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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

______________und den Beilagen:Literarischer Amrigrr",Klmdwirischafttiche Kettage- und.Hllustriertr- K-mttug-blatt-. ___________

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Erstes Blatt.

Die heutige Nummer umfaßt 3 Blätter.

Das Spielen mit dem Feuer.

Die Regelung der Balkanangelegenheit geht den Krebsgang. Während vor einigen Wochen alles in schönster Ordnung zu sein schien, sodaß die einzuberufende Konferenz nur die auf den direkten Verhandlungen zwischen Oesterreich und der Pforte andererseits getroffenen Verein­barungen hätte zu sanktionieren brauchen, haben sich jetzt die Verhältnisse außerordentlich kompli­ziert und es ist sehr fraglich geworden, ob über­haupt eine Konferenz zustande kommt. Denn Rußland soll in seiner Note an Oesterreich ver­langt haben, daß die Annektion Bosniens und der Herzegowina auf der Konferenz diskutiert werde. Ebenso soll die Türkei verlangt haben, daß die Unabhängigkeit Bulgariens auf der Konferenz zur Diskussion gestellt werde. Oester­reich aber ist jetzt entschlossen, die Konferenz nur dann zu beschicken, wenn auf ihr die Annektion nicht diskutiert, sondern nur sanktioniert wird. Ebenso will Bulgarien von einer Diskussion über seine Unabhängigkeitserklärung nichts wis­sen, ja, es verlangt sogar, selbst die Konferenz beschicken zu dürfen, was ja nur unter der Vor­aussetzung der Anerkennung seiner Unabhängig­keit möglich ist. .

Wenn Rußland Oesterreich Schwierigkeiten bereitet und wenn sich die Türkei sowohl Oester­reich wie Bulgarien gegenüber auf die Hinter­beine setzt, so dürften englische Einflüsse da­bei keine ganz geringe Rolle spielen. Der eng­lische Staatssekretär des Auswärtigen fließt zwar von Wohlwollen und Friedensliebe über, aber die englische Politik ist hinter den Kulissen manchmal ganz anders, als vor ihnen. Schwie­rigkeiten für Oesterreich und damit auch indirekt für Deutschland zu schaffen, ist ja für England ein ganz verlockendes Unternehmen.

Die Frage ist nur, ob England bei diesem Spielen mit dem Feuer nicht Gefahr läuft, sich selbst die Finger zu verbrennen. Je mehr die nationalen Leidenschaften der Türken gereizt «erden, desto mehr greift die Erregung auch auf die islamitische Bevölkerung außerhalb der Türkei über. In Aegypten beispielsweise sind ebenso wie in der Türkei Hterreichische Waren boykottiert worden und man hat eine Sammlung zur Unterstützung eines Krieges der Türkei ge­gen Bulgarien veranstaltet. Diese Symptome des islamitischen Eemeinsamkeitsgefühls und des Nationalbewußtseins brauchen ja England nicht zu stören, aber man bleibt dabei nicht stehen. Reuters Bureau hat zwar die am 1. No­vember in der ägyptischen Presse erschienene und auch in europäische Zeitungen Lbergegangene Nachricht dementiert, daß der gesetzgebende Rat eine Adresse an den Khedive beschlossen habe, in der die alsbaldige Einrichtung einer Verfassung verlangt worden sei. Jedenfalls ist in den letz­ten Wochen im Zusammenhang mit den Vor» gängen in der Türkei das ägyptische National« gefühl bedeutend gewachsen und es wäre, wenig- { ns mit Rücksicht auf die ägyptischen Zustände, eventuell aber auch auf die indischen, für Eng­land doch vielleicht ratsam, die Regelung der Balkanfragen nicht zu hemmen, sondern viel­mehr zu fördern.

