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mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain s »nd tat KrUagenr ^zitrrarischer Anrriger-,jaudWirtschaftlich- KeUnge- und ^ILvstriertr- SsmktassblaE.

Jti 270

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Sonntag, 15. November 1908. SÖÄ.®s?Httzer^?h, Mwcb«^'MarktÄ^Telephon to.

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43. Jahrg.

Drittes Blatt.

Gesellschaftssteuer und

Abgeordnetenhaus.

De«umstrittensten Teil der ganzen Vorlage des preußischen Finanzministers" hat der frei- konservative Abgeordnete Freiherr von Zttilitz die vorgeschlagene Gesellschaftssteuer im Abge. »rdnetenhause genannt. Wer die stenographischen Berichte gründlich durchgeht, muß aber sein Ur­teil noch viel schärfer formulieren. Von Men Seiten des Hauses wurde gegen die geplante Ge- sellschastssteuer ein so wuchtiges Material beige­bracht, daß die Vorlage eigentlich schon in der ersten Lesung für erdrückt angesehen werden müßte.

Einig war man vor allem darin, daß die Ge­sellschaftssteuer nicht den Grundsätzen der Gerech. tigkeit, also nicht den Grundlagen der ganzen Steuerpolitik, entspreche. Insbesondere wurde allgemein die von dem Entwürfe geforderte ver­schärfte Doppelbesteuerung als ungerecht verur. teilt. Wie könne man von demselben Einkom­men zweimal eine Steuer verlangen, einmal von der Gesellschaft und das andere Mal noch von dem Aktionär? So fragten alle Redner er­staunt und unwillig. Eine Doppelbesteuerung widerspricht den elementaren Geboten der Ge­rechtigkeit, sagte der Abgeordnete Röchling, und der Abgeordnete Pachnicke fragte: Würde man die Hypothekengläubiger auch einer solchen Dop­pelbesteuerung zu unterwerfen wagen? Von ver­schiedenen Seiten wurde betont, daß es in an­deren Ländern möglich gewesen sei, die Doppel­besteuerung zu vermeiden; folglich müsse das auch in Preußen möglich sein.

Mit großem Nachdrucke wurde hervorgeho. ben, daß die Gesellschaftssteuer in derselben Branche verschiedene Steuersätze schaffe, je nach­dem ein Unternehmen von einer Aktiengesell­schaft oder von Privaten betrieben werde. So würde z. B. die Firma Borstg, weil ein Privat- unternehmen, prozentual niedriger besteuert werden als die Aktiengesellschaft Schwartzkopff, die Firma Thyssen niedriger als die Aktienge­sellschaft Phönix und Gelsenkirchen, die privaten Montanwerke Oberschlesiens niedriger als die Laurahütte, das Haus Mendelssohn niedriger als die Deutsche Bank.

Stark bemängelt wurde auch die Höhe der vorgeschlagenen Steuersätze namentlich im Hin­blick auf die kommunalen Zuschläge. Für die Firma Krupp wurde aus dem Eesellschaftssteuer- gesetze eine Belastung von 37 Prozent herausge­rechnet. Die Firma Krupp wäre, so rief ein Redner aus, töricht, wenn sie daraufhin nicht die Form der Aktiengesellschaft wieder aufgäbe. Aeberhaupt waren verschiedene Redner der An­sicht, daß die Gesellschaftssteuer eine ganze An­zahl von Gesellschaften veranlassen werde, eine andere Betriebsform anzunehmen. Man gab auch der Befürchtung Ausdruck, daß zahlreiche

Eine Lieblinqsgeschichte des Kaisers.*)

$ Ein Abenteuer auf der Themse.

Mein Freund hat die wahrhafte Geschichte feines Abenteuers in London dem Kaiser selbst erzählt, hat sie zum Amüsement der kaiserlichen Gäste wiederholt erzählen müssen. Sonst geht er sparsam um mit seiner Aventiure, nicht etwa, weil er sie für die vornehmsten Kreise reser­vieren will, sondern weil er bei der Geschichte selbst nicht gerade eine hervorragende Rolle spielt. Run aber ists lange her, und ich habe mit ihm verabredet, die ganze Geschichte mal in Druckerschwärze zu tunken. Ich gebe ihm selbst das Wort:

