WMjW MliMll
zlll/ Ü
mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
nnh den Beilage«: Literarischer Ameiqer", „Lrmdwirtschafiliche Keilage" und „JUnstriertes $n:T*itg*bUti**
Man abonniert auf die täglich erscheinende „Oberbessische 6inn Bettung“ bet allen Postämtern und unfern ZeitungMellen in JW5 Z (A Kirchhain und Wetter sowie bei unserer Expedition — Markt 21. — Der Bezugspreis Beträgt durch die Post 2,25 Mk. (ohne Bestellgeld), bet unfern Zeitungsstellen und der Expedition 2 Mk.
Marburg
Freitag. 20. November 1908.
Die JnsertionSgebiihr Beträgt für die 7 gespaltene Zeile oder bereit Raum 16 Pfennig, für Reklamen 30 Pfennig. — Druck und Verlag: Ioh. Ang. Koch, Universitätsbuchdruckerei Inhaber Dr. T.Hitzeroth, Marburg, Markt 21. — Telephon 55.
43. Jahrg.
Zweites Blatt.
je .............
Bestellungen für den Monat Dezember aus die „vberhessische Zeitung- nebst ihren Beilagen werden noch von unserer Expedition (Markt 21) unseren Ausgabestellen in Kirchhain, Neustadt und Wetter, sowie von allen Postanstatten und LandbriestrLgern ent- gegengenommen.
Die Ereignisse in Ebina.
Peking, 17 Nov. In Befürchtung eine» Anwachsens der revolutionären Bewegung hat der Regent Chun die Zügel der Regierung mit fester Hand ergriffen, sodatz die Aufrechterhaltung de^ Friedens wenigstens für einige Zeit gesichert erscheint. Es sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, um eine Wiederholung der revolutionären Vorgänge vom April und Mai zu ver. hindern. Besondere Abteilungen chinesischer Truppen bewachen die Zugänge zu den Gesandtschaften, bei denen jedoch keine Furcht davor herrscht, daß die Regierung nicht im Stande {ein könnte, einen ausreichenden Schutz zu gelt ähren. Gestern herrschte ein lebhafter Ansturm auf die Banken, vierzehn einheimische Bankinstitute wurden geschloffen. Unter der eingeborenen Bevölkerung herrscht große Erregung. Die Polizei drängte die Menge von den Bankgebäuden zurück. Besonders die Yoko- l.ama-Wechselbank hatte einen schweren Ansturm zu erleiden, während die englischen deutschen und russischen Institute unbehelligt blieben. Die Ursachen des Todes des Kaisers und ber, Kaiserin-Witwe sind nach unbekannt, ob- gle'. ) eine Anzahl langer, für den Fremden unverständlicher Berichte ausgegeben worden ist. Obwohl andererseits Gerüchte van unsauberen Machenschaften weit verbreitet sind, hat man keinen Grund für die Annahme, daß die beiden
-"-fälle anderen als natürlichen Ursachen zu- Gen seien. Der Kaiser ist lange leidend , n. Die Kaiserin-Witwe wurde während der Feier ihres Geburtstages am 3. November von Kongestionen der Lunge befallen. Man befürchtet, daß die Reformpartei sich die gegenwärtigen Unruhen zu Nutze machen wird. Ein Teil der Chinesen siebt in Pulun den legitimen Thronerben. Der Abschiedserlaß des Kaisers, der in Kwang-Hiüs Namen vom großen Rat aufaefebt war, zeigt, daß der Einfluß der chinesischen Staatsmänner den Einfluß der Mandfchus überwiegt. Der Erlaß muß als ausdrückliche Erklärung der neuen Regierung über ihre Politik betrachtet werden. Der Erlaß, der unter anderem eine energische Durchführung des Re- formprogram.mes vorsieht, sagt, der Kaiser beschäftigte sich während seiner Regierung mit Schwierigkeiten, die sich aus dem Verkehr mit Fremden und aus dem Verkehr zwischen den Ehri *er und Nichtchristen ergaben. Er vermehr! e das Heer und die Schulen, förderte die und bereitete die Verfaffung vor. Dem Vernehmen nach führte der Regent Chun
Aus dem ^tu'nmbuch.
