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Erstes Blatt.

Bevölkerungsrückgang in Frankreich

1908

3,2 2,6

Okt. 2,7

2,2

Nov.

3,3

2,7

190' Nous 2,4

23 2,3:

Winterweizen

Minterlvelz (auch mit Beimischung von Roggen oaer Wetzen»

Winterroggen

der Strecke vom Pulverturm zur Bergmanns­gasse mit Hanba- und Pfuirufen empfingen und sich in die Fahrbahn drängten, wo sie die deut­schen Studenten anspeien und insultieren woll-

Aus diesem Anlatz hatten sich auf dem Graben etwa 600 tschechische Studenten angesammelt die die Couleur-Studenten bei der Fahrt au

Ich vermag meine Gefühle beim Anhör^ dieser Erklärungen, die der vierzehnjährig Junge mir mit einer geradezu verblüffend^ Präzision und Sachlichkeit gab, schwer zu schil dern. Der Bewunderung für die Tüchtigkeit do Knirpses einte sich eine starke Abneigung gegei das Unkindliche des Ganzen.Das ist ein alt? gewiegter Geschäftsmann," dachte ich,aber keil Kind." Unglaublich, wie er da über Attiva unk Passiva, Amortisation, Melioration usw. redet und aus langen Zahlenreihen die Wahlschein' lichkeitschancen des Gewinns berechnete. Abo ich täuschte mich, denn im Verlauf der lang« Eisenbahnfahrt sah ich, daß er doch ein Kintz war. Ja, er war es in höherem Grade ab unsere deutschen Jungen des gleichen Alters. ® spielte später mit seiner Schwester mit Mur meln, als ob er drei Jahre alt gewesen wärt Und diese harmlos kindische Art in der die bei; den stch um ein vom Frühstück Übriggebliebeno» Stück Zucker zankten! Allerdings war es au» fällig, datz ihm jede Spur der allen Jungen foni eigenen gesunden Roheit fehlte. Aber schließliq ist das ja nur ein Vorzug. Oder nicht? Ich überz laste die Beantwortung der Frage meine, Lesern.

Natürlich schied ich nicht von dem Eeschwb terpaar, ohne ein Exemplar derYouth" mitzu, nehmen. Ich mutzte es aber bezahlen, denn e, gehörte zu den Grundsätzen der jungen Jour« nalisten, datz ste keine Nummer ihres Blatte, umsonst weggaben.

Sieben Jahre waren seit jener Eisenbahn- dchrt verflossen, al» ich, durch di« einzige Straß«

Deutsches Reich.

Reichskanzler Fürst «. Bülow hatte, der Nordd. Allg. Ztg." zufolge, am Freitag eine Besprechung mit dem Chef des Militärkabinett» Freiherrn v. Lyncker.

Ein Denkmal Friedrich» des Troßen. Schweidnitz, 29. Nov. In Anwesenheit des Prin­zen Eitel Friedrich als Vertreter des Kaisers wurde heute vormittag das Denkmal König Friedrichs des Trotzen enthüllt. Die Vereine der Stadt und des Kreises, die Innungen und Schulen hatten in den Straßen, die der Prinz vom Bahnhof bis zum Denkmal vor dem alten Rathause durchfuhr, Aufstellung genommen. Vor dem Denkmal standen eine Ehrenkompagnie des Grenadier - Regiments König Friedrich Wil­helm II. (1. Schlesisches Nr. 10) mit den direkten Vorgesetzten, sowie die Spitzen der Provinzial-

Ausland.

** Die italienische llniverfitätssrage i Oesterreich. Wien, 28. Nov. Ministerpräsidet Freiherr von Bienerth empfing gestern dl italienischen Abgeordneten, welche die WünsH der italienischen Bevölkerung in der Unk er J

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

und dru K erlagen:Literarischer Anzeiger«,Landwirtschaftliche Heilage- «ndIllustriertes Ksimta-sdlatt«.

