Reick.
I — lleber den Entwurf eines Bankgesetze« I hat, schreibt die „Neue politische Korrespondenz", I das preußische Staatsministerium nunmehr Be- I Mluß gefaßt, so daß der Entwurf nach eingehol- I »er Allerhöchster Ermächtigung dem Bundesrat I i" den nächsten Tagen zugeben dürfte.
r r Entwurf eines Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ist nach der „Neuen politischen Korrespondenz" dem Bundesrat zu- I gegangen.
nisches, türkisches und arabisches Militär An dem Berg zerstreut liegen viele nach europäischem Muster gebaute Villen, welche von reichen Engländern bewohnt werden. Zigaretten Zigarren und Tabak sind in Honkong, sehr billig' Die Fahrt mit Rickdschahs durch die Stadt kostete uns 20 Cents (40 Pfg.). In einem deutschen Gasthause tranken wir eine Flasche Bier, und zwar aus der Brauerei Hamburg und bezahlten für die Flasche 60 Pfg. Auf einem freien Platze, wo wir vorbei kamen, hatten wir Gelegenheit, einem chinesischen Theater zuzusehen. Sie ohrenbetäubende Musik trieb uns jedoch bald weiter. In einer Hauptstraße begegnete uns ein chinesisches Leichenbegängnis. Die trauernden Hinterbliebenen waren von Kopf bis , zu Fuß weiß gekleidet. Auch kamen wir an einer großen Holzfchnitzerwerkstatt vorbei, wo mehrere Chinesen die schönsten Sessel und Bänke schnitzten. Nachdem wir in einer besseren chinesischen Kneipe ein Fläschchen Limonade getrunken hatten, welches uns bei der fürchterlichen Hitze sehr wohl tat, begaben wir UNS an Bord. Nachdem die Übliche Musterung abgehalten war und keiner mehr fehlte, war die Zeit zur Abfahrt gekommen. Langsam schoben wir uns durch die unzähligen Schiffe hindurch, bis wir die Hafenausfahrt erreichten. Das war die letzte Etappe vor unserer letzten Heimat, welcher wir jetzt mit voller Kraft entgegenfuhren. Es wird wohl mancher gedacht haben, wenn wir mal wieder hier anlegen, haben wir gesiegt. Nach zweitägiger Fahrt I passierten wir Schanghai. Hierselbst liegt auch noch deutsches Militär vom Ostasiatischen Erpe- ditionskorps. Im Hafen lagen fast lauter chinesische Dschunken, welche mit ihren dicken, bauchi- jen Kasten sehr plump aussehen. Da es hier I ehr neblig war, und wir nur mit halber Kraft ahren konnten, langten wir noch einen Tag I päter an, als wir eigentlich sollten. Rach abermals zweitägiger Fahrt erschien am Horizont ein kleines Gebirge, welche», wie wir er» I
I träger, also ohne den Anteil des Reichs, int Rechnungsjahre 1907 106 827 544 Mark gezahlt, und zwar an Renten 97 972 908 Mark, an Beitragserstattungen 8 854 626 Mark. Die hinzutretende Leistung des Reichs belief sich auf । 49620 664 Mark.
I Für das Heilverfahren wurden 15 186 286 l | Mark aufgewendet: hierbei sind die von Kran-
I kenkaffen, von Trägern der Unfallversicherung I und von anderer Seite gezahlten Kostenzuschüsse I in Höhe von 3 350 362 Mark bereits in Abzug I gebracht. Der obige Betrag umfaßt u. a. die I Unterstützungen an Angehörige der in Heilbe- I Handlung genommenen Versicherten in Höhe von I 1271 466 Mark. Darüber hinaus wurden aber > I auf Grund des § 45 des Gesetzes noch weitere
I 812 836 Mark gewährt.