Von L. Müller.
In dem Nachlaß einer Jungfrau haben sich folgende Stammbuchblätter vorgefunden. Sie lauten:
„Nichts soll unsere Freundschaft trennen!" Erinnern Sie sich dabey Ihres Freundes Gustav Molter aus Hildburghausen.
Memorabilien: Das Vesenverbrennen in der Ketzerbach am Weihnachtsfest 1817.
Marburg, im Dezember 1817.
„Schöne Tage werden nie, Ihrem Leben fehlen. Denn der Himmel theile sie Unter edle Seelen."
Mögen diese wenigen Worte verehrteste Freundin Sie zuweilen erinnern an Ihren Freund H. Dietz aus Siegen.
Marburg, am 12. März 1818.
Memorabilien: Das unerfüllt gebliebene Versprechen!! —
•' „Holde Schöpferin der Freuden, Reich die Hand der Freundin hin, ft- Führe ihr auf Blumenwegen !“ Zufriedenheit und Glück entgegen, ■ Und laß der Zukunft Sorgen fliehn." von ganzem Herzen wünscht dies, und empfiehlt sich zugleich Ihrem ferneren Andenken Ludwig Becker, Pharmaceute.
l . Warburg, 19. März 1819.
bereits nunmehr Neuerungen im Paläste ein, so einen modernen Betrieb in der Erledigung von Geschäften. Die Erziehung des unmündigen Kaisers soll nach modernen Grundsätzen geleitet werden. — Obwohl der Regent aufrichtig gewillt ist, Reformen zu gewähren, wird er doch nicht als ein starker Mann betrachtet. Die Herrschaft über die Truppen in Tschili ist geteilt. Eine Division ist unter der Gewalt de» Thrones, zwei Divisionen werden kommandiert von dem Kriegsminister Tiehliang, der der hef, tigsto Gegner yuanshikais ist. Dies macht es Lr den Regenten Prinzen Tfcbun schwierig, ich auf Puanshikai zu stützen. Unter den Revo- '.tionären geht das Gerücht, daß einige ihrer
Führer sich nach Peking zurück begaben.
..... , ' ■ " —. * 1 * I. * * * . U
Marburg und Urn^gend.
fliachbruck aller Originalartitel ist gemäß I 18 bei Urheberrecht! nur mit bet deutlichen Quellenangabe »Oberheff. Ztg.“ gehaftet >
'♦•ferbÄte 19. Novstr.
* Bon bet Eisenbahn. Wiederholte Beschwerden über ungenügende Erwärmung der Personenwagen haben dem Eisenbahnminister Veranlassung gegeben, auf die genaueste Befolgung der Vorschriften für die Heizung der Züge mit Nachdruck hinzuwirken und namentlich bei Eintritt stärkeren Frostes und bei Beförderung stärkerer Züge für die recht-eitioe Einstellung von Heizkeffelwagen — gegenbenenfalls im Einvernehmen mit den Nachbardirektionen — Sorge zu tragen.