Di« JusertionSgebübr beträgt für die Igefpaltew Zell« oder deren Raum 15 Mennig, für Reklamen 30 Pfennig. Druck und Verlag: Joh. klug. Koch, UniversttätSbuchdruckerei Inhaber Dr. <l. Hitzeroth, Marburg, Markt 21. Telephon 55.

und Stadtbehörden und die Ehrengäste- Des Vorsitzende des Denkmalausschustes, General leutnant z. D. Freiherr v. Reitzenstetn, hielt bi. Festrede, in der er die Verdienste des grotzet Preutzenkönigs um Schlesien und Schweidnst insbesondere hervorhob. Prinz Eitel Friedri, gab das Zeichen zur Enthüllung des Denkmal, das eine in Bronze gegossene Nachbildung dos Denkmals Friedrichs des Trotzen in der Siege, alle« in Berlin ist. Nach der Feier nahm de Prinz im Rathause den Ehrentrunk der Stad Schweidnitz entgegen und begab sich dann zu» Frühstück in das Kasino des Erenadier-Regi mente. Der Prinz fuhr nachmittags über Bre» lau nach Berlin zurück. Zur weiteren Feier bei Tages faitb ein Festesten statt; abend war Fest Vorstellung im Stadttheater. Aus Anlatz be Feier wurden verschiedene Auszeichnungen oel liehen. Der erste Bürgermeister Kaewel erhief bett Titel Oberbürgermeister.

Abgeschüttelt. Der freisinnige Abgeortz nete Fegler, ben erst ganz kürzlich bet Krej Emden-Norden-Leer in den Reichstag g»s n, hat, hielt, wie wir derDeutet'. Tages'tq. entnehmen, am Mittwoch in Berlin eine 9leb( Er meinte, es lasse sich nicht leugnen, datz ben Liberalismus schon manches erreicht sei. Vo Jntereffe war, was Fegter über bie Herren v« betbemoktatischen Vereinigung" sagte. Q meinte, bie Tätigkeit Dr. Barths sei eine Bet sündigung am Liberalismus; der FreisiH könne froh fein, Herrn Dr. Barth utl Herrn von Eerlach los geworden zj sein. Das ist eine derbe Lektion für bi, - jenigen, die Herrn Fegters Wahl, obwohl sie pi lttisch in Herrn von Eerlachs Futztapfcn gehet fo nachdrücklich unterstützten und in einen wo ten Freudentaumel gerieten, als et gewäh war. irnb nun wird ihr Herr und Meister übel abacschüttelt! O weh!

Saatenstand in Deutschland Mitte R vember. Für den Saatenstand in Deutschlai Mitte November nd nach der Zusammenstellvt des Kaiserlichen Statistischen Amts, die für d einzelnen Staaten und Landesteile imReich anzeiget" veröffentlicht wird, die Noten fo gende: Nr. 1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mitt (durchschnittlich); die Zwischenstufen sind dur Dezimalen bezeichnet;

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Oberheffifche Zeitung"

für den Monat Dezember nimmt «och bie Expe­dition und jede Postanstalt entgegen.

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--- cxrxcx Zeitung" bei alle«Postämttrn und nnsern Zeitung,stellen in

JWÖ 282 Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition Markt 21. . ,

Der BezugSprei» beträgt durch bie Post 2^5 Mk. (ohne Dienstaa, 1. Dezember 1908. Bestellgeld), bei unser« Z.itungSstellen und der Expedition 2 Ml. °

Der fortdauernde, und wie es scheint, infolge des Steigens der Todesfallziffer neuerdings stch noch verschärfende Bevölkerungsrückgang in Frankreicht hat den Statistiker Dr. Jacqes Ber- , . . ,

ttllon zu einer Studie veranlaßt, in der er die fahr einer Bevolkerungsabnlchme ausgesetzt, Zustände ohne jede Beschönigung schildert, in weil in ihnen mehr Menschen sterben als ge-