Aber auch die Türket könnte sich bei dem Spielen mit dem Feuer die Finger verbrennen. Zunächst bringt der Boykott nicht nur den Oesterreichern Nachtell, sondern auch den tür­kischen Konsumenten, die die Waren teurer als bisher bezahlen müssen. Zweitens ist das Lieb­äugeln der Türkei mit den beiden kleinstaat­lichen Gegnern Oesterreichs, Serbien und Mon­tenegro, nicht ungefährlich. Daß diese beiden Länder von Oesterreich territoriale Entschä­digung erhalten könnten, ist ganz ausgeschlossen. Wohl aber erstreckt sich ihr Gelüste auf albane- fisches bezw. mazedonisches Gebiet und je mehr der Kriegseifer dieser kleinen Staaten gereizt wird, desto eher könnten sie geneigt werden, wenn denn von Oesterreich doch nichts zu holen ist, sich an der Türkei schadlos zu halten. Vor diesen neuen Freunden also sollte sich die Türkei lieber in acht nehmen.

Ueberhaupt hat die Türkei unserer Meinung «ach das dringendste Interesse, Verwicklungen zu

vermeiden. Aus den Erfahrungen der letzten von ihr geführten Kriege sollte sie wissen, daß ein Krieg ihr nur Opfer an Menschen und Geld, niemals aber, auch dann nicht, wenn er siegreich verläuft, Gewinn bringt. Dazu kommt noch, daß die inneren Zustände des Landes außer­ordentlich ungeklärt find. Zwischen den Alt­türken unb den Jungtürken besteht bitterer Groll, da» Verhältnis zwischen der türkischen und der griechischen Bevölkerung hat stch sowohl in der europäischen Türkei wie in Kleinasien in­folge von Wahlstreittgkeiten verschlechtert, und die Bewohner des Libanongebietes wie auch die Beduinen -rollen dem Sultan, weil er die ihrer Auffassung nach den Gesetzen des Islam wider­sprechende Verfassung bewilligt hat. Die Türket wird also ftoh sein können, wenn st« ohne schwere innere Krisen rotebet zu ruhigen und geordneten Zuständen gelangt. Sie sollte des­halb zusehen, die Verhandlungen mit Bulgarien und Oesterreich rasch zu gutem Ende zu führen.

Der Arbeitskammergesetzentwurf.

Dem Reichstage ging der Entwurf eines Ar- beitskammergesetzes zu. Derselbe enthält 45 Pa­ragraphen und behandelt in steben Abschnitten 1) Errichtung, Aufgabe und Zusammensetzung der Arbeitskammer, 2) Wahlberechtigung und Wählbarkeit, 3) Wahlverfahren und Dauer der Wahlperiode, 4) Kostenaufwand, 5) Geschäfts- führung, 6) Beaufsichtigung, 7) Schlußbestim­mung.

Aus dem Inhalt ist hervorzuheben, daß für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer eines Ge­werbezweiges oder mehrerer verwandter Ge­werbezweige auf sachlicher Grundlage, soweit nach dem Stand der gewerblichen Interessen ein Bedürfnis besteht, Arbeitskammern zu errichten find, die rechtsfähig find. Die Arbeitskammern find berufen, den wirtschaftlichen Frieden zu pflegen. Sie sollen die gemeinsamen gewerb­lichen und wirtschaftlichen Interessen der Arbeit­geber und Arbeitnehmer der in ihnen vertretenen Gewerbezweige, sowie die auf dem gleichen Ge­biete liegenden besonderen Interessen der be­teiligten Arbeitnehmer wahrnehmen. Die Er­richtung der Arbeitskammern erfolgt durch Ver­fügung der Landeszentralbehörde. Die Mitglie­der der Arbeitskammern müssen zur Hälfte aus Arbeitgebern, zur Hälfte aus Arbeitnehmern entnommen werden. Zur Teilnahme an den Wahlen find Deutsch« beiderlei Geschlechtes be­rechtigt, welche 1) das 25. Lebensjahr vollendet haben, 2) im Bezirke der Arbeitskammer tätig find, 3) demjenigen Eewerbezweig als Arbeit­geber oder Arbeitnehmer angÄhören, für welchen die Arbeitskammern errichtet find. Wähler find diejenigen Wahlberechttgten, welche 1) das 30. Lebensjahr vollendet haben, 2) seit mindestens einem Jahr demselben Gewerbezweige als Ar­beitgeber oder Arbeitnehmer angehören, für di« die Arbettskammern errichtet find, 3) in dem der Wahl voraufgegangenen Jahre für sich oder ihre Familien Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln nicht empfangen haben. Die Wahlen find unmittelbare und geheime. Sie finden nach dem Grundsätze der Verhältniswahl derart statt, daß neben den Mehrheitsgruppen auch die Min­derheitsgruppen entsprechend ihrer Zahl ver- tteten sind. Die Mitglieder der Arbeitskammer werden auf sechs Jahre gewählt. Die erwachsen­den Kosten find für jede Arbeitskammer von denjenigen in ihrem Bezirk gelegenen Gemein­den zu tragen, in denen sich Betriebsstätt n der in ihr verttetenen Gewerbezweige den Wohnsitz haben. Di« Sitzungen der Arbeitskammern sind öffentlich. Die Beschlüsse werden durch Stim­menmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet di« Stimme des Vorsitzenden. Die Arbeitskammern unterliegen der Aufsicht der­jenigen höheren Verwaltungsbehörde, in deren Bezirke sie ihren Sitz haben. Auf Betriebe, die unter der Heeres- oder Marineverwaltung stehen, finden die Bestimmungen keine An­wendung.