* Frauenbildung—Frauenstudium. „So wenig Glück und Mut Gottfried Keller in seinen persönlichen Beziehungen zu den Frauen im Leben gehabt hat", führte Frl. Dr. Erosche am Dienstag abend in ihrem intereffanten Vortrag, nis, „so fest glaubte et an die Frauen und an die Rotwendigkeit ihrer Mitarbeit an allen Kulturaufgaben der Menschheit. Wie seine eigene Dichterarbeit Menschheitskultur genannt werden kann, so weist er jeder der Frauen, die er in seinen Werken zeichnet, eine besondere Aufgabe zu, die sie zum Besten des Ganzen lösen muß, indem sie als einzelne etwas tut. Das Tun ist Lberhauvt das Leitmotiv aller Keller- schen Frauen. Stolz und aufrecht wünscht er sie, selbständig und kräftig, von hohem, festem Wuchs, zielbewußt im Auftreten, sodaß nichts in der Umwelt sie beirren oder unsicher machen kann. Aktiv im besten Sinne des Wortes, offen und ehrlich, dürfen sie kein Auffebn scheuen, solange sie die Sache vertreten, die sie als Pflicht erkannt haben. Ebensowenig aber dürfen sie der sittlichen Besonnenheit, der Aeußerungen der Anmut entbehren oder gar durch wertloses Hervortreten aus der Sitte unangenehm auffallen. Gefallsucht nennt Keller „ein wildes Tier der gefährlichen Selbstsucht" und verachtet die Blenderin, die Zänkerin und die Klatscherin in gleichem Maße. Obgleich er zu seinen Lebzeiten noch nicht an die Betätigung der Frauen im öffentlichen Leben gedacht hat, würden kaum Frauen zu finden sein, die sich so sehr zur aktiven Teilnahme am Gemeindewohl eignen möchten, als seine Frau Salander, Frau Amreim oder Lucie im „Sinngedicht". Das richtige H a n - dein geht aber nach Keller nur aus echtem
„Es reden und träumen die Menschen viel Von künftigen befferen Tagen, Nach einem glücklichen goldenen Ziel Sieht man sie ringen und jagen.
Die Welt die wird alt und wird wieder jung, Doch der Mensch hofft immer Verbefferung."
Mögen Sie diese Zeilen oft an den erinnern, der so viele glückliche Stunden hier verlebte.
Carl Falkenheimer aus Hofgeismar.
Marburg, den 9. April 1818.
„Es fen heiter und froh, wie lächelnde Tage des Mayes,
Von Ihrem Leben ein jeglicher Tag."
Dieser mein aufrichtiger Wunsch möge Sie einstens erinnern an Ihren steten Freund
Carl Friedrich Schmitthenner, stud. jur. au» Urbach bei Neuwied.
Symbol: Treue und Redlichkeit.
Marburg, den 14. September 1818.
„Des Morgens denk an Gottes Güt«, 1'. So lang Du lebest auf der Welt, . E Des Abends schenke Dein Eemüthe W' Dem Liebsten, der Dir wohlgefällt. fM So kannst Du ohne Heichelschein Halb Weltlich und halb Geistlich sein."
Beim Durchlesen dieser Zeilen erinnern Sie sich theure Freundin Ihres aufrichtigen Freundes CH. Weber aus Breitenbach a. d. Fulda»
Breitenbach, den 10. October 1818. . __
Herzensleben hervor. M'n denke an feine Novelle „Romeo und Julie auf dem Dorfe". Sittliche Reinheit und Echtheit der Leidenschaft fordert der Dichter von allen, für deren Schicki"! er uns erwärmen will. Die Beziehungen zwischen den Geschlechtern sind ihm viel mehr psychologischer als physiolomscher £1"' Darum g'bt es kaum einen Dichter, der eine höhere Auffassung der Würde und Heiligkeit der Ehe und der Wichtigkeit der Familie hätte, als er. Daher weist er seinen aufrechten Frauen vor allem die hohe Kulturaufgabe der Erziehung des Heranwachsenden Geschlechts zu. Viel mehr als der des Vaters tritt in seinen Werken der mütterliche Einfluß auf die Söhne hervor. Großzügig in der Auffassung der Mutterschaft, achten die Keller- schen Mütter auf jede Kleinigkeit und finden oft überraschend schnell das richtige Mittel, um Söhnen und Töchtern, ja sogar Schwiegersöhnen, einen sicheren und gangbaren Weg zu zeigen. Dieie Mütterlichkeit braucht man dem Begriff nach nur etwas zu erweitern, um zum Verständnis der sozialen Arbeit zu kommen, die die organisierte Frauenbewegung auf ihr Programm geschrieben hat. Der unzerstörbare Optimismus, mit dem die Kell-rschen Frauen ihre ost schwere Arbeit im zerrütteten Geschäft«- und durch Schuld des Mannes zerrütteten Familienleben erfüllen, ist „das goldene Bändchen, das auch den ärgsten Unhold noch mit der Menschheit verbindet", d"mnach die einzige Grundlage, auf der in sozialer Hinsicht etwas geleistet werden kann. Der Glaube an das Gute auch in der verkommensten Meuichennatur erzeugt Achtung vor dem Elend. Unglück achten aber heißt es verstehen und darum die helfende Hand bieten.