>er Absicht und Hoffnung, der Oeffentlichkett boren werden. In den bretonischen Stadien

die drohende Gefahr so nahe vor Augen zu füh- Rennes, Saint »neue, Niort und Angers kom- ten, daß die Angelegenheit von nun an in den bret Todesfälle auf 2 Geburten, in ben weitesten Volkskreisen als eine Forberung bes Stadien im mittleren Frankreich kommen, mit Tages betrachtet und behandelt wird. Die Ten- Ausnahme von Creuzot und Limoges, vier denz des Aufsatzes kennzeichnet sich durch die Todessaste auf J Geburten, und noch ungunsti- «eberschriftdie menschenfressende Stadt«, die «-re Verhaltnrfle herrschen im Süden. Unter Bertillon ihm gegeben hat. Bertillon beschränkt I diesen Umstanden darf Dr Bertillon mit Recht feine statistischen Untersuchungen auf die Städte .einermenschenfressenden« Eigenschaft und mit mehr als 100 000 Einwohnern und kommt M/kung der Städte sprechen Wenn dazu zwei dabei zu dem Ergebnis, daß in den meisten Ursachen, die Landflucht und bte Vermehrung französischen Städten die Eeburisziffer außer- I ^er ^odesfalle Ulsammengewirtt haben, so ordentlich niedrig ist und stetig sinkt, und daß I ^inen die französischen Städte von der in an- mehr Menschen der Bevölkerung durch ben Tod I deren Sanbern durch hygienische Maßnahmen entzogen als ihr durch die Geburt zugeführt wer- I «ut f^ale Fürsorge erzielten Erschetnung daß ben. Paris, die weitaus größte Stadt der I das durchschnittliche Lebensalter steigt und bie Republik, macht nur scheinbar eine Ausnahme. I Todesfallziffer zurückgeht, in bet Mehrzahl eine Wenn dort ein Steigen bet Todesfallziffer nicht I Ausnahme zu machen, beobachtet worden ist, so hat dies feinen Grund darin, daß neugeborene Kinder in febr großer Zahl, im Jahre 1906 von 51 200 in Paris ge­borenen Kindern rund 16 300, in die benachbar­ten-fer und Landstädte gebracht werden, um k>ort während der ersten Monate und Jahre ihrer Kindheit zu bleiben. Diese Kinder wec- »en in ibrem neuen Aufenthaltsort statistisch er­saßt. Die Hauvtstadt des Landes hat daher einen dopelten Vorteil: die Geburten werden ausnahmslos als Vevölkerungszunahme für Paris gezählt, und gleichzeitig wird die Todes­fallziffer der Hauptstadt entlastet, um diejeni-m naturgemäß ziemlich zahlreichen Todesfälle -i etwa 30 Prozent der in Paris gebornen, aber nicht in Paris Heranwachsenden Kinder sich er­eignen. So kommt es, daß Paris nicht zu den­jenigen französischen Städten zählt, in denen mehr Menschen sterben als geboren werden. Die

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N^ue Krawalle in Vraa.

DerNeuen freien Presse" wird aus Prag unter dem 28. November gemeldet: Bei der heutigen Auffahrt der Studenten wurden acht deutsche Couleurstudenten von tschechischen Studenten überfallen und mißhan­delt. Die deutschen Studenten mußten stch in bas Gebäude der Unionbank flüchten, deren Tore geschlossen wurden. Die tschechische Menge belagerte da» Gebäude solange, bis einige hun­dert Mann Gendarmerie die Eingeschlossenen be­freiten. Außerdem fanden Kundgebungen vor dem Deutschen Hause am Graben statt.

Zur Feier des 60jährigen Jubiläums der Le­sehalle der deutschen Studenten Prags war für heute eine Auffahrt zur deutschen Universität und zur deutschen Technik arrangiert worden.

l (Nachdruck verboten.) I Nun erkundigte ich mich näher nach dem I waren sämtliche Schüler verpflichtet, die Zeitung

I Sachverhalt und erfuhr folgendes. Die Ee- I nummerweise zu verbreiten; das heißt ste hau- 5 1 m ** Idjmifter waren die Kinder eines anscheinend I fierten damit in den Häusern und auf den

»- Sin Beitrag zur neuesten Pädagogik. I ehr wohlhabenden englischen Geschäftsmannes, I Straßen. In dem Blatt wurde dann berichtet, > Von St Mass«. I der in Rußland eine Weltfirma vertrat. Er I wieviel Nummern jeder verkauft hatte. Wer

