und de« Beilagen: "Literarischer Ameigrr-. „Landwirtschaftliche Beilage- «nd „Illustrierte* Kamrtagablatt-.
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Marburg
Sonntan, 15. November 1908.
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43. Jahrg.
Zweites Blatt
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verboten.!
der Wunsch sie an seiner Seite zu behalten? Und sein Kind, sein Günther! Er war doch Blut von seinem Blut, sein Erbe. Es konnte ihm nicht gleichgültig sein, wie sich das Verhältnis zu der Mutter seines einzigen Sohnes gestalten würde. Graf Alten zeigte seine undurchdringlichste Miene, als er Dietrich begrüßte. Erst als er im Rheinischen Hof, wo der Baron Wohnung genommen hatte, in dessen Zimmer mit ihm allein war, begann er zu berichten. Dietrich hätte schweigend, gesentten Hauptes zu. Im Grunde mutzte er ja mit dem Resultat, das des Schwagers diplomatische Kunst in der heiklen Sache erzielt hatte, zufrieden sein. Aber etwas in ihm bäumte sich doch gegen diese Scheinehe auf, die nur schwach den Ritz verbarg, der nur um des Kindes willen vor der Welt verdeckt
genüber schon als frei bezeichnet. Aber wünschte
*r denn wirklich frei zu sein? Wohnte nicht , _ wemuei wn vuB
°°ch rm geheimsten Kämmerlein seines Herzens I ihr« Lieb« zu ihm jemals gänzlich «lösche«
— Bo« Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus wird am Freitag der nächsten Woche eine Plenarsitzung abhalten mit der Tagesordnung: Interpellation Brust und Genossen betreffend das Grubenunglück auf der Zeche Rad- bod: erste Beratung des Gesetzentwurfs betreffend die Gebührenord..ung der Medizinalbeam- ten und des Gesetzentwurfs betreffend die Heranziehung der Beamten zur Kommunalsteuer. Außerdem w>d am darauffolgenden Samstag eine Plenarsitzung stattfinden. Weitere Plenarsitzungen werden erst dann abaehalten werden, nachdem die jetzt den Kommissionen überwiesenen Gesetze in erster Beratung erledigt sind. — In der heutigen Sitzung der Lebrerbesoldungs- kommisston d.s Abgeordnetenhauses wurde ein freikonservattver Antrag einstimmig angenommen, da? Grundgehalt der Lehrer auf 1400 zu erhöhen, ebenso ein Zentrumsantraa, das Grundgehalt der Lehrerinnen auf 1200 zu setzen, allerdings mit dem Vorbehalt, als Ausgleich eine Herabsetzung der Alterszulage für Lehrerinnen herbeizuführen. Ferner wurde be-
immer noch gehofft, Edicha würde sich wieder werden sollte. Seine Eitelkeit hatte im Stillen versöhnlich zeigen. So wenig er sich im Grunde aus ihr machte, war es ihm doch zur Gewohnheit geworden, wenn er Lust verspürte, daheim zu sein, eine Hausfrau zu finden die ihn freundlich empfing, die sich bestrebte, ihm Behagen zu bereiten und ihm das Kind zuführte, an dessen Wohlsein, dessen Entwickelung sich zu freuen.
In seinem leichten Sinn hatte Dietrich sich nie recht klar gemacht, daß seine stille immer freundliche und liebevolle Frau einen so festen, unerschütterlich festen Willen zeigen könne, wie es jetzt geschah. Für Eigensinn hatte er es gehalten, wenn sie auf einmal gefaßten Be- schlüsien beharrte. Datz sie aber im Ernst des Lebens ebenso fest sich erweisen würde, das hatte er doch nicht ermattet; noch weniger aber, daß
könne. Bisher war er es immer gewesen, der Herzensbündnisie gelöst, und es hatte ihm im Grunde wenig berührt, wenn Tränen aus Frauenaugen um seine verlorene Liebe geweint worden waren. Run aber drehte sich der Spieß einmal um; man gas ihm die Freiheit, man wollte ihn nicht mehr!
„Ich hoffe, Du bist zufrieden mit dem, was ich erreicht habe," fragte Graf Alten, der ihn mit forschendem Blick beobachtet hatte.
„Zum Teufel auch," rief Dittrich jetzt aufspringend. Es ist ein Diplomatenkunststück, das Du aufgeführt hast, aber kein schönes."
„Trage ich die Schuld, wenn die ganze Sache nicht schön ist?"