* Das Kineinatographen-Theater bringt in dieser Woche ein bei-mders ;ir :reffantes und humoristisches Programm, welches aus 10 Nummern besteht. Besonder"' Inter-ffe erregen die Aufnahme rm d»r hstst"' <r"« 'km, welche am 11. November aufgenommen wurden.
* Sternschnuppenfälle. An sen jetzigen Novemberabenden und Nächten ibt es wieder himmlisches Feuerwerk, die Sck arme der Leo- niden nähern sich der Erde und gewähren uns den prächtigen Anblick von Sternschnupven- fällen.
Getreide • Wochenbericht
der PreiSberichillelle des deutschen Landwirt- ffhn?tsrat8 fbom 10. Hs Iß P emfcr 1908.
Die Nachrichten aus Argentinien lauten zwar widersprechend, lassen aber im allgemeinen keinen Zweifel darüber aufkommen, daß man es dort mit ernsteren Schäden zu tun hat, worauf übrigens auch die Zurückhaltung des argentinischen Angebots hinzudeuten scheint. Von nicht geringerem Einfluß auf die Gestaltung der Marktlage waren auch in der Berichtswoche die hier herrschenden Witter' gsverhältniffe, die einerseits eine Schädigung der ohnehin schwach entwickelten Saat befürchten ließen, andererseits die Schwierigkeiten zu verschärfen Irohen, mit denen die Flußschiffahrt schon seit längerer Zeit zu kämpfen bat. Unter diesen Umständen nahm der Getreidemarkt in der Berichtswoche eine ziemlich feste Haltung an, und ^a vom Auslande nur zu wesentlich höheren
„Wenn Dich die Lästerzunge sticht, So laß Dir dies zum Tröste sagen: Die schlechsten Früchte find es nicht
Woran die Wespen nagen."
Auch in der Entfernung denken Sie zuweilen an Ihren wahren Freund
L. Kaufmann, Stud. Theolog. aus Oberaula.
Simbol: Es blühe unsere Freundschaft, Tugend sei ihr Band.
Memorabilien: Tanzstunde, Bälle, Casino, Abendbesuche, Landparthien.
Marburg, den 8. October 1820.
„Ach! sie welkt so schnell, die liebliche Blume der Schönheit,
Jugendlich blühende Kraft raubt ein Fieber dahin,
Schönheit der Seele nur trotzt dem wogenden Strome der Zeit.
Dieses sei stets, o rosiges Mädchen, Dein Schmuck."
Zum freundschaftlichen Andenken geschrieben von Ihrem aufrichtigen Freund und Vetter
CH. Th. Amalung aus Breitenbach a. F.
Symbol: Hoffnung die beste Trösterin bei den V Leiden der Gegenwart.
Marburg, 25. Februar 1821.