Weißt Du, was die OxfordsCambridge Boat=Race ist? Nichts Genaues? Also eine Nuderwettfahrt in Achtern zwischen Studenten der Universität Cambridge und Studenten von Oxford. Die Cambridger sind die Hellblauen, und die Oxforder die Dunkelblauen. Natürlich wettet die Hälfte von London aus Hellblau, die andere Hälfte auf Dunkelblau. Die Damen tragen dunkel- oder hellblaue Toiletten. Hüte, Schleifen, (natürlich die Farbe, die am besten kleidet;) Herren tragen hell- oder dunkelblaue Krawatten, Kinder hell- oder dunkelblaue Fähn. chen, die Droschkenkutscher hell- oder dunkelblaue Bänder an den Peitschen. Ein Volksfest, ein Rummel! Ganz London auf der Themse oder wenigstens an der Themse.

Also ich stand damals mit einem großen Sportblatt in Verbindung, war reiselustig und fuhr extra von Berlin nach London, um an der

*) Aus der in dieser Woche erscheinenden Rümmer desGuckkasten", Illustrierte Wochen« schrist für Humor, Kunst und Leben, herausgo- ßeben von Paul Keller, mit Erlaubnis» des Ross- Verlag, Berlin SW. 48, entnommen, .

Gesellschaften ihren Sitz nach benachbarten Ein- Äten, wo man eine mildere Steuerpraxi» hie, verlegen werde. Eine Gesellschaft in Altona würde z. B. ungünstiger gestellt sein al» eine in Hamburg und eine Gesellschaft in Halle ungünstiger als eine in Leipzig. Daraus ergebe sich ganz von selbst, daß viele Gesellschaften vor der harten Besteuerung aus Preußen flüchten würden.

Einig war man auch darin, daß es ungerecht fei, die Abstufung der Steuer nach dem nomi­nellen Grundkapital ohne Berücksichtigung der Reserven zu bemessen. Man könne nicht immer sagen, daß die Höhe de» Gewinnes der unbe­dingte Ausdruck der Leistungsfähigkeit sci. In zahlreichen Fällen, gerade bei den guten Gesell­schaften, beruht der scheinbar hohe Gewinn ein­fach darauf, daß sehr hohe Reserven vorhanden find und in dem Geschäfte Mitarbeiten; bei vie­len Geschäften find die Reserven direkt die Force des Unternehmens. Wenn eine Aktiengesellschaft bei einem Kapital von 1 Million Mark 100 000 Mark verdient, so find da» 10 Prozent. Wenn aber dieselbe Gesellschaft bereit» 2 Millionen Mark Reserven im Geschäft Mitarbeiten läßt, dann reduziert stch der Gewinn auf 3% Prozent. Da» sicherlich wirtschaftliche Verfahren, durch starke Reservestellungen einen Fonds zu schaffen zur Vermehrung des Betriebskapitals, die innere Solidität der Gesellschaft zu stärken, also gerade da», worauf alle einsichtigen Leute hinarbeiten bei den Aktiengesellschaften, wird durch die Ge- sellschaftssteuer geradezu unter Strafe gestellt. Allgemein war man der Ansicht daß die Ver­waltungen versuchen würden, sich durch Ver­wässerung des Aktienkapitals den Wirkungen der Gesellschaftssteuer zu entziehen; denn je höher das Kapital, umso kleiner die Dividende, folglich auch die Steuer. Die höheren Attien- beträge müssen natürlich Unterkunft suchen und sie werden dadurch für die Staatspapiere eine noch schärfere Konkurrenz werden als jetzt; ganz abgesehen davon, daß die Kapitalver­wässerungen an amerikanische Methoden erin­nern, deren Förderung am allerwenigsten von oben her geschehen dürste.

Falsch ist es, die manchmal hohen Dividen­den als Grundlage der Steuer nehmen zu wol­len. Wenn eine Gesellschaft gute Dividenden gibt, steht auch der Kurs entsprechend hoch. Der Aktionär muß also die Attie teuer bezahlen und wenn er ausrechnet, was er für die effektive Aufwendung verdient, kommt er zu einer durch­schnittlichen Verzinsung seines Kapitals von 6 Prozent. Das ist aber für eine Attie mit ihrem unbestreitbaren Risiko eine so mäßige Ver­zinsung, daß man darauf nicht auch noch eine Steuer legen darf.