„Run ja, sie lag nicht günstig, und doch, ich weiß noch keinesfalls, ob ich darauf eingehe. Ich bin durchaus nicht willens, das Kind diesem rabiaten Weibe zu überlassen."
„Dietrich!" mahnte der Graf. „Versündige Dich nicht! Ich kann Dir sagen, Dfttha hat sich auch jetzt wieder meinen ganzen Respett durch ihr Verhalten erworben. Bedenke, was sie um des Kindes Willen aufgibt. Sie ist noch jung, ist hübsch und reich. Was hindert sie, ein anderes Glück zu suchen? Rur die Liebe zu ihrem Kinde! Du solltest das achten."
»Ich dächte, ich wäre in dem gleichen Falle," gab er ärgerlich zurück.
„Doch nicht ganz. Du hassest den Ehezwang, host Dich nie als gebunden betrachtet."
»Und doch könnte gerade jetzt in mir der Wunsch entstehen, mich wieder zu verheiraten."
„Neulich aber sagtest Du doch, daß Dir die Scheidung vo« Ediths den Kredft rauben, daß
Aus dem Reichstage.
Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit.
Fast noch ruhiger als gestern ist es heute im Sih- ungssaale. Nichl, als ob etwa die Reichstagsabgeordneten nicht auch Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit wünschten, um die eine Zentrumsinterpellation den Reichskanzler befragt, nicht als ob sie nicht auch mit der Interpellation der Sozialdemokraten der wirtschaftlichen Krisis, die sich in Betriebseinschrän- kungen, Lohnkürzungen und vornehmlich in Arbeiter- entlaffungen bemerkbar machen begegnen und etwaigen Notständen entgegentreten möchten. Sicherlich wäre jeder gern dazu bereit, sehr tätig mitzuhelfen. Aber man weiß, beide Anfragen verdanken einem agitatorischen Bedürfnis ihre Entstehung und kehren fast alle Jahre wieder. Denn bi« jetzt gibt es kein durchgreifendes Mittel gegen sie. Die gegenwärtige Krise ist eine Weltkrise, von Nordamerika ausgegangen, die Deutschland bis jetzt relativ am besten getragen hat. Außerdem liegt es in der Natur z. B. des Baugewerbes, daß in ihm im Winter Arbeitslosigkeit herrscht bei Frost wird nicht gebaut — und deshalb sind ja auch seine Sommerlöhne die höchsten. Endlich ist der Umfang der Arbeitslosigkeit sehr schwer sicher festzustellen.
Getrennte Welten.
Roman von Clatissa Lohd«.
i Fortsetzung.)
„Denken Sie nicht daran," meinte der Fürst ®uf eine von ihm darüber gemachte Aeußerung. „Dazu ist ja immer noch Zeit, wenn es so weit ist."
Schon hatte Graf Holm pünttlich in aller Frühe seinen Sekundanten geschickt. Fürst Loe- ben hatte es übernommen, Dietrich zu sekundieren. Der Baron zog seine Uhr.
„Sie entschuldigen, lieber Fürst, ich muß nach dem Bahnhof, meinen Schwager abzuholen."
„Wie wenig überlegt," meinte der Fürst, »daß Graf Alten gerade heute kommt. Es wäre besser, Sie hätten sich heute bis zum Rennen ganz ruhig verhalten können. Sie brauchen Ihre Nerven zum Reiten und müssen sich kaltes Blut bewahren."
„Ich werde kaltes Blut haben, sobald es darauf ankommt." entgegnete Dietrich. „Sorgen Sie nicht um mich."
Er grüßte lächelnd, aber das Lächeln erstarb auf seinen Lippen, sobald er allein war. Die Stirn zog sich kraus, sein Auge wurde finster. Er gestand sich, daß er innerlich doch beunruhigter war, als er sich den Anschein gegeben hatte. Was würde Alten ihm für Nachricht von Editha bringen? Er hatte sich gestern der Randolf ge-
Die Regierung kann also beim besten Willen nicht ander», will sie nicht neue Staatspensionäre schaffen, al» einige Palliativmittelchen Vorschlägen wie die Be- schleunigung begonnener Arbeiten, die sofortige In- angriffnahme von beabsichtigten Bauten, die Anweisung an Kommunen und Gemeinden, ein Gleiche» zu tun, sie kann die bekannten Erhebungen anstelle». Eine Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit ist an mehreren Orten versucht, bi» jetzt aber kann man von einem Gelingen noch nicht sprechen.