„Leben gleicht der Töne Beben Und der Mensch dem Saitenspiel»
)' -Wenn es hart zu Boden fiel, . -
Preisen zu kaufen ist, so wurde dem inländischen Angebot bei anziehenden Preisen allseitig vermehrtes Interesse entgegengebracht. Es bezieht sich dies vor allem auf Weizen, dessen im Vergleich zu den ausländischen Forderungen verhältnismäßig billiger Preisstand fortgesetzt die Aufmerksamkeit der importbedürftigen süd- europäischen Länder erweckt. Allerdings stehen einer größeren Ausdehnung des Geschäftes in dieser Richtung die erwähnten Störungen im Schiffahrtsbetriebe, die sich auch beim Bezug« ausländischer Ware empfindlich bemerkbar machen, hinderlich im Wegx. Auch Roggen vermochte aus der im allgemeinen festeren Stimmung Nutzen ziehen, obgleich für diesen Artikel weder seitens der ausländischen Absatzgebiete, noch Lei den inländischen Mühlen zur Zeit größere Nachfrage vorhanden ist, während es an Angebot vom Jnlande keineswegs fehlt. Dagegen ist Hafer nach wie vor nur mäßig angeboten, und da auch Rußland höhere Forderungen stellte, fo sahen sich Käufer bei mäßigen Anschaffungen zur Bewilligung erhöhter Preisansprüche veranlaßt. Das Geschäft in Braugerste hatte bei unveränderten Preisen für feine Qualitäten wieder nur sehr geringen Umfang. Mäßig erhöhte Forderungen für russische Futtergerste führten mehrfach zu Abschlüssen. Auch für Mais zur baldigen Lieferung bestand mit Rücksicht auf den herrschenden Mangel an Beständen, sowie auf die oben anaedevteten Bezugsschwierigkeiten etwas regere Nachfrage. Aus dem Lieferungsmarkte erfuhr die feste Stimmung durch den Donnerstag eingetretenen Witterungsumschmung vorübergehend eine Un- terb'-echung. Der Schluß war jedoch wieder fest, für Weizen lU—1-V, höher, ebenso für Hafer, während Roggen keine wesentliche Äenderung zeigt.
s stellten llch f eute bi< CietreibehreHe in Mark pro 1000 fiilogr. an den nachgenannten Orten, wobei das Mehr (-4-1 bezw. B eniner (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigeffiat ist, wie folgt:
Weizen R-mgen Hafer
Berlin 207 (+1) 173 (-> 176 (+1)
teip-ia 2<4 (+D 177 H-i) 168 (-)
Hamburg 20 < (4-2i 17) <-j-li 174 (—41
Mannheim 237 (+?*/«' 186 (—1) 172 (-»/,)
Frankfurta.M. 207'/,180 (-) 175 H
Cassel, 17.November 'ViehmarktOberichtO Schlachtviehpreise. ^8 folgten hie 50 Kilogramm Schlachtgewicht von Ochsen: 1. Qual. 73-75 M., 2. Qual. 63-70 M., \ Dual. 00-0n M Bullen: 1. Dual. 65-67 M., 2. Dual. 61-64 M., 3. Qua'. <0-00 M. Rühe und Rilwer: 1. O al. ,;7 70 M. 2. Dual. 63 66 M„ 3. Qual. 56 —57 .«., Schweine: 1 Dual. 68-70 M , 2 Dual. 65- 7 M., 3. Qual 00—00 N., Kalber ha“ ■' kg liebenb ewicht 40 -46 Pfg. Hämmel das kg ftlmcdgewicht 7 >—75 Mg — .’luittieb: 16 Och,en, 1 Bullen, 54 .'übe, l Rinder, 1 !5 Schweine, 3l Kälber, — Hammel.
Kasseler
Hafer-Kakao
wird a's
Kinder^F.ühstfick
tausendfach ärstlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons- für IM, üiema.'z ’oite
Verantwortlich für die Redaktion: Dr. phil. Carl Hitzeroth in Marburg.
Kehrt der rechte Klang nicht wieder Und sein Mißlaut stört die Lieder, Die aus meinen Saiten schweben."
Die Schuld.
So leben Sie denn wohl. Leben Sie recht glücklich und zufrieden und gedenken Sie in Stunden froher Rückerinnerung zuweilen auch des Freundes, der herzlichen Antheil an Ihrem Glück nimmt.
I. L. Uckermann aus Rothenburg a. F. In Deiner Brust sind Deines Schicksals Sterne.
Marburg, im März 1821.
Memorabilien: Glaube, Muth, Hoffnung, Ee» butt! —
„O Menschen! Menschen! faßt das Leben schnell. Lagt keiner Stunde Silberschlag vorüber, Wo ihr nicht sagt: der Augenblick war mein, Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal, Wer feig des neuen Tages Glück versäumt, Er hott'» nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen."
Beherzigen Sie, liebe» Jettchen, diese Erinnerung, die Ihnen gibt Ihr Sie liebender Freund
Carl Wigand, cand. d. R. aus Rotenburg a. F, Marburg, 21. März 1821.
(Fortsetzung folgt.)