Man betonte auch die Bedeutung der Aktie und der Aktiengesellschaften überhaupt in un­serem Wirtschaftsleben. Man verwies auf ihren Anteil an dem industriellen Aufschwünge Deutschlands und betonte, wie sehr unsere In­dustrie, einerlei, ob kleine oder große Betriebe, die Aktiengesellschaft brauche. Man machte war­nend auf die schlimmen Erfahrungen aufmerk-

Oxford«Cambridge Boat=Race teilzunehmen und meinem Blatte Bericht zu erstatten. In London treffe ich einige Bekannte und mache mit ihnen eine lange Nacht. Als ich um fünf früh ins Hotel kam fühlte ich mich ruhebedürstig und schlafe und schlafe und schlafe richtig bis %10 Uhr.

Punkt 10 Uhr aber fuhr der Pressedampfer vom Londoner Quai au» hinaus nach Putney. Ich, heraus aus dem Bett und die Unterhose verkehrt anziehen war eins. Donnerwetter! Extra nach London gekommen und nun Schwerenot, wo find die Strümpfe? Wenn bloß der Kragen nicht so blödstnnig eng Waschen? Ich wasche mich andermal wieder Himmel, da ist ja mein linker Schuh am rech­ten Portier! Portier! Walter! Walter! Einen Wagen! Ein cab! Sofort!

Ich flog di« drei Treppen hinab und stieß mir sechs Beulen, auf jeder Treppe Mei, saß im Wagen, versprach dem Kutscher eine königliche Belohnung. Die Bestte hatte hellblaue Peit- schenschnüre und ich trug eine dunkelblaue Mütze. Er ein Cambridger, ich ein Oxforder! Trotzdem fuhr er splendid. Und wir kamen zurecht. Ich konnte gerade noch den Presse­dampfer abdampfen sehen. Ich streckte die Arme nach ihm aus, ich brüllte hinter dem Schiffe her, dann setzte ich mich auf einen Straßenftein und knirschte vor Wut mit den Zähnen. Da sah ich dicht an der llfermauer einen stattlichen Damp­fer liegen. Leer! Nur ein paar Bedienung». Mannschaften lungerten träge herum und der Kapitän spazierte auf Deck hin und her.

Sir!" ruf« ich dem Kapitän zu,ich habe den Pressedampfer verpaßt! Wollen Eie mich auf Ihrem Schiff nach Putney fahren?"

Aber sehr aern, mein Herr!" erwidert et in freundlichstem Ton:es wird mit «in VergnÜ-

fein. Sie nach Putney zu sicht«," .

fern, welche man in Oesterreich mit einer er­drückenden Belastung der Attiengesellschaft ge­macht habe. Aber man hielt sich in der ganzen Debatte durchweg fern von allen oratischen Re­dewendungen, und gerade diese nüchterne, sach­liche Haltung macht die ganze Krittk de» Hau­se» so vernichtend für den Entwurf.

(Nachdruck verboten.):

Wundermetalle im Dienste der Gegenwart.

Von Dr. Curt Rudslf Kreuschner.

Obwohl man das 19. Jahrhundert im Ver­gleich zu seinen Vorgängern mit Fug und Recht al» ein Säkulum der Erfindungen und Ent­deckungen preisen kann, fährt da» zwanzigste mit noch schnelleren Schritten als sein Vor­gänger fort, dessen Weg weiter zu wandern. Die Tätigkeit de» Erfinders, der mit einigem Glück in unserer mit wirksamem Patentschutz ausgestatteten Zeit Hunderttausende und Milli­onen verdienen kann, verläuft heute in einer ganz anderen Weise als vor 100, ja selbst noch vor 50 oder gar nut 30 Jahren. Einstmals, als die Naturwissenschaft noch in Kinderschuhen einherging und besonder» die Chemie kaum erst die Eierschalen des alchemistischen Wunderglau­bens abgeworfen hatte, haftete der Erfinder­tätigkeit deutlich ein Moment der Zufälligkeit an. Mit starker Einschränkung gilt dies zwar in vereinzelten Fällen noch heute, da es noch manche dunkle Gebiete gibt, in denen das For- schen mehr einem blinden Dahintappen als der Verfolgung eines klar vorgezeichneten Wege» gleicht. Im allgemeinen aber ist das Erfinden und Entdecken auf naturwissenschaftlichem und technischem Gebiete heute saft ein methodisch auszuübender Beruf geworden. Nicht etwa in dem Sinne, daß jeder akademisch graduierte Dummkopf der mühselig durch da» Joch der Eramina keucht und damit wie ein Kavallerie- pfer1'' die behördliche Abstempelung erhalten hat, dadurch die Anwartschaft erworben hätte, es einem Helmholtz, Siemens, Edison ober an­deren von den ganz Großen gleich zu tun! Denn ohne etwa» Blut vom Stamme derwahren Prinzen au» Genieland" geht es nicht. Wohl aber mit der Maßgabe, daß alle großen Ent­deckungen der jüngeren Vergangenheit von Che­mikern, Physikern, Ingenieuren und anderen naturwissenschaftlichen Spezialisten nur auf dem Wege hundertfach abgeänderter Versuch« durch Messen, Rechnen, Wägen und Verglei­chen gemacht find.