Für den Entwurf waren folgende Erwägun­gen maßgebend: Bekanntlich war der dem Bundesrate vorgelegte Entwurf der Oeffentlich- keit zugänglich gemacht worden. Wenn er auch von verschiedenen Seiten scharf bekämpft worden ist, so hat doch die grundlegende Vorschrift über die Einrichtung der Kammern überwiegend Zu­stimmung gefunden. Gingen auch sonst die An­sichten auseinander, so war man doch im wesent­lichen darin einverstanden, daß nur die Einrich­tung paritätischer d. h. zu gleichen Teilen au» Arbeitgeber» und Arbeitnehmern zusammen­

gesetzter Institutionen in Frage kommen kann. Soll die neue Einrichtung der Pfleg« de» Frie­dens dienen, so muß man Arbeitgeber und Ar- beitnehmer stch näherzubringen suchen, ihnen Gelegenheit geben, stch kennen zu lernen, und in der fteien Aussprache die Würdigung der häufig auseinandergehenden Anstchten ermöglichen. Daß dies nur bei Errichtung paritätischer Organi­sationen möglich ist, liegt auf der Hand. In dem nunmehr dem Reichstage vorgelegten Ent­würfe hat man daher an jenem Grundsatz mit Recht festgehalten.

Ministerverantwortlichkeit.

Zur bevorstehenden Debatte über die An­träge auf Erlaß eines Ministerverantwortlich­keitsgesetzes schreibt dieR. Pol. Korresp":