Es sind ieid unaefäfit r-b« I mu& früher hn Interesse derselben in Ka- I weniger als drei an den Mann gebracht, mußte

ick auf der ReifeUl.« L n "ada tätig gewesen fein, denn Johnny, sein je nachdem für eine oder zwei eine bestimmte

in'Ostvreußen im n mit Einern I ®°$n routi)e dort erzogen, während Lilian, da» I kleine Summe bezahlen, während er anderer- enattsä^rl^Ge'ckwistermiar^»iifammen"fnbi-^^a« Mädchen, in England ein College besucht hatte. seit» für bie vierte, fünfte usw. verkaufte Num- SSn wTr Ä 22 ^t wollte er sie bei stch haben unb hatte mer seine Prozente erhielt. Wer beim Unter«

ftcnsla Sfite^a ShÄ 3°^nnT) Erzittert, um sie ihm zuzuführen. Da bringen bes Blatte» den Rekorb erzielt hatte,

er"butck<m^^den^BefMinei-"^h^hnck^«!ntNck et bte Ansicht hegte, datz Jungen gar nicht früh erhielt überdem eine Prämie, von bet er jedoch schon erwachsenen Sckwesterle^ns f»i«« «5 9e"6 pefuntär unabhängig fein können, mutzte ein Sechstel für Anschaffung von Papier und

ff l-in Sohn sich die Hälfte feines Lebensunter- Handwerkszeug und ein weiteres Sechrel an bte

Eia Bevormunde» ^das Ün^ck7-^ck ^lts selbst verdienen. In dem kanadischen Vergnügungskasse abgeben mußte. An jedem

komilck wirkte Es vaffierte mir dak an I ct^tlt^en ~ ich habe ben Namen desselben »et* I Sonnabend fand eine Sitzung des Auffichistates ^rndkasch die SteEnaÄ Z Ä TL ^tten ble Schüler der bärtigen statt, zu dem auch der Direttor der Äle und

fich^ b«ta « hon I Knabenschule auf Veranlassung der Lehrer eine aus jeder Klasse ein Lehrer gehörten. Diesen

Schaden renrrtei^ fHnom noiZ IYouth« gegründet, als deren Chef. Herren lag bie Verpflichtung ob, sämtliche Num-

Kouveekofser brockte er -»llerbond f-ftfam-s I ^Edatteut Johnny ein Gehalt bezog, welches ihn I ment bes Blattes zu kaufen, durchzulesen und, Handwerkszeug aus Eifen «nh Jim «nr I tn &en ®tantl den Wünschen feines Vater» I mit Randanmerkungen versehen, an den (Hjef* Meirmit Sen^ Sitte entfpt^e"- ®as ®Iatt «schi-n täglich und redatteur zurückgehen zu lassen. Dieser machte undgewandtwiederfeftmackte J^u^errtht ro vollstandtg nach dem Muster anderer Tages- nun gleichfalls feine Anmerkungen zu denen bet

deinen Rinae zutttiff ^ * Zeitungen eingerichtet, nur mit bent Unter- Lehret, worauf bie Nummern bei ben Schülern

3 inen Hinge zu ff. I schiebe, batz an Stelle be» polittschen Teile» bie ber Oberklasse bte Runde machten. Jeder fügte

, ,''Si« haben ja einen ganzen Handwerk»- I Interessen bet Schüler traten. Die Leitartikel ben Anmerkungen etwa» zu, worauf biefelben

kästen mtt sich äußerte ich. * behandelten z. B. den öffentlichen Spielplatz be» bei bet nächsten Sitzung bes Auffichtsrats bis»

.. ortngt mein Beruf mtt stch", lautete I Städtchen», bas bärtige Kinderrestaurant usw. futtert wurden. Wenn einer ber hervorragen.

Me ruhige Erwiderung. I Die Jungen druckten bte Zeitung auch selbst, beten Mitarbeiter betYouth" verreiste, so

Ich sah ihn von bet Seite erstaunt an. Die. einer baoon, bet bte Stellung bes geschäftlichen schickte er Reiseberichte heim. Johnny, bet Chef-

Mr kleine, allerdings seht ftühterfe Junge wat Leiters betselben befieibete, kaufte ba» Papier redatteur führte unterwegs eine kleine Hand-

»och sicher ein Schüler, wie andere seine» Alters. I ein, führte Buch übet Einnahmen und Aus- presse mtt stch um seine Artikel gleich gärnckt

mein Bruder ist nämlich Redatteur«, warf gaben und dergleichen mehr. Feste Abonnenten einzuliefetn. Daher Rammte bas Handwerk».