Der moderne Erfinder treibt feine Forschun­gen in einem Laboratorium, das mit den groß­artigsten Hilfsmitteln ausgerüstet ist, und wäh, rend das naturwissenschaftliche Genie der Ver­gangenheit sich in den Untersuchungen oft durch die Spärlichkeit bet Mittel schmerzlich beschränkt sah, spielt Geld 'n den Versuchsanstalten be» Staate» und großer industrieller Anlagen über­haupt fast ferne Rolle mehr, so daß am Ma-

Und welches ist der Preis für ben Extra» bampfer?

O, mein Herr, ber Preis ist Nebensache. Steigen Sie nur ein, Sir, Sie werden sehr zu­frieden fein. Indes vergeht sonst unnützt di« Zeit."

Das sah ich ein, und ich bestieg da» schiff, auf die Gefahr hin, daß mir hinterher der Mann eine exorbitante Summe abverlangte. Ich mußte doch nach Putney! Ein Kommandowort nach dem Maschinenraum, ein Signal, das Schiff setzte sich in Bewegung. Und ich war fein ein­ziger Passagier! An »inem solchen Tage, wo sonst alle Schifte überfüllt waren. Ein freu- diger Stolz, ein Gefühl großer Vergnügtheit er­griff mich.

Der Kapitän trat an meine Seite und sagt«:

Mein Herr, wir haben hier an Bord einen brillanten Auslugsposten. Sehen Sie, hier, wo die Bordwand unterbrochen und durch ein schma­le» Geländer ersetzt ist! Stellen Sie sich hier- her! Hier sehen Sie alles."

Ich war dem liebenswürdigen Manne auf» äußerste dankbar, drückte ihm gerührt die Hand und stellte mich an ben bezeichneten Ort.

Eine prachtvolle Aussicht! Eben kommt ein« blumengeschmückte Gondel vorbei. Dunkelblau« Fahne, iUe Insassen mit dunkelblauen Abzei­chen. Oxforder!

Da mit einem Male stutzen bi« Leute im Boot, bettachten mein Schiff, betrachten mich und brechen in ein schallend«» Gelachter au». Und ich schwenke vergnügt meine dunkelblau« Mütze. Al» die Leute da» sehen, jubeln sie noch viel lauter. Entzückend dies« übersprudelnd« Fröhlichkeit!

Da «in Boot mit Hellblauen! Die geg­nerische Partei. Aber auch st« auch sie brechen ja in «in jubelnd«-, iv «tu schallende» Gelächter <te» .., -------------- --- ----------------

Santi '

teiial nicht gekargt zu werden braucht. Die Er­gebnisse entsprechen aber auch dem gänzlich ge­änderten Betriebe. Elemente, von denen man, trotzdem fie seit langer Zeit bekannt waren, nicht viel mehr wußte, al» daß sie eben existier­ten, haben zahllose, bi» dahin unbekannte, selt­sam« Eigenschaften, die ihnen anhaften, ver­raten müssen. Vor allem aber sind es die Me­talle, deren }um Teil ans Wunderbar« gren­zende Eigenschaften immer mehr bekannt werden.