Daß, nachdem in ausgiebigen sachlichen Ver­handlungen die große Aufgabe der Reichsfinanz­reform eingeleitet ist, der Reichstag in die Be­ratung der von verschiedenen Seiten eingebrach­ten Anträge auf Erlaß eines Ministerverant- wortlichkeitsgesetzes einzutreten beabfichttgt, unterliegt vom Standpunkte prattischer Polittk nicht unerheblichen Bedenken. Wenn bei der Diskussion Nicht starke Zurückhaltung geübt wird, ist eine zwette Auflage der Verhandlungen vom 10. und 11. d. M. zu befürchten. Damit würde die Gefahr heraufbeschworen, daß, nach­dem die schwere politische Spannung jener Tag« inzwischen ihr« befriedigende Lösung gefunden, neue Spannung erzeugt wird. Daß eine solche; Folge jener Verhandlung sehr vom Uebel sein? würde, ist klar. Fragt man sich, ob die zur Ver­meidung eines derarttgen Ergebnisses notwen» dige Selbstbeschränkung bei allen Teilen des Hauses zu erwarten ist, so muß bedauerlicher­weise die Antwort verneinend ausfallen. Von den Sozialdemokraten ist vielmehr das gerade Gegenteil anzunehmen. Das Vorgeben ihres Redners in der Verhandlung über die Reichs­finanzreform und die Aeußerungen der sozial« demokrattschen Presse lassen keinen Zweifel dar­über zu, daß sie gerade darauf brennen, weiter Sturm gegen das persönliche Regiment zu lau­fen. Ebenso klar tritt ihre Absicht hervor, Kai­ser und Kanzler zu verhetzen und wiederum firi» tische Zustände herbeizuführen, bei denen ihr Weizen blüht. Dazu kommt, daß das Zentrum insofern ihnen entgegenkommt, als es mit seinem Vorstoß hauptsächlich den Reichskanzler zu tref­fen und seine Stellung nach Kräften zu unter­minieren gedenkt. Bet solchen Aussichten er­scheint es dringend geboten, daß der- Reichstag zu dem alten konstitutionellen Axiom zurück- kehrt, daß die Person de» Herrschers nicht in die Debatte gezogen werden darf. In den Verhand­lungen vom.10. d. M. ist man von dieser Ge­pflogenheit notgedrungen abgegangen. Die Gründe, welche damals zur Abweichung von jener konstitutionellen Regel zwangen, liegen jetzt, nachdem die damalige Krisis glücklich über­wunden ist, in keiner Weise mehr vor. Auch wenn dies die oben angeführten besonderen Mo­mente nicht gebieterisch erheischen, müßte daher schon aus allgemeinen Gründen jetzt zur Regel zurückgekehrt werden. Man wird versichert sein dürfen, daß der Reichstagsprästdent in dieser Hinsicht mit vollstem Nachdruck seines Amtes walten wird. Aber man wird auch erwatten dürfen, daß ihm bei seiner gegenüber, dem Widerstreben eines Teiles des Hauses schwie­rigen Aufgabe die nationale Mehrheit ent­schlossen und geschlossen zur Seite steht. Sie erfüllt damit nicht nur «ine politische Pflicht, sondern auch ein Gebot politischer Klugheit, in­dem sie die Absichten ihrer Gegner wirksam durchkreuzt.

Deutsches Reick.

Einzug de» Prinzen und der Prinzessin August Wilbelm in Potsdam. Potsdam, 27. November. Der feierliche Einzug des Prinzen und der Prinzessin August Wilhelm fand heute beim schönsten Wetter statt. Pünttlich um 10 Uhr 57 Min. traf der Sonderzug auf dem Bahnhofe Potsdam ein. Rach der Begrüßung und nach der Abschreitung der Ehrenkompagnie, welche vom ersten EarderegimeIt mit Musik gestellt wurde, bestiegen der Ptknz und die Prinzessin unter dem Donner der Salut feuernden Ge­schütze einen sechsspännigen offenen Wagen zur Fahrt zum Rathause. Der Prinz, sichtlich erfteut über den Empfang, dantte mit herzlichen Wor­ten. Nach der lleberreichung eines Buketts aus der Hand der Tochter des Stadttates Kampf- meyer setzte sich der Zug zur VillaLiegnitz" in Bewegung.

Dispositionen de» Reichsta-e». Berlin, 27. Rov. Der Seniorenkonvent des Reichstag« einigte stch heute dahin, daß alle die Verfassung» frage betreffenden Anträge am Mittwoch ge­meinsam auf die Tagesordnung gesetzt werde» sollen. Da di« erste Lesung der Finanzreform morgen beendet wird, soll Montag der Abschnitt über die Frauenarbeit, der von der Kommission für die groß« Eewervenovelle fertiggestellt ist und mit Rücksicht auf die Berner Konvention vorweg erledigt werden soll, zur zweiten Lesun- gestellt werden.

Die «ntionalpolnische Propaganda greift immer weiter um sich. Das zeigt wieder die Gründung derPatrya", einer polnischen Ver­sicherungsgesellschaft. Dieses Unternehmen wird nicht mit großem Wortschwall angekündigt, aber im Stillen werden die polnischen Bauern von den deutschen Banken austreten und sich ihrem nationalen Unternehmen zuwenden. Die Bank wird mit einem Kapital von 2 Millionen Mark in Gestalt einer Aktiengesellschaft errichtet uub droht die deutschen Versicherungsgesellschaften der Ostmarken zu zermalmen. Noch ist da» Etablissement zu verhindern, denn es kann erst ins Leben treten, wenn es bei den deutschen Ge­sellschaften seine Rückversicherungs- und Risiko- Verttäge abgeschlossen hat,, worauf dieTagt Rundschau" sehr richtig aufmerksam macht.