Darauf beschränkte sich denn auch im wesentlichen der Staatssekretär v. Bethmann-Hollraeg in seiner Antwott auf die Interpellationen die er freilich nicht sofott, sondern erst nach den mehrftündigen Begründungen durch die Abgeordneten Dr. Pieper (Zrntr.) und .Molkenbuhr (So, ) geben konnte. Er begann mit dem Bedauern, daß er keine neue Mitteilungen über da* Grubenunglück in Westfalen geben könne, aber der Ehef der preußischen Bergverwalttnm und der Oberberghauptmann hätten sich sofort an Den Ott der Katastrophe begeben. Im Übrigen lehnte er ein Eingehen auf die Angriffe gegen die Staat»- und Gesellschaftsordnung, die nun einmal zum eisernen Bestände sozialdemokratischer Red-n gehören, ab. Er legte die Gründe für die internationale Krisis dar, wie» auf die Bettchiedend-i» bei ArbettSmarkte» 6m, führte die zur Zeit etwa» ungünstig stehenden Jndu- stttezweige auf. Die Hoffnung auf baldige Besserung gründete er auf da» Abflauen der Kttsermrsachen, auf die Beruhigung nach der jetzt ettokgten amettka- nischen Präsidentenwahl und die Stärkung unserer Geldverhältnisse. Die Landwirtschaft habe, da ihre Arbeiter in die Fabrik gegangen seien Ausländer heranziehen müssen. Im Forstwesen herrichte für die Winterarbeiten sogar ein sehr großer Arbeite-mangel (Hört! höttl recht».) Eine regelmäßige ArbeitS.osen- statistik sei schwierig und wenig zweckmäßig; lägen die Zahlen schließlich vor, dann hätten sich die Verhältnisse längst geändett, die Kattellpolittk werde dadurch auch nicht endgültig abgeschlossen werden. Ausführbare Vottchläae für eine Arbeitslosenversicherung seien noch nicht gemacht. Da seien so viel Schwierigkeiten zu überwinden, daß wir heute oder morgen noch nicht dazu kommen würden. (Rufe b. b. Soz.r Dann übermorgen!) — Die Sache dürste doch für solche Zwischenrufe zu ernst sein! (Lebh. sehr richttg! recht».) Was die Regierung tun könne, habe sie getan. Auf ähnsschem Standpunkte standen im Wesentlichen die Redner der bürgerlichen Parttten. die Abg. Dr. Strefemann (natl.) Äarft«n» (fr. 83p ), Henning (kons.) u. a.
Rechte weitgehende Differenzierungen unter ben einzelnen Beamtengruppen im Gebiete der kommunalen Einkommenbesteuerung stattfinden, und wetterhin, daß nur auf diesem Wege ohne Die Leramiebuna her Beamten Iirst I Schädigung der Allgemeinheit den berechtigten ** *. J .-ocamien gut | Interessen der beteiligten Gemeinden an einer
Gememoeemrommensieuer. I weitergehenden Besteuerung der Beamtengehäl- Dem vreußifcken in I ter Rechnung getragen werden kann. Mehligen«
Entwurf L bei ist auch im Königreich Sachsen eine entspre-
tteb7na derXJmÄJveran. chende Differenzierung der Beamtenschaft bei 8 mte- °ut Eemnndennkommen. | Neuregelung der Kommunalfteuerpttvilegien auswttslich eines den Kammern vorliegenden Gesetzentwurfes in Aussicht genommen.
Was die Frage anlangt, in welcher Richtung die Gemeindeeinkommensteuerpflicht der erst zur Anstellung gelangenden Seamten zu verändern sein ro'rd so lag es nahe, von dem bishettgen System ei*et Halbier »na des steuerpflichtigen Die ist -inkommens und einer Beschränkung seiner kommunalsteuerlichen Belastung auf gewisse Prozentsätze dieses Einkommen« ganz abzugehen, somit da, volle Diensteinkommen den in den bttttliaten Gemeinden zur Erhebung gelangen« beu Einkommensteuerprozentsätzen zu unterwerfen, indessen eine Grenze festzusetzen, bi, zu welcher de: auf dieses Diensteinkommen enffallende Teil des Gemeinbeeinkommensteuerpttnzipal- fotze« zu den Mmlageprozenten herangezogen werden darf. Als solche Belastungsgrenze empfahl sich der Satz von 100 Proz. der staatlichen Einkommensteuer.
steuer, zugegangen. Danach sollen die unmittel, ^ssren und ndttelßaren Staatsbeamte« sowie bie Beamten des Königlichen Hofes in ben Ge- metnben zur Einkommen-leuer gleich den übrigen dieser Steuer unterworfenen Personen herangezogen werden, sofern nicht mehr al, l(rö % rL..-3u'*5Ia9e "hoben werden. Sobald die Zuschläge hoher al» 100 Proz. find, trift der vkechrbetrag der Zuschläge nur da, außerdi-nst lichc Ernkommen bei Beamten.