Die» gilt sogar von einem so massenhaft bau» gestellten und seit Jahrtausenden benutzten Stoff wie dem Eisen. Das Eisen, dessen stch die Menschen in der nach ihm benannten prähistori- schen Periode bebtenten, wie man es in weit über 5000 Jahre alten furanischen Grübern und im Mauerwerk der Cheopspyramide gefunden hat, war ein verhältnismäßig weicher Körper, nicht wesentlich härter als Zink, der nur wenig mit einem Stahldraht modernster Herstellung gemein hatte, den man bei einem Querschnitt von nut einem Quadratmillimeter mit einem Gewicht von 200 Killogramm belasten kann, be­vor er reiht. Richt genug damit, hat aber die Industrie sich in den letzten Jahren mit großem Erfolge an die Aufgabe gemacht, jenes beim Eisen wie bei jedem anderen Stoffe anscheinend unabänderliche Naturgesetz auszuschalten, das als Ausdehnung bei zunehmender Wärme und Zusammenziehung bei Abkühlung in Erschein­ung tritt. Beim Bau von Präzifionsmaschinen ist diese Eigenschaft vom größten Uebel; denn wa» nützt es, daß stch in einer Werkstatt Hun­derttausende von Metallstücken Herstellen lassen, die in ihren Abmessungen höchstens um einig« Tausendstel Millimeter von einander abweichen, wenn st« in ihrer Zusammenstellung zu einer Maschine, einem Uhrwerk und dergleichen mehr nicht mit denselben Dimensionen ineinander» greifen, weil bet Wechsel bet Temperaturen ihre Größen oeränbert, so daß, um ein Beispiel an« zusihren, unsere Uhren bei warmem Wetter langsamer, bei kaltem aber schneller gehen? Ein meterlanger Stab au» Gußstahl dehnt sich bei Erwärmung um hundert Grad um 1,2 Milli­meter au». Die» scheint zwar, wenn es sich um unsere gewöhnlichen Gebrauchsgegenstände han­delt, sehr unbedeutend zu sein, genügt aber, wenn es bei Laufrädern von Dampfturbinen ftattftnbet, bie mit einem Durchmesser ron meh­reren Metern haarscharf mit einem Abstand« von Millimeterbruchteilen in dem sie umschlie­ßenden Gehäuft laufen, um die Verwendung des gewöhnlichen Gußstahls vollständig unmög­lich zu machen.

Der Technik bet Gegenwart ist es aber ge­lungen, da» unmöglich erscheinende dennoch möglich zu machen. Sie stellt einen Nickelstahj seit kurzem her, dessen prozentmäßige Zusam­mensetzung ein sorgsam gehütetes Geheimnis ftt und der di« wunderbare Eigenschaft besitzt, sich bei Erwärmung um 100 Grad nur um ein bis höchstens zwei Tausendstel Millimeter auf je einen Millimeter Länge auszudehnen. In ihm

Wa» haben die Kerls zu lachen?

Aha, das ist Hohn! Sie sehen, daß ein

Dunkelblauer stch verspätet hat und ein Extra-

schiff nehmen mußte. Glaubt nut nicht, daß ich mich übet Euch ärgere! Im Gegenteil, ich

schwenke herausfordernd meine dunkelblau»

Mütze und wundere mich nur, daß diese lum­pigen hellblauen Kunden so blöbpnnig vergnügt weiter lachen.

Donnerwetter, was ist das dort drüben ani Strande? Ein Menschenauflauf. Männer, Weiber, Kinder stürzen herbei und alles zeigt auf mein Schift und auf mich, der ich an feinem sichtbarsten Punkte stehe und eine donnernd« Lachsalve tönt vom Ufer herüber. Ich winke hinüber stürmischer Jubel! ich beguck« und betast« bestürzt meinen Anzug, zwerch­fellerschütternde Heiterkeit ich drehe mich ver­wirrt dreimal um meine Achse ein brüllende» Eewiehere, ich reiße einen kleinen Spiegel aus meiner Tasche und betracht« mich di« Leute wollen bersten!

Um Himmelswillen, Kapitän, what is the matter?"A little crazy! sagt er phlegma­tisch.

Was, ein bißchen verrückt? Total verrückt ist diese Gesellschaft!"

Ein zweites, drittes, viertes, zehnte» Boot fährt vorüber und alle, alle, alle Insassen lachen, lachen, lachen ein wahnsinniges, toll- häuslerisches Gelächter.Kapitän, sagen St« mir erklären Sie mit um Himmelswillen ba» ist ja da» ist ja"

Raat race, sagt« er schmunzelnd. Ein Schrei. EinSeelenverkäufer". in dem zwei Leute gesessen haben, ist gekentert. Die Kerl« klammern sich an ihr Boot, kämpfen mit den Wellen und lachen, lachen,---sie ersaufen

beinahe und zeigen doch auf mich und lachen - lache«

Aüs irs«»d jemand mußt« hi« vsttLM