H» Schwesterchen stolz et«, | besaß bteYouth" Überhaupt nicht, vielmehr | zeug in feinem Koffer,

Geburtsziffer selbst ist in Part» stetig gefallen. Sie betrug im Jahresburchschnttt in ben Jahren 18871890 bei einer Bevölkerungszahl, bie um eine halbe Million niebrtget war als im vori­gen Jahre, 58 000 ober 25 Geburten auf 1000 Einwohner. Sie schwankt jetzt nach 20 Jahren, nachbem bte Einwohnerzahl, hauptsächlich in- , folge Einwanberung von bem platten Lande, in I ten. Die Wache schritt energisch ein und sperrte dem angegebenen Umfange gestiegen ist, zwischen I bte Bergmannsgasse ab, sodaß die deutschen Stu- 18 und 19 auf 1000 Einwohner. In dieser Be- I benten unversehrt tn bie Aula gelangten und ziehung haben sich bte Verhältnisse in bei Haupt- I von ba zur Technik weiterfahren konnten. Als stabt am ungünstigsten gestaltet. In allen fran- I bie deutschen Studenten in die Vereinsräume zöfischen Städten mtt mehr al» 100 000 Ein- I der Lesehalle und der Rebehalle fuhren unb ihre wohnern beträgt bte durchschnittliche Geburts- I Wagen den Graben passiert hatten, begann bie ztffer gegenwärtig 21,1 auf 1000 Einwohner I dort angesammelte etwa 2000 Köpfe zählende gegen 22,8 in 1896 unb 1900 unb 25,5 in 1887 I Menge berarttge Ausschreitungen zu begehen, bis 1890. In ben mittleren unb kleineren I daß Gendarmerie herbeigerufen unb bie Menge Stäbten hat sich bte rückläufige Bewegung in I vom Graben weggedrängt werden mußte, etwas engeren Grenzen vollzogen. Beispiels- I Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen, weife die Städte mit einer Bevölkerungszahl I Bet bet Rückfahrt bet deutschen Studenten zwischen 10 000 unb 20 000 hatten im Iahte 1906 I von bet Lesehalle kam es zu neuen Ausschret- eine Eeburtsziffet von 20,6 gegen 23,7 tm I tungen. Die tschechischen Stubenten fielen ben Jahresburchschnttt 18871890. Von bet allge- I Pferden bes Wagens der Chargierten bet Ver­meinen Erscheinung, daß die Todesfallziffer höher I binbung Neustädtischer Kollegentag mit unbe- ist als bie Geburtsziffer, find nut wenige, durch I schreiblichem Geheul in bie Zügel, sprangen au klimatische unb gewerbliche Verhältnisse beton* I bie Trittbretter unb schlugen auf bie Stubenten bers begünstigte Städte ausgenommen. Von I ein. In ber Heintichsgasse würben die Stu­be- 112 Städten mit mehr als 20 000 Einwoh- I benten mit faulen Eiern beworfen. Der Stu* nern, bie es in Frankreich gibt, sind 78, falls sie I bent Löwenthal, Obmann bet Freien Wissen- nicht von außerhalb Zuzug erhalten, ber Ge- | schastlichen Vereinigung der Berliner Hochschule, wurde durch einen Stockhieb verletzt; ihm und anderen Studenten wurde ins Gesicht gespuckt. Die verhafteten tschechischen Studenten wurden von be; Menge wieder befreit. An den Aus­schreitungen waren zum Teil südslavische Stu­denten beteiligt, bie an ihren rotschwarzen Mützen erkenntlich waren. Man befürchtet, daß es morgen zu neuen Ausschreitungen kommt. Bei ben Ausschreitungen in Prag am heu­tigen Vormittag wurden zwei deutsche Studen­ten verletzt. Am Abend erschienen einige Cou­leurstudenten auf dem Graben, die alsbald von einer aus mehreren hundert Köpfen bestehenden lärmenden Menge umzingelt wurden. Vier Personen wurden verhaftet; nach bet Fest­stellung ihrer Personalien jedoch wieder fteige- lassm.