Diese Bestimmungen gelten nut für bleiern*, ger Beamten, die nach bcm 31. Marz 1909 iu do; Amtsverhältnis eingetreten find. Für di« übrigen Beamten, sowie bei den Militärperso- neu Geistlichen, Volksschullehrern und unteren Ätrcgenbienern behalten die jetzigen Bestimmungen Geltung. Dasselbe betrifft die steuerliche Behandlung der Ruhegehälter, der lausenden Mmerstüsiungen, bet Wartegelber, bet Witwen- Ainsen-, Sterbe- und Enadenbezüge mit der «Ü «uV^bU I «JSL1?
»Ä WIlJ.Ä’dS 'ÄÄ mXÄ henden Befreiungen^ werden I ?umaI ihnen auch die Gehaltserhöhung
dessen behalten die'bei Inkrafltrettn «ditto- I -"gute kommt. Dann aber wird auch die
LV berefts im GenMe folcker ÄS ^plante Erhöhung der staatlichen Einkommen, stehenden Beamten töte Berecktiavna I ^kueT ^anz mechanisch hohe Mehrerträge in die
Lebens-ttt Berechtigung noch auf kommunalen Kassen liefern und bei Richtbeam.
Die Neuregelung der Gemeindeeinkommen- Lz^uschL Sn^Uur^ Jr? %
EäsasÄ"« Äsa“»-sSÄs nicht vorgenommen werden, da die Versetzung ' vervrerfakyt.
vcn einem Amtssitze mit geringer in eina solchen mit hoher Umlagebelastung vielfach al, Härte erscheinen müßte. Auch im übrigen erscheint es billig, datz die Beamten, die ihren Wohnort meist nicht frei wählen können, durch die Gemeindevertretungen ausgeschlossen sind und oft nichtin demselben Matze Pottcfl von den Gemeindeeinrichtungen ziehen, wie die bereii Gemeindeangehörigen, vor einem Üe'*«r= maß d->r Belastung geschützt werden.
Hierbei ergab sich die Notwendigkeit einer verschiedenen steuerlichen Behandlung des Diensteinkommens der Beamten, je nachdem ihre Anstellung vor oder nach dem Inkrafttreten der Besoldungsreform liegt; denn es würde unbillig sein, den bereits länger im Amte befindlichen Beamten Privilegien zu entziehen, di' ibnen bei ihrer Anstellung zugebilligt Worten sind. Wenn gegen die Wahl dieses Wege« elnr-wendet werden kann, datz er ein lang« 0a!> erndes Uebergangsstadium mit differen- zieller Steuerbehandlung des Beamtendienstein- kommens schasst, so weist die Begründung der Vorlage darauf hin, datz schon nach heutigem
schlossen, daß alleinstehenden und ersten Lehrer« an zweiklasstschen Schule« nach fünffähriger Dienstzeit an einer solchen Schule eine Funk» ttonszulage von 5 Prozent des Grundgehalt«« und nach zehnjähttger Dienstzeit eine solche vo« 10 Prozent gewährt werden soll.
— Sem Priesterjubiläum de, Papstes. Rom. November. Der Papst empfing die autzerordeni« liche Eesandtschast des deutschen Kaisers, die die Glückwünsche des Kaisers zum Priesterjubiläum überbracht«. Der Führer der Gesandtschaft, Frhr. v. Schotterner übergab ein goldenes Petschaft als Geschenk ©es Kaisers. Hierauf empfing der Papst den Kardinalfürstbischof vo« Breslau, Dr. Kopp. — Beim Empfang der deutschen außerordentlichen Gesandtschaft im Vati« Jan überreichte der Führer der Gesandtschaft zrhr. v. Schorlemer dem Papst auch ein Hand- chreiben des Kaisers. Der Papst dankte herz- ich und lud alsdann die Mitglieder bet Ee- ändtschast zu sich in bie Privatgemächer ein, w« et sich ' ndlich mit ihnen unterhielt.