Gewerkschaftlicher Terrorisums.

Au» Anlaß der Wahl von Arbeitervertreter» am Berliner Eewerbegericht, verbreitet die Lei­tung der Hirsch-Dunckerschey Gewerkvereine ein gegen die sozialdemokratischen Gewerkschaften gerichtetes ungemein scharfes Flugblatt. Dari« wird besonders der Terrorismus derRoten" beleuchtet. Aus den letzten fünf Jahren sind von der Hirsch-Dunckerschen Fälle gesammelt worden, in bettenfreie", sozialbemokratische Gewerk­schaftler Mitglieder anderer Organisationen terrorisiert haben und bafüt gerichtlich bestraft worden sind. Es waren die.-' 110 Einzelfälle, für die die Täter zu 46)1 Tagen Gefängnis und 625 M^,Atldstrafe verurteilt worden sind. Die Täter waren lauterfreie" Gewerkschaftler und in keinem der ausgezählten Fälle handelt es sich um Streikbrecher. Das ist aber rut ein kleiner Teil der wirklichen Terrorismusfälle; denn die meisten davon'gelangen nicht vor den Richter, und außerdem find in der vorliegende« Zusammenstellung die Nichtorganisation, die die meisten Opfer der gewerkschaftlichen Gewalt­tätigkeiten liefern^ nicht berücksichtigt. Bezeich­nenderweise heißt es in dem Flugblatte deshalb: Fast fordert ein Krieg nicht soviel Opfer, wie dieser stete Kamps mit denfreien Gewerk­schaften um eine heilige Ueberzeuaung." Aber was nützt das Gejammer? Mögen sich doch die freisinnigen Hirsch-Dunckerlchen Gewerk­vereine an ihre parlamentarischen Vertreter halten und von diesen fordern, daß sie n^t ge­gen, sondern für Arbeitswilligenschutz eintretenk

Ausland.

Die Huldigungen de» Adels für Kais« Franz Joseph. Wien. 27, Nov. Heute Vov mittag erschien eine Deputation des österreichb scheu Adels, bestehend aus 700 Mitglieder«, vor dem Kaiser, um ihm die Huldigung der Adels darzubringen. Fürst Ferdinand Lobko- witz hielt eine Ansprache an den Kaiser, in der er hervorhob, es sei da vornehmste Erbe der Adelig einzustehen für das monarchische Prinzip. - :r Kaiser begrüßte in seiner Erwiderung mit besonderer Freude die Nachkommen von Heer­führern unb Staatsmännern, die vereint mit dem Kaiser bas Reich begründen und festige» halfen.

** Folge« der Universitätskrawalle in Wie«. Wien, 27. Nov. DiePolitische Korrespondenz" meldet: Im Zusammenhänge mit den Ereig­nissen an der Wiener Universität kam es be­kanntlich vor einigen Tagen in Rom zu ein« Volksversammlung auf der Piazza Colonna, wo. bei trotz der polizeilichen Maßnahmen ein Stein­wurf gegen die Fenster der österreichisch-unga­rischen Botschaft nicht verhindett werden konnte. Die italienische Regierung drückt« sofott dem österreichisch-ungarischen Botschafter Grafen von Lüttow ihr Bedauern über den Vorfall aus und teilte gleichmäßig mit, daß der in Frage kom­mende Polizeikommissar wegen des Vorfall« zur Verantwortung gezogen würde und daß zur Verhinderung der Wiederholung ähnlicher Vor­kommnisse di« strengsten Befehle ergangen seien.

** Frau Steinheil die Mörderin Feltr Faures? Paris, 27. Nov. DieLibre Parole" spielt in einemVom Elys« zum Sefängni»