AuSsftch.
** Ein antimilitaristischer Verein in Frank, «ich. Patts, 13. Nov. Aus Toulon wird be« richttt, baß bet von mehreren Arsenalarbeitern gegrünbete antimiliiariMche Verein „La jeu« ness? °ibre* sich zur Hauptaufgabe gemacht habe, bie Mannschaften bet Kriegsflotte zur Fahnenflucht zu verleiten. Die Aufmerksamkeit der Behörden fei schon seit mehreren Monaten durch bie Aeußernna eine« vom Marinekriegsgericht Lotten» weoen Desertion verurteilten Matrose« auf bar ^rttben diese, Vereins gelenkt worden.
** Tbrvnwechsel in China. Peking, 13. Nov. Die Mitglied«- bes Groben Rates waren heut« im Palast vettammelt. Die KailerinWitwe, bie ebenfalls zugegen war, wurde im Laufe der Besprechung ohnmächtig. — Rewnott, 13. Nov. Nach einer Meldung bet „Associated Preß" au» Peking ist ein kaiserliche« Gd'ki bekannt gegeben worden, wonach Vttnu Ebun zum Regenten proklamiert wird. Prinz Ebun ist ein Bruder des Kaisers. Der Sohn Chuns, Puwei, ist zum mutmaßlichen Thronerben ernannt worden. Der sterbende Kaiser wurde am Nachmittag in die Sterbekammer der verbotenen Stadt gebracht. Ss».->._5 ääm .■ .HH7f
Marburg und Umgrg nd.
a>let Originalartitet ift a>mSß $ 18 bet Ur6eberre<6t8 nur mit bet deutlichen Ouessenonaab« Overgess gestattet. Für bie Aufnahme größerer s.inlendrmgen an einem bestimmten Tage ’flnren wir krtnc Garantie übernehmen, «benfn ' r Rückfenvuug unverlangter Manv''.ttptt >
‘“»'fcnra 14. R, p r.
* Scharfschießen. Auf folgende, bereits im Kreisblatt mitgettttte Bekanntmachung machen wir noch besonders aufmerksam: In der Zeit vom 18. bis 21. November beabsichtigt das 1., 2. und 3. Bataillon Jnf.-Regiment 116 Schießübungen mit scharfen Patronen 'n dem Gelände zwischen den Gemeinden Staufenberg, Sichertshausen, Hassenhausen, Hof Fortback und Treis a. d. Lumda abzuhalten und dasselbe zu diesem Zwecke mit Posten abzusperren. Geschossen wirb an bett Tagen von 9 Uhr vormittags bis 3 Uhr *" 1--l'~«1 1 --- .. ~~s
Du bann ruiniert fein würdest. Danach habe ich gehandelt."
,Das war damals? Seit gestern hat sich mit das Glück zugewandt, und überdies steht ja auch mir die Wahl frei unter den Töchtern be« Landes."
„Torheit, Dietrich! Bei Deinen Neigungen ist es bester, Du läßt es, wie es ist. Willst Du eine zweite Frau unglücklich machen? Und warum? Einen Erben Deines Namens, des Majorats, hast Du. Du bist einmal für die Ehe nicht geschaffen."
„Ich danke Dir für Deine gute Meinung," spottete Dietrich und erhob sich. „Uebrigens verpflichte ich mich noch zu nichts und behalte mit meine Entschließung bevor. Was mich allein zur Einwilligung reizen könnte, wäre die Erwägung, daß Edttha wenigstens auch auf Wie- derverheiratung verzichten muß, was mir .nei- nes Sohnes wegen wünschenswert erscheint. Reichtum lockt ja Freier an das habe ich ja bet Fräulein Hiller, der Verlobten des Sohnes bet Jnspektorstochter erlebt."
Graf Alten horchte auf.
„Was willst Du bamit sagen? Bruno bebarf boch des Geldes Hillers nicht!"
„Er kann zufrieden fein, datz es so ist, den« seine Braut scheint ernstlich seiner überdrüssig zu sein; und im Grunde verdenke ich es nicht, wenn auch ihr neuer Galan mir ebenso zuwider ist als der edle Bruno. Immerhin bin ich zufrieden, datz sie nicht den Namen Rothenfel« tragen wird. Es hätte auch zu häßlich geklungen; Baronin Rothenfel« geborene Hiller."
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